Fühle mich geehrt,
hab aber leider schon was vor am Wochenende.
Macht ihr anderen das mal.
Na los!
Die erste Antwort kriegt´s
Beiträge von open-minded
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Taktik und Schwarmintelligenz können parallel existieren.Dabei gibt´s auch kein besser oder schlechter.
Es gibt immer eine Taktik. Taktik ist ja schon die Aussage: "Wir wollen siegen" oder "Wir wollen Gegentreffer vermeiden...."
Die Taktik ist der äußere nötige Rahmen innerhalb dessen sich verschiedene Stile verwirklichen lassen, je nach Vorgaben der Taktik.
Wenn nun die Taktik genug Freiräume läßt und damit die individuelle Intelligenz/Kreativität jedes einzelnen Spielers nicht einengt oder untersagt, dann ist Schwarmintelligenz möglich.
Z.B. könnte die Taktik lauten: " Wir wollen heute gegen den übermächtigen Gegner ein Unentschieden erreichen. Dazu betonen wir das "Pressing" um zu zeigen, daß wir nicht klein bei geben. Ansonsten reagiert das Team flexibel, wie in den Trainings geübt." -
Ich würde sagen, Taktik ist mehr das Grobe für Herden und Intelligenz halt was für Schwärme:
ZitatAlles anzeigenAuf den ersten Blick ähneln sich die
Organisationsformen "Herde" und "Schwarm" sehr. In beiden Fällen handelt
es sich um eine Gruppe von Tieren, die als Gemeinschaft auftritt. Die
Herde hat jedoch eine Struktur, eine Hierarchie, eine Leitkuh. Diese
Leitkuh bestimmt, in welche Richtung die Herde zieht. Bricht die Leitkuh
auf, folgen alle, rennt die Leitkuh davon, folgt die ganze Herde.
Angeblich genügte es, das Leittier als erstes zu erschießen, um danach
eine stoisch wartende Büffelherde in aller Ruhe niederzumetzeln.Schwarm ist ein selbstregulierendes Kollektiv mit dezentraler Taktik
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hierzu Interessantes aus dem Sport von Prof. Tiwald
Zitat...also Schwarmintelligenz ist kein Zauberwerk, es sind Verhaltensregeln auf bestimmte Situationen, die im Teamgedächtnis gespeichert sind.
Die Teammitglieder müßen dafür sensibilisiert sein und bereit sein mitzumachen.
Das erfordert wiederum geeignete Charaktäre. -
So wie ich das sehe, brauchts um eine Mannschaft mit Schwarmintelligenz zu erhalten mehrere Dinge:
1. Spieler mit hoher sozialer Kompetenz (weil bessere kommunikative Fähigkeiten, Tolleranz, Kooperationsbereitschaft...u.s.w.).
Da die Grundlage dafür sehr früh in der Familie gelegt wird heißt das, daß ein Auswahlverfahren der Spieler stattfinden muß, die in die Gruppe/Mannschaft dürfen.2. Die nun gebildete Gruppe/Mannschaft muß harmonieren. D.h. sie müßen miteinander "können". Die Individuen müßen in die Gruppe passen, und die Gruppe muß auch die Individuen ( Talente ) akzeptieren.
3. Die Führung (Verein/Trainer) muß mindestens ebenso sozialkompetent sein um ein förderliches Umfeld zu schaffen.
4. Im Training müssen Elemente des offenen, kreativen, selbstverantwortlichen Lernens/Übens in Gruppen eingebaut werden (Projektgruppe, Lernen durch Lehren, Learning by Doing ....)
Dazu: wer kennt das Buch:
"Mannschaftspsychologie – Methoden und Techniken" ? -
Ach ja, hät´s fast vergessen,
beim ersten Training hab ich immer die Stollenschuhe weggelassen wenn´s net zu rutschig war weil das die Belastung am Bein reduziert.
Sollst sowieso nch nicht volle Leistung gehen. -
Wirst es schon richtig machen, ist ja dein Bein (grins).
Aber keine Bedenken vorm Doc. Der hat alles schon 1000 mal gehabt und gehört.
Und es gibt ja persönlichere Körperteile als ein Schienbein.Grüße
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Hallo Rene1105,
hat ich auch schon mehrfach.
Sportarzt oder Orthopäde hilft dir.
Geh hin und verschlepp es nicht!
Kriegst du mit Hausmitteln so gut wie nicht in den Griff!
Entzündet ist die Knochenhaut am Schienbein, an den Ansatzstellen der Muskeln.
Diese werden bei aprupten Richtungswechseln (durch Stollenschuhe verstärkt) gereizt.
War ja beim Joggen nicht so der Fall.
Beim ersten Training deshalb passiert, weil noch nix gewöhnt !
Ciao und gute Besserung. -
Wow, das würde sich gut machen als Text in einer Broschüre zum DFB-Bundesjugendtag.
Könnte mir vorstellen, daß nach der Rede erstmal ne Minute Ruhe war.
Gut gefällt mir, daß es packend geschrieben ist und verständliche Bilder im Kopf enstehen läßt, die zu Fußball passen (blitzartig richtungswechselnde Schwärme; Wolf....).
Wohl absichtlich wurde auch ein Sprachstil gewählt, der auf abgehobenen Fachjargon verzichtet und dennoch sehr kompetent rüberkommt.
Mir hat´s so gut gefallen, daß ich´s gleich ein paar mal gelesen habe.
Am besten wäre es, wenn jeder Zuhörer das auch schriftlich erhalten würde (Nachsorge
).
Die Spielintelligenz die jetzt immer gefordert wird ist Schwarmintelligenz, ganz klar.ZitatDie Frage die bleibt ist das "Wie". Wie setzen wir das in der Praxis um. Verstehen das Trainer, Eltern und Spieler ?
Läßt sich das überhaupt umsetzen ....?
Ich denke schon. Sind die erforderlichen Methoden wirklich so anders, so ungewöhnlich, so exotisch.
Dabei haben sie sich in anderen Bereichen außerhalb des Sports doch schon bewährt ( Learning by Doing, Projektarbeiten u.s.w.)
Ich rede vom "Lernen" an sich. Denn um das geht´s doch.
Der Sport braucht mehr offenes, freudvolles Lernen für alle Sinne. Weg vom reinen Monolog des Lehrers/Trainers (gähn!).
Nur dadurch kann die Eigenverantwortung und der Spielwitz noch gesteigert werden
Und Emergenz (siehe bei Wikipedia) wird die Folge sein.
Das beste dazu, was ich finden konnte hier: http://de.wikipedia.org/wiki/KlassenraumdiskursZitatUnd wie gehen wir das mit den Verbänden an, die noch meilenweit von solcher Denke entfert sind.
Da gibt´s hier im Forum etliche die das besser wissen als ich.
Grüße
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Zitat
Glauben sie, schon alles über den Fussball zu wissen oder sind müßte man
sie eigentlich auch zu den unerfahrenen Trainern zählen, weil sie in
all den Jahren ihrer Trainertätigkeit doch kaum an Wissen über
Menschenführung (komisches Wort) hinzugelernt haben?gute Frage, ich denke da gibt es verschiedene Typen.
In beruflichen Führungsseminaren versucht man ja auch die Führungskräfte in diverse Charaktäre/Führungsstile einzuteilen.
z.B. "dominant" -->sagt wos langgeht, interessiert sich weniger für Ideen Anderer...
"kreativer Spezialist" ---> ist Neuem aufgeschlossen, braucht aber evtl. Hilfe zur Durchsetzung...
"stetiger Typ" --> mag keine Veränderungen, macht am liebsten weiter so wie immer...
...ich denke, ist klar was ich meine.ZitatOder müßten die Inhalte der Schulungen in den Vereinen dahingehend
angepaßt werden, dass nicht immer nur neue Übungen und Spielformen
gezeigt werden, sondern auch mal "Tacheles" geredet wird!Ja, ich denke es müßte Tacheles geredet werden um alle auf einen Nenner zu bringen und die Richtung vorzugeben.
(Aber auch bei Erwachsenen gilt es Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl mit einzubringen.)
Das setzt aber eine starke, selbstbewusste Vereinsführung/ Jugendleitung voraus, welche die richtige "Denke" hat und sich ein Ziel setzt und dies mitteilt.
Nur so wissen Alle wo der Zug hinfährt. -
Zitat
Habe in dieser Saison eine recht gute E1 übernommen, die insbesondere in der Offensive recht stark ist.
Was ist stark in der Offensive? Das Paßspiel? Würde ja bedeuten, daß die vorne passen können und die hinten nicht.
Oder starke Einzelakteure. Die dann wie bereits vorgschlagen auch in die Abwehr verteile.ZitatDas Problem was ich nach den ersten Testspielen festgestellt habe, das die Mannschaft im Spielaufbau von hinten Probleme hat.
ZitatIch lasse ein 3:3 spielen, wobei ich es vermeiden lassen möchte das der Torwart die Bälle stets lang nach vorne schießt.
...ist doch vorbildlich. Du gibst der Mannschaft die Gelgenheit einen neuen Entwicklungsschritt zu erfahren. Das dauert natürlich, ist etwa wie das Multiplizieren nach dem Addieren/Subtrahieren in der Schule lernen.
ZitatViele Fehlpässe die den Gegner unnötig ins Spiel bringen, weil der
Defensive Spieler auch hier zu langsam aggiert, obwohl sich die offensiv
Spieler stets anbieten.....ist doch die logische Folge. Dein Team stellt das vermeintlich sichere "Bolzen" ein, um was Neues zu probieren, was für die Zukunft erfolgvesprechender ist. Aber jetzt am Anfang läuft das halt noch nicht reibungslos. Geduld. Fehler zulassen und auf die Zukunft freuen.
ZitatHabt ihr was was ich neben dem theoretischen erklären im Training üben lassen kann.
...nicht zu viel erklären (predigen), sondern machen lassen.
evtl. die Spieleranzahl reduzieren, daß es für die Kinder übersichtlicher wird (und damit verständlicher). -
Zitat
eine möglichst hohe Qualität hinsichtlich der Betreuung der Spieler und ( ganz wichtig ! ) der Eltern angestrebt werden muss.
als ich das gelesen habe ist mir ein Satz wieder eingefallen, den ich bei einer Studie im Web gelesen habe:
" ...am geringsten ist die Drop-Out-Rate in der jeweiligen Altersstufe bei Jugendlichen,deren Eltern im Verein engagiert und integriert sind..."
Das heißt, daß Verein und Trainer die Eltern so früh wie möglich in´s Boot holen sollten, damit nicht folgendes passiert...ZitatDas in einem Alter, wo der Spieler nicht mehr wie der F-ling von einer
grossen Karriere träumt, auch Eltern endlich die Grenzen ihres Kindes im
Fussball erkennen.Deren Interesse lässt ja sehr deutlich nach, sieht man an der
Elternschaft bei einer 'B-Jugend-Spiel, von A-Jugend ganz zu schweigen....nämlich, daß die Eltern das sportliche Interesse an ihrem Kind verlieren, nur weil es kein Nationalheld werden wird.
ZitatDie bisherigen Maßnahmen (DFB-Mobil, Kurzseminare) erreichen scheinbar ein Großteil der unerfahrenen Trainer nicht.
...auch erfahrene Trainer werden nicht erreicht, weil sie nich erreicht werden wollen.
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evtl. könnte man das Ferientraining auch mal dazu nutzen vom üblichen Trainingsablauf wegzugehen und den Spaßfaktor erhöhen.
Z.B. Kicken im Freibad, Fußballtennis, Spaßkicken... halt Sachen bei denen die Jungs gerne kommen ohne Motivationsschwelle.
Der Sinn bestände dann weniger in taktischen Verbesserungen, sondern der Fithalte-/Bewegungsgedanke (statt Couch oder Dattelkiste) und Teambuilding ständen im Vordergrund. -
Hab gerade mal bei anderen Sportarten spioniert.
Die Dropout-Quote im Jugendbereich ist auch für das Groß der anderen Sportarten ein wichtiges Thema (Tennis, Leichtathletik u.v.m.)
Teils mit sehr ähnlichen Erkenntnissen wie im Fußball.
Da tut sich bei mir die Frage auf, was macht ein Dropoutler der sagen wir mal vom Tennis weg wollte und nun mit 12 Jahren Fußball beginnen möchte.
Was können Vereine für diesen Typus tun? -
..das sagt uns, daß mit 11 Jahren warscheinlich nicht die Freundin schuld war gell,
sondern....? -
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....der DFB hat 2006 fogendes in seinem DFB-Fußballentwicklungsplan geschrieben...
Zitat
„Unsere Vereine kommen um die Korrektur traditioneller Strukturen, Konzepte
und Programme nicht umhin. Diese zukunftssichernden Vereinsreformen gelingen
nur mit qualifizierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern!“...scheinbar dauert es noch bis unmotivierte Trainer der Vergangenheit angehören.
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Danke für den Link, ist interessant, wie in anderen Sportarten gedacht wird.

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O.K. ist halt ne wichtige Nebensache
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Danke für euere Antworten,
im Netz habe ich auf einer Laufseite noch folgendes Interessantes gefunden:
