Beiträge von schleppi

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    TW-Trainer:


    Spiele der 1. Herren sehen wir uns auch an - aber eher aus Spaß. Und wegen der Bratwurst. Aber da „analysiere“ ich kaum. Ich versuche da eher das Verständnis zu wecken, was für einen „Scheißjob“ der arme Schiedsrichter hat. Wir sehen uns aber die Spiele seiner 1. U10 an. Haben wir schon in der letzten Saison. Obwohl er nie gespielt hat, haben wir die Spiele besucht. Und da analysiere ich schon.


    Ich selber war ein sehr mäßig begabter Fußballer. Aber ich erinnere sehr genau, wie enttäuscht ich war, wenn ich nur eine Halbzeit spielen durfte. Eine GANZE Halbzeit. Davon träumt mein Sohn. Insofern kann ich seine Enttäuschung nachvollziehen und leide mit. Deine grundsätzliche Schilderung zum Mädchenfußball teile ich. Meine Tochter ist nach meiner Einschätzung überaus begabt und wenn sie die Lust behält und ihre Entwicklung weiter so läuft, kann sie vielleicht relativ weit oben spielen. Aber davon hat sie nichts. Nichts Finanzielles. Ich erinnere, dass der HSV seine 2. Damen aus der 2. Bundesliga zurückgezogen hat, nachdem sie Meister in der 2. Liga wurden. Die Reisekosten waren zu hoch. Gehalt haben die Spielerinnen nicht mal bekommen. Wie auch? Paolo G. will ja auch bezahlt sein. Als ich mit meinem Sohn das Spiel der 1. Herren gesehen habe, waren da 450 Zuschauer. Vor so vielen Leuten wird meine Tochter nie spielen. Aber egal - es macht mir und ihr Spaß und ich sehe ihr sehr gerne beim Spiel und beim Training zu. Und staune, wie viel mehr eine Mädchenmannschaft im Vergleich zu einer Jungenmannschaft lernt. Mama fährt auch gelegentlich mit…


    Deine Beiträge in diesem Thread schätze ich (inzwischen) sehr. Du machst auf mich den Eindruck eines sehr erfahrenen Trainers und hast da sicher Ansichten, die es für mich zu bedenken lohnt. Und vielleicht gelingt es mir irgendwann sogar, der Schublade zu entkommen, in die du mich möglicherweise einsortiert hast. ;)


    Aber zum Thema „über den Trainer herziehen“: da hast du ein großes Stück weit recht. Wenn ich mit meiner Frau über den Trainer „geredet“ habe, habe ich nicht immer verhindert, dass mein Sohn das mitbekommt. Der bekommt Dinge mit, dass fasse ich nicht. Aber wenn ich neben ihm stehe und ihn mündlich bitte, sein Zimmer aufzuräumen, rauscht das an ihm vorbei. Oder ich habe gar meinem Sohn gegenüber mein Missfallen kundgetan, wenn er kaum gespielt hat. Aber mein Sohn ist auch nicht blöd. Wenn ich ihm sage, dass ich seinen Trainer gut finde, hält er mich für völlig behämmert.

    Hallo TW-Trainer,


    mein Sohn hat mich nicht ausdrücklich darum gebeten, dass ich für mehr Einsatzzeiten beim Trainer kämpfen soll. Aber hat mir sehr deutlich gesagt, dass er es schade findet, wenn er so selten spielt. Ich hätte mich vielleicht nicht eingemischt, wenn der Trainer seine Top 7 hätte und mein Sohn Nr. 13 ist und deshalb kaum spielt. Aber der Trainer hat quasi eine Top 12 und grenzt somit einen Spieler ganz gezielt aus. Und das hätte ich nur dann akzeptiert, wenn mein Sohn trotzdem mit seiner Situation zufrieden wäre.


    Ich habe meine Trainertätigkeit beendet, weil ich mich in der Rolle nie wirklich wohlgefühlt habe. Die Tätigkeit habe ich übernommen, weil es dem Verein über die Sommerpause nicht gelungen war, für die U08 meiner Tochter einen Trainer zu finden. Ich hatte keinerlei Erfahrung. Selber zwar mal als Kind ca. 4 Jahre gespielt - aber ansonsten bin ich einer der 80 Mio. Bundestrainer. Die Eltern, die während des Spiels ihre siebenjährigen Kinder zusammengebrüllt haben und der Meinung waren, unsere Mannschaft sei „schlecht vorbereitet“, waren lediglich der letzte Tropfen. Ich hatte hinter mir quasi nur "Supertrainer", die leider wegen Schichtdienst oder anderer beruflicher Höhenflüge keine Zeit hatten, selber die Mannschaft zu übernehmen. Hätte ich auf die Trainertätigkeit wirklich Lust gehabt, hätte ich die Eltern eingenordet.


    Aber ich möchte die kurze Trainertätigkeit nicht missen, weil ich eine Menge gelernt habe. Nämlich wie nervig die Einflussnahme der Eltern ist. Du stehst da als ruhiger Trainer, der das Spiel laufen lässt und von hinten kommen die Anweisungen an die Kinder auf das Feld geflogen. Oder die Jungs werden von ihren Eltern derart angemeckert, dass ich sie in der Halbzeit erstmal trösten muss. Ich war als Vater sicher nicht einer der lautesten Zuschauer. Aber doch lauter, als es dem Trainer hilft. Nun rufe ich lediglich noch rein, wenn mir eine Aktion gefallen hat und hebe mir schlechte Aktionen für die Zeit nach dem Spiel auf. Und ich bilde mir ein, zumindest bei meinem Sohn eine Menge Spielverbesserung erreicht zu haben, in dem ich ihm gesagt habe, welche Aktion ich gut und welche Aktion ich schlecht fand. Ich sehe mir auch gerne mit ihm die Spiele seiner 1. Mannschaft an und erkläre ihm während des Spiels die gelungenen und die weniger gelungenen Aktionen.


    Befremdlich finde ich, wenn gegnerische Mannschaften im Bereich der Bambini mit 20:0 zerlegt werden und sich die Eltern und der sehr ehrgeizige Trainer gar nicht wieder einkriegen vor Freude. Wo ich überlege, wie ich meine Mannschaft schwäche, ohne dass das als Überheblichkeit ausgelegt wird, treibt der Trainerkollege die Jungs weiter an. Und ruft mich nach dem Spiel stolz an und berichtet mir vom 20:0.


    Deine Erfahrungen in der D- und C-Jugend kann ich insofern nachvollziehen, als dass Kinder irgendwann auch ohne die Eltern ihrem Hobby nachgehen wollen. Die Eltern-Kind-Bindung wird mit zunehmendem Alter lockerer und zeigt sich in abnehmendem Besuch der Spiele. Und ganz sicher müsste mein Sohn in den C- oder D-Junioren selber beim Trainer intervenieren. Irgendwann wäre ihm die Einflussnahme des Vaters sicher peinlich.


    Und die Nummer mit der ausgedruckten eMail:
    Wenn der das gemacht hätte und neben den Eltern auch noch die Jungs in die Kabine gebeten hätte, hätte ich über den Verein seine sofortige Entlassung betrieben. SO war es schon schäbig genug - aber mit Kindern wäre es gar nicht gegangen.


    Gruß
    Christian

    TW-Trainer:
    Nochmal ich.


    Vielleicht sehe ich nur den Wald vor lauter Bäumen nicht.


    Was rätst du mir konkret?


    Mich komplett raushalten? Meinen Sohn einfach machen lassen? Ihn zum Training gehen lassen und zu den Spielen fahren wir dann als Zuschauer? Hättest du bei dem Verhalten nicht das Gefühl, deinen Sohn im Stich gelassen zu haben? Ihn schutzlos seinem "Trainer" zum Fraß vorgeworfen zu haben? Ihm keine Alternativen angeboten zu haben?


    Oder glaubst du wirklich, dass mein Sohn nicht unter seinem Trainer leidet sondern unter meiner Unzufriedenheit?

    Ich weiß nicht, wie du auf die Idee kommst, ich wolle mir nicht helfen lassen.


    Mir missfällt nur die Schublade "überehrgeiziger Vater" (! - nicht Mutter).


    Mich haben viele Beiträge (und ich bin für die Vielzahl von Beiträgen wirklich dankbar) in dem Entschluss bestärkt, meinem Sohn den Nachbarverein anzubieten. Ganz ausdrücklich "anbieten" und nicht aufzwingen. Er bekommt eine dritte Trainingseinheit und kann sich dann entscheiden. Und ganz ehrlich - wenn er sich entscheidet, beim alten Trainer weiter zu machen, unterstütze ich ihn dabei.


    Mir ist klar, dass auf einen Trainer viel Druck von allen Seiten ausgeübt wird. Von überehrgeizigen Eltern, die Resultate sehen wollen. Von beleidigten Vätern, die glauben, ihr Kind sei zu kurz gekommen. Und Unterstützung vom Verein ist manchmal auch nur Glücksache.


    Ich habe absolute Hochachtung vor den Menschen, die sich an der Seite hinstellen und in der Woche die Jungs und Mädels trainieren. Ich habe dies für eine kurze Zeit selbst getan und habe die Mannschaft meiner Tochter trainiert. Wenige Wochen und dann haben mich die am Seitenrand reinbrüllenden Eltern geschafft. Ich war mir zu schade, mir das anzutun. Ich bewundere aber die Trainer, die das auszuhalten bereit sind.


    Trotzdem nehme ich mir das Recht zu kritisieren, wenn ich das Gefühl habe, dass jemand meinen Sohn als Opfer ausgeguckt hat. Und ich ziehe nun - auch bestärkt von den Tipps hier - die Konsequenz. Eine Garantie, dass es besser wird, habe ich natürlich nicht. Aber zumindest die Hoffnung. Und mein Sohn freut sich schon auf den neuen Verein.


    Ich verpreche aber, dass ich über die weitere Entwicklung berichten und hierzu diesen Thread wieder hochziehen werde.


    Gruß
    Christian

    Hallo Thomekz,


    ich würde die Eltern mit folgendem Flyer bekannt machen:


    http://www.dfb.de/fileadmin/us…07/Flyer_Fair_bleiben.pdf


    Hinsichtlich der Aufstellungsphilosophie hilft Transparenz.


    Ich würde im Rahmen eines Elternabends den Eltern erklären, warum der große Erik in der "schlechten" und der kleine Louis in der "guten" Mannschaft spielt.


    Wenn die Eltern mit meiner Philosophie nicht einverstanden sind, müssen sie sich einen anderen Verein oder einen anderen Trainer suchen.


    Die taktischen Anweisungen von außen untergraben natürlich deine Autorität als Trainer. Das würde ich mir von den Eltern nicht gefallen lassen. Vielleicht bekommst du deine Spieler dazu, die Anweisungen der Eltern einfach komplett zu ignorieren. Als ich früher gespielt habe, gab es die klare Anweisung vom Trainer: "ich bin der Boss und was eure Eltern von draußen reinbrüllen, interessiert euch genau 0,0".


    Die Kritik an der Konditionsschwäche der Eltern würde ich aber annehmen. Und vielleicht gibt es intelligentere Möglichkeiten, den Fitnesszustand der Spieler zu verbessern, als sie den Platz umrunden zu lassen.

    war da nicht auch noch die Aussage; meine Frau hat eigendlich ganz andere Ziele


    Vater, Mutter , Kind; 3 Personen , 3 unterschiedliche Auffassungen. welche ist eigendlich bei euch vorrangig.
    würde mir das mal überlegen.


    Keine Ahnung, wie hier meine Frau in den Beitrag gekommen ist. Von mir nicht. Und von Zielen meiner Frau habe ich bisher nichts geschrieben.


    Und wenn ich schreibe, dass mein Sohn unter der Situation leidet, kann es eine gestörte Wahrnehmung meinerseits sein. Es kann sein, dass ich ihm die Unzufriedenheit in den Kopf gesetzt habe.


    Vielleicht lieben 10jährige Jungs die Tatsache, dass sie der "Mannschaftsaussätzige" sind, der permanent vom Trainer verarscht wird.


    Mein Sohn ist intelligent. Wird zwar jeder Vater von seinem Sohn behaupten - aber ich glaube das wirklich. Und als intelligenter 10jähriger merkt er genau, was für ein Spiel der Trainer mit ihm spielt.

    Hallo August,


    ich gehe auch nicht davon aus, dass man bei der Wahl des Trainers ein Assessment-Center mit 10 Bewerbern durchführen konnte.


    Da war eben nur der eine Trainer im Angebot und weiter suchen wollte oder konnte man nicht.


    Und in der Situation werden eben die Mindestanforderungen schon mal deutlich heruntergesetzt.

    Hallo Oliver,


    da muss ich jetzt mal ein gutes Wort über den Trainer "verlieren".


    In den letzten Hallenturnieren hat er 11 Jungs eingeladen (Anzahl ist bei uns nicht limitiert). Der Torwart hat durchgespielt und die Feldspieler hat er nach der Hälfte des Spiels komplett ausgetauscht. Das hat richtig gut geklappt und niemand war unzufrieden.


    Keine Ahnung, warum er nun in alte Verhaltensmuster zurückfällt.


    Auch bei der Feldsaison könnte man doch den Torwart und 2 Feldspieler durchspielen lassen und in der Halbzeitpause 4 Jungs wechseln. Und wenn er es dann noch richtig gut macht, informiert er die Jungs schon bei der Einladung, ob sie das komplette Spiel oder nur eine Halbzeit spielen.


    Klingt jetzt sehr starr - selbstverständlich darf auf die Spielsituation reagiert werden. Aber als grobe Richtung sollte das doch funktionieren.



    Und es darf auch jeder mal durchspielen. Und ich würde dafür sorgen, mindestens 2 Torhüter zu haben. Unnötig zu erwähnen, dass er 2 Jungs hat, die gerne im Tor spielen möchten und er sich auf einen Jungen festgelegt hat.



    Gruß
    Christian

    TW-Trainer:



    Mein Sohn ist also eigentlich mit seiner Situation zufrieden und es stört ihn gar nicht, dass sein Trainer ihn nicht einsetzt.



    Es stört meinen Sohn nur deshalb, weil ich als überehrgeiziger Vater meinen Ehrgeiz auf meinen Sohn übertrage und erst dadurch die Unzufriedenheit in ihm hervorrufe.



    Interessanter Gedanke.



    Und m.E. knapp an der Realität vorbei.




    Ja, es stimmt. Ich finde 90 von 550 Minuten bei einem 13er-Kader (7er-Feld) zu wenig. Für eine 2. Mannschaft im jüngeren E-Junioren-Bereich in der untersten Spielklasse. Bilde ich mir ein, dass mein Sohn unter der Situation leidet? Leidet er, weil ich leide?



    Er hat bereits eine komplette Saison ohne Einsätze absolviert. Und das war o.k. Er war einer von 22 bis 24 Jungs. Es war seine 1.Saison. Für Jungs wie ihn hat man eine 2. Mannschaft gemeldet. Und nun ist er der Junge von 13 Jungs, der mit Kurzeinsätzen von knapp über 5 Minuten vorgeführt wird. Sein Trainer lässt seine Wut an meinem 10jährigen Sohn aus. Mag menschlich sein, zeigt mir aber, was für ein kleiner Wurm das ist. Und da kommt auch meine Unzufriedenheit über den Verein ins Spiel. Die haben mit dem Trainer ihre schlechte Erfahrung gemacht. Zitat: "wir gucken mal, wie er es dieses Mal hinbekommt." Der Typ ist mag ein guter und zuverlässiger Trainingsparcouraufbauer sein. Aber menschlich und insbesondere im Kontakt zu Kindern eine glatte 6.



    Sei es, wie es ist. Mein Sohn wird jetzt zusätzlich bei einem Verein im Nachbarort trainieren. Ziemlich identisches Einzugsgebiet, aber 70% mehr Mannschaften. Mag Zufall sein. Vielleicht legt man da auch nur die Messlatte für Trainer höher. Und lässt nur Trainer auf die Jungs los, die mehr können, als Hütchen aufstellen. Was übrigens nicht ausschließlich mit dem Alter zu tun hat. Und wenn es ihm im Nachbarort besser gefällt, melde ich ihn beim Heimatverein ab. Wenn er weiter beim Heimatverein spielen will - o.k. Und wenn er über diese Erfahrungen ganz die bisher sehr große Lust am Fußball verliert, kaufe ich ihm eine Angel.






    Hallo Andre,




    es gibt sicher ziemlich kaputte Gestalten und ein 11jähriges Mädel wollte Enten füttern und kommt nun nicht mehr nach Hause. ;(




    Aber man kann seine Kinder nicht vor allen Gefahren schützen und muss auch loslassen können. Ich bin allerdings von Beruf Controller und blicke berufsbedingt in nicht ganz so viele Abgründe.




    Ich würde meinen Sohn sicher hin und wieder zum Training fahren (bzw. mit ihm zusammen mit dem Fahrrad hinfahren). Aber nicht ständig sondern eher ausnahmsweise.




    Der Jugendobmann hat mir seinerzeit, als ich vom Trainer mit der ausgedruckten eMail an die Wand genagelt wurde, angeboten, ein Gespräch unter 6 Augen zu führen. Ich habe bislang nicht den Nerv gehabt, dieses Gespräch zu führen. Die Wut war und ist zu groß. Vielleicht oder wahrscheinlich mein Fehler.




    Ich weiß aber auch nicht, was das bringen soll. Ich habe von dem Trainer inzwischen so eine schlechte Meinung, dass es für mich darauf hinausläuft, dass ich meinem Sohn diesen Trainer nicht mehr zumuten möchte. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass mein Sohn bei diesem Menschen jemals wieder auf einen grünen Zweig kommt.




    Ich hoffe ehrlicherweise, dass der Verein das Expriment beendet - meinetwegen nach der Saison. Ich finde, dass dem jungen Mann einfach die Reife fehlt, mit Kindern zu arbeiten. Oder, um ihn wörtlich zu zitieren: "ich mag eigentlich keine Kinder..."




    Gruß


    Christian

    Hallo Andre,


    zunächst folgendes: ich lese deine Beiträge sehr gerne. Ich finde, dass da eine Menge Erfahrung transportiert wird und Fehler, die DU schon gemacht hast, muss ich nicht auch noch machen. ;)



    Zu meiner eMail:




    Als ich mittwochs (nicht wie bereits geschrieben dienstags) nachfragte, ob er spielt, habe ich mit einem einfachen "ja" oder "nein" gerechnet (ein Training hat in der Woche nicht mehr stattgefunden - ich kann verstehen, dass ein Trainer erst nach dem letzten Training Spieler einlädt). Dieses


    "Ob Jan am Sonntag spielt, weiß ich aus heutiger Sicht noch nicht. Ich muss seit letztem Wochenende intensiver über meine Kadernominierungen nachdenken."


    kam mir vor, als überlege der Imperator, ob er den Daumen hebt (Jan darf spielen) oder senkt (Jan darf nicht spielen). Er wollte wohl seine Macht noch etwas auskosten. Und dann bin ich eben, nachdem ich bis Donnerstag keine weitere Nachricht bekommen habe, per eMail leicht ausgeflippt. Ein schlichtes "nein" wäre für mich notfalls akzeptabel gewesen, obgleich ihn wohl unter 4 Augen nach seinen Nominierungskriterien gefragt hätte.



    Es ist schon so, dass ich vor der eMail versucht habe, ihn und drei Eltern der Mannschaft anzurufen. Habe dann aber niemanden ans Telefon bekommen und musste mir irgendwie Luft machen.




    Optimal war das sicher nicht. Aber es dann auszudrucken und mich aus dem Marktplatz hinzurichten, war auch nicht gerade der Bringer. Für mich unverzeihlich und seitdem ist auch Funkstille. Aber auch das kann ich mir vielleicht vorwerfen und vielleicht hätte ich auf ihn zugehen müssen. Aber jetzt meinen Sohn rauszumobben, finde ich wirklich arm. Aber für ihn nur konsequent.




    Ich habe übrigens keine Bedenken, meinen Sohn mit dem Fahrrad 5 km hin und 5 km zurück mit dem Fahrrad fahren zu lassen. Er ist ziemlich selbständig und ich traue ihm das zu.




    Und der Verweis auf andere Sportarten hilft nicht. Keine Ahnung warum, aber der Racker will nur kicken.




    Gruß



    Christian

    Übrigens heißt es Paulwurf, nicht Maulwurf. :)


    Muss ich überlesen haben... ;)


    Hallo Paulwurf,


    bei uns werden bei den G-Junioren Ergebnisse gemeldet, aber unter fussball.de findest du "o.E.". In der Zeit Herbst bis Winterpause gibt es Staffeln und ich vermute, der Verband sortiert die Staffeln anhand der Ergebnisse für Frühjahr neu. Das finde ich gut.


    Wie machen es denn die Trainer, die "eigene" Tabellen führen? Rufen die die Trainerkollegen an und fragen nach den Ergebnissen?


    Wir spielen übrigens tatsächlich Kleinfeld mit 7 Spielern. Irgendwann muss man wohl mit Abseits beginnen. Aber dann muss man auch dem Schiedsrichter eine Unterstützung geben. Bei uns ist es so, dass im Spielbericht zwei Namen für SR-Assistenten eingetragen werden - aber nur, damit keine Strafe gezahlt werden muss. In der Realität steht fast nie jemand an der Seitenlinie. Abgesehen von pöbelnden Trainern und Zuschauern, die sich über vermeintlich falsche Abseitsentscheidungen aufregen.


    Gruß


    Christian

    Hallo "Maulwurf",


    wenn ich in Niedersachsen "Bestimmer" wäre, würde ich zumindest bei den F-Junioren die Ergebnismeldungen abschaffen. Vielleicht sogar bei E-Junioren. Aber bekommst du damit das kranke Erfolgsdenken aus den Hirnen? Die Mannschaft meines Sohnes spielt quasi jedes Spiel um die goldene Ananas. Und trotzdem hat der Trainer seine Stammspieler. Und seinen kläglichen Rest, von dem mein Sohn der letzte Rest ist.


    Ich habe gerade von einer Kollegin gehört, deren Sohn in Schläfrig-Holzbein bei den U08-Junioren spielt und der Trainer da auch seine Stammspieler und den Rest hat. Seine Aussage: "er habe der Mannschaft Struktur gegeben..."


    Die 2-Minuten-Strafe war o.k., weil der seinen Gegner echt übel umgetreten hat. War aber die erste 2-Minuten-Strafe, die ich in der Alterklasse erlebt habe. Und ich finde, mit Abseits kann man in den E-Junioren beginnen, obwohl mir die Schiedsrichter da echt leid tun. Keiner an der Linie, außer die Trainer, die auf Ballhöhe ein Abseits viel eher erkennen. Und dem Schiedsrichter entsprechendes "Feedback" geben.


    Er hat aus der Geschichte gelernt und sich viel besser ins Team integriert. Das ist es ja, was mich so nervt. Insgesamt - auch in der Schule - wird ihm ein deutlich verbessertes Sozialverhalten attestiert. Und ich frage mich inzwischen, ob seine gering ausgeprägten Fähigkeiten auf dem Fußballplatz nicht auch einer gewissen Verunsicherung geschuldet sind. Vielleicht braucht er einfach mal die Ansage: "du spielst jetzt mal eine komplette Halbzeit" durch. Das wäre ja mal was. Spielpraxis wäre mal ganz schön.


    Vielleicht war ich im November mit meinem Sohn zu streng, als ich den Trainer gebeten habe, ihn zu einem Spiel nicht einzuladen. Aber es hat zumindest bewirkt, dass er danach auf sein Team zugegangen ist.

    Hallo Oliver,


    da bist du meinem geplanten Vorgehen schon sehr auf die Spur gekommen.


    Ich habe mich zunächst beim Trainer der 1. U10 erkundigt, ob für die nächste Saison eine 2. U11 geplant ist. Schließlich hatte der Verein in der Altersklasse in der Halle bereits 2 Mannschaften am Start.


    Die Antwort war positiv und man hat meinen Sohn zum Probetraining eingeladen.


    Meine Absicht ist: er soll dienstags und freitags mit seiner alten Mannschaft trainieren und mittwochs beim vieleicht neuen Verein. Ich denke, dass er mit 3 Trainingseinheiten in der Woche nicht überfordert ist. Und im Sommer soll er sich für einen Verein entscheiden.


    Problem ist sein alter Trainer: wenn er das mitbekommt, drückt er ihm beim nächsten Training seinen Spielerpass in die Hand.


    Ich will eigentlich auch nicht vor dem Problem und dem Trainer davonlaufen. Aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass mein Sohn jemals wieder ein Bein an die Erde bekommt.


    Gruß


    Christian

    Hallo Fußballfreunde,


    mein Sohn „spielt" seit August 2010 in seinem Verein Fußball.


    In der Saison 2010/11 wurde er in der U09 nur in einem Spiel kurz eingesetzt, weil die Mannschaft einen 24er-Kader hatte und recht spielstark war und um den Aufstieg von der 2. in die 1. Kreisklasse gespielt hat.



    Mein Sohn spielt zwar mit viel Freude Fußball, lässt bislang aber eher wenig Talent erkennen. Er ist noch immer sehr ängstlich und traut sich erst in letzter Zeit auch mal in Zweikämpfe.


    Für die aktuelle Saison hat sein Verein eine 2. U10 in der 2. Kreisklasse gemeldet und der Kader umfasst 13 Spieler. Seitens des Vereins (Jugendobmann) besteht eigentlich die Erwartung, dass alle Spieler ihre Einsatzzeiten und somit Spielpraxis bekommen.


    Von der Spielstärke ist mein Sohn in seinem Team wohl die Nr. 13. Da mache ich mir nichts vor. Er hat aber eine gewisse Spielintelligenz, läuft so gut wie nie ins Abseits und hebt auch als Abwehrspieler keine Abseitssituation auf. In seinen knapp 100 Einsatzminuten in der Saison 2010/11 und 2011/12 hat er sogar zwei Tore erzielt, weil er einfach gut steht. Ich will das keinesfalls überbewerten und freue mich eigentlich mehr über gute Vorlagen als über erzielte Tore.


    Meine Erwartung wäre eigentlich, dass jeder Spieler der Mannschaft (man spielt in der untersten Staffel und hat als Tabellenletzter keinerlei Chance auf den Aufstieg) ähnliche Einsatzzeiten bekommt.


    Vor der Winterpause wurde mein Sohn von 9 Spielen zu 3 Spielen nicht eingeladen bzw. bei einem Spiel war es sogar so, dass der Trainer 12 Jungs eingeladen hat und nach dem Warmmachen meinen Sohn aussortiert hat (es dürfen nur 11 Spieler nominiert werden). In der Hallensaison war mein Sohn von 4 Turnieren bei 2 Turnieren nicht dabei (einmal krank, einmal zeitlich verhindert). Als das 5. Turnier anstand, habe ich Dienstag per eMail angefragt, ob mein Sohn am kommenden Sonnabend eingeladen ist. Antwort: „Nach dem letzten Wochenende muss ich mir über die Kadernominierungen intensiver Gedanken machen". Keine Ahnung, was vorgefallen war - wir waren zeitlich verhindert. Ich habe dann am Donnerstag, weil ich immer noch keine Antwort hatte, eine unfreundliche eMail geschrieben und ihm mitgeteilt, dass ich es respektlos finde, dass er meinen Sohn im Unklaren über das kommende Wochenende lässt.


    Mein Sohn wurde dann eingeladen. Unmittelbar nach dem Hallenturnier hat der Trainer uns Eltern in die Kabine gebeten und meine von ihm ausgedruckte eMail an die Eltern verteilt. Er wollte mich vor der versammelten Elternschaft „plattmachen". Seitdem gibt es zwischen dem Trainer und mir praktisch keine Kommunikation mehr.


    Zum ersten Spiel draußen nach der Winterpause wurde mein Sohn auch nicht eingeladen, so dass er nur 6 von 10 Spielen eingesetzt wurde. Seine Einsatzzeiten in den 6 Spielen schwanken zwischen 10 und 15 Minuten (von 50).


    Zum vergangenen Spiel wurde er mit den Worten eingeladen: „da du letzte Woche geheult hast, weil ich dich nicht eingeladen habe, müsstest du jetzt eigentlich vor Freude in die Luft springen."


    Außerdem hat er erklärt, dass jeder Junge, der zum Treffpunkt (Heimspiel - Treffen 60 Minuten vor Anpfiff) verspätet erscheint, nicht spielt. Finde ich mittelmäßig - aber wenn er meint…


    Mein Sohn war - wie immer - ca. 5 Minuten vorher da, zwei Jungs kamen ca. 5 Minuten zu spät.


    Mein Sohn wurde dann in der ersten Halbzeit die letzten 2,5 Minuten und in der 2. Halbzeit die letzten 5 Minuten eingesetzt. Für mich ist eine Einladung zum Spiel und eine Einsatzzeit von 7,5 Minuten reine Verarschung. Ich habe den Eindruck, dass der Trainer mich nicht leiden kann und dies meinen Sohn deutlich ausbaden lässt. Die beiden verspäteten Jungs haben 50 (-2 Minuten Zeitstrafe wegen Foulspiel) bzw. 30 Minuten gespielt.


    Ich habe mich nun beim Jugendobmann beschwert, der dies mit dem Trainer klären will.


    Zum Trainer:


    23 Jahre alt, sehr zuverlässig, immer deutlich vor Trainingsbeginn da und baut Parcour auf, spendet sein Trainergehalt in die Mannschaftskasse. Ich hörte zu Saisonbeginn, er sei etwas „komisch", "stößt gerne mal den Leuten vor den Kopf", aber man wolle mal sehen, wie es so läuft. Fußballerisch ist er recht limitiert. Im Trainingsspiel spielt er immer mit und immer volle Pulle. Läuft gerne mal einen von den Jungs über den Haufen und aus 5 Metern vor dem Tor wird voll abgezogen. Sein Benehmen insbesondere beim Auswärtsspiel halte ich für extrem unsportlich. Da wird ein Hütchen umgetreten, weil die Schiedsrichterin angeblich einen Fehler gemacht hat. Ich hatte mit ihm mal ein Spiel der 1. Herren beobachtet, wo er sich permanent mit dem Linienrichter angelegt hat.


    Ich will es zusammenfassen: er hat für mich die geistige Reife eine 16jährigen, der sich im Fußballspiel mit 10jährigen Jungs seine Bestätigung sucht.


    Die übrigen Eltern sind mit ihm zufrieden, weil er eben zuverlässig ist und ihre Jungs ja alle ihre Einsatzzeiten bekommen. Derzeit bin ich sicher der einzige, der den Trainer zur Hölle wünscht.


    Nun endlich meine Frage:


    Hat das mit meinem Sohn in dem Verein noch einen Sinn? Mein Sohn ist ziemlich intelligent und sehr sensibel und leidet total. Als ich ihm sagte, dass ich mich beim Obmann beschwert habe, hat er fast geweint, weil er nun Angst hat, dass sein Trainer entlassen wird und seine Mannschaft keinen Trainer mehr hat.


    Was bringt es, wenn der Jugendobmann sich den Trainer vorknöpft. Seine Aussage am Telefon war übrigens: „ich habe mich schon gewundert, dass es solange gut gegangen ist".


    Mir kommt die Mannschaft meines Sohnes als Experimentierfeld für einen bereits mehrfach gescheiterten Trainer vor. Was ist, wenn er mit ihm spricht und der Trainer ihm zusagt, zukünftig alle Jungs einzusetzen und meinen Sohn nicht mehr vorzuführen? Kann ich das wirklich glauben? Oder bekommt mein Sohn jetzt noch mehr Gegenwind, weil ich mich beschwert habe?


    Alternative wäre, meinen Sohn im Nachbarort anzumelden. 5 km einfache Fahrt mit dem Fahrrad zum Training. Aber ein Verein, der bei ähnlichem Einwohnerpotenzial ca. 70% mehr Jugendmannschaften hat und der in der nächsten Saison in der Altersklasse meines Sohnes auch eine 2. Mannschaft meldet.


    Was würdet ihr mit eurem Sohn machen? Ich bin froh, dass er überhaupt noch Lust am Kicken hat.


    Danke schon mal für eure Meinungen und sorry für den langen Text.

    Erstmal danke ich allen, die auf meinen Beitrag geantwortet haben.


    Ich fürchte auch, dass ich alleine das Problem kaum lösen kann. Wahrscheinlich ist da wirklich ein Psychologe gefordert. Es ist ja nicht so, dass er nur beim Fußball seine Probleme hat.


    Er hat ja schon seit Beginn des Kindergartens seine Probleme mit anderen Kindern. Wir haben das immer auf seine sehr speziellen Interessen geschoben, die anderen Kindern vermutlich eher unheimlich sind. Er ist ein absoluter Zahlenfreak, der schon mit 3 oder 4 angefangen hat, zu rechnen. Und diese Begabung hat er noch heute - in Mathe ist er ca. 2 bis 3 Jahre voraus. Als er eingeschult wurde, konnte er auch schon lesen und schreiben. Und es war nicht so, dass wir ihm das beigebracht haben. Das hat er irgendwie selber gelernt. Er war im Kopf immer schon sehr weit und seine körperlichen Fähigkeiten blieben deutlich dahinter zurück. Er war deshalb auch mehrere Jahre in der Ergotherapie. Aber ich bin so traurig, weil er jetzt auf einem guten Weg zu sein schien. Und nun macht er sich wieder alles kaputt.


    Ich habe vorhin versucht, mit ihm zu reden. Aber ich bekomme nicht viel aus ihm heraus. Auf seinen Trainer lässt er aber nichts kommen. Als ich ihn fragte, ob ihn sein Trainer nervt, hat er das vehement bestritten. Und das von mir geschilderte Ultimatum (2 Monate) will ich nicht überbewerten. Der arme Kerl ist mit seinen 23 Jahren vielleicht auch etwas überfordert und verzweifelt langsam aber sicher. Er gibt sich wirklich super viel Mühe mit meinem Sohn und hält auch sehr viel von ihm. Er attestiert ihm ein sehr großes Spielverständnis und meint, dass er ein recht guter Spieler werden kann, wenn man an den fußballerischen Mängeln arbeitet. Wie sagte er? Was er sehr gut kann (Spielverständnis), ist nicht oder nur sehr schwer trainierbar. Aber was er nicht kann, ist sehr gut trainierbar. Könnte alles so gut sein. Mein Sohn hat auch sehr große Angst vor dem Ball. Kopfball ist nicht drin - da macht ihm seine fast 3 Jahre jüngere Schwester locker was vor. In Zweikämpfe traut er sich zwar inzwischen - aber immer noch sehr zaghaft.


    Ich frage mich immer wieder, warum es gerade Fußball sein muss. Aber er ist davon nicht abzubringen.

    Kurz zum Hintergrund:


    Mein Sohn (Jahrgang 2002) hat im Sommer 2010 bei den U09-Junioren mit dem Fußballspielen begonnen. Leistungsmäßig war er immer einer der schwächsten Spieler. In der letzten Saison hatte der Verein nur eine Mannschaft gemeldet, aber einen Kader von 24 Spielern. Das Problem bestand darin, dass viele Jungs erst nach Beginn der Saison dazugekommen sind und der Verein zum Meldezeitpunkt nicht erkennen konnte, dass man hätte 2 Mannschaften melden können. Testspiele hatte der Trainer nicht vereinbart, so dass ein Großteil der Jungs (und auch mein Sohn) nie spielen durfte. Trotzdem war die Trainigsbeteiligung sehr hoch.



    In dieser Saison wurde eine 2. U10-Mannschaft gemeldet, so dass mein Sohn seit Saisonbeginn auch seine Einsatzzeiten bekommt (ca. 40%). Ich finde, dass er sich spielerisch auch gut entwickelt. Er ist immer noch unterdurchschnittlich (auch in der 2. Mannschaft), aber der Trend ist sehr positiv.



    Folgendes Problem:


    Er hatte immer schon Probleme, Freunde zu finden. Zu Geburtstagen war er noch nie eingeladen und Verabredungen mit anderen Kindern hat er praktisch nie. Jetzt ist es so, dass der Trainer manchmal nach dem Training einen Kreis bildet und kurz anspricht, was gut und was weniger gut gelaufen ist bzw. wie es weitergehen soll. Gestern beim Hallentraining sollte sich die Mannschaft noch in der Umkleide zusammensetzen.



    Mein Sohn verweigert konstant die Teilnahme am Kreis und gestern hat er sich statt in die Kabine in den Gang gesetzt. Ich bekomme nicht aus ihm heraus, warum er sich so ausgrenzt. Ich habe jetzt dem Trainer empfohlen, ihn für die nächsten Spiele zu suspendieren, bis er sich bemüht, sich in die Mannschaft zu integrieren. Mein Argument: wer im oder nach dem Training signalisiert, dass er nicht zur Mannschaft gehört (gehören will), der soll auch im Spiel nicht dazu gehören.


    Findet ihr diese Sanktionsmaßnahme angemessen oder zu streng? Der Trainer, dem ich die Entscheidung überlassen möchte, neigt dazu, ihn trotzdem spielen zu lassen. Andererseits sagt er, dass er sich dieses Verhalten noch max. 2 Monate ansehen wird, dann wird er ihn aus dem Team ausschließen.




    Was vielleicht noch wichtig ist: bei meinem Sohn wurde ADHS (seinen Trainer habe ich darüber informiert) diagnostiziert. Er hat bis zu den Sommerferien eine sehr leichte Dosierung von Ritalin bekommen, die aber nach den Sommerferien abgesetzt wurde, weil wir mit dem Neurologen einig waren, dass ADHS bei ihm recht schwach ausgeprägt ist. Seine Lehrerin meint sogar, dass sie ihn gar nicht als ADHS-Kind sieht. Zweifelsfrei hat er aber Verhaltensweisen, die von der Norm abweichen. Bis zu einem bestimmten Grad akzeptiere ich das auch (ich bin vermutlich selber so ein "Patient"), aber alles hat seine Grenzen.


    Außerdem hat er große Probleme, über seine Gefühle zu sprechen und mir zu sagen, was ihn stört oder ärgert. Er mag ja seine Gründe haben, dass er sich so aus der Mannschaft ausschließt, aber wenn er mir nicht sagt, welche Gründe das sind, kann ich ihm nicht helfen. Und ich bin inzwischen auch den regelmäßigen Austausch mit seinem Trainer leid, weil ich das Gefühl habe, dass es nichts bringt. Wobei ich finde, dass der Trainer sich wirklich sehr viel Mühe mit ihm gibt.


    Ich hoffe, dass mir hier erfahrene Trainer Tipps geben können, ob sie so einen "Fall" auch schon erlebt haben und wie ich mit meinem Sohn das Problem in den Griff bekommen kann. Ich fände es total schade, wenn er die Mannschaft verlieren würde, weil ich schon das Gefühl habe, dass ihm Fußball Spaß bringt und er bestätigt mir auch immer wieder, dass es ihm Spaß bringt. Wir sind z.B. in der letzten Saison zu fast jedem Spiel seiner Mannschaft (Heim und Auswärts) gefahren, obwohl er nie eingeladen war. Trotzdem war es sein Team und wir haben gerne die Spiele gesehen. Und ihm war seine Mannschaft auch nicht unwichtig. Als "sein" Team die Endrunde der Kreismeisterschaft sehr knapp verfehlt hat (gleiche Punkte und Tordifferenz, aber weniger geschossene Tore), hat er Rotz und Wasser geheult. Aber er ist auch sehr sensibel und sehr nah am Wasser gebaut.