Beiträge von schleppi

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    Was nicht geht, ist aber, dass leistungs- o. einsatzstarke Kinder diskriminiert werden, da ein Trainer sein Kind protegieren,


    Häufiger ist wohl eher der Fall anzutreffen, dass das Trainerkind die Arschkarte hat.


    Beispiel: Bei einem Turnier coache ich die Mannschaft meiner Tochter: sie und fünf Jungs. Es kommt zum Elfmeterschießen um die goldene Ananas - fünf Schützen und rate mal, wer neben mir draußen stehen "durfte"...



    Da fehlte jetzt der Hinweis, dass deine Jungs weiter mitspielen dürfen, wenn du die Turinierplanung und die Turnierplanungen der Zukunft übernimmst. Bzw. was mit deinen Jungs wird, denn du dies nicht tust. Aber vielleicht brauchte er das gar nicht schreiben.

    In meiner kurzen Zeit als Trainer einer U08 habe ich in einem Spiel bei einer Führung mit einem Tor (wir hatten bisher ca. 3 Spiele verloren und 1 Untentschieden) ca. 5 Minuten vor Ende den spielstärksten Spieler runtergenommen, weil er noch mit Zugucken "dran" war. Meine Jungs haben den Vorsprung gehalten. Aber ich habe eine Idee, wie die Eltern reagiert hätten, wenn wir nicht gewonnen hätten. Das war dann auch der Grund, dass ich die Mannschaft relativ bald wieder abgegeben habe. Das Problem war, dass die Eltern aus den G-Junioren einen relativ ergebnisorientierten Trainer gewohnt waren. Der hat auch mal einen Gegner mit 20:0 zerlegen lassen. Für mich ist auch das die Aufgabe einer Trainers, so ein Ergebnis zu verhindern.

    Ich glaube, dass ich den Trainer, um den es im Eröffnungsthread geht, relativ schnell in eine Schublade gesteckt habe. Vielleicht zu schnell. Aber das Problem ist, dass ich in den jetzt etwas über 2 Jahren, die ich beim Kinderfußball über meinen Sohn dabei bin, schon ganz viele Trainer erlebt habe, die schon bei den Bambini nach Leistung aufstellen. Und mir fällt nicht ein Trainer ein, von dem ich sagen würde, dass er relativ "gerecht" nominiert hat. Nicht einer. Diesem Idealbild kommen die Trainerinnen meiner Tochter noch am nächsten. Aber auch da denke ich manchmal, dass es noch "gerechter" ginge.


    Zur eMail des Trainers: Die passte wirklich zu der Schublade, in die ich ihn bereits gesteckt habe. Aber zumindest möchte ich ihm zugestehen, dass er subjektiv das Gefühl hatte, vor den Kindern und in einer Stresssituation angesprochen worden zu sein. Und der Threaderöffner hatte subjektiv das Gefühl, ihn nicht in einer Stresssituation angesprochen zu haben.


    Aber es bleibt, dass er den Jungen kaum einsetzt. Und das alleine reicht mir, um den Trainer nicht leiden zu können. Ohne den Kerl näher zu kennen.



    O.T.: den Vergleich mit den 30er-Jahren fand ich richtig scheiße.

    "Wenn sich Kinder über die aus ihrer Sicht zu geringe Spielzeit bei den Eltern “beschweren”, dann sollte die Antwort zu den Kindern immer sein, dass das der Trainer (unabhängig welcher) festlegt und es dazu keine Diskussion gibt. Die Kinder müssen das akzeptieren lernen."


    Drolliges Kerlchen. Befehl und Gehorsam. Der Trainer-IQ scheint sich im deutlich zweistelligen Bereich zu bewegen. Wenn so ein Trainer auf etwas aufgewecktere Kinder trifft, knallt es. Die wollen nämlich nicht einfach Befehle akzeptieren. Die hinterfragen auch mal.


    Ein weiterer Gedanke, der mir gekommen ist:


    Vielleicht ist die Fußballschule das Problem. Vielleicht ist der Trainer angepisst und fühlt seine Autorität untergraben, weil euer Sohn noch zusätzlich bei einer Fußballschule im Fördertraining ist. Und vielleicht lässt er genau deshalb deinen Sohn vor die Wand laufen.

    An der Linie hat man andere Sorgen als auf die Stoppuhr zu schauen? da bekommt man das nicht so mit.


    Aber du würdest es schon mitbekommen, wenn einer deiner Jungs eine Einsatzzeit von nur 10% bekommt, oder?


    Mein Sohn ist mal in einem Spiel (50 Minuten) in HZ1 die letzten vier und in HZ2 die letzen drei Minuten eingewechselt worden. Wenn da der Trainer den Spruch mit der Stoppuhr gebracht hätte, hätte ich ihn wohl ausgelacht.


    Im Fall des Threaderöffners geht es wohl eher darum, dass ein Trainer einen Spieler loswerden will.


    Ich finde es aber positiv, dass du eine Statistik führst. So eine Statistik kann dir helfen, dass du einigermaßen gerecht nominierst. Aber wenn du dann die nominierten Spieler nicht einigermaßen gleichmäßig einsetzt, nützt dir die beste Statistik nichts. Und ein Kind einzuladen und dann 10% spielen zu lassen - dann kann ich mir die Einladung auch gleich sparen.

    Ich würde versuchen, ein gemeinsames Gespräch mit dir, dem Trainer und dem Jugendleiter zu vereinbaren.


    Und dann einfach mal die Situation schildern und fragen, wie der Trainer und der Jugendleiter die Situation sehen.


    Aus meiner Erfahrung mit meinem Sohn kann ich dir aber wenig Hoffnung machen. Gegen einen "Trainergott" hast du keine Chance. Und potenzielle Nachfolger stehen gewöhnlich auch nicht Schlange.


    Mein Sohn hat deshalb den Verein gewechselt. Nun spielt er mit einer Kadergröße von 9 Kindern auf dem 7er-Feld. Da dürfte er seine Einsatzzeiten bekommen.

    Ich kenne das Problem aus der Sicht meiner Tochter (geb. Ende November 2004).


    Sie hat in der Saison 2010/11 bei den G-Junioren gespielt und musste zur Saison 2011/12 in die F-Junioren aufrücken. Mit ihr sind relativ wenige Jungs in die F-Junioren gewechselt und zudem waren da einige ziemliche "Patienten" am Start. Es war fraglich, ob die 2004er-Mannschaft überhaupt eine Zukunft hat - hatte sie nicht, wie ich inzwischen weiß. Die Mannschaft bzw. der klägliche Rest davon wurde mit den 2003er zusammengelegt, wo meine Tochter untergehen würde, weil sie recht kurz geraten ist. Man hält sie eher für 2005er oder gar 2006er-Jahrgang.


    Ich habe sie dann im Nachbarort in der Mädchenmannschaft angemeldet (Jahrgang 2001 bis 2004). Dort ist sie zwar die jüngste und kleinste, kann aber ganz gut mithalten, weil sie relativ talentiert ist. Bei den Mädels wird aber insgesamt rücksichtsvoller gespielt. Ich hatte dann die Idee, sie auch bei den 2004er-Jungs spielen zu lassen. Aber der Trainer lässt eher die körperlich weit entwickelten und robusten Jungs spielen. Da hätte sie auch kaum Einsatzzeiten bekommen.


    Letztlich ist es gut so, dass sie bei den Mädels spielt. Und es war nicht so, dass sie nicht absolut gerne mit ihren Klassenkameraden (Jahrgang 2005) weitergekickt hätte. Aber sie hat es überlebt und es bestand nie die Gefahr, dass sie aufhört.


    Wenn der Verband eine Ausnahme macht, dann wohl eher bei unterentwickelten Jungs oder Mädchen. Du schreibst jetzt aber von einem absolut talentierten Fußballer, der vermutlich bei den E-Junioren gut mithalten kann. Wenn der Verband da eine Ausnahme macht, kann er die Altersklassen auch gleich abschaffen.


    Und mal ehrlich - ein Schüler, der eine Klasse wiederholen muss, wird auch nicht gerne seine alte Schulklasse verlassen. Aber er wird deshalb nicht mit der Schule aufhören. Ich würde die Traurigkeit des Kindes nicht überbewerten. Ansonsten - wenn ihm seine alten Kameraden so wichtig sind: er kann ja weiter bei euch trainieren, aber eben nicht spielen. Vielleicht lasst ihr ihn zur Eingewöhnung abwechselnd ein Training bei euch und ein Training bei den 2003er machen.

    Ich entschuldige mich, es werden circa 30. Kinder kommen.


    Hallo Matthias,


    kein Problem. Selbst 30 Kinder finde ich bei euren ca. 3.800 Einwohnern ganz schön viel.


    Wenn ich es richtig deute, ist in eurer Nähe der FSV Höhenrain als Anbieter am Start. Die haben bei den E- und F-Junioren je zwei Mannschaften am Start. Habt ihr dann das


    "großzügige Sportgelände mit zwei bestens präparierten Rasenplätzen" in Icking aus dem Boden gestampft und versucht jetzt über die E-Junioren eine Fußballabteilung aufzubauen?


    Hat das denn bei eurer Einwohnerzahl eine Zukunft?


    Ich wünsche euch aber viel Erfolg. Aber versucht unbedingt, keine Kinder wegzuschicken. In dem Alter lässt sich noch nicht einmal erkennen, ob ihr da große Talente von Fußball vertreibt.


    Gruß
    Christian

    Hallo Matthias,


    zunächst finde ich so ein "Casting" ziemlich befremdlich. Da kommen 50 Jungs, die kicken wollen und ihr wollt >50% als "ungeeignet" wieder von der Weide jagen.


    Außerdem finde ich, dass da im Dorf einiges verkehrt läuft, wenn 50 Jungs kicken wollen und es gibt kein entsprechendes Angebot.


    Oder könnte es sein, dass du mit den geschätzten 50 "Bewerbern" sehr sehr hoch gegriffen hast?


    3000 Einwohner. Bei "normaler" Alterstruktur dürften sich darunter ca. 28 Jungs und 28 Mädchen im "gewünschten" Alter befinden. Und die kommen dann ALLE zum "Casting"?


    Bei uns (knapp 10.000 Einwohner) dürften wir dann mit knapp 170 "Bewerbern" rechnen? Wir haben im E2-Jahrgang mit ca. 24 Jungs schon erstaunlich viele Fußballer. E1 spielt mangels Masse mit der D2 zusammen.


    Also für mich sieht das eher danach aus, dass deine Sorgen unbegründet sind.


    Gruß
    Christian

    Hallo Annie,


    bei uns (NFV Kreis Harburg) gilt folgendes:


    Staffeln für F-Juniorinnen gibt es nicht - Mädchen ab Jahrgang 2001 und jünger spielen in den E-Juniorinnen.


    2 Mädchen aus dem jüngeren Jahrgang D-Juniorinnen (Jahrgang 2000) durften dem Staffelleiter als Spielerinnen für die E-Juniorinnen gemeldet werden.


    Vor dem Spiel müssen die Mädchen dem gegnerischen Trainer bekanntgemacht werden und es darf sich nur ein älteres Mädchen zur Zeit auf dem Spielfeld befinden.


    Wenn also die Regeln bei euch wie bei uns sind, dürfte es in Ordnung gewesen sein.

    Im Landkreis Harburg (NFV) gibt es im Mädchenfußball folgende Regelung:


    In allen Altersklassen dürfen zwei ältere Spielerinnen (jüngerer Jahrgang der nächsten Altersgruppe) eingesetzt werden. Die Spielerinnen, die eventuell im Laufe der Saison bei den Jüngeren eingesetzt werden sollen, müssen vor der Saison schriftlich bei der Staffelleiterin namentlich genannt werden (die Nennung gilt bis 31.12.2011). Für die Frühjahrssaison ist eine neue rechtzeitige Meldung erforderlich ( diese gilt bis 30.06.2012 ).Die Spielerlaubnis für die eigene Altersklasse erlischt dadurch nicht. Die beiden älteren Spielerinnen muss dem Gegner vor den Spiel namentlich genannt werden.




    Aus dem Jungenfußball ist mir eine solche Regelung nicht bekannt. Da bei uns der Mädchenfußball erst mit den E-Juniorinnen beginnt, hatte meine Tochter (geb. Ende 2004 und für ihr Alter relativ kurz) am Sonntag das "Vergnügen", gegen ein Mädchen zu spielen, das im 1. Quartal 2000 geboren ist - also knapp 5 Jahre Altersunterschied.


    Im Mädchenfußball gibt es diese Regelung vermutlich, weil sonst die Mannschaften zu wenig Spielerinnen hätten. Im Jungenfußball würde so eine Regelung dazu führen, dass sich gewinngeile Trainer mit spielstarken älteren Jungs eindecken würden.


    Im Einzelfall mag das schade sein, wenn man eine Altersklasse aufrücken muss, während die Klassenkameraden zurückbleiben. Aber ich denke schon, dass Ausnahmeregelungen ein ärztliches Attest erfordern sollten.

    In meiner kurzen Zeit als Trainer einer U08 hatte ich auch so einen "Fall". Problematisches Elternhaus, schon einige "Sonderferien" von der Schule (temporäre Schulverweise). Relativ gewalttätig - mein Trainervorgänger meinte zu mir: sieh zu, dass er nach dem Training nicht unbeaufsichtigt mit den anderen Jungs zusammen ist.


    Hätte ich die Mannschaft nicht abgegeben, hätte ich ihn sicher über kurz oder lang rausgeworfen. Nun hat dies mein Nachfolger getan, nachdem er im Training Mütter seiner Mannschaftskameraden als [anderes Wort für Prostituierte] bezeichnet hatte.


    Ich bin sicher, die Mannschaft krankt heute unter zu wenigen Spielern, weil bekannt war, dass er dabei ist. Es kommen keine neuen Jungs oder Mädels dazu und von zumindest einem Mädel weiß ich, dass sie wegen ihm den Verein gewechselt hat.


    Ich bin sicher kein Fan davon, ein problematisches Kind rauszuwerfen. Aber das hat auch Grenzen. Sonst kann ich mir nämlich mit dem Problemkandidaten die Bälle zukicken, weil wir beide alleine beim Training sind.


    Als Hobbytrainer kann ich nicht die Probleme lösen, die die Eltern oder seine Lehrer auch nicht lösen konnten.


    Meine Prognose für den Jungen ist keine gute Prognose. Wobei er mir persönlich wirklich leid tut. Aber auch mein Mitleid hat Grenzen, wenn er beim Hallentraining meine Tochter, die alleine mit dem Ball auf das Tor zuläuft, von hinten umtritt.

    Ich finde es ja zunächst positiv, wenn Vorgesetzte (Jugendobmann und Vorstand) hinter ihren Mitarbeitern (Trainern) stehen.


    Wenn aber der Vater eines Kindes die Entlassung des Trainers fordert (und mehr geht kaum noch), dann muss ich mich als Verein zumindest mal mit dem Vater unterhalten. Der Vorstand hat sich vom Trainer seine Sicht schildern lassen und mir dann empfohlen, meinen Sohn fristlos aus dem Verein zu nehmen. Und an meiner Sicht der Dinge war man nicht interessiert. Hätte man den Trainer und mich angehört und dann entschieden, dass man das Verhalten des Trainers billigt, wäre es für mich unschön gewesen. Aber ich hätte es dann akzeptiert.


    So war es aber für mich inakzeptabel und in so einem Verein sollen meine Kinder keinen Fußball spielen.

    Hallo paulwurf_mauli,


    natürlich gibt es Trainer, bei denen ein Gespräch sinnvoll erscheint.


    Bei meinem Sohn kam am Ende auch noch die Verletzung der Aufsichtspflicht dazu. Aber wenn der Vorstand wie eine Wand hinter dem Trainer steht und von mir nicht einmal hören will, was vorgefallen ist ("hören Sie doch auf, schmutzige Wäsche zu waschen"), weiß ich, was ich von dem Verein zu halten habe.

    Ich würde vom Jugendobmann die Entlassung des Trainers fordern.


    Der Verein wird sich normalerweise hinter den Trainer stellen, weil die Nachfolgekandidaten selten Schlange stehen und Eltern, deren Kinder nicht oder sehr wenig spielen unter Verdacht stehen, lediglich ihrem Neid nachgegeben zu haben.


    Somit bleibt dann nur der Vereinswechsel. Habe ich mit meinem Sohn durch.


    Der Trainer hat nun einmal eine gewisse Machtposition und wenn du da einen "Trainergott" am Start hast, der sich an seiner Macht "erfreut" (zurückhaltend formuliert), hast du kaum eine Chance.

    Beispielhaft mag hier der Hamburger SV sein, der bereits seit vielen Jahren im Frauen-Profibereich erfolgreich aktiv ist und ihre 2 Frauenmannschaft unmittelbar nach dem Meistertitel in der 2. Bundesliga abmeldete.


    Beim HSV hat man aber dazugelernt.


    http://dietorjaeger.de/?p=7065


    Also Abmeldung der 1. Mannschaft, ohne das vorher die Meisterschaft erreicht wurde.


    Irgendwie muss Paolo G. ja bezahlt werden. Und diverse Trainerwechsel sind auch nicht billig.