Beiträge von Sir Alex

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    Naja, die Verteilung der TV-Gelder und Sendezeit ist aber kein reines Männer-Frauen Problem. Das bitte nicht vermengen.


    Ich bin zB für exakt gleiche Fernsehgelder für alle 18 Bundesligisten und die Pokalspiele der ersten Runde Bayern gg xy (einschließlich damit verbundenen Mehreinnahmen) finde ich auch falsch.



    Das war off-topic, aber mM nach wurden da gerade Themen vermengt.

    Wenn man den Jungen überzeugen kann, dass er auch später noch im Fokus des Vereins ist, dann sollte er auf die Eltern hören. So hat er noch ein Ziel vor Augen, nämlich in drei-vier Jahren zu diesem Verein zu wechseln.

    Das halte ich aus vielen Gründen für zu kurz gedacht:


    1) Niemand kann dem garantieren, dass er in 3-4 Jahren erneut die Chance bekommt. In einem Jahr, eventuell, in 4 Jahren definitiv nicht.

    2) Wenn ein U10 Spieler das Ziel benötigt, in der Zukunft mal höher wechseln zu können, um den Sport mit vollem Einsatz auszuüben, dann ist das schon paradox und ziemlich sicher ist ein Wechseln in das NLZ dann so oder niemals die richtige Wahl. Wenn da keine intrinsiche Motivation vorhanden ist bei einem 8-9 jährigen...dann ist schon die Wahl des Hobbys Fussball diskutabel.

    Und wenn man schon Ziele braucht, dann gäbe es da genug andere, auch beim NLZ. Zu allererst mal die individuelle Verbesserung, Spiele/Turniere zu gewinnen, das nächste Jahr zu erreichen, etc.

    Und wenn der Druck als Gegenargument angeführt wird, den ein NLZ mitbringt, was bewertet man dann das "Ziel" in 4 Jahren den Sprung in ein NLZ zu schaffen bzw. ja dann eher schaffen zu müssen?

    Was spricht dafür:

    Zu aller erst einmal, dass der Junge unbedingt will, oder?


    Das Argument "Profifussballer in 12 Jahren" würde ich da mal völlig ignorieren, manch einer will sein Hobby einfach auf dem höchst möglichen Niveau ausüben. Denn das kann Spaß machen.

    Den größten Druck - der ja immer die Kehrseite der Medaille ist - machen eh idR die Eltern. Das scheint hier ja aber nicht so zu sein (noch nicht?), denn dann wäre die Entscheidung ja schon klar.


    Bei dem NLZ kann er sich halt nicht nur im Training mit den besten messen, er kann tolle Turniere spielen, gegen die namhaftesten Gegner spielen, etc. was er anderswo so nicht erleben kann. Teilweise gibt es da noch andere Highlight, die man eben anderswo nicht erleben kann.



    Bei 15 min Fahrtzeit und dem Wunsch des Jungen, sehe ich da kaum Argumente, die dagegen sprechen.

    (Mal aus der Perspektive der Eltern: Der Junge will unbedingt, der Aufwand/Fahrtweg ist kein Problem, die Eltern gehen da entspannt heran: Wenn sie ihn jetzt nicht wechseln lassen und er in 3-4 Jahren diese Möglichkeit nicht mehr bekommt bei seinem Lieblingsverein spielen zu können, ist das wirklich hilfreich für die Eltern-Kind-Beziehung? der Zukunft?)


    Wichtig wäre - aber das ist es immer - dass die Eltern konsequent mit dem Kind von einer endlichen Zeit beim NLZ sprechen, einer Phase, die zu Ende gehen wird. Am besten auch so, dass man schon bespricht, was man dann machen wird (zurück zum Heimatverein zB), egal, wie man dann auch wirklich agieren wird, da das ja auch mit dem Zeitpunkt und der Entwicklung zusammenhängt. Allerdings scheint der Heimatverein ja als ambitionierter Amateurverein dann wirklich eine denkbare Option zu sein, wenn die Zeit im NLZ endet.)

    WolfgangL : ich hätte gerade auch keinen Bock auf Übungen - ich kann die Kids verstehen. Aus meiner Sicht kann es gerade nach den Lockerungen nur ein Motto geben: spielen, spielen, spielen (andere würden das sogar IMMER unterschreiben :))

    Sehe ich ganz genauso.


    Ich bin ja ganz grundsätzlich ein Verfechter von Training in Spielformen und Wettkampfformen. Reine Übungsformen haben bei mir kaum Platz.

    Man kann fast alles in Spielformen besser schulen.


    Und gerade nach so langer Zeit kann ich solche kontaktlosen, spielfernen Übungsformen noch weniger nachvollziehen. Da hätte ich als Spieler auch keinen Bock drauf.


    Wenn du Passspiel schulen willst, dann mache 2gg2 Spielformen bzw. bei 8 Spielern 2gg2 Turnierform, Überzahlspielformen.


    Aber warum jetzt zum Ende der Saison nach so langer Auszeit in einer Breitensport D-Jugend nicht sowiso motivierendes Training als Schwerpunkt ausgeben?

    Die Jungs wieder für den Sport gewinnen.

    Nicht nur "knödeln", aber verschiedene Spiel- oder Wettkampfformen.

    (Und wie gesagt, Spiel- Wettkampfformen eigenen sich mM sowiso besser für die meisten Inhalte, wenn man unbedingt spezielle technische Inhalte zum Schwerpunkt machen will.)

    Ja, man kann mit einem oder drei Stürmern Angriffspressing spielen. Das wollte ich damit ausdrücken.

    Die offensiven Positionen sehe ich gerne nicht so statisch, also zB keinen halblinken Mittelfeldmann und einen halbrechten plus einen zentralen Mittelstürmer. Bei eignem Ballbesitz (der ja idR erstmal hinten ist) will ich dass diese sich ohne Ball "fluide" im offensiven Bereich bewegen, damit Räume schaffen, die andere anlaufen/bespielen können.

    Beim Spiel mit dem Ball soll man gar nicht so klar erkennen müssen, wer halblinks spielt, wer halb rechts, wer im Sturmzentrum. Einfach weil diese sich alle in dem gesamten Raum viel ohne Ball bewegen.


    Gegen den Ball ist das klarer, klar. Egal, ob man hoch presst, oder Mittelfeldpressing spielen lässt. Abwehrpressing ist mir zu reaktiv.

    Ich glaube, dass es keinen Königsweg gibt, sondern dass das Spielsystem nicht nur von der Spielidee, sondern auch vom "Spielermaterial" abhängig gemacht werden sollte. Dazu möchte ich kurz die Historie unseres Teams schildern:

    Es gibt keinen Königsweg, das stimmt.

    Man kann aber bestimmte Prinzipien fördern/fordern, wie zB aktives statt reaktiv, fluide statt statisch, viel 1gg1 vs Passspiel, etc.


    Nur, dass es am Spielermaterial liegt, das finde ich nicht. Das ist idR eine Ausrede.

    Klar, muss ich bei weniger talentiertere langsamere Fortschritte akzeptieren, Athletische oder technische Abstriche machen. Dafür ist das Spiel aber idR auch langsamer, die Gegner ja auch weniger talentiert.


    Man kann aber mit nahezu allen Spielern, zB die Außenbahn einfach besetzten. Außen hat man mehr Zeit bei Ballannahme, etc. da können auch schlechtere und oder langsamere Spieler spielen. Die laufen dann nicht jeden angriff im Affenzahn hoch und runter, aber wenn man als Mannschaft gegen den Ball kompakt agiert, mit dem Ball das Spielfeld groß macht, dann geht das auch mit weniger talentierten.

    Nur der Lernfortschritt des einzelnen dauert dann eben länger.



    Lange Rede kurzer Sinn, ich finde nicht, dass das "Spielermaterial" ein Faktor ist, was das Spielsystem in der Ausbildung betrifft.

    Es geht eher um Prinzipien und Inhalte, die ich schulen will und daraus ergibt sich dann das Spielsystem.

    Ich bin auch ein Freund von aktivem Fussball. Das muss jetzt nicht Harakiri-Offensiv sein, ich will auch schon gut als Team verteidigen, aber eben aktiv, auch gegen den Ball, nicht abwartend reaktiv.


    Außerdem bin ich ein ganz klarer Verfechter von Außenbahnen, die einfach besetzt sind, damit nicht einer (samt Gegenspieler) vor dem anderen im Weg steht und dieser damit nicht wirklich offensiv mitspielen kann. Dann spielt man defacto mit drei IVs, bildet gar keine AVs aus. Jedenfalls bei 8 plus 1. (Bei 7 plus 1 oder 6 plus 1sieht das schon wieder anders aus).

    Ich nenne es dann zwar eher 4-3-1 oder 4-2-2, aber es ist im Grunde das selbe. Dem Außen gehört die ganze Länge des Spielfeldes.


    Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, warum man mit nur einem Stürmer nicht gut pressen/angreifen kann. bzw. liegt das dann wahrscheinlich an wenig fluidem Spielsystem.

    Wenn es so passt, wie bei dir aktuell, dann ist für mich der nächste Schritt, das Mittelfeld plus situativ Stürmer fluide zu gestalten. Nin ein Fan davon, das nicht statisch gespielt wird, sondern in zB einem 4-1-2-1 gerade die beiden offensiven Nicht auf ihrer Seite festgefahren sind, sondern sich frei in diesem offensiven Raum, samt Sturm bewegen. Bei Ballbesitz, wie gegen den Ball. Situativ auch der zentrale Mittelfeldspieler, halt das die 3 Mittelfeldspieler nur wissen, einer muss zentral bleiben. Das ist wichtig, also wenn der den raum verlässt, muss ein anderer diesen besetzten.

    Vorne gegen den Ball das selbe, je nach Spieleröffnung des Gegners, Aufstellung des Gegners, aber auch Ausgangslage bei Ballverlust müssen sich diese 4 ZM/ST halt positionieren. Wenn der ST einen kürzeren Weg zu den gegnerischen Mittelfeldspielern hat, als zwei der OM, dann muss er erstmal schnell diese Position einnehmen. Kurze Wege, nach Ballverlust.


    Ist jetzt ein wenig drauf los geschrieben. Hoffe du konntest mir folgen. Die Basis hast du gelegt, mM, diese Art schult die wichtigsten Aspekte der Ausbildung. (Außenbahn, einfach besetzt, etc.)

    Jetzt kann man aber noch ein fluideres System im offensiven Bereich schaffen, war dann Räume freilaufen, etc. beinhaltet, die Spieler taktisch schult und Spielintelligenz fördert.

    Ist aber einfacher in der Halle zu starten, wenn man 2:2 spielt und die SPpieler dann lernen, dass gegen den Ball nur alle Positionen besetzt sein müssen, häufiger der Verteidiger bei Ballbesitz vor die Angreifer kommt, die dann situativ deren Position einnehmen müssen. Außerdem, dass es zwei Stürmer gibt, die beide zentral speilen, auf keinen Fall statisch rechts und links. Also bei eigenem Ballbesitzt, gegen den Ball schon.

    Muss es wirklich in der U15, U16 soviel Absteiger geben ?

    . Man kann es auch locker sehen, denn wenn man gute Arbeit macht, bleiben 95% der Spieler auch, wenn sie nicht Verbandsliga spielen. Es sei denn, sie sind nur wegen dieser Perspektive in den Verein gekommen, dann ist der Druck aber wieder hausgemacht, da man vermutlich von klein auf nur mit Leistung wirbt.

    Also da habe ich einen anderen Eindruck.


    Irgendwann wollen viele mal "testen", wie gut sie sind, ob sie in der Verbandliga mithalten können.

    Man kann mit guter Arbeit Spieler lange im Verein halten, aber zur U15 wollen dann doch viele in der Verbandsliga spielen, egal, wie zufrieden sie im Verein auch sind/waren.

    Man darf auch nicht vergessen, dass der Landesligafussball in der C-jugend mit dem Verbandsligafussball nicht vergleichbar ist. Der Niveauunterschied ist eklatant.

    Während die meisten Verbandsligisten taktisch schon was drauf haben, die Abstände zwischen Angriff und Abwehr nicht groß sind, sieht Landesligafussball (von einzelnen Ausnahmen vlt mal abgesehen) ganz anders aus. Da ist der Abstand doppelt so groß, das ist ein ganz anderes Spiel.


    Mir macht(e) das als Spieler auch keinen Spaß gegen Gegner zu spielen, wo das so ist, wo 3 vorne spielen, 4 hinten und 3 dazwischen in einem riesigen Raum. Weder in der Jugend, noch in der Männer. Auch, wenn ich dann im Mittelfeld überhaupt nicht zu halten war.


    Betrifft jetzt Ballungsgebiete, wo die Wege nicht riesig sind. Da können die Spieler in der U15 ja auch selbst mit ÖVP zu anderen Vereinen kommen.

    Das ist aber in der C-Jugend

    Ist jetzt irgendwie eine andere Diskussion, aber "Drecksarbeit für lauffaulen Stürmer " hat ja dann auch etwas damit zu tun, wie ich als Trainer spielen lasse.

    Wenn man nämlich viel Wert darauf legt, das vorne mit verteidigt wird, dass gepresst wird, dass man sich bei eigenem Ballbesitz da vorne viel bewegen muss, dann verändert man die Wertigkeit genauso, wie wenn man "hinten" taktisch anspruchsvoller spielen lässt, Spielaufbau über die IVs und 6er betreibt.


    Denn dann macht IV auch bei eignem Ballbesitzt viel Spaß, weil man idR die meisten Ballkontakte hat.

    Vorne spielt bei mir niemand, der nicht sehr viel und in sehr hohem Tempo läuft.

    Und vorne wird auch mehr gewechselt, einen IV in der U15 wechselt man in der Regel nicht aus, vorne wechsle ich viel. Da kommt auch der beste Spieler mal raus, weil er platt ist, wenn er so agiert, wie ich mir das vorstelle (andernfalls, weil er das nicht macht). Einen IV, der keinen völlig gebrauchten Tag hat, der spielt meist durch.


    Wenn man als Trainer so handelt - und das am besten schon im Kleinfeld, dann schafft man Wertigkeit. Und dann spielen viele gerne IV. Damit habe ich nie Probleme, im Gegenteil.


    Als Kleinfeldtrainer habe ich bei Hallenturnieren zB immer 8 Spieler mitgenommen. 1 TW, dann 3 die bei dem Turnier auf den 2 Verteidigerpositionen rotierten und 4, die sich die beiden offensiven Positionen teilen. Bei mir muss man aber vorne auch wesentlich mehr und vor allem in höherem Tempo laufen. gegen den Ball, aber auch bei eigenen Ballbesitz. Da steht keiner, wenn der Ball im Spiel ist. Keine Sekunde.

    Die meisten meiner Spieler wollten in der Halle am liebsten hinten spielen, gerade die besten Spieler. Mehr Spielzeit und vor allem viel mehr Ballkontakte. Aber die dürfen auch mit nach vorne. Es kam häufig vor, dass dann ein defensiver Spieler bester Spieler des Turniers wurde, sogar Torschützenkönig.


    Liegt aber daran, wie man Fussball spielen lässt.

    Berücksichtigen solltest du auch, wie viele Spieler die U16, U17 und U14 haben.

    Und natürlich, wie viele Mannschaften sind in eurer Liga und wie viele steigen ab.


    Wirst du ab und an Spieler nach oben schicken müssen, weil die wenige Spieler haben und/oder du 1-2 Raketen hast, die selbst der U17 helfen?

    Hat die U14 einen kleinen Kader oder kannst du dir bei einem Engpass da auch 1-2 Spieler holen?


    Ich finde 20 schon relativ viel, wenn man davon ausgeht, eher keine Spieler nach oben abgeben zu müssen.

    Wenn alle fit sind, dann spielen 9 Spieler nicht von Beginn an, 5 gar nicht.

    Und in der U15 im Leistungsbereich wirst du 4-8 Spieler haben, auf die du nie verzichten wirst/willst, dann teilen sich doch sehr viele Spieler die restliche Spielzeit.


    Klar, in der U15 hat man vlt auch mal verletzte oder Ausfälle, aber selbst wenn viele ausfallen, bleiben doch immer 11-13 Spieler, da hole ich mir lieber situativ 1-2 Spieler aus der U14, als dass mein Kader selbst jeden erdenklichen Ausnahmefall abdecken kann (der dann doch nie kommt), aber ich viele Spieler nicht lohnend einsetzten kann, Spieler alle 2 Wochen zuhause lassen muss. Denn im Leistungsbereich der U15 kannst du deine Leistungsträger nicht draußen lassen, ohne Gefahr zu laufen, am Ende die Klasse nicht halten zu können, wegen weniger verschenkter Punkte.

    Ich gehe mal davon aus, dass ihr höchste Spielklasse spielt (oder zweithöchste, falls es eine Regionalliga bei euch gibt).

    Gerade, wo die Liga wohl größer ist, vermute ich, weil wegen Corona die Ligen ja zumeist aufgestockt wurden, es keine Absteiger gab, aber Aufsteiger letzte Saison. Dafür gibt es dann aber auch mehr Absteiger.



    Aber ich bin eh ein Verfechter kleiner Kader. Es ist für mich auch nicht schlimm, wenn ich im Extremfall mal nur 13 Spieler beim Spiel haben sollte.

    Besser, als jede Woche viele Zuhause lassen zu müssen. Und selbige Spieler teilweise im übernächsten Spiel schon wieder.

    Es kann mal passieren, dass man einen Platzverweis bekommt, bei Notbremse oder Hand auf der Linie.


    Alles andere kann ich nicht tolerieren.


    Ich glaube - abgesehen von vereinzelten 2 min Strafen in der Halle - haben Spieler von mir noch nie einen Platzverweis bekommen.

    Allerdings gab es zB diese Saison in einem der wenigen Spiele eine Szene, wo mein Team Glück hatte, weil das war schon eine versuchte Tätlichkeit, getroffen hat er ihn nicht einmal. Ein neuer und guter Spieler. Wegen zweier Verletzungen, zu dem Zeitpunkt der beste Offensivspieler in meinem Team.

    Glück für das Team schreibe ich, weil der Spieler kam runter. Mir war auch egal, dass er diverse Mal gefoult wurde, das passiert, gerade guten Spielern. Den habe ich ausgewechselt. Das Team musste aber nicht in Unterzahl weiterspielen.

    War aber ein Zeichen an alle Spieler, dass ich auch wichtige Spieler runter nehmen, wenn die sich unsportlich verhalten. Und es mir auch egal ist, ob der Schieri das sieht oder nicht und/oder ob er es ahndet.


    War ein Pokalspiel gegen einen guten Gegner. Also kein "unwichtiges" Spiel und wir haben 2:1 gewonnen. Ich glaube es stand 0:0 bei der Szene, also durch war das Spiel nie, trotzdem war für ihn das Spiel vorbei.

    Nils1981: würde sich Bayern selbst vermarkten, würden sie mehr Fernsehgelder einnehmen. Und würde ich die Gedanken weiterdenken, müssten auch die Zuschauereinnahmen geteilt werden (im Extrem bei jedem einzelnen Spiel)

    Ja würden sie.

    Wenn es aber die anderen Vereine nicht gäbe, würde Bayern auch nur das Spiel gegen den BVB vermarkten können, weil sie keine anderen haben und dann bekommt Bayern am Ende dann doch weniger, als es bei einer gleichen Verteilung auf 18 Teams wäre.

    Das ist nämlich auch irgendwie eine Milchmädchenrechnung, weil Bayern auch auf die anderen und die Liga angewiesen ist, um Ligaspiele vermarkten zu können.

    Bei einem Popstar ist das was anderes, der benötigt keine Sparringspartner. Schon gar keine attraktiven.



    Ich glaube zB, wenn es eine Superliga gäbe - meinetwegen auch einfach oberhalb der nationalen Ligen - in der dann Bayern und vlt der BVB spielen, dann würde die Bundesliga erstmal herbe Einbußen hinnehmen, klar.

    Aber auf Dauer wäre das Produkt dann wieder interessanter und mehr wert, als die aktuelle Summe abzüglich der Bayern und BVB Anteile, welche diese beiden gerade abgreifen.

    Wenn 6-8 Vereine oben rausgehen in eine Superliga kommen, dann wird das schwieriger, so wie es in England fast passiert wäre.

    1-2 fehlende Zugpferde machen die Bundesliga aber nicht dauerhaft deutlich weniger interessant, denke ich. DIe Lücke füllen dann bald andere.

    Also mir ist vor allem spannender Wettbewerb wichtig.


    So, wie es die letzten 10 Jahre in der Bundesliga ist, das reizt mich dauerhaft dann nicht wirklich. Die CL schon länger nicht mehr.

    Die letzten Jahre habe ich tatsächlich am meisten PremierLeague im Fernsehen geguckt, bzw. habe ich mir nur da versucht vorzunehmen gezielt Spiele zu gucken. Bundesliga läuft oft, wenn ich halt zuhause bin, aber nur nebenher. Manchmal vergesse ich das sogar. CL läuft bei mir eigentlich nie, obwohl ich SKY habe. Interessiert mich nicht mehr.



    Wo ich definitiv bei Coach1975 bin, ist das zumindest mir eben die Spannung wichtig ist. Ich glaube dauerhaft kann ich auch ohne meine "Lieblingsteams" in der Liga Sympathien"/Antipathien zu Vereinen herstellen, die mich eine erste Liga mit anderen Vereinen interessant werden lassen.

    Das war ja schon immer so, Freiburg zB ist ja auch mit den Jahren sympatisch geworden, einfach, weil die sympathische Macher haben und attraktiven Fussball spielen lassen. Fan werde ich da nicht, aber ich wohne eh nicht in der Nähe und könnte da ins Stadion.

    Analog verhält es sich zu anderen Vereinen. RB, wenn einziger Konkurrent der Bayern bekommt dann plötzlich doch meine Sympathien im laufenden Wettbewerb, einfach, weil ich schon immer für den Underdog war, wenn der nicht völlig unsympathisch agiert.

    Bei der WM bin ich ja auch für Nordirland, wenn die gg England, Brasilien oder co spielen.


    Was aber definitiv wichtig ist, damit mich der Sport interessiert - egal welcher Sport - ist Spannung. Also eine grundsätzliche Form, dass an einem speziellen Tag, der Underdog auch gewinnen kann.

    Und das ist in der Bundesliga und besonders in der CL halt nicht mehr gegeben.

    Früher wurde Bayern auch oft Meister, aber da waren viele Spiele knapp mit Toren in den letzten Minuten (Stichwort Bayerndusel) und Bayern hatte am Ende nicht 80+ Punkte, sondern auch mal unter 70, um Meister zu werden.



    Ich schweife ab, ehrlich gesagt hätte ich mir rückblickend die Superliga sogar fast gewünscht. Inklusive Paris, Bayern und dem BVB. Aber dann mit Ausschluss aus den nationalen Wettbewerben und der Hoffnung, dann das Geldsystem gerechter zu gestalten, damit nicht neue Teams solchen Vorsprung erlangen.

    Und eine WM/EM kann die Superliga kaum ausrichten, also ein Konkurrenzprodukt, wenn die Spieler ausgeschlossen werden. Denn dazu reichen 20 Vereine nicht aus, um da Nationalteams voll zu bekommen.

    Ich glaube auch, dass eine Europäische Liga auf Dauer kommen wird. Aber dann bitte mit ordentlichen Auf- und Abstiegsregelungen aus den 1. Ligen Europas. Das wird noch spannend genug, da einen vernünftigen Qualifikationsmodus zu finden. Aber bitte durch einen Verband, nicht durch die Top-Klubs selbst.


    Ich denke auch nicht, dass die beteiligten Mannschaften dann noch parallel in den nationalen Ligen spielen sollten und die Meisterschaften dann teilweise im Vorbeigehen abgrasen wie momentan der FC Bayern. Die Schere zwischen den Top-Vereinen und den Mannschaften, die in den jeweiligen nationalen Ligen verbleiben, wird vermutlich nicht eben kleiner werden. Dafür ist es ein Schritt dahin, dass in den nationalen Ligen wieder ein echter Kampf um Platz 1 möglich wäre. Natürlich wird man dann auch damit leben müssen, dass durch eine europäische Top-Liga die weiteren europäischen Wettbewerbe entwertet werden. Aber mal ehrlich, z.Zt. kann man sich die CL ja bis zum Viertelfinale auch fast schon sparen.

    Ich zB habe schon lange kein Interesse mehr an der CL, schon ewig nicht mehr.

    Nicht einmal, wenn mein Lieblingsverein Gladbach die CL erreicht hat. Ich freue mich nur deshalb, wenn sie die erreichen, weil es dann viel Geld gibt, was sie in der Liga wettbewerbsfähiger macht. Wie sie in der CL spielen ist mir total egal.


    Ich hätte auch kein Problem damit, bzw. bin klarer Verfechter davon, dass die Gelder in der Buli gleich verteilt werden mit dem Nachteil, dass deutsche Teams in der CL oder EL eben nicht ganz so gut mithalten können.


    Ich finde es eh immer paradox, dass Bayern München (deren Verantwortliche, aber auch deren Fans) immer von Wettbewerbsnachteil wegen fehlender Gelder in Bezug auf England sprechen, aber den Wettbewerbsvorteil innerhalb der eigenen Liga mit einer stetig ungleicheren Verteilung der Gelder anders werten.


    Das Bayern, der BVB und Paris jetzt als Hüter der Moral dastehen ist das nächste Ding, aber nun ja...

    Ich glaube so langsam würde es dem Fussball richtig gut tun wenn einige der so genannten "großen" Clubs mal richtig für Ihre teilweise katastrophale und oft auf endlose Schulden basierende Finanzpolitik auch grade stehen müssten.

    Exakt. Das wäre mal ein Schritt in die richtige Richtung. Von Rechts wegen müsste z.B. Real Madrid vermutlich längst Insolvenz anmelden oder zumindest kleinere Brötchen backen bei Ablösesummen, Spielergehältern etc., statt dessen sind sie einer der Haupttreiber in Richtung mehr, mehr, mehr. Da passt überhaupt nichts mehr zusammen.

    Auch wenn Real und deren Boss Perez zurecht im Kern der Kritik stehen, so geht es Real allerdings finanziell besser, als vielen anderen. Das hoch verschuldete Real ist seit dem - nennen wir es speziellen - Verkauf des Trainingsgeländes damals eher ein Mythos.

    Denn auch wenn Real gutes Geld bezahlt und horrende Ablösesummen, so zahlen sie von allen Topvereinen (Bayern inbegriffen) den geringsten prozentualen Teil der Einnahmen in Spielergehälter.

    Real bewegt sich da bei 55% oder so, Barcelona bei 75-80%.

    Von den drei Grundpfeilern Taktik, Technik und Kondition hat sich aus meiner Sicht die Kondition am meisten verändert/gesteigert.

    Diese Frage würde ich so einfach nicht beantworten.


    Die Taktik hat sich doch extrem weiterentwickelt, das ganze Spiel findet jetzt stets innerhalb von 25-30 Meter statt, nicht mehr auf dem ganzen Spielfeld.


    Deshalb muss man erstens wesentlich mehr und intensiver laufen

    und

    zweitens alles bei wesentlich höherem Zeit- und Gegnerdruck ausführen (Stichwort Technik). Einen Ball sauber dribbeln oder verarbeiten können auch Bezirksligakicker, das wirkt jedenfalls so, weil sie wenig Zeit- und Gegnerdruck haben. Die Weltmeister von 90 hatten aber deutlich mehr Zeit, als heute jeder Verbandligaspieler.

    Tut mir leid, aber du hast gar keinen Einblick, wie es im NLZ abläuft.


    1) Du glaubst, dass die Eltern der NLZ-Jungs leichter zu händeln sind, weil die froh sind, dass ihre Kinder im NLLZ sind?

    Wie kommst du darauf, wo du selbst ja sogar erkannt hast, dass doch so einige Eltern da eigene persönliche Hoffnungen reinstecken.


    2) Ergebnisdruck besteht doch nicht nur aus Auf-/Abstieg.

    Wenn man bei jedem Turnier Letzter wird (und das egal ob Breitensport oder NLZ), dann ist alles tutti? Bei Turnieren kann man ja nicht absteigen.


    3) Wenn in der NRW Nachwuchsrunde zB Leverkusen abgeschlagen hinter Köln, BVB, Schalke, Gladbach, sogar Aachen, Essen und Oberhausen 10ter ist, dann bekommt der Trainer weder von Eltern/Spielern/Jugendkoordinator Fragen gestellt, warum?

    Nimm alternativ den BVB oder Schalke, wenn die 8ter in der Liga sind und von den anderen 8:2 abgeschossen werden Woche für Woche.


    4) Einen Jahrgang höher spielen, also die U13 als U14 zB.

    Nimm nicht deinen bevölkerungsarmes Gebiet und leite davon alles ab.

    Die Mehrzahl der Bundesligisten und NLZs ist in bevölkerungsstarken Gebieten beheimatet.


    Ich habe es schon angerissen, du warst trotz der geringen Wegstrecke wohl noch nie auf einem Turnier in Berlin. Da können in der U11/12/13 auch Vereine, wie Hertha Zehlendorf, TeBe, SC Staaken, Viktoria Berlin, Rein. Füchse, etc. richtig gut. Die schlagen bei Turnieren mitunter auch "schlechtere NLZs" verdient. Die trifft man auch außerhalb Berlins bei großen Turnieren an und an.


    In NRW würden (spielen ja Nachwuchsrunde) Leverkusen und co gegen die U14 von Fortuna Köln, Preußen Münster, RW Essen, FC Hennef etc. - die allesamt B-Jugendbundesligisten sind - spielen. Oder RW Oberhausen, die wenigstens U15 Regionalliga spielen.

    Gehe nach Berlin, da spielt Hertha gegen die U14 von Union, Hertha Zehlendorf, Viktoria Berlin und co. (allesamt B-Jugend-Bundesligisten und C-Jugend Regionalligisten)



    Da verhaust du als U13 nicht deren U14 Teams, die ja sogar U15 Spieler einsetzten können und das mitunter auch machen. Schon gar nicht, wenn du deine schwächsten Spieler aufstellst.

    Umgekehrt ist es aber eben auch nicht so, wie Sir Alex meinte, dass im Breitensportverein es so viel leichter sei, die schwachen Spieler mitlaufen zu lassen - denn die zerstören dir in der Tat auch die Ergebnisse sehr einfach (siehe Ausführungen von Don Quijote) - mal dahingestellt, wie schlimm das nun ist.


    Ich würde es daher relativ einfach zusammenfassen: Schwache Spieler ziehen dich ergebnistechnisch runter, egal ob NLZ, ambitionierter Breitensport oder normaler Breitensport.

    Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt.

    Ich wollte nicht aussagen, dass es einfach sei im Breitensportverein die schwachen Spieler einzusetzten ohne dass es such auf die Ergebnisse auswirkt.


    Die Ausgangsthese war, dass es im NLZ ja einfach sei die Spielzeit auf alle Spieler gleichermaßen zu verteilen, im Gegensatz zum Breitensport.

    Und diese Aussage halte ich für nicht zutreffend.

    Hertha BSC zB spielt mit der U12 in der höchgsten D-Jugendliga mit und muss sich mit der U13 von Union, TeBe, Hertha Zehlendorf, Viktoria, Staaken, BFC Dynamo, etc. messen.

    Wer schon einmal in Berlin bei einem Turnier war, der weiß, wie gut diese Teams da alle sind, weil das Einzugsgebiet riesig ist für 2 NLZ Teams.

    Die U13 spielt in der höchsten U14 Liga gegen eben diese Vereine, wenn ich nicht irre.



    Auch irrst du, wenn du meinst, dass nicht genug Zeit für NLZ Turniere ist. Punktspiele können ja verlegt werden, zB in die Woche und das geschieht auch häufig, damit Hertha, Bremen, HSV zu Turnieren können. Leverkusen, BVB, und co. legen die Spiele grundsätzlich so, dass es passt, ist ja eine von den NLZs organisierte Liga.

    Und auch beim VFB kann ja ein Misch aus Spielern, die nicht zum Turnier mitfahren und/oder anderen Jahrgängen das Punktspiel bestreiten, wenn das Spiel nicht zu verlegen ist. Gerade die Vereine, die weder eine NLZ Runde spielen, noch einen Jahrgang höher können ja problemlos den jüngeren Jahrgang zum Spiel schicken, für den älteren ist das eh kein wirklicher Wettkampf, weil man deutlich die Liga dominiert.



    Was ich schade finde ist nicht deine Meinung, sondern dass du Dinge in den Raum stellst, verallgemeinerst und als Fakt suggerierst, die du gar nicht weißt. Du machst dir gar nicht die Mühe, dass zu überprüfen, du behauptest das einfach.

    Es ist immer einfach, etwas zu behaupten.


    Dass ich zB ca. 10 Jahre im Bereich U11-U13 bei einem NLZ Erfahrung habe und die Dinge anders schildere, als du suggerierst, das ignorierst du einfach. Wenn du mir schon nicht glaubst, dann erkundige dich doch wenigstens anderswo.


    So ist ein Diskurs natürlich nicht wirklich möglich.

    Das stimmt einfach nicht, was du sagst und deshalb wird es nicht richtiger, wenn du es dauernd wiederholst.


    Im D-Jugendbereich spielen die meisten NLZ vor allen Bundesligaturniere und Leistungsvergleiche und die "Punktspiele" in einer Nachwuchsrunde der NLZs (im Westen) oder gegen Jahrgangsältere Teams in der höchsten Liga, also die U12 um die U13 Landesmeisterschaft.


    Und Stuttgart mag im Ligabetrieb vlt nicht solche Gegner haben, aber erstens hast du auf NLZs verallgemeinert und zweitens spielt Stuttgart sehr wohl diverse U12 und U13 Bundesligaturniere.

    Ich habe mit meinen Teams 10-15 pro Jahr gespielt. Alleine im Januar/Anfang Februar ja fast jedes Wochenende. Und die anderen NLZs trifft man da halt auch immer.


    Und bevor du fragst, wie ich darauf komme:

    Ich habe selbst schon im U12/U13 NLZ trainiert und dabei habe ich Stuttgart andauernd bei NLZ Turnieren gesehen.

    zB auch in Neubrandenburg am anderen Ende der Republik.

    Gerade in Ulm und Umgebung gibt es von U11 bis U13 ja so einige NLZ Turniere an denen Stuttgart auch teilnimmt. Blaustein U11 und U13, Münsingen, U11-Eurocup in Oberelchingen, Betzingen (U12), etc.



    Und du kannst es nicht nachvollziehen, das kann ich verstehen, aber ich behaupte ( und das aus Erfahrung), dass der schlechteste NLZ Spieler sehr wohl einen extrem negativen Impact auf das Spiel und das Ergebnis hat, wenn es gegen ähnlich gute Teams geht. Gerade in der Halle bei 4+1 verlierst du gegen gute Gegner über diese eine Position.


    Auf niedrigstem Niveau dagegen kannst du viel eher den "dicken Paule" verstecken, da entscheidet ja viel eher der beste Einzelspieler über das Ergebnis - genauso wie in G- oder F- Jugend.




    Das Argument der Zuverlässigkeit ist ein anderes. Das bitte nicht vermengen.

    Ich bin zB kein Verfechter des "alle spielen gleich viel". Einsatz und Zuverlässigkeit ( viel mehr als Leistung!!!) müssen sich auch lohnen und in mehr Spielzeit münden.

    Aber dennoch bin ich klarer Verfechter des "alle bekommen lohnende Spielzeit", also eine Mindestspielzeit, wenn sie bei einem Turnier oder Spiel dabei sind. ungefähr die halbe Spielzeit (bei Turnieren in jedem Spiel, also auch im HF oder Finale) bekommt jeder Spieler. Da ich nicht so viele Spieler mitnehme bleibt da noch einiges übrig, was ich nach Einsatzbereitschaft verteile. Lieber bleibt jeder Spieler regelmäßig mal zuhause, aber wenn er dabei ist, dann bekommt er lohnende Spielzeit.


    Und mehr Spiele ist auch nur ein vorgeschobenes Argument. Du kannst ja Freundschaftsspiele organisieren/initieren, wenn ihr zu wenig Spiele habt?

    Mache ich auch. ZB zur Hallentrainingszeit lade ich eine andere Mannschaft ein und wir bilden jeder 2-3 Teams und spielen die ganze Zeit gegeneinander. Ich suche Freundschaftsspielgegner, etc.


    Und das ging als NLZ Trainer genauso, wie als Breitensporttrainer.

    Denn ich habe beides schon gemacht, kenne also beide Seiten aus eigener Erfahrung.