Beiträge von Sir Alex

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    Ich würde ja mal mit "banalen" Dingen anfangen, die das Material, den Trainingsplatz, die Trainingzeit, die Spielzeit bzw. Möglichkeit zu Freundschaftsspielen auf heimischen Platz, Hallenzeiten, Qualität der Halle, etc. nennen.

    Natürlich auch Trainerqualität und -quantität.


    Es ist schon etwas ganz anderes, wenn man viel Platz hat, nicht nur eine kleine Ecke und vor allem gutes Material hat.

    Diverse Tore in allen möglichen Größen steigern die Qualität des Trainings und damit die Freude der Teilnehmer zB ungemein.

    Aber auch Leibchen in mehreren Farben - nicht nur eine Farbe - Bälle, Hütchen, Stangen, Fussballtennisnetz, etc. da gibt es so vieles.


    Gerade Trainingszeiten und Zeiten für eigene Freundschaftsspiele oder Turniere sind aber oft limitiert. Das liegt natürlich teilweise an den örtlichen Gegebenheiten, aber eben auch an der Priorisierung vieler Vereine. Da werden dann Männer und vlt noch A- oder B-Jugend priorisiert, alles andere muss nehmen, was übrig bleibt.

    Mancherorts noch die alte Herren, die zur Primetime spielen will.

    Und aus diesen Mannschaften bildet sich idR eben der Vorstand, etc. alle volljährigen dieser Teams sind dann auf der MV die Wähler.

    Nicht selten ist sogar schon die dritte Männer Verein im Verein, die quasi keine Unterstützung bekommen und die "man" überstimmen muss bei den Wahlen.


    Mir ist schon klar, dass gerade in Ballungsgebieten, der Platz begrenzt ist. Man kann nicht nebenan einen weiteren Platz bauen und bei den Hallen ist man auf die Kommune, den Bezirk angewiesen.

    Da haben manche Standortnachteile, klar.


    Ändert aber dann auch nur bedingt daran etwas, dass eventuell der Verein 3 Ecken weiter mehr bieten kann, bzw. die größere Anzahl an Mannschaften eben "kundenorientierter" mit vernünftigen Trainingszeiten versorgen kann.



    Dass es viele Vereine gibt, wo kleine Tore, etc. nicht angeschafft werden oder nur einzelnen Teams zur Verfügung stehen, die eben "das Geld der Mitglieder bekommen", das ist dann was anderes.



    Weiteres ist zB ein Vereinsheim, -casino, was nicht, wie eine Eckkneipe wirkt, sondern einladend für Eltern, Kinder, etc ist. mit großzügigem Außenbereich, ordentlichem Essen zu angenehmen Preisen und im besten Fall Sky-Abonnement und passenden Bildschirmen. Am besten noch kleiner Spielplatz und Platz zum "Knödeln" für die Kinder. Im allerbesten Fall auch was für kleine Geschwister, also Kinder von 1-5, denn, wenn Mama oder Papa das eine Kind zum Sport bringen/begleiten, ist/sind andere Kinder ja nicht weg.

    So hältst man auch die Mitglieder mal ne Stunde länger, als nur zum eigenen Sport auf dem Gelände.


    Und mal ehrlich, in den meisten Vereinen geht der größte Teil der Gelder in "wahlberechtige Mitglieder". Wo wird denn stetig in Interessen der Kleinsten investiert?


    Ich zahle in meiner Altherrentruppe 20 Euro Monatsbeitrag glaube ich. Wir sind dabei zahlenmäßig eine sehr große Mannschaft, unser zusammen geleisteter Beitrag kommt nicht bei uns im Team an, auf keinen Fall. Wir kaufen alles selbst. Wir sind aber auch nicht die "Wähler", sondern ein über Jahre gewachsener Haufen an Eltern, Freunden, etc. die vorher mit dem Verein wenig zu tun hatten. Ich war und bin da zB nie Trainer oder Spieler gewesen.

    Unser Geld kommt aber scheinbar tatsächlich in der Jugend an, zumindest ein Teil, Material, wie Tore etc. gibt es haufenweise und da wird auch stetig neu investiert. Damit kann ich dann leben.

    Grundsätzlich gebe ich dir Recht, ich kann schwer nachvollziehen, dass man in eine E6 oder ähnliches wechselt. Egal, bei welchem Verein.


    Allerdings geht es bei deinem Spieler wohl um den Wechsel in die U14 oder U15, also erste Mannschaft, oder?


    Ich vermute, dass du die Vereine Hertha Zehlendorf und Viktoria Berlin (den dritten keine Ahnung) meinst, das sind nun auch wirklich erstens Ausnahmen mit ihrer Größe (die beiden größten Amateurabteilungen Deutschlands?) und zweitens spielen die in den Jugendteams überregional.

    C- Jugend-rRegionalliga und B-Jugendbundesliga und A-Jugend Bundesliga (Viktoria) und Regionalliga (Zehlendorf) - habe es gerade nachgeguckt.

    Viktoria ist dazu Drittligist und müsste dann auch ein NLZ haben bzw. als Aufsteiger bald haben. Hertha Zehlendorf ist schon immer ein sehr ambitionierter Amateurklub, der in der Jugend überregional spielt.


    Wenn da dein Junge C-Jugendregionalliga oder B-Jugendbundesliga spielen kann - also auf einem deutlich höheren Niveau als bei euch - dann wäre das schon etwas anderes, als wenn man in die 5. E-Jugend wechselt -

    Wenn der scheinbar so gut ist, dass er derart hoch spielen kann, dann wäre es doch wirklich im Sinne des Jungen, wenn er auch da spielt, wo er auch leistungsmäßig hingehört. Wenn der Junge das will.

    "Der Vater arbeitet bei Nike und gibt dem Trainer jedes Quartal ein paar Schuhe, damit sein Sohn aufgestellt wird und nicht der talentiertere Junge aus dem Nachbarort."

    Bei einem NLZ wäre das aber ein bisschen wenig, findest du nicht?

    Die haben ja alle Ausstatter (viele sogar Nike) und da bekommen die Trainer ja eh diverse Paar Schuhe pro Saison.

    Klingt auf mich nach einer Räuberpistole die Story, tut mir leid.



    Dass da vlt jemand aufgestellt werden muss, weil Papas Firma Sponsor des Bundesligavereins ist oder Papa in der ersten Mannschaft spielt oder (den Fall kenne ich) Sohn oderEnkel des Ministerpräsidenten des Bundeslandes ist, ok. Aber die kommen eh zusätzlich in die Kader und auch kaum noch in die Jahrgänge ab U13 und das ist dann etwas, was der Trainer auch nicht will, das kommt dann von weiter oben.

    Das ist doch aber in England, Spanien, Frankreich oder Italien nicht anders, oder?

    Da wird die Quote der “Einheimischen” sehr ähnlich sein.

    Am Ende sind dann fast immer doch die selben Länder vorne, in Europa diejenige, welche die stärksten Ligen und wohl den höchsten Anteil an Ausländern in der eigenen Liga haben.


    Daran kann man das also kaum fest machen.

    Wo fehlen denn die Talente?

    Ich meine, die Situation ist ja nun wirklich nicht, wie um die Jahrtausendwende, wo es wirklich an Talenten mangelte.

    Wir sind gerade dreimal in Serie ins U21 EM Finale gekommen., dabei zweimal Europameister geworden 2017 und 2021.

    Wie viele Deutsche haben als Spieler der ersten 11 in den letzten 2 Jahren das CL Finale gewonnen?

    Bei der EM hatte mM nach nur wirklich Frankreich bessere Einzelspieler als Deutschland.


    Ja, wir haben keinen Jahrhundertkader mehr, wie 2008 bis 2016 vlt 2018, aber das war eben auch ein Jahrhundertkader in Spitze und Breite.

    Das kommt auch bei bester Ausbildung nicht jede Dekade so.

    Ein Titel mit diesem Team ist deshalb auch fast schon zu wenig, bzw. weniger hätte es echt nicht sein dürfen. Schade drum.


    Man muss mal nach 2006 gucken, wo wir nur 10-11 ausreichend gute Feldspieler hatten und Dritter geworden sind, oder noch besser nach 2002, wo Talent wirklich schwer zu finden war, aber der Vizeweltmeistertitel rausgesprungen ist.

    Druck auf ein Kind auszuüben, noch dazu über das Mittel der Ausgrenzung ist bestimmt aus pädagogischer Sicht der richtige Weg.

    Wie machen die den Kader größer, wenn die Zugänge 3 Monate gesperrt sind? Genau da ist der Ansatz. Einen Kader ohne ausreichend Spieler, die auch spielen dürfen, nutzt ja nichts.

    Na indem sie Spieler halten, die sie sonst abgeben würden und/oder Spieler von anderen Vereinen auch noch holen, die sie spielberechtigt bekommen.

    Es wird halt ein zum Start spielberechtigter Kader normaler Größe angelegt und die gesperrten kommen dann on the Top.

    Und ab November ist der Kader dann eben (zu) groß, da bekommen dann Spieler keine/kaum Einsatzzeit mehr, können aber schon gar nicht wechseln, weil sie ja bereits gespielt haben.

    Dieser Spieler kam von einem kleinen Dorfverein und wechselte schon einmal zu einem anderen ambitionierten Verein. Dort hat er nicht die Leistung gebracht, die man wohl erwartet hatte. Der Vater machte es am Trainer fest, der seinen Sohn angeblich nicht leiden konnte... Also ging es zu uns. Hier hat er sich wunderbar integriert und ist zu einem festen Bestandteil der Mannschaft geworden. Jetzt, wo es so gut für seinen Jungen läuft, bekommt der Vater es wieder in den Kopf und will seinen Sohn in eine Mannschaft bringen, die ausschließlich aus Kreisauswahl und DFB Stützpunkt Spielern besteht. Ich weiß, dass dieser Junge das zur Zeit nicht leisten kann in so einer Mannschaft zu bestehen. Ich schätze den Vater so ein, dass er seinen Sohn lieber dort auf die Bank setzt, als ihn weiter bei uns als quasi Stammspieler zu belassen. Das macht mich wütend und traurig zugleich.

    Du wirst es nicht ändern können.

    Kinder und Eltern muss man zusammenbetrachten.

    Der Spieler wird so oder so zeitnah wechseln, er hat ja schon einige Wechsel hinter sich.


    Ich hätte mir an deiner Stelle schon genau überlegt, ob ich den Spieler aufnehmen, als er kam. Wenn da jemand so über den alten Trainer meckert, etc. und schnell wechselwillig ist, dann läutet da alle Alarmglocken.

    Warum ist er damals zu dir und nicht zu seinem Heimatverein zurück, als es in dem ambitionierten Verein nicht lief? Genug Spieler hattest du ja auch ohne ihn.


    Ich glaube, du schaffst dir zeitnah einen Flächenbrand im Team mit diesem Spieler, Vater.

    Die Gefahr ist jedenfalls da.

    Du must die Interessen von 20 Spielern berücksichtigen, nicht die von einem oder deine eigenen.


    Frage dich selbst: Ist der Junge Leistungsträger bei dir und du würdest diese sportliche Qualität ungern verlieren?

    Ist das dein Hauptgedanke, wenn du ehrlich zu dir bist?

    Mag ja sein, dass die Regularien so sind.

    Ich bin da aber bei einer moralischen Wertung und da komme jedenfalls ich zu einem anderen Schluss.

    Ich kann es einfach nicht gut heißen, wenn ein Verein einem Kind eine Spielsperre auferlegen kann, ohne dass man diese umgehen kann (zB mit festgelegter Entschädigung).

    Aber ich sehe auch nicht die Interessen der Vereine im Mittelpunkt, sondern das Kind.

    (Ich hätte aber zB nichts gegen höhere Mitgliedsbeiträge in den Vereinen, aber das ist ein anderes Thema.)


    In Österreich bzw. zumindest Wien "gehörst" du dem Heimatverein 1 Jahr lang, dh man darf ein Jahr lang nicht spielen, wenn sich die Vereine nicht einig geworden sind.

    Das ist deren Regel, ob sie im Sinne der Moral richtig ist, das steht auf einem anderen Blatt.



    Und, Sperre hin oder her, der Spieler wechselt ja idR so oder so, also kann der abgebende Verein ja nicht unterschiedlich agieren/planen, ob es diese Sperre oder Ausbildungsentschädigung nun gibt oder nicht.

    Oder siehst du das anders?

    Und, der aufnehmende Verein kann am Anfang nicht mit dem Spieler planen, das mag sein.

    Was aber hat das tatsächlich für Folgen?

    Die machen den Kader größer, damit bleiben weniger Spieler für andere Vereine übrig und wenn der Kader dann komplett einsetzbar ist, dann kommen einige Spieler nicht mehr zu ausreichend Einsatzzeit.

    Wem genau hilft das?

    Ganz pragmatisch verstehe ich den Threadersteller nicht.


    Wenn es permanent Stress mit dem Vater gibt, dann wäre es doch nicht das verkehrteste, wenn der Spieler samt Vater anderswo sein Glück versucht/findet, oder?

    Spieler hast du ja ganz offensichtlich eh genug.


    Warum wünscht du ihm nicht alles gute bei seinen Probetraining (und hoffst, dass es dort genommen wird)?


    Wäre für mich die beste Variante und auch die, bei der du die beste Figur machen wirst.


    Und davon ab, kannst du, wenn es nicht zum Wechsel reicht dann viel besser ein offenes ehrliches Gespräch führen, indem ihr erörtert, wie ihr euch das zukünftig vorstellt. Da würde ich an deiner Stelle auch sagen, dass es so und so abläuft und wenn man damit nicht zufrieden ist, dann wäre ein Wechsel vlt wirklich für alle Seiten die beste Idee.

    Sonst könnte man ja jeden Spieler generell 3 Monate sperren, wenn er den Verein wechselt.

    Du hast es erfasst. Damit wird verhindert, dass sich ein Verein Jugendliche "zusammenkauft" und andere Vereine das Nachsehen haben. Zumindest kann der finanzstarke Verein dann bis in den November hinein nicht mit den neuen Spielern spielen. Daher ist man auf eine gute Zusammenarbeit und Fairness zueinander angewiesen. Nicht die schlechteste Variante.

    Was soll eigentlich immer der Verweis auf finanzstarke Klubs?

    Geld (das Spieler bekommen) spielt ja von den Wechseln über die wir hier reden ja gar keine Rolle, oder?


    Wenn man Spieler aber nicht einmal gegen eine Aufwandsentschädigung frei geben will, dann muss man sich mM nach schon fragen, welche Interessen hier gewahrt werden und ob das so richtig ist.

    Denn es ist schon widersprüchlich, wenn wir im manchen Themen davon sprechen, die Kinder in den Mittelpunkt zu stellen, dann aber bei Vereinswechseln deren Bedürfnisse nulllkommanull berücksichtigen.

    Zb: will ein Kind vlt mal einen anderen Trainer und nicht im xten Jahr den selben?

    Oder sich mal in einer höheren Spielklasse mit besseren Spielern messen?

    Vlt will jemand auf Rasen trainieren und der Heimatklub kann das so nicht anbieten?

    Vlt passt ihm die Stimmung im Team nicht, er kommt mit einigen gar nicht klar.

    etc.


    Sinnvoll wäre mM nach immer, die Gründe des Wechsels zu erfahren. Die bekommt man aber nur dann ehrlich, wenn man wirklich offen und ehrlich selbst agiert.

    Denn dann könnte man ggffs Dinge ändern/verbessern, die zu Wechseln führen bzw. andere eben nicht. Aber das muss man dann akzeptieren.


    Es ist ein Hobby, jeder von uns übt seine Hobbys doch auch dort aus, wo er will, oder? Und wenn es irgendwo nicht gefällt, dann hört man auf oder sucht sich einen anderen Ort/Verein.


    Kinder/Jugendliche sind kein Eigentum der Vereine, wo sie sich erstmalig angemeldet haben.

    Wo sie sich wohler fühlen ist schwer zu sagen, da viele neu von der D-Jugend kommen. Das 4-4-2 hat letzte Saison nicht schlecht geklappt, allerdings eben das Problem zu wenig Spieler in der Strafraum oder in die offensive bekommen. Vielleicht finde ich auch Lösungen mit dem 4-4-2 dazu.

    Du kannst die äußeren Mittelfeldspieler ja invers agieren lassen oder wenigstens einen von beiden und die Breite dann eben von dem AVs abdecken lassen bei Ballbesitz im 4-4-2. Dann hast du mehr Spieler im/um den Strafraum herum.

    Eben bei Ballbesitz eine andere Aufteilung, als gegen den Ball.


    Außerdem schreibst du oben, dass du zwei laufstrake Spieler für die rechte Seite hast und nach einem Weg suchst beide dort einzubringen, die Stärken auszuspielen.

    Warum nicht einen nach links verschieben, wenn dir da der laufstarke Spieler fehlt?



    Ich bin ein Verfechter der Viererkette, habe aber auch mal 3er bzw. 5er Kette spielen lassen, um den Spielern das auch zu vermitteln.

    Ich bin der Meinung, dass niemand wirklich eine 3er Kette gut und richtig spielt -das hat nur Chile unter Bielsa geschafft - es ist immer eine 5er Kette. Dann fehlt einem ein Spieler im Mittelfeld, dh man kann nicht mehr wirklich aktiv verteidigen, es wird schnell passiv, reaktiv.

    Und, - wie du überlegst - ein 3-4-3 spielen zu lassen, dass dann de facto ein 5-2-3 wird, das halte ich schon für sehr schwierig. dann hast du eigentlich nur 2 Spieler im Mittelfeld. Wenn schon 5er Kette, dann geht mM nach nur 5-3-2, weil man eben zu zweit im Mittelfeld gar keinen Zugriff bekommt.

    Nach einem einmaligen Probetraining zu der er sehr kurzfristig eine Chance hatte, hat er sich entschieden den Verein zu wechseln.

    Es wurde fristgerecht gekündigt

    Bist du nicht stutzig geworden, dass im neuen Verein niemand nach der Trainingserlaubnis gefragt hat? Das ist ziemlich unseriös.


    Ich ärgere mich auch seit Jahren über dieses Regeln, gerade im Jugendbereich weil das meinem Rechtsempfinden widerstrebt, aber schlussendlich hat man sie mit der Unterschrift auf dem Passantrag angenommen.

    Echt jetzt?


    Wenn da ein Spieler eigeninitiativ nach einem Probetraining anfragt, dann informiere ich auch nicht zwingend den Verein.

    Das ist dann Aufgabe des Spielers. Aber vlt hat er auch Gründe, warum er dies nicht machen will. Es ist schon vorgekommen, dass Spieler nur weil sie sich mal etwas anderes angucken wollten, danach Spießrutenlauf im Heimatverein hatten und deshalb gar nicht mehr bleiben konnten.


    Und wer wirklich meint, dass man sich als Spieler eine Erlaubnis holen muss und noch besser, der Verein diese auch verweigern kann, der denkt mM nach nicht weiter.

    Denn dann treten bald alle einfach prophylaktisch aus, man kann ja wieder eintreten. Dann hast du gar keine Planungssicherheit mehr, wenn der halbe Kader zum 30.6. erstmal ausgetreten ist.


    Im Herrenbereich ist das durchaus nicht unüblich erstmal auszutreten, um ggffs die Verbandssperre zu umgehen, die man mit einem Austritt nach dem 30.6. ja zwingend bekommt.


    Btw. Rechtempfinden ist in der EU die freie Wahl.

    Wie bitte soll es da passen, dass man ohne Erlaubnis nicht anderswo reinschnupppern kann?



    Aber, um nicht falsch verstanden zu werden, ich finde den ehrlichen und offenen Weg auch den besten.

    Aber die Schuldfrage, warum manchmal nicht so agiert wird ist mM nach eben nicht klar einer Person/einem Verein zuzuschreiben. Das ist wesentlich vielschichtiger. Wie gesagt gibt es auch Vereine/Trainer, die das persönlich nehmen, wenn man ehrlich sagt, dass man sich mal anderes angucken will und man wird schon mit der Info dazu quasi genötigt dann auch zu wechseln, auch wenn man sich nur mal etwas anderes angucken will.


    (Ich hatte das zB als Jugendspieler. Ich war sehr ambitioniert und habe bei einem Verein gespielt, der damals regelmäßig Landesmeister wurde, in A- und B-Jugend oft an der DM teilgenommen hat. Ich war der einzige Spieler, der bei diesem Verein angefangen hat zu kicken, von der F-Jugend an. Und ich hatte immer wieder Anfragen anderer Vereine, habe diese aber nie in Betracht gezogen. Als ich dann in der jüngeren A-Jugend ehrlich und offen gesagt habe, dass ich vlt mal etwas anderes probieren will, da war man tief getroffen. Da wurde mir finanzielle Gründe nachgesagt, ich hätte anderswo schon unterschrieben, etc. Fakt ist, dass ich noch mit keinem anderen Verein auch nur geredet hatte, nur gesagt habe, dass ich mir auch mal etwas anderes angucken will, bzw. nicht ausschließe. Ich war offen und ehrlich.

    Ist schon einige Jahre her, vor den ganzen NLZs, aber das hat sich im Amateur oder gar höheren Amateursport nicht grundlegend geändert.)

    Es ist aber nicht entscheidend, wie du oder ich das sehen, sondern wie die Gerichte entscheiden.


    Ich meinte natürlich hauptamtliche Trainer. Bei Amateurtrainern ist das möglicherweise nicht so klar, da hast du vlt recht. Das liegt aber daran, dass sie eben erstens nicht grundsätzlich als Arbeitnehmer kategorisiert werden und zweitens da niemand durchgeklagt hat.

    Bei hauptamtlichen Trainern ist das anders, da entscheiden die Gerichte immer so, wie ich es beschrieben habe. Es haben schon viele Trainer geklagt, nachdem ihr Vertrag nicht verlängert wurde, alle - ausnahmslos alle - haben Recht bekommen.

    Auch Profitrainer, die keinen Anschlussvertrag anderswo haben, aber deren Vertrag nicht verlängert wird, könnten klagen und würden wohl Recht bekommen. Da kenne ich aber nur einen Fall aus Liga 3 oder so und der hat Recht bekommen. Die meisten klagen nicht und/oder haben ja eh einen neuen Verein oder waren gar nicht länger als 2 Jahre beschäftigt.


    Bei Jugendtrainern, TW-Trainer, "Technik-Trainern" etc. in NLZs - hauptamtliche Mitarbeiter - , die eben nicht sofort einen neuen Arbeitgeber parat haben, da kenne ich selbst duzende Fälle, die geklagt haben. Alle haben Recht bekommen, alle.)



    Für Spieler gilt etwas anderes, das ist klar.

    Heißt für mich, dass es überall anders ist und auf Verein und Verband ankommt. Vermutlich gibt es da auch keine grundsätzliche Regelung, sondern wir haben beide Recht.


    Bei mir ist es vielleicht so im Verein/Verband, bei dir anders. Ich gebe nur das weiter, was ich von unserem Gesamtvorstand gesagt bekomme und interpretiere es. Vermutlich ist es bei dir eine andere Versicherung und es gilt etwas ganz anderes.

    Es geht ja weniger um Recht haben oder nicht, sondern um den Umgang mit Probespielern und Aussagen dazu, die allgemeingültig wirken.


    grundsätzlich scheint aber zu sein, dass man diese Versicherung immer bekommen kann, ohne dass der Heimatverein dabei eine Rolle spielt. Es liegt am Verband und/oder Verein, der das Probetraining ausführt, ob ein Versicherungsschutz vorliegt.



    Dazu fehlt noch ein Verweis, dass man Spieler mit der Erlaubnis zum Probetraining wirklich versichert bei einem Probetraining anderswo. Klar ist eben nur, dass der heimatverein da nichts blockieren kann, aber aber ob er überhaupt diesbezüglich agieren kann, das ist noch fraglich.

    Mit den aktuellen Informationen, die wir haben, muss man den Heimatverein nicht informieren oder gar um Erlaubnis fragen, um ein Probetraining anderswo zu absolvieren.


    Es ist meist der ehrlichere, bessere Weg keine Frage, aber es gibt auch Gründe dies nicht zu machen.

    Jedenfalls ist das Argument "fehlender Versicherungsschutz" ein vorgeschobenes.

    Mag ja Sinn machen, es ist aber trotzdem nur eine eigne Interpretation, nichts verifiziertes.


    Ich Zb habe mal die klare Auskunft bekommen, dass Probespieler versichert sind über den Verein bei dem sie an diesem teilnehmen.

    Das macht genauso Sinn, eben weil es vereinslose, zB Sportartanfänger gibt. In allen Sportarten gibt es diese "Schnuppertrainings".


    Mal davon ab, dass ich mir auch kaum vorstellen kann, dass ein Verein ein Probetraining anderswo verweigern kann und dann den Versicherungsschutz damit nimmt. Das wäre nämlich mM nach so absolut gar nicht sinnvoll im Sinne des Sports.

    Maximal müsste er mM nach informiert werden, aber dass er alles blockieren kann, wie sollte das sinnvoll bzw. im Sinne des Sports, vor allem der Kinder sein.?



    Ich würde halt gerne mal etwas wirklich verifiziertes in der Hand haben, nicht immer nur Hörensagen, eigene Interpretationen, etc.

    Das muss es ja geben. Wer auch immer Aussagen dazu trifft - ob Funktionär oder Lehrgangsleiter - der muss ja die Quelle dafür parat haben.


    Vllt hat das ja mal jemand zur Hand.



    Edit:

    Das ist für mich irgendwie, wie Dinge aus dem Arbeitsrecht. Hier halten sich auch hartnäckig Sachverhalte, die einfach nicht wahr sind.

    zB. dass man in einer Krankschreibung nicht arbeiten darf oder dass der Vertrag eines Fussballstrainers befristet werden darf über die Dauer von 2 Jahren.

    Aber man darf trotz Krankschreibung zur Arbeit kommen (das ist ja vom Arzt nur eine voraussichtliche Dauer, wenn man vorher wieder fit ist, darf man arbeiten ohne Versicherungsschutz zu verlieren oder was auch immer) und ein Fussballtrainer ist ein normaler Arbeitnehmer für den die deutschen Arbeitnehmergesetzte gelten. Und das bedeutet nach 2 Jahren ist es ein unbefristetes Angestelltenverhältnis, ganz gleich welche Befristung im Vertrag steht.

    Ich habe/hatte die Info, dass Probespieler eben bei dem veranstaltenden Verein mitversichert sind, egal, ob sie anderswo Mitglied sind oder eben gar nicht. Deshalb müssen wir Probespieler immer der Jugendleitung mitteilen, können nicht "von der Straße" welche spontan mitmachen lassen (wobei das im Fall der Fälle ja im Nachhinein regelbar wäre), aber den Heimatverein müssen wir nicht informieren, wenn der Spieler auf uns zu kommt. Ggffs kennt/weiß man den Verein ja auch gar nicht, der Spieler kann ja alles erzählen, eben auch, dass er vereinslos sei.


    Wie sollen denn sonst vereinslose Spieler im Probetraining versichert sein, wenn diese, wie von dir geschrieben nicht in dieser Gruppenversicherung der Vereine drin sein sollten.

    Und diese Aussage finde ich in dem von dir verlinkten Artikel auch nicht, vlt bin ich aber blind.


    Aber selbst recherchiert habe ich das nicht und Aussagen dazu gibt es diverse verschiedene. Und nicht jeder Funktionär weiß wirklich bescheid und/oder gibt Infos, die am besten passen.


    Deshalb würde mich da wirklich mal eine Quelle interessieren, nicht der Verweis auf einen vereinsverantwortlichen oder einen Lehrgangsleiter.


    Edit:

    Es ist ja zB auch nicht selten der Fall, dass Trainer gar nicht Mitglied in dem Verein sind, indem sie das Traineramt ausüben.

    Wichtig ist nur, dass sie einem Verein des DFB angehören.

    Es muss allein versicherungstechnisch eine Erlaubnis ausgestellt werden.

    Dazu hätte ich gerne mal eine Quelle. Man hört das immer wieder, aber oft eben auch gegenteiliges, da alle Spieler ja als Mitglied des Dachverbandes DFB automatisch versichert sind. Niemand ist ja bei seinem Verein versichert, alle über den Verein "beim" DFB.

    (Mal davon ab, dass man ja auch eine normale Krankenversicherung hat, es also "nur" um eventuelle langfristige Folgeschäden, nicht um eine Behandlung geht).