Beiträge von Sir Alex

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    Kaum Ablöse ist ungleich keine Ablöse, ich sprach nirgends von keiner Ablöse.


    Klar, eure Spielklasse zieht auch Jugendspieler. Fraglos.

    Wenn aber zB das NLZ einen Spieler sichtet, diesen aber noch nicht ins NLZ holen will, dann empfiehlt man dort eventuell einen Verein der eine sportlich attraktive Spielklasse und Trainingsgruppe anzubieten hat und wo man Gastspielgenehmigungen bekommt.

    Schon, damit dieser Spieler nicht zu einem anderen NLZ wechselt.

    Das wart ihr, demnächst dann vlt der neue Kooperationspartner bzw. Falls es keinen gibt, dann holt man den Spieler sofort, bevor er in ein anderes NLZ wechselt.



    Aber klar, dort, wo viele NLZs in unmittelbarer Nähe sind, da ist das Modell Kooperationsverein nicht so optimal umsetzbar, wie anderswo. Da gebe ich dir Recht. Das gilt für beide Seiten. Habe ich in Bezug auf Freiburg (in diesem Thread?) ja auch schon angemerkt.

    Deshalb stellen sich bei dem neuen Modell der Bayern bei mir eben auch bestimmte Fragen.

    Das NLZ kann aber keinem Spieler, den es ausmustert auferlegen, wo er hinwechseln soll.


    Andersherum: Wieviele Spieler sind zu eurem Verein gewechselt, weil ihr die Kooperation hattet, weil sie so gehofft haben eher in den Fokus des NLZs zu gelangen?

    Welche anderen Vorteile hattet ihr aus der Kooperation?

    Du betonst das kostenfrei, so viel “Ablöse” kostet so ein Jugendspieler nicht, wenn er keinen Vertrag hat (was er nur bei einem NLZ haben kann/darf).

    Oftmals gibt es auch jährlich Geldwerte Vorteile, wie Material, Karten für das Stadion, Spiele gg das NLZ bzw. Bei Leistungsvergleichen oder Turnieren, etc. Aus der Kooperation.


    Wie du richtig sagst, bekommen die NLZs die Spieler in der Regel so oder so. Ich sehe - nicht nur deshalb - eine Kooperation für den kleinen Verein eigentlich nie als nachteilig an, eher im Gegenteil.



    Zu Bayern speziell:

    Ich glaube, diese Art der Kooperation wurde vor allem geschlossen, aus ganz pragmatischen Gründen, wie ich schon ausgeführt habe.

    Wenn das Trainingsgelände am A der Welt ist, 1860 eh wirklich gute Arbeit in der Jugend macht und vie zentraler liegt, Bayern dazu eh schon immer diverse Spieler von 1860 holt (ich habe mal vor Einigen Jahren geguckt, wieviele das sind. Alleine in der damaligen U11 waren es mindestens eins 5, insgesamt waren es 28, glaube ich. 28, bei denen ich es wusste, vollständig war die Liste sicherlich nicht.

    https://fcbayern.com/de/news/2…ern-campus-partnervereine


    klingt für mich erstmal wirklich wie ein Schritt in die richtige Richtung.

    Natürlich wird der Run auf die Partnervereine groß sein. Aber immerhin müssen da einige Kinder nicht mehr so lange Fahrten auf sich nehmen.
    Auch können so mehr Kinder Training von qualifizierten Trainern bekommen

    Für den FC Bayern macht das auf jeden Fall Sinn, keine jungen Jahrgänge mehr zu haben.

    Mal davon losgelöst, dass das neue Trainingsgelände ja bezogen auf die Stadt München am A. der Welt liegt hat Bayern ja eh kein Problem damit, die besten Jugendspieler auch aus anderen NLZs wegzuholen. 1860 zB verliert ja Massen an Spielern an den FC Bayern, aber Bayern holt zur Not ja auch aus Österreich einen U10 Spieler, wie damals Marco Friedl auf speziellen Wegen.

    Zumeist waren die jungen FC Bayern Teams auch nicht so gut, wie die anderer NLZs, wie BVB; Leverkusen, Hertha aber auch 1860.

    Lange Jahre - keine Ahnung gerade ob aktuell immer noch so - hat der Verein ja mit den Teams im selben Jahrgang gespielt, während 1860 einen Jahrgang höher agiert hat. Bayern hat dann jedes Spiel zweistellig gewonnen und konnte sich Staffelsieger nennen. Wenn aber 1860 mal den älteren FC Bayern Jahrgang schlagen konnte - ich kann mich da an einen Jahrgang erinnern - uiuiui.

    Die Ergebnisse waren dem Verein eben so wichtig, so dass in der Halle immer nur die selbe Elf bzw. Vier aufläuft. wenn man gegen andere NLZs angetreten ist. Da wurde auch quasi nie ausgewechselt.


    Für Bayern sind die Mannschaften unter der U15 oder sogar U17 fast nur Image.

    Man muss kein Talent früh erkennen, weil man ggffs auch 1860 die halbe Mannschaft abnimmt und auch bundesweit bessere Möglichkeiten hat, als andere Vereine.

    Wenn dann die Jugendakademie am Stadtrand bzw. sogar außerhalb der Stadt ist, machen U7-U11 Teams wirklich keinen Sinn.


    Wäre aber interessant, wie die Kooperation dann am Ende wirklich aussieht. Ob sich die U12 dann zB wirklich überwiegend aus Spielern dieser vier Partnervereine zusammensetzt oder ob man dann stark bei 1860 und Unterhaching wildert.

    Ein Trainerteam zu bilden, indem der Co nicht nur der Hütchenaufsteller ist, sondern eben auch eine eigene qualifizierte Meinung hat und bei der Reflexion der eigenen Wahrnehmung hilft, ist ja schon einiges wert.

    Klar muss der Chef am Ende entscheiden, aber je mehr man versucht bei Aufstellung oä einen Konsenz im Trainerteam zu finden, desto objektiver wird es zB.


    Gerade, wenn man dann selbst merkt, dass man Spieler x womöglich zu negativ wahrnimmt und dementsprechend im Training ihm gegenüber agiert, ist es sinnvoll dieses Im Trainerteam anzusprechen, so dass der Co dann für ein Gleichgewicht der (positiven) Aufmerksamkeit sorgt.

    Je klarer aber die Rollenverteilung nach außen hin (also zur Mannschaft) vermittelt wird, desto schwerer ist das umsetztbar, weil die Worte des Cos bei der Mannschaft weniger Gewicht haben.



    Ich jedenfalls habe immer nur mit Trainern ein Trainerteam gebildet, wo das eben passt. Irgendeinen mit vom Verein an die Weite setzten zu lassen, habe ich immer abgelehnt.

    Ballaufpumper : ich gehe davon aus, dass wenn alle Profivereine erst ab U10 anbieten, dass dann solche Fälle zur Normalität werden, weil irgendwo müssen sie ja ihre Spieler her bekommen. Und ob das für Quelle dramatisch ist, kann ich nicht beurteilen? 13 Spieler sind 13 Mitgliedsbeiträge - werden Ablösen gezahlt, ist es nicht dramatisch. 5x 2005er ist eine halbe Mannschaft - von der Anzahl wahrscheinlich für Quelle nicht dramatisch, aber von der Qualität dann vielleicht doch.

    Es ist ja nicht unwahrscheinlich, dass ein erheblicher Teil dieser Spieler auch nicht bei Quelle Fürth angefangen hat zu kicken, sondern dass diese Spieler schon zu Quelle gekommen sind, weil deren Teams überdurchschnittlich talentierte Kings im Kader haben.


    Edit:

    Überflüssiges Posting von mir, da das andere schon vor mir angemerkt haben. Ich hätte mal zuerst alle Posts lesen sollen.

    Viele Vereine und viele Trainer interessieren sich für Verbandsregeln in erster Linie nur dann, wenn sie einen Vorteil davon haben. Ansonsten werden die Regeln gerne umgangen bzw. nicht beachtet. In eurem Fall geht es ja noch, weil Eltern kontaktiert wurden. Oft ist es an der Tagesordnung, dass die Kinder direkt kontaktiert werden. Ich würde mein Kind nicht zu so einem Trainer schicken, der augenscheinlich Regeln (und wenn es nur Fairplay oder Anstandsregeln sind) umgeht. Für mich gehören diese Trainer gesperrt und Vereine sollten Punktabzug bekommen. Der Profi-Fußball ist schon so korrupt und kaputt. Wenn wir hier kein STOPP! setzen und den handelnden Personen aufzeigen, dass sie sich vorbildlicher verhalten sollten, dann zerstören wir auch den Jugendfussball.

    Wirklich nach Fahrplan zu gehen, also den Trainer zu informieren und abzuwarten, bis dieser seinen Spieler von der Anfrage eines anderen Vereins erzählt, hat leider oft zur Folge, dass dieser Trainer “seinen” Spieler mit moralischen Druck belegt.

    Das ist alles andere als der richtige Weg im Sinne des Kindes.



    Recht hast du, dass man Kinder nicht direkt ansprechen sollte, sondern die Eltern anspricht.

    Warum ist das gegen die Regeln? Ich kenne keine offizielle Regel, die dies aussagt.


    Man kann höchstens sagen, dass dies die fairste Art und Weise wäre. Macht nur kaum einer, es würde ansonsten wohl auch kaum noch Wechsel geben. Nahezu kein Verein gibt die Daten von Spielern weiter, selbst wenn diese sich dramatisch verbessern könnten (aus sportlicher Sicht), Ausnahme ist wohl höchstens wenn ein NLZ kommt, aber selbst die kontaktieren mittlerweile in aller Regel direkt die Eltern.

    Wir sprechen von informieren, nicht von "um Erlaubnis" bitten.


    Und das muss man eigentlich machen, auch wenn das viele nicht machen und das auch im Streitfall keine wirklichen Folgen hat.


    Oft läuft dieses Informieren aber auch per mail ab, bewusst auch im Paket (alle Spieler verschiedener Jährgänge in einer Mail), die so versendet wird, dass man zuerst mit dem Spieler/Eltern Kontakt aufnimmt, bevor die Mail von der richtigen Person gelesen, die Infos an den passenden Trainer weitergegeben wurden und der aktuelle Trainer mit den Eltern/Spieler spricht.

    Ganz offenbar seid ihr bzw. ist dein Sohn nicht abgeneigt, diesen Termin wahrzunehmen. Euch geht es ja nur um einen guten, offenen und ehrlichen Weg.


    Warum fragst du den Regionaligisten nicht, ob er den Verein informiert hat bzw. bittet ihn dieses zu tun. Überhaupt stellst du die Fragen bzw. fomulierst deine Gedanken an den Regionalligatrainer.

    Ich halte es auch für eine gewagte These zu behaupten, dass das Training komplett ohne Kontakt durchgängig genauso viel Spaß macht.


    So ein Technikwettspiel im 1gg1 mit Lattenschießen, Eckeneindrehen, Jonglieren, Fussballtennis, Flugball über ein Tor gegen den Fangzaun ins Tor, etc. ist mal durchaus sehr Spaßbringend, selbst gänzlich ohne Station mit Kontakt. Auch ein reines Torschußtraining in Wettkampfform wie Torschuß gg Passspiel/Dribbling macht mal riesig Spaß genauso, wie Fussballbiatlon oä.


    Aber erstens ersetzt es dauerhaft keine Spielformen und zweitens machen andere kontaktlose Formen, wie reine Passübungen oder Dribblingparcoure eben Lange nicht so einen Spaß, wie Spielformen mit selben Schwerpunkt.




    eventuell ist es bei einigen so, dass im normalen Training zu wenig Kontakte für den einzelnen sind, zu wenig Kleingruppen, etc.

    Dann ist der Umstand der Kleingruppen und der deutlich erhöhten Ballaktionen natürlich ein Fortschritt.


    Wer grundsätzlich viel in Kleingruppen und überwiegend in Spielformen trainiert, der hat aktuell nicht den selben Spaß, denke ich. Jedenfalls nicht nach einigen Wochen.

    Letztendlich musst du dich nicht rechtfertigen.


    Es ist aber suboptimal bei euch abgelaufen und ich denke ihr solltet da zukünftig vorausschauender und kooperativer agieren.


    Und das nicht nur weil du Koordinator bist, schon aus Eigeninteresse interessiert mich wie gesagt Die Planung der Nachbarjahrgänge.

    Ich will meinen Spielern viel Spielzeit geben, mag deshalb kleine Kader. Dafür muss ich aber wissen, wie es über und unter mir aussieht.

    Wenn ich nachher stetig nach oben Spieler abgehen muss, aber unter mir der Kader auch dünn besetzt ist, dann muss ich anders planen, als wenn die beiden Kader rappelvoll sind.

    Ja, dieses Vakuum ist mir auch dann aufgefallen und das ist bei uns tatsächlich nie formuliert worden. Bei uns sind grundsätzlich die Trainer für ihre Mannschaften verantwortlich (bzw. bei Trainerwechseln die Trainer für die kommende Saison). Um sicher zu gehen, ob die entsprechenden Trainer das auch wissen, hab ich gestern mal nachgehorcht. Beide betroffenen Trainerteams haben mir gesagt, dass sie wüssten, dass sie dafür verantwortlich sind, aber das einfach auf die lange Bank geschoben haben. Sehr schade.

    Tut mir leid, aber aus der Verantwortung kannst du dich mM nach nicht völlig rausziehen, wenn du der Koordinator bist und das erst im Juni erstmalig ansprichst.

    Als Koordinator bist du für alle Mannschaften mitverantwortlich, eben nicht nur für deine. Und wenn es nur ist, den betreffenden Trainern in den "Arsch zu treten". Besser wäre natürlich, da ganze frühzeitig konstuktiv und gemeinsam anzugehen.


    edit:

    Eine Absprache hat bei euch ja scheinbar gar nicht stattgefunden, denn man hätte ja auch deinen Kader größer machen können, wenn man da leichter Spieler bekommt und so situativ besser aushelfen kann.


    Ich zB habe gerne kleine Kader. Geht aber nur, wenn die Nachbarjahrgänge große Kader haben. Das bedeutet, meine Kadergröße richtet sich auch nach deren Größe, weshalb ich da zeitnah in Kontakt kommen muss mit den betreffenden Trainern und dem Jugendkoordinator.

    Wenn die Trainer für die Spielerakquiese zuständig sind, bekommen die dann auch ein vernünftiges Honorar?


    Und was genau ist die Aufgabe des Jugendkoordinators und des Jugendleiters?



    Ist ja nun wirklich keine einfache Aufgabe, gerade in dem Alter U15-U17 Spieler zu einem Verein hinzuzuholen, wenn da nur eine halbe Mannschaft die Basis ist. Und wir haben auch schon bald den 30.6. und dazu noch Coronaeinschränkungen! Das Problem muss doch schon seit Monaten offensichtlich gewesen sein, oder?

    Ich glaube kaum, dass man es oberhalb der U14 wirklich so hinbekommen kann, dass man kaum Spieler verliert.

    Das mag in einer ländlichen Region noch gehen, wo der Verein ja auch beste Anlaufstelle für soziale Kontakte und Freizeitgestaltung ist. Aus Mangel an anderen Alternativen. Da sind ja auch bei den Herren in der Kreisliga einige Zuschauer.

    Gehst du nach Berlin, Hamburg oder Köln, dann guckt in der Kreisliga nur die Familie einiger Spieler zu.


    Das Freizeitangebot ist - auch losgelöst von den sozialen Medien/Computer - eben wesentlich vielschichtiger, als früher.


    Und wenn sich die Freunde am Freitag Abend oder Samstag zu Grillen, Party, Schwimmen, Disco, Minigolf, Escaperoom, Longboard/etc., Streetball, Beachvolleyball, etc. treffen, der Treffpunkt eben nicht mehr der Fussballplatz (wie früher oder im Dorf) ist, dann fallen viele durchs Raster.


    Die Schule ist heutzutage ja auch überwiegend deutlich länger - ich war mittags zuhause, spätestens nach der 7. Stunde um 14.15h Schluß - so dass die Zeit für Freizeit ja eh kürzer ist. Da dann eine 3-4 mal wöchentlichen zusätzlichen Verpflichtung nachzukommen, so dass man den Großteil der gesamten Woche mit Schule/Arbeit und Fussball mit Verpflichtungen voll hat, das wollen sich viele ab der C-Jugend nicht mehr antun.


    Wäre ich nicht doch ziemlich talentiert als Jugendspieler gewesen, hätte ich wahrscheinlich auch in der C-Jugend oder B-Jugend keine Lust auf 3 mal Training (inklusive Freitag) und Spiel am Sonntag gehabt. Freitag nachmittag/abends haben sich meine Freunde/etc. alle getroffen - im Grünen, am See, etc. - und ich konnte dann maximal mal später nachkommen.

    @ grätsche


    Diese offene Talentsichtung machen viele NLZs.

    Das ist ja auch Marketing. Vor allem Marketing.


    Ich habe diverse solcher jährlichen Talentsichtungen mitgemacht, da sind selten Spieler dabei, die ausreichend Talent für eine NLZ-Mannschaft haben. Es geht um Kinder, die so nah wohnen, dass sie nicht ins Internat müssen. Der gesamte Osten ist da für die U11 kein Faktor, auch wenn er beobachtet wird.

    Auf gar keinen Fall reicht diese Takentsichtung, um ein ganzes Team zu bilden.


    Versteh mich nicht falsch, da sind nicht nur unsportliche Kinder, aber - wie hier ja auch gefordert wird- macht es ja keinen Sinn und ist auch nicht das Ziel, schnell und einfach Mannschaften zu füllen, mit Spielern die man (fast) alle ein Jahr später wieder austauscht. Es reicht nicht überdurchschnittlich zu sein.

    Und dafür reicht das fussballspielende und sich in diesem Alter befindliche Einzugsgebiet bei Leipzig nicht aus. Nicht, wenn man in der Liga von Hertha, dem BVB, Leverkusen und co. agieren will.




    Zu dem Knowhow/Trainerausbildung bei kleineren Vereinen:

    Das klappt in Ballungsgebieten leider oft nicht so gut. Und das liegt nicht an den NLZs, die das schon versucht haben.

    Die "großen" Amateurvereine und/oder deren U9-U13 Trainer verfolgen da oft ihre eigenen Interessen. Teilweise sind deren Mannschaften ja sogar VereinimVerein.

    Die haben eine gute Mannschaft und sind darauf fokussiert dieses Team bis zur U13 und zur Landesmeisterschaft zu bringen. Die nehmen alle Vorteile, die die Kooperation mit NLZ bringt gerne an, aber wenn mal ein Spieler aus ihrem Team zum Probetraining oder gar per Gastspielgenehmigung zum NLZ kommen soll, dann wird extrem dagegen gearbeitet.


    Kooperation ist immer ein wechselseitiges Ding.

    Klingt immer so einfach. Aber gerade dort, wo in Ballungsgebieten viele - sich selbst auf Augenhöhe mit den NLZs sehende - Mannschaften/Vereine zugegen sind, ist das nicht so einfach.

    Ich glaube in weniger besiedelten Gebieten, wie bei Freiburg geht das einfacher.


    Mit den ganz kleinen Vereinen, klappt das dagegen super. Die Vereine, die ihre guten Spieler permanent an die besseren Amateurvereine verlieren - denn diese grasen zwischen U9 und U13 alles ab, da ist die Selektion/Fluktuation größer als in NLZs - geben ihre Spieler lieber in ein NLZ. Die kooperieren mit Gastspielgenehmigungen, etc. Die wessen eh, dass sie diese Spieler verlieren, sogar verlieren müssen, weil sie nicht die Trainingsgruppe bieten können, die dieses Talent benötigt. Die freuen sich dann für die Spieler.




    Thema Viele Wechsel in jungen Jahren/Elternehrgeiz


    Da bin ich voll bei dir. Gerade in Ballungsgebieten wechseln Spieler teilweise häufig, schon wenn der Trainer den Sohn nicht im zentralen Mittelfeld spielen lässt oder ab und an mal auswechselt.

    Es gibt zu viele ähnlich starke Vereine in erreichbarem Gebiet, so dass das nicht selten vorkommt.


    Ich verstehe da aber die aufnehmenden Vereine/Trainer nicht. Wenn jemand in der U12 schon drei Wechsel hatte, dann sind wahrscheinlich die Eltern schwierig und das Kind eh bald wieder weg. Den hole ich gar nicht.

    Maximal, wenn er sich stetig "verbessert" hat. Von absoluten Dorfverein, der kaum den Jahrgang voll bekommt an der eigenen Haustür, zum nächst größeren Verein und dann zu einem Verein, der dann einen wirklich guten Jahrgang hat.

    Wer aber zwischen vergleichbaren Vereinen hin und her wechselt, den will ich in meinen Team nicht haben.

    Den hole ich mir auch nicht in mein NLZ Team.

    Kannst du die Studie mal benennen/verlinken - sonst finde ich den Verweis ziemlich fragwürdig in einem Diskurs.


    Ich kenne mich seit 20 Jahren aus erster Hand im Nachwuchsfussball der NLZs aus. Und ich habe auch Spieler deselektiert. Und da haben nicht mal annähernd 40% den Sport verlassen, nachdem ich ihnen sagen musste, dass es für mein NLZ nicht mehr reicht.

    Die allermeisten Spieler sind danach eine Niveauebene tiefer gegangen, anderes NLZ oder großer Amateurverein. Nahezu alle haben dann dort gespielt, bis es dort nicht mehr gereicht hat.


    Dazu ist ja die Frage, wann sie mit dem Sport aufgehört haben. Direkt nach der Deselektion? Innerhalb der ersetn 3 Jahre nach Deselektion? Überhaupt, also irgendwann zwischen U10 und Ü60?



    Das ist so pauschal, obwohl du maximal einen Verein (eine Mannschaft)als Refenrenz hast.

    Ich vermute ein NLZ, wie Hoffenheim; Leipzig oder Wolfsburg (wobei, die erst ab U15 deutlich austauschen), deren Einzugsgebiet klein ist.

    Da hast du auch recht, die haben eigentlich nicht genug Talent, um U10-U13 Teams aufzustellen. Jedenfalls nicht in der Breite, so dass ab U14/U15 zwar schon auch ausgesiebt und verstärkt wird, aber nicht so extrem.


    Aber trotzdem ist es vermessen zu behaupten, dass dort schlecht ausgebildet wird bzw. schlechter, als im Stadt- oder Dorfverein. (Hier findet auch Selektion statt, teilweise extreme, bei den "besseren Amateur-Stadtteams zB., aber auch einfach bei Vereinen, die eine dritte oder vierte Mannschaft haben. Außerdem spielen oft die Ersatzspieler quasi keine Minute).

    Finde deswegen das schwarz-weiß Bild, was bezüglich Selektion gezeichnet wird nicht gut. (wie eigentlich jedes Schwarz-weiß Denken, egal in welchem Thema.)



    Ich könnte jetzt zB behaupten, dass du genau jetzt frustriert bist, als dein Sohn "ausgemustert" wurde. Als er viele Spielanteile hatte, sah das anders aus.

    Keine Ahnung, ob dem so ist, ob das dein Hauptmotiv ist. Aber es fällt auf, dass das oft von den Leuten kommt, wenn man ausgemustert wird oder nicht genommen wird.



    In ein NLZ würde ich allerdings in sehr jungen Jahren auch nicht gehen, wenn die Wegstrecke weit ist. Wenn man <30 min braucht, sieht das anders aus.

    In Ballungsgebieten wechseln in den Jahren U10-U14 deutlich mehr Spieler bei den "großen" Amateurvereinen, als es in BL-NLZ passiert. Man muss mal so einen Kader analysieren, von einem U13-Landesmeister, wie der sich von U10 bis U13 verändert hat. Vereine, wie RW Essen, Wattenscheid 09, TeBe Berlin, Unterhaching, Hertha Zehlendorf, etc.

    ein ballorientiertes verteidigen setzt ein gewisses mass an Verständnis der individualtaktischen Verhaltensweisen voraus. Du hast ja recht. Allein ohne Spielidee und Prinzipien wird es nicht funktionieren

    Du sprichst Individualtaktik an. Sehr guter Punkt.

    Das ist so wichtig und die meisten Spieler sind so rudimentär geschult.

    Dabei finde ich, dass man gerade bei Individualtaktik - selbst bei talentierten Spielern - noch riesige Sprünge machen kann, wenn man dies zum Schwerpunkt macht und gut schulen kann.


    Übernehme ich eine neue Mannschaft ist das immer der große Schwerpunkt. Egal, in welcher Altersklasse ich ein Team übernehme. Das ist erstens absolut basal, für eigentlich alles und zweitens kann man da in wenigen Wochen riesige Verbesserungen erzielen.


    Ich würde da ansetzten, bevor ich mir differenzierte Gedanken um Mannschafttaktik mache.

    In vielen 1gg1 Übungen kann man das auch super schulen und hat dazu eine sehr hohe Intensität.

    Richtig, als 8'er bezeichne ich die Spieler RM und LM. Da bin ich begrifflich wohl nicht konkret gewesen, dass sind bei mir keine zentral orientierten Spieler.


    Nicht ganz glücklich bin ich vor allem Dingen mit der 'starren' Abwehr (ein IV der immer absichert und zwei AV die immer an den Gegner gehen). Aber vermutlich werde ich das zu Saisonbeginn so weiter verfolgen in der Hoffnung, schneller in sicheren Tabellenregionen zu sein.

    Also eigentlich spielst du ein 3-5-2 mit zentralen, freiem Mann hinten, also Libero (Ausputzer), falls ich das richtig verstehe.


    Wie verteidigt ihr, wenn der Gegner mit 3 Stürmern spielt?

    Nimmt der zentrale Abwehrspieler dann einen Gegner auf oder bleibt er frei und ein 6er muss den aufnehmen?


    So oder so, klingt das für mich gegen den Ball schon sehr mannorierntiert, eher nicht ballorientiert.


    Wenn es um Taktik geht, ist vor jeder Formation eben erstmal dieses zu klären, ob man gegen den Ball eben ballorientiert verteidigt.

    Dann, wie genau man das bewerkstelligen will, was dann die Formation gegen den Ball quasi festlegt.



    Ballorientiert zu verteidigen hat so viele Vorteile, dass ich diese jetzt nicht alle aufzählen will. Und ich denke, dass man das auch in unteren Ligen und mit wenig talentierten Spielern umsetzten kann. Jedenfalls ausreichend gut, dass es einen Mehrwert hat.

    Wenn die Mannschaft - egal in welchem System - ballorientiert als gesamtes Team verteidigt, dann sind die Wege für die Außen auch nicht zwangsläufig so riesig, wie du es beschreibst. Dazu müssen aber eben die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen stimmen, also hat der Gegner den Ball sind dein vorderster Spieler und dein letzter Mann nur ca. 20-25 auseinander. Genauso, wie der LM nicht an der Seitenlinie verweilt, wenn der Gegner über die andere Seite angreift. Er rückt bis zur Mitte ein, wenn der Ball ganz außen ist.

    mal losgelöst davon, was dann am Ende der tatsächliche festgelegte Betrag ist, würde ich das mit dem aufnehmenden Verein mal diskutieren.

    Je nachdem, wie “grün” sich die Vereine sind, treffen diese eigeneVereinbarungen. Oft wechseln ja Spieler in beide Richtungen und die Vereine sprechen dann Uber das Gesamtpaket.

    Manchmal ist aber ein Verein auf einen speziellen auch ganz schlecht zu sprechen, und fordert dann zunächst den Maximalbetrag.

    Weiß denn der abgebeneVerein, wo es für deine Tochter hingehen soll?