Bringt es etwas, schwache Neulinge aufnehmen?

  • Wir nehmen immer höchstens 4 Auswechselspieler mit, d.h. 13 Kinder werden für die Spiele nominiert. Für jedes Spiel gibt es mindestens 1 Absage, manchmal auch 2.

    Unter den Voraussetzungen können auch kleine Kader funktionieren. Ich habe in meiner D-Jugend, die ich jetzt nächste Woche abgebe, auch einen Kader von 14 Spielern gehabt. Zu allen Spielen waren mind. 2 bis zur Frist in der App abgemeldet und dann kamen noch welche hinzu, die sich am Spieltag meldeten. Das Problem ist dann eben, dass du auch auf die unzuverlässigen Eltern / Spieler angewiesen bist, was zumindest mir schon den Spaß daran genommen hat. In den Situationen hätte ich mir schon einen größeren Kader (oder eine zuverlässigere Mannschaft) gewünscht.

  • let1612

    Diese Gedanken und Ideen werden sich schon in den meisten Vereinen die Jugendleiter gemacht haben. Sind auch durchaus gute dabei und klingen schön.
    Aber einige sind schwer zu realisieren.

    Kann mir schwer einen G-Jugend Trainer vorstellen der freiwillig auf eine zweite Einheit verzichtet um dafür eine E-Jugend mit ihm fremden Kindern zu trainieren.
    Und ja, es gibt in allen Vereinen die ich kenne kein Verein der draußen dauerhaft nur einmal die Woche trainiert.
    Das mit den Einbinden von Jugendlichen ist eine hervorragende Idee, sollte jeder Verein versuchen.

    Mit Zusätzlichen Eltern einsetzen die die überzähligen Spieler bei ihren Spielen dann
    betreuen wäre ich vorsichtig.

    Meist sind dann dort die eher unzuverlässigen Spieler und dann ist da nur ein Elternteil das sonst nichts mit Kinderfussball am Hut hat.
    Wurde auch schon probiert bei manchen Verein, ging aber nicht lange gut.
    Man kann das zwar „Armutszeugnis“ für einen Jugendleiter nennen wenn letztlich der Vatertrainer selbst bestimmt wie groß sein Kader ist. Aber letztlich muss der ja auch verantworten wie er sinnvolles Training anbieten kann.
    Sich darüber hinwegsetzten vergrault letztlich auch noch die wenigen die dazu bereit sind ihre Freizeit meist unentgeltlich für größtenteils nicht die eigenen Kinder bereit zu stellen, möchte nicht sagen opfern...

    Und ja, es gibt nicht immer jemanden der dann einspringt.

  • Auf die Frage "Bringt es etwas, schwache Neulinge aufzunehmen?" kann vielleicht meine eigene Geschichte zum Nachdenken anregen. Ich habe erst mit 12/13 angefangen Fußball zu spielen, als die anderen Jungs damals alle aufs Großfeld gewechselt sind. Ich bin sicher kein Profi geworden, aber freue mich jetzt als 40Jähriger jede Woche auf meinen Freizeitkick am Montagabend bei dem ich gut mithalten kann. Außerdem trainiere ich eine E-Jugend mit 30 Kindern und habe hier im Fußballkreis bei der Etablierung der neuen Spielformen geholfen.


    Hätte ich das alles gemacht, wenn man mich damals abgelehnt hätte und ich nie das Vereinsleben kennengelernt hätte?