Probleme mit den Betreuer, der sich alles an sich nimmt.

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  • Hallo,

    ich weiß nicht ob es vielleicht ein paar kennen, aber ich schildere meine Geschichte einfach mal.


    Ich habe seit August dieses Jahres eine Jugendmannschaft als Trainer übernommen. Da ich schon immer Trainer machen wollte, hat es sich angeboten.

    Nebenbei habe ich nun auch den Trainerschein C-Lizenz angefangen und das Basiswissen abgeschlossen, sowie weitere nützliche Seminare von Fussballverband.


    Ich habe mir zwei Co-Trainer angeschafft (Väter von den Kidz), die sehr große Lust darauf hatten.

    Die ersten paar Wochen hat gut geklappt mit einandern.


    Doch leider nun mehr ich als Trainer, dass es nicht mehr so ist wie davor.

    Teilweise werden meine Entscheidungen oder Meinungen von den Co-Trainer nicht angenommen.


    Wobei ich offen bin und Entscheidungen immer mit allen treffe.


    Nun das große Problem aber ist der eine Co-Trainer.

    Er reizt sich langsam alle unter dem Nagel.

    Ich bin dankbar für seine Motivation und Freizeit die er für die Mannschaft investiert.


    Wie Sponsoring absprachen und Trikots Kontrolle.

    Leider nimm er immer mehr auf.


    - Will man den Eltern was sagen in der Gruppe, wird schon ein großer Text geschrieben vom Ihm.

    - Trainingseinheiten von DFB-Seite, werden nicht angenommen, die wären zu schwer.

    - Trainingszeiten sind auf einmal zu früh und 90min wären zu lange.

    - Er möchte das es zwei gleichberechtige Trainer gibt, aber er ist nur Betreuer.


    usw.

    Hab so langsam, das Gefühl das meine Entscheidungen oder Meinungen nicht mehr angenommen werden.

    Egal ob es Trainingseinheiten sind oder die Einteilung der Spieler.


    Dazu sagt er ganz groß er ist nur der Betreuer.

    Aber dabei habe ich das Gefühl er will die Kontrolle über alles aber rechtlich keine Kontrolle besitzen.


    Wir haben nun gesagt das wir drei uns aller zusammen setzen und das alles mal diskutieren (Also seine Punkte die er uns aufgeschrieben hat, die wir ändern müssen)

    Hatte mir überleg, eine feste Liste zu erstellen, wer für was die Aufgaben übernimmt.


    Hab ihr da Ideen.


    Wie soll ich mit Ihm umgehen?


    Vielen Dank Euch

  • Die Liste mit den Verantwortlichkeiten ist schonmal gut.

    Eine Frage zu eurer Situation. Ist ein großer Altersunterschied zwischen dir und deinem Co-Trainer? Oftmals reißen sich Ältere Dinge an sich, da sie denken, dass die "Jungen" es nicht können. Da muss man gegensteuern und die klare Ansage machen, dass du der Chef bist. Mache sowas im Gespräch klar. Du bist im Lead, weil du am Ende auch die Verantwortung hast. Das kann knallen. Aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

    EIn Tipp für die Zukunft. Such dir deine Co-Trainer vor der Saison aus bzw. lass dir eine Liste mit möglichen Co-Trainern geben. Ihr müsst menschlich zusammenpassen und es ist sehr hilfrich wenn man das vor der Saison abgecheckt hat.

  • Mir scheint es, als hättet ihr einen weiteren ehrgeizigen Trainer für euren Verein gefunden! Ich würde das nicht abwürgen, sondern einfach eine andere Mannschaft geben oder selbst eine andere Mannschaft trainieren (ab Rückrunde oder nächste Saison). Ist ja kein Problem!


    Für diese Saison musst du, wie Larius schon geschrieben hat, klar machen, wer der verantwortliche Trainer ist. Das ist eine Führungsaufgabe.

  • Bei deinem Text schrillen bei mir alle Alarmglocken.


    Auch ich habe als sehr unerfahrener Papatrainer einen zweiten Vater als Co mit dazu genommen.

    Im direkten Gespräch wurde mir immer wieder gesagt, ich sei ja der Chef. Die Taten hinter meinem Rücken, aber teilweise auch sehr offen, sprachen jedoch eine ganz andere Sprache.

    Während mein Fokus auf der Trainingsarbeit und den Kindern lag, die Kommunikation mit den Eltern war/ist sicher nicht meine Stärke, umgarnte er noch jede noch so entfernte Tante.


    Plötzlich machte er ohne Absprache Freubdschaftsspiele aus etc. Immer wieder wurde ich als erfolgsbesessen jbd übermäßig ehrgeizig hingestellt, während ich sicher ab und an frustriert war aber das aber weniger am Ergebnis lag.

    In direkten Konflikten wurde mir gesagt, ich möge die Sache mal lockerer sehen usw.


    Im Verein habe ich mehrfach darauf hingewiesen was da läuft - es wurde einfach abgetan.


    Am Ende konnten wir Gott sei Dank die Mannschaft trennen und plötzlich bestand eine unglaubliche Konkurrenz zwischen unseren Mannschaften. Meine Spieler wurden schlecht geredet, er generierte sich als Erfolgstrainer einer G-Jugend usw.


    Aus all dieser Erfahrung kann ich dir nur raten, schnell die Reißleine zu ziehen und auch ganz deutlich zu kommunizieren warum. Wenn du Pech hast, bist du bereits zu untergraben und verlierst dein Team aber in dieser Konstellation wirst du ganz sicher nie glücklich.


    Ich habe seine Versuche damals als extrem plump wahrgenommen und erst sehr viel später verstanden, das hier daran gearbeitet wurde Eltern und Kinder gegen mich zu wenden. Mit etwas mehr Geschick und Intelligenz wäre es ihm vermutlich sogar geglückt. Also mein Appell - reagiere jetzt!

  • Eine Liste mit festgelegten Aufgaben finde ich auf jeden Fall gut. Wie die Beispiele der anderen zeigen, ist es wichtig, solche Konflikte früh zu erkennen und beiseite zu legen, bevor derjenige zu viel Kontrolle bekommt.


    Bei Gelegenheit such am besten auch das Gespräch mit den anderen Eltern. Damit meine ich natürlich nicht, sie in den Konflikt mit einzubeziehen, sondern dich als Trainer zu präsentieren und dich zugänglich zu zeigen. Denn wenn eine Mutter oder ein Vater Fragen hat, wendet er oder sie sich wahrscheinlich eher an den, den er besser kennt. In dem Fall wohl leider den betreuenden Vater. Wenn du bei den Spielen mit den Eltern sprichst und sie dich kennen lernen, dann wissen sie, dass sie mit ihren Fragen genauso zu dir kommen können. So steht der Betreuer nicht so sehr im Vordergrund.


    Bevor ein solches Machtspiel daraus wird, hoffe ich aber, dass deine Idee mit der Aufagbenliste Erfolg hat!

  • Der letzte Beitrag ist zwar schon ein bisschen her, aber ich selbst war auch in dieser Situation.

    Ich habe mir vor der Saison einen Co-Trainer angeschafft, weil ich jetzt in der E-Jugend einige Dinge detaillierter trainieren möchte und dazu ist ein Co-Trainer sehr hilfreich, weil man da die Aufgaben besser verteilen kann.


    Das "eigentliche Problem" war, dass der Trainer schon seit 20 Jahren Trainer in verschiedenen Vereinen war und ich erst seit 3 Jahren (Altersunterschied 15-20 Jahre). Die Mannschaft habe ich auch seit 3 Jahren und alles lief bestens. Der Co-Trainer ist/war extrem ergebnisorientiert, während ich eher auf die Ausbildung der Kinder aus bin. Anfangs hat es geknallt, da wir stets anderer Meinung waren. Das habe ich mir 1-2 Wochen angeguckt und dann Klartext geredet. Entweder er passt sich meinem Ausbildungsschema an oder er geht. Er hat sich versucht schönzureden, aber mittlerweile ergänzt sich das ganz gut. Er ist mehr in meine Schiene gerückt und wir ergänzen uns mittlerweile ganz gut. Die Eltern kommen auch mittlerweile aus mit ihm. Anfangs konnten sie ihn nicht leiden. Auch die Kinder verstehen ihn nun besser.


    Manchmal reicht ein kritisches Gespräch aus. Entweder er geht oder er passt sich an und bleibt.

  • tja soeiner bin ich ab und an das ich mich dabei erwische. Vielleicht ist ihm das gar nicht bewußt ?