Vom Kleinfeldtrainer zum Großfeldtrainer

  • Guten Morgen,


    ich möchte gerne eine Großfeldmannschaft trainieren und habe dazu bestimmte Vorstellungen.

    Jetzt beobachte ich schon länger unsere aktuellen Großfeldmannschaften und als JL habe ich auch Einblick in die verschiedenen Trainingsbeteiligungen der Mannschaften (C,B und A-Jugend).


    Daraus ergeben sich für mich folgende Probleme, die ich gerne am Beispiel Kondition/Ausdauer beschreiben möchte.


    Ich kenne eine Vorbereitungsphase auf eine Saison so, dass man hier den Grundstock im Ausdauerbereich legt.


    Die Trainingsbeteiligung ist in den Ferien immer extrem schwach, unter 50%. Feststellung aus den letzten drei Jahren.

    Für einen Kleinfeldtrainer wie mich, der immer eine Trainingsbeteiligung von 80%+X kennt, schwer vorstellbar....

    Da sich die Spieler auch abwechseln mit der Anwesenheit, habe ich keine Lösung wie wir für alle Kondition trainieren wollen oder sollen?


    Des Weiteren wird immer davon gesprochen Kondition spielerisch zu trainieren.

    Meine Beobachtung der Trainingseinheiten hat folgendes ergeben.

    Übungseinheiten mit spielerischen Elementen werden von den konditionell eher Starken gut angenommen.

    Die konditionell schwachen Spieler finden Wege und Möglichkeiten die Übungen mit möglichst wenig Aufwand zu bewältigen.

    Es wurden verschiedene Provokationsregeln eingebaut, aber auch das war nicht des Rätsels Lösung.

    Meine Schlußfolgerung, nur spielerisch wird nicht funktionieren.


    Wir haben bestimmte Jahrgänge die wirklich sehr lernfreudig sind und alles aufnehmen.

    Es gibt aber auch Jahrgänge, die finden das überhaupt nicht toll und ist der Schwerpunkt zu stark auf Kondition gelegt, dann glänzen Sie einfach mit Abwesenheit.


    Versuche mit Laufapps wurden auch schon gemacht, aber auch das wurde nur bedingt angenommen.

    Ich denke die Eigenverantwortung ist für einen C-Jugendspieler zu hoch.


    Ich kenne aus Leistungsvereinen, dass Spieler nicht in Urlaub fahren, um nicht aus dem Kader zu fallen.

    Bei uns im Breitensport natürlich undenkbar.


    Man hat ja immer bestimmte Vorstellungen, wenn man etwas Neues macht.

    Jetzt frage ich mich, nachdem ich meine eigenen Zeilen nochmal gelesen habe, passt meine Erwartungshaltung zu dem was die Spieler geben wollen?

    Während der Saison haben wir immer eine Beteiligung von ca. 60%.

    Mein Ziel wären 70% + X, aber warum sollte das eintreten?

    Was kann ich anders machen um das erreichen?


    Was habt Ihr für Erfahrungen im Großfeldbereich gemacht, es wäre schön wenn Ihr mir ein paar Erfahrungen mitteilt.

  • Letzte Saison mein aktuelles Team (Jahrgang 2005) im ersten Jahr Großfeld übernommen. Trainingsbeteiligung lag am Saisonende unbereinigt bei 81%. Wenn ich Verletzungen und Krankheiten rausgerechnet hätte, also noch deutlich höher.


    Ich trainiere die fußballspezifische Kondition zu 95% über Spielformen (von 9vs9 Varianten über 4vs4 bis 1vs1 Auf- und Abstieg). Es gibt so viele tolle Möglichkeiten, die Kondition der Spieler auf diese Weise "nebenbei" zu trainieren und gleichzeitig bessere Fußballer aus ihnen zu machen. Für Laufen etc. wäre mir meine Zeit zu schade. Außerdem erreichst du so, dass die Spieler gerne zum Training kommen und höher motiviert sind, die Trainingsbeteiligung steigt und somit letztlich auch die Fitness deiner Spieler.


    Ach so zur Einordnung: wir spielen Landesliga (bei uns zweithöchste Spielklasse auf Verbandsebene) und haben insgesamt 19 Spieler im Kader. Wir trainieren in der Vorbereitung drei Mal/Woche, später dann zwei Mal wöchentlich plus eine dritte freiwillige Einheit. Ich würde uns zum leistungsorientierten Breitensport zählen.


    Grüße


    José

  • Ich stehe vor der ähnlichen Aufgabenstellung wie hoeness2 da ich die C Jugend dieses Jahr auch noch mache.

    Wie José-Mourinho trainiere ich die Ausdauer ausschließlich fußballspezifisch, d.h. in intensiven Spielformen.

    Das Problem, das sich hier manche -verstecken- ist mir aber ebenso geläufig.

    Es ist den meisten Jungs aber vollkommen klar, das Sie über Intensität eine Ausdauergrundlage schaffen. Einige sind

    Ausdauerläufe gewohnt bisher, und nehmen das deswegen mehr als gut an.

    Ob das so bleibt, bleibt abzuwarten. Wenn ich ein intensives Spiel mit -hohem- Anlaufen möchte, brauche ich eben eine gute Ausdauer,

    haben die Jungs im ersten Testsspiel gemerkt, da war dann nach 30 Minuten bei den ersten die -luft- komplett raus.

    Die Akzeptanz ist jedenfalls da. Ein paar gibt es immer, die sich verstecken oder vermeidungsstrategien entwickeln.

    Die habe ich aber auch bei Ausdauereinheiten, denn dann hätten diese Kandidaten eben eine Zerrung, oder eine blase unter dem Fuß, oder was auch immer.

    Einfachste Regel für mich ist, ohne das es jemand -merkt- bei vielen Spielformen nur flache Bälle zu erlauben, je nach Aufbau

    ist da ein Freilaufverhalten absolut nötig, sonst geht man unter. Genau so defensiv - anzulaufen und die Passwege zuzustellen

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Man hat ja immer bestimmte Vorstellungen, wenn man etwas Neues macht.

    Jetzt frage ich mich, nachdem ich meine eigenen Zeilen nochmal gelesen habe, passt meine Erwartungshaltung zu dem was die Spieler geben wollen?

    Während der Saison haben wir immer eine Beteiligung von ca. 60%.

    Mein Ziel wären 70% + X, aber warum sollte das eintreten?

    Was kann ich anders machen um das erreichen?

    Wie sind denn Deine Rahmenbedingungen?
    Spielklasse, Kadergröße, Anzahl der Mannschaften in der Altersgruppe, Art der Kaderzusammenstellung etc...

  • Also ich glaube, ich würde die Spieler in den Prozess involvieren und das nach dem Paretoprinzip aufdröseln

    Das Paretoprizip, so wie ich es gelernt habe, hat 4 Schritte:



    1. Ziel definieren.

    Was wollen wir überhaupt erreichen?
    Das kann ja alles mögliche sein: Aufstieg, konterstark spielen, neue Spieler integrieren, alle sollen zum Einsatz kommen, what ever.


    2. Analyse:

    was unterstützt uns dabei (Pluspunkte) und was hindert uns (Minuspunkte)?

    Dazu sammelt man dann per Brainstorming alle möglichen Gedankengänge der Jungs/Trainer.

    Üblicherweise werden mehr Minuspunkte aufgeführt werden, aber das ist nicht schlimm.


    3. Clustern

    Sind alle Punkte genannt, überlegt man gemeinsam welche die 2-3 wichtigsten Plus- und Minus-Punkte sind. (auf keinen Fall alle Punkte bearbeiten, nur die drei wichtigsten, sonst verzettelt man sich total)


    4. Handlungsoptionen

    zu den wichtigsten identifizierten Punkten überlegt man, wie man sie entweder verstärken oder abschaffen kann.




    Im Grunde kann man das Endergebnis natürlich vorhersagen:

    + Teamgeist

    - Kondition / Trainingsbeteiligung.


    Durch diese systematische Herangehensweise kann man aber die Kids gut ins Boot holen und motivieren. Schließlich sind sie selber drauf gekommen, dass sie in den Übungen intensiver agieren müssen und häufiger zum Training sollten. ;)

  • hoeness2  
    Welche Altersklasse möchtest du denn genau übernehmen? Habe ich das überlesen?
    Zwischen C- und A-Jugend liegt ja nochmal ein Unterschied. Wenn auch auf den ersten Blick marginal...


    Eigentlich sind deine Punkte keine wirklichen Probleme, sondern die Herausforderungen die wir uns als Trainer stellen müssen. ;)


    Wichtig finde ich das man seine eigenen Vorstellungen mit den Gedanken der Spieler abgleicht. Und dann wie Goodie schreibt, gemeinsame Ziele definiert. Ganz einfach gedacht als Beispiel:


    Wollen wir erfolgreich in der Liga mitspielen?

    Ja = Dann muss die Trainingsteilnahme von den Spielern erhöht werden. Gründe, warum Training wichtig ist, musst du dann anführen.

    Nein = Dann muss man sich evtl. mit Mittelmaß zufrieden geben. Das muss vorher gut kommunziert werden. Vor allem ALLE Spieler sollen was dazu sagen. Da gibt es dann manche die sich vielleicht nicht trauen.

    Außerdem ist wichtig das du klar machst warum du deine Ziele hast. Gehst du erfolgshungrig voran und gibst den Spielern das Gefühl das sie das packen können, folgen sie dir. Die Trainingsbeteiligung sollte dann auch kein Problem sein.


    Zur Kondition ist schon alles wichtige erwähnt worden. Aber auch da ist wichtig das mit den Jungs zu besprechen. Es gibt viele die Laufen wollen und andere die es hassen. Auch da musst du dann für alle ein gutes Mittelmaß finden. Mal so und mal so.


    Entscheidend ist, wie du es als Trainer verkaufst...


    Gruß,

    sb

  • Wie sind denn Deine Rahmenbedingungen?
    Spielklasse, Kadergröße, Anzahl der Mannschaften in der Altersgruppe, Art der Kaderzusammenstellung etc...

    Hallo Follkao,

    das wäre unterste Klasse, Kadergröße 20 Spieler, 1 Mannschaft pro Altersgruppe und der Kader ist bunt gemischt.

    Angefangen von ein wirkliches Talent, wenn er sich denn quälen könnte bis gibt sein Bestes ist aber in seinen Voraussetzungen beschränkt.


    Da die Frage noch kam, eine B-Jugend soll es werden.


    Die Probleme haben wir in unserem Kreis anscheinend nicht alleine.

    Einen Testspielgegner zu finden ist wirklich äußerst schwierig....

  • Wollen wir erfolgreich in der Liga mitspielen?

    Ja = Dann muss die Trainingsteilnahme von den Spielern erhöht werden. Gründe, warum Training wichtig ist, musst du dann anführen.


    Nein = Dann muss man sich evtl. mit Mittelmaß zufrieden geben. Das muss vorher gut kommunziert werden. Vor allem ALLE Spieler sollen was dazu sagen. Da gibt es dann manche die sich vielleicht nicht trauen.

    Generell finde ich eine Gemeinsame -Zielfindung- gut.

    Persönlich formuliere ich gerne Anliegen. Z.b. Wie wollen wir spielen? wie soll unser Fußball aussehen?

    Daraufhin: was brauchen wir dafür.

    Haben wir unser -Anliegen- Heute erreicht, was können wir verbessern?


    Das hört sich jetzt kleinkariert an, macht aber m.e. einen großen Unterschied. Ein erfolgreiches Spiel nach Zielformulierung wird

    über Sieg und Niederlage definiert.

    Ein erfolgreiches Spiel nach -Anliegen- wird über die Mannschaftsleistung, und hier runtergebrochen auf Individualleistung definiert.

    Hier kann auch eine Niederlage durchaus hilfreich sein. Wenn trotzdem fußballerisch so gespielt wurde, wie vereinbart,

    oder es zumindest probiert, dann war es trotzdem -erfolgreich-.

    Man bringt die Spieler mehr zum Hinterfragen- und fördert bei -einigen- Eigenmotivation.

    Das wiederrum wirkt sich auch auf Trainingsleistung aus.


    Zum Beispiel ist hierrüber sehr gut zu erklären, WARUM man eine Spielform mit Schwerpunkt X macht.

    Im letzten Spiel fehlte uns etwas xy, um euer Spiel zu spielen.

    Darum gehen wir in der Trainingseinheit heute darauf ein (ich halte nichts vom Problemorientierten Training, das Besipiel soll nur zeigen wie man Akzeptanz für Inhalte schafft)

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Jetzt frage ich mich, nachdem ich meine eigenen Zeilen nochmal gelesen habe, passt meine Erwartungshaltung zu dem was die Spieler geben wollen?

    Wenn ich mir Deine Ausgangslage ansehe,

    das wäre unterste Klasse, Kadergröße 20 Spieler, 1 Mannschaft pro Altersgruppe und der Kader ist bunt gemischt.

    Angefangen von ein wirkliches Talent, wenn er sich denn quälen könnte bis gibt sein Bestes ist aber in seinen Voraussetzungen beschränkt.

    heißt die Antwort: "Wahrscheinlich nicht."
    Du wirst in dieser Konstellation kaum eine komplette Mannschaft finden, die bereit ist, sich zu zerreißen. Das gilt auch -und besonders- für Euer "Talent". Wenn er bereit wäre, zu arbeiten, wäre er nicht mehr bei Euch.


    Ich finde auch gar nicht, dass Du Dich zu sehr auf das Konditionelle konzentrieren solltest. Sicherlich - in dieser Klasse kannst Du Spiele über die Kraft gewinnen. Die meisten Spiele werden sogar über die Kraft (oder über den schnellsten Spieler auf dem Platz) gewonnen, weil die meisten Mannschaften fußballerisch limitiert sind.
    Aber kann es da nicht ganz im Gegenteil reizvoll sein, diesen Mannschaften mit fußballerischen Mitteln zu begegnen?
    Wenn ich mir Großfeldspiele der untersten Klasse bei uns ansehe, fällt mir auf:

    • Kaum ein Spieler beherrscht ansatzweise defensive Individualktaktiken.
    • Geschätzt die Hälfte spielt mit Libero.
    • Die andere Hälfte, glaubt mit "Kette" zu spielen, verschiebt aber nicht ballorientiert.
    • 80% der Torhüter verlässt den 5m-Raum nicht.
    • Über 50% verspringen die Bälle bei der Mitnahme.
    • Kein Spieler steht offen.
    • usw...

    Du hast also eine Menge Ansatzpunkte abseits von Kraft und Kondition, für die Du Deine Spieler begeistern kannst.

    Arbeite also an den technischen sowie individual- oder gruppentaktischen Mängeln Deiner Spieler und bringe ihnen bei, eben diese Mängel der Gegner zu nutzen.

  • hoeness2 ,


    du hast schon viele wertvolle Tipps bekommen und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen das es reicht alles über Spielformen zu machen.

    Versuche in Spielformen zu erklären wie wichtig die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen sind, warum man Anspielstationen benötigt, wie wichtig eine saubere Ballmitnahme (Raumgreifende Bewegung), das zwei Kontakt Prinzip ist und du wirst schnell Glücklich werden.

    Mir hat auch sehr viel geholfen die Spiele zu Filmen, so habe ich noch leichter sehen können woran es mangelt wie zb. die Stürmer kommen bei Ballverlust nimmer zurück, die Verteidiger rücken nicht nach, die Ballferne Seite rückt nicht oder geht bei Angriffen nicht mit. usw... und der AHA Effekt war auch sehr groß als die Burschen und Mädls gesehen haben wo noch Verbesserungspotential ist.


    Anhand dieser Erkenntnisse kannst locker leicht jede Spielform mit einer Prov. Regel so anpassen um das gewünschte zu erzwingen.

    • Verteidiger rücken nicht raus (Tor zählt erst wenn alle über der Mittelleine sind)
    • Stürmer gehen nicht zurück (Tor zählt doppelt wenn sich noch ein Spieler in der gegnerischen Hälfte befindet)
    • Diagonale Spielverlagerung (teile das Spielfeld (4Tore) mit einer vertikalen Linie, Tor Zählt nur wenn zumindest einmal im Angriffsdrittel der Ball diagonal gespielt wird)
    • usw...
    • Torschusszonen (ansonsten wird nur noch gebolzt wenn die Kraft weg ist)
    • nur mit Liniendribbling spielen, schult das 1v1 du ist enorm Kraftaufwendig. Kannst in der Zone machen wo du dem Schwerpunkt setzt, am Flügel oder in der Mitte

    Regeln ohne Ende, deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich spiel prinzipiell so viel wie möglich auf vier Tore um das Spiel so flüssig wie möglich zu gestalten (meine Art von Funinio).


    Weitere Schwerpunkte sind Koordination, Sprungkraft (Hürden baue ich gerne ein) und zwei Ballkontaktprinzip.


    Und für die Anfangs faulen Burschen --> kleine Spielfelder, wenig Spieler und kurze Spielzeiten. So zwingst auch die faulen sich zu Bewegen und eine Grundfitness anzueignen. Rondos sind da ganz nett um mal den Schweinehund zu bezwingen

  • Rondos sind da ganz nett um mal den Schweinehund zu bezwingen

    Stimme voll zu, solange es spielnah ist. Zonenrondos oder Rondos mit anspieler in der Mitte sind im -altersmäßig höheren- Jugendbereich eine klasse Sache um auch die Kondition mitzuschulen, da sehr intensiv und gleichzeitig entscheidungstraining.

    Rondos mit Anschlußaktion lassen Erholungsphasen fast komplett wegfallen und sind kurz und maximal intensiv.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)


  • Du wirst in dieser Konstellation kaum eine komplette Mannschaft finden, die bereit ist, sich zu zerreißen. Das gilt auch -und besonders- für Euer "Talent". Wenn er bereit wäre, zu arbeiten, wäre er nicht mehr bei Euch.

    Den Satz zum "Talent" musste ich mir mehrmals durchlesen um Ihn zu akzeptieren bzw. zu verstehen.

    Aber Du hast Recht. Ein richtiges Talent ist spätestens in der B-Jugend nicht mehr bei uns, weil


    1. Er hat Eigenantrieb

    2. Er wird von den Eltern gefördert

    3. Er wird von anderen Vereinen abgeworben. Mit andere Vereine meine ich ein NLZ oder ein anderer ambitionierter Verein (salopp gesagt, ein Verein der mehr als 2x in der Woche trainiert)


    Früher war es hilfreich, dass man nicht so mobil war, aber dass hilft heute auch nicht mehr.

  • Das sind Punkte an denen kann man arbeiten und ich denke dort kann man auch Fortschritte erzielen.


    Danke Euch für die Antworten

  • Weitere Schwerpunkte sind Koordination, Sprungkraft (Hürden baue ich gerne ein) und zwei Ballkontaktprinzip.

    Deinen Beitrag finde ich gut. Aber zum 2-Kontaktprinzip. Das wird bei Deiner Mannschaft so sein und umsetzbar sein.

    das was sich hauptsächlich in den unteren Ligen abspielt wie Follkao es schön beschrieben hat, dem ist das 2-Kontaktprinzip nicht gerade zuträglich.

    Man sieht es aber immer wieder. Spieler auf den Flügeln, nehmen ohne Gegnerdruck frontal den ball an, und lassen klatschen. man hat nämlich das 2- kontakt Prinzip gelernt und meint es immer anwenden zu müssen, in der irrigen Annahme, das Spiel werde dadurch schneller.

    Eine offene Spielstellung und Ballan/mitnahme in den freien Raum wäre da aber die bessere Option.

    (von zentralen, die aufdrehen könnten, möchte ich erst gar nicht anfangen).

    Das sehe ich leider immer noch auch bei den Jungs die ich jetzt ein Jahr hatte, jetzt in der C Jugend. Es ist viel besser geworden, aber immer noch -drin- bei einigen.... Dann lassen die klatschen und starten in den Raum, der ohnehin frei war:|, anstatt, den Raum zu -nehmen- und zu bespielen.

    Im übrigen bin ich sonst bei allen Punkten die Follkao beschrieben hat. So mache ich es auf -niedrigem- Niveau auch

    Das tolle dabei ist, das es den Jungs wahnsinnig Spaß macht -guten- Fußball zu spielen.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Deinen Beitrag finde ich gut. Aber zum 2-Kontaktprinzip. Das wird bei Deiner Mannschaft so sein und umsetzbar sein.

    das was sich hauptsächlich in den unteren Ligen abspielt wie Follkao es schön beschrieben hat, dem ist das 2-Kontaktprinzip nicht gerade zuträglich.

    weiter runter geht's bei mir auch nimmer.. ;) aber selbst da verstehen die Burschen das Prinzip wenn ich laut mitzähle bis sie den nächsten Pass spielen können.. ist wider so ein AHA Effekt.


    Man sieht es aber immer wieder. Spieler auf den Flügeln, nehmen ohne Gegnerdruck frontal den ball an, und lassen klatschen. man hat nämlich das 2- kontakt Prinzip gelernt und meint es immer anwenden zu müssen, in der irrigen Annahme, das Spiel werde dadurch schneller.

    ja und nein, kommt auch immer auf die Passqualität an. Spiele ich in den offenen Fuß hat der Spieler fast keine andere Wahl als den Ball Raumgewinnend mitzunehmen.


    Wobei mir dieses Zitat sehr gut gefällt und es ist echt was wahres dran wenn an so drüber nachdenkt wie oft die Körperhaltung zur Passrichtung nicht passt und der Fehlpass schon vorprogrammiert ist


    Eine offene Spielstellung und Ballan/mitnahme in den freien Raum wäre da aber die bessere Option.

    (von zentralen, die aufdrehen könnten, möchte ich erst gar nicht anfangen).

    Stimmt, und so was sollten ja auch die Grundlegenden Dinge sein wenn man schon vom 2 Ballkontakt Prinzip spricht ;). dann gehe ich davon aus das die Jungs wissen was doppeln ist usw. bzw so was dann auch erklärt wird wenn acht Leute 4vs4 spielen und die anderen sechs im 1vs1Liniendribbling spielen um die defensive Indiv. Taktik zu schulen.

  • ach du meintest MINDESTkontakte??? ich war von MAXIMAL 2 Kontakten beim Lesen ausgegangen....

    Bei Nagelsmann geht es ja um die Mindestkontakte.

    Alles klar..

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Stimmt, und so was sollten ja auch die Grundlegenden Dinge sein wenn man schon vom 2 Ballkontakt Prinzip spricht . dann gehe ich davon aus das die Jungs wissen was doppeln ist usw. bzw so was dann auch erklärt wird wenn acht Leute 4vs4 spielen und die anderen sechs im 1vs1Liniendribbling spielen um die defensive Indiv. Taktik zu schulen.

    Nur mal zur Erinnerung:
    Es geht hier um B-Jugend, unterste Spielklasse.
    90% der Spieler (und ich befürchte auch Trainer) verstehen unter Doppeln "Zwei auf einen!" Gerade deswegen vertrete ich ja die These, dass man mit E- und D-Jugendthemen, die bislang nicht vermittelt wurden, 'ne Menge erreichen kann.

  • Nur mal zur Erinnerung:
    Es geht hier um B-Jugend, unterste Spielklasse.
    90% der Spieler (und ich befürchte auch Trainer) verstehen unter Doppeln "Zwei auf einen!" Gerade deswegen vertrete ich ja die These, dass man mit E- und D-Jugendthemen, die bislang nicht vermittelt wurden, 'ne Menge erreichen kann.

    das geht alles in einem Aufwasch, die Burschen sind alt genug um einen Crash-Kurs zu erfahren. Das einzige ist, dass der Trainer viele Coachingpunkte hat und viele Unterbrechungen machen muss um den Burschen die Fehler aufzuzeigen. Einem 16 Jährigen kann ich im Schnellverfahren die Punkte erklären und die Spielformen so anpassen das er sie schnell intus hat. Spiel 3 vs 2 auf Liniendribbling zb. da kann ich schon das doppeln, verschieben, Deckungsschatten usw. Unterbringen. Und wenn die Burschen merken das es ein qualitativ hochwertiges Training ist, wird auch die Bereitschaft steigen sich mehr den A*** aufzureißen. Zumindest habe ich das jetzt 2x in 2 Jahren erfahren dürfen. U14 und U23, beides in der untersten Spielklasse Österreichs