"Vorbereitung" F-Jugend

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  • Hallo meine lieben Trainerkollegen,


    ich habe hier mal ein Anliegen. Konkret geht es um die "Vorbereitung" meiner Kids im älteren Jahrgang der F-Jugend (2011 geboren).

    Unser 1. Training startet am 01.08 und der Rundenbeginn ist demnach so Ende August/Anfang September.


    In der letzten Saison konnte ich bei meinen Jungs folgendes beobachten:


    Herbstrunde:

    Nachdem ich das Team übernommen habe war die Mannschaft leistungstechnisch weit gestreut. Es gab sehr gute Spieler, aber auch Spieler die mit dem Ball nicht so viel anfangen konnten. Die Herbstrunde begann dementsprechend holprig. Es wurde aber von Spiel zu Spiel besser, sodass ich am Ende der Herbstrunde einen Hochpunkt erkennen konnte. Genau nach dem selben Schema lief dann die Frühjahrsrunde ab. Anfangs chaotisch, gegen Ende sehr stark.


    Daher habe ich mir für die Vorbereitung einige Gedanken gemacht um mehr Wettkampfmodus einzubringen.

    Trainiert wird in der Regel 2x die Woche. Ich habe es jetzt so gehandhabt das ich im August 5 Freundschaftsspiele und ein Turnier (mit sehr starken Mannschaften) organisiert habe. Die Gegner sind entweder relativ gleichstark oder ein ticken stärker.


    Meine Frage daher:

    Findet ihr es vorteilhaft in der F-Jugend für die "Sommervorbereitung" viele Freundschaftsspiele zu organisieren, damit die Jungs relativ schnell in ihren Rhythmus kommen?

    Um eins vorweg zu sagen: Die Ergebnisse in der Runde sind irrelevant, es zählt bei uns sowieso die Fair-Play Wertung. Ich möchte durch diese "Vorbereitung" den Jungs einen wettkampfsorientierten Vorsprung verschaffen. Zum einen damit die Jungs bereits am Anfang in diesen Modus reinkommen und zum Anderen bin ich der Meinung das Test/Freundschaftsspiele in diesem Jahrgang eigentlich das beste Training sind.


    Liebe Grüße

  • Der Begriff "Vorbereitung" im Bereich unterhalb der U13 ist mit sehr viel Vorsicht zu genießen. Im Leistungsbereich geht es in dieser Phase neben dem Aufbau gewisser konditioneller Grundlagen auch darum neue Spieler in ein vorhandenes taktisches Konzept zu integrieren. Man hat hier den Vorteil, dass man bei seiner Trainingssteuerung keine Rücksicht auf die Wettkämpfe nehmen muss.


    Welche dieser Effekte haben bei deiner F-Jugend einen ernsthaften Wert? Rücksicht auf Ergebnisse solltest du doch sowieso nie nehmen. Du bereitest dich ja auf nichts vor. Ich vertrete die Auffassung, dass im Grundlagenbereich einfach irgendwann eine Pause vom Training gemacht wird (-> Ferien) und danach geht es weiter als wäre nichts gewesen.


    bin ich der Meinung das Test/Freundschaftsspiele in diesem Jahrgang eigentlich das beste Training sind.

    Da würde mich mal interessieren, wie du zu diesem Schluß kommst. Das beste Training im Grundlagenbereich ist Training. Du hast hier als Trainer den meisten Einfluss auf Anzahl und Qualität der Ballkontakte, sowie die weiteren Rahmenbedingungen. Mit zunehmendem Alter spricht die höhere Intensität für Testspiele, aber genau dieser Effekt ist mMn in jungem Alter noch am wenigsten ausgeprägt. Im Gegenteil kannst du durch eine fordernde Haltung als Trainer, sowie eine entsprechend attraktive Trainingsgestaltung durchaus das Trainingstempo hoch halten.


    Mal zu deinen Beobachtungen: Ich gehe davon aus, dass du in deinem Training das meiste richtig machst. So lässt sich die Verbesserung des Leistungsstandes erklären. Wobei man hier einwenden könnte, dass ich mir als Jugend (!) Trainer ernsthaft Gedanken machen muss, sollte die Leistung meiner Spieler tatsächlich mit voranschreitendem Alter stagnieren.

    Zu der Leistungsdelle nach dem Winter: Wie oft habt ihr denn in dieser Zeit trainiert? Oftmals kann im Winter aufgrund mangelnder Infrastruktur nur noch einmal pro Woche und unter schlechten Bedingungen Training stattfinden. Und das ist, so ehrlich muss man sein, nicht ausreichend um einen vorhandenen, hohen Leistungsstand aufrechtzuerhalten.


  • Vielen Dank für dein Feedback erstmal!

    Den Begriff "Vorbereitung" habe ich bewusst in Gänsefüßchen gesetzt damit man mit diesem nicht so viel hineininterpretieren sollte. Mir gings explizit um den Start in die Saison und das Vorbereiten auf die ersten "Pflicht"-Spiele (FairPlay Saison).


    Durch die vielen Freundschaftsspiele möchte ich folgende Dinge erreichen:


    - jedem Kind ausreichend Spielzeit gewähren (mein Kader ist bei 16 Kindern)

    - Kinder auf den verschiedensten Positionen ausprobieren

    - die Kinder auf die Spiele vorbereiten (ist immer etwas anderes als ein Abschlussspiel im Training)

    - da ich eine gemischte Truppe (nach Leistung) habe möchte ich für jeden Spieler den aktuellen Leistungsstand prüfen um zu schauen, wieviel Zeit ich bei leistungsschwächeren Spielern zusätzlich investieren muss

    - Spiele machen Spaß für die Kinder


    Auf normales Training verzichte ich ja nicht. Der August ist mit 5 Freundschaftsspielen und einem Turnier gestaltet. Das heißt, dass das Training IMMER zu den normalen Zeiten stattfindet außer 1-2x wo stattdessen ein Freundschaftsspiel gemacht wird.


    Winter:

    Da hast du Recht. Da hatten wir 1x die Woche in der Halle trainiert und das hat sich auch bemerkbar gemacht.

  • Auf Fußball haben F-Kinder immer Lust, da gibt es (fast) kein "zu viel".


    Wo die Grenzen liegen, muss man mit seiner Frau und den Eltern besprechen. Ich würde darum auch den Saison-Abschluss mit einem Elterngespräch verbinden. Dann kann man gleich fragen, wann wer in Urlaub ist und solche Orga-Angelegenheiten klären.


    Freundschaftsspiele bzw. Trainingsturniere mit befreundeten Teams, am besten mit Trainern, mit denen man sich persönlich versteht und auf einer Linie ist, sind super. Man kann das sehr gut mit Stationen-Training verbinden. Ist auch Arbeitserleichterung, weil jeder etwas vorbereitet.


    Meiner Erfahrung nach bringt es Einiges, wenn man vor Saisonbeginn "Stoff gibt". Nicht wg. Kondition, ist klar. Aber die Zeit zum Ferienende ist auch bei Kindern für eine gute Saison sehr wertvoll. Man kann etwa einen Tag zusammen mit Nachbarvereinen organisieren, mit Stationen-Training, gemeinsamen Essen+Programm und Abschlussturnier mit mehreren kleinen Teams auf Minitore. Die Kinder sind entspannt und gut drauf, mit dem Wetter kann man auch Glück haben, was zusätzlich die Laune hebt (v.a wenn man ein Eis ausgibt ?). Das macht Spaß, bringt die Kinder fußballerisch weiter und hilft Ihnen zum Start in die Saison. Und es ist auch gut fürs Miteinander, v.a auch wenn man die Eltern miteinbezieht.

  • Hallo!

    Ich habe den Beitrag vor 1 1/2 Monaten verfasst. Nun ist die Saison im vollen Gange.


    In meinem Startpost hatte ich ja die vielen Freundschaftsspiele erwähnt und wollte dazu mal Stellung nehmen bzw. mein Feedback niederschreiben:


    Vorab:

    Die vielen Spiele waren meiner Meinung nach eine gute Entscheidung. Die Kinder haben sehr viel mitgenommen und steigern sich von Spiel zu Spiel. Gegner waren immer auf Augenhöhe oder leicht stärker.

    Seit Anfang der Saison (inkl. Freundschaftsspiele) hatten wir 9 Spiele.

    6 davon wurden gewonnen

    1 unentschieden

    2 verloren


    Ergebnisse sind i.d.R. nicht wichtig, aber für mich persönlich schon. Nicht wegen meinem Ego, sondern um nach jedem Spiel Fazit zu ziehen..


    - was lief gut?

    - was ist verbesserungswürdig?

    - wurden Trainingsinhalte ins Spiel übernommen?

    - Beobachtung der Leistung der Kinder im Spiel vs Leistung der Kinder im Training (für mich sehr wichtiger Aspekt, da ich einige Kinder habe die im Training befreiter spielen, aber in Spielen sich nicht trauen)


    Ich werde dies so ähnlich nach den Winterferien handhaben, denn meiner Meinung nach haben die Kinder im Regelbetrieb viel zu wenig Spiele. Unsere Gruppen sind meist mit 6 Mannschaften. Da hat man von Sommer bis Winter 5 Spiele. Ist für mich persönlich zu wenig für die Entwicklung der Kinder.

  • Ergebnisse sind i.d.R. nicht wichtig, aber für mich persönlich schon. Nicht wegen meinem Ego, sondern um nach jedem Spiel Fazit zu ziehen..


    - was lief gut?

    - was ist verbesserungswürdig?

    - wurden Trainingsinhalte ins Spiel übernommen?

    - Beobachtung der Leistung der Kinder im Spiel vs Leistung der Kinder im Training (für mich sehr wichtiger Aspekt, da ich einige Kinder habe die im Training befreiter spielen, aber in Spielen sich nicht trauen)

    Mal provokant gefragt:


    Angenommen, dein Team spielt 2 Spiele, beides mal ruft es die gleiche Leistung ab. Der Unterschied ist jedoch, das eine Spiel geht verloren, das andere wird gewonnen.

    Würde dein Fazit, unter den genannten Punkten, bei dem gewonnenen Spiel positiver ausfallen?


    Gerade deshalb finde ich es wichtig, die Leistung unabhängig des Ergebnisses zu bewerten.

  • Sind ja alles richtige Punkte, aber für keinen davon brauche ich ein Ergebnis.:/

    Beispiel: offensives 1v1. Ein Spieler baut keine erlernten Finten ein, sondern überläuft den 2 Köpfe kleineren Spieler einfach oder räumt ihn anderweitig aus dem Weg.


    Erfolgreich? Ja.

    Gut im Sinne der langfristigen Entwicklung? Nein.

    Verbesserungswürdig? Ja, weil auf späterem (=höherem) Niveau nicht zwangsläufig anwendbar.

    Wurden Trainingsinhalte übernommen? Nein.

    Traut sich ein Kind, die Trainingsinhalte abzurufen? Nein.


    Das Kind setzt sich so viermal durch und du gewinnst 4:3.


    Lässt sich auch auf mannschaftstaktische Dinge (kontrollierter Spielaufbau vs. erfolgreiches Nach-vorne-Bolzen auf den körperlich starken "Star") oder nahezu alles weitere beziehen.

  • Eigentlich gehört das in den Freude Thread passt aber thematisch hier auch rein.

    Ergebnisse sind sch…. egal. Gestern habe ich in der D Jugend-älter Jhrg gegen unseren -Angstgegner- aus F und E Jugendzeiten gewonnen. Damals war es hoch und weit bei denen. Wir haben regelmäßig verloren. In der E unser einziges verlorenes Spiel bspw. mal.

    (das lag nicht an mir, das wir sonst gewonnen haben,sondern weil wir 3,4 ganz gute hatten, das reicht auf nem 7er, egal auf welchen Positionen die spielen).

    Nun spielen wir nach 2 Jahren gegen wieder gegen den identischen Gegner. Es wurde außer zum diagonalen Seitenwechsel zwei mal kein hoher -rauskloppball- gespielt. die hatten noch ihr altes, in der f und e erfolgreiches System.

    Ergebnis diesmal ein 6-0 für uns mit 3 Pfosten und 1 mal latte noch dazu. Spielerisch waren das Welten.

    Macht euch keinen Kopf wegen Ergebnissen in der F oder E. Lieber um Faktoren wie Vororientierung(umblickverhalten) und coacht sachen, die es den Jungs langfristig einfacher machen, offene Spielstellung, Ballerwartungshaltung etc.

    Schafft leistungs und altersgerechte Spielfeldgrößen(will funino nicht groß erwähnen) und Provokationsregeln, damit Kinder unter Druck stehen. nämlich raum, zeit und Gegnerdruck, die grade zu schaffen sind, um Handlungsschnelligkeit zu fördern und umblickverhalten zu provozieren.

    Das ist im F und E Jugendbereich keine Raketenwissenschaft.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Ich bin schon recht selbstkritisch und gebe den Jungs auch Feedback unabhängig des Ergebnisses. Ein gutes Ergebnis ist doch auch aber gut für die Moral der Kinder und fördert die Motivation und Lust. Ein motiviertes Kind ist lernwilliger und einsatzbereiter als ein unmotiviertes Kind.

    Meine Bewertung ist IMMER unabhängig vom Ergebnis. Den Kindern ist ein Ergebnis aber nicht egal, da kann ich die Kinder auch bei einem 0:10 in den Himmel loben. Es hört mir sowohl bei Niederlage, als auch bei einem Sieg zu. Die Frage ist eher "Wie kommt das gleiche Feedback bei einer Niederlage und bei einem Sieg beim Kind an?"

    Das sind zwei verschiedene Szenarien bezogen auf das Zuhörverhalten des Kindes.


    Nochmal - mir geht es nicht um das Ergebnis an sich, das Ergebnis ist für mich persönlich wichtig bezogen auf die Motivation des Kindes.

    Kinder lernen nach jedem Training, nach jedem Spiel. Gerade in diesem Alter ist das Absprungverhalten weg vom Fußball etwas höher als in der D oder C-Jugend. Gute Ergebnisse helfen dem Kind auch dabei die Lust am Fußball aufrecht zu erhalten.


    Dein Beispiel ist viel zu allgemein gehalten. Du weißt doch gar nicht in welcher Art und Weise wir gewonnen bzw. verloren haben?

    Ich spiele selbst über 15 Jahre Fußball. Ich weiß wie es ist die komplette Jugend in der Verteidigung zu spielen. Plötzlich bei den Senioren wurde ich im offensiven Mittelfeld eingesetzt, weil ich eigentlich eine gute Übersicht und Technik habe. Rate mal was passiert ist. Ich konnte keinen Spieler ausdribbeln, weil ich es nie gewohnt war das Spiel zu gestalten obwohl ich eigentlich die Fähigkeiten hätte.

    Genau das möchte ich bei meinen Kindern vermeiden. Kinder müssen überall spielen und lernen auf jeder Position seine Fähigkeiten auf den Platz zu bringen - egal ob Abwehr, Mittelfeld oder Sturm.


    Warum soll das nicht gut für die langfristige Entwicklung eines Kindes sein? Das Kind spielt (das allerwichtigste). Das Kind spielt auf verschiedenen Positionen. Das Kind setzt Trainingsinhalte um. Das Kind ist glücklich.


    Ich habe kein Kind was einfach komplett durchrennt und die anderen Mitspieler missachtet. Als ich das Team letzten Sommer übernommen habe war das Leistungsgefälle zwischen dem besten und den schwächsten so groß, dass man denken könnte, dass zwischen denen 3-4 Jahre liegen. Mittlerweile habe ich eine sehr ausgeglichene Mannschaft, da ich durch das Training+Spiele und die Motivation der Kinder es geschafft habe ein gutes Gleichgewicht herzustellen (Stichwort Teamstärke, Teammentalität).


    Klar gibt es ab und zu Tore die durch Fehler des Gegners passieren und dadurch mal ein Tor aus Glück passiert, aber wir sind ja auch ein Breitensportverein und kein NLZ. Der Großteil der Tore+Spielzüge kommt schon von gutem Training und der Qualität der Kinder. Einstudierte Spielzüge gepaart mit der Spielintelligenz der jeweiligen Kinder machen das möglich.

    Lieber um Faktoren wie Vororientierung(umblickverhalten) und coacht sachen, die es den Jungs langfristig einfacher machen, offene Spielstellung, Ballerwartungshaltung etc.

    Schafft leistungs und altersgerechte Spielfeldgrößen(will funino nicht groß erwähnen) und Provokationsregeln, damit Kinder unter Druck stehen. nämlich raum, zeit und Gegnerdruck, die grade zu schaffen sind, um Handlungsschnelligkeit zu fördern und umblickverhalten zu provozieren.

    Das ist im F und E Jugendbereich keine Raketenwissenschaft.

    Das sind ja Grundlagen im Training (so sehe ich es zumindest). Das ist schon immer großer Bestandteil meines Trainings gewesen.

    Trainieren, Trainieren und im Spiel dann prüfen. So mache ich das. Die Kinder sind im Training nämlich teilweise mutiger und im Spiel ängstlicher. Das sollte man unter zwei verschiedenen Gesichtspunkten analysieren.


    Ich weiß ihr meint es alles nicht böse, sondern wollt mir nur Ratschläge geben. Mich lässt aber das Gefühl nicht los, dass ihr denkt ich wäre ein Ergebnisfanatiker und mir wäre die Entwicklung der Kinder egal.

    Ich mache sicherlich nicht alles zu 100% richtig (macht vermutlich keiner), aber ich denke das ich für die Kinder eine gute Bezugsperson und ein gutes Vorbild bin.

    Alleine wenn man von dem schüchternsten Kind, welches sehr, sehr wenig redet, nach einem guten Turnier eine Umarmung bekommt und anschließend ein Satz kommt wie "Ich mag dich. Du bist ein guter Trainer"..

    Da ist mir mein Herz aufgegangen.

  • Gerade in diesem Alter ist das Absprungverhalten weg vom Fußball etwas höher als in der D oder C-Jugend.

    Das möchte ich sehr stark bezweifeln. Jedenfalls aus eigener Erfahrung und der Erfahrung aller Vereine die ich kenne.

    Das sind ja Grundlagen im Training (so sehe ich es zumindest). Das ist schon immer großer Bestandteil meines Trainings gewesen.


    Trainieren, Trainieren und im Spiel dann prüfen. So mache ich das. Die Kinder sind im Training nämlich teilweise mutiger und im Spiel ängstlicher. Das sollte man unter zwei verschiedenen Gesichtspunkten analysieren.

    Das verstehe ich nicht. Spieler unter (Trainings)Druck in Spielformen, sind im Spiel meist mutiger weil Sie z.b. mehr Zeit für Ihre Entscheidungen haben und mehr Platz für die Ausführung.

    In der F und E Jugend war es bei mir so, das die Jungs das Training als fordernd, aber im Sinne -herausfordernd- empfunden haben und das Wettspiel als -nette Dreingabe- zur Selbstverwirklichung im total freien Spiel.

    D.h. die Verfestigung hat dann im -sich ausprobieren- im Spiel stattgefunden. Der ängstliche -nichtdribbler- hatte dann weniger Streß im freien Spiel, weil er im Training gemerkt hat, das es locker geht, bspws. durch zusatzregel - pässe nur nach hinten (also raum fürs Dribbling erkennen, bzw. im 1gg1 das Dribbling wagen)

    Selbstvertrauen holen im Training, Selbstvertrauen verfestigen im Spiel. Da muß er dann natürlich dazu aufgefordert werden sich auszuprobieren(besser noch: sich aufgefordert FÜHLEN). und genau da wird das Ergebnis zweitrangig.

    Einstudierte Spielzüge gepaart mit der Spielintelligenz der jeweiligen Kinder machen das möglich.

    Wie trainierst Du in einer F -einstudierte Spielzüge- ?!?!?

    Einstudierte Spielzüge und Spielintelligenz widersprechen sich für mich total.

    Gerade in der Altersklasse

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Hallo,


    ich möchte Dir auch noch ein paar Infos geben. Ich trainiere auch eine F, also 2011er und 2012er Kids. Der Begriff Vorbereitung passt natürlich nicht zu einer F-Jugend. Auf die Fairplay Liga muss kein Kind vorbereitet werden. Wenn man im Kinderfußball von Vorbereitung überhaupt sprechen kann, dann kann damit nur das Vorbereiten auf den in vielen Jahren folgende Erwachsenfußball sein! Deine Kinder befinden sich im Grundlagenbereich. Und Deine Aufgabe ist es alle altersentsprechend auszubilden. Ergebnisse in 6+1 Spielen sagen aber überhaupt nichts über die Fähigkeiten und Entwicklung Deiner Spieler und damit die Qualität Deines Trainings aus.

    Ich trainiere meine 2011er im 4. Jahr immer 2 x in der Woche. Dazu spielen wir in der Hallensaison viele Turniere (Funino, Futsal und alle weiteren Möglichkeiten in der Halle). In der jetzigen Feldsaison haben wir ausschließlich an Funinoturnieren teilgenommen. Und nur Funino gewährleistet tatsächlich die exakt gleiche Einsatzzeit für alle Spieler (ich habe 18).

  • Erstmal vorab:

    Du gehst nur auf die Sätze ein wo du etwas negatives gegen sagen kannst. Auf die positiven Dinge die ich geschrieben habe nimmst du überhaupt keine Rücksicht.


    Das möchte ich sehr stark bezweifeln. Jedenfalls aus eigener Erfahrung und der Erfahrung aller Vereine die ich kenne.

    Dann versuche ich das dir aus einer anderen Sichtweise zu erklären:

    4-Jährige Kinder melden sich nicht in einem Verein an, weil sie so extrem Bock auf Fußball haben, sondern weil die Eltern wollen, dass ihr Kind Sport treibt. Mit der Zeit nehmen Kinder auch andere Sachen wahr, die sie mit 4 Jahren selbstverständlich nicht sehen.

    Möchte ich vielleicht Basketball spielen? Möchte ich alleine spielen? Das sind Sachen die einem Kind in den Kopf kommen können. Und das passiert in der Regel in den ersten 2-4 Jahren indem es Fußball spielt und nicht nach 6 oder 7 Jahren.

    Ich hatte erst kürzlich ein Kind was abgesprungen ist, weil es Tennis mehr mag.


    Zitat von Trainer E

    Das verstehe ich nicht. Spieler unter (Trainings)Druck in Spielformen, sind im Spiel meist mutiger weil Sie z.b. mehr Zeit für Ihre Entscheidungen haben und mehr Platz für die Ausführung.

    In der F und E Jugend war es bei mir so, das die Jungs das Training als fordernd, aber im Sinne -herausfordernd- empfunden haben und das Wettspiel als -nette Dreingabe- zur Selbstverwirklichung im total freien Spiel.

    D.h. die Verfestigung hat dann im -sich ausprobieren- im Spiel stattgefunden. Der ängstliche -nichtdribbler- hatte dann weniger Streß im freien Spiel, weil er im Training gemerkt hat, das es locker geht, bspws. durch zusatzregel - pässe nur nach hinten (also raum fürs Dribbling erkennen, bzw. im 1gg1 das Dribbling wagen)

    Selbstvertrauen holen im Training, Selbstvertrauen verfestigen im Spiel. Da muß er dann natürlich dazu aufgefordert werden sich auszuprobieren(besser noch: sich aufgefordert FÜHLEN). und genau da wird das Ergebnis zweitrangig.


    Du hast also noch nie von deinen Kindern folgende Sätze gehört:

    "Gegen wen spielen wir?"

    "Sind die gut?"

    "Haben wir schonmal gegen die gespielt?"


    Mit deiner Methode scheinst du Erfolg zu haben, genauso wie ich (bezogen auf die Entwicklung der Kinder, nicht dass es wieder heißt ich wäre verrückt nach Ergebnissen). Es gibt im Fußball kein richtig und falsch. Man muss lernen quer zu denken und von allen Bereichen etwas mitzunehmen. Obwohl du mich in der Hinsicht (aufgrund deiner Schreibweise) kritisierst, nehme ich mir trotzdem paar Sachen raus die ich in meinem Training und Spiel mit einbauen und verbessern kann. Jeder Trainer trainiert anders und geht auch anders mit den Kindern um.

    Zitat von Trainer E

    Wie trainierst Du in einer F -einstudierte Spielzüge- ?!?!?

    Einstudierte Spielzüge und Spielintelligenz widersprechen sich für mich total.

    Gerade in der Altersklasse

    Wieso? Die Kinder sind flexibel in ihren Aktionen, setzen aber dennoch ab und an Spielzüge an die wir vorher im Training geübt haben.

    Die Spielintelligenz ist ja Vorraussetzung um einstudierte Spielzüge wahrzunehmen und umzusetzen? Verstehe hier nicht was du sagen möchtest, es sei denn du denkst wieder, dass ich den Kindern irgendwas eintrichtern möchte und denen ihre komplette Freiheit am Spiel nehme, was definitiv nicht so ist.


    Es gibt im Fußball nicht DIE Formel um guten Fußball zu spielen. Kinder entwickeln sich immer auf verschiedene Wege.

    ich möchte Dir auch noch ein paar Infos geben. Ich trainiere auch eine F, also 2011er und 2012er Kids. Der Begriff Vorbereitung passt natürlich nicht zu einer F-Jugend. Auf die Fairplay Liga muss kein Kind vorbereitet werden. Wenn man im Kinderfußball von Vorbereitung überhaupt sprechen kann, dann kann damit nur das Vorbereiten auf den in vielen Jahren folgende Erwachsenfußball sein! Deine Kinder befinden sich im Grundlagenbereich. Und Deine Aufgabe ist es alle altersentsprechend auszubilden. Ergebnisse in 6+1 Spielen sagen aber überhaupt nichts über die Fähigkeiten und Entwicklung Deiner Spieler und damit die Qualität Deines Trainings aus.

    Ich trainiere meine 2011er im 4. Jahr immer 2 x in der Woche. Dazu spielen wir in der Hallensaison viele Turniere (Funino, Futsal und alle weiteren Möglichkeiten in der Halle). In der jetzigen Feldsaison haben wir ausschließlich an Funinoturnieren teilgenommen. Und nur Funino gewährleistet tatsächlich die exakt gleiche Einsatzzeit für alle Spieler (ich habe 18).


    Der Begriff Vorbereitung wurde hier bereits mehrfach diskutiert. Es sollte einfach ein Synonym für den Start der Fußballsaison sein. Nur das viele Spiele gemacht worden sind.


    Und nochmal:

    E R G E B N I S S E S I N D F Ü R M I C H I R R E L E V A N T.


    Verstehe gar nicht, warum hier ganze Zeit darauf rumgehackt wird. Ich führe eine ehrenamtliche Funktion aus und sorge dafür, dass die Kinder Spaß haben und sich weiterentwickeln.

  • Erstmal vorab:

    Du gehst nur auf die Sätze ein wo du etwas negatives gegen sagen kannst. Auf die positiven Dinge die ich geschrieben habe nimmst du überhaupt keine Rücksicht

    Rücksicht schon, wenn irgendetwas despektierlich klang, sorry, ich würde mir kein Urteil über Dich erlauben. Alles gut. Ich gehe nur auf das geschriebene Wort ein, und ziehe (evtl. falsche) Rückschlüsse für mich daraus. Natürlich in Unkenntnis Deines Teams und Deiner Person. Das ist in nahezu 100% der Fälle hier im Forum so.


    Diese Sätze (sind die gut? )kamen wirklich kaum bis gar nicht vor bis einschließlich E Jugend... Wir haben uns generell nur auf unser Spiel konzentriert und versucht unser Anliegen im Spiel umzusetzen. War eher so ein Selbstverwirklichungsding auf Kinder ebene :). Gegner spielten eben mit und gegen uns. Der Gradmesser war eben unser Spiel. Dazu möchte ich sagen, das es immer noch so ist, auch in meiner D und C Jugend. Wir definieren uns nicht über den Gegner. Auch wenn Ergebnisse wichtiger werden, versuchen wir unser Spiel zu spielen und umzusetzen. Ist der Gegner besser, stellt er uns nur eine höhere Aufgabe. Ist der Gegner schwächer ist die Aufgabenstellung leichter.

    Wieso? Die Kinder sind flexibel in ihren Aktionen, setzen aber dennoch ab und an Spielzüge an die wir vorher im Training geübt haben.

    Die Spielintelligenz ist ja Vorraussetzung um einstudierte Spielzüge wahrzunehmen und umzusetzen? Verstehe hier nicht was du sagen möchtest, es sei denn du denkst wieder, dass ich den Kindern irgendwas eintrichtern möchte und denen ihre komplette Freiheit am Spiel nehme, was definitiv nicht so ist.

    Dazu kann ich Dir nur sagen, das ich bis in die C Jugend keine Spielzüge einstudiere. Selbst im Spielausschnittstraining wo OPTIONEN aufgezeigt werden (ich bin kein Freund von Spielausschnittstraining) müßte man viele Variablen einbauen um unterschiedliches Gegnerverhalten(daraus resultierend Gegnerdruck) zu simulieren. Das ist nahezu unmöglich.

    Falls Du also Spielzüge mit Gegnerdruck(ohne würde ja schon gar keinen Sinn machen) trainierst, wirst Du m.e. im Wettspiel entäuschungen erleben, da die Kinder am -einstudierten- scheitern. Spielintelligenz ist nicht -eingeschleiftes- abrufen zu können, sondern situativ die beste Option zu finden.

    Der -Spielzug- wird für mich aus vielen Spielintelligenten Entscheidungen Einzelner -geboren-... und um im bild zu bleiben-jedes Kind sieht anders aus.

    Im höheren Jugendbereich sind hierfür individual- und gruppentaktische(später mannschaftstaktische) dinge nötig, die aber auch Spielintelligenz voraussetzen, bzw. wo ich sie mal gut gebrauchen kann.

    Deshalb u.a. sind für mich einstudierte Spielzüge in einer F oder E, schlicht Quatsch.


    Wenn Du jedoch damit Deine Kinder entwickelst, oder gemeinsame Anliegen erreichst, ist das für Dich doch ok

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)