Sturm-Training

  • Hallo, viele Grüße an alle Trainer hier...... ich bräuchte dringend mal geistigen "Anstoss", bin Trainerin, nur Jungs, seit F und mittlerweile D-Jugend, 2006er und 2007er, manchmal Mittelfeld, aber auch schon Gruppensieger. Während der E-Zeit sind mir die meisten Stürmer von den anderen Vereinen hier abgeworben wurden, ist ja auch richtig. Mein Problem ist jetzt, die Abwehr steht gut, aber vorn geht es gar nicht, wie bekomme ich das hin dass die den Ball nach vorn bekommen? Entweder Ego und Ballverlust, oder Faulheit und Stehenbleiben. Im Training hauen die die Bälle von der Mittellinie rein und im Spiel versuchen die bis vor das Tor zu kommen, ||

    Gibt es spezielle Übungen dafür die viel bringen? Spiele jetzt immer 4-3-1 (bin auch offen für anderes) damit nicht so viele Tore kassiert werden.


    Einen habe ich der ist leider etwas sehr beleibt aber ein gnadenloser Schütze und der auch Ecken reindreht, wo stell ich den am besten hin? Ganz vorn ist schlecht, er hat noch mit dem Abseits zu kämpfen ;) Ich würde halt auch gern mal gegen die sehr guten Mannschaften gewinnen, damit alle mehr Selbstvertrauen bekommen.

    Ich weiß es ist nicht einfach für die Jungs, habe ja selber 20 Jahre gespielt. Aber wir brauchen was womit wir besser vorn agieren können, für tagelange Trainerkurse habe ich auch keine Zeit.


    Grüße aus Südbaden

  • Wie schaut denn dein Training typischerweise aus?


    Woran machst du fest, dass eure Probleme in erster Linie an der Offensive liegen? An der Tordifferenz?


    Den heiligen Gral der Übungen wird dir hier allerdings wahrscheinlich keiner liefern können.

  • Mein Problem ist jetzt, die Abwehr steht gut, aber vorn geht es gar nicht, wie bekomme ich das hin dass die den Ball nach vorn bekommen? Entweder Ego und Ballverlust, oder Faulheit und Stehenbleiben.

    Also liegt es an der Spielauslösung, Umschaltspiel nach Ballgewinn, oder im Spielaufbau generell?

    Zu allen gibt es unzählige Spielformen, die je nach -Bedarf- auf Ballhalten in Drucksituationen (mit Anschlußaktion für deinen Fall), Umschaltspiel nach Ballgewinn, etc. etc. abzielen.

    Im Training hauen die die Bälle von der Mittellinie rein und im Spiel versuchen die bis vor das Tor zu kommen,

    ist im PRinzip ja gut, Tore spielerisch erzielen zu wollen, und die nicht von der Mittellinie reinkloppen zu wollen.

    Geht das Spiel zu sehr über außen? dann mach eine diamantform auf engem Raum im Training als Spielform, zu sehr durch die Mitte, dann mit festen Außenspielern auf Außenbahn etc. etc.

    WEnn im Training dann zu deinem gefundenen Schwerpunkt(dafür müßte man das exakte Problem kennen) genug Raum, Zeit und Gegnerdruck herrscht, werden die das auch ins Spiel mitnehmen.


    Systeme werden m.e. in der D noch überbewertet. Es sollte nur ein Grundgerüst sein, mit dem erste gruppentaktische Elemente vermittelt werden. Es gibt m.e. nicht das EINE System, das ganz toll funktioniert. ich spiele in der D 3-2-3. jeder muß aber immer noch jede position spielen.

    Auch während des Spiels wird immer wieder getauscht, sodaß sich der -stürmer- mal auf der Verteidigerposition wiederfindet.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Wie schaut denn dein Training typischerweise aus?


    Woran machst du fest, dass eure Probleme in erster Linie an der Offensive liegen? An der Tordifferenz?


    Den heiligen Gral der Übungen wird dir hier allerdings wahrscheinlich keiner liefern können.

    Also das Training war bisher immer anteilig gleich Technik oder Ausdauer und meist am Ende die letzten 20 Minuten Match. Gott sei Dank habe ich jetzt ab und an Hilfe und kann so mehr Übungen (mehr aufbauen und in Gruppen damit die nicht lange warten müssen) machen (sind schon teilweise 20 Kids). Übungsmatches gibt es im Training jetzt nicht mehr im Moment, nur Übungen (haben aber viele Freundschaftsspiele).

    Geht das Spiel zu sehr über außen?

    Die ersten 10 Minuten gehen die schön über den Flügel, hinterlaufen, wieder rein usw., dann gehts los wie oben, als würde einer die ABtterie rausnehmen. Wenn dann Ball erobert ---> direkt durch die Mitte ---> natürlich Ballverlust, oder wenn doch durchgekommen, Schuß direkt auf Torwart *Kopf schüttel*.

    Leider kann ich die nicht 2 Spiele auf die Bank setzen, weil ich sonst gar keinen mehr hätte vorn.

    Oder sind die einfach noch zu jung?

    Letztens habe ich einen Stürmer als Strafe hinten hingestellt, Katastrophe, der stand da als würde er auf Weihnachten warten.


    Also liegt es an der Spielauslösung, Umschaltspiel nach Ballgewinn, oder im Spielaufbau generell?

    Zu allen gibt es unzählige Spielformen, die je nach -Bedarf- auf Ballhalten in Drucksituationen (mit Anschlußaktion für deinen Fall), Umschaltspiel nach Ballgewinn, etc. etc. abzielen.

    Also es fängt immer super an, 10 bis 15 Minuten, da sind wir auch meist die stärkeren auf dem Platz, das Spiel wird ordentlich aufgebaut, bis vorn, meist klappt der Abschluss nicht. Aber dann kommt der Einbruch, egal ob die einen rein bekommen haben oder nicht. Mittelfeld bleibt einfach dumm stehen und hilft bei Kontern null. Hinten die Abwehr dann zu viert gegen die andere Mannschaft. Nur zwei Abwehrspieler haben Stammpositionen. Sonst wird durchgewechselt.

    Vielleicht haben wir auch ein Motivationproblem (wie macht ihr das??)oder die sind nach 10 Minuten so fertig, dass die nicht mehr können. Ich weiß es nicht, zugeben würde es wohl keiner.


    Ich probier dann mal 3-2-3 am Samstag.

  • Also das Training war bisher immer anteilig gleich Technik oder Ausdauer und meist am Ende die letzten 20 Minuten Match. Gott sei Dank habe ich jetzt ab und an Hilfe und kann so mehr Übungen

    Übungen gut und schön, leider fehlt nur durch Üben der Bezug zum Spiel. Der perfekte Bewegungsablauf wird dir nichts bringen, wenn diese Situation nicht exakt so wie eingeschleift im Spiel vorkommt. Auch fällt in den reinen Übungsformen meist der Wahrnehmungs- und somit der Entscheidungsprozess weg, d.h. deine Spieler machen es, weil es so vorgegeben ist. Sie führen nur aus. Im Spiel aber müssen Entscheidungen getroffen werden, was nur geht, wenn deine Spieler bereits im Training Spielerfahrungen sammeln konnten.

    Wenn ich dich jetzt richtig verstehe und du zwischen Übungs- und Spielform differenzierst.

    Vllt. bringt es dir etwas, wenn du im Training auf G-A-G (Spielform - Übung - Spielform) umstellst. Im besten Fall erreichst du dadurch, dass deine Spieler erkennen, warum eine bestimmte Technik gerade verbessert wird und sind somit motivierter und aufnahmefähiger. In der wiederholten Spielform kann die geübte Technik dann direkt angewendet werden.

    Übungsmatches gibt es im Training jetzt nicht mehr im Moment, nur Übungen (haben aber viele Freundschaftsspiele).

    Übungsmatches? Meinst du damit im Training 9vs9 zu spielen? Falls ja, dann kannst du getrost drauf verzichten.

  • Bettybo26

    Willkommen im Club. Bin mit meiner Truppe jetzt auch in der D-Jugend angekommen. Mit ähnlichen Problemen zu Beginn.


    Das wichtigste wurde hier ja auch bereits genannt. Du musst analysieren woran es liegt das du zu deinem Ergebnis "zu wenig Tore" kommst.


    Zu viel 1gg1?

    Spielaufbau ?

    Umschaltspiel bei Ballverlust?

    usw.


    In meinem Fall waren es zum einen die vielen 1gg1 und, bedingt durch fehlende Erfahrung auf dem größeren Feld, ein schlechtes Stellungsspiel bzw. fehlende Raumaufteilung und das bespielen dieser.


    Geholfen haben in meinem Fall "Horst Wein Übungen" modifiziert aufs 9er Feld. z.B habe ich das 3gg0 auf 5gg0 (6er plus Stürmer) erweitert. Gesteigert mit Dummys auf den "Typischen Positionen" der Gegenspieler (Abwehrspieler und Mittelfeldspieler) und dann eben ein 5gg3 oder 5gg5.

    Für meine Spieler war es schlicht das wichtigste zu erkennen welchen "neuen" Möglichkeiten das größere Feld bringt und welche Räume dabei entstehen und bespielt werden können. Das ganze lief auch über (In Summe) fünf Einheiten mit viel Erklären, fragen und anschließenden Spielformen auf dem selben Feld usw.


    Letzteres ist in meinen Augen auch ein enormer Faktor beim Umstieg auf 9er Feld. Trainiere und spiele auf den Abmaßen (v.a. in der Breite) des Feldes. Klar kein 9gg9, aber auf ein 4gg4 oder 5gg5 kann auf Bereichen des 9er Feldes gespielt werden.

    Stichwort: Dort Trainieren wo es im Spiel auch auftritt.


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

  • Danke für die Anworten, schreibt doch mal wie ein Training bei Euch aussieht.


    Ich trainiere vor allem Ballkontrolle und Passgebung bis zum Erbrechen, weil die Pässe meist nicht richtig, zu lasch z. B. arrogant mit Schuhspitze, ausgeführt werden.


    Oder 4g4 und 5g5, mit kleinen Minitoren, aber die Tore zählen dann nur wenn mindestens 3 mal abgespielt wurde vorher, das klappt auch super eigentlich.


    Ja sonst habe wir immer am Ende Match gemacht, 9g9. Aber die sehen das eher als Spass und Belohnung, deshalb habe ich damit aufgehört.

    Man muss auch sagen die 2007er sind besser als die 06er, denn die haben letztes Jahr auch schon D gespielt und dazu noch ihre E Spiele, die sie fast alle gewonnen haben.


    Die 1. Mannschaft im Nachbarverein spielt manchmal im Training Handball? Macht das Sinn?


    Ich denke ein Problem ist auch die Lauferei, die rennen zuviel anstatt zu passen und haben dadurch keine Luft mehr.😥


    Ich danke Euch jedenfalls, ist sicher schwer so von aussen was sagen zu können. Wie wenn einer anruft "Mein PC ist kaputt" und man nix sieht. Ferndiagnosen sind immer schwer.🤣

  • MightyReds hat das gut beschrieben.


    vllt. würde ich einen Stürmer(begreift er sich so?) nicht als -Strafe- hinten reinstellen.

    Ich habe immer versucht den Kindern zu vermitteln, das es gar keine -Stürmer- etc. gibt, sondern im Jugendbereich nur

    -Fußballer- die eventuell grad mal auf einer Stürmerposition spielen. Wer sich rein als -Stürmer- im Kifu begreift, hat oft den -Drang- auch nur das zu tun, was er als Stürmer FÜR SICH definiert. Das liegt oft Welten auseinander mit dem was wir darunter verstehen. Solange es -gut- geht wird auch oft nicht eingegriffen. der darf vorne ruhig stehen bleibe, macht ja seine buden und mannschaft gewinnt. Wenn man das einreißen läßt und plötzlich anderes Verhalten erwartet wird es schwer. In allen kleinen Spielformen (5gg5 im D Jugendbereich, aber auch mal 3 gg.3 wechselnde Überzahlen mit unterschiedlichen Schwerpunkten) müssen die Jungs doch ohnehin alles spielen. Ist das manchem Egal, zählen Tore eben doppelt, wenn verteidigende Mannschaft nicht komplett in die eigene hälft rückt (Feldgröße und Spielerzahl beachten!). etc.etc. darauf aufbauende korrekturübungen wie MightyReds beschrieb und dann wieder Umsetzung in einer Spielform.

    die Erfahrungen von totog habe ich nicht gemacht. Die E Jugendjungs sind klasse -umgestiegen- allerdings ist die mannschaft gemischt, sodaß nur immer 4 von denen gespielt haben(daran mag es liegen). Die haben eher berichtet, wie toll das sei, soviel -platz- zu haben...

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Ich trainiere vor allem Ballkontrolle und Passgebung bis zum Erbrechen, weil die Pässe meist nicht richtig, zu lasch z. B. arrogant mit Schuhspitze, ausgeführt werden.

    Trainiere das doch (falls du es nicht ohnehin tust) z.b. mal in kleiner Spielform mit Passtoren, die vor Torabschluß durchspielt werden müssen. Da hast Du gegner und zeit und raumdruck. minimiert das -arrogante- ;-)


    Zum Handball: ist mal ganz lustig Übung zu varieren, weil das Freilaufverhalten dann plötzlich anders wird, und einen Coachingansatz bringt(-besseres verständnis durch erleben)

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

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  • Ja sonst habe wir immer am Ende Match gemacht, 9g9. Aber die sehen das eher als Spass und Belohnung, deshalb habe ich damit aufgehört.

    Ich lasse meine Jungs (E-Jugend) meistens schon 15 Minuten spielen, gebe dann aber oft noch Optionen an, wie zum Beispiel : Habe eine weitere Linie 5 Meter hinter der Mittellinie. Wenn die Mittelfeldspieler nicht näher zum eigenen Tor stehen, beim gegnerischen Torerfolg, zählt das Tor doppelt, da sie nicht mit nach hinten gekommen sind.


    Ich habe für mich gemerkt, dass wenn ich die Jungs spielen lasse, nach gewissen Aktionen die mir auffallen unterbreche, den Gedankengang des Spielers erfrage und andere dann ggf. andere Sachen vorschlage, werden sie besser wahrgenommen.

    Dazu dann noch Aktionen, wie über die Aussen spielen, Pass in die Tiefe etc. mit Bonis belege (nicht als Regel mache) werden sie eher angenommen und auch später im Spiel umgesetzt. So wird kein bestimmtes Schema eingeschliffen und sie haben nicht nur den Tunnelblick bestimmte Sachen zu machen, sie entscheiden selber, ob es passt oder nicht.

  • Wenn die Mittelfeldspieler nicht näher zum eigenen Tor stehen, beim gegnerischen Torerfolg, zählt das Tor doppelt, da sie nicht mit nach hinten gekommen sind.

    und

    zählen Tore eben doppelt, wenn verteidigende Mannschaft nicht komplett in die eigene hälft rückt


    Oh das ist eine gute Idee, denke das wird die echt "wurmen", doppelt zu kassieren. ;)

    Trainiere das doch (falls du es nicht ohnehin tust) z.b. mal in kleiner Spielform mit Passtoren, die vor Torabschluß durchspielt werden müssen.

    Ja das machen wir auch :thumbup:


    Vielen Dank für die Tipps und Vorschläge :)

  • Faulheit und Stehenbleiben.

    Meine Lieblingsübung zu dem Thema ist, beim Abschlussspiel rechts und links auf die Seitenlinien je drei Bälle auf Hütchen zu positionieren. Wenn blau den Ball ins Aus gespielt, darf rot sofort einen der bereitliegenden Bälle nehmen. Blau muss den ersten Ball holen und wiederum auf das freie Hütchen legen. Solange ist Blau in Unterzahl. Da wird Faulheit/Stehenbleiben reichlich bestraft...

  • Meine Lieblingsübung zu dem Thema ist, beim Abschlussspiel rechts und links auf die Seitenlinien je drei Bälle auf Hütchen zu positionieren. Wenn blau den Ball ins Aus gespielt, darf rot sofort einen der bereitliegenden Bälle nehmen. Blau muss den ersten Ball holen und wiederum auf das freie Hütchen legen. Solange ist Blau in Unterzahl. Da wird Faulheit/Stehenbleiben reichlich bestraft...

    Danke werd ich auch mal probieren.


    Gestern haben wir mal wieder zum Trainingsabschluss Match gemacht, große Freude, die nicht lange hielt bei den "Stehenbleibern", denn die mussten gegen die Abwehrspieler spielen mit dem Zusatz wie von Euch empfohlen Gegentore doppelt zu zählen wenn die nicht alle in die eigene Hälfte zurückkommen. Schwuppdiwupps lagen die mit 4:1 hinten.:D Uiuiui da gings aber ab. Die letzten 10 Minuten stand keiner von denen vorne rum um auf die Pizza zu warten. :thumbup: Mal sehen wie es Samstag läuft.


    Grüße

  • Herzlichen Dank hier in die Runde für die Ideen, immer wieder schön mitzulesen.


    Trainer E  

    Wie du schon vermutest habe ich sowohl die "Alten" als auch den jungen Jahrgang in meiner -jugend aus dem Kleinfeld übernommen da wir letztes Jahr nur eine D6 hatten. Ich denke das mir das nächstes Jahr mit einer Kaderhälfte die bereits D9 gespielt hat erspart bleibt.


    Zu den Linien und Toren,

    ich habe das ganze bisher nur zum "herausrücken" verwendet. Somit "Tore zählen nur wenn alle in der Gegnerischen Hälfte stehen". Führt zwar in Verbindung mit abseits zu einem ähnlichen Ergebnis, der Fokus liegt aber eher auf den Abwehrspielern. Die Idee das ganze auf die Angreifer und Mittelfeldspieler zu fokussieren finde ich aber auch gut.


    Eine Frage stellt sich aber noch. Nato80 wenn du die Linie auf die Mittelfeldspieler beziehst, was ist mit den/dem Stürmer. Darf der bleiben wo er will?

    Mit Abseits wird sich das in Grenzen halten, ich neige aber fast dazu beides zu kombinieren. also Stürmer hinter Mittellinie und Mittelfeld noch weiter zurück sonst zählt es doppelt!


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

  • Ich lasse "klassisch" einen Stürmer vorne bei den gegnerischen Abwehrspielern stehen. Habe 2 verschiedene Typen, der eine etwas "robust" (geht aber aktuell in die Höhe, bei gleichbleibendem Gewicht) gebaut, nicht so schnell. Er macht die Bälle fest, geht in Zweikämpfe oder verteilt die Bälle und dann sind da noch meine 2 Konterstürmer der die Bälle in die Tiefe gespielt bekommt. Beim zweiten Typ bin ich auch eher geneigt dazu, die mit nach hinten gehen zu lassen, aber Typ 1 ist dafür einfach zu langsam.


    Ich weiss, ist nicht 100 prozentig Konform mit der generellen Regel, alle zurück, alle vor, aber irgendwie hat sich unser Spiel auf Geschwindigkeit und schnelles Spielen ausgelegt.

    Abseits haben wir erst in 2 Jahren und bis dahin wird das thematisiert und umgesetzt.

  • Nachdem ich hier ja groß über Räume auf dem neuen Feld und die Abhilfe dafür geschrieben habe, musste ich gestern feststellen dass wir jetzt ein ganz anderes Problem haben, was aber in diesen Thread super passt.

    Nachdem wir in den ersten Spielen gegen die stärksten Mannschaften unserer Klasse antreten mussten hatte ich bisher den Fokus eher auf die Ordnung und den Spielaufbau gelegt. Den ersten Sieg konnten wir dann gegen eine klar unterlegene Mannschaft einfahren, so dass ich wieder eher am Versuchen und umstellen war.

    Am Wochenende kam dann der erste Gegner auf Augenhöhe. Nach allen Einheiten zur Defensive und Aufbau konnten wir aber auch hier den Ball eigentlich über 60min behaupten und ließen nur einen einzigen Schuss auf unsere Tor zu. Allerdings, und damit zum Problem, schafften wir es auch (ganz Bayern Typisch) nicht selbst Gefahr auszustrahlen bzw. Zug zum Tor zu entwickeln.

    Nachdem ich dies bis gestern noch der kompakten Verteidigung unseres Gegners zugeschrieben habe muss ich hier nun doch Hilfe suchen. Gestern im Training habe ich die Jungs eine modifizierte H.Wein Übung durchlaufen lassen. 3gg0 auch einer Hälfte des 9er Feldes mit zwei normalen Kleinfeldtoren Toren. Hätte besser sein können, war aber auch nicht schlecht. Also modifiziert und 3gg1+TW gespielt.

    Die Spieler laufen also von drei Startpunkten (Außen-Mitte-Außen) zu dritt auf einen Verteidiger und sollten zum Abschluss kommen. Meine Persönliche Erwartung dabei war das wohl ca. 90% der Angriffe zu einem Abschluss kommen sollte und (hoffentlich) mehr als 50% im Tor landen.

    Das Ergebnis sah aber so aus das ich, von dann gezählten, knapp 40 Durchläufen gerade einmal vier Abschlüsse aufs Tor (oder in die Nähe) sah und gerade einmal zwei Treffer erzielt wurden. Viel lieber spielen sich meine Spieler den Ball auch in der Box nochmals zu versuchen den Verteidiger noch ein weiteres mal zu tricksen. An eine Variation zum 3gg2 usw. war hierbei also gar nicht zu denken.

    Natürlich ist es schön wenn die Spieler dazu in der Lage sind, ich würde aber auch gerne etwas Zug zum Tor entwickeln. Daher meine Frage in die Runde, habt ihr hierzu Übungen oder Variationen die hierbei helfen können?

    Aktuell überlege ich im nächsten Training ein oder zwei weitere Verteidiger hinter den Angreifern zu platzieren um bei zu langsamen angriffen die Überzahl aufzuheben. Ich denke das ist auch spiel nah, da auch hier die Verteidiger zurückkommen. Allerdings ist es damit (so mein Gefühl) auch enorm gesteigert, weshalb ich mir nicht sicher bin.

    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

  • Der -Zug- zum Tor, bzw. zum Torabschluß zu kommen, fehlt auch meinen Jungs bisweilen. (wobei ich den causalen Zusammenhang zum Training bisweilen nicht erkenne ;-( )

    Deine modifizierte H.Wein Übung finde ich eigentlich ganz gut.

    Den Schwerpunkt, Überzahl schnell ausspielen und zum Abschluß kommen, trainiere ich eigentlich noch klassisch mit

    folgender Übung: Jugendtor mit TW. 2 MAnnschaften. Jeweils am Ende des Feldes, gemischt aufgestellt in Reihe(also a,b,a,b etc. ) Erster Spieler läuft mit ball ein, freier Torschuß, danach direkt Spieler 2, 1 wird zum Abwehrspieler, danach Spieler 3, der in Überzahl mit 1 spielt(2 wird zum Abwehrspieler) etc. etc.

    Anschlußaktion auf gegenüberliegende Minitore(2).

    Bei Torabschluß, aus, etc. startet immer direkt der nächste.

    Du hast hier Zeit und Gegnerdruck, sowie zunehmend Raumdruck. WEnn Du den SChwerpunkt auf schnellen Torabschluß setzt, reines Coaching der Offensivaktionen. (nach der Übung).

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Trainer E

    Super, auch eine Übung die die Jungs bereits aus unserer Funino Zeit kennen.


    Wobei ich zugeben muss das dies nun genau der Punkt ist den ich Funino als negativ anlaste. Aber das Thema hatten wir ja schon in einem anderen Thread.


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

  • Wie gesagt, mein Thema ist das auch bisweilen.

    Ich habe mit Exerlights ein Tool das die Kids auch auf Jugendtore zum schnellen Abschluß -zwingt-. Nämlich über die Umschaltphase. Ist natürlich auch ohne zu machen, nämlich in dem man Intervalle festlegt , bevor das zu bespielende Tor wechselt(gut ist auch wieder Funino like)... der Wechsel innerhalb der Teams ist noch zeitdruck-belasteter- da die Kids wissen, das ein Intervall z.b. nur 30 Sekunden dauert und Sie innerhalb dieser Zeit zum Torabschluß kommen müssen.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

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