Ausbildungs-Orientierung statt Ergebnis-Orientierung im Kinderfußball

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  • Wenn man davon ausgeht, dass, wie hier schon öfters genannt, man erst ab 11v11 Mannschaftstaktik entwickeln soll, frage ich mich, wie das dann geht. Die wenigsten Vereine werden 22 Mann bei jedem Training haben. Wie kann man ohne 22 Spielern Mannschaftstaktik trainieren?

    Dafür brauchst du ja keine 22 Mann. Je nachdem was du trainieren willst, schneidest du das aus und überlegst dir eine Spielform im angepassten Feld.

  • Das ist genau das Problem im Fußball, dass es keine einheitliche Definition gibt, daher auch sehr viel "Stammtisch" dabei. Ziel muss es sein eine einheitliche Definition zu finden, die überall auf der Welt im Fußball seine Gültigkeit hat. Solange dies nicht gegeben ist, werden sich auch stets Halbwahrheiten herumtreiben, die den Sport an sich nicht verbessern.

    Sobald du den Spielern sagst, dass wir alle gemeinsam Angreifen und alle gemeinsam Verteidigen ist es eine mannschaftstaktische Vorgabe.

    Dabei stimme ich dir absolut zu.

    Du investierst die Zeit lieber in Techniktraining? Kannst du mir bitte erklären, was für dich Techniktraining bedeutet und wie du eine...

    Nein, warum?


    ch bin ebenfalls Hobbytrainer -> Hauptberuflich Webentwickler. Ist der Hobby-Trainer eine Ausrede dafür, dass man sich in diesem Gebiet nicht verbessern möchte? Es geht doch darum die Spieler besser zu machen und je besser ich als Trainer ausgebildet bin, desto besser sollten auch die Spieler werden. Ausbildung bitte nicht gleich mit Lizenzen setzen.


    Sollten manche Abgrenzungen als in diversen Fachbüchern anders dargelegt sein lerne ich gerne dazu, ich denke aber das ich dadurch nicht anders mit meinen Spielern arbeiten werde.


    Dann lernst du allerdings auch nichts dazu, sondern machst genauso weiter wie bisher.

    Doch, ich lerne die richtigen Begriffe. Dennoch sehe ich in deiner sicherlich löblichen Bestrebung alle Hobbytrainer auf eine einheitliche Sprache zu bringen für meine Arbeit auf dem Platz nicht als zwingende Voraussetzung.
    Auch wenn hier "unter Hobbytrainern" sicherlich häufig falsche oder ungenaue Begriffe und Definitionen verwendet werden, und zu deinem Graus für immer im Netz stehen, habe ich hier vieles gelernt und für mein Hobby mitgenommen. Und dennoch bin ich gerne bereits Definitionen und Begriffe die ich bisher falsch verwendet habe richtig zu lernen. Trotz allem werde ich deshalb morgen nicht anders trainieren als heute, was nicht mit "wie immer" zu tun hat.


    Warum sollte ich z.B. die Grundlagen des Verteidigens zu zweit morgen anders lehren nur weil ich nun von dir weiß das es sehr wohl auch Mannschafts-taktische Elemente sind?


    Ich persönlich finde mir mein Hobby dazu zu Schade denn trotz aller trotz aller falsch verwendeten Begriffe, die auch in meinem anderen Hobby in gleichen Maße verwende, konnte ich mich z.B. 2015 für eine WM in diesem Sport qualifizieren. Daher finde ich das Thema einheitliche Sprache gut und wünschenswert, für mich persönlich aber nicht als oberstes Ziel.


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • Es würde mich einfach interessieren, was du unter Technik im Fußball verstehst und wie du diese dann Trainierst. Wenn du sagst du legst großen Wert auf Techniktraining, in dem du darin viel Zeit investierst, dann musst du doch erklären können, was du machst und was Technik für dich ist.


    Fliegen ist übrigens auch ein Hobby und da hat man eine einheitliche Sprache. Dort sind auch die Begriffe und Definitionen ganz klar und nicht ungenau oder werden falsch verstanden.


    Du wirst also nach wie vor so trainieren wie du bereits trainierst, obwohl du mittlerweile weißt, dass einige Dinge falsch oder ungenau sind?

  • Es würde mich einfach interessieren, was du unter Technik im Fußball verstehst und wie du diese dann Trainierst. Wenn du sagst du legst großen Wert auf Techniktraining, in dem du darin viel Zeit investierst, dann musst du doch erklären können, was du machst und was Technik für dich ist.

    Eben das habe ich nie behauptet, scheint aber normal zu sein anderen Worte in den Mund zu legen!


    Ich hätte ebenso gut schreiben können ich gehe lieber mit meinem Team ins Freibad um den Teamgeist und Spaß zu fördern. Das hätte zu vergleichbaren Fragen geführt. Also Nein.


    Und da du so gerne mit Fragen, ohne eigene antworten arbeitest,

    Warum sollte ich z.B. die Grundlagen des Verteidigens zu zweit morgen anders lehren nur weil ich nun von dir weiß das es sehr wohl auch Mannschafts-taktische Elemente sind?

    warum also sollte ein anderer Begriff zu einer Veränderung führen?


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • Daher investiere ich diese Zeit lieber in Techniktraining und Spaß.

    Deine Worte => Mehr Zeit in Techniktraining als in Taktik.


    Ich frage mich gerade, warum du der Frage aus dem Weg gehst? Was ist Techniktraining für dich und wie trainierst du Technik anhand eines Beispiels? Wenn du da viel Zeit investierst, muss es doch einfach sein dies zu beantworten.


    Ich kann dir die Frage nicht beantworten, da mir die Grundlage fehlt. Du hast in keinem Post erwähnt, wie du die Grundlagen des Verteidigen zu zweit schulst.

  • zu deiner Frage 1: wie beibringen: die Kinder Fehler machen lassen. Sie lernen es selbst.

    du wählst nur die passende Übungsform und Spielform.

    zu 2: auch nicht, vor allem dann nicht, wenn wie du schreibst die Kinder nicht in der Lage sind. Du kannst dir Kinder fragen, wie sie die situation wahrgenommen haben, das genügt.

    zu 3: natürlich auch nicht, lass die Kinder spielen. So weißt damit nicht positiv, sondern negativ auf das Spiel ein, weil du den Kindern damit die entscheidungen nimmst und angeblich sogar dadurch die Fehlerquote steigt. (leider habe ich keine Ref.)

    Mich beschäftigt dieses Thema schon länger, aber ich habe immer noch Probleme, Deine Ratschläge in die Praxis umzuetzen


    Zu 1: Lernen Sie es schnell genug selbst, oder finden sie manchen Lösungswege erst nach Jahren? Ich hätte da Beispiele...


    ZU 2: Wann soll ich Fragen? GGf im Training, Spiel 7:7 ?


    Zu 3: Verstehe ich am besten und gelobe Besserung X/. Bereits jetzt achte ich, wenn ich den Affen mache darauf, nur positiv zu coachen und Nie, Nie die Kids bloßzustellen. "Was machst Du da" ist ein No Go, "Lauf Dich frei" geht gerade noch.

    Aber: Wenn ich bestimmte Dinge erst nach dem Spiel anspreche, können die Kids sich meist gar nicht mehr an die jeweilige Situation erinnern. Wo soll da ein Lerneffekt eintreten?


    Wäre das Thema vielleicht einen eigenen Thread wert?

    Die Punkte 1,2,3,4, 5, 7 und 8 kann ich nachvollziehen.

    Bei Punkt 6, 9 und 10 würde ich widersprechen. Es kommt darauf an, wie man es macht.

  • EnterTrainer

    Bei Punkt 3 hole ich mir die Kinder direkt nach der Aktion an die Seitenline und befrage sie mit einfachen Fragen damit sie sich selbst die Antwort geben können.

    Mache ich auch wenn der kleine Messi mal 3 Gegner vernascht und ein schönes Tor macht. Da frage ich noch nach Alternativen anstelle zum Tor. Wenn sie mir die richtige Antwort geben können ist das Match schon ein Erfolg gewesen.


    Ich versuche den Kindern auch immer zu vermitteln das der Kopf das wichtigste ist beim Fußball. Deswegen versuche ich sie auch dort abzuholen und nicht wie zb bei der Technik. Gebe in jedem Training fast keine Akustischen Signale. Bin zu 90% auf Visuelle Signale umgestiegen um einfach eine höhere Aufmerksamkeit zu erzielen. Die Jungs sind bei direkten Wettkämpfen viel konzentrierter und das wirkt sich auch auf das Spiel aus weil sie dort die Umgebung mehr wahrnehmen.


    Wenn wir zb auf 4 Tore spielen, markiere ich die Tore immer mit Farben. Wenn die Ballführende Mannschaft den Ball hat signalisiere ich manchmal eines der beiden Tore und dieses zählt dann doppelt. Mittlerweile coachen sich die Kinder gegenseitig um die doppelten Punkte zu erreichen.

    Teilweise locke ich sie mit diesen Vorgaben auf die numerisch unterlege Spielhälfte um es schwieriger zu gestalten. Manche erkennen den Nachteil und wiegen ab besser einen Punkt zu machen anstelle Rosiko auf zwei Punkte zu gehen mit dem Wissen das es vielleicht gar keiner wird weil man numerisch unterlegen ist.

  • Ich frage mich gerade, warum du der Frage aus dem Weg gehst? Was ist Techniktraining für dich und wie trainierst du Technik anhand eines Beispiels? Wenn du da viel Zeit investierst, muss es doch einfach sein dies zu beantworten.


    Ich kann dir die Frage nicht beantworten, da mir die Grundlage fehlt. Du hast in keinem Post erwähnt, wie du die Grundlagen des Verteidigen zu zweit schulst.

    Ja, ich folge deinem Beispiel und Antworte mit Gegenfragen, am besten noch mit einem Themenwechsel!


    Das ursprüngliche Thema war ein anderes und bei diesem wäre ich gern verblieben! Scheint sich aber auch erledigt zu haben.

    Bin Raus!


    Grüße

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • EnterTrainer

    Das Buch Spielintelligenz im Fußball kindgemäß Trainieren. Da ist schon vieles drin. Von simplen Dingen über FUNino bis hin zu FORMino usw.


    maider187

    Warum holst du den Mini Messi nach 3 erfolgreichen Dribblings und dem anschließendem Tor vom Platz? Er hat ein Tor gemacht un 3x erfolgreich ein 1v1 gelöst.


    Auch akustische Signale fördern die kognitiven Fähigkeiten und sollten damit auch vorkommen. Kognition fordert alle Sinne wie Auditiv, Visuell oder auch Taktil. Du schulst ohne akustische Signale visuelle Fähigkeiten und verzichtest auf die auditiven Signale. Wenn man die Spieler mit Rechenaufgaben oder Zahlen in Aktionen fordert, schult das ebenso dir Kognition.


    totog

    Danke. Du hast von der Wichtigkeit des Techniktrainings gesprochen, da wollte ich wissen, was du unter Technik verstehst um eine Grundlage zu schaffen. Da ich es nicht weiß und du es nicht sagen willst, ist die Diskussion nutzlos, auch für andere User.

  • Ich bin hier nicht an Produktwerbung interessiert wie parallel Funino Thread im geschehen und von F.T. unterstützt, sondern bitte andere User um praktische Tipps zur konkreten Schulung der Entscheidungsfindung, die auch den Kids Spaß machen.

  • fussballschule_tirol

    Ich hole Mini Messi ja nicht vom Platz. Ich frage ihn nach weiteren Alternativen und wenn er mir darauf Antwortet das er noch aufspielen hätte können fragen ich noch wohin und zu wen. Das war es dann auch schon und er kann weiterspielen.


    Ich habe nie gesagt das ich auf akustische verzichte denn ich lasse ja auch in Übungen rechnen, Farben aufsagen oder auch lesen. Somit erfülle ich alle deine Kriterien.


    EnterTrainer bezüglich der Bücher kann ich fussballschule_tirol nur beipflichten. Waren meine ersten Bücher die ich gelesen habe. Habe erst kürzlich wieder mit Fußball durch Fusball begonnen weil auch erst vieles Zusammenhängender wird wenn man mit ältern Kindern oder Erwachsenen arbeitet

  • maider187

    Gebe in jedem Training fast keine Akustischen Signale. Bin zu 90% auf kognitive Signale umgestiegen um einfach eine höhere Aufmerksamkeit zu erzielen.

    Das was du da schreibst ist nicht korrekt. Es gibt keine kognitiven Signale sondern Methoden um die kognitiven Fähigkeiten zu verbessern. Bitte verwechsle oder vermische nicht Begriffsdefintionen.


    Machst du das mit Mini Messi im Spiel oder nur im Training?

  • maider187

    Finde ich kontraproduktiv im Spiel. Im Training gut, aber im Spiel nicht. Beim Spiel soll er frei aufspielen können und ständig in der Situation bleiben. Du nimmst ihn an die Seitenlinie, obwohl das Kind seinem natürlichen Spieldrang nachgeht. Er hat also gar keinen Bock und möchte nur spielen. Weiters riskierst du dann in Unterzahl ein Tor zu bekommen nur, weil du dich als Trainer jetzt wichtig machst und den Spieler, obwohl erfolgreiche Aktion zu dir holst. Ein einfaches "super Aktion" reicht, weil sie erfolgreich und gut war. Wer 3x 1v1 geht und dann noch das Tor macht, hat alles richtig gemacht.

  • fussballschule_tirol

    Und was ist so schlimm an einem Gegentor? Ich spreche hier von den kleinsten und da dauert es bis die richtige die Antwort kommt um die 10 bis 15 Sekunden. So lange brauchen auch die restlichen Kinder um sich wieder zu orientieren, den Ball zu holen und wieder mit dem Spiel zu beginnen.

    Habe ja nie behauptet das Mini Messi etwas falsch gemacht hat, ganz im Gegenteil ich möchte ja nur wissen ob er zusätzlich schon mitbekommt was um ihm herum geschiet