Kleinere Probleme in der F Jugend - Start als Trainer

  • Moin,
    trainiere seit Mai ungefähr zum ersten Mal eine Mannschaft (F-Jugend, 2009er).
    Die Mannschaft besitzt nicht wirklich viel Qualität, trainiere die Jungs zusammen mit meinem Vater (einiges an Erfahrung, allerdings eher noch von der älteren Sorte.), aber irgendwo muss ich ja anfangen und es macht alles relativ viel Spaß.
    Die Eltern spielen noch auch sehr gut mit, Training versuche ich nach Horst Wein(gestern kleine pop-up Tore gekauft) aufzuziehen (klappt allerdings nie zu 100%, weil Schuhe zubinden, extrem starker Wind, alles so kleinere Dinge.), bin damit auch recht zufrieden.


    Nun ja, ich habe gewisse Probleme mit dem Finden der Aufstellungen. Wir sind 14 Spieler im Kader und es ist ja üblich 10 Spieler einsetzen zu dürfen und demnach auch mitzunehmen.
    1. fällt mir das Streichen von Kindern schon total schwer, da ich einerseits nach Trainingsbeteilligung und Einsatzzeit gehen möchte, anderseits auch nach Qualität gehen muss(Ja, F-Jugend sind Ergebnisse unwichtig, allerdings sollte man auch nicht untergehen.), da wir eben eher zu den schwächeren gehören und die Trainingsart zuvor eher nicht Horst Wein entsprach.


    Nun am Samstag, erstes Spiel gegen eine stärkere Mannschaft, fallen unsere zwei möglichen Torhüterkandidaten aus(wechseln oft.) und dazu noch zwei weitere Spieler.
    1. gibt es jetzt das Problem, dass wir kaum noch einen haben, der ansatzweise etwas hält, die Motivation dazu hat und sich traut. Zwei kommen nun in Frage, Kandidat A. war schon oft im Tor, ist vor meiner Zeit gewesen, allerdings wirkt das sehr hölzern, springt dazu sehr selten. Im Feld gehört er leider auch zu den drei "schlechteren" (Der möglichen 10.) Kandidat B., Neuzugang, habe ich heute das erste Mal im Tor im Training gesehen, macht das gut, könnte sich in naher Zukunft sogar mit den anderen beiden abwechseln(zwecks Rotation), allerdings ist er technisch und "taktisch" (soweit man das so sagen kann) schon sehr wichtig und würde uns im Feld (wie gesagt, die drei sind ja dabei.) sehr fehlen-
    Was also tun?
    Dazu kommt das mein Vater am liebsten noch einen der 10 Gestrichen hätte, weil es schon nervig ist, diese ständige Rotation im Spiel durchzuführen. Konnte ihn noch überreden es nicht zu tun, allerdings ist es schon arg anstrengend..


    Vielleicht schreibt ja jemand 1-2 Worte zu meiner chaotischen Trainer-"Karriere" :rolleyes::D

  • Alle mit. Dein papa hat unrecht. Völlig egal wer im tor steht. Hängt davon ab wie gelassen du bist oder ob ihr rumbrüllt.

    Nun ja, auch so ein schwieriges Thema, was ich hier woanders ja schon mal angegangen bin.
    Wir loben allgemein sehr viel, gerade auch im Spiel(bzw. da nur Ich/eine Person.) und ich gebe leider noch öfters Anweisungen(Ansonsten ists dramatisch), versuche das aber zu reduzieren.
    Der Torhüter wird allerdings nur gelobt.

  • Bei uns darf jeder, der will auch mal ins Tor. Einfach im Training fragen wer will und von den Freiwilligen 2 auswählen.
    Wichtig finde ich, dass schon in der Startaufstellung immer min. einer der schwächeren aufm Platz steht. Bei schwächeren Teams dann eben vorne im Sturm. Dann kannst du im Spielverlauf einen schwachen für einen schwachen wechseln und kommst gar nicht in die Verlegenheit, die schwachen auf der Bank schmoren zu lassen.


    Sicherlich kann ein TW ein Spiel entscheiden aber ist das wichtig? Wenn die Kinder stark unter Druck sind dann verlieren sie mit gutem TW 0:5, mit schwachem TW vielleicht 0:9... so what. Guck dir die kleinen Kicker und das riesen Tor an. Der TW ist doch eh die ärmste Socke aufm Platz in der Altersgruppe.
    Unsere starken TW sind auch starke Feldspieler und umgekehrt. In Spielen, die klar verloren gehen, neige ich dazu einen TW einzusetzen, der es noch übt. (wie gesagt: immer freiwillige). Wenn ein Spiel offen ist, dann lohnt schon mal, auf einen stärkeren TW zu setzen.


    TW ist nach Wein eh etwas unterrepräsentiert. Genauso wie der Torschuss auf ein Tor mit TW. Das muss man halt immer noch einbauen.

  • Hi Kleeblatt,


    ich sehe es fast genauso wie @Goodie


    Wenn du zwei hast die ins Tor möchten nimm die doch mit. Jeder eine Halbzeit. Machen wir jedes Spiel so. Wenn du nur einen nimmst wäre der andere mit Sicherheit enttäuscht. Zumal ja sonst wie ich dich verstehe die beiden anderen Torhüter spielen.


    Wir wechseln jedes Spiel. Bisher haben in 4 Spielen 8 Spieler je eine Halbzeit gespielt. Zum einen wollen alle und zum anderen finde ich es auch wichtig diese Perspektive einmal kennenzulernen.


    Mit dem Wechseln bei Feldspielern halte ich es auch genauso wie Goodie. Am Anfang immer einen starken mit draussen, so habe ich auf dem Feld immer einen Mix aus stark und schwach. Es hat auch jeder exakt die gleiche SPielzeit, unabhängig vom Ergebnis.


    Bei einem offenen Spiel anders zu reagieren als bei einem starken Gegner mache ich allerdings (noch) nicht. Vielleicht sollte ich das aber mal geschickt tun ohne das die Kids es merken, dann würden wir vielleicht mal einen Sieg einfahren. Bisher bin ich meiner Linie aber treu gewesen, auch wenn das nicht in erfolgreichen Ergebnissen mündet.


    Das ausbildungstechnisch richtige Konzept (ohne Taktik, feste Positionen und Bevorzugung) in der F kombiniert mit schwachen Spielern ist eine explosive Mischung die das Schiff mit den Kindern und Eltern ganz schön ins wanken bringen kann. Das habe ich schon relativ früh lernen müssen. Da ist dann Kommunikation gefragt :)


    Viele Grüße

  • So, haben tatsächlich beide "Ersatz-Torhüter" je eine Hälfte eingesetzt. der Stärkere kam zuerst ran, was sich auch schön beim Spielaufbau bemerkt gemacht hat.
    Eh unfassbar, sah noch nie so "viel nach Fussball" aus.
    Beide Torhüter hatten im Endeffekt kaum zu tun, da wir die Angriffe konsequent abgewehrt haben.
    Am Ende kamen auch fast alle 10 zu gleich viel Minuten, aber eher dem schnell hohen Ergebnis wegen, nicht weil ich viel Geduld mit den "Auswechselspielern" habe.
    Einer der Schwächeren war auch von Beginn an dabei und hatte durchaus überrascht.


    So ist es doch am schönsten, die nächsten Rückschläge kommen bestimmt.^^ (Hartes Training incoming.)


    Gut, habe leider erneut zu viel gecoacht, kann mich da kaum zurückhalten, wenn ich sehe das Hans nach einem verlorenen Ball nicht nachhinten arbeitet. Da muss ich einfach was sagen, ansonsten natürlich auch viel Lob.
    Wobei ich dieses "lauf" zurück, eher als Motivation sehe und es als nicht so schlimm emfinde. Aber das sieht wohl jeder anders.

    Das ausbildungstechnisch richtige Konzept (ohne Taktik, feste Positionen und Bevorzugung) in der F kombiniert mit schwachen Spielern ist eine explosive Mischung die das Schiff mit den Kindern und Eltern ganz schön ins wanken bringen kann. Das habe ich schon relativ früh lernen müssen. Da ist dann Kommunikation gefragt :) 

    Was soll das eigentlich heißen?
    Ich muss mich manchmal selbst bremsen, weil ich zu viele taktische Dinge im Kopf habe, aber so etwas wie "Flügelspiel" kann man schon langsam mit den jungs anfangen zu trainieren.

  • Was soll das eigentlich heißen?Ich muss mich manchmal selbst bremsen, weil ich zu viele taktische Dinge im Kopf habe, aber so etwas wie "Flügelspiel" kann man schon langsam mit den jungs anfangen zu trainieren.

    @Kleeblatt


    Mich würde interessieren, was du dir unter Training des Flügelspiels (bzw. Taktik allgemein) vorstellst, bzw. wie genau du das bei einer Kindermannschaft umsetzen würdest.

  • Zitat

    Gut, habe leider erneut zu viel gecoacht, kann mich da kaum zurückhalten, wenn ich sehe das Hans nach einem verlorenen Ball nicht nachhinten arbeitet. Da muss ich einfach was sagen, ansonsten natürlich auch viel Lob.
    Wobei ich dieses "lauf" zurück, eher als Motivation sehe und es als nicht so schlimm emfinde. Aber das sieht wohl jeder anders.

    Aber warum denkst du das der Spieler etwas lernt wenn er am Ende nur Kommandos vom Trainer befolgt? "Lauf hinterher!", "Hingehen!", "Angreifen!", "Schieß!" usw. sind doch klare Handlungsanweisungen und somit letzten endes Befehle welche du als Trainer erteilst.


    Warum nicht einfach "Franz komm spiel mit!" als Afforderung einführen? Voerteil, der Spieler entscheidet selbst ob nun Freilaufen, Angreifen oder zurück laufen gerade das beste ist. Du als Trainer musst hierzu natürlich auch in der Lage sein eine Fehlentscheidung zu akzeptieren.
    Als Lösungsansatz bei Fehlentscheidungen hast du dann immer noch die Möglichkeit deinen Franz im Anschluss zu dir an die Linie zu rufen und ihm zu Erklären was falsch war. (Idealfall in Frageform mit Lösungsfindung im Kopf des Spielers).


    Natürlich spiel ich in diesen 20-30sekunde mit einem Spieler weniger. Das nächste (spätestens übernächste) "Spiel mit!" wird aber deutlich effektiver sein.




    Was soll das eigentlich heißen?Ich muss mich manchmal selbst bremsen, weil ich zu viele taktische Dinge im Kopf habe, aber so etwas wie "Flügelspiel" kann man schon langsam mit den jungs anfangen zu trainieren.

    Natürlich kann man. Aber ist es nicht einfach wieder "machen was der Trainer sagt"? Warum nicht im Training immer wieder die Vorzüge einer entsprechenden Entfernung zwischen den Spielern beim Passspiel bearbeiten? Sollte der Pass dann in den Köpfen der Kinder als bessere Option ankommen wird sich eine Feldaufteilung von selbst ergeben.
    Auch wenn es hart ist zu hören; aber viele F-Kinder wollen aber einfach denn Ball noch nicht hergeben. Das hat aber auch zur Folge das viele 1gg1 Situationen entstehen. Also was ist daran schlecht? - Außer vielleicht das Ergebnis auf den Scoreboard und damit ggf. die Reputation des Trainers?



    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • @totog: ich weiß, was du meinst, aber ich möchte anhand deines Beispiels mal darstellen, wie schwierig das ist. Ich nehme dazu mal hauptsächlich das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun "Vier Ohren Modell" bzw. "Vier Seiten einer Nachricht".


    Kommando vom Trainer: "Lauf hinterher!" - dem Ball? meinem Mitspieler? dem Gegenspieler? Nehme ich die Sachebene, dann ist es nicht konkret. Nehme ich die Beziehungsebene, dann könnte ich sagen, der kritisiert mich immer. Aus der Selbstoffenbarungsebene könnte man vermuten, der Trainer hat Angst ein Tor zu bekommen oder der Trainer ist unzufrieden, dass er dies im Training noch nicht trainiert hat. Als Appell: ich soll mich bewegen.
    Aufforderung von dir: "Spiel mit!" Auf der Sachebene: ja, mache ich gerade - ich stehe ja auf dem Platz und nicht daneben. Beziehungs-, Selbstoffenbarungs- und Appellebene können genau gleich wie beim Trainerkommando sein.


    Auch der Satzbau unterscheidet sich nicht (kurz (nicht konkret) und Ausrufezeichen am Ende).



    Wer fragt, der führt - und das meistens in seine Lösungsrichtung bzw. Lösungsmöglichkeit (erlebe ich zumindest oft bei Führungskräften und Trainerkollegen) -> er könnte es auch gleich sagen (meinen Lösungsweg geht er ja nicht mit).
    Fehlentscheidung gefällt mir auch nicht - ich finde toll, dass eine Entscheidung getroffen wurde. z.B. Fehlentscheidung: Spieler schießt aus spitzem Winkel anstatt dem alleine freistehenden in der Mitte vor dem Tor zuzuspielen -> wer sagt mir, dass der Spieler in der Mitte das Tor getroffen hätte? Wer sagt mir, dass man aus dem Winkel kein Tor schießen kann? Welche Wahrnehmung hatte der Spieler?
    Am Rande eine Anekdote: ehemalige Jugendtrainer (alles Fußballlehrer) von Mario Götze berichteten mir, dass sie geneigt waren reinzuschreien und eine Lösungsmöglichkeit anzubieten und Mario Götze immer eine bessere, genialere Lösung gefunden hat - das wäre ein Hinweis gar nicht rein zu schreien (mein Gefühl sagt mir auch, dass bei besseren Spielern weniger reingeschrien wird als bei schlechteren).



    Ich habe mich ja schon geoutet, dass ich auch reinschreie. Ich verwende bzw. verwendete oft "Spiel mit!" und "Mach mit!" (deshalb mache ich mir darüber auch Gedanken :) ). Ich arbeite an mir, dass ich die Kinder bestätige und ihnen eine weitere Handlungsoption mitteile: "Guter Schuss. Hast du XY gesehen?" "Ja, traue es dir zu" z.B. beim Dribbling (keine Ahnung ob es auch ein Dribbling wird) oder "Gute Idee. Mit dem linken Fuß wäre es wahrscheinlich einfacher gewesen." Und ich spreche in der "ich" Form: "Ich wäre nicht ins Dribbling gegangen, sondern hätte einen Doppelpass mit XY gespielt." Und nachdem ich ein Fan des Balles und von Ballorientierung bin, frage ich oft "XY, wo ist der Ball?" und bin bei einem Appell -> bewege dich hin zum Ball ;)

  • @let1612
    Ehrlich gesagt verstehe ich gerade nicht was du mir damit mitteilen möchtest? In meinem Verständnis sprechen wir von ein und dem selben, nur eben in unterschiedlicher Umsetzung.


    Du stellst es in die Frageform um eine erste Lenkung zu erreichen und dennoch eine eigenständige Entscheidung zur Lösungsfindug zu ermöglichen. Ich halt es noch etwas offener was durchaus auch mal (in dieser Situation) "Falsche" Entscheidungen zulässt.
    Du gibst dein Feedback in der Ich Person um direkte Anweisungen zu vermeiden, ich hole den Spieler dazu aus der Situation und stelle hier die Fragen.


    Generell vermeiden wir beide direkte Handlungsaufforderungen und versuchen der Spielern immer die Entscheidung zu überlassen was er denn nun tun möchte. Auch in meinem Text habe ich "Spiel mit!" und ähnliches als Mittel genannt. Die Bezeichnung Fehlentscheidung ist zugegeben nicht treffen da hier bereits eine Beurteilung des Trainers impliziert ist. Der momentane Eindruck für den Spieler kann in diesem Moment ja ein ganz anderer sein als wir es von der Auslinie wahrnehmen.


    Was leider während des Spiels oft zeitlich etwas zu kurz kommt, ich aber in der Pause oder im Training gerne mache ist den Spieler zuerst zu fragen "Wie hast du denn die Situation wahrgenommen?" "Was hast du gesehen und was war deine Entscheidung?". Hier kann eben der Abschluss aus spitzem Winkel für den Spieler ganz bewusst richtig erschienen sein da der Pass als "zu nahe an den Gegner" erachtet wurde. Oder eben fehlende Wahrnehmung eine Rolle gespielt haben und unserer Einschätzung des Fehlers ganz anders erscheinen.
    Zu Beachten ist allerdings das Kinder sehr oft auch Antworten geben welche sie als "vom Trainer gewünscht" erachten. So sollte ein "ich hätte besser abspielen sollen" auch immer wieder hinterfragt werden. Denn auch die Kinder wissen was der Trainer oft hören möchte. Und wenn alles gepasst hätte würde dieser ja auch nicht fragen.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • @totog: ich wollte damit darstellen, dass es keinen Unterschied gibt zwischen "Lauf hinterher" oder "Hingehen" (Kleeblatt) und "Spiel mit" (unser "Befehl") - zumindest im erwähnten Kommunikationsmodell. Das auch wir mit direkten Handlungsaufforderungen arbeiten. Und darstellen, dass Fragen (wie du auch in deinem letzten Absatz schreibst - gewünschte Antworten) auch nicht unbedingt einen eigenen Lernprozess anstoßen.

  • Beim Thema Handlungsaufforderung muss ich dir wohl zähneknirschend recht geben. Hier liegt der Unterschied wohl nur im Detail. Natürlich sind beide Kommandos direkte Handlungsaufforderungen. "Greif an!" lässt hier jedoch weit weniger Entscheidungsspielraum als ein"Spiel mit!". Beides fordert aber zu einer Handlung auf, da hast du sehr wohl recht.


    Und ja, auch ein Sender-Empfänger-Prinzip und andere Modelle der Kommunikation können erheblichen Einfluss auf die Signalwirkung jeder Ansprache haben. Ganz klar.


    Dennoch bin ich davon überzeugt das eine lösungsoffene "Aufforderung" und ein anschließendes Reflektieren der Situation eine deutlich kindgerechtere Lern-Umgebung erzeugt als es bei ständigen gezielten Handlungsaufforderungen der Fall ist. Zusätzlich zeigt die Erfahrung das Trainer welche mit dieser Zielsetzung ans Werk gehen den Kindern allgemein deutlich mehr freiräume in der Schaltungsgestaltung lassen als es die sog. Joystick-Trainer erlauben.
    Welches Modell nun mehr Lernerfolg verspricht, daran scheiden sich die Geister.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

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  • @Kleeblatt
    Mich würde interessieren, was du dir unter Training des Flügelspiels (bzw. Taktik allgemein) vorstellst, bzw. wie genau du das bei einer Kindermannschaft umsetzen würdest.

    Vielleicht henge ich den Begriff auch zu hoch, viel machen wir da auch nicht, aber manchmal spielen wir mit "Flügelzonen" oder begrenzen den Mittelraum. Klar grenzt das den Spielraum und die Spielideen der Jungs ein, aber das machen wir auch immer nur sehr kurz, um die positiven Möglichkeiten eines Flügelspiels aufzuzeigen. Davon abgesehen, dass ich bei Trainingsspielen sehr oft darauf hinweise, sich aus dem Pulk(wo manchmal ja gerne alle stehen) zu bewegen, das ist dann zwangsläufig die Außenbahn.


    @totog
    Natürlich sind es Befehle, "Beweg dich mehr" ist aber auch ein Befehl, also ist man in meinen Augen entweder komplett ruhig (außer Komplimente) oder macht eben ein begleitendes Coaching.
    Die Jungs merken ja auch, dass wenn sie angreifen und den Gegner unter Druck stellen, eine positive Sache meistens herauskommt. Zumal ich das auch in Grenzen halte, ein "schau mal nach rechts"(wo ein Gegner steht) ist in meinen Augen dem Spielstand hilfreich und auch für dem Spieler, der einfach noch nicht das Auge und die Aufmerksamkeit hat.
    Zulassen lasse ich sowieso alles, da müssen und dürfen die Kinder meistens ausprobieren. Dann folgt darauf allerdings ein Kommentar meinerseits dazu, ob es noch verbessern zu war.
    Und Flügelspiel als "taktische Anweisung" (was es ja bei uns so ausgesprochen nicht ist!), ist natürlich auch ein "Machen was der Trainer sagt", aber diese Elemente vom Trainer gibt es doch in jeder Mannschaft der Welt oder?


    Zumal ich mittlerweile (im Training zumindest) bei ungefähr der Hälfte der Spieler nicht mehr anmerken muss, warum es "in diesem Fall" über die Außen gehen sollte, die machen das schon automatisch. Die andere Hälfte ist noch nicht soweit, da kritisere ich nicht das Spielen durch die Mitte, sondern erkläre eben wie es auch gehen kann.(bzw. irgendwann sollte.)