Bin ich noch der Richtige?

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  • Hallo Trainerkollegen,


    Erneut habe ich Anfang der Saison Spieler aus der E-Jugend bekommen und die Alten an die C-Jugend übergeben. Erneut bin ich gefordert, daraus eine Mannschaft zu formen.
    Die Jungs aus der E waren es gewöhnt, alles zu gewinnen und auch in der D zeigen Sie Ihr Potential. Auch hier stehen wir, nicht zuletzt aufgrund der Zugänge, auf Platz 2 der Tabelle. Der Trainer der E hatte diese Spieler immer hervorgehoben, der Rest lief so mit. Ich versuche nun auch diese Spieler zu integrieren. Die Jungs aus der alten D, die bei mir blieben, freuen sich zum einen, es macht sich aber bei dem ein oder anderen auch yFrust breit. Denn der eine oder andere Spieler, den ich übernommen habe, kam mit einen extremen "Selbtbewusstsein". Immer mehr bekomme ich nun mit, dass sich die Jungs untereinander nicht grün sind. Ich konnte dies selbst noch nicht erleben, bemerke jedoch, dass etwas in der Mannschaft nicht stimmt.
    Ich habe mit den Jungs gesprochen, habe Mannschaftsspiele gemacht, habe auch mal den ein oder anderen auf der Bank schmoren lassen. Das hält nur einen Augenblick, dann kracht es wieder hinter meinem Rücken. Auch von den Eltern werde ich darauf angesprochen, aber meistens sind es die Anderen....
    Ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende und weiß nicht, ob ich noch lange die Kraft für diesen Kleinkrieg habe.
    Habt ihr noch weitere Tipps für mich? Ich habe manchmal auch das Gefühl, dass ich die Falschen "bestrafe"... ?(

  • Hmm ist von weit weg immer ne schwierige Situation und bestrafen ist halt auch so ne Sache. Meist bekommt man dadurch nicht das gewünschte Ergebnis. Ich glaube z.B., dass "ein auf der Bank schmoren lassen" das Problem eher verschlimmert als verbessert.


    Ich würde mit den Jungs was außerhalb vom Fußball machen. Alle müssen mit.
    Man könnte es zum Beispiel als Weihnachtsfeier planen und es kann ja auch was Sportliches sein.
    Wie wäre es mit Klettern (Ist gleichzeitig super Teambuilding ;) ) oder Bowling. Vielleicht ein gemeinsamer Stadionbesuch, wenn es was mit Fußball zu tun haben soll. Danach dann noch alle beim Fastfood laden was essen.
    Deine Jungs scheinen sehr Ehrgeizig zu sein, da hilft es manchmal die Anderen außerhalb des Konkurrenzdenkens kennen zu lernen. Dann wird vielen klar das die ja doch ganz nett sind.


    PS Interessant wäre noch zu erfahren wie es sonnst so bei Spielen und im Training abläuft. Wie ist das Auftreten der Eltern? Verspürt man ein Konkurrenzdenken unter ihnen? Rufen sie rein? Wie ist dein Auftreten? Emotional oder gelassen? Aggressiv oder Ruhig? Denn Kinder schauen sich ihr Verhalten ab.

    3 Mal editiert, zuletzt von Skriwer ()

  • @Skriwer hat schon recht. Teambuilding ist angesagt!


    Ich versuche trotzdem zu verstehen, bitte nicht krumm nehmen wenn ich daneben liege: Also dein neuer Jungjahrgang spielt super Fußball, sind aber hochnäsige Arschlöcher. Deswegen hast Du keine Lust mehr dein Hobby auszuführen, weil du mit den Plagen nicht klar kommst und sie die Atmosphäre im Team kaputt machen. Darunter leiden natürlich die netten Jungs. Verstehe ich das soweit richtig?


    Es geht oft um Aufmerksamkeit.
    Positive Aufmerksamkeit (lob) verstärkt.
    Keine Aufmerksamkeit ist schlimm!
    Deswegen ist negative Aufmerksamkeit besser als gar keine! Also werden sie "wild" wenn du nicht auf sie eingehst, dann können sie wenigstens über dein Geschimpfe witzeln. Deswegen musst Du auf die Arschlöcher zugehen. Versuche sie kennenzulernen. Vielleicht sind sie ja ganz OK? Oft ist es auch Unsicherheit wenn Kinder sich so doof benehmen. Lobe sie bei Sachen die Du richtig findest, erkläre warum andere Sachen nicht gut sind und was Du dabei empfindest. Du bist jetzt kein Trainer mehr, du bist Streetworker! :)

    Grüße von der Ersatzbank

  • @Ersatzbank
    So ähnlich, aber nur fast.
    Ich kenne die Jungs, die ich übernommen habe. Ein Teil dieser Jungs waren absolute Stammspieler beim E-Jugend-Trainer und alle seine Erfolge bauten sich auf diese Jungs auf. Ein Teil von denen konnte gut mit dieser "Bevorzugung" leben, ein anderer Teil kam mit Höhenflüge zu mir.
    Da ich aber der Meinung bin, alle Kinder sollen spielen und jeder ist Teil der Mannschaft, gibt es eine solche Bevorzugung bei mir nicht. Ich schicke sie zum Teil sogar zur C zum Spiel, weil ich der Meinung bin, dass sie unterfordert sind (alles in Absprache mit dem dortigen Trainer). Das tut ihnen gut, aber der ein oder andere meldet da wieder seine Bedenken an, dass ich sie für ihr Verhalten noch belohnen würde. (By the way: auch in der C spielen sie klasse mit).


    Ich habe mir diese Nacht mal Gedanken gemacht: ich richte eine Art Kummerkasten ein, in den die Jungs ihre Probleme mir anonym mitteilen können. Sie verlieren hier nicht ihr Gesicht vor der Mannschaft und ich weiß, was los ist. Was haltet ihr davon?
    Gleichzeitig bitte ich die Eltern vor der Sporthalle auf ihre Steppkes zu warten, um etwaiges Reinrufen zu unterbinden. Ebenfalls bitte ich die Eltern, dass sie bei Fehlverhalten eines Spielers mir direkt Bescheid geben und nicht selbst das Kind darauf ansprechen.


    Teambuilding habe ich schon geplant: im Dezember geht es gemeinsam ins Stadion.

  • Teambuilding habe ich schon geplant: im Dezember geht es gemeinsam ins Stadion

    Hi Jason,


    ich erlaube mir mal, den Klugscheißermodus anzumachen.


    Die Idee eines Teambuilding ist schon mal super, denn solche Veranstaltungen sind sehr sinnvoll, und ein gemeinsamer Stadionbesuch ist auch cool und den solltest Du unbedingt auch machen, einfach um etwas zusammen zu machen. Teambuilding beinhaltet aber Aktivität, es sollte meiner Meinung etwas beinhalten, was eben nix mit Fussball zu tun hat und wo gerade die Cracks eben nicht ganz oben mit Ihren Fähigkeiten stehen. Manchem Erwachsenen hängen die üblichen Veranstaltungen wie "Türmchen bauen auf Seminaren, danach Ringelpietz mit Anfassen" natürlich zum Halse raus, aber Kinder sind da nicht so abgestumpft. Ich könnte mir vorstellen, das vor oder nach dem Stadionbesuch ein Spaßbadbesuch mit einer Schwimmstaffel oder ein Tischtennis-Nachmittag in der Turnhalle oder irgendwas, wo andere Aufgaben gemeinsam zu lösen sind, den Effekt enorm erweitern kann.


    Du erlebst in deinem Team die Phasen der Teamfindung. Dein Team ist in der "Stormingphase" und wenn Du Pech hast, kommt es da nicht raus, dazu verhinderst Du durch das Ausleihen an die C den Abschluß des Vorjahresteams. (http://www.crisis-child-care.org/pages/viewpage.action?pageId=1507481)

  • @Manndecker
    Herzlichen Dank für Deine Übersicht und ja, mein Team befindet sich tatsächlich in der "Stormingphase". Mir macht das Thea ziemlich Kopfzerbrechen und ich habe mich jetzt durch sämtliche Ratgeberseiten gelesen.


    Ich habe echt gesagt Schiss, dass mein Team zerbrechen könnte. Teilweise sehe ich schon Anzeichen von Mobbing, da ich schon eine Abmeldung hatte und andere Jungs der Meinung sind, dass sie so nicht weitermachen können. Alles läuft hinter meinem Rücken. Es soll in der Kabine häufig verbale Auseinandersetzungen geben und der ein oder andere ist auch "Opfer". Gleichzeitig werden mir dann Namen genannt, leider habe ich nix in der Hand, da sie - natürlich - vor mir, derartiges Verhalten nicht an den Tag legen.


    Ich habe nunmal in den Leitfäden für Lehrer geschaut und bingo: Mobbing zeigt eine Führungsschwäche meinerseits an. Ich frag mich nun, erreiche ich diese Mannschaft eigentlich noch? Bin ich zu larifari? Habe ich zu größere Freiräume den Einzelnen gegeben? Mangelt es mir an Fachkompetenz?


    Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, dass ich ca. 20 Jungs im Training habe, wovon im Durchschnitt immer ca. 14-15 da sind. Dabei schwankt der Leistungspegel extrem: vom blutigen Anfänger wie zum spielstarken Spieler habe ich alles dabei. Häufig bin ich mit den Jungs allein und ich versuche immer Übungen zu finden, wo keinerlei Wartezeiten entstehen und alle gefordert sind. Ich stelle dann die Gruppen auch so auf, dass die Anfänger zusammen trainieren und die Fortgeschrittenen. Hierdurch soll jeder gefordert werden, denn sind wir mal ehrlich, stelle in den Anfänger (beim 1:1) in die Abwehr und der spielstarke in den Angriff, dann ist es für den einen zuviel und der andere langweilt sich. Dieb Übungen selbst unterscheiden sich nicht, ich gebe den Fortgeschrittenen jedoch eine Zusatzaufgabe.

  • Wenn Maßnahmen vorgeschlagen und Ratschläge erteilt werden, dann immer nur als Idee, denn man weiß erst hinterher, ob etwas funktioniert und die Situation vor Ort kann auch keiner beurteilen. Du musst Dir das rauspicken, was Du tragen kannst:


    - ich halte das trennen in Gruppen bei der geschilderten Konfliktphase für problematisch. Gruppendynamische Spiele oder hochvariante Zusammensetzungen bei Spielformen erscheinen mir ratsamer. Auch fussballfremde Übungen könnten helfen. Handball oder American Football oder Rugby oder Hockey....
    - Du sagst, wenn Du dabei bist, passiert nix. Dann könntest Du versuchen, möglichst viel dabei zu sein.
    - Reden hilft. Offene Aussprachen. Kummerkasten kann Dir Hinweise bringen, ich glaube aber nicht, dass da jemand was reinwirft. Befrage Spieler direkt. Bereite dafür Fragen und einen Faden vor, damit das Gespräch nicht in Du-Ansagen endet.
    - Körperliche Belastung ausreichend? Wer sich langweilt, macht Quatsch.
    - Teambuilding ist schon ein guter Weg.
    - larifari, Freiräume? Kann sein, schwer zu beurteilen. Klaro KANN etwas stärkere Führung die Situation verbessern, aber das darf nicht im Militärstil enden
    - Wer besetzt welche Rolle? Es gibt gute Rollen und schlechte Rollen.

  • Bin skeptisch ob Teambuilding noch erfolgsversprechend ist.
    Das Problem liegt wahrscheinlich im Elternverhalten. Nach meinen Erfahrungen ist es leider heute scheinbar üblich, die spielerischen Fertigkeiten der Mitspieler negativ vor den Ohren der Kinder zu kommentieren.
    Schau mal ob die Eltern der von dir ausgemachten Kinder beim Spiel zusammen rumhängen.
    Logischerweise übernehmen die kleinen Messis die Anschauungen der Eltern und bringen sie auf ihre Art zum Ausdruck. Lösung. Wenn ich recht habe, wird nur der harte Besen helfen. Denn gegen den Quatsch der Eltern hilft leider keine pädagogische Maßnahme.

  • Ich denke auch, dass viel mit den Eltern zusammenhängt. Ich werde - auch wenn es mir davor graut - das Gespräch mit ihnen suchen müssen. Die Elternschaft ist z. Zt. zweiteilig; dies hatte ich in den vorangegangen Saison nicht.


    Gleichzeitig - das hatte ich in einem anderen Forenbeitrag schonmal gelesen - ich werde die Eltern bitten, nicht in der Halle beim Training dabei zu sein.

  • Ich kenne die Jungs, die ich übernommen habe. Ein Teil dieser Jungs waren absolute Stammspieler beim E-Jugend-Trainer und alle seine Erfolge bauten sich auf diese Jungs auf.

    Das ist ein Teil Deines Problems: Stammspieler in der E-Jugend.
    Inwiefern hatte er denn "Erfolge"?

    Gleichzeitig - das hatte ich in einem anderen Forenbeitrag schonmal gelesen - ich werde die Eltern bitten, nicht in der Halle beim Training dabei zu sein.

    Grundsätzlich muss man sich fragen, was schiefläuft, wenn Eltern oberhalb der G-Jugend (regelmäßig) beim Training zusehen. Das kann viele Gründe haben - aber keiner hat für Dich als Trainer positive Auswirkungen.
    Ein paar Fragen noch:

    • Wie lange sind Deine Problemspieler /-eltern schon zusammen?
    • Ab welchem Alter mischt Ihr die Jahrgänge?
    • Sind diese Jungs bei Euch im Verein "großgeworden" oder Zugänge von außen?
    • In welcher Spielklasse spielt Eure C1?
    • Handelt es sich um Stützpunktspieler?
    • Seid Ihr eher städtisch oder ländlich geprägt?

    Aber noch ein paar grundsätzliche Tipps:
    Beste (aber auch aufwendigste und teuerste) Teambuildingmaßnahme ist eine mehrtägige Fahrt (z.B. Wochenende mit zwei Übernachtungen). In Deinem speziellen Fall aber unbedingt ohne Eltern!
    Dass es Spannungen gibt, wenn man Jahrgänge mischt, kommt immer wieder mal vor. Komplett kann man das nicht ausschließen.
    Vereine können da aber auch entgegenwirken, indem sie altersgruppenübergreifende Events organisieren. Vereine, die das "Verein-im-Verein-Denken" akzeptieren, werden diese Probleme häufiger haben.
    Da bei Euch in D- und E-Jugend komplett unterschiedliche Ansätze gefahren werden, musst Du damit rechnen, dass dieses Problem häufiger für Dich auftritt.

  • @Fallkao


    Ich glaube auch, dass es dem ein oder anderen Jungen nicht gut getan hat, dass sie in der E-Jugend von dem dortigen Trainer "bevorzugt" worden. Ich habe im Gegenzug Jungs bekommen, die wenige Spieleinsätze hatten, die sich aber im Verlauf der Zeit zu guten Fussballern in ihrer Altersklasse entwickelt haben. Und sei es nur, dass ich ihnen immer wieder das Gefühl vermittelt habe, sie sind wichtig.


    Wir sind kein großer Verein, wir haben in den jeweiligen Klasse (E, D und F etc.) immer nur eine Mannschaft. Demzufolge geht der ältere Jahrgang dann zum nächsten Trainer und die neue Mannschaft setzt sich dann aus dem älteren Jahrgang der E (nun junger Jahrgang D) plus den noch Dagebliebenen der D zusammen. Der überwiegende Teil der Eltern kennen sich schon länger und demzufolge sind die Kinder bei uns im Verein groß geworden. Ich habe aber auch Zugänge von außen. Unsere C spielt in der unteren Kreisliga. Wir haben keine Stützpunktspieler in den Reihen und kommen aus einer Kleinstadt (ob städisch oder ländlich geprägt vermag ich nicht zu beurteilen, ich denke aber mal, das ländlich passt ganz gut).


    Altersübergreifende Events machen wir auch, allerdings empfinde ich manchmal, dass unsere Erwachsenenmannschaften sich hier gern raushalten. Es ist schwierig, diese zu derartigen Dingen zu bemühen. Da haben wir Nachwuchstrainer uns schon den Mund fusslig geredet. Der Vorstand unterstützt uns dabei, aber man kann sie halt nicht zwingen, da sie alle auch arbeiten gehen.

  • Bevor ich das Elterngespräch mit Einzelnen, oder gar Elterngruppen suche( im übrigen keine gute Idee), würde ich einen Verhaltensfaden mit den Kindern erarbeiten. Der dann von den Kindern unterschrieben wird. Wichtig ist, dass die Kinder das Gefühl haben ihn selbst erarbeitet zu haben.
    Hier kannst du auch die Wünsche der Kinder zum Verhalten der Elternschaft während des Trainings und der Spiele aufnehmen.
    Rahmen: Vielleicht ein Nachmittag in der Soccerhalle. In einer Essenspause sollen die Kinder in gemischten Kleingruppen ihre Vorschläge thematisieren, aufschreiben. Sammeln und nach einem Training der Mannschaft vorlegen.
    So ein Verhaltenskodex könnte nach innen und außen Wirken. Sicherlich kein Allheilmittel, aber eine Chance.
    Bei den Eltern anzusetzen, ist nach meiner Erfahrung von geringen sittlichen Nährwert.
    Beinhaltet zudem gewisse Gefahren. Zuvor würde ich mich zumindest mit dem Jugendleiter absprechen.

  • @Jason2012


    Irgendwie scheinen sich deine Probleme mit der Mannschaft und den Eltern von Jahr zu Jahr zu wiederholen, weil du versuchst es allen recht zu machen, selbst aber dabei "auf der Strecke bleibst". Ich vrmute, dich plagen die Gedanken nur deshalb weil du Angst davor hast Fehler zu machen. Als Trainer sollte man jedoch keine Angst vor Fehlern haben, denn sobald man sich dafür entschieden hat, eine Gruppe zu leiten, ist gleichsam klar, dass sich die Mitglieder nur vor den Kopf, aber nur selten hinein schauen lassen. Das ergibt sich schon allein aus der Vielfalt an Charakteren. Da gibt es den:
    - selbsternannten Star (der sich schon feiern lassen will, wenn er 3 x hintereinander den Ball getroffen hat), der gelegentlich die Flügel gestutzt bekommen sollte
    - den Trainngsweltmeister (aber sobald ihm im Wettkampf ein Gegner entgegen kommt, bekommt er Muffen und schießt den Ball weg) der gelegentlich Extra-Mut braucht
    - den Introvertierten (bei dem man gar nicht weiß, wo er gerade mit seinen Gedanken ist), der gelegentlich daran erinnert werden will, dass Fussball eine Mannschaftssportart ist
    - den Ängstlichen (der trotz überdurchschnittlier Leistungen meint, er wäre der Schlechteste im Team), den man hin und wieder vermitteln muß, dass er mutiger sein darf
    na ja und noch jede Menge Charaktere mehr.
    Hinzu kommen die Mentalitäten ihrer Eltern, die dir teilweise auch in den Ohren liegen, weil sie sonst befürchten, ihr Kind würde zu wenig Spielzeiten bekommen.


    Und wäre das alles noch nicht genug, so ist man als Trainer einer D-Jugend häufig genug passiver Teilnehmer einer Gruppe, die in der Findungsphase ist. Denn nun wollen sie eltern- und trainerunabhängig entscheiden, ob der Fussball weiterhin ihr Hobby ist.


    Man hat als Trainer die Wahl, sich um die zu kümmern, die gerne kommen oder um die, die Kinder und Eltern, die permanent gebauchpinselt werden wollen. Letzteres kann leicht zu einem "Ganztagsjob" werden.


    Damit komme ich zurück zur Kernfrage: Willst du den Trainerjob als Hobby, dann solltest du dir selbst die Rahmenbedingungen setzen, anstatt durch Kinder und ihre Eltern "fremdgesteuert" sich in einem schmalen Grad an Freude und Frust durch die Saison zu hangeln?


    Je schneller du erkennst, dass du selbst Teil des Problems bist, je eher wird es dir gelingen, den Blickwinkel darauf zu verändern und für dich wirksame Maßnahmen zu finden, um nicht immer wieder dort zu landen, wo du schon mal warst.

  • @TW-Trainer


    Du hast mich ertappt. In Gesprächen mit Freunden und auch jetzt, wo mich das "Alte" wieder einholt, habe ich selbst festgestellt, dass es mir wohl sehr auf Harmonie ankommt. Klappt nicht, mußte ich ebenfalls feststellen. Und ja, ich gebe zu, ich versuche tatsächlich es irgendwie allen recht zu machen und das ist falsch.


    Es ist tatsächlich Zeit, hier die Rahmenbedingungen zu setzen.....

  • @Jason2012
    So wie Du Euren Verein beschreibst, ist dieses divenhafte Verhalten schon sehr ungewöhnlich. Es handelt sich offensichtlich nicht um Wunderspieler, sondern lediglich um Spieler, die bei einem Verein Eurer Größenordnung aufällig sind. Das darf man den Jungs ruhig mal klarmachen. Es kann übrigens erden, wenn man solchen Jungs mal ein Probetraining vermittelt, bei dem sie komplett überfordert sind...
    Bei der Konstellation, die Du beschreibst, ist es ungewöhnlich, im Kleinfeldbereich "Erfolge" feiern zu können. Vermutlich muss man den Begriff "Erfolge" relativieren... Einerseits ist es nachvollziehbar, wenn es der E-Trainer genießt, mal einen starken Jahrgang zu trainieren - andererseits darf man bei Eurer Größe niemanden vergraulen. Und das muss auch so vorgegeben werden.
    Kommt Ihr ab der C noch alleine klar oder habt Ihr dort schon eine Spielgemeinschaft?