Negative Seiten der Talentförderung??

  • Es spielen also rd. 1100 Spieler in B-Juniorenmannschaften der NLZ.

    Vielleicht reicht das aber auch vielen? Die dann ihre Zukunft doch lieber als Zahnarzt oder Staplerfahrer sehen und sich auch mit einem guten Gefühle anderen Zielen zuwenden?
    Sind solche Zahlen auch bekannt?


    Ich kenne einige Spitzenjugendsportler aus div. Sportarten, die den letzten Sprung gar nicht mehr wollten, weil er viel zu aufwendig ist.
    Ein Kollege (Leichtathlet) sagt immer: 10,5 sek laufen viele...

  • Goodie

    Es ging mir darum, zu verdeutlichen, welch geringe Wahrscheinlichkeit besteht, es in eine U-Nationalmannschaft zu schaffen.

    Die Gründe dafür sind sicher vielschichtig und es gibt sicher auch Spieler, die damit zufrieden sind, in einer U17 eines NLZ zu spielen.

    Ich denke aber, dass der Anteil von solchen Spielern geringer ist, als in anderen Sportarten.

    Bsp. Leichtathletik: ich kenne mehrere Sportler, die in ihren Disziplinen zur deutschen Spitze gezählt haben. Für die stand zu einem gewissen Zeitpunkt die Frage, Familie bzw. Beruf oder Sport. Und da die Wahrscheinlichkeit von ihrem Sport leben zu können gegen 0 ging, weil zur internationalen Spitze eben doch etwas fehlte, haben sie sich gegen den Sport entschieden. Ähnliches ist mir auch vom Mädchenhandball bekannt. Verglichen damit, ist die Chance beim Fußball doch recht hoch, zumindest einen sehr guten Nebenverdienst erzielen zu können.

  • Auf jedenfall ist die Chance beim Fußball gut, damit einen guten Nebenverdienst erzielen zu können. Ich denke ab und zu wenn ich über die Zukunft meines Großen sinniere: "häng dich rein, dann kannst dir ggf. im Studium das kellnern ersparen weil du beim Fußball genug verdienst" Und damit hab ich sicher nicht die Bundesliga im Sinn... :S


    Denn der Weg vom sehr guten Jugendniveau in die Spitzenklasse ist für jeden Sportler mit harter Arbeit verbunden und wenn diese Erkenntnis reift, ist das für viele eben auch nicht mehr der Weg. Das gilt doch sicher auch für Fußballer?


  • und wenn diese Erkenntnis reift, ist das für viele eben auch nicht mehr der Weg. Das gilt doch sicher auch für Fußballer?

    Nach meiner Wahrnehmung hat sich durch die Entwicklung der NLZ hier schon einiges geändert. Im U 17-Bereich wird teilweise häufiger trainiert als bei den Profis. Die Intensität ist echt heftig und Spieler, die sich nicht "quälen" wollen schaffen es zumeist gar nicht in diese Altersklasse. Es gibt natürlich die berühmten Ausnahmen, die mit Talent so gesegnet sind, dass sie auch ohne erhöhten Trainingfleiß die A- oder B-Juniorenbundesliga erreichen. Allerdings wird des dann mit der großen Profikarriere wohl eher nichts. Wie oft hört man von denen, die es geschafft haben, dass andere mehr Talent, aber weniger Ehrgeiz hatten.