Fussball"karriere" jg 2007 aus Sicht eines Papas

  • Hallo allerseits. Ich bin der stolze Vater eines Nachwuchsfussballers Jahrgang 2007. Ich habe selbst als Kind nie Fussball gespielt, konnte mich dank meines Sohnes nun doch dafür begeistern und kicke inzwischen sogar selbst in der Altherren-Freizeitmannschaft unseres Vereins (allerdings technisch ein völlig hoffnungsloser Fall). Ich habe das Forum hier mit großem Interesse gelesen, dabei gemerkt, dass ich ein paar völlig falsche Vorstellungen vom Kinderfussball hatte, aber gleichzeitig auch gemerkt, dass der Trainer meines Sohnes doch sehr viel richtig macht (vorher wusste ich nur, dass sein Umgang mit den Kids und Eltern sehr gut ist, inzwischen weiß ich auch, dass sein Trainingskonzept kindgerecht und vorbildlich ist).


    Da hier eher die Problemfälle geschildert werden, mal als überwiegend positives Feedback die bisherige Fussballlaufbahn meines Sohnes. Bitte entschuldigt, wenn das ganze durch die Wahrnehmung aus der väterlichen Perspektive etwas verzerrt ist, ich bin mir schon bewusst, dass aus ihm mit 99,5%er Wahrscheinlichkeit in Zukunft kein Bundesligaspieler wird.


    2012, mit 5 Jahren (Oktoberkind), haben wir für unseren Sohn (im Weiteren S) eine Möglichkeit gesucht, im Verein Fussball zu spielen. Wir leben in Hamburg, und haben ihn einfach bei einem Ortsteilverein angemeldet, in dem ich selbst früher als Kind Tischtennis gespielt hatte, er lag einfach am günstigsten. Leider hatte der Verein zu Anfang Probleme mit der Trainerin des Fussballkindergartens (nicht persönlicher Natur, es klappte einfach zeitlich und organisatorisch nicht.). Letzten Endes übernahm der Vater eines 2008ers den Fussballkindergarten, dieser trainiert den 2008er Jahrgang heute noch und ist inzwischen Jugendleiter, man sieht sich ab und zu, gleicher Kindergarten und gleiche Schule.


    Irgendwann im Winter (war noch Hallensaison) hat dieser Trainer dann empfohlen, dass S bei den 2006ern mitmacht, weil er im Vergleich mit den anderen zu schnell und und motorisch schon relativ weit entwickelt sei. Zu Anfang war S noch etwas schüchtern und zurückhaltend, aber er wollte bei den 2006ern mitmachen. Zum Wechsel zur Aussensaison 2013 wurden dann die restlichen 2007er (es waren nicht viele, vermutlich wegen der Zeitprobleme der Ex-Trainerin) ebenfalls zu den 2006ern "abgeschoben", damit der 2008er Trainer eine reine 2008er Mannschaft hatte.


    Nach der Sommerpause 2013 hatte S dann seinen Spielerpass (wir hatten uns nicht sofort darum gekümmert, weil wir noch neu im Fussball waren und weder wir noch S den Drang hatten, sofort in Punktspielen mitzumachen) und wurde in der Saison dann auch 3 mal eingesetzt, obwohl er natürlich als jüngster zu den kleineren und weniger spielstarken in der Mannschaft gehörte. In dieser Saison kamen dann auch einige neue 2006er in die Mannschaft (neu eingeschulte Erstklässler), so dass der Kader langsam zu groß wurde (25+ Spieler). Die Mannschaft trat dann in der Hallensaison mit zwei Teams an und wurde nach der Hallensaison (Anfang 2014) geteilt. Die 1. F bestand aus den erfahrenen 2006ern und einem starken 2007er mit ergeizigem Vater, der schon lange im Team war. Diese Mannschaft wurde von zwei Vätern übernommen. Die zweite Mannschaft bestand aus einigen neuen 2006ern, allen 2007ern und ein paar alten 2006ern, die unbedingt die alten Trainer behalten wollten (darunter 2 "Paules" wie es hier im Forum heisst, beide aber sehr nett und gut integriert). Diese Mannschaft wurde (zum Glück) vom alten 2006er Trainergespann übernommen.


    In den Frühjahrsferien 2014 war unser Sohn dann im (Kostenpflichtigen und für alle offenen) HSV-Trainingscamp auf dem Platz unseres Vereins. Beim Camp waren natürlich auch viele Freunde von ihm aus der Umgebung, auch Vorschulkameraden aus anderen lokalen Vereinen. Nach diesem Camp habe ich bei S dann langsam auch deutliche fussballerische Fortschritte feststellen können (die natürlich nicht vom Camp, sondern von inzwischen 1,5 Jahren Vereinsfussball kamen). (aus heutiger Sicht) Leider hatte ich meinen Sohn dazu gedrängt, eher als Verteidiger zu spielen, weil ich das Gefühl hatte, dass in seiner Mannschaft niemand so richtig verteidigte. Dadurch hat er sich zu einem ziemlich guten Zweikämpfer entwickelt, und er läuft gut zurück und steht auch ziemlich gut (wartet nicht am Strafraumrand, sondern rückt auch gut auf), aber vielleicht habe ich dadurch sein Angriffsspiel geschwächt.


    Die gemischte Mannschaft war in der Saison eher mäßig erfolgreich, die meisten gegnerischen Spieler waren erheblich größer als unsere (nicht gerade hochgewachsenen) 2007er. Die Stimmung in der Mannschaft und bei den Eltern war aber gut.


    Nach den Sommerferien meldete die Trainingsgruppe dann wieder zwei Mannschaften, die 2. 2006er (mit relativ kleinem Kader) und zum ersten Mal auch eine reine 2007er Mannschaft. Die 2007er Mannschaft mit S hatte eine tolle Saison, mit 3 Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage punktgleich, aber mit schlechterer Tordifferenz staffeldritter. Die Glanzleistung war ein richtig gut gespieltes 2:0 gegen den Staffelsieger im letztem Spiel, einem Heimspiel. Die Mannschaft hat keinen echten Torjäger, aber zwei sehr defensivstarke Spieler, und auch die übrigen Spieler zeigen sehr viel Einsatz.


    In dieser Zeit, nach den Sommerferien 2014, kamen viele neue 2007er in die Mannschaft (Einschulung erste Klassen, WM-Effekt), so dass der Kader wieder bedrohlich anschwoll. Die Ergebnisse in der folgenden Hallensaison waren relativ schlecht, was natürlich auch daran liegt, dass die Neuen inzwischen Spielerpässe haben und ihre Spielzeiten bekommen. Da S damals in der 2006 auch seine Spielzeiten hatte, kann das eigentlich nur gut für die Zukunft der Mannschaft sein. Die Stimmung in der Mannschaft und bei den Eltern ist weiterhin gut, es gibt da keine "ergebnisfixierten" Eltern.


    In der kommenden Rasensaison wird wieder geteilt. Das Trainergespann verdoppelt seinen Zeitaufwand (Falls sich jemand hier erkennt: Danke!!) und trainiert die 2. 2006er separat von den 2007ern. Dadurch können die 2006er ihren Kader auch etwas auffüllen, ich glaube, sie haben nur ca. 8-10 Spieler. Die 2007er trainieren gemeinsam, bekommen aber eine Mannschaft für die Staffel und eine in der Fair Play Liga. Da diese Ligen organisatorisch getrennt sind, sind die Kinder nicht fest an eine Mannschaft gebunden. Grundsätzlich sollen aber die Neulinge eher in der Fair Play Liga Erfahrung sammeln, damit sie nicht zu hohe Klatschen kassieren.



    Alles in Allem denke ich, dass wir mit dem Trainerteam und der Mannschaft (inclusive Eltern) sehr gut dran sind. Interessante Hintergrundinformation: die 1. 2006er Mannschaft, die aus den starken 2006ern bestand, zerbrach so ziemlich am Trainerwechsel. Die beiden Trainerväter hatten Differenzen, der eine Vater und mindestens 3 der Leistungsträger der Mannschaft verließen den Verein. Der andere Vater führt die Mannschaft mit neuem Co-Trainer weiter, aber es ist natürlich schade, wenn so etwas in einer Mannschaft passiert, die schon seit den Bambinis zusammenspielt. Da sieht man dann auch, wie viel ein (zwischenmenschlich) guter Trainer ausmachen kann.


    Ich hoffe, dass sich die 2007er jetzt stabilisieren und die ständigen Zugänge und Teilungen so langsam ein Ende haben. Aber ich habe mich nicht über die Aufnahmepolitik informiert, wer weiss, was da noch kommt... Am wichtigsten wäre mir, dass uns das Trainerteam erhalten bleibt und dass mein Sohn noch lange Spaß am Fussball hat. Er ist eigentlich eher schüchtern, und Fussball ist eine Sache, wo er viel Selbstvertrauen hat und schnell mit anderen Jungs zusammenkommt. Außerdem natürlich auch etwas, wo man als Vater und Sohn zusammen etwas unternehmen kann. Wir sind ab und zu zusammen auf dem Bolzplatz, und ich kann nicht sagen, dass der Straßenfussball tot ist. Viel von der relativen Spielstärke meines Sohnes kommt vom Bolzplatz und von den Spielen auf dem Pausenhof (8 Vereinsspieler in der 1. Klasse). Die Unterschiede zu Bolzplatzkindern ohne Vereinshintergrund sind auch schon deutlich zu sehen. Na ja, ich denke jeder Papa sollte ein bisschen stolz auf seinen Sohn sein.


    Nochmal ein Dank an alle, die sich diese Textwand angetan haben, vielleicht update ich das ja mal jede Halbsaison. Ich hoffe, dass es zumindest für einige Trainer mal interessant ist, die Elternperspektive zu sehen, obwohl die meisten Jugendtrainer anscheinen ja selbst Fussballpapas sind.

  • Erstmal hi, willkommen im Forum und danke für den Beitrag.


    Ich ratter einfach mal meine Gedanken runter:
    -gefällt mir sehr gut dass dein Sohn auf dem Bolzplatz spielt (mMn lernt man da 3 Mal so viel wie im Verein, jedenfalls in dem Alter
    -Gratulation dass das alles so gut klappt im Moment, anscheinend super Eltern, Trainer und Spieler, ABER
    stell dich darauf ein, dass das nicht ewig so bleibt. Faustregel ist eig. 4-6 Jahre bis zur E1 der selbe Trainer, danach alle 2 Jahre ein neuer.
    -schön dass ihr euch für euren Stadtteilverein entschieden habt, ist ja auch nicht selbstverständlich


    Und als Zugabe
    -wäre es echt korrekt mal zu schildern was der Trainer so gut macht :) man lernt ja nie aus und vllt übersieht man was, gerade im Bereich Kommunikation
    -und schreib ruhig öfter hier deine Elternsicht rein, das beleuchtet den Stoff nochmal von einer anderen Seite

  • Sehr interessanter und schöner Bericht. Und es freut einen zu hören, dass es auch gut und harmonisch laufen kann.
    Müsste es öfter geben, dass Eltern aus ihrer Sicht schildern.
    Aber vielleicht war das jetzt ja ein Anstoß für diejenigen, die noch gezögert haben !?

  • Ich bin mir nicht sicher, ob sich Eltern ohne Probleme häufig auf diese Seite verirren...


    zum Thema Stadtteilverein: das hat praktische Gründe, der ist zu Fuß zu erreichen und liegt direkt neben Grundschule und Kindergarten. Hat auch nen schönen Kunstrasen.



    zum Trainerteam: junges Paar (Ende 20/Anfang 30), er spielt höherklassig bei nem anderen Verein, sie macht eine andere Sportart und ist im Jugendausschuss, dazu 2 Jungs aus der B-Jugend (inzwischen A?), einer davon Sohn eines anderen Vereinstrainers.


    Das Training ist meiner Meinung nach eher normal, Koordinations- und Technikübungen in 2-4 Gruppen, Koordination machen alle, dann meist 2 Stationen Technik und ein Minispiel, am Ende ein oder mehrere Abschlussspiele (idealerweise mit 3-4 Mannschaften, war aber auch schon mal 12 gegen 12 was natürlich nicht so toll funktioniert). Probleme in der Trainingsstruktur liegen aber meines Erachtens eher an der hohen Kinderzahl als am Trainerteam.


    Der Umgang mit den Kindern ist sehr ruhig und ermutigend, die Assistenten aus der Jugend kaspern aber auch mal mit den Kindern rum, wenn gerade nichts ansteht. Bei Disziplinsproblemen (hatten wir in letzter Zeit eher nicht) wird dann abgewartet und die Zeit vom Abschlussspiel abgezogen, das regulieren die Kinder dann auch selbst. Andererseits ist es auch kein "Problemviertel", so dass die meisten Kinder von Haus aus etwas braver sind. Im Punktspiel kommt dann vor allem Lob und ab und zu mal die Aufforderung an alle oder auch einzelne, mit zurückzulaufen und nicht vorne stehenzubleiben. Dabei aber kein pauschales Lob, sondern spezifisch für Einsatz und gute Aktionen/Ansätze.


    Bei der Kommunikation mit den Eltern wird auch viel das Internet verwendet, es gibt eine Teamdatenbank für die An- und Abmeldung zu Training und Punktspielen sowie sonstigen Veranstaltungen (Weihnachtsfeier, Sommerfest), eine Mailingliste für längere Infos und eine Whatsappgruppe für kurzfristige Absagen/Anfragen. Grundlegende Sachen wie die zukunftige Mannschaftsstruktur werden dann bei den Weihnachts/Sommerfesten besprochen oder es wird, wenn nötig, ein Elterntreffen (Mit Trainerstab und Jugendleiter) organisiert.


    Punktspieleinladungen kommen immer noch auf Papier beim letzten Training vor dem Spiel, wobei natürlich die Kinder eingeladen werden, die sich in der Datenbank bereitgemeldet haben. Falls jemand am letzten Trainingstag keine Zeit hat, aber trotzdem gerne beim Spiel mitmachen will, müssen die Eltern das vorher mit dem Trainer abklären. Einmal wurde mein Sohn kurzfristig per SMS nachnominiert, nachdem ein eingeladener Junge krank geworden war. Da war er schon "Stammspieler", aber auch die werden im Sinne der Rotation ab und zu mal nicht eingeladen.


    Die Kinder haben noch einen kleinen Regelkatalog auf Papier bekommen, das bezieht sich hauptsächlich auf den Umgang miteinander und so Sachen wie Pünktlichkeit. Strafen habe ich noch keine erlebt.

  • Ich denke schon, dass es in vielen Vereinen so oder ähnlich läuft, aber wenn alles läuft, besteht ja normalerweise kein "Leidensdruck", das ganze hier im Forum zu posten. Ich bin halt einfach nur extrem mitteilungsbedürftig, was im realen Leben auch schon mal nervig sein kann. Hier im Forum schadet es nicht, da kann ja jeder lesen was er will.


    Ich denke auch nicht, dass unser Verein gar keine Probleme hat, es gibt z.B. zu viele Kinder in einigen Trainingsgruppen, wahrscheinlich Probleme mit Platzzeiten, die Ausweichplätze sind weit weg und haben schlechten Belag/Infrastruktur (Schotterplatz, ungepflegter Rasenplatz ohne Toilettenzugang), viel Arbeit für die Trainer, und wer weiß, was die Trainer der anderen Jahrgänge so machen. Die 2008er und 2009er Trainer kenn ich persönlich, die gefallen mir eigentlich auch. Bei der 1. 2006er gabs ja wie erwähnt schon Probleme zwischen den Trainervätern.

  • So, Saison läuft langsam wieder an... Trainingsgruppe sind momentan 21 Kinder, alle 2007, die meisten seit mindestens nach den letzten Sommerferien dabei, zwei Zugänge, ein Abgang, ein Probekind, das nicht geblieben ist, nichts Weltbewegendes. Nur ein neues Kind nach diesen Ferien, aber letztes Jahr, als es viele Neuzugänge gab, war WM und Einschulung bei den jüngeren 2007ern, jetzt sind die alle 2. bis 3. Klasse, da gibts vermutlich weniger Neuzugänge.


    Statt wie vor den Ferien 1x Liga 1x Fairplayliga gibts jetzt 2 gemeldete Ligamannschaften, und wenn ich mir die Spielorte ansehe, kann ich das gut nachvollziehen, die Anfahrten für die (bei uns freiwillige) FPL waren einfach zu lang. Die Gegner in den jetzigen Staffeln sind Stadtteilvereine aus der Umgebung, und meistens spielen beide Mannschaften direkt hintereinander gegen zwei Mannschaften des selben Vereins, so dass man gemeinsam anfahren und anfeuern kann.


    Der Trainer hat nach der letzten Saison auch beschlossen, relativ feste Mannschaften zu bilden, damit die Kinder "besser aufeinander eingespielt" sind. Die Mannschaften sind nach Leistung/Erfahrung eingeteilt, d.h. die meisten neueren Kinder sind in der 2., auch die körperlich größeren mit weniger Technik/Spielverständnis. In der 1. sind die alten Hasen und ein sehr starker Neuzugang. Mein Sohn konnte 8 von 10 Spielern der ersten Mannschaft auf Anhieb raten. Da die Mannschaften gemeinsam trainieren, hoffe ich, dass sich niemand ausgeschlossen oder zurückgestuft fühlt, und die Eltern standen eigentlich bisher immer hinter dem Trainer. Ich glaube nicht, dass es mit der Einteilung große Probleme geben wird.


    Nächstes Wochenende ist das erste Punktspiel, ich bin mal gespannt, wie es läuft. Ich hoffe nur, die Punktspielbeteiligung in der 2. bleibt hoch, die Spieler in der 1. sind ja schon eher die Leute, die immer zur Verfügung stehen. 21 Kinder für 2 Mannschaften ist nicht unbedingt viel, aber so können alle Kinder immer eingesetzt werden, und notfalls haben wir noch 2008er die man ausleihen könnte.


    (Um mal vom Friede-Freude-Eierkuchen runterzukommen: die drei 2006er-Trainer haben es nicht geschafft, sich für eine Neueinteilung der Mannschaften zusammenzusetzen, die 4. E ist vermutlich erheblich stärker als die 5. E und die Mannschaftsgrößen sind auch nicht ideal. Da scheint jeder sein eigenes Ding zu machen)

  • So, kleiner (na ja, ziemlich langer) Zwischenbericht zum Saisonende (wird wohl so eine Art Blog):


    Spielergebnisse 1. F: 2:4, 5:2, 5:2, 1:1, 7:1


    Durch die Einteilung nach Stärke ist die Mannschaft sehr homogen geworden, dadurch kommt es schon zu recht ansehnlichem Passspiel, weil alle technisch auf ähnlichem Niveau sind und sich dadurch gegenseitig auch was zutrauen. Alle Spieler zeigen viel Einsatz, es gibt keinen echten Torjäger, niemand hat mehr als 2 Tore pro Spiel. Positionen werden durchrotiert, allerdings von Halbzeit zu Halbzeit und teilweise bei Einwechselungen. Die Torwartsituation ist etwas unbefriedigend da unsere 3 alten Torwartkandidaten in der 2. gelandet sind, dadurch wird der Torwart immer zur Halbzeit gewechselt. damit jeder auf dem Feld spielen kann. Durch relativ hohen Ballbesitz bei uns hat der Torwart wenig zu tun, fängt sich aber ab und zu nen Konter, wo man auch wenig machen kann.


    Von der Körpergröße her sind die meisten Kinder recht klein, aber im zweiten Spiel haben sie viel Selbstvertrauen getankt, als sie gegen einige körperlich sehr große, aber technisch und läuferisch schwächere Kinder einen eindeutigen Sieg einfahren konnten. Das 1:1 war auswärts auf Grant, damit hat die Mannschaft wenig Erfahrung. Die Eltern sind natürlich seht zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft. Besonders das Passspiel hat sich erheblich weiterentwickelt, ein deutlicher Unterschied zu früher und zu den gemischten Abschlussspielen im Training. Es gibt dabei aber keine Spieler, die auf vorgegebener Position auf Pässe "lauern", die Positionsvorgaben sind eher locker und im Spiel selten zu sehen.


    Spielergebnisse 2. F: 4:5, 0:9, 2:14, 1:1, 0:14


    Bei der "Restmannschaft" sieht es leider nicht ganz so rosig aus. Es war für die Moral sehr wichtig, dass das erste Spiel gewonnen wurde, damit die Spieler eine positive Erfahrung haben, negative Erfahrungen gabs leider genug. Aber auch in der 2. sind positive Entwicklungen zu sehen: einige Spieler, die vorher wenig auffielen, übernehmen jetzt Verantwortung, hängen sich richtig rein und zeigen gute Aktionen. Diese Spieler haben meiner Meinung nach auch von der Aufteilung profitiert.


    Leider gab es in der Staffel zwei Mannschaften, die dort definitiv nicht hingehörten. Insbesondere am letzten Spieltag spielte eine 3. Mannschaft, die erheblich stärker war als die 2. Mannschaft des selben Vereins und Jahrgangs. Diese lag gegen unsere 1. schon in der ersten Halbzeit 0:6 hinten. Der dritte Gegner (nominell 4. Mannschaft des Jahrgangs im Verein) hatte ein Torverhältnis von 42:5 in 4 Spielen, auch da verlor die "höhere" 3. Mannschaft deutlich gegen unsere erste. Mit der Meldung der Mannschaftsstärke scheint also auch bei uns im Bezirk einiges im Argen zu liegen.


    Ich hoffe, dass sich die Spieler die hohen Niederlagen nicht zu sehr zu Herzen nehmen, aber die Eltern stehen zur Mannschaft und zum Trainer. Die Spieler der 1. hatten in den letzten Jahren auch einiges an Lehrgeld zahlen müssen, langfristig werden sich die 2. auch entwickeln.


    Blick auf den Sohn:


    Mein Sohn spielte in den ersten beiden und im letzten Spiel bei der ersten Mannschaft, zum dritten Spiel hatten wir leider eine lange geplante Veranstaltung und zum vierten Spieltag konnte er es wegen einer Geburtstagsfeier nur zum Anpfiff der 2. Mannschaft schaffen. Der Trainer hat ihn dann da spielen lassen, weil 3 Spieler fehlten und so wenigstens ein Auswechselspieler zur Verfügung stand. Mein Sohn hat das Spiel dann sehr stark beeinflusst, was eigentlich ja nicht so gut für die Mannschaftsentwicklung ist, aber dadurch hatte die Mannschaft auch insgesamt mehr vom Spiel und führte quasi bis zur letzten Minute 1:0. Das Spiel brach allerdings auch nicht zusammen, als er zu Beginn der 2. Halbzeit auf der Bank saß, also war es insgesamt ein gutes Spiel für die 2.


    In der 1. ist er ein sehr solider Defensivspieler, manchmal etwas zu defensiv und abwartend. Seine Stärke bleibt die Balleroberung, neu dazugekommen sind kurze Dribblings nach der Balleroberung, die ihm Platz verschaffen, einen sicheren Pass nach vorne zu spielen. Insgesamt traut er sich jetzt öfter zu Dribblings, leider fehlt ihm noch die "Konsequenz im letzten Drittel", wenn er zu sehr auf die Seite dribbelt, versucht er noch aus unmöglichen Winkeln aufs Tor zu schießen anstatt diagonal nach hinten vors Tor zu passen. Irgendjemand im Forum hat das mal mit Blickwinkeln von Kindern erklärt. Ballbeherrschung, Kondition und Zweikampfstärke sind bei ihm relativ gut, am ruhenden Ball ist er auch gut, seine Schwäche ist eher der Abschluss aus dem Lauf und konsequentes mitlaufen und anbieten vorne, wenn er im Mittelfeld spielt. Immerhin 2 Saisontore, was bei 20 Mannschaftstoren und 10 Spielern solider durchschnitt sein sollte.


    Einmal hat er mit vier anderen Spielern aus der 1. bei der (innerhalb des Jahrgangs eher schwachen) 2006er-Mannschaft des gleichen Trainers ausgeholfen, da diese an dem Spieltag nur 6 Spieler zur Verfügung hatten, und da konnte man sehen, was für eine luxuriöse Situation wir in unserem Jahrgang haben: die Probleme in der Mannschaft, was Disziplin und Einsatz anging, lagen vor allem bei den älteren 2006ern, in der 2007er Trainingsgruppe inclusive 2. 2007er hat der Trainer eigentlich nie Disziplinsprobleme. Da sah man dann auch mal ein anderes Gesicht des Trainers, der hier auch mal entnervt war... bei den 2007ern ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft besser, es gibt unter 21 Kindern keine Problemcharaktere.


    Der Trainer macht übrigens demnächst seinen C-Schein, ich kenn mich mit solchen Sachen allerdings nicht so aus. Ich habe das Gefühl, dass in letzter Zeit kompliziertere Trainingsübungen (mehr Hütchen) gemacht werden, muss an der Prüfungsvorbereitung liegen ;) Ich wünsche ihm da alles Gute, mache mir aufgrund der Trainingsqualität und Trainingsfortschritte der Mannschaft allerdings keine großen Sorgen.

  • So, Ende der Hallensaison:


    Die Hallensaison hat 6 Spieltage mit je 4 Spielen. Sie lief eher gewöhnlich an, Zitat von einem Vater: "wenn die heute noch was reißen, lauf ich hier nackt durch die Halle!" Am 3. Spieltag hat dann irgendwas "klick" gemacht, die Mannschaft hatte 3 Siege und ein Unentschieden. Damit war irgendwie der Knoten geplatzt, und sie schafften es, bis zum Ende der Saison kein Spiel mehr zu verlieren und am letzten Spieltag sogar alle vier Spiele zu gewinnen (kein Gegentor, ein Eigentor).


    Ich denke, dass mein Sohn einen angemessenen Anteil an diesem Erfolg hatte. Unsere Torleute werden selten gefordert, weil Verteidigung und Mittelfeld vorher alles abräumen, und er gilt als der beste Verteidiger der Mannschaft, was aber auch für Probleme sorgt, weil die Mitspieler ihn gerne hinten sehen. Er hat in der Hallensaison insgesamt 3 Tore geschossen, zwei davon als nomineller Verteidiger. Er ist oft bei Gegnerischen Abstößen als erster am Ball, spielt den Ball gut nach vorne und kann auch hohe Bälle annehmen oder köpfen. Im letzten Saisonspiel stand die Mannschaft gegen ein Team mit starken Einzelkönnern unter Druck, und als er von der Bank kam, war er es, der das Spiel wieder in die gegnerische Hälfte verlagerte. An einem der schlechteren Hallenspieltage zu Anfang hatte er eine hartnäckige Bronchitis, stand 2 Spiele im Tor und war im Feld nicht sonderlich spritzig. Aber wahrscheinlich überschätze ich ihn als Vater, weil ich natürlich mehr auf ihn schaue als auf die anderen Spieler.


    Die Stärken der Mannschaft sind Einsatz und Zusammenspiel, alle arbeiten nach hinten mit und auch nach vorne kann es ziemlich schnell gehen. So ziemlich alle können Tore erzielen, aber keiner ragt heraus. Deshalb gibt es wenig Alleingänge und niemanden, der sich zurückhält.


    (Edit:) die Mannschaft vom Nachbarverein, die im Herbst als 3.F in der falschen Staffel gemeldet war und gegen unsere 2. F mit 10:0 oder so gewann, wurde im Winter in der Hallensaison als 2. F gemeldet und hat trotz deutlicher körperlicher Überlegenheit zwei mal 0:1 gegen unsere 1. F verloren. Für die Trainer dieser Mannschaft war es der richtige Schritt, gegen andere Mannschaften schneiden sie immer noch gut ab aber sind nicht mehr so drückend überlegen wie im Herbst und somit mehr gefordert. Das Problem der Mannschaft sind körperlich weit entwickelte Kinder, die es gewohnt sind, sich alleine durchsetzen zu können, und deshalb zu wenig zusammen spielen. (Ende Edit)


    Von der 2. Mannschaft habe ich diesmal nicht so viel mitbekommen, weil wir nur einen gemeinsamen Spieltag hatten (nacheinander in der gleichen Halle). In dem Turnier hatten sie einen Sieg, ein Unentschieden und zwei Niederlagen, beide 0:1, also keine Klatschen. Einige Spieler, die ich als relativ schwach eingeschätzt hatte, zeigten deutliche Fortschritte. Trotzdem war die kollektive Abwehrleistung erheblich schlechter als in der 1., so dass der Stammtorwart seine Fortschritte zeigen konnte. Er ist schon ziemlich lange in der Trainingsgruppe, der erfahrenste Spieler in der 2., und ich denke, dass er Probleme mit dem Selbstvertrauen hatte, weil viele neuere Spieler ihn überflügelt hatten, aber als Torwart hat er an diesem Spieltag trotz geringer Größe eine Klasseleistung abgeliefert, großartig pariert und viele Bälle souverän festgehalten. Ich hoffe, dass ihm das Auftrieb gibt. Die Stimmung bei den Eltern in der 2. Mannschaft ist jedenfalls gut. Bei einem Jungen gab es Tränen aufgrund der 2 Niederlagen, aber ich denke, in ein paar Tagen ist das vergessen und er ist wieder heiß auf das nächste Spiel.


    Das Training in der Hallensaison findet gemeinsam mit der 2. 2006er Mannschaft statt, die vom selben Trainer trainiert wird. Dort hörte ich von einer Mutter, dass einige Eltern bei den 2006ern mit der Rotation und "ewigen Wechselei" unzufrieden sind, in der Mannschaft gibt es einige Neue, ein größeres Leistungsgefälle und inzwischen 15 Kinder oder so, und die E spielt ja 4+1 in der Halle. Einige Eltern können noch nicht ganz verstehen, dass da auch mal gute Kinder zugunsten der Schwachen zu Hause gelassen werden müssen. Aber der Trainer macht das natürlich richtig, er muss seinen Prinzipien folgen und spätestens in 1,5 Jahren, im ersten Sommer in der D, braucht er so viele Spieler.


    Momentan sind die 2006er in den gemischten Abschlussspielen (4 Teams in Rotation) eher unterlegen, Teamgeist und Technik reichen bei zu wenigen Spielern an die 1. 2007er heran.


    Einer der Cotrainer aus der A-Jugend ist in letzter Zeit eher weniger zu sehen, der andere ist aber eigentlich immer dabei, übernimmt manchmal komplette Spieltage (der Haupttrainer hat ja 3 Mannschaften) und ist bei den Kindern sehr beliebt.

  • So, lange nichts mehr geschrieben... Außensaison Frühjahr 2016


    Die zweite Halbsaison in der älteren F lief nicht soo erfolgreich, aufgrund der relativ guten hinrunde kamen starke Gegner, am Ende gab es nur 2 Siege und den drittletzten Platz in der Staffel. Die verlorenen Spiele sahen allerdings nicht all zu schlecht aus, insgesamt nur ein Spiel der Kategorie "Chancenlos" gegen eine Mannschaft mit einem sehr starken, körperlich weit entwickelten Einzelkönner, der 3x mit Ball an der Außenlinie schneller lief als alle Verteidiger ohne und den Ball dann auch noch von der Seitenlinie aus ins Tor hämmern konnte.


    Um die Sommerferien herum haben wir an zwei Turnieren teilgenommen, die auch nicht sonderlich gut liefen, ohne dass wir wirklich untergegangen sind. Unsere Spieler sind halt ordentliche Kicker, nicht außergewöhnlich, und körperlich vergleichsweise klein. Das Passspiel hat sich deutlich verbessert, Einsatz und Motivation sind gleichbleibend hoch.


    Bei der zweiten Mannschaft lassen sich auch Fortschritte erkennen, aber da das Startniveau nicht besonders hoch war, gibt es dort auch keine besonderen Erfolge zu feiern.


    Diese Saison (E-Jugend Jungjahrgang) startete immerhin mit einem verdienten 4-1 Sieg der 1. Mannschaft in der ersten Pokalrunde, und die Staffel wird wieder etwas leichter sein als die letzte Rückrunde. Die 2. ist nicht überraschend ausgeschieden.


    Was die Entwicklung meines Sohnes angeht, so mache ich mir leichte Sorgen bei seinen Einsätzen (wie Väter das so tun). Im aktuellen 3-1-2 System wird er fast ausschließlich als mittlerer Verteidiger eingesetzt, und wenn nicht, dann ist er meistens Torwart. Torwart ist die Baustelle in unserem Team, keiner will wirklich und nur 4 Spieler sind überhaupt bereit, mal für eine Halbzeit ins Tor zu gehen. Das macht mein Junge (wieder aus Vatersicht) eigentlich recht gut, er spielt gute Abstöße und ist als etatmäßiger Verteidiger furchtlos beim herauslaufen im 1 gg 1.


    Die mangelnde Rotation begründet der Trainer damit, dass mein Sohn sich angewöhnt hat, sehr defensiv zu spielen, und sich schnell wieder zurückfallen lässt, anstatt sich vorne anzubieten. Meiner Meinung nach ist er bei Dribbling, Ballkontrolle und Passspiel durchaus in der Lage, mit den anderen mitzuhalten, und in Minispielen ist er oft sehr dominant, so dass ich es sehr schade finde, dass der Trainer ihm so selten die Chance gibt/ihn dazu ermutigt, sich weiter vorne auszuprobieren. Abschluss und Spielüberblick weiter vorne sind eher seine schwächen, obwohl sich sein Passspiel meiner Meinung nach deutlich verbessert hat.


    Ich befürchte, dass der Trainer, der offiziell Rotation befürwortet (und eigentlich auch durchzieht), hier den Weg des geringsten Widerstandes geht, da mein Sohn normalerweise macht, was man von ihm verlangt und daher auch unbeliebte Positionen ordentlich ausfüllt. Ich habe ihn darauf angesprochen, aber ich erwarte nicht, dass sich all zu viel ändert. Beim letzten Turnier war mein Sohn 2x IV, 1x Bank, 1x Stürmer (sah aus wie zentrales Mittelfeld) und 3x Torwart, im Pokalspiel 1. HZ IV, 2. HZ Torwart "weil sonst keiner wollte". 4 Ballkontakte in 25 Minuten, dabei aber immerhin ein wichtiges 1 gg 1 gegen einen Stürmer gewonnen, der frei vor dem Tor war.


    Ich denke, dass er auch in dieser Saison seine Chancen als offensiverer Spieler erhalten wird, aber es werden nicht so viele sein. Da der Trainer seinen Job ansonsten wirklich sehr gut macht, will ich ihn nicht zu sehr kritisieren.

  • So, die Hallensaison ist inzwischen auch schon wieder vorbei. Sie lief gut, aber nicht herausragend, in einer schwachen Staffel. Mit jetzt nur noch 4+1 in der Halle war mein Sohn meistens die Hälfte des Spiels der Verteidiger in einer Raute und hat seinen Job da gut gemacht, und 2x 2 Spiele im Tor. Bei 8 Feldspielern für 4 Positionen hat jedes Kind immer die Hälfte des Spiels gespielt.


    Mit nur 9 Spielern, die man mitnehmen kann, musste er einen Spieltag aussetzen, wie einige andere auch. Insgesamt ist in dieser Hallensaison nichts weltbewegendes passiert.


    Jetzt kommt ja wieder die Außensaison, nach dem 2. Platz in der ersten Hälfte der Saison kommen jetzt wieder stärkere Gegner. Bei 7+1 werden auch die Einsatzzeiten mehr. Im Pokal geht es gegen die erste Mannschaft eines Nachbarvereins, da stehen die Chancen eher schlecht, aber da ist immerhin ein Klassenkamerad meines Sohnes dabei und die Anfahrt wird nicht weit. Sozusagen ein Derby.



    Nachdem in letzter Zeit alles in ruhigen Bahnen verlief, sieht es auch für die (organisatorische) Zukunft der Mannschaft und des Jahrgangs gut aus. Der Trainer hat angekündigt, dass er als Trainer aufhört (!) aber das war nur ein Scherz, er wird die 2006er Mannschaft, die er auch trainiert, nach den Sommerferien abgeben. Die 2006er gehen ja nach den Sommerferien in die D und aufs 9er-Feld, und da wird der komplette Jahrgang reorganisiert. Aus 3 relativ kleinen Mannschaften unter 3 verschiedenen Trainern sollen 2 größere Mannschaften aufgebaut werden, und unserer 2007er Trainer wird sich dann voll auf unseren Jahrgang konzentrieren.


    Ich werde das wohl am Rande mitverfolgen, ich kenne ja die 2. 2006er recht gut, weil mein Sohn damals mit Ihnen zusammen trainiert und später ab und zu ausgeholfen hat. Mindestens zwei der Spieler sind definitiv gut genug für eine neue erste Mannschaft, aber einige sind auch definitiv zu schwach, d.h. die Kinder werden eher nicht zusammenbleiben.


    Bei unseren 2007ern ist es der Plan des Trainers, den Kader bis Mitte 2018 so weit aufzustocken, dass aus zwei Teams mit bisher 10 und 11 Kindern zwei Teams aus 14-15 Kindern werden. Der Aufnahmestop ist also aufgehoben. Insbesondere ein passionierter Torwart für die 1. Mannschaft wäre gut. Es gibt bei uns aber kein Scouting und kein abwerben (auf dem Niveau eh sinnfrei), die Jungs sollen nur unter ihren Freunden rumfragen und wer will kann beim Training einfach vorbeikommen. Jetzt kommt ja im Sommer ungefähr die Hälfte der Mannschaft an weiterführende Schulen, vielleicht bringen danach einige Spieler neue Klassenkameraden mit.


    Um noch eine weitere Positive Nachricht zu bringen: Der Trainer heiratet die Betreuerin, was jetzt aber keine große Überraschung ist, da die beiden schon eine gemeinsame zweijährige Tochter haben und ich bis zur Verlobungsankündigung gar nicht wusste, dass die beiden noch nicht verheiratet sind. Co-Trainer gibt es momentan effektiv nur einen, der zweite war und ist immer noch zu sehr mit seiner Ausbildung beschäftigt.

  • So, lange nichts mehr geschrieben, Zeit mal wieder was loszulassen.


    Die Vorsommersaison 2017 lief für die beide Mannschaften sehr zufriedenstellend. Die erste Mannschaft gewann die Staffel mit 4 Siegen und 2 Unentschieden (beide Punktverluste auswärts auf Grand) und ist im ersten Pokalwettbewerb immerhin in die 4. Runde gekommen. Aufgrund der guten Ergebnisse und nach einer Umfrage in der Mannschaft sind sie jetzt als Altjahrgang mittelstark gemeldet, das erste Punktspiel wurde auch schon mit 3-1 gewonnen. Die 2. Mannschaft hat am Ende der Saison zum ersten Mal eine gegnerische Mannschaft komplett dominiert und 7-2 gewonnen, für die Jungs natürlich eine tolle Erfahrung. Sie sind im Tabellenmittelfeld gelandet, haben sich also im Vergleich mit früheren Jahren gut verbessert. Sie bleiben aber erstmal schwach gemeldet.


    Organisatorisch hat sich auch einiges getan. Es gibt eine neue App für Termine und Zusagen (Spielerplus), die Trainer wollen jetzt etwas strenger sein und bei den Spielnominierungen mehr auf die Trainingsbeteiligung achten. Dafür gibt es auch einen Grund: es sind einige Neue dazugekommen. Neben zwei Neulingen eine halbe Mannschaft aus einem Nachbarverein, insgesamt 5 Spieler, die einiges an Qualität mitbringen. Der Trainer hatte aufgehört und der Verein konnte anscheinend keinen gleichwertigen Trainer nachbesetzen. Damit sind die Aussichten für den Übergang aufs 9er-Feld in der D jetzt ziemlich gut. Ich habe die neuen Jungs erst zweimal im Training gesehen, aber von der Spielstärke und Zuverlässigkeit her gehören sie eher in die erste als in die zweite Mannschaft, die Feinjustierung bei der Mannschaftsaufteilung wird dem Trainer da noch einige kleine Problemchen bereiten.


    Mein Sohn muss sich allerdings nicht um seinen Platz in der ersten Mannschaft sorgen, als stärkster (fast schon einziger) Defensivspieler ist er sehr wichtig für die Mannschaft. Die Aussenverteidiger im 3-3 sind bei uns oft zu Angriffslustig, so dass er meistens viel Raum abdecken muss (und kann), und seine Stärken in Zweikampf, Balleroberung und Spieleröffnung wären auch auf einer Außenverteidigerposition hilfreich für die Mannschaft, falls sich einer der neuen als Innenverteidiger anbietet. Der Ex-Trainer der neuen hat sich das erste Spiel der Mannschaft nach den Ferien angesehen und ihm ist mein Junior unter den Altspielern aufgefallen, was mich natürlich sehr freut. Ich habe das Gefühl, dass es eher die Trainer und die Fussballer unter den Eltern sind, denen gute Defensivspieler auffallen, während die "normalen" Eltern eher auf die Tempodribbler und Torjäger achten.

  • Update nach der Herbstsaison:


    Die Herbstsaison lief für den Jahrgang sehr zufriedenstellend. Die Neuen haben angefangen, sich gut zu integrieren und haben ihre Stärken (und auch Schwächen) in einigen Punktspielen gezeigt. Noch sind sie alle in der ersten Mannschaft gemeldet, ein alter Spieler aus der ersten ist faktisch in die zweite runtergegangen.


    Die zweite Mannschaft hat es der ersten in der Vorsaison nachgemacht und diesmal mit 3 Siegen und 2 Unentschieden den Staffelsieg in der schwachen Staffel geholt. Für die Jungs ist das ein unheimlicher Erfolg, da sie ja bisher immer die schwächeren waren und hier nicht nur zwei Neuzugänge und Aushilfe aus der ersten Mannschaft für die Siege verantwortlich waren, sondern auch eine deutliche Steigerung der meisten der alten "Resterampe". Bis auf vielleicht zwei von zehn Spielern haben sich alle in der Mannschaft von blutigen Anfängern zu ordentlichen Fussballern und vor allem auch zu einer Mannschaft entwickelt. Jetzt haben sie mit 13 Spielern einen sehr soliden Kader für die Rückrunde.


    Die erste Mannschaft hatte ja zum ersten Mal in einer mittelstarken Staffel gespielt und musste 5 neue integrieren. Dass jetzt mehr Spieler aussetzen mussten, war natürlich schade, aber allein schon durch Ausfälle wegen Klassenreisen und Verletzungen waren es doch weniger Kinder als erwartet, die trotz Spielfähigkeit aussetzen mussten. Am Ende gab es einen soliden 2. Platz bei 2 Siegen, 2 Unentschieden (eins gefühlt ein verlorener Sieg, eins eine abgewendete Niederlage) und einer Niederlage. Insbesondere im Tor hat sich einer der neuen Spieler hervorgetan, ich hoffe dass er öfter dort spielen will. Das Defensivproblem bleibt, aber im letzten Spiel hat ein weiterer von den neuen eine gute Partie als Linksverteidiger gemacht... das lässt hoffen.


    Mein Sohn musste leider zwei Spiele wegen Klassenreise und Verletzung aussetzen, aber in den verbleibenden Spielen konnte er (meiner voreingenommenen väterlichen Meinung nach) zeigen, wie wichtig er für die Mannschaft ist: in zwei Partien spielte als mittlerer Verteidiger durch und beide Spiele wurden mit 1 und 2 Gegentoren gewonnen. Im 3. Spiel gab es ein Unentschieden, als er nach der Pause beim Stand von 5:2 ausgewechselt wurde, fielen gleich 2 Gegentore und das Spiel endete 5:5. In den Spielen ohne ihn gab es ein 3:3 und ein 6:8, bei dem in der zweiten Halbzeit die Verteidigung komplett zusammenbrach. Ich hoffe, der neue Linksverteidiger fügt sich weiterhin so gut in die Position ein, weil dort vorher öfters ein sehr kleiner Spieler kam, dessen Stärken eher im offensiven Bereich liegen. In der Offensive hat die Mannschaft jetzt die Qual der Wahl, meiner Meinung nach gibt es mindestens 6 vergleichsweise gute Offensivspieler, aber nur 3 solide bis gute Defensivspieler und vielleicht 3-4, die man notfalls noch als Außenverteidiger einsetzen kann, die aber teilweise mehr Disziplin im Rückwärtsgang brauchen.


    Im Pokal zu Saisonbeginn flog die zweite Mannschaft gegen einen starken Gegner wie erwartet raus, die erste gewann gegen einen sehr schwachen Gegner mit 24:0, obwohl der Trainer noch einen Spieler runtergenommen hatte. Mein Sohn war erst enttäuscht, dass er für das Spiel nicht nominiert wurde, aber im Nachhinein war es vermutlich das beste Spiel, um einen Abwehrspieler pausieren zu lassen.