Was tun gegen gegnerischen Trainer?

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  • Nächstes Wochenende spielen wir zu hause gegen ein Team, dass im Hinspiel durch einen Trainer geglänzt hatte, der teilweise unpassende Bemerkungen gegen Spieler unserer Mannschaft gemacht hatte.


    Nun wollt ich mich schon mal erkundigen, was für Möglichkeiten es gibt dagegen vorzugehen, außer Schiri informieren(bei uns sind immer eher die jüngeren Schiris in der E unterwegs, die machen dann auch nicht so viel dagegen)


    Hoffe, ihr könnt mir da weiterhelfen

  • Besorge dir eine Videokamera mit Stativ und sage dem Schiedsrichter und dem Trainer vor dem Spiel, das du das Spiel aufnehmen wirst um zu analysieren, vielleicht mit einem kleinen Hinweis auf das Hinspiel über die Kommentare. ;) Die Kamera dann auf einem erhöhten Punkt, wo der gegnerische Trainer "auch" mit drauf ist und wo er das auch sehen kann. Sollten Kommentare kommen, kannst du immer noch höflich auf die Kamera zeigen. :) Sollten ab dann die Kommentare nicht ausbleiben, würde ich einfach mal hingehen und ihm sagen, dass du das Video dann mal seinem Jugendleiter zeigen wirst! Einfach ohne Emotionen das ganze, du willst dich doch nicht auf eine Stufe mit dem stellen, oder?

  • Beschäftige dich doch nicht mit Dingen die du nicht ändern kannst, sondern bereite deine Mannschaft/Eltern darauf vor.
    Klar ist das doof, aber hat man doch jede Woche - ich strafe solche Trainerkollegen mit übertriebener Freundlichkeit und gehe auf seine Kommentare mit keiner Silbe ein.


    Diese Kollegen sind es gewohnt Gegenwind zu bekommen und sind oft sehr irritiert wen ihr Verhalten keinerlei Beachtung findet. Ich coache mein Team noch intensiver und halte im Grunde während der gesamten Spieldauer nicht den Mund.


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Vor ein paar Wochen hatte ich mit meiner E-Jugend auch so einen Trainertypen erwischt.


    Lautstarke Anweisungen an sein Team und jede Aktion kommentiert, hatte wohl den XXL - Joystick dabei., Ist geschenkt, soll er machen, wenn's ihm hilft.
    Als seine Jungs dies stellenweise nicht umsetzten, wurde das ganze immer aggressiver, bis zu dem Punkt, wo er einen meiner Spieler nach einem leichten Foulspiel verbal anging. Bin dann zu ihm hin und habe dem geschätzten Kollegen im ruhigen und freundlichen Ton klargemacht, dass ich dies nicht dulde und sollte das Ganze nocheinmal vorkommen, wir das Spiel abbrechen.


    Ende vom Lied: Die 2. Halbzeit keinen Mucks mehr gehört.
    Verabschiedet hat er sich dann allerdings auch nicht ;)

  • hallo Mighty,


    der hätte sich so und so nicht verabschiedet, denke ich.


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Ich würde dem auch bei der ersten Aktion lautstark klar machen dass das so nicht geht und du der einzige bist der mit deinen Spielern redet. Und das bei jeder Aktion noch mal. Und in der Zeit den Schiri bitten das Spiel zu unterbrechen. Spätestens beim 3. Mal ist das entweder der Gegner oder der Schiri leid

    "Der Chef auf dem Platz ist die Spielsituation" (Karsten Neitzel)

  • Beschäftige dich doch nicht mit Dingen die du nicht ändern kannst, sondern bereite deine Mannschaft/Eltern darauf vor.
    Klar ist das doof, aber hat man doch jede Woche - ich strafe solche Trainerkollegen mit übertriebener Freundlichkeit und gehe auf seine Kommentare mit keiner Silbe ein.


    Diese Kollegen sind es gewohnt Gegenwind zu bekommen und sind oft sehr irritiert wen ihr Verhalten keinerlei Beachtung findet. Ich coache mein Team noch intensiver und halte im Grunde während der gesamten Spieldauer nicht den Mund.


    Grüße
    Björn


    Finde ich im Prinzip richtig, hört aber an dem Punkt auf, wo eigene Spieler angegangen werden. Ist bei mir bislang einmal vorgekommen, da war ich zu überrascht davon, aber beim nächsten Mal werde ich in so einem Fall am Rand auch mal deutlich, so geht's nämlich nicht (in dem Fall war es ein relativ hart geführter Zweikampf (aber wirklich nur relativ hart, nicht überhart), nach dem dann der gegnerische Trainer meinte, diverse Kommentare in Richtung meines Spielers abgeben zu müssen und den damit vom spielen ablenkte). Ähnliches gilt für mich, wenn man so einen Schreihals auf seiner Seite hat, dass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Dafür finde ich allerdings auch keine Lösung. Was mich aber ärgert, ist, wenn Schiedsrichter sich dann von so jemandem beeinflussen lassen, da weise ich dann schon mal darauf hin, dass sie das bitte nicht tun sollen.

  • dass ich dies nicht dulde und sollte das Ganze nocheinmal vorkommen, wir das Spiel abbrechen.



    Statt Jammern und Klagen wäre das ein richtiger Schritt und ein deutliches Zechen.. Leider fehlt dazu offensichtlich der Mut.


    Problematisch kann da nur die folgende Strafe sein, die halt immer den Abbrecher als Verursacher trifft.


    Gut, wenn dann wie in meinem Fall, der Verein dahintersteht und die zu zahlende Strafe keine Diskussionsthema war.

  • Solange er die eigenen Spieler nicht beleidigt, sondern nur Aktionen kommentiert interessiert mich das nicht. Beleidigt er meine Spieler nehme ich diesen in Schutz bzw. erwarte dies vom Schiedsrichter - und bisher war dem auch immer so das der Schiri eingegriffen hat.


    Ich halte von diesem "dann breche ich halt das Spiel ab" überhaupt nichts - das sollte das letzte Mittel sein und aus meiner Sicht erst und nur dann gezogen werden wenn die Gesundheit der Spieler durch den Schiedsrichter nicht ausreichend geschützt wird.


    Bedenkt, dass dem Verein je nach Verband dann auch Kosten bis hin zu einem dreistelligen Bereich entstehen können und man genau abwägen sollte wann und wie man dies einsetzt.


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Im oberen Jugendbereich kann man seinen Spielern sicher erklären, was sie vom Hineinrufen gegnerischer Trainer und Zuschauer zu halten haben. Darunter kann man sich vor dem Spiel mit dem gegnerischen Trainer kurz unterhalten, was man als Gebot der Fairness sieht!


    Der Spielabbruch sollte letztes Mittel sein, da es immer auch ein Versagen der erwachsenen Verantwortlichen beinhaltet, denn hierbei sind immer die Kinder die Verlierer!


    Vom unerlaubten Video-Filmen würde ich ebenfalls Abstand nehmen, weil es eher dazu führt, die Eskalationsstufen züglig zu erhöhen. Man kann kein Unrecht durch weiteres Unrecht aus der Welt schaffen. Ein Jugendleiter, der seine Pappenheimer kennt, braucht ohnehin keine zusätzlichen Videobeweise. Der muß sich wohl auch von den Eltern der Kinder dieses Trainers genug anhören. Denn wer sich nicht im Spiel beim Gegner benehmen kann, der verhält sich meist auch auf dem eigenen Sportgelände wie die Axt im Walde. Meistens erledigen sich die Dinge von ganz allein, weil der Jugendleiter irgendwann die Nase voll hat und schickt ihn in die Wüste!