Wer dankt dem Ehepartner/Kinder des Trainers?

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  • Trainerfrau:


    Wenn Dein Mann den einen Sohn trainiert, hat er Dir ja so schon mal 50 Prozent der fussballbezogenen Kinderarbeit mit abgenommen. Außerdem wird er ja u.a. auch eigennützige Gründe haben, Trainer zu sein. Entweder, weil er es gern macht, es sein Hobbie ist, er gern seinen Sohn trainieren möchte, oder er Geld erhält.
    Letzteres würde ich sogar allgemein begrüssen, weil dann meist auch der Rest der Familie mit profitiert, der ja oft auch mal, wie in deinem Fall zurück steckt.
    Betreuertätigkeit brauchst Du ja nicht zu leisten. Ansonsten blieben noch die Aufgaben als Mutter, was eine innerfamiliäre Angelegenheit ist.


    Wer bedankt sich bei der Frau des Feuerwehrmannes ? Wer bei dem Ehegatten der Frau, die in ihrer Freizeit noch in der Seniorenbetreuung tätig ist, oder mit ihrem Chor unterwegs ist ?


    Der Dank geht direkt an den vor Ort tätigen ( und oft nicht einmal das X( ). Dieser muss ihn dann weiterreichen. Ist so und betrifft nicht nur Dich, sondern alle, wo ein Ehepartner für den anderen zurücksteckt.

  • Frage so nebenbei: Hast du schon mal in der Elternschaft deines F-lings angeregt, der Trainerfrau deinses Jüngsten ein Dankeschön zu überreichen?


    Meinen Jüngsten trainieren zwei 18-Jährige. Wenn die Ehefrau des Trainers so viel machen würde, wie ich für die C-Jugend Mannschaft, hätte ich das durchaus zur Sprache gebracht.


    Du scheinst aber immer noch nicht verstehen zu wollen, das die Frau des einzigen Trainers der Mannschaft viel mehr zurückzustecken hat, als andere Eltern, die die Kinder nur abgeben und vielleicht noch die Mitfahrgelegenheit ihres eigenen Kindes organisieren.


    Und das verstehe ich nun wirklich überhaupt nicht.


    Trainerfrau

  • Wenn Dein Mann den einen Sohn trainiert, hat er Dir ja so schon mal 50 Prozent der fussballbezogenen Kinderarbeit mit abgenommen. Außerdem wird er ja u.a. auch eigennützige Gründe haben, Trainer zu sein. Entweder, weil er es gern macht, es sein Hobbie ist, er gern seinen Sohn trainieren möchte, oder er Geld erhält.
    Letzteres würde ich sogar allgemein begrüssen, weil dann meist auch der Rest der Familie mit profitiert, der ja oft auch mal, wie in deinem Fall zurück steckt.
    Betreuertätigkeit brauchst Du ja nicht zu leisten. Ansonsten blieben noch die Aufgaben als Mutter, was eine innerfamiliäre Angelegenheit ist.

    Er macht es ehrenamtlich. Ich leiste Betreuertätigkeit und das mein Mann 3-4 Mal die Woche wegen der C-Jugend weg ist und dann alles andere an mir hängen bleibt ist nicht die normale Aufgabenverteilung, die die Mutter selbstverständlich zu schultern hat.


    Wer bedankt sich bei der Frau des Feuerwehrmannes ? Wer bei dem Ehegatten der Frau, die in ihrer Freizeit noch in der Seniorenbetreuung tätig ist, oder mit ihrem Chor unterwegs ist ?

    Stell dir vor, bei der letzten Abteilungsversammlung ist auch der Frau des Abteilungsleiters gedankt worden. Sie hat keine offizielle Funktion inne, hilft aber auch immer wieder. Manche haben doch da tatsächlich bemerkt, das der Abteilungsleiter ohne seine Frau auch nicht so viel machen und leisten könnte und haben das auch noch gesagt!


    Der Dank geht direkt an den vor Ort tätigen ( und oft nicht einmal das ). Dieser muss ihn dann weiterreichen. Ist so und betrifft nicht nur Dich, sondern alle, wo ein Ehepartner für den anderen zurücksteckt.


    Schön das das normal ist, das einer jahrelang zurücksteckt und mithilft und dem Ehrenamtlichen damit sein Engagement erst ermöglicht und keinen Dank dafür bekommt. Dann ist ja alles in Butter, wir brauchen uns keine Gedanken darüber zu machen und nichts zu ändern.



    Ich denke der Großteil der Mannschaftseltern wird leider genauso reagieren. Es muss ja keiner Trainer oder Betreuer machen, ist ja unsere Aufgabe wie wir das alles organisieren. Wahrscheinlich kommt so was von den Eltern, die man sonst nie sieht oder hört, und die sich immer nur wegen einer Mitfahrgelegenheit für ihre Kinder melden.

  • Trainerfrau


    ich hab 20 Jahre eine Frau gehabt, die das mitgemacht hat, deshalb versteh ich sehr wohl, was du meinst.


    der Vergleich mit Eltern, oder Mütter, die einfach nur ihr Kind abgeben, ihr Kind anderen Müttern mitgeben ist für mich nicht angebracht, wenn, dann ist ein Vergleich nur zu den Müttern gegeben, die genauso viel Zeit in ihre Kinder investieren, wie du., ich hab ja schon geschrieben, wie es bei anderen Eltern auch aussieht, die ihre Kinder nicht einfach nur abschieben. gibt es sicherlich auch in eurer Mannschaft.


    übrigens, als Trainer kann man das auch sehr wohl organisatorisch schon so gestelten, dass die eigene Ehefrau durchaus entlastet ist. Beispiel: meine Betreuer, zuständig für alles organisatorische, hat bei der Planung genau aus den von dir aufgeführten problematischen Belastungen die Ehefrauen aus seinem Planungsbedarf herausgehalten, was übrigens von den anderen Eltern akzeptiert wurde. Ehefrau von Trainer und Betreuer sind dann nur im Norfall eingesprungen.


    Dein Problem ist mir sehr bewusst. Deine Lösungsansätze sind falsch. Durch ein Dankeschön, sicherlich manchmal angebracht, werden doch deine Probleme nicht einen Deut weniger. Mit einem fehlenden Dankeschön, oder wie wir Saarländer sagen: es kommt keine Estamierung, müssen doch nicht nur Trainerfrauen leben sondern erst recht viele tausende, gerade Kindertrainer das Draussen.


    Dass wir Allzuviele in unserer Gesellschaft haben, die nur nehmen, was ander zu geben bereit sind, ohne auch nur mal Danke zu sagen, es gar als Selbstverständlichkeit ansehen, dass andere was tun, selbst aber man nur Nehmen will, damit müssen leider viele Ehrenamtliche leben.


    Viele vergessen aber auch das Einfordern von Anderen, Geben nur und wundern sich dann, wenn sie selbst die Schnauze voll haben.


    Warum glaubst du hab ich meiner Elternschaft immer wieder sehr deutlich gemacht, dass es nicht meine Mannschaft ist, sondern ihre Mannschaft, ich nur der Trainer bin, der ihnen etwas Fussballspielen beibringt und deshalb alle ihr Scherflein beitragen müssen, solle s den Kindern insgesamt Freude bereiten.

  • Hallo Guenther,


    mir geht es nicht im das eine Danke pro Jahr zum Saisonabschluss, sondern das auch mal gesehen wird, was Leute wie ich im Hintergrund alles dazutun. Das das auch nicht total selbstverständlich ist, was viele im Forum hier anscheinend auch denken.

  • Trainerfrau


    Nachtrag, da gerade gelesen


    Natürlich ist es ein Unding, wenn die Frau des JL erwähnt wird, Trainerfrau dagegen nicht. Ein Unding, ich wär da glaub ich aus der Hose gesprungen.


    Genaus so ein Unding, kommt jedoch nicht allzuselten vor, ist für mich aber auch, dass die Trainerfrau auch als Betreuerin fungiert. Bei dieser Doppelbelastung der Familie kann der Frust doch nicht ausbleiben.


    Dieses Amt, bzw. diese Tätigkeiten, würde ich sofort abgeben, auch wenn keiner macht, dann werden diese Tätigkeiten halt mal nicht gemacht. Spätestens dann werden die Rückmeldungen kommen, die dir mal guttun werden.


    Als selbstverständlich Angesehenes bekommt eine ganz andere Bewertung, wenn die Selbstverständlichkeit mal plötzlich nicht mehr da ist. Elternschaft aufrütteln.

  • Ich bin jetzt nicht sonderlich Ehe-erfahren und dementsprechend wahrscheinlich der Falsche, um hier Tipps zu geben. Aber für mich übersiehst du vor allem eines: Das Gespräch mit deinem Mann.


    In meinen Augen ist das seine Aufgabe, den Fußball auch mal ruhen zu lassen und dir mal dafür zu danken, was du alles machst. Vielleicht übersieht er es einfach in all der Hektik. ;)

  • Trainerfrau.


    Du darfst nicht denken, dass ich deinen Frust nicht nachvollziehen kann. Ich versuche nur realistisch an die Sache ran zu gehen. Oftmals wird nicht einmal den Ehrenamtlichen selbst gedankt, sondern deren Tätigkeit für selbstverständlich genommen. Da erwartest Du noch Dank für Personen, die im Schatten stehen und auch ihren Teil leisten.... 8)


    Ich denke aber auch, dass man eine Teilschuld mit trägt, indem man Leute, die ihre Kinder nur abliefern, mit unterstützt. Manchmal werden deren Kinder sogar fast noch auf Händen getragen.


    Wenn sie schon nichts tun wollen, so lasst sie wenigstens den entsprechenden Anteil an der Sache bezahlen und fördert die Faulheit nicht noch, indem ihr kostenlos Eure Freizeit und die Eurer Familie opfert.

  • Karl


    eigendlich ist doch dieser Frust nicht durch zuvieles Mitarbeiten entstanden.


    da bekommt die Frau des JL vor grosser Runde einen Blumenstrauss und wird besonders erwähnt. Eine Frau, die wohl wenig tut. Eher ein Nichts im Vergleich zu dem, was Trainerfrau leistet, die dabei stehen muss und leer ausgeht.


    Den Frust, der da hochkommt, kann ich voll nachvollziehen. da hab ich absolutes Verständnis.

  • Eigentlich bin ich nicht sauer, das die Frau des Abteilungsleiters einen Blumenstrauß bekommen hat, denn ich weiß, die steckt auch genug zurück. Sauer bin ich eher, das der sporadische Helfer meines Mannes zum Saisonabschluss etwas bekommen hat. Der steckt nämlich niiieee zurück und hilft nur wenn er nichts Besseres vor hat. Wenn Spiel ist, und er geht lieber Motoradfahren, dann geht er lieber Motorradfahren. Das kann ich nicht.


    Wie gesagt, keiner sieht meine Leistung und ich habe es wohl auch versäumt rüberzubringen. Gestern nach dem Spiel diskutierten einige Mütter, wer nun die Trikots zum Waschen mitnimmt. Jeder war der Meinung, sie hätten erst gewaschen. Ich sagte dann sachlich, wir sind eine kleine Mannschaft, wir haben 2-3 Problemkinder (die Eltern haben keine eigene Waschmaschine oder Kinder sind vorübergehend im Pflegeheim, die Kinder aber trotzdem liebe, fußballbegeisterte Kinder) viele Eltern lassen sich auch nie sehen und i c h wasche schon immer die Leibchen, die sonst noch nie jemand anders gewaschen hat und wasche auch immer wenn sich keiner findet weil alle anderen Eltern schon irgendwie weg sind / nicht da waren.


    Die haben große Augen gemacht und gesagt, gut dann waschen sie jetzt.


    Dann hatten wir gestern zu wenige Spieler und mussten von anderen Mannschaften welche ausleihen. Die wenigen Eltern die da waren, fragten wo denn die anderen Kinder alle seien. Einer ist mit der Schule weggefahren, einer war krank und bei einem Spieler hatte der Vater Geburtstag, deswegen konnte er nicht kommen.


    Großes Verständnis, das der dann nicht kommt. Es war kein runder Geburtstag, die Familie hat lediglich mit einer anderen Familie gefeiert.


    Ich sagte, mein Mann hat letzten Monat sogar Training gegeben, als er selber Geburtstag hatte. Wieder Stille - ach ja stimmt.


    Die sehen gar nicht, was ein Trainer samt Familie eigentlich alles macht, damit eine Mannschaft funktioniert. Und das muss man denen auch mal vor Augen führen. Nur der richtige Ton ist schwer. Meine E-Mail werde ich nicht schreiben, das geht nur nach hinten los. Da wird mir von vielen völliges Unverständnis entgegenschlagen und das wird nur zu schlechter Stimmung führen.

  • Ich schrieb schon oft...zahlt Trainern eine gute Aufwandsentschädigung....damit die dann davon auch mal einladen können oder diese sparen können f. den nächsten Urlaub. Oder....verzichtet darauf und nehmt einen weiteren fehlenden Baustein beim Vereinssterben an. Zahlung durch erhöhte Mitgliedsbeiträge...

  • du musst mal mit deinem mann sprechen bevor der frust eure familie erreicht.
    fußball ist null und nichtig gegenüber einer funktionierenden partnerschaft.
    die letern zucken nicht, weil es ja läuft. einer reißt sich den popo auf und macht alles möglich,
    sogar die laibchen werden gewaschen...


    lasst es einfach mal laufen, hört auf soviel energie da reinzustecken. ihr seid nicht der verein!
    ihr fühlt euch nur mehr verantwortlich als euch gut tut.


    das thema laibchen kenne ich. dann habe ich das waschen verweigert und der erste,
    der sich über den gestank aufgeregt hat, musste waschen.
    auch ich habe an meinem geburtstag trainiert und fühlte mich heldenhaft.
    aber das ist nur ein gefühl und quatsch mit soße, weil es einem keiner dankt.
    mein gefühl war es lange zeit, den kindern was wegzunehmen, wenn training ausfällt.
    in der d-jugend und auch in der ersten C hatten wir sogar zeiten, da waren immer alle kinder beim training
    und jeder durfte pro saisonhälfte zweimal fehlen, ausnahmen waren nur eigene geburtstage und der von engen familienangehörigen.
    das hat wirklich geklappt.
    jetzt in der A weiß ich erst fünf minuten nach trainingsbeginn, wer kommt.
    so lass ich auch schonmal schneller training ausfallen, als damals.
    spiel- und trainingsbetrieberhalter....? kennst du das?
    letztlich wird es je älter die kids werden genauso...

  • Trainerfrau


    ob Frau des JL oder Motorradfahrer, ist doch eigendlich egal. im Prinzip doch Gleiche.


    Dein Frust rührt doch nicht aus dem vielen was du machst, sondern in der totalen Ungerechtigkeit die dir hier wiederfährt.
    Im Vergleich zu dem Vielen was du tust, wird hier einem, der kaum was macht, ein Dankeschön ausgesprochen, dir nicht.


    Ich versteh deinen Frust vollkommen. würde mich genauso ärgern.


    Zurückzuführen ist das aber auch auf organisatorische Fehler innerhalb der Mannschaftsführung und auch in der Familie.


    Wer alles macht, oder meint, alles machen zu müssen, Aufgaben nicht entsprechend delegiert, der wird irgendwann alles machen müssen, wird irgendwann von der Aufgabenfülle überrollt.


    Wer auf ein Dankeschön wartet, wird oft enttäuscht werden. andere sehen das doch als selbstverständlich an.


    Die dann eintretende Müdigkeit (bezeichne es mal so) kennen viele Jugendtrainer, und viele auch ein Grund nach einer gewissen Zeit aufzuhören.

  • Guenter, was sind dann die organisatiorischen Fehler in der Mannschaftsführung? Unser Verein hat viel zu wenig Trainer / Betreuer. Mein Mann, der Jugendleiter und ich haben die Eltern schon gefühlte 1000 Mal aufgerufen sich mehr zu engagieren. Der JL hat die Eltern schon persönlich und per Mail aufgefordert, sich mehr zu engagieren, da sonst Mannschaften aufgelöst oder zu sehr großen Mannschaften zusammengefasst werden - was auch zu Folge hat, das manche Kinder sehr wenig spielen werden. Alle habe nur gesagt, sie können aus beruflichen Gründen, etc. nicht mehr machen. Außer unser Motoradfahrer, der sporadisch hilft. Wir haben sehr nette Kinder in der Mannschaft, für die Fußball fast alles ist, da sie sonst nicht viel haben (zerrüttete Familien, Asylbewerber...). Es war auch schon mal auf der Kippe, die Mannschaft aufzulösen, da unsere Familie ja jetzt auch nicht alles alleine stemmen kann. Manche Eltern können nichts machen (Asylbewerber, Alleinerziehende mit sonstigen Problemen), manche machen es sich wohl zu leicht, da sie nicht sehen, was alles zu tun ist. Wenn sich die Mannschaft auflöst, fährt man die Kinder halt in einen anderen Verein (da fallen dann aber leider unsere "Problemkinder" hinten runter, die ich übrigens sehr mag).


    Wahrscheinlich stecken wir wie Siebener sagt, zu viel Energie da rein. Mir ging es bisher meistens um die "Problemkinder" und natürlich meinen Sohn. Wahrscheinlich ist jetzt aber die Grenze erreicht.

  • Trainerfrau


    sehe ich auch so, dass bei euch die Grenze erreicht ist. logische Folgerung dessen, wenn man alles selbst tut.


    allgemeine Aufrufe, Mail-Rundschreiben zur Aufforderung an mehr Engagement verpuffen ergebnislos.


    hab das hinter mir. schriftliche Aufforderung wer beim Sportfest mithelfen will, soll sich melden. Ergebnis : 1 Person
    anschliessene persönliche Ansprache ergab über 10 Helfer beim Sportfest.


    ich selbst hab mich auch noch nie bei einer allgemeinen Aufforderung gemeldet, war aber immer bereit, wenn ich persönlich angesprochen wurde.


    Hilfreich ist nur eine direkte persönliche Ansprache.


    Nicht alle Kinder in eurer Mannschaft haben problematische, unsoziale Eltern. es gibt auch die Anderen, die müssen die Ansprechpartner sein, haben das gleiche Interesse am Fortbestehen der Mannschaft wie ihr.


    Mit denen mal an einen Tisch, euer Problem schildern, mitteilen, dass es so nicht mehr weitergehen kann.
    Gemeinsam überlegen welche Aufgaben, einer von dir zuvor erstellten Liste, von den Anwesenden übernommen werden können, und wer das tun wird. Ganz deutlich klarmachen, dass wenn dies nicht geschieht, für euch Ende der Saion Schluss sein wird.


    Mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit wirdt du überrascht sein, wer plötzlich alles irgenwas an Aufgaben übernimmt.


    Trifft das nicht zu, hat die Mannschaft eh wenig Zukunft vor sich und ein Vereinswechsel wäre in dem Fall dann anzuraten.


    Viele Trainer hier erarbeiten sich sehr gute Trainingskonzepte und gehen auch danach vor. Ist auch vollkommen richtig.


    Im Kinderfussball hatte für mich vor dem eigendlichen Trainingskonzept ein andere Prämisse vorrang:


    eine klare konzeptionelle Mannschaftsführung unter Einbeziehung und Mitwirkung der Elternschaft.
    War anfangs nicht immer einfach, aber von dauerhaftung Wirkung . erleichterte die zukünftige Trainerarbeit enorm und schränkte
    die Frustmöglichkeit, wie du sie derzeit erlebst, erheblich ein.


    meine Devise war immer: Mannschaft und Umfeld in mein konzeptionelles Konzept bringen, dann konzentration auf Trainingsinhalte

    Einmal editiert, zuletzt von guenter ()

  • Wir haben persönlich mit den Eltern am Elternabend gesprochen. Co-Trainer / Betreuer wollte keiner machen. Gelegentliche Hilfsjobs wurden zugesagt. Läuft dann wie beschrieben beim Trikotwaschen. Können alle aus beruflichen Gründen, etc., etc. nicht. Die Eltern suchen sich dann lieber eine andere Mannschaft in einem anderen Verein. Ist so. Aber dann ist es halt so. Schade für manche.

  • Man muss wirklich aufpassen, dass nicht alle Aufgaben an ein paar wenigen Personen hängen bleiben. Beispiel Trikotwäsche: da gibt es einfach eine Liste, nach Schmidt kommt Schneider, fertig. Ist Schneider nicht bei dem Spiel dabei, so ist stattdessen Schulz dran, Schneider dann danach. Und das ist dann einfach so. Den Trikotwaschplan kann man ja auch schon zu Beginn der Saison aufstellen, dann wissen die Leute auch, wann sie dran sind. So lief es beim Handball unserer Tochter: neben der Trikotwäsche wurde auch vorab eingeteilt, wer wann Zeitnehmer/Sekretär ist und wer Bewirtungsdienst hat. Die Spieltermine standen vorher fest, man konnte also denjenigen, die die Liste erstellt haben, auch mitteilen, wann man nicht zur Verfügung steht. Wenn später Termine rein kommen, dann muss man halt untereinander tauschen. Sowas kann wunderbar funktionieren, man muss halt auf dem Elternabend alle darauf einschwören und klar machen, dass der Einzelne nicht wirklich viel machen muss, wenn man die Aufgaben auf alle Schultern verteilt, dass es für die Verbleibenden aber schnell sehr viel wird, wenn sich ein paar Parteien ausklinken. Also wird eingeteilt und fertig.


    Bei uns war damals in der F die Trikotwäsche auch ein gewisses Problem, darum hatte ich mich nicht so sehr gekümmert, sondern die Betreuerin, ihres Zeichens auch Spielermama und leider eben auch zu gut für diese Welt, was heißt, dass wenn sich für eine Aufgabe kein anderer findet, sie es halt auch noch macht... :thumbdown: Wir waren damals in dem Zusammenhang aber einen anderen Weg gegangen und haben für alle Spieler eigene Trikots als Weihnachtsgeschenk besorgt, mit eigener Nummer und Namen drauf. Das war fortan die Spielkleidung, für die die Spieler selbst zuständig waren. Wir hatten noch zwei neutrale Trikots in Reserve, falls doch mal einer seines vergisst, oder für neu hinzu gekommene Kinder, wobei wir nicht publik machten, dass es diese Trikots gab. Das hat auch sehr gut funktioniert.


    Ansonsten kann man sich allgemeine Appelle absolut sparen. Wie guenter sagt, es geht nur über direktes Ansprechen oder knallhartes Einteilen. Solange man es mit der Zahl der zusätzlichen Aktionen nicht übertreibt, sollte die entstehende Belastung der Eltern zumutbar sein.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Trikotwäsche geht reihum. Wird dem Kind nach dem Spiel übergeben und hat zum nächsten Spiel wieder da zu sein. Basta. Waschen kann jeder !
    Genauso hat jeder einmal zeit für gewisse andere Aufgaben. Alles andere sind Ausreden.
    Ansonsten würde ich mir nicht so viele Gedanken um Andere machen, sondern zuerst einmal sehen, dass es in der eigenen Familie stimmt und alle dort zufrieden sind. Bei Euch ist es im Moment wohl nicht der Fall.
    Die anderen (Problem-)Eltern und auch deren Kinder gewöhnen sich daran, dass sie umsorgt werden. Selbst brauchen Sie nichts dafür tun.


    Andere Eltern haben Euch mitgeteilt, dass sie beruflich eingespannt sind und nicht helfen können, Ihr Euch aber kostenlos hinstellt, während sie Geld verdienen...... :thumbup:

  • ich bin bei uns Betreuer, wir springen auch beim Training mal für den Trainer ein, wenn er nicht da ist, gestern hatte ich den Schlüssel für alles (Platz, Kabine, etc.), die Trikots, Brötchen, Würstchen, etc.,
    alle anderen kamen, als alles soweit fertig war.
    Und nach dem Spiel sagt unser Trainer zu dem des Gegners, dass er alles immer allein macht - was meinst Du wie ich mich in dem Moment gefühlt habe...

  • [...], gestern hatte ich den Schlüssel für alles (Platz, Kabine, etc.), die Trikots, Brötchen, Würstchen, etc., alle anderen kamen, als alles soweit fertig war. Und nach dem Spiel sagt unser Trainer zu dem des Gegners, dass er alles immer allein macht - was meinst Du wie ich mich in dem Moment gefühlt habe...


    Hast du ihn darauf angesprochen? Wenn nicht, dann mache das doch mal. Und zwar genau so.


    Manche Leute haben halt die Sensibilität einer Dampflok..

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)