wieviel Lob ist angemessen

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  • mir fällt immer wieder auf, dass unser Trainer andere Kinder für ihre Leistungen viel lobt, nur bei meiner kleinen Tochter tut er es nicht. Macht sie ein gutes Spiel, erzählt er es uns, dass sie gut war, aber alle anderen Kinder bekommen dieses Lob immer direkt von ihm, sie hingegen nicht, obwohl ich denken würde, dass es ihr sehr gut täte. Mit Kritik ist er hingegen ihr gegenüber sehr direkt. Macht sie mal ein nicht so gute Spiel. heißt es, sie sei unter ihren Möglichkeiten geblieben oder wie gestern: sie läuft falsch...

  • Gibt mehrere Möglichkeiten:
    - Er merkt selber nicht, dass er mit zweierlei Maß rangeht
    - Du empfindest es so, da es die eigene Tochter ist, obwohl es gar nicht so ist


    Bei meinen C-Jungs isses ganz anders. Ich hab paar drin die ich gerne loben würde, aber sie wollen es nicht. Sie sagten selbst, sie würden schlechter spielen nach einem Lob.
    Kam auch mal die Aussage: ''Bitte lob uns in der Halbzeit nicht weil wir dann immer die zweite Halbzeit verkacken''


    Andere sind dabei die musst du dauernd moralisch tätscheln.


    Gefühl ist hier ganz wichtig. Wen nehm ich wie und wer braucht was mehr oder weniger.

    Sieger stehen da auf, wo Verlierer liegen bleiben

  • Wie alt ist deine Tochter?

    "Fussball ist kein Menschenrecht, aber ein Grundnahrungsmittel." Marcel Reif

  • Man sollte Menschen stets individuell betrachten und auf IHRE Ziele beziehen: (zu) viel Lob von Trainern, Eltern etc. kann auch schnell intrinsische Eigenmotivation ersticken o. fehlendes Lob eigenem Ehrgeiz grad Impulse geben: dem zeig ich's! Es kommt eben auf jeden Einzelnen im (frühkindlich geprägten) Charakter an.
    Ob es Trainern in seiner Aufgabe gestattet ist, einige Kinder viel zu loben, andere gar nicht, einige zu Stars zu erklären, andere - gar wider reelle Leistung - persönlich zurückzusetzen etc., ob es für alle gerecht zugehe o. zuerst nach Vor- u. Belieben von Einzelpersonen, Trainern (zulasten einzelner, ihrem Urteil ausgelieferten Kindern) - das entscheidet 'der Verein', JL, VV etc. Wer aber gern mit Fairplay, Integration, Sportsgeist sozialen Werten bei Verwaltern öffentlicher Kassenlagen hausieren geht, der müsste dann auch demgemäß handeln. Passiert leider im Lande immer seltener reell. Für Kinder ist natürlich vor allem interessant, was sie vor ihrer "peer group" gelten, nicht, was ein Trainer dann im Stillen zu deren Beruhigung - vermutlich allen - Eltern sagt! Vermutlich ist der beschriebene Trainer jungs-fixiert, da er sich mit seinen ichbezogenen Träumen natürlicher, besser in sie hinein projiziert kann - vielleicht sollte man ihn mal mit solch Psycho-Analyse konfrontieren? Das Dumme nur: je mehr sie ins Schwarze träfe, desto eher könnte er mangels Selbstreflexionswille per Blockade, sauer reagieren, mit allen neuen Risiken fürs Kind - daher: Vorsicht: Solch Trainer wollen sich meist in ihrer Identität über dieser Rolle etwas beweisen, tragen ein innerlich tief verletztes Selbst mit sich herum, ohne sich - mangels eigens verspürtem, da verdrängtem Schmerz - dies eingestehen zu wollen/können. Wer daran therapierend zu rütteln beginnt, wird schnell als Feind vernommen, rigoros abgewehrt... Dies wird dann uU auf dessen Kind negativ projiziert. Also evtl. lieber privat ausgleichen? :(


    PS: Vllt einfacher gesagt - ist euer Kind ohne Lob motiviert, gut, lernoffen, dann ist es innerlich top-gesund o. die aktuelle Situation (Mädchen unter Jungs) offenbar Motivation genug und der Trainer nicht euer Problem(-Kind) - lasst ihn u.U. einfach, außer seine scheinbare Abneigung wirkt sich ungerecht auf Spielanteile etc. aus! Dann wäre Holland in Not, da er die Aufstellungsmacht hat u. wider Kind- bzw. Leistungsgerechtigkeit genießt, sich aber kaum wird freiwillig reinreden lassen wollen....

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

    Einmal editiert, zuletzt von Keller-Kicker ()

  • [...]


    Off-Topic


    Hallo Keller-Kicker leider ist dein Posteingang voll :)


    ich empfinde häufig, dass deine Beiträge sehr kompliziert formuliert sind. Da du dementsprechend vermutlich auch über eine gewisse Intelligenz verfügst, könntest du dir eventuell mal überlegen, ob das, was du sagen willst, so auch bei jedem ankommt - schließlich geht es in einem Forum um Kommunikation miteinander. Davon haben viele nichts, wenn sie deine Beiträge nicht ausreichend entschlüsseln können.
    Natürlich ist es so, dass Komplexes auch oft nur komplex ausgedrückt werden kann. Ich denke aber, dass eine Vereinfachung oft besser und angebrachter wäre.


    Gruß ;)

    "Fussball ist kein Menschenrecht, aber ein Grundnahrungsmittel." Marcel Reif

  • Jeder Mensch braucht Lob, unbestritten.
    Mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass den vielversprechendsten Spielern solches Lob vermutlich egal wäre. Die sind sich selbst genug.
    Spieler die permanent gelobt werden müssen um ihr Bestes abzurufen werden es nicht weit bringen. .
    Nicht dass ich das als Vorwand sähe, nicht loben zu müssen, sondern als Richtschnur, um Lob auch nur dort anzuwenden, wo es Sinn macht: für wirklich herausragende Leistung bei den Besten und diesbezügliche Versuche und Fortschritte der Schwächeren.
    Wichtiger als Pauschalob sind mir klare, messbare Ziele: Dann kann und darf sich jeder einzelne bei jeder Verbesserung stolz auf die Schulter klopfen, das (schriftlich festgehaltene) Resultat rumzeigen und bei jedem Lob einholen der das entsprechend zu würdigen und zu schätzen weiss (damit werden - genauso wichtig wie die Spieler - implizit auch Eltern und Verwandte gleich mitgelobt).

  • Ich gehe von einer G Jugend aus.


    Angabe von Betreuer72 war...das der Trainer meinte, dass die Tochter von Betreuer 72...falsch läuft.


    Was meint der Trainer?


    -Das sie Einlagen benötigt?


    oder


    -Falsche Laufwege (in der G) macht.


    Zweiteres würde mir aufzeigen, wie ernst ich den Mann zu nehmen habe. Er wäre für mich ein derzeit unqualifizierter Trainer und Wichtigtuer der es noch nicht begriffen hätte.

  • mir fällt immer wieder auf, dass unser Trainer andere Kinder für ihre Leistungen viel lobt, nur bei meiner kleinen Tochter tut er es nicht. Macht sie ein gutes Spiel, erzählt er es uns, dass sie gut war, aber alle anderen Kinder bekommen dieses Lob immer direkt von ihm, sie hingegen nicht, obwohl ich denken würde, dass es ihr sehr gut täte. Mit Kritik ist er hingegen ihr gegenüber sehr direkt. Macht sie mal ein nicht so gute Spiel. heißt es, sie sei unter ihren Möglichkeiten geblieben oder wie gestern: sie läuft falsch...


    Wenn Du von Deiner kleinen Tochter sprichst, gehe ich mal von einer G- oder F-Jugendlichen aus. Bei jungen Fußballern sollte es eigentlich im oder nach einem Spiel überhaupt nichts zu kritisieren geben, jedenfalls nicht in sportlicher Hinsicht. Was heißt denn in Deinem Beispiel: "sie läuft falsch"? Läuft sie rückwärts oder nur auf einem Bein? Kannst Du selbst mit der Einschätzung denn etwas anfangen? Mich als Vater/Mutter würde so eine Äußerung in jeder Hinsicht hellwach machen. ?(


    Vielleicht liege ich aber auch bei meiner Alterseinschätzung falsch und Du klärst uns einfach mal auf?

  • Bei jungen Fußballern sollte es eigentlich im oder nach einem Spiel überhaupt nichts zu kritisieren geben


    Guter Punkt.
    Vielleicht ist ja genau das der Punkt warum der Trainer das nur den Eltern sagt - denn die Kleine hat wohl NACH dem Spiel keine Ahnung mehr wovon der Trainer spricht. Wenn schon coachen bei den Kids dann nur im Hier und Jetzt. Alles andere bringen die Kids nicht mehr zusammen.

  • ich lese hier ja meistens nur mit, aber deine beiträge kommen bei mir immer rüber als würdest du irgendwie im Selbstmitleid baden.


    Kann auch sein das ich mich irre aber so wirkt das auf mich.

  • ich lese hier ja meistens nur mit, aber deine beiträge kommen bei mir immer rüber als würdest du irgendwie im Selbstmitleid baden.


    Kann auch sein das ich mich irre aber so wirkt das auf mich.

    nabend


    wen meinst du denn???


    gruss

  • Gordinho


    solltest du Kinder haben, müsstest du eigendlich wissen, dass Eltern ihr eigenes Kind immer anders sehen, als neutrale Personen, vor allem auch wesentlich empfindsamer sind, als sie selbst es als neutraler Betrachter wären. die Betroffenheit beim eigenen Kind ist doch eine ganz andere, als wenn es bei gleichem Sachverhalt sich um ein anderes Kind handelt.


    Schilderungen von Eltern über ihr eigenes Kind sind doch immer subjetiv geprägt, schwingt immer eine gewissen persönliche Betroffenheit oder Besorgnis mit.


    das sollte man schon wissen, wenn man einen Beitrag kritisch beurteilt.

  • solltest du Kinder haben, müsstest du eigendlich wissen, dass Eltern ihr eigenes Kind immer anders sehen,


    Du meinst also, dieser Blog ist auch ein Mami und Papi Blog ?

  • @günther



    natürlich weiss ich das Eltern das eher subjektiv sehen. ich habe auch nicht den einzelnen beitrag kritisieren wollen. Mir ist nur aufgefallen, daß betreuer 72 meiner Meinung nach seine Tochter immer in der Opferrolle sieht. Ist natürlich auch rein subjektiv meine Sicht. Ich bin der Meinung wenn das immer alles so ist wie Betreuer 72 das hier wieder gibt dann ist der Trainer eine voll Pfeife. Da er aber immer nur seine Tochter als das benachteiligte Kind darstellt muss man vielleicht mal einen anderen Ansatz wählen. Vielleicht empfindet unser User sie Situation anders als sie wirklich ist.


    Ich will gar nicht über die Situatio Urteilen, weil ich sie selber ja auch nicht erlebe aber es ist schon auffällig das jeder dritte Post über seine Tochter wiedergibt wie böse alle anderen sind. Meine Söhne haben auch mal einen Trainer gehabt der nix konnte.(damit meine ich den alternsgerechten Umgang mit Bambinis) Der hat aber jeden gleich scheiße behandelt.


    Die Lösung, nicht heulen. Arsch hoch und selber machen.

  • @FB


    ich glaub schon, dass auch du erkannt hast, dass hier viele Beiträge aus Pappi-Mami Problematik entstehen.




    Gordinho


    ich stimme dir eigendlich in allen Punkten zu.


    möchte ich mich aber nicht auf Betreuer speziell einschiessen, denn es ist doch ein generelles Problem.


    es sind immer die anderen Schuld an irgendwelchen Problematiken.


    der andere Trainer, die Eltern, der Jl oder Vorstand, das fehlende Konzept, fehlende FPL usw. usw. ixbeliebig fortführbar und auch tauschbar, je nach Standpunkt der betreffenden Person.


    deshalb vollste Zustimmung ohne jede Einschränkung: Arsch hoch und selber machen


    wobei ich noch weiter gehe: nicht abwarten oder einfordern, dass andere das Problem anpacken, sonden selbst aktiv werden.


    "Beweg deinen Arsch" von Frank Wilde, eines meiner Lieblingsbücher


    es darf aber bei aller Kritik nicht aussen vor bleiben, dass viele Problemschilderer neu zum Fussball dazugekommen sind, vieles für sie neu ist und mit dem Neuen noch nicht umgehen können, da sie eine ganz andere Sichtweise, wohl auch oft andere Erwartungen, teilweise nicht erfüllbare, haben.


    Etwas Verständnis ist da schon angebracht, und die folgenden Beiträge helfen da ja hoffentlich zu etwas mehr Erkenntissen undmehr Verständnis für die andere Seite.

  • Du meinst also, dieser Blog ist auch ein Mami und Papi Blog ?

    Ich denke, viele, die hier schreiben haben eine Papa oder Mama Rolle.
    Es ist unausweichlich, dass man hier auch als Mami Papi redet/schreibt.
    Gruß,
    Uzunbacak

  • ich lese hier ja meistens nur mit, aber deine beiträge kommen bei mir immer rüber als würdest du irgendwie im Selbstmitleid baden.


    Kann auch sein das ich mich irre aber so wirkt das auf mich.

    Ich habe nur wiedergegeben wie es ist, wenn Du das als Selbstmitleid empfindest, okay. Meine Tochter ist durchaus nicht in der Opferrolle, sie spielt auch ohne explizit gelobt zu werden. Ich wollte es nur grundsätzlich wissen, nicht weil meine Tochter gebauchpinselt werden muss. Beim nächsten Mal werde ich sie nicht als Beispiel anführen.


    Und was die Laufwege betrifft (das fragte jemand vorher) - sie läuft weder auf einem Bein noch rückwärts - der Trainer sagte nur zu meinem Mann, dass er Angst hat, dass ihr irgendwann der Fuss platzt - was immer das im einzelnen bedeutet, hätte er es mir gesagt, hätte ich nachgefragt.

  • Betreuer


    .......hätte ich nachgefragt


    ein entscheidender Knackpunt, wodurch Problemchen erst zu einem grossen Problem werden.


    "wenn ihr was nicht versteht, was ich mache oder sage, dann fragt mich"


    ständige Aussage von mir an die Elternschaft.


    Ich selbst habe auch zuerst nachgefragt, bevor ich bei einem Kind Probleme anpackte.


    ich versteh Gordinho, es kommt so rüber bei dir, aber auch bei vielen anderen Problemschilderungen


    ich versteh aber auch dich, bin ja auch Elternteil und als Vater sehe ich auch einiges anderes als als Trainer, sogar wenn beide Funktionen zusammentreffen.


    mein Rat es ist ja sicherlich nicht zu spät: Frag doch den Trainer wie er das meint und bitte ihn um Hilfe bei der Abstellung.