Teamkonflikt Trainerteam F-Jugend

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  • Hallo liebe TrainerInnengemeinde,


    ich bitte um eure Tipps und Mithilfe bei folgendem Problem:


    Ich bin eine Hälfte eines Vatertrainerteams einer 2.F. Ich mache das zum ersten Mal und habe mich zusammen mit einem anderen Vater bereiterklärt, der wiederum etwas mehr Erfahrung als ich hat. Ich bin aber mit Freude und Engangement dabei, denke viel über die Probleme der Mannschaft nach (sehr kleiner fester Kern, Spieler kommen unregelmäsig, Hackordnung nicht geregelt, Verein muss sich im Kinderfussball Namen neu erarbeiten, es gibt kein übergreifendes Konzept etc - dabei konnte mir diese Seite toll helfen, danke dafür!) und probiere viele (manchmal zu viele) Übungen aus.
    Nachdem wir auch ohne ein "konzeptionelles" Treffen bisher gut zu zweit klargekommen sind, er aus seiner Erfahrung und dem Stehgreif, ich auch mal mit eigenen Plänen, gab es jetzt beim Spiel am Wochenende einen Knall, und das leider auch vor Eltern und Spielern. Mein Hitzkopf trägt dabei gehörige Schuld daran, passiert war folgendes:


    Mein Cotrainer hat die Angewohnheit, in Spielen und auch beim Training eher fehlerorientiert zu coachen. Sprich: Er ruft rein, die Spieler sollen nicht so einen Scheiß machen, nicht dribbeln, mehr Laufen (aber wohin??) etc. Abgesehen davon, das die Spieler so nicht mitbekommen, was sie statt dessen machen sollen, standen bei ein- zwei Gelegenheiten einem Kind auch mal die Tränen in den Augen. ich suche das Gespräch, aber er sagt meist "Das müssen die auch mal abkönnen." Er ist grundsätzlich liebevoll mit den Kindern, aber was das angeht bin ich echt anderer Meinung.
    Beim Spiel am Wochenende stand ich an der Seitenlinie und coachte (ich schaffe es so langsam nur noch zu sagen "Super, weiter so, wach bleiben, zurückkommen.. etc.." und er stand irgendwann beim Tor und coachte. Ist grundsätzlich gut manchmal, weil unsere Torhüter rotieren und in diesem Fall beim ersten mal Unterstützung brauchten - allerdings kamen dann auch die Rufe ins Feld, unter anderem auch zu meinem Sohn, der einen schlechten Tag erwischt hatte und sich ständig verdribbelte und unbedrängt gefährliche Rückpässe spielte etc. Ich erkläre es mir nur so, das der typische Vater/Trainerkonflikt in mir ausgebrochen ist, den in dem Fall ist mir mein Sohn wichtig und ich kenne ihn gut genug um zu wissen, das er solche Ansagen nicht verkraftet und aufgibt. Also hab ich ne Ansage über das Feld gemacht und meinem Mit-Trainer gesagt, nun ja, ich hab gebrüllt, er möge die Kinder nicht runtermachen. Worauf er zurückbrüllte, und wir in der Halbzeit auch noch ein Wortgefecht hatten. Er sagte so was wie "Du oder ich". Mein Sohn wollte natürlich ausgewechselt werden, weil er gesagt bekommen hatte, wie scheisse er spielt... Ach ja: Wir haben das bisher beste Spiel gemacht und sind 1:1 rausgegangen.


    Ich habe mich hinterher entschuldigt und darum gebeten, das wir uns endlich mal abstimmen, wie wir das mit den Kindern handhaben - er meinte, "das dauert nicht lang." und wollte es gleich erledigen, ich hatte aber keine Zeit mehr, und er sagte, wir machen das Dienstag beim Training. Ich sagte, wir könnten ja ein Elternteil bitten, das Training zu leiten, und er meinte, wir machen das nebenher. Da bin ich sehr skeptisch, bzw habe Schiss, das das ganze a) entweder nicht nachhaltig wird oder b) auf die autoritäre Nummer "Friss oder Stirb" hinausläuft. Der Verein liegt mir am Herzen, und ich will nicht einfach gehen, weil ich meine blinden Flecken kenne, daran arbeite, und ansonsten zwar kein Fussballass, aber ein guter KfuTrainer werden kann und will, das macht nämlich Spaß! Und es laufen zuviele rum und wollen nur gewinnen. Mein Cotrainer steht da irgendwie dazwischen, aber er sagt auch "es geht nur ums gewinnen.." und teilt die Gruppe nicht bei 12 Mann und einem Dirbbelslalom aufs Tor. Ich möchte die Situation fair schildern, und mir liegt ein gemeinsames Weitermachen am Herzen.
    Den Jungendleiter würde ich involvieren, wenn wir zu zweit nicht weitekommen. Unter Strich steckt da auch ein Vater/ohnding dahinter, allerdings bitte ich Euch, das nicht zu hoch zu hängen wie es sich vielleicht liest, mir geht es um ALLE Kinder und die Ansagen kamen auch nicht nur zu meinem Sohn. Ich bin eher strenger zu meinem Sohn als zu anderen, aber das wäre ein eigener Post...


    Jetzt hab ich mir es erstmal von der Seele geschrieben......


    Irgendwelche Gedanken? ?(

  • Hallo momopx,


    dass es beim letzten Spiel laut wurde, ist sicher nicht optimal. Aber das ist Dir ja bereits klar. Dass Du Dir soviel Gedanken machst, ist ja schon mal sehr gut. Das gemeinsame Gespräch mit Deinem Co morgen ist sicher der richtige Schritt. Nach Deiner Beschreibung hört sich das allerdings nicht so an, als wäre Dein Co sonderlich kompromissbereit. Da ist es wichtig, dass Du Dir Deinerseits überlegst, wie Du Dir den Umgang mit den Kindern vorstellst. Wenn Eure Positionen zu weit auseinander liegen, bringt es nichts. Aber warte erstmal ab, ich drücke die Daumen.


    Grüße
    Oliver

  • Hi,
    vorerst würde ich kein Gespräch während des Trainings empfehlen. Es ist sehr stressig und man kann sich nicht konzentrieren. Das Gespräch dauert lang. Ich denke, man muss sich nach dem Trainig oder an einem anderen Tag treffen, ganz sachlich miteinander reden. Ich denke immer, es funktioniert gut. Aber -wie gesagt- Zeit mitnehmen.
    Gruß,
    Uzunbacak

  • Nach Deiner Beschreibung hört sich das allerdings nicht so an, als wäre Dein Co sonderlich kompromissbereit. Da ist es wichtig, dass Du Dir Deinerseits überlegst, wie Du Dir den Umgang mit den Kindern vorstellst.

    Gut, ich kann ja mal meine Gedanken zu meinen Wünschen mitteilen, ich glaube, er ist grundsätzlich schon kompromissbereit, bisher herrschten halt zwei Stile nebeneinander, und das war auch nicht komplett schlecht.


    1) Beim Spiel so wenig wie möglich coachen.


    2) Bei Training und Spiel positiv coachen: Was will man sehen, ermutigen, verbessern. "Der Pass war schon fast gut..."


    3) Roteriende Aufstellung auf allen Positionen. Machen wir auch eigentlich auch so.


    4) Keine Strafauswechselungen. Wenn Spieler müde sind bzw nicht mitmachen oder nur vorne auf Torchancen warten, kann man auswechseln mit dem Hinweis auf Müdigkeit. Das finde ich schwer, ich bin derzeit eh dazu gekommen, weniger ein- und auszuwechseln, sondern Blöcke durchspielen zu lassen, das hab ich vorher etwas übertrieben.


    5) Kein Rundenlaufen als Strafe. Gab es bisher ein- oder zweimal, als ich nicht da war und wir Probleme mit der Disziplin hatten. Auch nicht für einzelne Spieler.


    6) Dribbeln, Finten und Tricks sind gut und in Spielen erlaubt. Auch wenn mal was schiefgeht.


    7) Ob manche Kinder später im Leistungsfussball mitmachen oder nicht, ist egal, wir bieten auch dem vielzitierten "dicken Paule" ein tolles Training und Spiele. Machen wir auch so, aber manchmal kommen dann Sprüche von ihm "in der E fliegen die alle raus", das finde ich unangemessen.


    Das habe ich mir aufgeschrieben. Was meint ihr?

  • ....genauso hoch hängt es aber:

    allerdings bitte ich Euch, das nicht zu hoch zu hängen wie es sich vielleicht liest

    Nachdem wir auch ohne ein "konzeptionelles" Treffen bisher gut zu zweit klargekommen sind,


    glaub ich dir nicht. Der Konflikt schwelt doch schon länger, hat sich angestaut und nun entladen.

    am Anfang hast du auf seine Erfahrung gebaut, hast dich aber im Gegensatz zu ihm weiterentwickelt und erkennst nun, dass deine Philosophie eine andere ist.

    den in dem Fall ist mir mein Sohn wichtig und ich kenne ihn gut genug um zu wissen, das er solche Ansagen nicht verkraftet und aufgibt


    ist für mich normal, dass dir dein Sohn am Herzen liegt.

    wir machen das nebenher.


    der sieht dich nicht als vollwertigen Partner!

    und mir liegt ein gemeinsames Weitermachen am Herzen.


    warum? Wegen deinem Sohn? Bin gespannt.


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Open-minded, ich gebe Dir in fast allem Recht. Ich habe auf seine Erfahrung gebaut, es mir allerdings auch alleine zugetraut. Es macht aber oft auch Spaß mit ihm, bzw einfach nicht alleine. Als Partner sieht er mich schon, ich denke, ich habe ihn gekränkt und "durchgreifen" ist sein Weg damit umzugehen, wobei ich echt nicht weiß, ob er inzwischen nicht auch sagt: "Komm wir vergessen es."


    Warum gemeinsam? Sein Sohn ist in der Mannschaft toll integriert, wenn beide gehen würden, fliegt uns die Mannschaft WIEDER um die Ohren, wo wir jetzt gerade viele Spieler haben und langsam klarkommen.


    Für meinen Sohn? Zum Teil, der Nachbarverein mit dem besseren Standing und Organisation sucht Trainer, die waren damals nur voll als mein Sohn angefangen hat. Da könnte ich jetzt sicher hin und wurde auch schon gefragt. Ich bin aber lieber bei einem Verein, wo auch Kinder kommen, die sonst keinen haben und jeden Tag auf dem Gelände abhängen, weil es zuhause unschön ist. In dem anderen Verein finden sie auch so irgendwen, der ihren Anforderungen genügt - bei uns steht im schlimmsten Fall sonst einer und schreit rum. Sag ich jetzt mal drastisch. Es ist gerade dabei sich zu verbessern, da will ich helfen!


    Und der Kindergartenkumpel meines Sohnes ist jetzt auch in die Mannschaft gekommen, das hat viel für ihn - und damit auch für mich - verbessert. :)

  • Ihr solltet Euch auf jeden Fall genug Zeit nehmen für das Gespräch. Entweder Ihr organisiert vorher schon, dass Eure Jungs nach dem Training abgeholt werden und Ihr Euch in Ruhe unterhalten könnt oder Ihr macht einfach bei der TE ein Turnier und lasst sie frei kicken, während Ihr Euch austauscht.


    Das ist ganz wichtig, schließlich geht es um elementare Dinge. So zwischen Tür und Angel wird das nichts oder hält nicht lange. Die Zeit muss man sich schon nehmen, sonst könnte es beim nächsten Anlass wieder los gehen.


    Mach Dir kein Kopp. Vielleicht grübelt er gerade genauso darüber nach wie Du.


    Erzähl mal wie es gelaufen ist.

  • Ein Gespräch, abseits von Training und Spiel, auch unter Einbeziehung des Jugendleiters ist sicher der richtige erste Schritt.


    Ich halte es auch für besser, dass in Teams, wo man nicht immer gleich tickt, einer "den Hut auf hat ". Das wäre dann die Lösung, wenn ihr Euch einigermaßen zusammenraufen könnt.


    Nach dem, wie die Ansichten aber geschildert wurden, wird es schwer werden, mit dem Co-Trainer. Sieh zu, dass notfalls er geht und Du den Kindern erhalten bleibst, denn Du hast die besseren Ansichten.was KIFU angeht.
    Falls das nicht geht, dann Sohn nehmen und weg, denn in erster Linie bist Du Vater und für Dein Kind verantwortlich. Unter Deinem Co-Trainer, sollte er sich nicht ändern, würde ich mein Kind nicht trainieren und spielen lassen.

  • Grundsätzlich ist es notwendig, das man sich immer wieder regelmässig austauscht, und zwar nicht beim Training, sondern in kindfreier Atmosphäre. Was mich als allererstes stört.... ein Trainer hinter dem Tor. Dort hat KEINER was zu suchen. Weder Trainer, Eltern noch andere Spieler. Auch muss kein Kind sich das Gebrülle der Trainer anhören.
    Seit Ihr beide nur Vatertrainer, habt Ihr selber Fußball gespielt oder vielleicht sogar miteiner Trainerlizenz ausgestattet???

  • aus meiner Sicht liegt ein grundsätzliches Problem vor.


    2 gleichberechtigte Trainer macht nur dann Sinn, wenn beide die gleiche Phylosophie haben.


    dies muss vor Übernahme eines Traineramtes unter beiden abgeklärt werden.


    des weiteren ist es absolut ein Muss, das bei durchaus vorkommenden unterschiedlichen Meinungen, gegenüber der Mannschaft immer ein einheitliches
    Auftreten stattfindet.


    für mich ist ist der Zug bereits abgefahren, der richtige Zeitpunkt dies zu regeln wurde hier verpasst.


    die Mannschaft braucht aber eine klare Richtung, sie muss wissen, nach wem sie sich richten sollen.


    um aus der jetztigen Situation rauszukommen, bedarf es einer klarer Regelung zwischen den beiden Trainern, wer das Sagen hat, wer die Richtung vorgibt,
    zumindest gegenüber der Mannschaft. Der andere muss sich dazu zwingen, sich zurückzuhalten und in die 2. Reihe zu gehen. Kann er das
    aus Überzeugung nicht, muss er als Trainer ausscheiden.


    der Konflikt der beiden Trainer wird sonst auf dem Rücken der Mannschaft ausgetragen. das kann es ja wohl nicht sein.


    gg

  • Ist bei uns sehr üblich das auch zB die Auswechselspieler hinter dem Tor machen, nicht nur in unserem Verein. Die Zone an der Seitenlinie ist eingeführt, wird aber nicht immer eingehalten.


    Lizenz haben wir beide nicht, der andere Trainer hat Fussball gespielt, ich nicht. Aber ich mache auch mal Übungen vor oder demonstriere die korrekte Ausführung, für die Basics reichts. Ich würde gerne mehr Tricks können, aber da kann auch der andere Trainer nicht weiterhelfen.


    guenter: Ich glaube, Du bist etwas zu streng. In meiner - nicht perfekten - Welt ist der Zug noch nicht abgefahren. Und wenn man es nicht vorher geregelt hat, kann man es später regeln, wenn man nur will. Die Mannschaft braucht eine klare Richtung, das stimmt. Es gibt leider kein Jugendkonzept bei uns, deswegen tragen wir als Team das aus, was dem Verein sowieso noch bevorsteht wenn er es mit der Jugendarbeit ernst meint.

  • verstehe deine Denke sehr gut. Es könnte so schön sein, wenn.............
    Klar macht man da Kompromisse so lange es halt geht, schließlich bist du verantwortungbewusst deinem Sohn u. den anderen Kindern gegenüber.
    Ihr seit aber an einem Punkt, an dem Kaschieren und Tollerieren nicht mehr so richtig funktioniert.
    Wirst du es schaffen ihn auf deine Philosophie umzupohlen? Ich denke sehr schwierig bis unmöglich. Aber wer weiß.
    Was bedenklich ist, dass er deinen Sohn vor deinen Augen angeht. Das war vor euerem Streit. Deshalb meine Befürchtung dass er evtl. dir gegenüber weniger wohlgesonnen ist als du denkst.
    Evtl. lässt sich´s noch mal kitten bis zum nächsten Krach.
    Du solltest mal vor deinem geistigen Auge die letzte Zeit zurückdenken.
    War es das erste Mal, dass ihr Differenzen hattet. Wie oft hast du dich nach Trainings oder Spielen bei deiner Frau "ausgekotzt" ?
    Schaun mer mal.


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Meistens mache ich das Training, deswegen gibt es auch keine Differenzen. Das er meinen Sohn "angeht", ist sogar gewünscht - also nicht die Art und Weise, aber da mein Sohn mit dem Rollenwechsel so seine Probleme hatte, haben wir das bisher so gehandhabt, das er ihn im Training coacht. Ich bin gespannt auf heute, vielleicht rufe ich ihn auch an und frage ihn nochmal wegen des Rahmens... Während dem Training geht echt nicht.


    Ok, wenn ich die Zeit zurückdrehe, gab es sicher zehn Situationen, die ich unmöglich fand. Bei mir selber aber auch mindestens fünf, so fair muss ich dann sein.

  • Ok, wenn ich die Zeit zurückdrehe, gab es sicher zehn Situationen, die ich unmöglich fand. Bei mir selber aber auch mindestens fünf, so fair muss ich dann sein.

    2 Hitzköpfe...
    nicht gut.
    Die Kinder werden darunter leiden, egal wer die Oberhand "gewinnt". Ich kenne so viele Trainer, die von beiden (teilweise aus 3 Richtungen) ins Feld geschrien haben, einer nach dem anderen, oder manchmal zusammen im Chorus. Diese Typen konnte ich überhaupt nicht ausstehen.
    Deswegen, der Schwerpunkt der Diskussion soll sein, dass ihr erstens "ruhig" bleibt. Wenn einer schreit, schreit der andere auch, das ist ganz klar. Diese Ruhe soll euer Ziel sein.
    Die Kinder, die man ständig anschreit, die entwickeln sich zu "Schisslingen", die Angst haben, Fehler zu machen
    und sie übernehmen keine Verantwortung mehr.
    Ich glaube, bei Euch ist noch viel zu tun, wie ich lese.
    Ich glaube aber noch an Erfolg des Gespräches, egal wann. Hauptsache so früh wie möglich.


    Gruß,
    Uzunbacak

  • So, jetzt habe ich ein langes Telefonat hinter mir. Ein langes, ruhiges Telefonat! :)


    Leider sieht es nicht so gut aus. Er hat 5 Jahre Erfahrung, er weiß, das man die Kinder anschreien muss, damit es sich einbrennt, alle Trainer machen das so, man stellt sich hinterher wieder gut mit ihnen, aus seinen alten Mannschaften können ihn alle Kinder gut leiden obwohl er sie angeschrien hat... Das es derzeit besser läuft liegt daran das er im Training so streng ist. Inzwischen hat ein Kind sogar gelernt, nicht mehr zu heulen wenn er schreit! Uff.


    Er möchte aber nicht, das ich aufhöre, weil er im Sommer den Verein wechseln will... Und ich soll meine Einstellung ändern.
    Ach so: Und wir sollten es ausprobieren: Eine Woche schreit er vom Rand, dann kann ich ja mal eine Woche soft sein. So viel zum Thema "auf dem Rücken der Mannschaft", wobei er es nicht bös meint.


    Ich muss mich leider aus diesem Forum verabschieden, weil ich jetzt eine Ausbildung zum Schreitrainer beginne und mich davon nicht ablenken lassen will... :( April, April...
    Oh Mann. Ich denke, ich rede mit dem Jungendleiter. Wenn ich nächstes Jahr ohnehin alleine bin, dann will ich es auch jetzt nach meiner Methode machen, sonst hat das keinen Sinn.


    Das Argument mit den Schisslingen habe ich auch gebracht, aber er sagt, man muss Kinder bearbeiten, sonst lernen sie es nicht.

  • Klingt für mich so, als müsste es auf ein "er oder du" hinauslaufen, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das zusammen gehen soll. Dabei bin ich aber sowas von der Meinung, dass seine Vorgehensweise nicht geht, auf keinen Fall im Kinderfußball, und auch im Jugendbereich möchte ich eigentlich jemanden, der meint, das Geschrei gehöre einfach dazu und sei sogar notwendig, nicht sehen. Ich persönlich würde ihn auch als Seniorenspieler mit diesem Verhalten nicht als Trainer akzeptieren, ich würde ihn nach kurzer Zeit schlicht nicht mehr ernst nehmen.


    Wenn es denn auf eine Trennung hinaus läuft, dann ist noch die Frage offen, wer von Euch beiden sich verabschiedet. Entscheidend dürfte da die Meinung der Jugendleitung sein. Allerdings war es bei uns z.B. so, dass für die Eltern der von mir geführten Mannschaft der Schreitrainer des Nachbarvereins eben aufgrund seines Verhaltens so ungefähr das roteste Tuch war, das man sich vorstellen kann. Hätte ich mich zurück gezogen und wäre z.B. er stattdessen installiert worden, so hätten bestimmt einige Familien ihre Kinder abgemeldet. Sowas ist für die Jugendleitung durchaus auch von Belang, sie müsste eigentlich dem Trainer, der bei den Eltern den größeren Rückhalt hat, eher zugeneigt sein.


    Mal eine andere Frage: gibt es bei Euch noch nicht die Fiar-Play-Liga? In der FPL ist ja geregelt, dass sich die Trainer nur in der Coaching-Zone aufhalten, dass niemand am Spielfeldrand, und damit auch nicht hinter oder bei den Toren, steht (außer eben den Trainern und den Auswechselspielern in der Coaching-Zone), und dass das Coaching auf ein Minimum zu beschränken ist.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • das Positive daran......ab jetzt beginnt die Zukunft (ohne ihn).
    Merkst du wie du schon jetzt freier atmen kannst?
    Nimm ihn nicht mehr in Schutz :!: Der ist unverbesserlich. Und frech.
    Obwohl er weiß dass er bald weg ist soll es weiter nach seiner Schnauze laufen. Der interessiert sich für deine Sicht NULL.
    Schieß den ab !!!


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.