Gefrustet wegen mangelnden Niveaus....WARUM, WIESO, WO führt das hin, wie siehts mit dem Sinn aus

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  • Hier nehme ich mal den Ball von Steini auf. Thema: Gefrustet wegen mangelnden Niveaus. Wer hat hier Erfahrungen, ...wie kommt es zu dem Frust....wie sind die von Euch beobachteten Zusammenhänge...was könnte man ändern oder muß man/der Spieler/Eltern/Verein/Trainer damit umgehen lernen und akzeptieren? Ist jede Maßnahme zum Positiven nicht auch gleich eine Maßnahme für andere zum Negativen.



    Mein Beispiel aus dem anderen Thread waren, dass meine älteren Söhne in der Kreisliga A in der A Jugend spielen und dort sachlich gefrustet darüber sind, dass der Verein wegen einer gewünschten Aufstiegssituation der B 1....fehlende Spieler in der A Jugend diese nicht mit B 1 Spielern auffüllen, sondern mit B 2 Spielern die restlos überfordert sind.


    Überfordert, weil zumindest drei von ihnen derzeit fußballerisch nicht das Niveau mitbringen, etwaige körperliche Nachteile (Zweikampf) durch z.B. gutes taktisches oder technisches Verhalten kompensieren können. Das wäre den B 1 Spielern eher möglich gewesen, weil sie auf Grund ihrer Leistungsmöglichkeit in der B 1 richtig sind und die B 2 Spieler das nicht wären.


    Hierdurch werden altgediente Vereinsmitglieder der B 1 -insbesondere meine Söhne- die von ihrer Leistungsmöglichkeit zwei bis drei Ligen höher hätten spielen können, dieses aber auf Grund ihrer Einstellung zum Leben und zum Verein und den dort befindlichen Freunden so nicht/nicht mehr wollten.....gefrustet. Sie werden gefrustet, weil bis zu einem Viertel der sich auf dem Platz befindlichen Spieler so große Defizite haben, dass regelmäßig zwei geschossene Tore nicht für einen Sieg reichen, weil das Team irgendwo spätestens auf Grund der genannten Mangelhaftigkeit zusammen bricht. Diese Spieler die eigentlich in die B 2 gehören werden laut während des Spiels -so kam es einmal vor- von einem Mitspieler angesprochen, damit sie ausgewechselt werden (was überhaupt nicht geht...aber die Stimmung so gut wiederspiegelt). Jeder weiss, dass diese Jungs nett sind, ist aber mit dem Spiel dieser Jungs nicht einverstanden. Man äussert offen in Unterzahl zu spielen, wenn sie auf dem Platz sind.


    Das führt wiederum zu Tischgesprächen in meinem Hause, wo man mit dem Aufhören und einem Vereinswechsel droht und es zu tiefst stellenweise bereut, zurückgekommen zu sein. Bei mir am Tisch äussert man offen, dafür doch nicht nun seit Jahren zum Fußball gegangen zu sein, um sich diesen fußballerischen Schrott anzu tun....man fühlt sich teilweise vom Gegner wegen des schwachen Niveaus vorgeführt.


    Hier wurde auch Vereinsinteresse über das Wohl anderer Mitglieder gestellt. Auf der einen Seite brennt ein Feuer, andere frieren dafür und fragen sich, was das soll. Eine B Jugend soll aufsteigen....nachfolgende Jahrgänge könnten voraussichtlich die Liga leistungsmäßig überhaupt nicht halten und würden voraussichtlich immer wieder Abstiegskampf proben müssen und Fremdkräfte würden den Verein stärken müssen. Wofür!?


    Auf der einen Seite verstehe ich das vom Verein, auf der anderen Seite frage ich mich aber auch, ob das Vereinsinteresse wirklich Vereinsinteresse ist oder das Interesse Einzelner die sich hier -offensichtlich auf Kosten anderer und letztlich (bei Vereinswechsel und Aufhören guter Spieler) auch auf Kosten des Vereins- hier ein Denkmal in der steilen großartigen hervorragenden Trainerkarriere scheinen setzen zu wollen????(Fragezeichen)




    DAS ist mein Beispiel, habt ihr andere...positiv wie negativ?

    3 Mal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Meine Erfahrung ist die: Ich trainiere eine B- Mannschaft. Das ist ein richtig gutes Team mit 15 Spielern. Dabei noch ein Mädchen. Sie kann spielerisch und sportlich nicht mithalten, es gibt aber hier kein Frauenteam! Ein weiterer Spieler ist leistungsmäßig sehr schwach. Ich würde gern diesen Spieler in einer E spielen sehen. Geht natürlich nicht, wahrscheinlich würden die Jungen ihn auch überlaufen und -spielen.
    Vielleicht wäre dann aber seine Selbsteinschätzung realistischer, momentan denkt er tatsächlich, ein guter zu sein!
    Eben diesen Spieler mit im Punktspiel einzusetzen ist ein vabanque Spiel. Ist er mit dabei ist das wie ein Totalausfall. Im letzten P.spiel war er die ersten 15 Minuten auf dem Platz. Beim Herausnehmen pumpte er gewaltig hatte eine positive Aktion als 6er im Spiel.
    Über den Jungen zerbreche ich mir mehr den Kopf, als über die anderen Spieler. Vor allem eben auch, weil er sich total falsch einschätzt und zu Hause, Eltern haben natürlich eh nie Zeit, zum Spiel zu kommen, irgend etwas erzählt. Bei uns sagt man dazu hinterfo.... .
    Unser Ziel ist es, von 10 Mannschaften unter die besten 5 zu kommen. Das ist realistisch mit Einbeziehung der Schwächeren. Nun zu deinen Anmerkungen: Wenn ich die Leistungsschwächeren nicht 15 Minuten, sondern, wie sie es selbst gern hätten, deutlich länger spielen lasse, verärgere ich die Leistungsträger. Denn damit würden Punktverluste einher gehen. Der Großteil der Mannschaft ist im Vernünftigen Ehrgeizig, akzeptiert aber auch den Einsatz der Reserve. Wenn dieser aber Spielentscheidend wird, würde es sehr wahrscheinlich Unruhe geben. Und Leistungsträger werde ich bestimmt nicht vergraulen wollen!! ?(

  • Frust entsteht nach meinen Erfahrungen sehr oft aus einer unrealistischen Erwartungshaltung.


    Vereinsinteressen werden immer im Konflikt mit den Interessen einzelner Mitglieder stehen. Was man dem einem geben will, muss man (meist) vorher jemand anderem abnehmen.


    Wenn ich den Sachverhalt richtig verstanden habe, dann wird derzeit die A mit B2 aufgefüllt? Warum habt ihr eine nicht spielfähige A?
    Die B1 spielt vorn mit und soll daher nicht geschwächt werden? Das klingt für mich ziemlich vernünftig.


    Das von dir erwartete Durchschieben von B2 -> B1 -> A würde wohl beide B Mannschaften schwächen und es gibt keine Garantie, daß die aufrückenden B1 Spieler nicht auch als Sündenbock für schwache Mannschaftsleistungen der A herhalten müssten.


    Die Situation bei deinen Jungs ist, dass sie wohl nicht auf den Baum klettern und sich einen Apfel pflücken, sich aber auch nicht mit dem begnügen wollen, was am Boden liegt. Dann hungert man halt.
    Was haben denn die Vereinsverantwortlichen geantwortet, als deine Jungs ihnen gegenüber das Thema aufhören/Vereinswechsel angesprochen haben?


    Betrachte doch die Sache mal von der Seite der B2 Spieler. Die sollten eigentlich in ihrer Altersklasse spielen. Statt dessen werden sie verheizt, um einen undankbaren Haufen am Leben zu erhalten. Ich habe das letzte Saison in ähnlicher Form selbst in meinem eigenen Verein erlebt. Nie wieder!

  • Unser Sohn war im zweiten E-Jugendjahr ziemlich gefrustet. Uns hatten nach dem ersten Jahr in der E-Jugend von den stärksten sieben Spielern drei umzugsbedingt verlassen, weitere zwei gingen, weil im Nachbarverein das Gras grüner war -- dort bildete sich eine Mannschaft aus vielen überdurchscnittlich talentierten Spielern, die sie schon aus der Fußballschule kannten. Blieben von den vormals sieben stärksten also noch zwei, einer davon unser Sohn. Da unsere Kaderstärke dennoch ähnlich blieb und bei achtzehn Spielern lag, nahmen wir unseren Mut zusammen und meldeten zwei Mannschaften (wir spielten 7er-Fußball), eben damit alle Spieler auf ihre Einsatzzeiten und ihre Spielpraxis kommen. In der Vorsaison hatten wir nur eine Mannschaft gemeldet und dann noch versucht, vermehrt Freundschaftsspiele zu vereinbaren, das war aber ziemlich aufwendig, außerdem hatten wir letztlich nur zwei Gegner, gegen die wir dann mehrfach spielten, weil die wenigen anderen Mannschaften, die uns zusagten, kurzfristig dann doch absagten..


    Wir trennten also unsere Truppe auf, und zwar in zwei ähnlich starke Teams, die dann parallel in der Kreisklasse, also der unteren der zwei E-Spielklassen, die es bei uns gibt, angesiedelt waren. Damit die Teams ähnlich stark wurden, haben wir als erstes die stärksten zwei Spieler getrennt.


    Im Verlauf der Saison zeigte sich dann, dass die Gruppe, in der das Team mit unserem Sohn (nominell die E1-1) spielte, insgesamt stärker besetzt war als die der E1-2. Hätte man eine Gesamttabelle angefertigt, so wäre wohl die Teams der ersten Gruppe in den vorderen zwei Dritteln gelandet, die der anderen Gruppe in den hinteren zwei, ich hoffe, das ist anschaulich. Hinzu kam, dass die E1-2 mehr einsatzbereite Spieler hatte als die E1-1. Sie waren nicht besser, aber sie hatten mehr Mannschaftsgeist. Unser Sohn gehört schon immer zu den Spielern mit der größten Einsatzbereitschaft. Die Gegebenheiten führten nun dazu, dass er ackerte, was er konnte, die Spiele aber trotzdem in der Mehrzahl verloren wurden, er immer deutlich heraus stach, aber auch unheimlich viel machen musste und gleichzeitig keine Mitspieler hatte, die, wie er es damals ausdrückte, verstanden, was er wollte und mit denen er hätte spielen können. Er wollte z.B. Doppelpass spielen oder ist in die Lücke gestartet, ohne dann jemals aber den Ball zu kriegen. Oder er spielte den Ball in die Lücke, in die sein Mitspieler hätte starten können. Und in der Defensive stopfte er viele Löcher, was allerdings ein paar seiner Mitspieler dazu verleitete, entsprechend weniger zu tun. Oder sie haben allgemein weniger aufgepasst und waren weniger beweglich und im defensiven 1:1 ungeschickter, so dass unser Team von besseren Mannschaften recht leicht ausgespielt wurde, und es dann in unserem Kasten klingelte.


    Das Missverhältnis von betriebenem Aufwand und dem erzielten Ertrag setzte unserem Sohn deutlich zu. Auch wenn er stets von den gegnerischen Trainern und Zuschauern mit viel Anerkennung und Lob bedacht wurde, so stieg sein Frust doch in dieser Saison spürbar an. Er ließ sich nie hängen und spielte auch stets einwandfrei mit den schwächeren Spielern seines Teams zusammen. Aber die Spiele waren tatsächlich für ihn eher eine Last als dass sie ihm viel Spaß bereitet hätten.


    Nach dieser Erfahrung bin ich noch stärker als zuvor der Meinung, dass der Spielbetrieb unbedingt so organisiert werden sollte, dass Mannschaften gegen ähnlich starke Teams antreten, am besten auch von Anfang an und nicht erst in der Rückrunde. Und außerdem denke ich, dass für die meisten Kinder ein relativ homogenes Leistungsniveau angenehmer ist, als wenn zwischen den stärksten und den schwächsten Spielern eine deutliche Schere klafft oder es von ihnen nur sehr wenige gibt, sie also deutlich nach unten abfallen oder oben heraus ragen. Wäre bei uns nicht beim Übergang zur nächsten Altersklasse ohnehin der Zusammenschluss mit dem Nachbarverein unter der Bildung von nach Leistungsfähigkeit eingeteilten Mannschaften gekommen, so hätten wir unseren Sohn nicht so weiter machen lassen.


    Wäre ich nochmals in derselben Situation wie wir es am Ende der E2 waren, als es also darum ging, die E1-Teams zu melden, ich würde vermutlich wieder versuchen, zwei Mannschaften zu melden. Ich würde sie aber nicht mehr gleich stark machen bzw. nicht so lassen, wenn sich heraus stellt, dass das Niveau der Gruppen, in denen sie spielen, unterschiedlich ist. Leider sind die Möglichkeiten, Spieler zu verschieben, sehr begrenzt, da eine Mannschaft bereits als "erste Mannschaft" betrachtet wird, von der pro Spiel nur ein Spieler zur zweiten wandern darf. Mein Ziel wäre es jedenfalls, dass beide Teams in ihren Gruppen ähnlich erfolgreich sind.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • das schlechte nievau ist wohl vor allem auf die oft mangelhafte ausbildung in der jugend zurückzuführen….
    leider haben die meisten vereine im breitensport es net verstanden wie wichtig gerade in den jüngsten jahren eine sinnvolle ausbildung ist….
    den meisten vereinen ist die erste mannschaft das heiligtum und es ist meist wichtiger das genügend bier vorhanden ist als das besonders darauf geachtet wird das mittel für die jüngsten zur verfügung stehen….


    das kindergerechte training, wird oft vernachlässigt …. die ausbildung der trainer ist oftmals garnicht vorhanden…. wen wundert es da bitte noch das es dann später spieler gibt die net mal nen vernünftigen pass spielen können….


    wenn ich immer wieder sehe wie einfach es sich beispielsweise f jugendtrainer machen, in dem sie einfach nur den ball nach vorne schlagen lassen und angst vorm spielen miteinander haben, dann tut es mir in der seele weh und ich weiss das diese jungs schon völlig falsch geprägt werden und meist zukünftig garnet zu einem vernünftigen spiel miteinander finden ….


    es wird dadurch soviel entwicklungspotenzial zunichte gemacht, weil die meisten keine ahnung davon haben wie man kindgerecht die kinder ans fussball spielen heranführt….


    ich denke die vereine sollten weniger geld in die erste mannschaft , ins feiern und die sauferei investieren, das zur verfügung stehende geld sollte in die trainer investiert werden, in fortbildungen …. nur so lässt sich auf lange sicht , das niveau verbessern und den kindern eine vernünftige fussballausbildung ermöglichen…


    aber da die vereine von meist ignoranten vorständen und schlecht ausgebildeten jugenleitern geführt werden, wird sich wohl nur langsam etwas ändern , die die schlau genug sind ein kindgerechtes konzept zu verfolgen werden dann auch auf lange sicht das niveau in ihren vereinen verbessern….


    gefragt sind hier vor allem die eltern die, ihre Kinder sofort aus den vereinen nehmen sollten, wo sie merken das ihre kinder und einem kindgerechten training keine bedeutung beigemessen wird….


    denn wenn die die eltern dadurch ein zeichen setzen wird sich was ändern….
    da aber viele eltern ihre kinder aber nur beschäftigen wollen und garnet sich damit auseinander setzen ob die ausbildung kindgerecht ist, wird es auch hier nur langsam voran gehen bis das niveau sich verbessert….


    die verbände sind hier auch in die verantwortung zu nehmen, von denen zu wenig darauf geachtet wird was und wie die vereine mit den kindern machen….
    es gibt wohl einfach zuviel vereine die nur am bestehen interessiert sind anstatt auch im sinne des fussballs und der kindergerechten ausbildung zu planen und zu handeln….
    besonders die verbände sollten sich gedanken über die art und weise der ausbildung der trainer machen, es wäre wichtig das nur die Trainer sein dürfen die auch min. die geringste qualifikation erreicht haben und dies sollte ebenso wie der spielerpass vor den spielen überprüft werden….


    denn erst wenn man auf qualifizierte trainer setzt wird man auch das niveau verbessern….
    natürlich gebe es dann weniger trainer aber zumindest wäre dann eine vernünftige ausbildung in die wege geleitet und die kinder werden dann net mehr irgendwelchen "trainern" ausgesetzt die sich nie ernsthaft mit der materie auseinander gesetzt haben….
    ausserdem findet man dann nur noch die als trainer vor die auch bereit sind dazu zu lernen….


    denke wenn man auf die ausbildung der trainer achtet und diese als voraussetzung nimmt , dann wird man sehr schnell merken wie sich das niveau der Kinder verbessert…..


    aber wie gesagt hier sind die eltern gefragt die auch darauf achten…. erst ausbildung und qualifikation der trainer, dann an die Kinder ranlassen und schon hebt man das niveau und wird den kindern gerecht…. alles andere ist net sinngemäss ….


    in anderen bereichen des lebens dürfen auch keine unqualifizierte ausbilden…. genauso sollte es im fussball umgesetzt werden…. sie müssen es net grossartig selbst können, aber sie müssen wissen wie es richtig ist und wie man es erklärt und durch kindgerechte übungen beibringen kann….


    solange in den frühen Jahren net darauf geachtet wird das die grundfähigkeiten bei alle entwickelt werden , wird es im späteren verlauf immer zu den grossen niveau unterschieden führen…..


    wie gesagt um den frust und den zu grossen niveau unterschiede vorzubeugen müssen die verantwortlichen erstmal umdenken ….
    ansonsten wird es keine änderung in diesem bereich geben….

  • Gringo


    ich stimme dir in fast allen Belangen zu.
    Jetzt das Aber!

    • Ausgebildete Trainer ist sicher optimal. Welcher kleine Verein hat die? Gerade kleine Vereine sind froh, wenn sich überhaupt jemand finden lässt, der ohne Geld bereit ist, neben seinem Job in der Freizeit Kinder zu trainieren. Und dann muss die Arbeit auch passen, will sagen, die Zeit muss überhaupt da sein.
    • Wer sagt, das ein C- Lizenztrainer auch wirklich mit Kindern umgehen kann? Schein hin und her.

    Ich war 1,5 Jahre Betreuer bei D+C und hatte eine C als Trainer übernommen. Jetzt ist das Team eine B.
    Ich habe keinen Schein informiere mich aber umfassend über Trainingseinheiten und Umgang im entsprechenden Alter. Natürlich lerne ich immer dazu, es gibt keinen Stillstand.
    Warum sollte ich einen Schein machen? Warum den Aufwand betreiben? Weiterbildungen ja, aber einen Schein? Finanziell mache ich es für nichts, da würde auch ein Schein nichts verändern.


    Fazit: Schein ist sicher nicht schlecht, besagt aber nichts über die Qualität des Trainers! :!:

  • Mann, bei Euch muss man sich mittlerweile echt beeilen mal einen eigenen Thread zu eröffnen :D


    Ich bekomme es ja im Moment nur aus Vatersicht bei meinem Ältesten ( älterer D-Jugendspieler ) mit. Neu formiertes Team mit einigen jüngeren Jahrgängen. Leider ist bei diesen jüngeren Spielern sehr viel verpasst worden. Technik, Zweikampfverhalten usw. Sehr viele Baustellen auf einmal ! Hatte bereits vor Jahren im Verein erfolglos angemahnt, gerade auch im Bereich E, den ich für sehr wichtig halte, erfahrene Trainer zu installieren oder zumindest dort tätige Kollegen zu unterstützen. Sah man keine Notwendigkeit für.


    Es geht ihm und seinem Mannschaftskamerad ( zugleich guter Kumpel ) aber nicht nur um Spielstärke sondern auch um die Einstellung von vielen Mitspielern. Und die finden sie nicht ausschließlich bei den Jüngeren Sch...
    Sind beide sehr ehrgeizig und erwarten, dass sich alle genauso rein hängen wie sie. Ich hole sie vom Hallentraining ab und da lassen sie dann ihren Frust ab. Und nach einem Spieltag hat sich mein Sohn in der letzten Zeit des Öfteren Zuhause still ins Zimmer verzogen und war für mehrere Stunden nicht ansprechbar. So kannte ich ihn früher nicht. Er versteht es nicht, wenn ein Spiel deutlich verloren wurde und es einigen in der Mannschaft nichts ausmacht. Besonders wurmt es ihn, dass diese Mannschaftskameraden sich während des Spiels nicht gegen Niederlagen wehren und dementsprechend lustlos spielen. Gegen die Niederlage an sich hat er nach eigener Aussage nichts und das kaufe ich ihm auch ab. Er fragt mich dann, warum er Pässe in die Tiefe spielen soll, wo doch eh keiner in die Gasse startet. Warum er sich hinten abrackern soll, während sich andere vorne nur die Beine vertreiben. Warum er das Spiel nach vorne antreiben soll, wenn dann jeder Ball verspringt und beim Gegner landet. Und anschließend wieder nur die selben versuchen, den Ball zurück zu erobern. Und noch mehr solcher Fragen. Die gleichen und ähnliche Fragen vom Kumpel.
    Ich glaube das Hauptproblem der beiden ist zur Zeit

    Das Missverhältnis von betriebenem Aufwand und dem erzielten Ertrag setzte unserem Sohn deutlich zu. Auch wenn er stets von den gegnerischen Trainern und Zuschauern mit viel Anerkennung und Lob bedacht wurde, so stieg sein Frust doch in dieser Saison spürbar an. Er ließ sich nie hängen und spielte auch stets einwandfrei mit den schwächeren Spielern seines Teams zusammen. Aber die Spiele waren tatsächlich für ihn eher eine Last als dass sie ihm viel Spaß bereitet hätten.

    Im Moment hat mein Sohn noch den Stützpunkt. Da kommt er immer zufrieden, da angemessen gefordert,nach Hause. Auch völlig egal, ob verloren oder gewonnen. Einige Spieler im StP haben schon in dieser Saison gewechselt und er spielt ( so habe ich den Eindruck ) auch schon mit dem Gedanken dahin zu wechseln.


    Und da liegt eben mein Hauptproblem. Der Trainer ( neu im Verein ) ist mMn ein sehr guter. Altersgerechtes Training, sehr ruhig am Rand usw. Die Leistungsspanne in der Truppe ist jedoch sehr groß. Und zusätzlich leider auch die Einstellung zum Fußball, da muss ich den beiden schon Recht geben ( was ich jedoch noch nicht ausgesprochen habe ). Das ging zu meiner Zeit schon los. Und im Verein ist nächstes Jahr keine Besserung in Sicht. Ich kann also ihren Frust nachvollziehen.


    Einerseits fände ich es schade, wenn mein Sohn den Verein aus den oben genannten Gründen verlässt. Mir fallen nur mittlerweile kaum noch Gründe ein, warum er es nicht machen sollte.


    Ist ein etwas anders gelagertes Problem als nur von Vereinsseite so gesteuert, was die Einteilung der Altersklassen angeht. Geschludert hat man mMn im Bereich der nachhaltigen Ausbildung und vergrault dadurch jetzt die Leistungsstarken.


    Hat aber ja allgemein was mit der Thematik "Frust wegen mangelnden Niveaus" zu tun und ist ständiges Thema zwischen mir und meinem Sohn.

  • Vagabund


    die die nen schein haben, denen wurde zumindest mal erklärt wie es zu laufen hat, der schein selbst schützt die kinder natürlich net vor dem charakter des innhabers, hier ist dann wieder die jugendleitung gefragt….


    sobald eine qualifikation grundvoraussetzung ist, sollte natürlich auch etwas bezahlt werden, umsonst muss das niemand machen und wenn ein verein dies net leisten kann, dann darf er eben net ausbilden…. knallhart aber nur so wird man eine vernünftige struktur ermöglichen, die flächendeckend funktioniert….


    es müssen endlich vernünftige strukturen her und net immer so getan werden als wäre dies unmöglich….


    die vereine sollten eben auch sich mal überlegen was sie verlangen für 8€ im monat kann man keine vernünftige ausbildung bieten…. ausser man hat ehrenamtliche die wissen was sie tun…. ist abe rnet die regel…..
    also müssen die beitragszahlungen angehoben werden….
    jeder andere sport kostet mehr im monat….
    sozialschwache können durch förderprogramme und spenden einnahmen gedeckt werden, alles eine frage der organisation und der strukturierung….
    einfach mal die gelder des vereins durch eine sinnvollere verteilung nutzen…. und net alles in die erste stecken, wie es bei 80% der vereine der fall ist, wo dann eh zu 95% nix sinnvolles mehr bei rauskommt….
    sollten die verbände an einer verbesserung der lage interessiert sein, macht es sinn mit der vorgabe eines scheins und der jährlichen weiterbildung….


    schön das du dich fürs fachwissen interessierst , nun denke ich wenn es zur vorgabe kommen würde, wärst du auch bereit , nen schein zu machen, weil es dann einfach grundbedingung ist und wnen net dann hast du wohl doch net das wirkliche interesse an der sache….


    in den vereinen wird viel zuviel geschludert und über unkenntnisse hiwneg gesehen, dadurch aber kommt es erst zu den imensen nieveau unterschiede….


    es muss net jeder verein bestehen bleiben , besonders net dann wenn diese net vernünftige arbeit leisten, dann sind sie sowieso nur störfaktoren in der entwicklung junger fussballer….
    lieber 50% weniger vereine als diese 50% die den jungs keine solide ausbildung bieten können und die mitgliedereinnahmen in der ersten verpulvern, zum saufen und feiern….


    denn selbst der breitensport sollte immer noch eine vernünftige grundlage bieten ….
    die anderen sollten sich eher schoppevereine nennen, als sich mit der bezeichnung breitensport zu verkleiden!


    aber wie gesagt hier sind die eltern gefragt, die vernünftigen mitglieder, dies net mehr zuzulassen, sie sollten das konzept des vereins sofort erfragen und in frage stellen, konsequent abmelden sobald sie merken hier fliesst das geld net in die kinderund jugendliche, sodnern in den hals von wenigen…. sorry das ich es so direkt sage aber die entwicklung der letzten jahrzehnte ist einfach ein unding und hat nix mit breitensport und ausbildungsvereinen zu tun!

  • Das von dir erwartete Durchschieben von B2 -> B1 -> A würde wohl beide B Mannschaften schwächen und es gibt keine Garantie, daß die aufrückenden B1 Spieler nicht auch als Sündenbock für schwache Mannschaftsleistungen der A herhalten müssten.


    Die Situation bei deinen Jungs ist, dass sie wohl nicht auf den Baum klettern und sich einen Apfel pflücken, sich aber auch nicht mit dem begnügen wollen, was am Boden liegt. Dann hungert man halt.
    Was haben denn die Vereinsverantwortlichen geantwortet, als deine Jungs ihnen gegenüber das Thema aufhören/Vereinswechsel angesprochen haben?


    -die B 1 Spieler kenne ich teilweise, die sind auf jeden Fall die besseren Spieler und würden mithalten...garantiert!


    -der Vergleich mit den Äppeln ist ja lustig, trifft nur so nicht zu, denn meine Jungs reissen sich den Arsch auf...sind meist die die zwei Tore schießen, vorbereiten, sich gegenseitig vorbereiten....der Ältere spielt auf der 6 und der andere ist Stürmer. Ein GPS-Gerät würde zeigen, dass sie vermutlich am meisten laufen -vor allem der Ältere auf der 6 - und die sinnvollen Wege gehen. D.h. zügiger Vortrieb und zurück verteidigen. Fast jeder Ball nach vorne ist weg, weil Mitspieler es nicht hinbekommen, einen Pass auf 5 Meter genau oder in den Lauf zu spielen. Die werden hecktisch vergeben...da wird kein Ball abgelaufen...nichts effektives....nur an besten Tagen bei Gegnern die den schlechtesten Tag des Jahres haben. Dabei überteibe ich ein wenig.


    Verbal geäussert haben sie das nur zu Hause, niemals vor dem Team..bis jetzt nicht...ich betone bis jetzt. So wie ich meine Söhne kenne, werden sie Taten folgen lassen oder durchhalten, garantiert eines von beidem. Ich werde das für sie auch nicht regeln, denn sie sind alt genug und halt meine Söhne und das bedeutet, das sie selbständig genug sind es selbst zu regeln.


    Ohne ihr Wissen habe ich dem netten befreundeten JL über das was ich so zu Hause in dieser Sache erlebe sachlich nüchtern ohne Wertung mitgeteilt. Mitgeteilt, damit er als Verantwortlicher weiss, dass es immer zwei Seiten bei einer Entscheidung gibt. Wer weiss wozu es gut war :rolleyes:


    in anderen bereichen des lebens dürfen auch keine unqualifizierte ausbilden?. genauso sollte es im fussball umgesetzt werden


    Hier möchte ich sagen, dass ich einige Trainer mit Schein kennenlernte....einige auf dem Trainerlehrgang kennen lernte...sie Alle mache letztlich das was sie wollen, teilweise gut, teilweise mittelmäßig, teilweise einfach richtig scheisse. Die hätte man auch vor eine deutsche Eiche stellen können, wäre vom Ergebnis das gleiche gewesen. Es kommt auf das Konzept und die damit einhergehende Kontrollefunktion des Vereins zum Konzept an. Genau das findet man geschätzt in gefühlt 1 Prozent der Vereine. Es steht und fällt mit der Person des Trainers ...egal ob Schein oder nicht.


    @all....danke für die Beiträge...sehr interessant!

  • Gringo


    ich bin zum Fußball durch meine Jungs reingerutscht. Sicher bin ich kein Idiot, was Regeln u.s.w. betrifft, aber ich habe da wirklich vom Grund her mir vieles selbst Erarbeitet. Das sehe ich bei mir als Vorteil, denn die im Verein Fußballer sind, sind oft Betriebsblind und wenn ich so lese, wie als Beispiel ein Training in der E sein soll, dreht sich mir bei Unserer der Magen um. Allerdings haben wir einen guten, modernen Jugendwart, Leute, die den Nachwuchs trainieren wollen, kann er aber auch nicht herbei zaubern.
    Du schreibst, 8€ im Monat Mitgliedsbeitrag? Bei uns sind es im Nachwuchs 30€ im Jahr. Das halte ich selbst für einen Witz und werde das Thema auch ansprechen. Niemand schickt seinen Nachwuchs nicht zum Fußball, wenn 60 € bezahlt werden müssten. Mit dem Mehr könnte schon einiges bezahlt werden vielleicht auch eine kleine Entschädigung der Ehrenamtler.
    Würde mit einem Schein eine kleine Entschädigung einher gehen, wäre mein Interesse schon da, aber das wird bestimmt nicht werden.


    Du schreibst, es würde nichts machen, wenn kleine, schlecht ausbildende Vereine, sterben würden.

    • Das geschieht schon!
    • Es würden weniger Kinder zum Fußball geführt, da oft sehr weite Wege der Eltern entstehen würden.
    • Bei Punktspielen müssten die Vereine sehr weit fahren, in meinem Verband eine Strecke von der Grenze der Tschechischen Republik bis an die brandenburgische Grenze.

    Es ist nicht so einfach, die Vereine müssen gehörig umdenken. Wer das am schnellsten tut, hat gute Chancen, die anderen Klubs bleiben zurück und schaffen sich selbst ab. 8|

  • Zitat

    das schlechte nievau ist wohl vor allem auf die oft mangelhafte ausbildung in der jugend zurückzuführen….


    leider haben die meisten vereine im breitensport es net verstanden wie
    wichtig gerade in den jüngsten jahren eine sinnvolle ausbildung ist….

    Sicherlich kann man dies auf den einen oder anderen Spieler übertragen.


    Bei "richtigen" Breitensportvereinen ist es aber häufig so, dass viele Kinder auch einfach erst später mit dem Fußball spielen beginnen. Wir hatten beispielsweise vor 2-3 Jahren eine B-Jugendmannschaft aus denen insgesamt 2! Spieler vor der E-Jugend schon aktiv waren. Da kann man sich denken, dass hier fußballerisch einiges fehlte. Hat aber nichts mit mangelnder oder sinnfreier Ausbildung zu tun.


    Außerdem gibt es in "richtigen" Breitensportvereinen eigentlich fast in jeder Mannschaft 1-2 Kinder die ungefähr die Gewichtsklasse des Trainers haben ;) oder koordinativ total unterentwickelt sind. Auch hier hat das mangelnde Niveau nichts mit mangelhafter Ausbildung zu tun.

  • August
    Bei erst späterem Einstieg in den Fußball kein Thema. Da kann kein Verein etwas dafür und die Mädels/Jungs erst recht nicht.


    In dem von mir geschilderten Fall sieht es jedoch leider völlig anders aus. Alle Spieler seit mind. 4 Jahren aktiv. Und da sind elementare Dinge versäumt worden. Es kommt einem dann besonders die Galle hoch, wenn man dies bereits in den Anfängen anspricht und einen durchgängigen Ausbildungsleitfaden vorschlägt... Der aber nicht für notwendig erachtet wird und man sich ein paar Jahre später über das Niveau wundert und sich in einigen Fällen sogar darüber aufregt, obwohl man doch selbst zum Blockierer gehörte. Das war und ist für mich der Grund nicht mehr in diesem Verein als Trainer tätig zu sein. Bekomme ich nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbart.


    Meiner Beobachtung nach ( und ich kann hier nur die Situation im unmittelbaren Umkreis beurteilen ) sind leider viel zu wenig Leute im Jugendbereich tätig, deren Ziele auf die Zukunft ausgerichtet ist. Ich kenne hier im Landkreis zwei Vereine, die nachhaltige Jugendarbeit betreiben. Da ist nun wahrscheinlich auch nicht alles optimal, aber die Grundausrichtung ist zukunftsorientiert.
    Alle anderen Vereine werden nach meiner Einschätzung in spätestens 5-6 Jahren in Spielgemeinschaften aufgehen.


    Da geht es schon bei den Jüngsten um Tabellenplätze mit denn man sich in der Zeitung brüsten kann. Tolle Jugendarbeit.
    Da geht es darum möglichst für alle Bereiche Mannschaften melden zu können. Wenn plötzlich keine A-Jugend gebildet werden kann, werden auch die Herrschaften im Vorstand ( die sonst nur bei Spielen der Herren anwesend sind ) wach und Fragen entrüstet nach, wie das denn wohl passieren kann.
    Da werden A-Jugendliche vorzeitig hoch gezogen, weil die ach so wichtige Herrenmannschaft ja Nachwuchs braucht. Für 'ne Gurkenliga auf Kreisebene. Insgesamt kann man sich so gar keinen Reim darauf machen, warum es nicht mal für eine höhere Liga reicht.
    Da brüstet man sich mit 'ner Anlage vom Feinsten. Schaut Leute, was für ein Schmuckstück. Da man sich aber sonst nie während der Woche mal auf dem Platz blicken lässt bekommt man nicht mit, dass kaum noch Betrieb auf den Plätzen herrscht.


    Bittere Realität bei den meisten Vereinen hier. Bei uns ist es also nicht "der ein oder andere Spieler" sondern selbstgemachtes Leid und mit Volldampf auf die Klippen zu. Und wenn man um diese Umstände weiß und Sohnemann und einige andere Spieler kehren Deinem Heimatverein langsam aber sicher den Rücken, dann kannst Du Dir nicht vorstellen wie mich das ank....
    Verstehen kann ich ihn.

  • Zitat von »Andre«
    ... sie selbständig genug sind es selbst zu regeln.


    Ohne ihr Wissen habe ich ...


    Jepp, ein Widerspruch in sich, ich weiss.


    Wissen meine Söhne das denn?
    Habe ich damit was geregelt?


    Ein Stück weit dennoch ein Widerspruch. Die Fragen muß ich mit einem NEIN beantworten. Es ging mir nur darum, dass der JL weiss was los ist. Das kann natürlich eine Beeinflussung sein...dann wäre es ein Widerspruch. Der JL ist aber selbstbewusst genug und geht damit so um, wie es sein sollte, so dass ich hier ein "Jaein" setzen muß....da es sein kann aber nicht muß und meine Absicht hierbei spielt schließlich auch hinein. Aber ok, ein kleiner Widerspruch bleibt, ...ist mir dennoch wichtig, dass sie (meine Söhne) ihre Dinge selber regeln. Hören die beispielsweise auf oder wechseln den Verein ist das ihre Sache und die bleibt von mir unbeeinflußt.

  • das schlechte nievau ist wohl vor allem auf die oft mangelhafte ausbildung in der jugend zurückzuführen?. leider haben die meisten vereine im breitensport es net verstanden wie wichtig gerade in den jüngsten jahren eine sinnvolle ausbildung ist?.


    Ich komme erst jetzt zum antworten. Der Vorwurf der mangelhaften Ausbildung in den Jahren zuvor wäre vielleicht sogar an mich gerichtet, habe ich die besagte Mannschaft doch seit ihrem Entstehen in der G-Jugend trainiert. Allerdings kommt dann das große Aber:

    • Verließen uns, wie gesagt, fünf starke Spieler, mit denen zusammen die noch verbleibenden zwei sowie ein paar aus dem Mittelfeld eine der Top-Mannschaften im Kreis gestellt hätten (und zuvor auch hatten).
    • Waren von den Neuzugängen zwei Spieler aus dem jüngeren Jahrgang, die noch nie im Verein gespielt hatten, einer ebenfalls ganz junger Jungjahrgang, der im vorherigen Verein nie klar gekommen war und auch praktisch nie eingesetzt worden war, einer, der nach zwei Jahren Pause und vormals Bankdrückerei in einem anderen Verein bei uns wieder einstieg, und dann noch einer, der aus den USA kam und doch ziemlich schwach war.
    • Hat man in Breitensportmannschaften nun mal eine recht große Streuung. Und auch die Entwicklung der Kinder verläuft alles andere als linear.


    Ich stimme dir, Steini und August allerdings durchaus zu, ich denke schon, dass man mit einer guten Arbeit im Kinderbereich recht weit kommen kann. Ich sehe dabei aber halt auch die Schwierigkeit, dass man sowohl den stärkeren wie den schwächeren Spielern gerecht werden muss, was in kleinen Mannschaften duchaus schwierig ist. Gleichzeitig ist überall zu beobachten, dass bereits bei den Kleinsten der Wunsch nach Erfolgen, die aber nur in Siegen, Pokalen und Titeln gemessen werden, alle anderen Ziele beiseite schiebt. Es ist überwiegend so, wie Steini es sagt: Gute Jugendarbeit wird gleichgesetzt mit guten Platzierungen und vielen Titeln. Viele von uns in diesem Forum meinen, dass das damit verbundene Streben nach kurzfristigen Erfolgen aber langfristig suboptimal ist und sich später als Bumerang erweist. Denn man fördert dabei nur die Kinder, die aktuell bereits gut sind, und vernachlässigt auch diejenigen, deren Potenzial sich erst später entfalten würde, an denen also auch die Erfolgsorientierten später interessiert wären. Und diejenigen, deren Möglichkeiten nie die Kreisklasse übersteigen werden, in der man ja aber auch mit viel Spaß kicken kann, werden vielfach eher toleriert und eher als Bremsklotz empfunden als als zu respektierende Mitspieler.


    Erschwerdend kommt doch aber hinzu, dass in vielen Kreisen und Landesverbänden die Meinungen ähnlich sind, dass da doch auch nur die starken Mannschaften und talentierten Spieler Beachtung finden. Dass in vielen Kreisen niemand etwas von moderner und altersgerechter Kinder- und Jugendarbeit gehört hat, dass sämtliche Neuerungen erst einmal auf Ablehnung stoßen, dass sie teilweise sogar aktiv untergraben oder sogar torpediert werden. Und der Spielbetrieb ist doch auch in vielen Kreisen zumindest verbesserungswürdig..


    Ach ja, es gibt da schon so einiges, das ich gerne reformiert sähe bzw. reformieren würde.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • im Kinder und Jugendfußball wird der Grundsatz "der Köder muß dem Fisch schmecken, nicht dem Angler" zu wenig beachtet.
    bereits in der späten F / E kristallisieren sich verschiedene Interessengruppen heraus wie hier schon oft beschrieben wurde.
    Da sind z.B. die Ehrgeizigen, die Talentierten, die einfach Sport machen wollen, die Freunde da haben, die von Eltern gezwungenen... ...........und viele Unterarten, sowie Kombinationen derselben.
    Alle (oder viele) haben ihre Berechtigung und sollten in Breitensportvereinen gleichberechtigt sein.
    Das heißt aber, daß nach einer gewissen Findungsphase Möglichkeiten zur Aufgliederung gegeben sein müssen.
    Findet aber nicht entsprechend statt, weil zu kleiner Verein, Gewinndenken, wenig Fantasie, zu wenig Personal...und und und...


    Ideal wäre nach einer Findungsphase in der alle noch gemischt sind, Wahlmöglichkeiten in

    • organisierte Freizeitteams die evtl. sogar altersmäßig gemischt werden (alle beklagen immer den Wegfall des Strassenfußballs, da war das unterschiedliche Alter auch kein Problem)
    • Teams mit Ligabetrieb
    • Leistungsteam

    Die Breitensportvereine müßen sich als solche verstehen und nicht als Dorfbundesligastandorte.


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Ideal wäre nach einer Findungsphase in der alle noch gemischt sind, Wahlmöglichkeiten in

    • organisierte Freizeitteams die evtl. sogar altersmäßig gemischt werden (alle beklagen immer den Wegfall des Strassenfußballs, da war das unterschiedliche Alter auch kein Problem)
    • Teams mit Ligabetrieb


    Vom Grundsatz her kann ich dir folgen, aber sag mir doch mal, wer im Kinderbereich, d.h. bis E-Jugend sein Kind in ein Freizeitteam melden würde? Ich halte auch die Bezeichnung für falsch. Die weniger engagierten Spieler, von denen Steini und ich sprechen, sind ja nicht leistungsunwillig. Und die allermeisten Kinder sind durchaus bereit, zu geben, was sie können, wenn sie entsprechend motiviert werden. Wenn sie dann aber dennoch nicht stark genug sind, um es in die erste Mannschaft zu schaffen, darf man sie doch nicht in die Luschentruppe, die eigentlich keiner so richtig haben will, abschieben -- da erfüllt sich in den Vereinen übrigens nicht selten die eigene Prophezeiung.. Nein, es soll ruhig auch für die schwächeren Mannschaften einen Spielbetrieb geben, man muss nur dafür sorgen, dass jede Mannschaft in der Regel auf andere Mannschaften trifft, die ein ihrem ähnliches Niveau haben. Mein Vorschlag in diesem Zusammenhang wäre, wie (in anderen Threads) gesagt, die Bildung einer einzigen Liga über den ganzen Kreis, in der dann nach Schweizer Turnierform gespielt wird. Ergebnisse müssten gemeldet werden, damit die weiteren Paarungen ermittelt werden können, aber mindestens bis zur F inklusive sollte keine Tabelle veröffentlicht werden.
    Ich denke, mit Freizeit-Teams sollte man in der Jugend nicht anfangen. Stattdessen, und das hielte ich durchaus für wünschenswert, könnte man an einem oder zwei Tagen in der Woche den Platz für Spiele in frei bzw. spontan gebildeten Mannschaften aller Vereinsmitglieder öffnen. Falls das allzu unübersichtlich würde, könnte man ja immer noch in Kinder, Jugend und Erwachsene trennen.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Nun, gringo, wie würdest du denn in einer F oder E mehrere Mannschaften bilden, wenn du entsprechend viele Kinder hättest. Wir hatten bspw. in der F-Jugend 21 Spieler im Training, alle im selben Jahrgang. Da würde ich schon versuchen, zwei Mannschaften zu melden, und dann muss man irgendwie trennen. Könnten beide Teams auf Gegner treffen, die ähnlich stark wie sie selbst sind, würde ich sie dann eher leistungshomogen zusammenstellen, d.h. eine stärkere und eine schwächere Mannschaft bilden. Würden sie hingegen in der selben Liga oder in gleich starken Ligen antreten, so würde ich sie eher gleich stark machen. Natürlich würde ich auch versuchen, Freundschaften und logistische Erfordernisse zu berücksichtigen. Aber vom Grundsatz her würde ich unterschiedlich einteilen, eben je nach Spielbetrieb.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • normalerweise, lernen kinder besser wenn sie in einer mannschaft spielen, wo es gute und schlechte gibt, da sie so immer beispiele sehen wie man es besser machen kann, sortiert man nun gleich von anfang an in stark und schwach, benachteiligt man die schlechteren….
    da es in der f vor allen dingen darum geht spass am fussball zu haben würde ich hier net eine super und eine rumpel mannschaft machen….


    auch in der e würde ich noch net mit dem leistungsgedanken rangehen…. wie gesagt ab der der d kann man dann anfangen zu unterscheiden, da bis dahin normalerweise der grossteil die möglichkeit hatte sich die grundelemente anzueigenen….
    für die schwachen sollte man noch zusätzliches fördertraining anbieten, was aber die wenigsten vereine umsetzen….