Wie lange ist Schule und Training noch vereinbar, wenn die Schule immer länger geht?

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  • Marathontag ..... wieder Schulaufregung


    Es nervt mich total an, unser 96ger hat Dienstags 10 Std. Schule. Er hat dann um 17.30 Uhr frei und muß noch Lernen oder Aufgaben machen. Eigentlich wäre an den Tag auch Training. Nun hängt mal wieder der Haussegen schief, weil ich sage, Schule ist wichtiger. Da er dreimal die Woche trainiert wird es wohl kein Beinbruch sein, wenn er ab und zu mal fehlt.


    Für meinen Sohn ist das schon ein Problem, da er Angst hat, er verliert seinen Stammplatz in der A.


    Mit den Trainern habe ich schon gesprochen und die sagen auch Schule geht vor. Nun muß ich nur noch den Spagat zwischen den Willen und der Vernunft schaffen, und zwar so, das ich für unseren Sohn nicht der Buhmann bin.


    Es ist echt schwer, noch auf dem hohen Niveau zu spielen, wenn der Sohn ein Vollzeitgymnasiast ist.......

  • nabend


    ich denke ein training wird gar nicht mehr allzulange in den bestehen 'vereinsstrukturen' funktionieren können..............


    es ist ja nicht nur die schulzeitliche belastung auf einem gymnasium, sondern setzt sich ja darin fort, das immer mehr ganztagsschulen eingerichtet werden, wo dann im anschluss kaum noch zeit für ausserschulische aktivitäten bleibt (das thema kam ja auch schon ab und mal hier im forum auf den plan).


    mit diesem überholten, zerstückelten und bundesunheitlichen miesen schulsystem wird auf absehbare zeit eine vereinsarbeit ,auf jeden fall im ländlichen raum, dem tode geweiht sein. (denn dort besteht auch nicht die möglichkeit, das die vereine in die schulen gehen, weil da nichtmal die mannschaftsstärken für ein training erreicht werden würden)


    MilkyWay -inaktiv-


    da wird es wohl kein "sowohl als auch" mehr geben ..............da wird dein junge wohl jetzt schon lernen müssen, wie es ist, wenn man mit kompromissen leben muss :(


    gruss


    ps: aber es wird ihm ja gewiss nicht nur alleine in der mannschaft so gehen, oder?

  • Eines meiner Lieblingsmeckerthemen!!!


    In Zeiten, in denen ein 13-jähriger dreimal pro Woche um 6:30 Uhr das Haus verlässt, um um 16-17 Uhr wieder einzutrudeln, vollgepackt mit Hausaufgaben, braucht man über 3x Training pro Woche gar nicht mehr nachdenken. Es ist einfach nicht mehr vereinbar! Schule geht vor, wir machen nur(!) zweimal pro Woche Training, Auswahlspieler haben einmal aussetzen frei. In der Stadt akurat mit schulisch privat vergebenen Fertigfraß aus der Friteuse versorgt, ein Disaster!


    Aber hier gehts ja um ältere Jahrgänge. Bei Jg 95 und 96 sind sie ja schon durchaus abends belastbarer und teilweise schon in der Ausbildung. Ist das da tatsächlich noch ein Thema?

  • ja, ist auch bei den älteren ein echtes thema.


    bei den 95/96 fallen die, die eine ausbildung machen meist komplett raus..........dank dualem ausbildungssystem touren selbst die, die eine lehrstelle vor ort haben 14tägig durch die deutschen landen und machen ihre theorie ja irgendwo anders. gruppentaktische dinge zu trainieren wird dann echt zum problem und man kann es meist nur vor dem spiel an ner tafel erklären, oder man hat glück und die jungs kommen wärend ihrer praktischen ausbildung zufällig zusammen zum training.


    die jungs die abi machen, sind spätesten ab der zweiten jahreshälfte in den prüfungsvorbereitungen und auch nicht voll 'belastbar'.


    glücklich die vereine, die eine flutlichtanlage haben, und mit den trainingszeiten in die abendstunden ausweichen können....................wir haben kein flutlich :(



    gruss

  • Ja, es ist ein immer wieder kehrendes Thema, weil es immer wieder nervt.


    Unser 13 Jähriger hat auch schon 3 Tage bis 15.30 Uhr und muß noch ein sozialpraktikum machen, indem er jede Woche eine Stunde absolviert, also noch ein Nachmittag mit Termin.


    Achja, das Praktikum macht er in meinem Fußballverein, er hilft bei den Bambinis. Bin gespannt wie es ihm gefällt, vielleicht krieg ich ihn doch noch auf´s Fußballfeld, aber eben an den Rand als Trainer...... :D

  • Das mit dem Sozialpraktikum oder auch freiwilliges soziales Jahr finde ich 'ne gute Sache. So profitieren zwei Seiten davon. Vereine und auch Trainer müssen auf den Umstand der geringeren Freizeit reagieren. Kenne nun schon einige aus dem Umfeld meines Großen ( Verein und StP ) die aufgehört haben oder nur noch ein Trainingstermin wahrnehmen können. Schade um jeden Einzelnen.


    Offensichtlich auch von der Politik erkannt, oder warum stößt man sonst eine Diskussion um Abschaffung der Hausaufgaben an ??

  • Offensichtlich auch von der Politik erkannt, oder warum stößt man sonst eine Diskussion um Abschaffung der Hausaufgaben an ??


    Ja, ich denke (oder hoffe!) auch, dass das Thema erkannt ist. Hier in Hessen gehen viele Schulen auch wieder zurück auf G9, weil die allermeisten Eltern das so wollen.


    Grüße
    Oliver

  • Offensichtlich auch von der Politik erkannt, oder warum stößt man sonst eine Diskussion um Abschaffung der Hausaufgaben an ??


    Weil demnächst Wahlen sind? :evil::evil:

  • So wie jedes Jahr, darf ich Lebensläufe von Schulabsolventen einsammeln und analysieren um den nächsten Lehrplatz zu besetzen.
    Hoffentlich auch mit der Fachkraft der Zukunft...


    Gestern war es krass, weil ich ein Jungen zu einem Gespräch eingeladen hatte.
    Sein Noten"ordner" war wirklich sehr gut und der Junge darf im Herbst auch bei uns schnuppern.
    Jedoch währe er im Vorstellungstest durchgeflogen und im Allgemeinwissen hatte er auch mühe.
    Diese Tendenz sehe ich jedes Jahr.


    Fazit; Lieber wider weniger Fächer, dafür qualitativ hochstehend und vertieft. Ich hatte damals als Schüler ein Notenheft... Heute kriege ich von den Jugendlichen Noten"Ordner" mit Details, als ob es mich interessieren würde (ausbilden muss ich ja sowieso selbst).
    Heute haben die Jugendliche zu viele Pflichtfächer. Als Beilage gibts noch Freifächer die man wählen kann (oder muss)...


    Am Weekend war ich bei meinem Bruder auf Besuch. Eine befreundete Familie war auch da. Da behauptete die Mutter, der grössere Sohn könne italienisch, deutsch, französich, spanisch und englisch. Der Junge ist 15.
    Italienisch, Spanisch und Deutsch kann der Junge als Muttersprache. Ich versuchte den ganzen Nachmittag mit Ihn Englisch zu reden... jedoch bezweifle ich, dass der Junge wirklich vieles verstand (how are you und solchen kindergartenblabla konnte er aber wirklich gut)... die reaktionen waren etwas komisch und die Antworten waren dürftig.


    Ich finde, dass Schule von 07.30 - 16.30 Uhr (inkl. 1 h Mittagessen) reichen sollte.
    Schulaufgaben für ca. 1 h pro Tag währe auch machbar.
    Im Moment sehe ich aber, dass die Jugendlichen und Kinder, eindeutig überfordert sind und die Qualität trotzdem zu wünschen übrig lässt.
    Zu viele "unnötige" Fächer und Themen.


    Viele Grüsse
    TRPietro

  • Ich kann dieses Gejammer NICHT mehr hören geschweige denn lesen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    Meine armer armer Bubi, den ganzen Tag Schule und dann auch noch Training ach herrje und das als Jahrgang 1996 ups - A Jugend junger Jahrgang!!!!!


    Stimmt ab in die Schule, schnell heim zum essen, dann ne Stunde lernen und ab ins Heiabettchen!!!!!!


    Sorry will Dir nicht zu nahe treten, brauchst auch nicht persönlich nehmen sondern nimms allgemein zu diesem Thema!


    Hier spielten Kinder LANDESLIGA in der C Jugend und B-Jugend, das waren Gymnasiasten, oder sind es weiterhin, noch dazu nicht die allerschlechtesten und die machen das 8 jährige Gymnasium. Hatten oder haben 2x die Woche von 17.30 - 19 Uhr Training, kommen mit dem Zug um 16:50 Uhr vom Ganztagesgymnasium ein paar Orte weiter heim und fahren um kurz nach 17 Uhr schon wieder mit dem Zug zurück damit sie um 17:30 Uhr auf dem Trainingsplatz stehen.


    Du glaubst doch allen Ernstes nicht, das diese Kinder 10 Stunden Schule haben, heim kommen und essen und sofort schon wieder 2 Stunden zum lernen hinsitzen? 1. sind sie in diesem Zeitraum gar nicht Aufnahmebereit und es wäre eh für die "Katz" und 2. mal etwas anderes für 1,5 oder 2 Stunden nach Höchstanstrengung im Kopfe den ganzen Tag lang und sitzens in der Schule ist genau der Sport , die Bewegung an der frischen Lust das richtige um mal auf andere Gedanken zu kommen und wieder runter zu kommen.


    Wenn Du ehrlich zu Dir selbst bist und schaust was die Kinder heute mit PC spielen, Skype, Facebook und dem ganzen Quatsch alles machen und welchen Stellenwert dies eingenommen hat, wirst Du erkennen das genau die Kinder, vor allem in diesem Alter genau die 2 Stunden nach der Ganztagesschule sicher NICHT lernen sondern per PC via Internet - Spiele unterwegs sind. Beobachte das einfach mal und mach Dir Deine Gedanken dazu!!!!!!!!


    Und das ein 96 er um 19 oder 20 Uhr zu Bett geht glaubst Du ja sicher auch nicht:-)


    Sorry aber für mich sind das alles reinste ALIBIAUSREDEN!!!!!!!!!!!! Das ist meine Meinung:-)

  • @NF


    Es wird schon viel Abverlangt von der Schule.
    Ist schon sehr streng...


    Sehe mich aber auch mit deinem Statement einverstanden. Das mit den PC's und IPad, Fernseher usw.
    Das ist genau die andere Seite der Medaille, die gegen unsere Jugendlichen und Kinder spricht.


    In diesem Sinne muss man einfach Prioritäten setzen. Dann kuckt man halt weniger Fernseher und spielt weniger PS3.
    Dafür geht man ins Training... oder man spielt halt PS3 und hört mit Fussball auf... ist auch eine Lösung.


    Viele Grüsse
    TRPietro

  • Meine Meinung ist da anders als die der meisten - 3x Training ist bzw. sollte vor allem bei 10 Stunden dauernden Schultagen beibehalten werden.
    Die Bewegung hilft dabei abzuschalten und ist der beste Ausgleich zu 10 Stunden sitzendem Unterricht.


    Wenn ich sowas immer höre - und in einigen Fällen hinterfrage stellt sich heraus, das in der Zeit in die das Training fällt seltenst gelernt wird, sondern die Konsole, der PC oder die Glotze für Ablenkung sorgen!


    Wir sollten unser gesellschaftliches Weltbild nochmal überdenken, indem unsere Kinder mehr Zeit mit digitaler Ablenkung als mit Sport verbringen! Auf den wird doch am einfachsten verzichtet, weil er nicht zum beruflichen oder schulischen Erfolg direkt beiträgt, sondern nur passiv - und außerdem kostet Fußball ja so viel Geld!!!


    Das Problem sehe ich vielmehr darin, das die Kinder nicht nur einen Sport machen, sondern zwei oder mehrere und dazu noch ein Instrument lernen usw.
    Man sollte sich eben Gedanken machen ob und wo die Prioritäten liegen - Klar ist - auch für mich, Schule hat immer Vorrang, aber den Sport als erstes zu streichen anstelle der digitalen Beschäftigung ist an Heuchlerei nicht zu überbieten.


    Ich kenne keinen der Wegen 3x Sport die Woche in der Schule absackt - die Gründe liegen doch wo anders - mangels geistiger Entlastung (auch in Form von Sport) sinkt die Aufnahmefähigkeit im Unterricht, das dort verpasste müsste zusätzlich nach dem Unterricht aufgearbeitet werden, dabei ist die Aufnahmefähigkeit aber durch ständige Ablenkung getrübt - und am Ende leidet IMMER der Sport darunter. Das ist aber nur bei den Eltern der Fall, die nach meiner Erfahrung entweder eine zu hohe Erwartungshaltung an Ihre Kinder haben oder selbst (und da möchte ich niemandem zu nahe treten) in keinem Sport aktiv gewesen sind und mit diesem ungesunden Weltbild hausieren gehen.


    Mir stellen sich da alle Nackenhaare auf!!!


    Gebt den Kindern ihren Sport wieder und nehmt ihnen den Leistungsdruck von den Schultern!!!


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Ja - auf den ersten Blick sieht das gut aus mit Sport zum Ausgleich usw.


    Das habe ich auf der Uni auch gemacht und beim freien Spiel ist das auch gegeben.


    Aber wenn die Kids zig Stunden schon im Unterricht und dann daheim bei den Hausaufgaben gegängelt worden sind, dann kann ich auch verstehen, dass sie Abends nicht auch noch die Anweisungen des Trainers befolgen wollen.


    Schließlich gibt da auch einer den Ton an und alle sollen aufmerksam folgen und alles konzentriert und gewissenhaft ausführen. Genauso wie in den Stunden davor.


    Deshalb will so mancher einfach mal "abhängen" - auch wenn das von allen Seiten dann als faulenzen usw. bezeichnet wird.


    Da ist es eine besondere Herausforderung, das Training so zu gestalten, dass die Spieler gerne kommen und Spaß haben.

  • Stefan dann höre ich auf zu kicken dann kann ich den ganzen Abend und das ganze Wochenende abhängen!!!!!!!


    Unabhänig kenne ich kein einziges Gymnasium hier im Umkreis bei uns zumindest, wo die Hausaufgaben aufgibt, welche die Eltern immer vorgeben. Weder auf dem 8 jährigen Gymnasium wo meiner ist, noch auf dem wo Kinder meiner Mannschaft sind gibt es Hausaufgaben bei der Ganztagsschule. Dazu gibt es tagsüber Freistunden, ganz geschweige davon glaub ich auch nicht das es eine Schule gibt wo Dienstag bis 17 Uhr Schule ist und noch Hausaufgaben aufgegeben werden bis Mittwoch früh!!!


    Wie gesagt ist eigentlich bei den Ganztagsschulen gang und gäbe keine Hausaufgaben zu machen und bei 2 x 1,5 Stunden Training in der Woche z.b Dienstag und Donnerstag muss ein 16 jähriger sicher nicht genau in der Zeit "abhängen" wie Du es so schön sagst sonst brauchen wir uns auch nicht mehr wundern was aus der Jugend heutzutgage wird denn würde es nach den pubertierenden Kindern gehen hängen diese nur noch ab vorm PC , Fernseher oder irgendwo auf der Strasse sorry aber das hat ihr schon der Blindeste mit Krückstock mittlerweile erkannt lach und noch Eltern wo genau diese Ansicht vor 2-3 Jahren hatten kann es heute daher nicht "hart" genug zur Sache gehen

  • Ich hoffe dafür nicht gesteinigt zu werden, aber auf dem Niveau auf dem 3x trainiert werden sollte, müssten die Trainer dementsprechend ausgebildet sein!
    Ich glaube aber auch nicht das man in untersten Ligen 3x die Woche trainieren muss.


    Aber du hast schon Recht - fehlt der Spaß beim Sport ist es schwierig, die Komponente habe ich leider völlig ausgeblendet, da ich in all den Jahren diese Probleme noch nicht hatte ;)


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • also entweder ist das hier die klassische rollenverteilung und die antwortenden väter haben keinen blassen schimmer wovon sie reden
    oder die betroffenen jugendlichen sind ihnen schlichtweg egal, da "nur auf dem platz wichtig ist".


    ich bin inzwischen bei einer A-jugend angelangt. wir trainieren dreimal die woche, da wir leistungsklasse spielen
    und um unseren jungs die möglichkeit geben wollen, mindestens zweimal an einem training teilzunehmen. warum nur zweimal?
    diese jungs gehen meistens auf das gymnasium und haben in der tat oft erst um 17.30 uhr schule aus. (sind dabei aber auch um 6.00 uhr aufgestanden)
    es ist dabei nicht immer so, dass sie auch 10 stunden haben, sondern oft nur fünf mit elenden freistunden zwischendurch.
    hinzu kommt eine fehlende mensa, sie bekommen also nix vernünftiges zu essen sowie eine komplett unzuverlässige infrastruktur,
    die manche jungs trotz großstadt auf eine 70 minütige an- und abreise schickt, ob zur schule oder zum verein.
    es sind also noch nicht mal die hausaufgaben die sie "quälen" sondern gleichsam ein langer, unproduktiver tag ohne essen zzgl. langer fahrtzeiten.
    das haut rein und das lässt dann auch in bestimmten phasen, jetzt noch nicht, aber bei schlechtem wetter, vor klausuren (drei in der woche, auf drei folgenden tagen)
    oder in der abizeit von februar bis anfang mai, das training als belastung statt ausgleich erscheinen.
    da ist die konsole zuhause halt schneller greifbar oder sogar das muckistudio oder der waldlauf.


    spätere trainingszeiten erhalten wir übrigens nicht, da wir bei einbem platz auch drei herrenteams haben, sowie ein werkteam und die alten herren.
    da aber einige jungs ebenfalls bereits arbeiten oder studieren gibt es da auch probleme.


    heißt also, die A-jugend ist inzwischen fürn popo, soviele hindernisse, die man hier zwischen die beine bekommt.


    und da bin ich bei meiner lieblingsthese:
    demnächst funktioniert fußball in deutschland nur in kooperation mit den schulen.
    ein aufbrechen der alten verrosteten vereinsstrukturen sowie ein gesamtes umdenken seitens des dfb würde probleme
    von altersschwachen jahrgängen, schulbelastung oder schlechter strukturen lösen.
    schulteams in einem vernünftigen ligabetrieb mindestens ab der B-jugend wären für mich die lösung, gerne schon eher.
    aber dafür habe ich ja hier schon meine prügel kassiert... :S

  • Liebe Trainer/innen!


    Wenn ich eure Kommentare so lese, gewinne ich den Eindruck, meinen Kindern den Rat zu geben 2 Berufe zu erlernen. Im Sommer sollten sie den Beruf des Lehrers (6 Wochen Sommerferien) und im Winter den eines Eisverkäufers oder Maurers (wegen schlechten Wetters und nirdigen Temperaturen besser zuhause bleiben) zu ergreifen.


    Hier lese ich etwas von zunehmenden Anforderungen? Der typische B-Junioren-Spieler war früher ein Auszubildender mit einer 40 Stunden-Woche. Jetzt ist der typische A-Jugend-Spieler noch Schüler auf dem Gymnasium, der dann (nach ein paar Freistunden) auch mal nachmittags nach Hause kommt!


    Zweifel, ob denn das Richtige vermittelt wird, sind durchaus angebracht, denn durch die Verschulung werden manche Anlagen zu wenig gefördert, wodurch motorische Störungen und auch Haltungsschäden entstehen.


    Man kann durchaus verschiedene Berufe im Leben haben, aber man hat nur eine Gesundheit! Mir scheint, dass zu viele nur vermeintlichen Berufswünschen blindlinks nacheifern! Träumen von Karriere, dem großen Geld und der Selbstverwirklichung. Finden sich dann irgendwann mitten im Leben wieder! Wissen nicht mehr vor der Anfang war! Kennen das Ende nicht! Denken immer noch zu kompliziert und kommen auf das Einfache nicht!


    Wer seinen Alltag im Griff hat, sollte genügend Zeit finden, um der zweitschönsten Nebensache der Welt nachgehen zu können. Wer seinen Alltag nicht in den Griff bekommt, dem nützt auch die Beendigung seiner Fussballer-Karriere nichts! Und wer als Eltern dieses Gejammere unterstützt, der darf sich nicht wundern, wundern wenn der Filius nicht selbständig wird und stattdessen sogar noch klagt:"Mama, ab jetzt schreibe ich meine Aufsätze wieder selber. Für deinen Letzten habe ich eine fünf bekommen. :D

  • Einwandfrei TW-Trainer:-)


    Viell sollte man ala Facebook lool den Gefällt mir Button hier einführen:-) Dann hätte ich nur ein Klick zum Beitrag machen müssen, eines der wenig sinnvollen Sachen auf der Facebookseite:-)

  • Danke für diesen Beitrag! Getrieben durch meine Impulsivität und den steten Drang einfach drauf los zu schreiben, kann ich diese klaren Gedankengänge so nicht formulieren, deinen in diesem Fall aber genau so unterschreiben, denn er drückt das aus was ich eigentlich meine!


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Jetzt mal Belastung hin und her. Ist individuell und muss auch so bewertet werden. Mein großer Sohnemann, hat manchmal 4 Termine in der Woche + einen Sonntag in Sachen Fußball. Zusätzlich turnt er noch. Hat er kein Problem mit und es macht ihm Spaß. Durchaus möglich, dass sich das im Lauf der Zeit ändert. Ich gehe sogar davon aus.


    Ich hatte in meiner Truppe einen Spieler bei dem mir der Vater mitgeteilt hat, dass er Dienstags ( für ihn längerer Unterrichtstag ) völlig platt von der Schule kommt. Und das er da von sich aus keinen Antrieb mehr zum Training hatte. Stress ist individuell und wird von jedem anders empfunden. Wie bei uns Erwachsenen gilt das auch für Kinder und Jugendliche. Hat also nicht immer was mit Überehrgeiz der Eltern oder großer Karriere zu tun. Ich spreche hier ausdrücklich nicht von den Fällen, in denen die Eltern ihre Sprösslinge trotz anders lautender Empfehlung auf das Gym schicken und man sich irgendwann nur durch zusätzliche Nachhilfestunden über Wasser halten kann. Und auch nicht von den Fällen, in denen bereits im Kindesalter Stundenlang völlig unkontrolliert vor dem PC, der Konsole oder was auch immer gesessen wird. Völlig klar. Hier sind die Probleme hausgemacht und haben eher nichts ursächlich mit Unvereinbarkeit von Schule und Vereinstraining zu tun.


    Bei uns auf dem Land entsteht jedoch ein ganz anderes Problem. Die Haupt- und Realschulen machen mangels Schülern nach und nach dicht. Auch diese sind dadurch zentralisiert und Fahrtzeit unvermeidlich. Aber selbst diese Schulen kämpfen mit abnehmenden Schülerzahlen. Der Trend geht eindeutig zur Wahl Ganztagsschule oder Gymnasium. Und in unserem unmittelbaren Umkreis ist es hinsichtlich der Ganztagsschule so, dass der Bus um 06.15 Uhr abfährt und um 17.00 Uhr wieder ankommt ! In den Nachmittagsstunden werden dort viele AG'en angeboten. Auch sehr viele im Sportbereich, u.a. Fußball. Da können sich nur die wenigsten noch aufraffen, zum Vereinstraining zu gehen. Gezockt haben die bis dahin nicht eine Minute. Zumindest nicht Zuhause -). Hängt also auch nicht immer damit zusammen.


    Was dadurch jedoch auch entsteht bzw. sehe ich an zwei meiner ehemaligen Spieler: Der Freundeskreis liegt während der Schulzeit außerhalb des unmittelbaren Wohnortes. Im Grunde logisch, da sie mit den Schulkameraden die meiste Zeit verbringen. Fußball spielen die nur noch in ihrer AG, weil im Heimatverein der Kontakt nach und nach abbricht.