Zwar ist Fussball (im Gegensatz zu Tennis) ein Volkssport, jedoch bildet die Spezies "Trainer" sicherlich einen Querschnitt unserer Gesellschaft. Es steht zu vermuten, dass auch in anderen Sportarten Trainer arbeiten, die diesem Querschnitt entsprechen, weshalb es nicht sonderlich verwundet, warum der Dropout dort ähnlich groß ist.
Zwar gibt es im D-Jugend-Alter eine etwas größere Zahl an Spielern, die entdecken, dass Fussball nicht ihr Sport ist und deshalb in eine andere Sportart wechseln. Wenn jedoch die Abmeldung vom Fussball erfolgt, weil das Kind von seinem Trainer in größerem Umfang enttäuscht wurde, dann wird es vermutlich gar keinen Vereinssport mehr betreiben wollen. Es es gibt für ihn keinen Grund zur Annahme, das es dort besser zugeht!
Wer also bei seinem Kind zunehmend Frust bei seinem Hobby entdeckt, der sollte sich die Zeit nehmen, um nachzuhaken, woran es liegt! Zwar kann man sagen, dass Sport den körperlichen und geistigen Zustand fördert, jedoch nicht um jeden Preis. Denn wenn falsch trainiert wird oder grobe Fehler bei der Mannschaftsführung begangen werden, kann der dabei entstehende Stress sich auch kontraproduktiv auf die Gesundheit auswirken. Die Aussage: - was man anfängt, muß man auch zuende machen - führt längst nicht immer zum gewunschten Ziel. Dann sollte man lieber mit dem Kind darüber sprechen, die Mannschaft oder den Verein zu wechseln, wenn der Heimatverein keinen kurzfristigen Traineraustausch durch eine geeignete Person in die Wege leitet.
