Schlechte Qualität des Trainings Ursache für Vereinsaustritte von Jugendlichen?

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  • open-minded


    Zwar ist Fussball (im Gegensatz zu Tennis) ein Volkssport, jedoch bildet die Spezies "Trainer" sicherlich einen Querschnitt unserer Gesellschaft. Es steht zu vermuten, dass auch in anderen Sportarten Trainer arbeiten, die diesem Querschnitt entsprechen, weshalb es nicht sonderlich verwundet, warum der Dropout dort ähnlich groß ist.


    Zwar gibt es im D-Jugend-Alter eine etwas größere Zahl an Spielern, die entdecken, dass Fussball nicht ihr Sport ist und deshalb in eine andere Sportart wechseln. Wenn jedoch die Abmeldung vom Fussball erfolgt, weil das Kind von seinem Trainer in größerem Umfang enttäuscht wurde, dann wird es vermutlich gar keinen Vereinssport mehr betreiben wollen. Es es gibt für ihn keinen Grund zur Annahme, das es dort besser zugeht!


    Wer also bei seinem Kind zunehmend Frust bei seinem Hobby entdeckt, der sollte sich die Zeit nehmen, um nachzuhaken, woran es liegt! Zwar kann man sagen, dass Sport den körperlichen und geistigen Zustand fördert, jedoch nicht um jeden Preis. Denn wenn falsch trainiert wird oder grobe Fehler bei der Mannschaftsführung begangen werden, kann der dabei entstehende Stress sich auch kontraproduktiv auf die Gesundheit auswirken. Die Aussage: - was man anfängt, muß man auch zuende machen - führt längst nicht immer zum gewunschten Ziel. Dann sollte man lieber mit dem Kind darüber sprechen, die Mannschaft oder den Verein zu wechseln, wenn der Heimatverein keinen kurzfristigen Traineraustausch durch eine geeignete Person in die Wege leitet.

  • Wenn ich hier so lese beschleicht mich das Gefühl, als fände Charakterbildung, Erziehung etc. nur im Fussballverein statt.
    Ich bin überzeugt dass Eltern die ihrem Kind eine gute Erziehung zukommen lassen, dieses Kind auch die Kompetenz mitbekommt sachlich zwischen seinem eigenen Unvermögen und desjenigen des Trainers zu unterscheiden. Mit dem ersten wird er lernen leben zu müssen und bei zweiteren wird er sich eine neue Mannschaft suchen müssen.
    Wenn da Elternhaus stimmt, sollten in der Regel beides keine Gründe sein um mit dem Fussball aufzuhören, vorausgesetzt das Kind WILL auch wirklich Fussball spielen. Wo ein Wille ist auch ein Weg ! Wenn der Wille nicht reicht oder gegen die Playstation, Freundin etc. verliert, sollte wir nicht nur immer den Trainer dafür verantwortlich machen.

  • @FB
    Das ist sicherlich auch ein wichtiger Punkt, den man bei diesen Zahlen bei der DropOut-Quote beachten muss. Der soziale Hintergrund. Ist in der Studie allerdings berücksichtigt. Auch die von Dir schon erwähnte Vereinsstruktur. Betreut man hier auch die Trainer, bildet sie fort usw. oder geht es nach dem Prinzip "Hauptsache einer macht's. Egal wie." Übrigens der Grund, warum ich in meinem Heimatverein hingeschmissen habe. Da läuft es nämlich so. Lange habe ich versucht im Verein die Einsicht zu wecken, dass gerade in den jüngeren Altersklassen eine möglichst hohe Qualität hinsichtlich der Betreuung der Spieler und ( ganz wichtig ! ) der Eltern angestrebt werden muss. Abwechslungsreich und spaßig. Darum geht es in erster Linie. Viele Traineranfänger glauben jedoch, sie müssten schon in G und F mit hochkomplexen technischen oder gar taktischen Übungen anfangen. Das Schlimme daran ist, dass sie es nicht besser wissen und niemand ihnen zu Anfang dabei hilft. Ich wäre durchaus dazu bereit gewesen, hier mit zu unterstützen. Soweit meine Zeit es mir erlaubt hätte. Zwei Mitstreiter hätte ich auch gehabt. Man hat es zur Kenntnis genommen...
    Passiert ist nichts. Kann ich nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren und habe meine Konsequenzen gezogen. In meinem jetzigen Verein sehe ich, wie klasse sowas laufen kann. Da wird mit Argusaugen darauf geachtet, wie in den jüngeren Altersklassen trainiert wird. Und dieser Verein zeigt durch verschiedene Maßnahmen seine Wertschätzung für die geleistete Tätigkeit. Mal 'ne Frage in die Runde: Wann habt ihr in letzter Zeit mal positives Feedback von Eurem Verein bekommen ???


    Es bleibt jedoch eine Kernaussage der Studie, dass das Durchschnittsalter beim DropOut unter 12 Jahren liegt und ein Mitgrund Trainer bzw. das Training ist. Und das die Aussage steht: "Da ging es nur noch um Gewinnen." Und das sehe ich genauso: Hier sollten wir uns alle an die eigene Nase fassen bzw. sollte es dazu führen, seine Antennen immer auf Empfang zu lassen. Liege ich mit meiner Einstellung noch richtig ? Kann ich mich oder mein Training noch verbessern ? Also einfach immer wachsam und offen für Neues sein.

  • Viele Angebote - gerade im Trendsportbereich - stehen den Jugendlichen erst aber 10-12 offen. Vorher geht da nichts.
    Ausserdem werden Jugendliche in diesem Alter mobil und können auch mal mit dem öffentlichen Verkehr in weiter entfernt liegende Clubs.
    Gemäss einer Studie der Schweizer Unfallversicherung (SUVA) nimmt die Anzahl in Vereinen engagierter Jugendlichen bis zum Alter von 16 stetig zu währenddem sie beim Fussball ab 11 stagniert ! Dies legt den Schluss nahe, dass viele Kids einfach die Sportart wechseln weil sie ab 12 überhaupt erst die Möglichkeit haben die Sportart zu wechseln.
    Der gesellschaftlich relevante DropOut vom Sport erfolgt dann erst im Alter von 15 bis 16.
    Unter diesem Aspekt halte ich die reinen DropOut Zahlen für keinen guten Indikator für die Trainerqualität aber für eine Messlatte für Diversifikation des Sports und eine zunehmende Mobilität der Jugend.

  • Ursachen bei Trainer und Vereinen zu suchen finde ich zu einfach.


    Beispiel:


    neuer Stundenplan, 11. Klasse, Gymnasium (also B-Jugendlicher)


    3 mal die Woche Nachmittagsunterricht (keine Ganztagsschule).
    d.h. 6.15 Uhr aufstehen, 7 Uhr Bus, Rückkehr aus der Schule 17.00 Uhr. Abfahrt zum Training 17.45 Uhr. Rückkehr vom Training ca. 20.45 Uhr


    für die Masse der Jugendlichen (die echte Leistungsschiene aussen vorgelassen) bedeutet das:


    gute Selbstorganisation und/oder Wichtung zwischen Schule und Fussball, und entsprechend Zurückstellung anderer Interessen.


    Das in einem Alter, wo der Spieler nicht mehr wie der F-ling von einer grossen Karriere träumt, auch Eltern endlich die Grenzen ihres Kindes im Fussball erkennen.
    Deren Interesse lässt ja sehr deutlich nach, sieht man an der Elternschaft bei einer 'B-Jugend-Spiel, von A-Jugend ganz zu schweigen.


    Wer da in der Schule eh schon kein Zweier-Kandidat ist und so seine Probleme hat wird den Fussball zurückstellen, auch auf Druck der Eltern, die vorher noch ihr Kind
    auf den Platz getragen haben.


    Weiterspielen die, die wirkliches Interesse am Fussball haben und bereit sind dafür entsprechendes aufzuwenden bzw. zurückzustellen.


    Eine nicht unwichtige Rolle dabei spielt dann auch das Mannschaftsgefüge, d.h. Kameraddschaft, Zusammengehörigkeitsgefühl.


    Für diese Rahmenbedingungen r sind dann natürlich die die Vereine, vor allem die Trainer, verantwortlich.
    Hierzu ist aber mehr gefragt als ein noch so gutes Training.

  • Die Studie liefert gerade im Hinblick auf die konkreten Umstände im Verein aus meiner Sicht ziemlich klare Ergebnisse:


    51% aller Drop-Outs sind unmittelbar mit dem Trainer und der Mannschaft verknüft (für die ja auch der Trainer maßgeblich verantwortlich ist). Gut die Hälfte! Die von @FB (Wechsel in andere Sportarten) und von @Günther (organisatorische Rahmenbedingungen) genannten Gründe gibt es, aber die sind jeweils "nur" für rund 20% der Drop-Outs verantwortlich. Also immer noch wichtig, aber nicht der vorherrschende Grund! Diese Sicht wird dadurch bestärkt, dass die Spieler, die wegen Trainer/Mannschaft aufgehört haben, eher als alle anderen wieder interessiert sind, wieder Fussball im Verein zu spielen (Graphik Bindungsintention auf S.6).


    Positiv formuliert: Die Studie liefert aus meiner Sicht deutliche Hinweise, dass KiFu-gerechte Veränderungen im Verein unmittelbar positive Wirkung haben werden. Das deckt sich mit dem, was Steini oben am konkreten Beispiel berichtet.


    Grüße
    Oliver

  • @FB
    Gut das es dich hier im Forum gibt, denn es zeigt, dass ein Austausch von Argumenten und Meinungen notwendig ist! Denn wer etwas ändern möchte, sollte sich mit möglichst vielen positiven wie negativen Auswirkungen auseinander setzen. Alles wird man nie berücksichtigen können.
    Die in der Schweiz gemachte Studie läßt sich sicherlich auch auf Deutschland übertragen. Auch das Argument, manche Sportarten sind erst ab einem bestimmten Alter zugängig, läßt sich nachvollziehen. Jedoch ist dies kein Rückschluß dafür, das ein Wechsel auch ohne Frust über den Trainer in so deutlichem Maße stattgefunden hat. Auf Kinder im unteren Jugendbereich wirkt der Moment, nicht eine mögliche spätere Perspektive, weshalb sie bei den Interaktionen mit den erwachsenen Eltern und Trainer kaum zu unterscheiden wissen. In diesem Alter wünschen sich manche Kinder auch andere Eltern (insbesondere in einer Trennungssitution)! Deshalb ist der Wunsch nach anderen Trainern für Kinder durchaus realistisch und die Frage danach, was im Trainerbereich verbessert werden kann, durchaus legitim!


    Steini
    In deinem Beitrag läßt sich sehr gut erkennen, das es Grenzen gibt, die nicht überschritten werden dürfen. Auch werden von den Vereinen Chancen (z.B. erfahrener und gut ausgebildeter Trainer möchte den Trainer-Neulingen helfen, bekommt jedoch kein Feedback vom Verein dafür) vertan, weil für viele Vereinsverantwortlichen der Nachwuchsbereich insgesamt, aber der untere Jugendbereich insbesondere vernachlässigungswürdig ist. Dass es auch Ausnahme davon gibt, in denen sich Trainer dann auch sehr viel wohler fühlen, sollte besondere Erwähung finden. Weil es andere Vereine animieren kann, ihre Defizite zu beheben und den Verein wieder für die Zukunft "fit" zu machen!


    Günter
    Du sprichst ein zwar nicht ganz neues Problem der Vereinbarung von Sport mit Schule, Studium und Beruf an, was für den älteren Jugendbereich zutrifft. Denn durch das "Turbo-Abi" stehen die Spieler des älteren Jahrgangs, die ein Studium aufnehmen möchten, dem Heimatverein u.U. nicht mehr zur Verfügung. Das kann im Leistungsfussball mal eine halbe Mannschaft sein, die nach dem jüngeren A-Jugend-Jahrgang austritt. Auch bei den Azubis, kann es problematisch sein, wenn der Arbeitsort weit vom Trainingsort entfernt liegt. Ob und wie sich die Prioritäten verändern liegt zum einen an dem Wert/Spaß, den der Fussball für den Jugendlichen hat und wie der Heimatverein mit der Situation umgeht. So ist es heutzutage gar nicht selten, dass in solchen Fällen dem Spieler die Möglichkeit gewährt wird, sich nach Feierabend im kleinen Dorfverein in der Nähe fit zu halten, wenn es keine bessere Möglichkeit gibt.


    Vorläufiges Fazit: Weil es scheinbar eine Gruppe von engagierten Trainern gibt, die ähnliche Beobachtungen gemacht haben, dass ein Teil der Kinder aufgrund der schlechten Trainerqualität mit dem Fussball der dem aktiven Sport aufhören, bedarf es zusätzlicher Anstrengungen der Vereine, Verbände und des DFB zu einer besseren Trainerausbildung. Die bisherigen Maßnahmen (DFB-Mobil, Kurzseminare) erreichen scheinbar ein Großteil der unerfahrenen Trainer nicht.


    Gerne hätte ich gewußt, was die Gründe dafür sind, warum das so ist und wie man das verbessern kann?


    Ich halte die Beantwortung dieser Frage nach einer notwendigen Verbesserung der Trainerqualität deshalb für wichtig, weil es sonst in einigen Jahren (aufgrund des demografischen Wandels) kaum noch kleinere Dorfvereine geben wird und ein am Fussball-Hobby interessiertes Kind dann abseits seiner Freunde in einem größeren Verein den Fussball erlernt!

  • nicht geeigneten Trainer, wenn dieser die Erwartungen seiner Trainingsgruppe in großen Teilen nicht erfüllen kann.


    TW-Trainer,
    wo ich gerade deinen Namen lese, fiel mir ein Post von dir ein, bei dem ich eine Frage habe:


    Genau das was du schreibst habe ich mich gefragt als ich zum ersten Mal vor den Jungs (E-Jugend) stand. Was wollen bzw. erwarten die eigentlich von mir? Was kann ich denen beibringen? Also klar arbeitet man an Technik, Torschuss, etc. aber wie kann ich die Erwartungen der Kinder erfüllen?


    Als Anfänger habe ich die letzten Wochen Horst Weins Buch gelesen, mir ft juniors abonniert, auf soccerdrills und auch alle DFB-Medien / Internet durchstöbert.


    Aber wie erfülle ich die Erwartungen der Spieler? Wenn ich ein gut durchdachtes kindgerechtes Training durchführe?


    mfg
    sb

  • soccerbook


    Ja, du hast vollkommen recht! Zwar kannst du durch Weiterbildung anhand von Büchern, Videos dein Training bereichern, aber selbst auf der Trainerlizenz-Ausbildung lernst du fast nichts über Mannschaftsführung. Denn wie du aus der als Link bereitgestellten wissenschaftlichen Analyse nachlesen kannst, war ein Hauptgrund für den Austritt der Kinder: "es ging nur noch ums Gewinnen", d.h. der Sieg oder die Meisterschaft wurde vor der Nachwuchsausbildung gestellt.


    Gerade im unteren Bereich ist der Trainer zu einem weitaus größerem Maße der "Kümmerer" der Mannschaft. Er ist der Tröster der Kinder, wenn`s mal weh und er ist der Zuhörer, wenn jemand (Kinder, Eltern) etwas auf dem Herzen hat. Wenn Fussball mehr als nur ein 1 : 0 sein soll, dann zählt die gegenseitige Achtung und der Respekt auch ausserhalb des Rasens dazu!


    Kurz und gut: er/sie ist der Mensch mit dem großen Herz für Kinder! Natürlich ist man das nicht von Anfang an, aber man kann es lernen, indem man sich für das "Neue" öffnet, statt nur das bisher Gekannte (Erfahrungen als Aktiver im Seniorenbereich bzw. Zuschauer) als Maßstab zu nehmen. Dabei ist es wichtig, sich wie auch Anderen Fehler zuzugestehen. Denn aus dieser vermentlichen Schwäche erweckt eigentlich die spätere Stärke, besonnener auf alle Veränderungen zu reagieren. Denn er wird immer wieder vor Situtionen stehen, in der Entscheidungen gefragt sind, die man weder aussitzen kann, noch voreilig treffen sollte. So ist es auch wichtig bei aufkommender Kritik immer beide Seiten zu hören, bevor man sich ein Urteil bildet. Manchmal hilft die eigene Lebenserfahrung, aber sie hilft nicht immer. Wenn einem jedoch mal "die Gäule durchgehen", so hilft eine Entschuldigung danach sehr. Denn Kinder sind eigentlich nicht nachtragend und Eltern fühlen sich dann wohl, wenn sich ihre Kinder dort wohlfühlen. Die Geborenheit hat jedoch nichts mit einem Meisterschaftstitel zu tun.


    Natürlich könnte man noch ein ganzes Buch darüber schreiben! Wichtig ist jedoch dabei, das man sein Herz nicht nur für den Fussball, sondern insbesondere auch für die Kinder öffnet. Denn dann liegt man meistens bei seinen Entscheidungen richtig!

  • Steini

    Zitat

    eine möglichst hohe Qualität hinsichtlich der Betreuung der Spieler und ( ganz wichtig ! ) der Eltern angestrebt werden muss.

    als ich das gelesen habe ist mir ein Satz wieder eingefallen, den ich bei einer Studie im Web gelesen habe:
    " ...am geringsten ist die Drop-Out-Rate in der jeweiligen Altersstufe bei Jugendlichen,deren Eltern im Verein engagiert und integriert sind..."
    Das heißt, daß Verein und Trainer die Eltern so früh wie möglich in´s Boot holen sollten, damit nicht folgendes passiert...

    Zitat

    Das in einem Alter, wo der Spieler nicht mehr wie der F-ling von einer
    grossen Karriere träumt, auch Eltern endlich die Grenzen ihres Kindes im
    Fussball erkennen.


    Deren Interesse lässt ja sehr deutlich nach, sieht man an der
    Elternschaft bei einer 'B-Jugend-Spiel, von A-Jugend ganz zu schweigen.

    ...nämlich, daß die Eltern das sportliche Interesse an ihrem Kind verlieren, nur weil es kein Nationalheld werden wird.


    TW-Trainer

    Zitat

    Die bisherigen Maßnahmen (DFB-Mobil, Kurzseminare) erreichen scheinbar ein Großteil der unerfahrenen Trainer nicht.

    ...auch erfahrene Trainer werden nicht erreicht, weil sie nich erreicht werden wollen.


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • open-minded


    Was glaubst du, warum man erfahrene Trainer nicht erreicht?


    Glauben sie, schon alles über den Fussball zu wissen oder müßte man sie eigentlich auch zu den unerfahrenen Trainern zählen, weil sie in all den Jahren ihrer Trainertätigkeit doch kaum an Wissen über Menschenführung (komisches Wort) hinzugelernt haben? Oder müßten die Inhalte der Schulungen in den Vereinen dahingehend angepaßt werden, dass nicht immer nur neue Übungen und Spielformen gezeigt werden, sondern auch mal "Tacheles" geredet wird! Dazu könnte man Videos von Trainern, die sich beim Spiel nicht benehmen können zeigen. Material dafür sollte es genügend geben. Die Gesichter kann man unkenntlich machen und die Stimmen verändern!


    Würde soetwas helfen oder wie müßte das Ausbildungsangebot aussehen, damit man mehr unerfahrene und erfahrene Trainer erreicht? Oder sind uns das unsere Kinder gar nicht wert?

    Einmal editiert, zuletzt von TW-Trainer ()

  • TW-Trainer

    Zitat

    Glauben sie, schon alles über den Fussball zu wissen oder sind müßte man
    sie eigentlich auch zu den unerfahrenen Trainern zählen, weil sie in
    all den Jahren ihrer Trainertätigkeit doch kaum an Wissen über
    Menschenführung (komisches Wort) hinzugelernt haben?

    gute Frage, ich denke da gibt es verschiedene Typen.
    In beruflichen Führungsseminaren versucht man ja auch die Führungskräfte in diverse Charaktäre/Führungsstile einzuteilen.
    z.B. "dominant" -->sagt wos langgeht, interessiert sich weniger für Ideen Anderer...
    "kreativer Spezialist" ---> ist Neuem aufgeschlossen, braucht aber evtl. Hilfe zur Durchsetzung...
    "stetiger Typ" --> mag keine Veränderungen, macht am liebsten weiter so wie immer...
    ...ich denke, ist klar was ich meine.

    Zitat

    Oder müßten die Inhalte der Schulungen in den Vereinen dahingehend
    angepaßt werden, dass nicht immer nur neue Übungen und Spielformen
    gezeigt werden, sondern auch mal "Tacheles" geredet wird!

    Ja, ich denke es müßte Tacheles geredet werden um alle auf einen Nenner zu bringen und die Richtung vorzugeben.
    (Aber auch bei Erwachsenen gilt es Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl mit einzubringen.)
    Das setzt aber eine starke, selbstbewusste Vereinsführung/ Jugendleitung voraus, welche die richtige "Denke" hat und sich ein Ziel setzt und dies mitteilt.
    Nur so wissen Alle wo der Zug hinfährt.


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.