Arsch-Elfmeter

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  • Hallo zusammen,


    Ich komme mal zum eigentlichen Thema zurück.
    Ich finde diese Maßnahme mehr als fragwürdig !!
    Das einzige was ich mache wenn wir einen Wettbewerb mache ist, dass die "Verlierer" mir beim abbauen helfen müssen.
    Das dauert 2 min. Und tut keinem weh und dennoch ist der Siegeswille bei allen vorhanden :)


    Gruß
    Timo

  • tobn


    du beschreibts jetzt aber einen anderen Fall, als den ich diskutiert habe, der aber nicht über die gesamte Elternschaft sondern im Einzelfall gelöst werden muss.


    Ansonsten glaub ich schon, dass unsere Vorstellungen und auch Vorgehensweise zumindest in die gleiche Richtung gehen,


    gg

  • Ich finde diese Maßnahme mehr als fragwürdig !!


    wenn dies als Strafe für einen Verlierer gedacht ist, stimme ich dir voll zu.


    anders sieht es jedoch aus, wenn die Jungs das von sich aus mal aus Gaudi machen wollen.


    ob da aber bereits F-Linge mit dem Vorschlag kommen möchte ich bezweifeln.


    gg

  • du beschreibts jetzt aber einen anderen Fall, als den ich diskutiert habe, der aber nicht über die gesamte Elternschaft sondern im Einzelfall gelöst werden muss.


    Absolut. In dem Moment war es aber für mich am praktischsten, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, und alle nur zuschauenden Eltern auf die Tribüne zu bitten. Du musst dir vorstellen: diese Tribüne ist direkt oberhalb des Spielfelds, die Seitenwände der Halle gehen direkt in das Geländer über. Da braucht keiner ein Opernglas.


    Was diesen Einzelfall anbelangt: natürlich habe ich auch mit ihm gesprochen. Ging auch halbwegs, er hat meine Autorität, wenn auch etwas widerwillig, akzeptiert. Aber man kriegt die Leute halt nicht geändert, und einer, der meint, die Regeln seien vor allem für die Anderen da, wird halt immer wieder dazu neigen, dementsprechend zu handeln. Bzw. muss man für solche Leute Regeln schaffen, damit man dann auch auf deren Einhaltung bestehen kann. Mit liebem Zureden kommt man da nicht weiter.


    Ansonsten glaub ich schon, dass unsere Vorstellungen und auch Vorgehensweise zumindest in die gleiche Richtung gehen,


    Ich auch.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Ok magst recht haben, aber wenn meine Jungs damit ankommen, würde ich aber niemanden dazu zwingen der keine Lust dazu hat!
    Bisher habe ich von meinen kiddiz als "Strafe" Vorschläge bekommen, wie 1 runde laufen etc.
    =)
    Gruß
    Timo

  • Ich würde bei meinen Kids den Arschelfmeter verbieten. Wenn sie das auf dem Bolzplatz machen, ist das ihre Sache. In meinem Training hat das absichtliche Zufügen von Schmerzen, und seien sie auch noch so gering, nichts verloren.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • @ guenter und tobn:


    ich denke, dass wir hier eigentlich die gleiche Grundeinstellung haben. Wenn ich in einer kleinen Halle die Möglichkeit habe, die Eltern einen Stock höher zu schicken, ist das doch in Ordnung. Und wenn nicht, wird die eine Mutti auch noch Platz finden. Wenn die Eltern Einfluss auf das training nehmen, wirke ich entsprechend ein. Manchmal muss man nur mit den Eltern vernünftig reden.
    Was die Pünktlichkeit in der F - Jugend angeht, verlange ich die schon dort. Die Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ich pünktlich vor Ort bin. Im Umkehrschluss verlange ich selbiges auch von ihnen. Der grösste Anteil der Kinder befindet sich schon seit der G -jugend im Verein. Dort werden die Grundlagen, auch was die Zusammenarbeit mit den Eltern angeht, gelegt. Vor jeder Saison gibt es ein kurzes Infogespräch, wo Ziele, schon feststehende Termine, Regeln usw. erläutert werden. In einem Teamsport zählt Verlässlichkeit für mich mit zu den wichtigsten Dingen.

  • @ guenter und tobn:


    ich denke, dass wir hier eigentlich die gleiche Grundeinstellung haben. Wenn ich in einer kleinen Halle die Möglichkeit habe, die Eltern einen Stock höher zu schicken, ist das doch in Ordnung. Und wenn nicht, wird die eine Mutti auch noch Platz finden. Wenn die Eltern Einfluss auf das training nehmen, wirke ich entsprechend ein. Manchmal muss man nur mit den Eltern vernünftig reden.
    Was die Pünktlichkeit in der F - Jugend angeht, verlange ich die schon dort. Die Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ich pünktlich vor Ort bin. Im Umkehrschluss verlange ich selbiges auch von ihnen. Der grösste Anteil der Kinder befindet sich schon seit der G -jugend im Verein. Dort werden die Grundlagen, auch was die Zusammenarbeit mit den Eltern angeht, gelegt. Vor jeder Saison gibt es ein kurzes Infogespräch, wo Ziele, schon feststehende Termine, Regeln usw. erläutert werden. In einem Teamsport zählt Verlässlichkeit für mich mit zu den wichtigsten Dingen.

  • penaten


    das was du beschreibst ist aber kein Arschschießen, sondern die dummheit aller Spieler direkt aus tor zu schießen wenn keine Aufsicht da ist. das Arschschießen ist idR vollkommen harmlos. Es sei denn dasss du Angst hast eine Platzwunde dort zu bekommen, davon habe ich aber noch nie gehört.


    @ Karl


    Ich hoffe du hast eine rechtsschutzversicherung: denn so häufig wie dein Kind/Kinder von Nichterziehungsberechtigten gezwungen werden, da brauchst du die drignend. Schulsport mal als Beispiel, oder machen deine Jungs freiwillig Bockspringen? Schularbeiten schreiben sonst Eintrag ins Klassenbuch ist auch ein Zwang. Schlechte Noten schreiben und Sitzenbleiben macht dein Kind bestimmt nicht freiwillig sondern wird unter Zwang in die andere Klasse versetzt und das nicht von euch.


    Fast alle Sachen,die wir Kindern sagen ist im grundegenommen zwang. Wenn Kinder frei entscheiden würden, würden sie nicht trainieren wollen, sondern idR Spielen.


    Natürlich vergleiche ich hier Äpfel mit Birnen. Gleichzeitig frage ich mich natürlich was mit dem Jungen passiert, wenn er sich weigert beim zu spät kommen nicht am Arschschießen teilzunehmen?? Ich halte allerdings auch die Methode für fraglich, allerdings halte ich deine Methode des Gezwungenen Kopfballtrainings (oder machen das bei dir die Kids freiwillig?--> rechtsschutzversicherung ;) )für noch wesentlich mehr fragwürdig und wesentlich gefährlicher (siehe auch meine Links, die warscheinlich keiner gelsene hat).

  • In meinem Training hat das absichtliche Zufügen von Schmerzen, und seien sie auch noch so gering, nichts verloren.



    da muss ich dir zustimmen, deshalb hab ich auch im Training nie geübt eine Mauer zu stellen, und dies auch im Spiel absolut verboten:O8|


    ich will dich absolut nicht von diesem Spiel überzeugen, habs selbst im Training auch nur einmal gemacht, weil ich wenig Sinn, ausser dem Gaudi, darin gesehen habe. aber offensichtlich hast du den Kids bei sowas noch nicht zugeschaut.
    was glaubst du, wie oft die Kids vom Elmetpunkt überhaupt schiessen müssen, bevor mal einer trifft.


    und Schmerzen zufügen. na ja. im Vergleich gegenüber anderen Trainingssachen geht das gegen Null.

    • Offizieller Beitrag

    Das ist ein Bolzplatzspiel, fürs Training gibt es bessere Sachen. In dem Beispiel fühlen sich Kinder unwohl oder haben sogar Angst. Ich glaube nicht, dass dieses Spiel so wichtig ist .. auch wenn es hart macht :rolleyes:
    Es verbiete sich auch, dies mit Kopfballtraining, Schulnoten(!) o.ä. zu vergleichen und es ist absolut unnötig für die fußballerische Entwicklung.


    Aber wenn die gesamte Mannschaft sich das unbedingt wünscht, wirlich alle, ohne Ausnahme, ohne Gruppenzwang, dann muss mans seine Kids schon gut kennen.


    ... und wenn, dann hoffentlcih so, als Gesichtsschießen :)


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  • @ Uwe


    Schulnoten bezogen sich auf das Wort "Zwang" bei Karl, weil dieser meinte jeden zu verklagen der seine Kinder zu etwas zwingt. Ich denke aber dass er e verstanden hatte was ich meinte


    Und Kopfballtraining bezog sich auf die Gesundheitsgefährdung von Arschschießen gegenüber Kopfballtraining. Das diese höher beim Kopfballtraining ist, habe ich ja dargestellt. das Kopfballtraining natürlich wichtiger für die fussballerische entwicklung ist, versteht sich von selbst


    Der Zusammenhang ist da schon wichtig und sollte nicht aus diesem herausgerissen werden

  • Es gibt halt Punkte, da gilt bei mir das Prinzip. Es sind nicht viele, aber es gibt sie. Dies ist einer.


    Bei der Freistoßmauer und dem Kopfball gibt es, wie dir, guenter, sicher bewusst ist, ja sportliche Gründe, die dafür sprechen, dass ein Risiko für zugegebenermaßen teilweise nicht unerhebliche Schmerzen in Kauf genommen werden muss. Natürlich tut man sich beim Fußball auch weh, das gehört dazu. Aber es ist ein Nebeneffekt und nicht Ziel der Aktion. Das ist der entscheidende Unterschied. Beim Arschschießen hingegen geht es doch einzig und alleine darum, den Arsch des Anderen zu treffen, ihm also einen Klaps auf den Hintern zu geben.


    So, ich bin mit diesem Thema fertig.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

    Einmal editiert, zuletzt von tobn ()

    • Offizieller Beitrag

    Ja, ist mir klar, es ging mir auch um den Zwang, den wir beide hoffentlch beim Arschschießen nicht wollen.


    Ob das Kopfballtraining ein höheres Gesundheitsrisiko mit sich bringt, wissen wir doch gar nicht. Zur Gesundheit gehört ja nicht nur die körperliche Gesundheit. Arschschießen ist nicht nur unwichtiger als Kopfballtraining, es ist überflüssig für die fußballerische Entwicklung. Kopfball wird doch mit möglichst wenig Angst geschult, das wird ja wohl hoffentlich niemanden egal sein.


    Vielleicht verstehe ich den Zusammenhang wirklich nicht, wofür ist Arschschießen denn gut?


    Gaudi geht auch anders und der Themensersteller hat die Problematik beschrieben, die durch etwas völlig unnötiges entstehen kann. Ich würde das weglassen, warum soll ich mir damit eventuell noch ein Problem schaffen oder schlimmer, irgendeinem Kind?

  • Stefan67:


    Hast Du als Trainer einen staatlichen Erziehungsauftrag ? Falls nicht, dann stelle bitte keine Vergleiche mit der Schule an. Auf solch ideotische Übungen wird wohl auch kein Lehrer kommen. Ich habe auch noch nicht gehört, dass ein Kind z.B. zum "Bockspringen" gezwungen wurde.
    Ich weiß auch nicht, wie bei Euch ein Training abläuft, aber bei mir werden keine Kinder zu Übungen gezwungen.
    Das Arschschiessen dient hier übrigens nicht der sportlichen Ausbildung. Es liegen weder Einverständnis des Kindes noch der Eltern vor. Die Übung dient der Bestrafung des Kindes. Diese wird zwar nicht vom Trainer selbst vorgenommen, er bedient sich jedoch der anderen Kinder.
    Wenn Du denkst, dass der Trainer sich hier noch im rechtlichen Rahmen bewegt, bist Du meiner Meinung nach sehr blauäugig.

    Einmal editiert, zuletzt von Karl ()

  • Mal weg vom Arschschiessen, einmal kommt es wohl in einem Training so selten vor, noch will wohl Irgendjemand als Trainingsbestandteil aufnehmen.


    Für mich steht es jedoch stellvertretend für an sich wichtige Fragen:


    dass man als Trainer kein Kind zu was zwingen soll, besteht ja wohl Einigkeit
    Wo ist aberdie Grenze der Überzeugungsarbeit des Trainers zum Zwang hin.
    es gibt doch auch Trainer, die derart überzeugend sind, dass ein Kind das Geforderte als abosluten Zwang ansieht, der Trainer aber glaubt
    überzeugt zu haben.


    Ist es richtig, dass ein Trainer alles unterlassen soll, was bei Kindern Frust und Ängste hervorrufen könnte?
    Ist es nicht viel wichtiger, dem Kind zu helfen, einen Frust zu bewältigen und Ängste helfen abzubauen?
    Frust und Angst sind immer Bestandteil eines jeden Lebens, wer damit nicht schon als Kind lernt umzugehen, wird immer Probleme
    damit haben. An der Tagesordnung sind doch Gewalttaten, die allein mangels Frustbewältigung geschehen.


    Muss ich als Trainer immer genau nach allen Seiten hin abwägen, was ich im Training anbiete? Oder kann ich auch durchaus mal was für den Fussball völlig sinnfreies aus
    der Situation heraus machen?


    banal gefragt: muss man Kinder in Watte packen?


    medizinisch steht ja längst fest, dass Kinder bei denen auf pingelige Sauberkeit geachtet wird, jede Begegnung mit Schmutz vermieden wird und bis aufs kleinste Detail bei jeder Wetter entsprechend angezogen sind,bedeutend anfälliger für Krankheiten sind als anders handelnde Kinder.


    auf den Fussball bezogen stellt sich mir dann analog die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, alles Negative von den Kindern fernzuhalten.


    Ich finde es absolut nicht schlimm, wenn ein Kind mal weint. Schlimm wir es ernst, wenn es das nicht mehr kann.
    Für mich ist es bedeutend wichtiger, es dann zu trösten, ihm zu helfen, dass es vom Weinen wieder zum Lachen kommt, als alles zu vermeiden, dass es mal zu einem Weinen kommen könnte. Ich halte doch ein Kind nicht aus der Schule daheim, weil eine Klassenarbeit im schwachen Fach ansteht, sondern verarbeite mit ihm
    die schlechte Note.


    gg


    gg

    Einmal editiert, zuletzt von guenter ()

  • guenter


    1. Angst ist auf keinen Fall tolerierbar.
    2. Neben dieser Antenne für "Angst" gilt trotzdem: Machen, Prüfen und hinterfragen, korrigieren.


    "Nicht in Watte packen" heisst ja nicht automatisch: Angst verbreiten und Mobbing zulassen.

  • Zitat

    dass man als Trainer kein Kind zu was zwingen soll, besteht ja wohl Einigkeit


    @ guenter:


    Diese Einigkeit bestand meinem Gefühl nach nicht. Deswegen meine Ausführungen gegenüber Stefan67 .


    Natürlich kann man als Trainer auch mal etwas völlig Sinnfreies machen. Einiges stellt sich überhaupt im Nachhinein als solches dar. Man sollte aber im Zweifelsfall immer bedenken in welchem rechtlichen Rahmen man sich während seiner Tätigkeit bewegt.
    Fehler macht auch jeder. Das geschilderte Verhalten des Trainers ist für mich ein solcher. Würde er mir gegenüber den Fehler einsehen und in Zukunft die Maßnahme unterlassen, wäre der Fall wohl für mich erledigt. Andernfalls nicht und dann kenne ich auch keine Verwandten ... .


    Ein wichtiger Grundsatz für mich als Trainer: Erzieher sind und bleiben die Eltern.

  • banal gefragt: muss man Kinder in Watte packen?


    Nö, aber man sollte darauf achten, sie nicht zu überfordern.


    auf den Fussball bezogen stellt sich mir dann analog die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, alles Negative von den Kindern fernzuhalten.


    Nein, das ist es natürlich nicht. Man kann es ja auch gar nicht. Und man sollte sie natürlich dazu ermutigen, Sachen auszuprobieren, die sie noch nicht gemacht haben, auch wenn es nicht gleich klappt. Und z.B. auch zu vermitteln, dass Schmerzen auch oft schnell vergehen.


    Ich finde es absolut nicht schlimm, wenn ein Kind mal weint.


    Es kommt halt auf den Grund und die Häufigkeit an. Es gibt Kinder, bei denen es mich nicht beunruhigt, wenn die Tränen nach einem unsanften Zusammenprall fließen. Und es gibt welche, da bin ich hingegen beim ersten Schluchzen sofort betroffen, eben weil es so selten ist, dass da schon etwas dazu gehört haben muss..


    Für mich ist es bedeutend wichtiger, es dann zu trösten, ihm zu helfen, dass es vom Weinen wieder zum Lachen kommt, als alles zu vermeiden, dass es mal zu einem Weinen kommen könnte.


    Absolut. Aber ich provoziere nicht gezielt das Weinen, das geht zu weit. Außerdem muss ich schon aufpassen, dass ich im Rahmen meines Auftrages bleibe und nicht in den Hoheitsbereich der Eltern eindringe. Was aber auch nicht so schwer ist.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Kurz meine Erfahrungen zum "Arsch-Schießen": Während unserer Mannschaftsfahrt, haben unsere Spieler (C-Jugend) gerne "Hoch-Hinein" gespielt. Das Ziel dieses Spiel ist, per Kopfball, Volley-Schuss etc. - solange der Ball in der Luft und direkt genommen wird - einen Treffer zu erzielen. Falls jemand trifft, verliert der TW ein Leben (meistens hat man anfangs 9-11 Leben). Falls jemand neben´s Tor schießt oder der TW den Ball in seinem gekennzeichneten Strafraum fängt, (oder auf der gesamten Spielfläche den Ball raus köpft und dann der Ball ungehindert den Boden berührt), muss derjenige ins Tor. Ihm können auch Leben abgezogen werden (i.d.R. hat der erste TW, der am Anfang im Tor ist, 11 Leben; alle anderen: 9 Leben). "Hoch-Hinein" endet, wenn jemand kein Leben mehr hat. Danach darf jeder, der dabei war, dem TW seine Leben wegzunehmen, Elfmeter verwandeln, solange er daneben schießt, oder der TW, der 0 Leben hat, den Ball hält. Wenn jeder seine Elfmeter geschossen hat, darf man aus ca. 2 Metern auf den Arsch vom TW schießen, der beim Elfmeterschießen im Tor war. Wie oft jeder schießen darf, hängt von der Anzahl der Treffer beim Elfmeterschießen ab.


    Wir haben mit unserem jüngeren und älteren Jahrgang dieses Spiel gespielt. Ich war beim älteren Jahrgang dabei, den jüngeren Jahrgang habe ich manchmal beobachtet. Beim älteren Jahrgang kam es vor, dass sogar jemand fast geheult hat, da wir auch mit einem Lederball geschossen haben. Viel schlimmer waren die Folgen des jüngeren Jahrgangs (!). Die haben gezielt eine Person immer die Leben abgezogen und sich beim Elfmeter schießen neue Regeln ausgedacht, z.B. bei Pfosten Wiederholung des Schusses. Daher hatte beispielsweise eine Person 50 "Arsch-Schüsse", der er verteilen durfte, d.h. der TW musste die Summe aller Schützen aushalten, die erschreckend bei 80 lag. Ich habe es insofern geändert, dass die Entfernung zum TW beim "Arsch-Schießen" größer sein musste.


    Nach der Fahrt hatte mich noch ein Vater kontaktiert, dem viele blaue Flecken beim Sohn aufgefallen waren. Der Sohn hatte zu Hause nichts gesagt. Meine Ansicht ist, dass es bei uns kein Zwang war - jeder musste dem "Arsch-Schießen" zu stimmen. Leider wurde nicht ohne "Arsch-Schießen" gespielt, falls jemand nicht wollte, sondern er durfte nicht teilnehmen - hätte ich unterbinden sollen, aber ich wollte den Spaß nicht unterbinden, aber es atmetet insofern aus, dass im Verlauf des Spieles sich neue Erkenntnisse herauskristallisieren, z.B. eine Person wird gezielt abgeschossen. Das grenzt für mich an Mobbing, wobei das eigentliche Ziel des Spiels ist, Spaß zu haben - auch beim darauf folgenden "Arsch-Schießen".


    Nun zu deinem Fall: Wie die anderen gesagt haben, ist es komisch, dass Eltern nicht dabei sein dürfen. Zweitens halte ich "Arsch-Schießen" für die falsche Sanktion für Versäumnisse der Spieler, da man gezielt, nicht wie bei anderen Übungen, die Person körperlich schadet und ein Verletzungsrisiko bewusst eingeht- auch wenn man nur mit einem leichten Ball schießt. Daher meine Frage, wird das "Arsch-Schießen" evtl. mit einem Softball gemacht? Wenn ja, kann ich das noch teilweise nachvollziehen. Ferner darf der Trainer auf keinem Fall mit schießen und des Weiteren werden die Spieler nicht nur körperlich geschadet, sondern gedemütigt. Das ist "alte Schule". Letztlich kann es keinen "Gaudi" darstellen, da die Kinder nicht frei entschieden dürfen und zweitens bestätigt das Kind, welches zum Elternteil kam und vom "Arsch-Schießen" berichtete, meine Vermutung, dass es kein "Gaudi" ist. Sie haben eher Angst, zum Training zu kommen. Auch die Einstellung vom Trainer ist völlig falsch, dass er Gespräche nicht "anständig" führen kann, da er den Eltern rät, den Verein zu wechseln, wenn es ihnen nicht passt.


    Ich würde zuerst in Zusammenarbeit mit den anderen Eltern dafür sorgen, am Training teilzunehmen. Falls der Trainer wieder auffällig wird, unbedingt den Verein kontaktieren. Allerdings sind die Eltern auch verantwortlich, dass ihre Kinder pünktlich erscheinen.

    "Don't forget to love your haters. They keep you motivated."