Praxis von Mental-Training: Fälle, Fragen, Probleme, ditt un datt...

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  • Zunächst denke ich, sollte man in den Altersgruppen differenzieren. Bis einschließlich der D-Jugend geben die Kinder zögerlich eigene Motive preis. Meist ist es Nachgeplapper von Zuhause. Danach fragt man in der Runde und bekommt teils erstaunliche Antworten. Der Leistungsträger outet sich, in ihm einzig der Spaß interessiert. Der Torjäger interessiert sich nicht für das Ergebnis, den Tabellenstand, sondern nur fürs Toreschießen. Der Reservespieler will Fussballprofi werden. Bei einigen kommt gar nichts raus.
    Wie deutet ihr Verhaltensweisen eurer Mannschaft . z:B. ein Großteil der Mannschaft verhält sich nach verlorenen Auswärtsspiel in der Kabine oder auf der Heimfahrt im Bus genauso, als hätte man gewonnen? (Aus Gesprächsfetzen bekommt ihr mit, das man sich nicht mit dem verlorenen Spiel beschäftigt, sondern schon bei der nächsten Fete! Und ihr habt euch gründlich darauf vorbereitet und den A... für einen Sieg aufgerissen und seit total am Boden zerstört!)


    Kommen wir zum Punkt: die Erwartungen der Spieler stimmen häufig nicht mit denen ihrer Trainer überein! Was macht ihr also, wenn eure Erwartungen nicht erfüllt werden?

  • Es ist sogar erwiesen, dass Einzelne, in einen Team plötzlich weniger Einsatz geben können.
    Habe in einen Buch über einen Test im Seilziehen gelesen, wo es messbar belegt werden konnte, dass man im Seilziehen 1:1, andere Kräfte angewendet hat als im 5:5. Die Leistung jedes Einzelnen sank im 5:5 zum Teil erheblich. Dies ist die soziale Faulheit und kommt oft in Kriesen zum vorschein (aber nicht nur dann). Da denken plötzlich sogar begabtere Spieler: "Wieso soll ich immer alles geben? Der andere gibt ja auch nicht mehr Einsatz als ich!"



    Pietro,


    das Gegenteil ist ober auch sehr häufig der Fall.
    wir erleben doch das gerade im Wintersport, da bringen in einer Staffel Menschen Leistungen, die sie im Einzelrennen nicht abrufen können.


    ich kenn das aber auch z.B. aus unserer AH, hatte der Gegener zu wenig Spieler, Kollegen von mir halfen dann dort halt aus,
    Danach gabs immer Diskussionen. die Leistungen und auch Leistungsbereitschaft, die Betreffende dort brachten stand oft in
    keiner Relation, zu dem, wenn er bei uns mitsspielte.


    gg

  • Günter


    Da spricht mal wieder deine Lebenserfahrung aus dir, dass das Leben so einfach sein könnte, wenn es sich immer so verhält, wie man es erwartet! Dennoch kommt man auch mit der Einstellung gut klar, sich unwissend für die jeweilige Situation zu öffnen, statt sie immer mit bereits angeeignetem Wissen abzugleichen.

  • Kommen wir zum Punkt: die Erwartungen der Spieler stimmen häufig nicht mit denen ihrer Trainer überein! Was macht ihr also, wenn eure Erwartungen nicht erfüllt werden?


    Da stellt sich mir jetzt spontan die Frage.


    sehen Kinder das als kindsgemäss, also ihrem ureigenen Interesse entsprechend , was wir uns Erwachsene darunter vorstellen
    und vehemnt als Kindesinteresse vertreten


    Sind Kindesinteressen nicht auch extrem unterschiedlich?


    Ist es da nicht vermessen zu glauben, dass wir ihnen da ein Schema aufpressen, von dem wir Erwachsen ausgehen, dass es kindsgemässe ist.


    wer hat denn schon die Kinder gefragt, ob sie lieber Runden laufen wollen oder mit dem Ball jonglieren.
    ob sie lieber mit oder ohne Schiri spielen wollen.?
    ob es ihnen beim F-Jugendspiel ums gewinnen geht oder das egal ist?
    ob es ihnen um Trainingsinhalte geht oder ob ihnen das egal ist,
    mal gefragt, was ihnen wirklich Spass macht und wichtig ist.


    der eine F-ling geht mit Tränen vom Platz, weil er verloren hat, der ander lacht und meint ist ja nur ein Spiel


    und da geht die Frage an TW zurück, welche Erwartungshaltung, welchem Kind soll ich nun und vor allem wie gerecht werden.


    was ist da kindsgemäss. doch wohl beides. Kinder sind zum Glück mal unterschiedlich.


    Ich hoffe wir liegen mit dem, was wir zur Zeit als kindsgemäss ansehen richtig


    gg

    Einmal editiert, zuletzt von guenter ()

  • Und noch etwas: Vielleicht habt Ihr vergangene Nacht, nach dem Fußballspiel, die Sendung von Anne Will gesehen. Vielleicht könnt Ihr das auch noch in der Mediathek der ARD abrufen. Dabei ging es um die Gefahren, durch Druck und andere Einflüsse ausgelöst, vor Flucht in Spielsucht, Alkoholsucht und ähnliche Dinge bei Sportlern. Konkret hat ein angeklagter Spieler über seine Kontakte zur Wettmafia und seine Gründe sich darauf einzulassen berichtet. Sehr interessant war die gemeinsame Lösung, auf die alle Teilnehmer der Gesprächsrunde geeinigt haben: Höhere finanzielle Investitionen in die Persönlichkeitsentwicklung der Sportler zu stecken. Damit eben genau das, was jetzt über allen, die sich vielleicht etwas vorzuwerfen haben, momentan schwebt, verhindert wird. Ihr seht, dass wir uns hier Gedanken machen ist nicht auf unserem Mist gewachsen, sondern ist ein allgemeines Problem, das dringend gelöst werden muss!

  • das Gegenteil ist ober auch sehr häufig der Fall.


    Damit sind wir an dem Punkt, wo man darauf kommt, dass Theorie not-wendig ist: wenn rationale Leute Gegenteiliges vertreten ;)


    Was wäre wenn ist eine Frage, die ich stelle, wenn die Ziele deutlich herausgearbeitet worden sind. Was will jeder für sich erreichen, wie sieht das Ziel aus, wie fühlt es sich an? Ich habe das schon mal im anderen Chat ausführlicher formuliert. Wichtig ist, dass jeder einzelne nach seinem persönlichen Ziel befragt wird und das vor seinem inneren Auge visualisiert.


    Wir fragen unsere Jungs schon ab u. an, was sie erreichen, später werden, wo sie spielen etc. wollen, aber da kommt eigentlich immer ein "Ich weiß nicht" o. "würd gern mal bei Werder spielen". Funktioniert das Fragen nicht, da es noch Kinder sind, wir die Eltern sind, verhakt so Empathie? Zeig ich auf, dass sie "zweckrational" dies u. das tun, trainieren müssten, um ihr Ziel "Werder" vielleicht mal erreichen zu können: nur staunende Augen, Unwille, Verweigerung. Da deckt sich meine Wahrnehmung mit der vom TW-Trainer. Manch Eltern schließen "Verträge mit ihren Kids, gibt aber auch nur Ärger. An Mündliches jedoch erinnern sich sogar Bundeskanzler nicht ;)


    PS: Fokussierung hat auch viele Nachteile, da sie eben (selbst-/ziel-/lust-/erfolgs-)fixierend wirkt.

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • TW-Trainer, dann sollten vielleicht die eigenen Ansprüche überprüft werden. Es wäre dann sinnvoll, sich mental neu zu orientieren. Jeder, der mit anderen Menschen zu tun hat, sollte sich unentwegt fragen, ob sein zielgerichtetes Handeln auch so ankommt, ob seine Vorstellungen sich anpassen müssen oder ob sie durchsetzbar sind. Vor allem sei dies denjenigen angeraten, die eine gewisse Macht ausüben.

  • Gerade bei Kindern geht es um zeitnahe Zielfindung. Die von kicker angesprochenen Ziele haben leider viel mit einer Zukunft zu tun, die von den Betroffenen überhaupt nicht überblickt werden können. Kennt Ihr S.M.A.R.T.? Nach diesem Prinzip sind Ziele genau herauszuarbeiten und zu verinnerlichen. Wer als Ziel für sich erkennt, die Welt zu verändern, zu retten o.ä. kann dies alleine nicht tun. Er ist dabei auf alle anderen Menschen angewiesen. Bei den Zielen von Jugendlichen und Kindern geht es hauptsächlich um naheliegendes, was morgen ist, was sie bewegt.
    Brauchen wir nicht alle eine gewisse Fokussierung auf uns selbst oder auf unsere unmittelbare Umwelt?
    Im Sportmentaltraining ist die Fokussierung auf das nächstgelegene Ziel unabdingbar. Das Biathlon ist ein gutes Beispiel dafür, wie und vor allem dass mentales Training wirkt. Die erfolgreiche Magdalena Neuner hat zwei Jahre lang mit einem Mentaltrainer gearbeitet, nachdem sie gemerkt hat, dass sie mit ihrer körperlichen Leistung noch nicht an ihrem persönlichen Ziel angelangt ist. Miriam Görner (?) hat diesen Mentaltrainer übernommen und ist jetzt selbst an der Spitze. Auch sie war anfangs sehr skeptisch, was sie in verschiedenen Interviews zum Ausdruck gebracht hat. Jetzt denkt sie anders darüber.

  • Bei den Zielen von Jugendlichen und Kindern geht es hauptsächlich um naheliegendes, was morgen ist, was sie bewegt.


    Das leuchtet schon ein... Also bleibt doch nur das geforderte Trikot als materielles Nahziel zu versprechen? Ich hatte mir vom Mentalen grad versprochen, auch bei Kids Fernziele, Immaterielles zu vermitteln, in den Kopf zu bekommen, eben zu "begeistern". Bei fremden Kindern in besagten VHS-Kurs "Dein Spiel gewinnst du im Kopf" hat das auch zT gut geklappt trotz großer Gruppe, indem einige Kinder nun die begehrten Stammplätze erreicht haben, zwei andere wohl im LZ sind gemäß dem zs. erstellten Plan. Liegt's nicht doch vllt daran, dass die eigenen Kinder zuerst Papa, dann den (gar "Mental"-)Trainer wahrnehmen? Nun denn, vllt bin ich da halstarrig, irgendwie will mir dieser Glaube nicht aus dem Kopf ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Mentala


    Beide hatten ein klares Ziel vor Augen, entsprechende Vorraussetzungen und einen unbedingten Willen.


    Und hier , und davon war ich immer schon überzeugt, ist Mentales Coaching eine absolute Unterstützung.


    Geht es eigendlich auf diesem Niveau noch ohne?


    Und hier unterscheide ich mich von Kicker (falls ich ihn richtig interpretiere) da ich glaube, dass die Voraussetzungen duch Mentales Coaching nicht zu erreichen sind, andererseits ohne diese Vorraussetzungen auch wenig bringen.


    Ob das stimmt weiss ich nicht, lediglich meine Auffassung.


    gg

  • Ich könnte mich ein bisschen amüsieren über Deinen VHS-Kurs. Wem sollte denn hier etwas nahe gebracht werden? Einem Möchtegern-Mental-Trainer oder einem Sportler? Sorry...
    Die Sache mit den übergeordneten Zielen sieht folgendermaßen aus: Ein für Dich ausgemachtes Ziel, kannst nur DU alleine erreichen. In dem Moment, in dem auch andere daran beteiligt sind, wird es verwässert. Jeder beschreibt für sich einen eigenen Weg, der unter Umständen nicht zu Deinem Ziel führt. Deswegen kann es keine gemeinsamen Ziele geben! Wenn Du mit Deiner Frau beschließt, ein Haus zu kaufen. Dann könnte das ein Ziel sein. Wenn Du für Dich festlegst, am 1. Januar 2014 ziehen wir in das Haus ein, dann ist das eine Präzisierung, die unbedingt zur Zielformulierung dazu gehört. Deine Frau ist aber der Meinung, es reiche auch, wenn man im Laufe des Jahres 2016 einzieht, haben beide ein Problem... Dein Ziel ist nicht ihr Ziel.
    Günter, Miriam Gössner wollte es ohne schaffen, auch heute. Wie man sah, wird sie ihren Mentaltrainer anrufen müssen und übermorgen ist alles wieder gut.
    Ich bin davon überzeugt, dass, je früher man mit dem mentalen Training beginnt, desto effizienter ist es. Egal in welchem Bereich, ob Sport, Freizeit oder Beruf/Schule. Dinge wie Einstellungen, Wahrnehmungen von sich selbst oder dem Umfeld, ändern sich nicht von heute auf morgen. Wenn man sich täglich fünf Minuten Zeit nimmt und den beim Mentaltrainer erlernten und schriftlich fixierten Vorgehensweisen folgt, ist es nach etwa sechs Monaten soweit, dass man keine täglichen Übungen mehr benötigt. Dann ist alles in "Fleisch und Blut übergegangen", wie etwa Fahrrad fahren. Auf diese Weise ist es sogar möglich, nach Verletzungen schneller zu regenerieren und eine ganze Menge anderer Dinge wie Stress zu verhindern und Burn-out vorzubeugen.
    Also: Je früher desto besser!

  • Ganz so einfach ist das mit dem mentalen Training nicht. Gestalttherapie, Systemtherapie und Hypnotherapie oder gar Neurolinguistische Programmierung würde ansonsten zu viel schnelleren und besseren Ergebnissen führen als bisher bekannt.


    Vielen Trainern, aber vor allem auch Kindern- und Jugendlichen sind ihre eigenen Ziele gar nicht bewusst bzw. noch nicht einmal bekannt bzw. diese wechseln noch zu häufig. Fragt man beispielsweise nach dem Berufswunsch in einer neunten Klasse 30 Schülerinnen und Schüler, so bekommt man 2-3 konkrete Antworten. Liegt Bayern in der Tabelle vorne, wollen die Spieler wie Schweinsteiger sein, liegt Dortmund vorne, dann wie Götze usw.


    Wenn man versucht, die von Maslow http://de.wikipedia.org/wiki/M…_Bed%C3%BCrfnishierarchie grob umrissenen Bedürfnisse eines Menschen erst einmal zu erfüllen, dann erhält diese Person neben der Sicherheit auch einen Freundeskreis samt Anerkennung. Hier muss der Amazon-Normal-Verbraucher (=Trainer) ansetzen, um seine Spieler zu erreichen und zu einer positive Grundeinstellung alle am Team beteiligten zu gelangen.


    Die Einstimmung auf das Training und das Spiel kann dann situationsabhängig gestaltet werden.

    [b][color=#990000]"Absolvent der SOCCERDRILLS-ONLINE Kurse BASIS, Ki-Fu und JUGEND-FU."

  • Ein Ziel zu haben ist ja nur ein Teil des Mentaltrainings, aber ein entscheidender. Und ich denke, jeder Sportler hatte und hat Idole. Auch dieses wird im mentalen Training gefördert.
    NLP ist ja keine Wissenschaft sondern ein Sammelsurium von Erkenntnissen. Und je nachdem, was gerade gebraucht wird, wird es aus dem Coachingkoffer herausgeholt. Das geben auch gestandene NLP-ler zu und deswegen ist es ja auch keine Therapie.
    Die anderen Formen einer Therapie haben sicherich ihre Existenzberechtigung, sind jedoch nicht auf alle Menschen gleich anwendbar und vor allem nicht gleich erfolgreich. Aber wir bewegen uns hier nicht auf einer theoretischen Ebene sondern auf einer praxisbezogenen.
    Und wenn man sich den Wikipedia-Artikel genau durchliest, kommt man genau auf das, was ich gesagt habe: Die individuellen Ziele herausarbeiten und mit den Motiven zusammenbringen.

  • Schriftlich fixierte Ziele hatten vor ca. 20 Jahren Hochkonjunktur in seinerzeit modernen Unternehmen zwischen Vorgesetzten und ihren Mitarbeitern. Hatte man zuvor noch Mitarbeiter, die gerne zur Arbeit kamen, stieg anschließend die Krankenrate rapide! Was war geschehen? Weil einfach alle Charaktere gleich behandelt wurden, hatte der eine Angst die für ihn als hoch wahrgenommenen Ziele zu erfüllen. Der Andere hatte günstigere Ziele ausgehandelt und der Dritte erkannte daran, das sich sein Vorgesetzter durch sein Verhalten nicht daran hielt, das der Spruch mit dem Team bedeuten soll T oll e in A nderer m achts. Dies wurde ja bereits unter fussballerischen Bedingungen so beschrieben, das ein Großteil des Teams zum Schluß die Flügel hängen läßt, wenn man in Rückstand geraten ist!


    Problem war, dass man nicht erkannte, dass es besser ist die Stärken zu belohnen, als die Schwächen zu bestrafen. Gab es vorher das Gefühl, ein Unternehmen zu sein, so zersplitterte das Konstrukt in diverse Profitcenter, die unterschiedliche und teilweise sich insgesamt wiedersprechende Ziele hatten. Es wäre allerdings übereilt, es allein an den Zielen festzumachen. Es waren die Anfänge der Personaltrainer mit psychologischem Background, die noch nicht erkannten, das ihre Modelle nicht 1 : 1 auf Unternehmen zu übertragen sind, weil hier marktwirtschaftliche Ziele, von denen sie zu wenig wußten, hinzukamem. Man würde ihnen aber unrecht antun, das Versagen der "Nieten in Nadelstreifen" auch noch anzuhängen.


    Fussball hat ebenfalls interdisziplinierte Aufgaben, weshalb man sich die Aufgaben im Trainerstab teilt. Ein gutes Team setzt voraus, das man sich gegenseitig schätzt. Diese Wertschätzung braucht keine schriftliche Fixierung. Fast alle besonders wichtigen Dinge des Lebens bedürften keiner schriftlichen Fixierung. Sie halten auch nicht besser, wenn man die Inhalte schriftlich fixiert. Denn, wenn ich mich nicht auf ein Wort verlassen kann, kann ich es auch nicht auf ein Stück Papier!

  • Schriftliche Zielvereinbarungen können hilfreich sein.
    Sie können aber auch das Papier nicht wert sein.


    Musste sowas in meinem Job auch immer abgeben, definiert als persönliche Jahresziele.
    Musste sie aber so gestalten, dass gewisse vorgegebene Zahlen dazu passten.


    bei Zielvereinbarungen unter Personen, z.B, im Fussball, werden diese doch von den stärksten Personen stark beeinflusst.


    persönliche, mit sich selbst vereinbarte Ziele können Sinn machen. Bedarf aber zur Durchführung und der persönlichen Kontrollfunktion
    eine starke Persönlichkeit.


    Im Trainerstab, und da bin ich voll bei TW bedarf es keiner schriftlichen Fixierung. Kann man Miteinander, hat gleiche Vorstellungen
    brauch ich das nicht. Kann man nicht Miteinander und hat ungleiche Vorstellungen helfen auch keine schriftliche Fixierungen.


    gg

  • Sehr disziplinierte Leute müssen vielleicht nichts aufschreibe, aber mir hilft das:


    Meine Erfahrung ist, dass man durch die Schriftform gezwungen ist, sauber zu formulieren. D.h. man muss sich die Frage nach dem Ziel wirklich so klar beantworten, dass man die Antwort auch aufschreiben kann. Macht man das "nur" im Kopf, besteht (zumindest bei mir) die Tendenz, etwas schludriger zu Werke zu gehen, d.h. kritische/schwierige Punkte werden evtl. nicht ausreichend beleuchtet.


    Zweiter Vorteil der Schriftform ist die Archivierbarkeit. D.h. man kann ein halbes Jahr später mal auf die damals formulierten Ziele schauen, um zu bewerten, was geklappt hat und was nicht. Bei nur gedanklicher Formulierung spielt einem die Erinnerung da gerne mal einen Streich. D.h. die Ziele werden im Laufe der Zeit dynamisch an die Situation angepasst, so dass Zielverfehlungen nicht klar genug erkannt werden.


    Grüße
    Oliver

  • Eine Frage an unsere Psychologen:


    Guenter meint in einem anderen Thread, dass man an einem Sachverhalt, wo ein Einzelfall; ein Negativbeispiel einer Reaktion eines Menschen (einem Trainer) nicht auf seine Person schließen kann....so habe ich es verstanden.


    Ich meine, dass man auf Grund der gezeigten einzelnen Reaktion einer Person Rückschlüsse auf das übrige Ich einer Person ziehen kann. Diese Rückschlüsse sind dann -für mich als Laien- Vermutungen...dies sich mit höherer Wahrscheinlichkeit meist so mindestens ansatzweise bestätigen.


    Was meint Ihr...

  • Guenter meint in einem anderen Thread, dass man an einem Sachverhalt, wo ein Einzelfall; ein Negativbeispiel einer Reaktion eines Menschen (einem Trainer) nicht auf seine Person schließen kann....so habe ich es verstanden.



    Sehr interessante Frage jetzt.


    möchte sie aber der Korrektheit wegen noch ergänzen.


    ich meinte, dass man aus einem Einzelfall nicht auf seine sonstige Vorgehensweise schliessen kann.


    gg

  • Es geht nicht um den Nutzen von Notizen, sondern darum, das ein mit mehr "Macht" ausgestatteter Vorgesetzter einen Mitarbeiter zwingt, mit ihm einen schriftlichen Vertrag abzuschließen, der andere Inhalte als der Arbeitsvertrag hat. Es geht hier um die zusätzliche Ausbeutung menschlicher Arbeit nach dem Motto Vertrauen ist gut: Kontrolle ist besser! Wohin das Ganze führen kann, haben ja auch die Mitarbeiter-Bespitzelungen bei Lidl und anderen gezeigt. Georg Orwell formulierte 1949 in seinem Buch "1984", was uns Jahrzehnte später mit unserem Zuwachs an Wissen blühen wird. Vieles, aber zum Glück nicht alles ist eingetroffen. Leider muß aufgrund der egoistischen Interessen aus vielen Erkenntnissen erst einmal ein "Prügel" werden und das "Nützliche" ein günstiger Nebeneffekt.


    So ist es möglich mit dem Wissen des Mentaltrainers Formen der Übermotivation bei den sich öffnenen Probanten zu erzeugen. Trainingsseminare für Führerungskräfte orientieren gern an Themen wie Konfliktsteuerung. Macht lernt darin, Mitarbeiter in dressierte "Affen" zu verwandeln. Und obwohl man ihnen ihr Ego raubt, weil es für die Arbeit hinderlich sein kann, kommen sie sich selbst wie glänzende Halbgötter vor. Irgendwann erwachen sie aus ihrem Traum und erkennen die Fremdsteuerung. Aber bis dahin hat man sich wieder etwas Neueres und noch viel Schöneres ausgedacht. Genau, wie die Religion Opium fürs Volk ist, kann es auch der "Beichtstuhl" beim Seelenklempner sein.

  • TW-Trainer, ich bin ja vollkommen bei Dir, aber das ist nicht das Thema dieses Threads, oder? Es geht hier NICHT um Zielvereinbarungen mit einem Chef, sondern um Zielvereinbarungen mit sich selbst. Aus meiner Sicht ein himmelweiter Unterschied.


    Andre
    Ích hätte es glücklicher gefunden, wenn Du Deine Frage in einem separaten Thread formuliert hättest. So wird das doch alles sehr unübersichtlich, weil mehrere Themen parallel diskutiert werden. Inhaltlich: Natürlich gibt es Verhaltensweisen, die man (nachdem man einen Menschen besser kennt) für "typisch" hält. Aber wie Günther halte ich es für unhaltbar, aus der Schilderung eines isolierten Vorfalls auf den Charakter eines Menschen zu schließen. Das sage ich nicht, um etwaiges Fehlverhalten zu entschuldigen. Aber frage Dich doch einfach mal, wie oft Du Dich schon in Deinen Einschätzungen in andere Personen getäuscht hast, im Schlechten wie im Guten. Oder hat sich bei Dir noch nie ein spontan unsympathischer Mensch als eigentlich ganz netter Kerl heraus gestellt? Oder umgekehrt ein sehr freundlicher Mann als hinterhältig und falsch? Wenn nein, dann Respekt für Deine Menschenkenntnis...


    Grüße
    Oliver