Nachwuchsfussball in den USA

  • TomTom


    Besonders positiv finde ich dann auch, das der Erfolgsdruck ganz offensichtlich im Jugendbereich von oberster Stelle nicht vorgenommen wird. Hier in Deutschland werden Zielvorgaben aus dem Beruf in den Sport, sogar in den Freizeitsport übertragen. Gerade erst läuft die Diskussion darüber, das "Burn out" im Beruf bereits der zweithäufigste Krankheitsgrund ist. Auch im Sport gibt es ihn leider, den Burn out bei Trainern wie bei den Spielern. Soetwas muß von oben nach unten organisiert sein. D.h. der oberste Boss muß sich als Dienstleister und nicht als Befehlsgeber für seine Mitarbeiter empfinden.


    Ich kann da auch immer wieder nur meine Erfahrungen anführen, in der ich ohne Leistungsdruck, aber mit umfassender Hilfestellung durch die Jugendzeit geführt habe. Deshalb lautet mein Motto: Spaß am Fussball zeigen heißt auch Spaß an der eigenen Leistung vermitteln. Denn nur in einer entspannten Athmosphäre können sich Kreativität und Risikobereitschaft entwickeln.


    Natürlich gehören Selektionsmaßnahmen, die aufgrund beschränkter Kapazitäten notwendig sind, auf den Prüfstand. Hier würde ich aus eigenen Erfahrungen die jahrgangsabhängige Einstufung nennen. Denn Kinder, die in ihrer Entwicklung bereits weiter sind, sollten auch die Möglichkeit bekommen, mit Kindern auf ihrer Entwicklungsstufe spielen zu können. Andererseits sollten Kinder, deren Fähigkeiten sich zum Messzeitpunkt noch nicht angemessen entwickelt haben, auch bei den ihren Neigungen und interessensgleichen Teams mitspielen können. Soetwas muß ohne große Formalitäten möglich sein.


    Leider scheitern viele gute Ideen immer wieder auch am Geld. So wird zurecht bemängelt, das die zentrale über die Verbände oder den DFB gesteuerten Fortbildungsmaßnahmen nicht ausreichend sind, um den jährlichen Trainerfortbildungsbedarf abzudecken. Fehlendes Wissen ist aber der Hauptgrund, warum die meisten Trainer schon nach dem ersten Jahr ihrer Tätigkeit frustriert aufgeben. Schon vor Jahren wurde vom NFV der Vorschlag an den DFB herangetragen, die theoretische Trainerausbildung auch "ONLINE" anzubieten. Bis heute ist daraus nichts geworden! Stattdessen gibt es ein paar mehr Kurzschulungen. Der Vorschlag: in den Vereinen regelmäßig Trainerschulungen anzubieten, scheitert in den meisten Gebieten am fehlenden Personal. Den ein Gutteil dieser Trainerausbilder hat bereits Mehrfachaufgaben (DFB, Verband, Verein), sodass kaum Kapazitäten zur Verfügung stehen. Desweiteren kann diese Ausbildung nur dann angeboten werden, wenn der Verein die Kosten (Fahrtkosten, Lehrkosten) dafür übernimmt. Aufgrund klammer Vereinskassen wird aber besonders im Jugendbereich gespart!


    Schwierig ist es auch, die gesamte Klientel mit modernen Fortbildungsmaßnahmen zu erreichen. Denn das Trainer, was vor 20 oder 30 Jahren vermittelt wurde, bedarf einer Aktualisierung. Gerade jetzt sieht man viele Jugendliche und Erwachsene zwecks Konditionsbildung durch die Straßen joggen. Kondition fördert es, aber Joggen macht langsam, weil es hier lediglich reduzierte Bewegungsabläufe gibt. Besser ist es Konditionstraining mit Tempowechsel zu trainieren; noch besser mit dem Ball am Fuss! Auf Techniken, bei denen die Knie oder der Rücken überproportional belastet werden, wurde früher keine Rücksicht genommen, weil man deren nachträgliche Auswirkungen noch nicht kannte. Der Fussball hat sich technisch, wie taktisch verändert. Nicht alles gehört in den Breitensportbereich, aber das grundsätzliche Verständnis und der Erwerb grundlegender Fähigkeiten des modernen Fussballspiels sollten hier fest verankert werden. Trainer, die sich selbst nur am Saisonerfolg messen, weil sich glauben, nur das ergebnisorientierte Spiel sei förderlich, sollten die Gelegenheit bekommen, ihr Wissen zu aktualisieren. Daran sollten alle Verantwortlichen im Fussball ein größeres Interesse entwickeln!

  • Da passt was nicht!


    Ja: mein Thema hier seit je. ZB: war zuletzt - angeblich gemeinsam im Trainerteam - mit nem Nichtfußballer als Trainer der D-2001er! tätig: Ich zuständig für die Zweite, er für die Erste (was schon für sich spricht: die Siegen für mich als Motto, egal, von wem per praktischem Vorführen sie adäquat mehr lernen könnten). Gut, ich wechselte trotzdem mit unserem Sohn nach übler Teamauflösung im Verein vor Ort. Doch als ich dann echt diplomatisch das ein wenig korrigieren wollte, was er den Jungs falsch beibrachte (zB, als dies dann nach Ballverlust zum Gegentor führte u. ich spontan intervenierte: immer mutig dribbeln, auch gegen zwei 2000er vorm eigenen Tor, hab ICH gesagt u. dabei bleibt es!), beim Jugendleiter Vermittlung (in der Sache, da ich die Fehler nicht länger nur mitansehen konnte) erbat, flog ich sofort raus: jener "Kollege" hatte schon nen Ersatz in der Hinterhand (Vorbereitung ist alles, Teamgeist nichts?): auch ein Nichtfußballer! Ergebnis: beide Teams wurden in ihren Kreisklassen Staffeln 3 und 4 Vorletzte, obwohl in der Ersten etliche Talente sind mit Kreisligapotential u. die noch trotz Festgespieltsein illegal (auch schön, wenn Kids dies vom Vorbild abgucken) in der Zweiten "aushalfen". Dies scheint in Deutschland normal zu sein, verwunderte jedenfalls keinem, dem ich es erzählte: so ist das eben! Ich denke, in den USA wär's komplett unmöglich, die viel bezahlenden Eltern würden nicht nur wegschauen, auf Qualität u. Lernerfolg mehr drängen u. dies dürfen. So meine Sehnsucht nach professionellen Verhältnissen wie dort, sei es um den "Preis", dass es uns Eltern mehr kostete. Zumindest mir wären Kids es wert: Trainer, bei denen sie viel Lernen und topmotiviert würden, die es ohne faire Bezahlung nur vereinzelt o. zufällig gibt: besonderer Respekt vor denen, aber leider sind sie eben selten! Ich behaupte: sie können auch viel Motivation für die Schule generieren, indem sie Kids praktisch aufzeigen, wie Lernen u. Leisten Spaß machen kann, man sich per Erfolgserleben gut dabei fühlt (Ich trainiere gut = Ich spiele besser = Ich gewinne u. kann im Team jubelnd über den Platz rasen: was Kids den größten Spaß bereitet u. sie dann top motiviert, jedenfalls war's bei mir immer so). Statt dass was erzwungen wird (wie Pauken zuhause bei ehrgeizigen o. reichen Ein-Kind-Eltern, die in Schulen die Schlagzahl dann auf 2 Stunden täglich erhöhen u. allen aufdiktieren)!


    Oder ist dies eine Illusion u. im Prinzip läuft es in den USA ähnlich o. auch "suboptimal"? Würde mich interessieren, da ich gern das kunden-/kinderorientierteren USA als positive Alternative anführe, aber ehrlich gesagt gar nicht aus eigener Anschauung weiß, ob es dort wirklich soviel besser läuft.... Fairplay für Kids bedeutet für mich zuerst: sie das Lernen als Spaß lehren, dann erst alles weitere. Erfolg als Chance "visionieren", kein Ergebnisdruck also. Kindern Ziele vermitteln bedeutet nicht schon sie ihnen per Erfolgsdruck aufzwingen. Doch Lernen ist für sie der Schlüssel, stark, mutig, selbstbewusst, verantwortlich zu werden. So auch beim Sichten: zuerst Kinder "interviewen: was möchtest du erreichen, was erwartest du? Dann übers Gesagtes nachdenken: zeigen sich Hemmungen, Zwänge (also zB Elterndiktate im Kopf statt ein freies Herz für den Fußball) und vieles, vieles mehr. Wer echt (was eben auch "verschüttet sein kann, daher bin ich gegen äußerliches Sichten) will, wird auch in 5 Jahren noch motiviert trainieren u. dann definitiv besser spielen als die, die man bei der Hier-Jetzt-Leistungsschau als Beste erwählt, wo aber oft nur Eltern hinterstehen, pushen u. so Motivation nicht "echt" ist. Wenn jeder jedes Jahr erneut die Chance hat bei Tryouts, ist das aber schon nen Fortschritt contra Fremdselektion. Weißt du, was ich meine? Ich plane für Ostern grad ein Fußball-Förder-Camp mit Mentalcoaching dieser Art (Du bist dein Star, egal, was andere dir einreden wollen: erwähle dich selbst!), wobei wir nur ne Schutzgebüher von 25 Euro für 5 Tage Training inkl. Verpflegung nehmen werden, da die Eltern den Wert des Ganzen eben nicht erkennen, es in Deutschland (ohne Stars oä) sich nicht "preis-werter" verkaufen lässt (wir haben ja als Kunden gelernt, das Werte von Preisen nur selbstbezogen zu sehen, daher will man dann eben alles kostenlos haben u. sieht wahre Werte von Angeboten kaum mehr: kauft seinem Jungen für 70 Euro die schicken Fußballschuhe, aber Trainer sollen umsonst arbeiten...)Thanks!


    Nachtrag: das besonders Tragische für die Jugend, das ich die letzten Jahre beobachtete, ist, dass viele der wenigen topmotivierten guten Jugendtrainer zu den Herren o. NLZ/LZ abwandern: da sie dort von der Führung 400 Euro o. mehr, viel mehr "Schulterklopfen bzw. auch mediale Aufmerksamkeit für sich bekommen, zB obwohl diese 1.Herren nur 1 KKS, das Jugendteam aber KL o. BL, also höher spielt...

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Kicker ()

  • Ich möchte nochmals darauf hinweisen, das mein Bericht nur eine äußerst eingeschränkte Beobachtung wiedergibt. Vielleicht hatte ich nur Glück in der Vereinswahl, es gibt auch andere, davon bin ich überzeugt.
    Kicker, du fragt ob es hier Suboptimal ist - natürlich. Ist es das!!!!!!! Das ist nämlich normal, die optimale Lösung gibt's nicht, maximal für Einzelne, es gibt immer 2 Seiten der Medaille! - und natürlich gibt es auch negatives...oder, besser, Dinge, die ich als solche beurteile, wie zB die finanzielle Seite.
    Zur eingeschränkten Sichtweise es kann in einem anderen Teil des Landes schon ganz anders sein, es ist ja auch in Helsinki anders als in Athen.;)


    Noch etwas zum Begriff "amerikanisch", kam in einem anderen Thread vor, in Verbindung mit dem Schulsport. Im Schulsport ist es zu dass dieser sehr Saisonabhängig ist. Fußball wird im Herbst gespielt dann sind andere Sportarten am Zug, wie Basketball im Winter Baseball im Frühling. Bei den Mädchen sieht es etwas anders aus, aber auch hier wird nicht übers ganze Jahr gespielt. Dies betrifft die Middle und Highschools, bei den Colleges bin ich mir nicht sicher, glaube aber auch.Zumindest haben sie 3 Monate Sommerpause...
    Ist für mich schwer vorstellbar, nur im Herbst zu spielen, und dann auf nächstes Jahr zu warten.

  • tom Tom


    Sport in den USA kenn ich ja nur vom Fernsehen, Filme oder Zeitungsberichten.


    mein daraus entstandener Eindruck ist, dass es letzendlich nur um Leistung geht.


    wer im Sport besondere Leistung bringt, bekommt den entsprechenden Collegeplatz.


    Leistungen im Sport ist eine der Möglichkeiten um aus einer bestimmten sozialen Schicht herauszukommen.


    ich vermute, das ist auch im Fussball so.


    Eltern sind bereit, da finanziell zu investieren. In den USA läuft ja eh fast alles über Geld, siehe da z.B. das nicht vorhandene Sozialsystem.


    Inwiefern, werden nun im Fussball die Randgruppen erfasst, die, die es sich finanziell nicht leisten können, mangels Leistung nicht gefördert werden,
    oder einfach zu den untalentierten, also schwachen (Dicke Paules) gehören.
    was geschieht mit denen, die durch das Leistungssieb fallen, wird denen auch ein organisierter Fussball angeboten? und wie sieht das dann aus?



    gg

  • @ guenther


    Das hat TomTom doch schon erklärt. Die Eltern kaufen eine Halbjahreskarte und die Dicken Paules haben das Recht zu trainieren und in jedem Spiel die gleichen Einsatzzeiten zu bekommen.


    Im Grundegenommen hast du es ja auch schon gesagt: Der Sport ist in den USA das Spiegelbild der Gesellschaft. Hast du Geld darfst du spielen, hast du Talent dann findest du einen "Sponsor" und hast du nichts von beiden bekommst du auch nichts. Das ist die USA "The Land of the free"

  • Stefan


    ich wollte es von TomTom schon etwas genauer beschrieben haben.


    mich interssieren vor allem auch die Randgruppen.


    Lt. deiner Aussage und auch meiner Vermutung (jedoch nur Vermutung) wäre es doch grass ausgedrückt so, dass nur der organisiert
    Fussball spielen kann, der das Geld dazu hat, die anderen stehen aussen vor.


    bin auf TomTom Aussage dazu gespannt.


    gg

  • 1) vereinfacht hat Stefan recht, natürlich kann man Talente auch, hier bietet man teilweise Möglichkeiten bei dem Vereinen an. Gratis ist dafür der Schulsport!!!! Und das in allen Sportarten!
    2) welche Randgruppen meinst du? Die weniger Talentierten spielen in Rec Teams, meine Erfahrungen (mein 2. Junge spielt da) die (Vater) Trainer sind zwar technisch nicht besonders, habe allerdings ein echt großes Herz und jede Menge Geduld. Einfach zum Spass zu spielen, alle werden gelobt, Ergebnisse egal und am Saisonende gibt's ne kleine Party mit Urkunde - dies erfasst Kinder, die man bei uns nach Hause schicken würde, oder die nie auf die Idee kommen würden zum Verein zu gehen.
    Soziale Randgruppen? Ob die zum Fussball wollen, darf bezweifelt werden, hier sind immer noch ander Sportarten im Vordergrund. Habe aber in Florida gesehen, das in jedem Park Fußball gespielt wird. Bringt mich zu
    3) Bolzplätze: ja, freie Flächen in Parks, meist aber Basketballcourts in der Gegend;) , siehe 2)


    Unsere Stadt bietet zB sogenannte Recreation Centers an, wo man für wenig Geld Sportmöglichkeiten, vom Hallenbad bis Fußballplatz nutzen kann. War mal dort zum Pick-up Soccer, also um 1900 kann kommen wer will, dann werden Teams eingeteilt, die spielen jeder gegen jeden, nach 2Std ist wieder vorbei- war der einzige nicht Spanisch sprechende, aber nach 20 Minuten Spiel integriert- ja Das Spiel verbindet, war einer meiner schönsten Momente hier.

  • So, quasi als “Fortsetzung” meiner Berichte aus den USA moechte ich meine Eindruecke vom E-Licence course schildern, den ich letztes Wochenende besuchen konnte. Vorausschicken moechte ich, das ich eine “Lizenz” in AUT besitze und daher mit dieses Erfahrungen vergleiche.
    Der Aufbau der Trainerausbildung findet sich hier: http://www.ussoccer.com/Coaches/Licenses.aspx
    Zusaetzlich werden noch “F-Licence” Kurse von den Landesverbaenden (Bundesstaaten) angeboten (1Tag, absolviert 2011; der positive Eindruck von damals wurde auch hier wieder bestaetigt).


    Auffaellig war erstmals die “pre-course assignments” (siehe o.a.link, unter E). Was vorerst einfach aussieht, nimmt ganz schoen viel Zeit in Anspruch. Interressant auch die Gewichtung auf die Regeln (Onlinekurs, in dem man alle Videos ansehen muss um am Schluss die Bestaetigung drucken zu koennen) – man geht halt davon aus, das viele nicht so fit sind, of eben nicht selbst gespielt haben – bei uns zu Hause haben ja alle die TV-Bundesligalizenz da brauchen wir doch nicht ueber Regeln zu sprechenïŠ - das setzt sich fort, indem man als Erstes beim Kurs eine Regelfiebel in die Hand gedrueckt bekommt – das ist meiner Meinung nach ein wesentlicher Ansatz im Verstaendnis/Verhaeltnis zu den Schiedsrichtern, die Thematik wird auch waerend des LG bearbeitet. Weiters ist eine Aufgabe schriftlich zu bearbeiten (wie z.Bsp, Beschreiben sie ihre Coaching Philosophy im Rahmen ihrer Eltern-Spieler Versammlung) – dies bewirkt das die Kandidaten sich bereits vor dem LG mit den Thematiken auseinandersetzten muessen – Abgabe aller Unterlagen am ersten Kurstag, teilweise Vortrag der Ausarbeiteungen und Besprechung – wer`s nicht hat, Geld zurueck, ab nach Hause!! (der Kurs kostet zwischen $65 und $95)


    Fazit: Gesamter Zeitbedarf fuer die Vorbereitung ca. 4-5 Std, damit Themen bereits gut ruebergebracht, dank guter Online-Kurse fuer Regeln. System waere als Anregung zu uebernehmen!


    Der Kurs selbst bestand aus 3 Std Theorie am Fr.Abend, Sa und So jeweils 8 Std Praxis (ja, auch Theorie, aber eher kurz und am Platz). Zusaetzlich “Hausaufgabe” Ausarbeitung einer Trainigsession zu einem vorgegebenen Thema, “Lehrauftritt (=Pruefung)” am letzten Tag.
    Auffaellig die hohe Qualitaet der Ausbilder (beide ehemalige Profis, alle Lizenzen, 15+Jahre im Geschaeft) und das Bemuehen den Kurs auch als Werbung fuer den Sport zu sehen. Die Philosophie, und das soll (angeblich) auc hfuer die weiterfuehrenden Kurse sein, das man die Kandidaten weiterentwickeln, und nicht “pruefen” will, das Thema Eigenkoennen einen sehr geringen Stellenwert hat und das Ganze einen sehr familiaeren Charakter besitzt, ist besonders zu erwaehnen.


    @GC nannte das ja das “Vater-der-nicht-schnell-genug-nein-gesagt-hat-Wochenend-Seminar”, fuer mich wurde es ein schoenes, interessantes Fussballwochenende. Ich waere froh, wenn in AUT sowas (verpflichtend?) angeboten werden wuerde! Als einziger Kritikpunkt waere anzubringen, das zu viel gemacht wurde, teilweise taktische Grundsatze (und Coaching Points dazu) die unerfahrene Kandidaten, v.a.die nicht selbst gespielt haben, sichtlich ueberforderten. Ich konnte noch folgenïŠ


    Fazit: Eine sehr gute Fortbildungsveranstaltung mit einem Aufwand, den viele bereit sind zu leisten. Nicht um sonst waren die Kurse 2012 so voll, das ich erst jetzt einen Platz bekamïŠ

  • Ich persönlich finde es toll dass Amerika (wie auch andere Länder wie z.B. Japan) zeigen, dass es sehr wohl anders auch gut, wenn nicht sogar besser gehen kann als bei uns. Und das sowohl in der Breite (Mitgliederzahlen) als auch im Profifussball (Resultate bei int. Wettbewerben). Löblich vor allem auch die Fortschritte im Frauenfussball.
    Scheinbar entwickeln gewisse Leute hier im Forum, solange man Themen allein nur auf das ferne Amerika bezieht, in diesem Forum weniger Paranoia und Abwehrreflexe, und stehen den Dingen offener gegenüber, als wenn man genau dieselben Themen in unserem Kontext diskutieren würde.
    Somit ist es eine gute Sache auch mal über den Tellerrand zu schauen. Und vielleicht sollte ich neue Ideen irgendwelchen virtuell existierenden Collegeteams andichten. Dann könnten wir alle etwas entspannter Neues diskutieren ;-)

  • Auch hier möge ich Anmerkung erlaubt sein....tolle Idee...finde ich gut.


    Andererseits dachte ich so, das es das hier ebenso gibt. Es gibt Betreuerscheine, Trainerscheine C-Breitensport....es gibt Dfb.-Fortbildungstage vom Stützpunkt und manch ein engagierter Scheininhaber gibt mal einen Kursus für die Kollegen, ...es gibt das Dfb-Mobil das kostenfrei nach Termin kommt, ....es gibt kostenpflichtige Fußballschulen die die Vereine besuchen, ...es gibt auch Onlineseminare ...hier auf Soccerdrills....von Ralf Peter beim Dfb...kostenfrei.


    Das Rad wurde für mich entsprechend nicht neu erfunden. Und wer da meint, dass woanders alles so toll läuft, der soll es doch machen, spricht doch nix dagegen drüber zu plaudern. Letztlich gehts -so glaube ich- in den Köpfen meist darum, von welcher Seite der Gaul nun mit einem Sattel bestückt wird. Neues kommt doch wohl wenig...es sind die Philosophien...das Wie. Schon da klappts doch oft nicht, weil ein nicht vorhandenes System in den Vereinen das schon verhindert. Es sind die fleissigen kleinen wenigen Bienen die das Volk am Leben erhalten. Die vielen anderen sind meist nicht gesehen und liegen zu Hause auf dem Sofa oder malochen irgendwo im Job oder Zweitjob. Die an den Herd zu kriegen klingt fast wie ein Witz, egal was die Amis, Saudis oder der liebe Gott da macht.


    Es geht meiner Meinung nach eher darum, wie man einen allgemeinen Qulitätsstandard schafft, nachdem alle aktiven Trainer handeln MÜSSEN. Es geht um einen Qualitätsleitfaden, der im Sinne der Ausbildung beachtet werden sollte. Es geht letztlich damit um ein allgemeingültiges Ausbildungssystem....ohne das nichts so richtig läuft! Ist meine Meinung. Hier wird oftmals über dieses und jenes diskutiert und ich mischte oftmals und oft kräftig mit. Alles für die Katze möchte ich beinahe sagen, weil das Fundament irgendwie fehlt. Man arbeitet dran...das finde ich schon...aber vom Ziel ist man weit weg...noch. Entsprechend finde ich den Tellerrand recht -sagen wir....derzeit...unnütz....wenngleich ich gern mitlese. Ferner grenzen z.B. in englicher Sprache geschriebene Internetseiten viele von uns aus, weil sprachliche Defizite herrschen. Ein Grund mehr, dass das/ein heimisches System überhaupt besteht ;)


    Es steht und fällt mit dem, was das Ehrenamt heute ausmacht....nämlich in vielen Köpfen wird es belächelt, abgetan, genießt den Ruf des Ausnutzens...will keiner machen, weil der letzte Euro da draussen verdient werden muß, ...man arbeitet länger für weniger Geld als früher und parallel dazu hat das weniger Geld im Gegensatz zu früher weniger Kaufkraft. Die Schüler die im Verein spielen müssen länger zur Schule und hinter ihnen stehen treibende Eltern die oftmals die Schulzeit ihrer Kinder mit gezuckter Pistole im Rücken des Kindes lächelnd begleiten und den Koten entgegen aller Empfehlungen zum Gymnasium treiben mit Förderkursen und zusätzlicher Nachhilfe für die 4 plus oder Dreiminus.


    Und da kommt der Verein vorbei und sucht Trainer ...merkt ihr woran es liegt?


    Das Ehrenamt muß was wert sein...und was ich damit meine...wie das gehen könnte, ...wurde in anderen Threads behandelt ;)

  • Ich persönlich finde es toll dass Amerika (wie auch andere Länder wie z.B. Japan) zeigen, dass es sehr wohl anders auch gut, wenn nicht sogar besser gehen kann als bei uns. Und das sowohl in der Breite (Mitgliederzahlen) als auch im Profifussball (Resultate bei int. Wettbewerben). Löblich vor allem auch die Fortschritte im Frauenfussball.
    Scheinbar entwickeln gewisse Leute hier im Forum, solange man Themen allein nur auf das ferne Amerika bezieht, in diesem Forum weniger Paranoia und Abwehrreflexe, und stehen den Dingen offener gegenüber, als wenn man genau dieselben Themen in unserem Kontext diskutieren würde.


    Jetzt schalte doch mal den Märtyrer-Modus aus ;). Natürlich wird jede Aussage auf ihrer jeweiligen Grundlage betrachtet. Wenn dann in den USA z.B. Vereins- und Schulsport ganz anders organisert sind als in D, dann muss man da schon differenzieren. Aber wenn Du ein super Modell hast, das in der Schweiz funktioniert, dann ist es doch sicher ein Leichtes, uns die Vorteile überzeugend näher zu bringen. Du erklärst Deine Standpunkte ja auch und das begrüße ich ganz ausdrücklich. Aber bitte nicht immer jammern, dass hier alle so borniert sind, dass sie Dir nicht zuhören mögen...Dein vorletzter Satz passt doch perfekt

    Somit ist es eine gute Sache auch mal über den Tellerrand zu schauen.


    Grüße
    Oliver