Schönen guten Tag!
Ich trainiere in der kommenden Saison eine beinahe komplett Jahrgangsjunge C-Juniorenmannschaft.
Spielerisch sind wir in meinen Augen recht ordentlich, in den ersten beiden Testspielen ist mir allerdings in einigen Situationen aufgefallen, dass sich meine Mannschaft speziell gegen Gegner schwer tut, welche nach Ballgewinn meist sofort einen langen Ball über unsere aufgerückten Innenverteidiger spielen. Spielerisch schwächere Mannschaften schaffen es daher recht häufig durch dieses relativ einfache Mittel ihre körperlich überlegenen Spitzen in Position zu bringen und somit Torchancen zu kreieren.
Meine Frage ist nun, welche Möglichkeiten gibt es gegen diese Situationen etwas besser gewappnet zu sein? Grundsätzlich tiefer stehen mit den IV´s ? Einen der beiden generell tiefer stehen lassen?
Ich habe mir überlegt einem der IV die Aufgabe zu geben bei Ballverlust zu versuchen sofort 2 - 3 m Tiefe hinter den Stürmern zu erlangen um gegen einen evntuellen langen Ball vorgehen zu können, spielt der Gegner dennoch einen Stürmer in den Fuß an hätte er ohnehin noch genug Zeit ihn zu stellen bzw. sollte er ja in dieser Situation eher den Angriff verzögern.
Villeicht gibt es aber auch noch andere Ideen bzw. Vorschläge?
Abwehr 4er Kette bei langen Bällen und ungeordneter Defensive
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Also Grundsätzlich sollten die 4 Verteidiger(besonders die IV) sich 2-3m zurück fallen lassen, wenn ab zu sehen ist, das ein langer ball kommt.
Noch viel wichtiger ist die Rolle ds Torwarts. Er muss als Libero spielen um solch lange Bälle abfangen zu können.
Gewöhn ihn langsam daran sich aus seinem 16er zu trauen(ich sage zu meinem TW immer :"20-25m hinter der Abwehr"), dann solltet ihr deutlich weniger anfällig sein bei langen Bällen. -
ganz wichtig bei einer viererkette ist die tiefenstaffelung!!! das ist aber ein trainingsprozess der nicht von heute auf morgen anzutrainieren ist...
bei einer viererkette ist der mitspielende keeper enorm wichtig, so das du den tip vom benschi viel gehör schenken solltest!
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hallo,
hast du das problem mit den innenverteidigern und den langen bällen in den griff bekommen? und wenn ja, dann wie?
gruß
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Ich will hoffen das das eigentlich leichte Rätsel schnell und einfach gelöst werden konnte. Tiefenstaffelung habe ich damals nicht als die Lösung angesehen, sondern:
Top1....den Ballverlust in der Vorwärtsbewegung bearbeiten (Zweikampf, dribbeln, PASSEN usw.)
Top2....beim Spiel mit einer Viererkette auf Verschieben....ist der TORWART bei langen Bällen über die Köpfe hinweg der wichtigste Mann1!!! Er hat sich beim Aufrücken der Kette mit nach vorn zu verschieben, um lange Bälle ggf. als Spieler zu klären...sehe ich so. Das Ding mit der Tiefenstaffelung hat bei einer Vorwärtsbewegung für mich nichts an Argument zu bieten. Wenn die Innenvertiger...wie er schreibt....aufgerückt sind...wo sollen denn dann die Aussen-VT stehen....wer soll denn da tiefenstaffeln...verstehe ich nicht. Tiefenstaffelung ist für mich ein Thema bei gegnerischem Ballbesitz, um geordnet als Kette ab einer bestimmten Höhe aggieren zu können, richtig?
Wenn ich aufrücke...rücke ich auf und wenn ich tiefenstaffeln will....lasse ich ebend nicht so weit aufrücken bzw. die Innenverteidiger tiefer stehen....
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@ andre
deinen zweiten punkt kann ich nicht nachvollziehen, denn airportguy ging es ja nur um das verhinden des überspielt werdens bei langen bällen. die bewegung bei eigenem ballbesitz schien ja nicht das problem zu sein.
aber man könnte es auch so zusammenfassen.-ballbesitz der gegner: iv stehen eng und die av tief
-bei eigenem ballbesitz: iv stehen breit und die av hochentscheidend ist die geschwindigkeit des umschaltens und das antizipationsvermögen der spieler bei (drohendem) ballverlusst.
gruß
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Die wichtigen Punkte wurden ja eigtl. schon genannt:
Der Torwart rückt weit auf. Die Verteidigenden Spieler (auch die 6er) müssen lernen, wann Gefahr für einen Ball in die Tiefe besteht (Nicht zwingend ein hoher Ball) Das ist der Fall, wenn ein Gegenspieler offene Stellung zu deinem Tor hat und nicht unter Druck steht. Dann sollte sich der gesamte Abwehrverbund (insbesondere die IV) ein paar Meter nach hinten absetzen. Achtung: Wieder vorrücken, wenn der lange Ball nicht kommt.
Für das zurückfallen lassen der verteidgenden Spieler gibt es aber noch mehrere Signale (u.a. 6er wurden überspielt) und ich würde das "Problem" nicht nur auf die IV beschränken. Wenn das einmal gut funktioniert, sind die 6er enorm wichtig um bspw. den zweiten Ball zu erobern, oder wenn der Stürmer in Ballbesitz kommt, von hinten zu doppeln.
Das zurückfallen lassen ist ja laut DFB eine der vier wichtigsten Bestandteile beim Spiel mit Viererkette. Vielleicht schaust du dir mal das Online Seminar auf der DFB Seite an. Da ist bestimmt noch was bei, was einen weiter bringt.
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Die Tiefenstaffelung ist auch ein großes Thema.
Es ist wichtig den Jungs die Tiefenstaffelung nach und nach bei zu bringen. Meiner Meinung nach kann man das am besten, wenn man im 2ggX anfängt zu Staffeln, damit sie das Grundprinzip verstehen.
Ich habe gerne den Begriff "absichern" genommen.
Verstehen sie das ganze zu 2., dann kann man hingehen und das ganze im 3ggX üben, sodass automatisch die so genannte "Sichel" bei zB gegnerischen Ballbesitz auf der Außen ensteht. Klappt es zu 3. dann ist der schritt zur 4er Kette eigentlich nicht mehr weit.
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Die von dir beschriebene Abwehrschwäche ist bis in den obersten Amateurbereich hinein zu beobachten und läßt sich wie folgt beschreiben:
A. Spieleröffnung im ballorientierten System
1. Bei der Spieleröffnung stehen die beiden IV an der 16-er Ecke und die beiden AV an der Außenbahn kurz vor der Mittellinie
2. Über ein Kurzpassspiel (meist über Außen) wird nun der Ball nach vorne getragen
3. An der Angriffsseite rückt der AV mit in den Angriff (ggf. Hinterlaufen) ein.
4. Die IV und der ballferne AV befinden sich in einem Abstand von ca. 10 m untereinander in Höhe der MittellinieB. Gegnerischer Konter bei weit aufgerückter 4-er Kette
1. Der Gegner erobert den Ball am oder im eigenen Strafraum
2. Sofort starten 1 - 2 Angreifer mit hohem Tempo zentral in Richtung Mittellinie
3. Der ballführende Abwehrspieler spielt einen langen Pass in den Lauf seiner Angreifer
4. Die IV und der ballferne AV müssen sich zunächst einmal umdrehen und Tempo aufnehmen, weil der Pass über ihre Köpfe, bzw. zwischen die IV hindurch gespielt wird.
5. Der schnelle Angreifer kann ohne Gegnerdruck aufs Tor zudribbeln und zum Abschluß kommen.Torwartverhalten:
Nur beim Offensiv-Pressing befindet sich der Torwart am oder ausserhalb des 16-er. So er immer dort positioniert sein, befindet er sich beim Sprint zum gegnerischen Pass unmittelbar in einer 1 gegen 1 Situation mit dem gegnerischen Angreifer. Diese soll möglichst vermieden werden, denn es genügt, wenn der Angreifer den Ball leicht am Keeper vorbei spitzeln kann.
Wird der gegnerische Pass nach außen gespielt und kann der Keeper den Pass erlaufen, so ist ein Ablaufen des Passes dennoch mit Risiken verbunden! Denn landet sein Abwehrversuch beim Gegner, so kann dieser unmittelbar ins für diesen Augenblick leere Tor schießen. Schlägt der Keeper den Ball ins Aus und kann der Gegner den Einwurf rasch ausführen, so ergibt sich ebenfalls eine sehr gute Torchance für den Gegner. (Ich glaube im letzten oder vorletzten Hinrundenspiel hatte Manuel Neuer so eine Situation mit viel Glück überstanden?)Wie kann man das Abwehrverhalten optimieren?
1. Die Abwehr sollte möglichst nicht in die Verlegenheit kommen, mit dem Gesicht zum eigenen Tor verteidigen zu müssen, weil:
a. sie dann keinen Druck auf den Ball ausüben kann
b. der Abwehrspieler nicht erkennen kann, was in seinem Rücken vor sich geht und der Abwehrversuch mit höherem Risiko geschieht(Natürlich zählt das sofortige Nachsetzen des Angreifers bei Ballverlust auch dazu. Ferner könnte der Abwehrspieler erkennen, das ein weiter Pass unmittelbar bevorsteht, wenn sich der Gegner den Ball etwas vorlegt. Aber wir haben es hier nicht mit Profis zu tun, sodass mit solchen Risiken und Fehlverhalten immer zu rechnen ist.)
Welche taktische Optimierung kann man trainieren?
A. Die beiden IV rücken nur bis ca. 10 m zur eigenen Mittellinie vor
Diese Variante bietet gleich mehrere Vorteile:
a. rücken die IV bis an die Mittellinie vor, dann werden meist die beiden 6-er seitlich abgedrängt, sodass der Gegner ungehindert mit langen Flachpässen durchs Zentrum operieren kann
b. rücken die IV nur bis ca. 10 hinter die Mittellinie, so können sie in der Regel mit dem Gesicht zum gegnerischen Tor den Ball erlaufen, bzw. Druck auf Ball und Gegner ausüben
c. diese einmal eintrainierte Variante bietet sich ebenfalls bei Standards (z.B. Abschlag durch den gegnerischen Keeper) an, weil dann die Bälle von den an der Mittellinie postierten 6-er geklärt werden können
und die dahinter befindlichen IV die Aktion absichern können.Probiert es mal aus und schreibe, ob es dadurch besser geworden ist?
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Zur TW-trainers Aussage möchte ich noch ergänzen, dass ja mit den langen Bällen "Kick and Rush" der Gegner versucht, seine Stürmer zu finden bzw. diese unbedingt finden muss. Gute Raumdeckung und balancierte Tiefenstafflung hin oder her, hier empfiehlt es sich für alle Verteidiger, die Nähe der gegenrischen Angreifer zu suchen. Hat man erst den Ball, kann man ja seinerseits prima einen Angriff einleiten und die veralterte Offensivtaktik des Gegners zu seinem Vorteil ausnutzen.
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TW-Trainer
Also ich finde, es ist nicht sinnvoll, von vornherein tiefer zu spielen mit den Innenverteidigern.
Das könnte nämlich dazu führen, dass Räume vor der Abwehr für einen Konter offen sind.Außerdem ist der Inneverteidiger ggf. zu weit hinten um für den eigenen Angriff/Spielverlagerung anspielbar zu sein, d.h. man verschenkt Raum in der Offensive.
Viel eher müssen die Innenverteidiger situativ erkennen, wann ein langer Ball droht und sich dann schnell nach hinten absetzen.
So spielt man kompakt und kann lange Bälle trotzdem abfangen. Es genügt also imho, die Aufmerksamkeit und die Reaktionsfähigkeit zu schulen, ohne an der Positionierung etwas zu ändern.Viele Grüße
Daniel -
Danke, das du das ansprichst. Der Grund, warum der Gegner mit langen Bällen operiert mag darin liegen, das der Gegner stark drückt (quasi als Befreigungsschlag) und/oder das man über besonders schnelle Angreifer verfügt, die man in eine günstige Postion bringen will. Das "Kick and Rush" solche langen Pässe ist für den Zuschauer nicht besonders attraktiv, kann aber effektiv sein.
Wer sich für eine Umstellung auf das ballorientierte Spiel entscheidet, darf sich nicht allein mit der 4-er Kette beschäftigen, sondern auch mit dem defensiven und offensiven Mittelfeld sowie mit dem Sturm. Alle Reihen müssen in der Breite und Tiefe angemessene Abstände untereinander haben. Sonst entstehen in der Tat die von die beschriebenene Löcher im Mittelfeld.
Hinzu kommen spezielle Vor- und Nachteile durch die gewünschte Spielphilosophie des Trainers. Wenn du 3 Reihen ein 4 : 4 : 2 oder 4 : 3 : 3 spielst, dann hat dies eine offensivere Ausrichtung. Dein Team schießt mehr Tore, kassiert aber auch mehr. Bei einem 4 : 2 : 3 : 1 sind die offensiven und defeinsiven Taktikeigenschaften deines Teams ausgeglichener, d.h. man schießt weniger Tore, kassiert aber auch weniger.
Ralf Peter empfiehlt bei einer Umstellung vom gegner- ins ballorientierte Spiel ein 4 : 2 : 3 : 1. Wenn das einigermaßen beherrscht wird, kann man später je nach Leistungsstärken und Trainingsintensität mit Varianten arbeiten. Z.B. bei eigenem Ballbesitz ein 4 : 2 : 3 : 1 und bei gegnerischer Ballführung ein 4 : 4 : 2. Das ist aber wohl eher nix für den "Hausgebrauch", sondern eher etwas für die Profis, weil hier ein intensvis Training der Laufwege erfolgen muß.
Es gibt ebenfalls Fachleute, die zu einem am jeweiligen Mannschaftspotential angepassten ballorientierten Spielsystem raten. Nach meinen Erfahrungen im Jugendbereich tendiere ich eher dazu, ein festes Taktissystem über den gesamten Jugendzeitraum zu trainieren, sonst wird die Sache zu schwierig und es wird nicht mehr Fussball, sondern Rasenschach gespielt.
Man kann sicherlich noch seitenlang über Taktikphilosophien fachsimpeln!
Hier ging es darum, das "Airportguy" nicht mehr so viele Kontertore kassieren möchte. Deshalb habe ich ihm eine etwas defensivere, taktische Ausrichtung empfohlen.
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Danke, das du das ansprichst. Der Grund, warum der Gegner mit langen Bällen operiert mag darin liegen, das der Gegner stark drückt (quasi als Befreigungsschlag) und/oder das man über besonders schnelle Angreifer verfügt, die man in eine günstige Postion bringen will.
einen wichtigen punkt hast du noch vergessen...........viele können es auch einfach nicht besser!!!
welche mannschaften-grade in den bereichn, in denen wir uns bewegen - hat denn schon die spieler, die in der lage sind ein spiel mit einem 'gepflegten kurzpassspiel und gutem bewegen mit und ohne ball" aufzuziehen???
für viele sind die steilen langen pässe aus allen bereichen des feldes auf den meist einen schnellen stürmer das einzige mittel zum erfolg.ich fahre übrigens zu den von dir angeführten spielsystemen mit einem 4-1-4-1 incl eines sehr gut mitspielenden und hochstehenden torwartes sehr gut.
gruß
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Nach meinen Erfahrungen im Jugendbereich tendiere ich eher dazu, ein festes Taktissystem über den gesamten Jugendzeitraum zu trainieren, sonst wird die Sache zu schwierig und es wird nicht mehr Fussball, sondern Rasenschach gespielt.
Mit den speziellen taktischen Fragen befasse ich mich hier ja weniger, da es kompetenere Leute hier gibt.
aber jetzt muss ich doch mal nachfragen.Ist es nicht so, dass gerade, dann, wenn ich über den gesamten Jugendzeitraum ein festes Taktiksystem spiele, sich es eher zum Rasenschach entwickelt.?
Mal abgesehen von Leistungsmannschaften, und Vereinen, wo ein durchgehendes Taktikkonzept vorgegeben ist (bei Dorfvereinen so gut wie nie gegeben)
vertrete ich ausserdem die Meinung, dass bis einschl. C-Jugend die Spieler unbedingt verschiedene Taktiken kennenlernen sollten.jeder Trainer hat andere Vorstellungen von Taktik, und die Spieler sind durch die flexiblere Ausbildung schneller in der Lage sich darauf einzustellen.
Gerade im Kinderfussball war und ist es für mich wichtiger, sie dahin zu führen, dass sie erlernen sich an taktische Vorgaben zu halten und diese
Umzusetzen. die Wahl welche Taktik ich verwende, ist da nebensächlicher Natur.sehe ich das falsch?
gg
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noch was zum Thema lange Bälle und Fallen lassen.
Ich habe in F und E mit dem so verpönten Libero gespielt.
manche verstehen darunter ja noch einen Ausputzer, wie man ihn leider immer noch häufig sieht.
bei mir hatte der jedoch je nach Spielsitutation andere Aufgaben. letzter Mann, defensiver Mittelfeldspieler, Innenverteidiger einer Kette,für mich war nie wichtig, wie ich eine Position bezeichne, sondern wie ich sie interpretiere und für Kinder am verständlichsten
vermitteln kann-bei den 3 Spieler, die das relativ gut umsetzen konnten, stelle ich nun in der B-Jugend fest, dass sie hervorragende Innenverteidiger
in einer Viererkette sind (immer bezogen auf die Gesamtmannschaftqualität) vor allem in ihrem taktischen Verhalten.
Absolut kein Problem des Einschätzens wann sie sich Fallen lassen und wann sie etwas vorgezogen agieren können.Dadurch, dass auch der TW gerade die von mir als Libero bezeichnete Position spielte, zeigt er heute ein Spielverständnis, das
sich von einigen anderen TW abhebt, und somit bei langen Bällen das richtige Verhalten zeigt.gg
gg
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Ich habe in F und E mit dem so verpönten Libero gespielt.
Der Libero ist doch gar nicht verpönt. Vielmehr wird als veraltet angesehen, dass nur der Libero keinen direkten Gegenspieler hat, den er in Manndeckung zu nehmen hat. Im ballorientierten Spiel soll vielmehr, wenn man so will, jeder Spieler so spielen, wie es der Libero früher tat, d.h. alle Spieler sollen daran mitwirken, in Ballnähe Überzahl zu schaffen. Sicher war der Libero früher eine der anspruchvollsten Aufgaben auf dem Platz. Ich habe das Spiel mit Libero nie selbst aktiv erlebt, daher mag ich mich mit der Einschätzung täuschen, aber mir kommt es so vor, als wäre im heutigen Spiel fast jede Position ähnlich anspruchsvoll wie es früher die des Liberos war.In diesem Zusammenhang ist es nicht verwunderlich, dass auch im Kinderfußball die Spieler mit dem größten Spielverständnis der Mannschaft eine ungeheuer wichtige Stütze sein können, wenn sie in der zentralen defensiven Mittelfeldposition spielen. Man mag es Libero nennen oder auch Sechser, das ist letztlich der Spieler, der das eigene Team zusammen hält. Das sind typischerweise die Spieler, die neben hohem Engagement zu haben auch noch das Spiel gut lesen können und deshalb häufig neben den Stürmern am meisten auffallen.
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Du hast völlig recht mit deiner Aussage! Wenn die technischen Voraussetzungen für ein gepflegtes Kurzpassspiel fehlen, dann ist es wichtiger, sich um die Verbesserung der technischen Fähigkeiten sowie dem individual-takischen Verhalten zu kümmern, als schon 3 Schritte weiter zu gehen und "Kette" spielen zu wollen.
guenter
Wenn ich es recht verstanden habe, richtete sich die Anfrage für die C-Jugend. Bis auf wenige Ausnahmen ist dies auch der frühestmögliche Zeitpunkt im deutschen Spielsystem, wo leistungsorientierte Mannschaften sich mit dem ballorientierten System auseinander setzen sollten. Auf den DFB-Stützpunkten und den meisten Bundesliga-Nachwuchsbereichen wird bereits im D-Jugendbereich Basiswissen über das ballorientierte Spiel vermittelt.
Natürlich ist es nicht verboten, im Breitensport "Kette" zu trainieren. Aber das liegt vorrangig auch an den Kenntnissen und Fähigkeiten des jeweiligen Trainers. Der Libero ist deshalb noch längt nicht tot und Trainer, die geringe Kenntnisse für das ballorientierte Spiel besitzen, sind längst nicht "out"! -
Wenn die technischen Voraussetzungen für ein gepflegtes Kurzpassspiel fehlen, dann ist es wichtiger, sich um die Verbesserung der technischen Fähigkeiten sowie dem individual-takischen Verhalten zu kümmern, als schon 3 Schritte weiter zu gehen und "Kette" spielen zu wollen.
ich würde das nicht so trennen wollen.
das eine ist das verhalten der jungs im raum und zum ball/gegner, und das andere ist die spieleröffnung nach der balleroberung durch eine der beiden viererketten (wenn man so spielt). meiner meinung nach kann man das durchaus parallel laufen lassen und auch relativ getrennt betrachten, denn das eine schließt das andere nicht aus bzw. ein.
der lange ball 'einfach nach vorn gehauen und mal schauen wer ihn sich erläuft'
ist nicht schön, aber durchaus auch bei truppen üblich, die gut gegen den ball arbeiten, jedoch nicht die großen techniker in ihren reihen haben. das genaue, schnelle passspiel ist dann bei vielen schon die hohe schule.
gute technik zu erlernen ist, wie ich finde, viel schwieriger und langwieriger als das spielen als kette/raumdeckung beizubringen.von daher sehe ich das mit "den drei schritten weiter....." nicht ganz so wie du.
gruß
