Völlig falsche Sichtungskriterien bei der Talent-Auswahl (von LZ/Stp)?

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  • Follkao


    Ja Selbstvertrauen hat er wohl...wenngleich der Stützpunkttrainer faktisch qualifizierter und erfahrener ist als ich. Dennoch sieht mein Training meistens recht ähnlich aus, ...glaube ich tatsächlich. :rolleyes:


    TW-Trainer danke für die Antworten.


    Ich bin ja hier in Nrw...Fußballkreis 31. Stützpunkttrainer, Stützpunktleiter....Stützpunktkoordinator...letzteres ist Koordinator von -soweit ich weiss- 13 Stützpunkten und damit Ansprechpartner von 13 Stützpunktleitern und genau den meinte ich und habe ich schon kennengelernt. Der sichtete persönlich meinen Sohn (der freiwillig wieder aufhörte...Regionalauswahl...leider) und ich diskutierte schon mit ihm bei einem Spiel der Auswahl....und er beantwortet auch Fragen via Mail.....


    Das ist der Bruder eines ehemaligen Nationalspielers (der heute eine U-Nationalmannschaft begleitet...soweit ich weiss). Gr. Andre

  • @SirA.: Was soll ich mich mit Spekulationen über meine Person abgeben, die du (o. andere) als "Erkenntnis" deklarieren, wozu? Wenigstens dieser Unterschied muss klar sein, will man sachlich diskutieren statt nur Gegenstimmen irgendwie runtermachen (dann diesen Stil noch seinem Opfer unterschiebend). Schade nur, den Sinn dieser "Argumentation" sehe ich nicht: wohin bitte soll sie konstruktiv führen? Damit muss man sich nicht befassen, bitte toleriere dies, dafür habe ich den Thread ja nicht eröffnet, sondern für eine fachliche Klärung obenan benannter Sachfrage...


    Für mich ergibt sich folgendes Fazit: objektive Sichtungskriterien für ein Phänomen "Talent" ließen sich von den befragten Fachkollegen nicht klarstellen, gar in Form eines transparent für jeden nachvollziehbaren Katalogs. De facto geht es im Sichten - nomen est omen - um (für jeden als aktuelle Leistungsstärke) sichtbare Fertigkeiten, nicht (als sich in Zukunft entwickeln könnendes Talent) verborgene Potentiale, diesen Sinnes Selektion/Scouting statt "Förderung", also letztlich: Etikettenschwindel. Die Kriterien bleiben sodann eher willkürhafte Modeerscheinungen; im Moment werden z.B. Handlungs- und Antrittsschnelligkeit o. peripheres Sehen groß geschrieben, die kurze Kontaktzeit als Kriterium der Profitrainer scheint in der "Talentförderung" zumindest bei uns vor Ort noch nicht so angekommen zu sein. Doch alles geht z.Z. aufs Tempo, eine Lebensweisheit wie "In der Ruhe wohnt die Kraft", auch die "periphere" Wahrnehmung im höheren Sinn scheint verschüttet, aber ich bin spekulativ sicher: irgendwann wird sie wieder entdeckt, dann ganz oben stehen, da dann "Tempo" out ist. Das gebietet die Dialektik menschlicher Wissensprozesse (im hermeneutischen Zirkelschluss, i.d. "endlichen Kreisverkehr"). Dies als transzendentale Bewusstseinserweiterung in deren Konsequenzen ein wenig zu vermitteln, darum wäre es mir gegangen, doch dies ist gescheitert.
    Ich verstehe, dass die entsprechende Sprache ein Hindernis ist, noch mehr scheint dies aber in der Sache selbst so begründet, dass das Interesse zur tieferen Auseinandersetzung fehlt, die im Hören tiefer gehender Ansprüche sich erzwingt (den Prozess authentisch vom Talent her statt sich selbst aus wahrnehmend). Wer Lust hat, kann über diese zugegeben schwierig nachvollziehbare Hypothese noch mal nachdenken, wer nicht, der kann es einfach lassen, nur bitte: eine einzelne Person, gar innerfamiliäre Verhältnisse, ist da völlig irrelevant, keiner weiteren Rede wert, ok? (Dazu sage ich eh nichts mehr, nur zum Sachthema.) Danke!!!

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

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  • @Kicker


    Talent oder eben nicht, spielt keine Rolle! Entscheidend ist doch mehr, ob das Kind bereit ist Mehraufwand zu betreiben! Wir selbst haben einen vermeidlich schwachen Spieler in der Mannschaft. Der Einsatz ist immer 100 % im Training und Spiel. Auch versucht er mit beiden Füßen zu schießen. Durch die Rotation... bekommt er die meisten Torchancen vorbereitet. Die Verwertung ist mit weitem Abstand die schlechteste. Alles was der Junge braucht ist Zeit (Motorik / Technik... verfeinern). Ohne Druck von Förderungen... wird er sich mit der Zeit einpendeln und seinem Will auch Taten folgen lassen.


    Die Jungs die jetzt bereits den Willen in Taten umsetzen können (bzw. es ihnen oft gelingt) spielen auch weit häufiger Fußball außerhalb des Vereins. Selbst wenn du 24h am Tag eine Pflanze gießt wird diese nicht schneller wachsen.


    Der andere Punkt ist nun Mal auch akzeptieren zu können, dass die Sichtungen und Kriterien nun mal jetzt so sind wie sie sind und sich nur langsam entwickeln. Ich bin grundsätzlich für eine kontinuirliche durchdachte auch wenn auch etwas langsamere Entwicklung, als für Hau-Ruck-Aktionen/Revolution...


    Du bist doch belesen, oder nicht!? Was hat uns die Geschichte gelehrt (französische Revolution...)? Du bist doch immer für die schwachen und unschuldigen... oder ist es nur eine Maske?

  • objektive Sichtungskriterien für ein Phänomen "Talent" ließen sich von den befragten Fachkollegen nicht klarstellen, gar in Form eines transparent für jeden nachvollziehbaren Katalogs. De facto geht es im Sichten - nomen est omen - um (für jeden als aktuelle Leistungsstärke) sichtbare Fertigkeiten, nicht (als sich in Zukunft entwickeln könnendes Talent) verborgene Potentiale, diesen Sinnes Selektion/Scouting statt "Förderung", also letztlich: Etikettenschwindel. Die Kriterien bleiben sodann eher willkürhafte



    Natürlich ist die Sichtung immer eine Momentbeurteilung. es geht aber doch nicht um die Förderung , besser gesagt Sichtung, der durchschnittlichen Talente.


    ich bin überzeugt, dass du genau wie ich und fast alle hier folgendes beurteilen und auch schon öfters erlebt haben.


    man geht auf den Platz, und schon nach 15 Minuten registriert man einen Spieler, der sich von den anderen hervorhebt, der auffällt, der anders spielt als seine Mitspieler, und die allgemeine Meinung ist: das ist ein Taalent.
    das fängt beim Dorfverein an und geht entsprechend höher.


    der eine schaffst es dann 1 Stufe höher, der andere mehrere Stufen.


    und um diese Spielertypen geht es, nur um diese ,. nicht um allgemeine Talentförderung, das ist ein Abfallprodukt von der aber letzendlich viele Vereine profitieren.
    sieh mal deine Argumentation unter diesem Gesichtspunkt.


    Follkao, Andre und TW haben zum Fördertraining diesbezüglich aus meiner Sicht hervorragende Beiträge geliefert.


    in diesem Zusammenhang:


    Andre hat recht, wie so viele andere hier, macht er wohl kein differenziertes Training gegnüber dem Stützpunkt. viele hier könnten das Stützpunkttraining leiten, manch auch wohl besser wie ich ich es hier manchmel lese.


    den Unterschied zum Vereinstraining hat aber Follkao deutlich gemacht, die Trainingsteilnehmer sind auf dem Stützpunkt auf etwa gleicher Ebene. das, und nur das ist der Unterschied und bringt für die durchschnittlichen Talente den Vorteil.


    wie sagte ein Stützpunkttrainer zu mir: du machst doch im Prinzip das Gleiche wie wir, nur auf einem anderen Niveau.
    ich bin überzeugt, dass da auf fast alle hier zutrifft.


    Follkao, TW und Andre haben das Stützpunkttrraining mal ins richtige Licht gesetzt.


    gg

  • Talent oder eben nicht, spielt keine Rolle!


    Das ist doch mal eine klare Stellungnahme zu allem Tanz ums goldene Kalb/Talent! Es heisst, wer fragt, der führt. Daher ist Fragenstellen die Waffe des kleinen Mannes gegen große Herrscher, sozusagen ein verstecktes Fallenstellen per Wort (logos) als Waffe. Schnell kann "man" sich im Antworten verstricken, verraten, daher meidet man die Beantwortung, den Dialog. Natürlich habe ich auch vor Ort einige Fragen gestellt, Reaktion: man wird von oben herab behandelt, abgekanzelt: Lass das mal unsere Sorge sein, wir wissen schon, was wir (wichtigen DFB-Stp-Leute) machen. Klar, deshalb kann man es auch nicht für Dritte, Außenstehende, Betroffene transparent wiedergeben;-) So simulieren Herrschende stets Fachkompetenz per großer Geste, umgehen das gefährliche Rede-und-Antwort-stehen, das viele ihrer "Machtworte" als substanzlos entlarven ließe. Soviel zu Machiavelli, wie man kleine Leute und ihre berechtigten Fragen rhetorisch unten halte (vs z.B. dem Piratenslogan "Entnetzt euch!", doch das führt zu weit: Inwieweit die Erfahrung der Chancenlosigkeit gegenüber eingespielten opportunistischen Cliquen im Florenz der Renaissance Machiavellis ganzes späteres Leben prägte, kann man jetzt in der grad erschienenen Biographie des Historikers V.Reinhardt nachlesen)...


    Fallen Leute auf Schwindel herein, hat das soweit etwas Belustigendes, als nicht Dritte wie unschuldige Schwächere, gar Kinder, die letztlich Betroffenen sind. Dann ist Schadenfreude und Häme statt Mit-Gefühl besonders unangebracht, täte Aufklärung besonders Not. Sie lässt bekanntlich dann verquere Sachlagen wenden, wo Menschen im Selbstsein mündig werden. Doch Kinder sind per se unmündig, so easy mundtot zu halten, sie benötigen folglich unsere Fürsprache, Fürsorge. Sie ist - einmal auf dem Weg, um uns selbst vom Fluch des ewig verloren Endlichen befreiend - sich selbst Motiv, daher nicht so leicht zu ersticken wie Vertretung von (profitökonomisch berechneten) Eigeninteresse. (Problem des Sozialismus: zur Fürsorge hin muss inspiriert, erweckt werden, technokratisch-rational verordnen lässt sie sich nicht, so schleicht sich nur die sonst handlungsprägende Eitelkeit des Einzelnen hintenherum wieder ins Spiel: Teamplay. Verordnungen sorgen also nie für Lichtung ins Wahre menschlichen Daeins, s. taktisch dominierter "Rumpelfußball", der Kreativität wie ein von außen erzwungener Kampfsport nur erstickt.)


    Kurzer Sinn aller langen Rede: es geht ums Dominieren, das in sich selbst korrupt, auf sich versessen sodann ganze Umfelder infiziert, die am Ende zwecks Dazugehören genau das glauben, was sie machtpolitich vertreten sollen, um Fortschritt Richtung wahrhaft menschlichem Dasein (= Machtverlust "oben") zu blockieren. Du hast Recht, dass dies der Lauf unerer Welt ist, nicht Recht, dass man sich da nur unterordnen kann bzw. sollte. Lästig Fragen stellen, so "nerven", wo alles doch längst unter sich ausgemacht scheint, das bleibt Pflicht jedes Wahrheitsliebenden, Bringschuld jedes wahrhaft menschlichen, d.h. idealitischen Menschen, der weiß, das das Wahre stets nur im Fragen, nie in einem perfekten Beantworten und "Ausmachen" liegen kann. Die Reaktion der Herrscher und ihrer Gefolgschaft, ihre nicht nur rhetorischen Praktiken gegen "Provokateure" (alo Quer-, Nach- wie Vordenker), muss man aber antizipieren; historisch lag sie oft darin, dass Fragende direkt einen Kopf kürzer gemacht wurden (Exorzismus gegen Ketzer/Hexenjagd). So schlimm dürfte es in Sachen Fußball erstmal nicht kommen, daher muss hier keiner verstummen, so sehr "man" sich dies auch erwünscht, um unten Ruhe halten zu können. Kinder können ihre Stimme nicht recht erheben, wir müssen es für sie tun, persönlichen Attacken hernach mit Gleichmut begegnen - nicht immer leicht, wenn man nicht versteht, ich erinnert, dass Systemvertreter erstmal gar nicht anders können, sich sonst selbst verleugnen, um die Ecke bringen müssten. Das fällt naturgemäß äußerst schwer, muten sich nur die Allerwenigsten zu: Denn in der Schule mussten wir alle erlernen, handlungsmächtige Subjekte zu sein, so "vermessen" alle Dinge "anpacken zu können" etc. Wer uns dieser mühselig erworbenen Selbstgewissheit beraubt, innerlich verarmen u. abstürzen lassen will, muss der nicht böse, Feind sein? Man kann so von der Mehrheit nur um faire Toleranz erbitten, sie bestärken, wahrhaft menschlich, d.h. zum in sich endlichen Winzling zu werden, entlernend die Welt von ganz unten wahrzunehmen: um so mehr erkennen zu können über die eigene Lage als Mensch auf Erden...


    Etwas, gar andere Menschen SICHTEN - das stellt sich plötzlich ganz anders, ohne innere "Schwerkraft" dar - ein ganz neues Abenteuer wie Bungeespringen ohne Seil für die Rückholschleife: Der Mensch stirbt alle Tage, jeder könnte sein letzter sein... Sich darüber aufzuregen o. zu verweigern, führt keinen ins Paradies ;)

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  • Etwas, gar andere Menschen SICHTEN - das stellt sich plötzlich ganz anders, ohne innere "Schwerkraft" dar - ein ganz neues Abenteuer wie Bungeespringen ohne Seil für die Rückholschleife: Der Mensch stirbt alle Tage, jeder könnte sein letzter sein... Sich darüber aufzuregen o. zu verweigern, führt keinen ins Paradies ;)



    Jetzt versteh ich als Vater aber etwas nicht:


    Bei dieser Sichtweise. bzw. Argumentation, wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, meine Söhne zu irgendwelchen
    Sichtungen zu schicken.


    wieso hast du das trotzdem gemacht? das versteh ich jetzt nicht.
    dank meines IQ muss ich aber nicht , zum Glück, alles verstehen.


    nochwas


    es stört mich, dass du für deine eigene Diskussionsbeiträge immer wieder das angebliche Interesse und Wohl der Kinder
    in den Fordergrund schiebst.


    es mag bei dir so zutreffen, aber bitte nicht als Allgmeinverbindlich , bei uns in der Familie und auch in meinem Bekanntenkreis
    trifft das nicht zu. Aber vielleicht sind wir ja die berühmte Ausnahme. Kann und will ich natürlich nicht ausschliessen.


    gg

  • @Kicker


    Ehrlich: Nach dem 1 Absatz habe ich kein Bock mehr zu lesen gehabt (bla bla bla) habe mich aber trotzdem weiter gemacht. Bis zur Hälfte des 2. Absatz bin ich gekommen und lasse es, weil wie immer bei dir kein Sinn (auch kien tieferer) dahinter steht und du es so siehst wie du es willst und nicht was man versucht dir zu sagen.


    Mein Bruder hat ein Angebot auf eine Elitegymnasium bekommen, ...durch die Schule hat er an einer Leichtatletikmeisterschaft teilgenommen... Er hat es abgelehnt, weil er mit seiner Freundin lieber weiter auf eine Schule gehen will!!! Es ist OK so. Er hat es entschieden und wir als Fam. machen da kein Druck oder so sondern akzeptieren es.


    Nicht auf das Talent kommt es an sondern auf die Prioritäten welche Talente haben! Das und nur das habe ich gemeint.


    Setzt sich jemand (ungesichtetes Talent) das Ziel dort hinzukommen und ist bereit alles Notwendige (Training/informieren...) dafür zu tun und nicht nur für eine Woche oder Monat... dann schafft diese Person es dahin meist. Das gilt doch nicht nur für Fußball!



    Davon mal abgesehen habe ich eher das Gefühl bekommen, dass du dich unter mich stellst und nicht umgekehrt! Dabei bin ich bis Samstag noch gerade mal Co-Trainer einer Dorfmannschaft und dannach nur Vater mit keiner Ahnung von dem normalen Fußball.


    P.S.: Das Einzige was du machst, das ist Rufmord. Du schreibst alles oberflächlich/pauschal/verallgemeinernd... so schwarz und pickst dir dabei nur bestimmte Sachen raus. Benutzt hierfür auch noch die "Verbotene Rhetorik". (Das habe ich dir gleich bei den ersten Malen vorgeworfen und daran hat sich nichts geändert.) Gerade DU verwierst die Unwissenden. Die die keine Durchblick haben. Steck deine Energie mal in sinnvollere Aufgaben. Meckern kann jeder!

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  • Verbotene Rhetorik? Verstehe ich alles überhaupt nicht, nur erahne ich immer mehr, wieso schon der erste Philosoph - Sokrates - einen Giftbecher trinken musste u. sich die meisten Philosophen lieber in Elfenbeintürmen verstecken. Sorry, dass ich in der gleichen Welt wie du lebe - so wenig Toleranz gegen das offene Wort, trotz Warnung vorm Lesen seiner im von mir eröffneten Thread mit klarer Fragenstellung? Wieso kein eigenes Fazit zur Sachfrage etc. statt Beschimpfung, mit der man Anderdenkende natürlich - wie gewollt - abschreckt u. vertreibt? Schade, arbeite dann lieber weiter als Trainer u. denke mir meinen Teil für mich!!!

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  • Ich habe es gemacht, da heute (gewollt) alternativlos (habe keinen eigenen Sportplatz, wo ich privat alternative Förderung anbieten könnte), war dann enttäuscht, habe nachgefragt, nie zufriedentellende Antworten erhalten... Um es dann doch persönlich zu beantworten: mein Sohn spielte als TW "vor", obwohl er seit 3 Jahren keiner mehr fest ist. Er wurde 7 gezwungen, jedes Spiel in Tor zu gehen, weil er eben so gut, viele sagten gar genial war, obwohl er lang bettelte (am Ende auch ich), auch mal im Feld spielen zu dürfen (wo er auch ganz gut ist). Dann wollte er nicht mehr zu Spielen, verweigerte das Anziehen des TW-Trikots - musste zur Strafe auf die Bank. Strafe wofür, dass er kein Positionsidiot ist? Zeugt es von Kompetenz eines Trainers, es soweit kommen zu lassen? Oft kamen noch andere Trainer, wollten ihn über mich abwerben, waren aber nur am TW, nicht am 7- bzw dann 9-jährigen Kind interessiert!


    Ich überredete ihn nun zur Sichtung, da er 2 Jahre zuvor sich bei der Sichtung als Feldspieler präsentierte (wollte ja nicht in Tor), danach ein für Ältere zuständiger Auswahltrainer ihn trotzdem ins Team vermitteln wollte, da er ihn per Zufall mal spielen sah. Vergebens. Bei der Sichtung nun bekam er nur 3 Schüsse auf Tor, zwei aus 3/4 Metern, einer aus 7m in den Winkel, quasi unhaltbar. Außerdem wagte er es, Bälle (mangels Klasse der Aufbauspieler, die sich alle nur wegdrehten) Bälle in die Spitze zu schlagen, wo sie mehrfach genau ankamen - ein (für mich absurdes) Ausschlusskriterium lt. Stp-Trainer: Wer lange Bälle schlägt, gehört nicht in die Auswahl - punkt. Letztlich - ob du es nun glaubst o. nicht - bin ich froh drum, so leidenschaftlich er im Feld spielen kann. Nur dürfte er dort eben erst mit fast 8 zu spielen beginnen, hat daher dort auch keine Chance auf "Talentförderung". Ist das alles (kind-)gerecht? Ich sage klar: ne! Ist klar, dass man mir sogleich unterstellt, ich sähe im eigenen Sohn mein Alter ego, das Profi werden müsse. Dies Argument kommt immer sogleich, da ist man machtlos...


    Zur Info: Trainiert habe ich nur unseren Ältesten. Da möchte ich auch im örtlichen LZ eine neue Förderstruktur (Akzent kindgerechtes Fördern von Leistung statt Abfordern) aufbauen, aber die Gepräche laufen aktuell noch. Mehr dazu, wenn es fix ist. Dies zur Motivlage bzgl. fairen Sichtungskriterien...

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    4 Mal editiert, zuletzt von Kicker ()

  • ...außerdem schrieb ich LZ! Unterschied nun erkannt? THEMA sollten hier aber die (falschen/richtigen) Sichtungskriterien sein, die Frage danach, nicht wo mein o. dein Sohn spielen... BITTE zum Thema (da meinetwegen nach Stp, NLZ, LZ differenzieren)!

    Stp. und NLZ kenne ich. Das sind für mich feststehende Begriffe. Was ist aber ein LZ? Ich hatte das auch mit NLZ gleichgesetzt.

  • Ob die anderen Begriffe "geschützte" sind, keine Ahnung, LZ ist es nicht. Jeder kann sich im Prinzip so nennen, fragt sich nur, wie lächerlich er sich dabei macht. Wenn einzelne Jugenden "Bundesliga" vs bloß Kreisliga spielen, kann man es eher vertreten u. ernst nehmen. Kriterien gibt's aber hier wie dort, daher bzgl. der Frage egal...

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  • @Kicker


    interpretatiere ich das richtig?
    du sprichst im konkreten Fall von 7-9jährigem? in diesem Alter bereits über Sichtung und Förderung von Talenten?


    wäre dem so, dann müsste ich nach meinem Verständnis für den Kinderfussball nur den Kopf schütteln.


    gg

  • Dann wären wir ja einer Meinung. Ich finde es natürlich gut, Kinder jeden Alters zu fördern, aber schon im vorliegenden Fall 7-jährige per Talentsichtung zu selektieren, mag die "Erwählten" ja "hervorragend" weiter bringen und "stolz" machen, aber Kinder in dem Alter schon vom Fördern mangels Leistungsperspektive für spätere Karrieren auszusortieren, finde ich eher abartig. Daher interessiert mich eben, nach welch Kriterien man dies zielsicher begründen könnte... Hiesiges LZ gab dazu nie was preis.

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  • @Kicker


    ich versteh nicht, dass du bei deiner Einstellung dieses Spiel überhaupt mitmachst.


    Sichtung, d.h. Leistungsbeurteilung, bei 7-10 jährigen widerspricht dem elementaren Bedürfniss der Kinder
    für mich auch ein absoluter Widerspruch zum Kinderfussball


    bei uns in der Gegend gibt es das auch nicht.


    älterer D-Jugendjahrgang oder 1. C-Jugendjahrgang da beginnt das Interesse der lestungsbezogenen Vereine, da bedienen sich diese dann bei den Stützpunkten.


    Spielt dein Sohn bei einer Dorfmannschaft, oder sonstwo bei einem kleineren Verein. und er ist wirklich talentiert, dann klingelt das Telefon.


    ein Wechsel vorher geschieht fast immer auf Initiativer der Eltern und weniger vom Verein aus.


    das ist meine Erfahrung.


    gg

  • Hatte dir eigentlich längst geantwortet, weiß leider nicht, wo der Beitrag hin ist. Grund einfach gesagt: wenn das Herz für Fußball schlägt, handelt man, wie man muss. Rational hätte ich meine Jungs längst abgemeldet (gibt bessere sportliche Betätigung, wo man zur inneren Ruhe finden kann, sich entspannt, für sich planen kann, nicht gefoult wird, mehr Freude findet etc) o. eben im Kopf abgechrieben. Doch im Herzen geht das nicht: davon lebt das ganze Fußball-Marketing und sein Kommerz-Zirkus doch im Kern: trotz Frust über all das sinnleer betäubende Gequatsche u. den Dummrummel bleibt man "Fan"!

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  • Spielt dein Sohn bei einer Dorfmannschaft, oder sonstwo bei einem kleineren Verein. und er ist wirklich talentiert, dann klingelt das Telefon.


    Wer in einem Flächenland in der Provinz wohnt, der braucht nicht zu hoffen, das sich dort irgendwelche Scouts aus dem Proficlubs sich die Mühe machen, einen Abstecher zu machen. Denn die proportionale Trefferquote ist hier viel zu gering! Das Talent wird dort vergeblich auf einen Telefonanruf warten! Wenn Eltern meinen, sie hätten ein förderungswürdigesTalent, dann heißt es "Klinken zu putzen". Im Leistungsbereich wird wie eh und je auf dem platten Lande nach Gutsherrenart regiert! Wenn es dann mal der Zufall will, das einer der Dümmsten zum Chef vom Ganzen gewählt wird, dann Gute Nacht! Erst wird das Tafelsilber in Form von verwertbaren Eigentum des Vereins verkauft, dann folgt die Insolvenz, wo das Geld der Kleinsponsoren an die Gläubiger-Banken weitergereicht wird und danach muß der Steuerzahler den Schaden begleichen! Dann regnet es zwar durchs Dach, aber man sitzt trotzdem im Trockenen!


    Für die Profivereine ist es unerheblich, ob man mit Stützpunkt- oder gar Verbandsauswahl-Empfehlung kommt! Es ist das alleinige Risiko des Talents und es sind die Kosten und der Zeitaufwand seiner Eltern, wenn es denn überhaupt aufgrund seiner geografischen Nachteile und dem ungünstigen Verhältnis zwischen Schul- und Trainingsort genommen wird! Von wegen Chancengleichheit bei gleichen Talent-Voraussetzungen! Immer neue Jugend-Leistungstrainer wollen mit "Frischfleisch" versorgt werden! Wie hoch die Fluktuationsquote ist, interessiert keinen. Denn für die, die auf der Strecke geblieben sind, interessiert sich eh niemand! Außerdem machen es die anderen doch auch so! Sport ist eben ein schmutziges Geschäft, weils da um Geld und Ruhm geht! Das weiß doch jeder - warum also aufregen?


    Tja, bei der Talentbeurteilung habe ich auch so meine Probleme! Denn wechselt der Stützpunkttrainer, dann kommen die Talente plötzlich aus anderen Vereinen. Denn nach allgemeinem Verständnis sollte es keinen kausalen Zusammenhang zwischen Talent-Veranlagung und seinem Wohnort geben!


    Das Ausgangsthema lautete: "völlig falsche Sichtungskriterien bei der Talentauswahl (von LZ/Stp).


    Um zu einer Erkenntnis zu gelangen, was falsche Sichtungskriterien sind, müßte man erst mal die richtigen Kriterien kennen! Selbst, wenn der DFB einen Katalog der objektiven Talentmerkmale für die Sichtung herausgeben würde, könnte das Talent bzw. dessen Eltern sich im Zweifelsfall nicht darauf berufen. Auch eine Kontrolle der Selektion und die Förderleistung seines Stützpunkttrainers ist nicht möglich.


    Hauptgrund dafür ist der Mangel an unabhängigen und qualifizierten Stützpunkttrainern.
    Denn für die paar Kröten vom DFB arbeiten nur die wenigsten guten Trainer auf dem Stützpunkt. Selbst Trainer, die zum wöchentlichen Jogging in der 3. Seniorenliga verurteilt sind, bekommen mehr "Schmerzensgeld"! Stützpunkttrainer aus Leidenschaft habe ich auch kennengelernt. Davon gibt es leider zu wenig, denn auch die Enthusiasten werden schnell mal vom jeweiligen DFB-Koordinator auf den Boden der Realität zurück geholt. Der kennt die Vereine, dessen Interessen zu berücksichtigen sind.


    Sportliche Neutralität ist im Fussball ein Fremdwort, wenn es ins Detail geht. Logisch wäre, das man sich doch selbst dabei schadet, wenn man nicht rechtzeitig die Besten (Talente) verpflichtet? Aber auch dann findet man schnell zur Tagesordnung zurück! Wenn das nicht aufgenommene Talent dann später woanders ein Star wird, dann war er eben in früheren Jahren noch nicht so weit!


    Aber dort, wo nicht alle mitmachen dürfen, ist es besonders schwer, eine gerechte Beurteilung zu treffen!

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  • Wenn Eltern meinen, sie hätten ein förderungswürdigesTalent, dann heißt es "Klinken zu putzen". Im Leistungsbereich wird wie eh und je auf dem platten Lande nach Gutsherrenart regiert! Wenn es dann mal der Zufall will, das einer der Dümmsten zum Chef vom Ganzen gewählt wird, dann Gute Nacht! Erst wird das Tafelsilber in Form von verwertbaren Eigentum des Vereins verkauft, dann folgt die Insolvenz, wo das Geld der Kleinsponsoren an die Gläubiger-Banken weitergereicht wird und danach muß der Steuerzahler den Schaden begleichen!


    Das von dir so zynisch zu lesen: treffender hätte ich es nicht sagen können, nur hätte ich mich das nicht getraut - danke! Man muss genau das bedenken: all wir Steuerzahler sind stets mit im Boot im Verein! Und woher bekommen auch regionale o. lokale LZ (als/wie Vereine, trotz oft GmbH-Status) i.d.R. ihre Trainings-Plätze o. -Hallen? Von Stadt o. Gemeinde auf Kosten aller! Aber wer kontrolliert, was mit den doch im Haushalt vor Ort immensen Mitteln (s. Hallen/Platzneubau) faktisch gemacht wird, wem es zugute kommt (z.B. festangestellten Leitern, gar neudeutsch "Managern" o. reell Kindern, meinetwegen auch zuerst "echten" Talenten)?


    Bei uns im lokalen LZ stehen z.B. auf wundersame Weise erstmal Trainer- u. Sponsorensöhne im Kader u. Finanzen sind ein Buch mit 7 Siegeln... Auch auf Vereinsgelände gibt es mitunter private "Schulen" (damit meine ich nicht den üblichen Wanderzirkus FFS, sondern feste Institutionen: Privattraining für Kinder Reicher, gegen Bares, von Privattrainern (als Selbständigen): die sind meist gut u. nett, aber: gesponsert vom Steuerzahler, da natürlich o.g. Plätze, Hallen und Umkleiden inkl. Duschen mit benutzt werden. 1. Kriterium der Talentsichtung hier: gute Finanzen bzw. Vitamin B der Eltern (also: Umverteilung nach oben durch Steuern)! Komisch, dass das in unseren Medien voll "kritischer" Journalisten noch nie wem auffiel. Aber sonst ist e m.E. auch nie wesentlich anders: wer kennt unter den Erwachsenen wen - wesentliches Kriterium beim "Sichten"...


    War früher ähnlich: mein Schwager hatte je 1 Woche als TW Probetrainings bei Werder u. Bayer L., da seine Mutter da immer wieder anrief - heute unglaublich, aber wahr, und das, obwohl viel zu klein! Schön dennoch, dass die Fußballwelt damals noch aus Begeisterung für die Sache, aus Leidenschaft (und Verständnis für Leidenschaft bei anderen, eben auch Eltern) sowie einfach "Goodwill" im Herzen für so etwas offen war, nicht alles genau (gemäß korruptilem Eigennutz)berechnet wurde wie heute - dabei leider u.U. vielleicht häufig falsch, wie ich bzgl. wahrem Talent (im Kind als seinen "unsichtbaren", verborgenen Potentialen) meine.

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  • Wir sind in einem freien Land, wo jeder seine Meinung als subjektive Wahrnehmung äußern darf!


    Mag sein, dass es woanders bessere Möglichkeiten gibt. Ich wollte nichts verallgemeinern, nur ein wenig die Augen öffnen, nicht alzu naiv heran zu gehen! Leider wird auch immer wieder behauptet, das selbst die, die es auf dem Weg nach oben nicht geschafft haben, eine schöne Zeit erlebten. Nur die melden sich fast nie zu wort, aus Angst, als Versager zu gelten! Sie haben vor jedem Spiel gehofft, endlich in der Startformation zu stehen und bei jedem Training, bei dem ein Gast sein Probetraining absolvierte gehofft, es würde nicht den eigenen Platz einnehmen!


    Niemand wird daran gehindert, sein Glück zu wagen! Seines Glückes Schmied ist er jedoch nur dann, wenn er auch Glück hat, erfolgreiche Sattelhalter zu haben! Gäbe es diese Notwendigkeit nicht, so würden die Spielerberater nicht als Erzfeinde der Vereine angesehen werden!


    Leider gibt es noch keine Trainerberater, sonst könnte man auch das eine oder andere unerfahrene Trainertalent vor bösen Erfahrungen besser schützen!

  • Sie haben vor jedem Spiel gehofft, endlich in der Startformation zu stehen und bei jedem Training, bei dem ein Gast sein Probetraining absolvierte gehofft, es würde nicht den eigenen Platz einnehmen!


    Kinder sind da noch unbedarfter, empathischer bzw. mir viel sympathischer und fairer, denken so noch eher nicht (außer man hat sie schon verdorben): mein Sohn wurde heute z.B. beim Probetraining von allen möglichen neuen Mitspielern ganz herzlich begrüßt, einige meinten sogar, dass er unbedingt zu ihnen kommen solle. Zu nörgeln habe da eher eifersüchtige Eltern, aber wer will es ihnen verdenken, da gilt eben, der Bessere ist des Guten Feind. Und wer besser sei, das wird am Ende immer subjektiv beurteilt.

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • guenter:
    Warum versuchst du noch mit Kicker zu diskutieren?
    Er antwortet eh nicht auf Beiträge die ihm nicht passen.
    Und wir beide haben ja gelernt:
    Es kommen eh nur Trainer- und Sponsorenkinder in Leistungszentren, alle anderen haben keine Chance.
    In seinem Kreis ist alles schlecht, schade dass er es nicht schafft eine bestimmende Funktion zu besetzen, da dann ja alles objektiv beurteilt wird.
    Selbst versteckte Talente, die heute zwar nicht ganz so stark sind, würden von ihm entdeckt, da er allen Kindern das Fördertrainig angedeihen lassen würde.
    Wobei es meiner Meinung zwar schwierig, aber sicher machbar ist, ein Fördertraining für 300-400 Kinder wöchentlich zu veranstalten!


    Ich finde es mittlerweile einfach nur schade, dass hier viele Themen durch, ich bezeichne sie mal als Utopisten, kaputtgeschrieben werden.
    Es geht denen nicht um die Diskussion, sondern darum, dass sie hier ihrer Frust ablassen, sich über andere Schreiber erhöhen, Argumente von anderen zu ignorieren oder ins Lächerliche zu ziehen.
    Dabei stellen sie ihre Söhne in den Mittelpunkt, widersprechen sich in verschiedenen Themen und stinken einfach gegen alles an.


    Traurig, dass ein bislang so gutes Forum durch einige wenige im Niveau so weit sinken kann.


    Mit traurigem Gruß


    Zamorra