Bereits in der D statt C verzögerte Aktion durch Wachstum? Ist es richtig das man den schnellen Antritt über Krafttraining schult? Ist es richtig, dass Krafttraining für die D nicht altersgerecht ist, weil D Kinder noch keine ausreichende Muskulatur aufwe

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  • Mit anderen Worten....kann ich mir ein Bein ausreissen, ...ich werde das so schnell nicht ändern können.

    Das ist jetzt aber komisch. Hätten wir vorher gewusst, dass Du eigentlich schon ein Fazit hast (das in eine ganz andere Richtung geht als das Threadthema eigentlich hieß), hätten wir uns alle keine Gedanken machen müssen - und den Thread auch nicht weiterverfolgen brauchen.


    Ratlose Grüße,


    Micha

  • Ich kann ja wieder mal nur meine Spielerperspektive schildern. Aber ich brauchte um mich anzustrengen irgendeinen Wettkampfcharakter der Übung. Reine Technik- oder Koordinationsübungen, so wichtig sie fraglos waren, fand ich eher öd und hab sie dementsprechend "letscherd" absolviert. Ich mochte z.B.die 1:1-Tuniere auf einem kleinen Feld. Aber auch beim Laufen, allein klappt das bei mir bis heute nie. Ich brauche immer jemanden, der am Besten so 10-15% besser ist als ich als Ansporn. Bei mehr wirds frustrierend, bei weniger, wieder langweilig und dann lass ichs doch wieder schleifen/bleiben. Vielleicht lassen sich ja manche ÜBungen umgestalten, dass sie mehr Wettkampfcharakter haben. Könnte mir vorstellen, dass das zumindestens bei einigen mehr rauskitzelt.
    Was natürlich auch noch dazukommt, ist dass es sich altersmäßig um eine Phase in der sich viele Dinge ändern. Die SChule(Gym oder Hauptschule), damit auch das Umfeld, die Interessen (Mädels). Da kann zwischendurch ein einzelnes Hobby (ich kenne das auch aus der Musik) schon malzwischenzeitlich eher hintenanstehen. Ich denke diesen Effekt wird man nicht ganz ausschalten können.
    Manche entwickeln deshalb beim FUßball mehr Ehrgeiz, weil es das einzige ist, was ihnen soziale Anerkennung verschafft (Schul"versager", Migrantenkinder etc.), andre haben auch anderweitig Erfolge und "brauchen" den FUßball daher nur als körperlichen Ausgleich.
    Jedes Kind ist ein bisschen anders, deshalb gibts aus meiner Sicht kein "Patentrezept".

  • Andre


    es kann durchaus sein, dass deine Probleme in der Vergangenheit begründet sind. vielleicht kannst du da ja mal etwas nachforschen.


    eine Mannschaft gekannt, die in F,E und D ihren Gegnern meistens deutlich überlegen waren, auch noch geprägt durch 2,3 etwas überdurchschnittlichen
    Spieler. diese Spieler brauchten nicht an ihre Leistungsgrenze zu gehen, sie gewannen eh.


    ab C änderte sich das, durch Qualifikation spielte man eine Stufe höher, die 2 tragenden Spieler wechselten höherklassig. die Mannschaft spielte aber ihren
    Stil weiter.


    man schaffte es nicht sich umzustellen, wohl auch mitbedingt, dass der Trainer selbst sich nicht umstellen konnte.


    diese Spieler sind jetzt im aktiven Bereich.


    Ergebnis; 2 Spieler, die immer schon um ihren Platz in dieser Mannschaft kämpfen mussten, spielen heute in der 1. Mannschaft.
    4,5, die im unteren Jugendbereich mit ihrem Talent ganz gut zurechtkamen kicken jetzt in der 2, Mannschaft, obwohl sie eigendlich die besseren
    Fussballer sind. sie sind einfach nicht bereit sich zu quälen und sind mit dem zufrieden, wo sie sind.


    sowas hattes du aber mal für gut gefunden



    wir haben das hier ja schon öfters diskutiert.


    ich habe stets die Ansicht vertreten, dass es auch Aufgabe des Trainers ist, die Einstellung, Leistungswille und Leistungsbereitschaft zu fordern und zu fordern,
    auch schon im unteren Jugendbereitscha Um Missverständnissen vorzubeugen, das hat nichts mit Leistung bringen "müssen" zu tun..


    bin schon etwas überrascht (aber nicht so ganz) , dass du jetzt als Trainer einer älteren Jugendmannschaft eine andere Sichtweise hast, als die, die aus früheren Beiträgen rauszulesen war, als du den Leistungsgedanken selbst bis in den aktiven Bereich in Frage stelltest.
    diesen Leistunggedanken , das Einforderung mal bis an die eigene Leistungsgrenze und höchste Konzentration im Training und Spiel abzuverlangen ist reiner Leistungsgedanke, verlangst du aber jetzt von deiner Mannschaft.


    gg

  • Deine Statement verstehe ich z.T. überhaupt nicht... Doch auch im Schach geht es um Gewinnen, nur ist da Gehirn wichtiger als die Beine. Allerdings hat dort auch jeder Trainer den Unterschied zwischen Kindern u. Erwachsenen, zwischen Breiten- u. Profisport zu begreifen. Mein Sohn spielt z.B. dort ab und an "Räuberschach", wo es Ziel ist, zuerst zu verlieren. Das soll im Kopf flexibel machen. Ich habe es mal im Fußball versucht: keiner kapierte den Sinn, alle standen total auf dem Schlauch. Im Spiel soll man stets schnell umschalten können, aber wenn das im Kopf so wenig funktioniert? Jeder Erwachsene kann sich selbst etwas contra dem inneren Schweinehund abfordern, gut u. gern, aber wenn man meint, jenseits der Schule (als Zwangsveranstaltung der unserer Wirtschaft zuarbeitenden Staatsgewalt, die sie ist), fremden Kindern in deren Freizeit etwas abfordern zu dürfen, um ihre eigenen Zielvorstellungen (: nie verlieren zu wollen, es also nicht zu können o. auch ökonomichen Interessen der Profiteure des Systems zuarbeitend) zu befriedigen, dann wird's...


    Klar, Kinder können da nicht aktiv widerprechen, nur ihre Lust verlieren. Doch im KiFu sollte es um die Kinder, ihr Wohl, ihren Spaß gehen. Wer gern als großer Sieger brillieren will, sollte als Erwachsener selbst spielen, hart sich fordernd trainieren: kann sich da beweisen, nicht über fremde Kinder! Denn: Was gäbe ihm menschlich das Recht dazu, deren Selbstbestimmung zu ignorieren? Fordern statt Fördern geht gegenüber Kindern eigentlich gar nicht, meine Meinung. Ihnen langfristig durch hartes Training den Körper kaputtmachen noch weniger! Sie dazu positiv zu motivieren, spielerisch mit Spaß Leistung bringen zu wollen, darum geht's. Fordern hieße natürlich, etwas bringen zu "müssen"...

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

    3 Mal editiert, zuletzt von Kicker ()

  • Mehr Muskeln, Tempo o. Kondition könnte man schon mit Gewalt "ausbilden", könnte auch Hormone spritzen, Vitaminbomben mixen, wie bei Lasttieren in Entwicklungsländern Schule o. Befindlichkeiten vernachlässigen, alles auf eine Karte setzen (s. Mini-Bodybilder in den USA), die Frage ist nur: mit welch langfristigen Schäden als Folgen fürs Herz, für Gelenke, Psyche etc



    @Kicker


    darauf bezog sich mein letztes Statement. vor allem auf langristige Folgen, die der Fussball, der Sport generell,mit sich bringen kann, auch ohne zusätzliche Mittel.siehe z.B.MilkyWay. man nimmt es in Kauf oder lässt es


    jetzt verstanden?


    gg

  • Das ist es ja grad: wer ist "man"? Also die Kinder sind nicht volljährig/mündig, abhängig, schutzbefohlen. Es wird etwas über ihre Köpfe hinweg entschieden u. gemacht, wobei sie allein am Ende die ihnen mit 10 o. 13 völlig unbekannten Schäden zu tragen haben. Ist das verantwortliches Handeln? Und es ist ja so: da betreuen großteils Leute, die Null Ahnung haben, wie welche Übungformen später was bewirken. Ich kenne z.B. einen 17-jährigen Ex-Niedersachsen-Auswahlspieler, der hat schon das Knie kaputt, ist Fußballinvalide...

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Günter/Kicker


    Den Willen zur eigenen sportlichen Leistung des Einzelnen den möchte ich in einer D 1 schon sehen. Wer sich dort als Kind so verkauft, wie ich es in der D 3 erwarten würde....sprich....etwas talentfreier, ...langsamerer, ....mit mehr "Fehlern" behafteter Fußball auf einer anderen fußballerischen Ebene.....der bringt mich bei meiner sonstigen Einstellung zum Qualmen. Ich ertrage das innerlich nicht! Ich finde es faul, ignorant und unpassend, bei Trainings...wo ich im Koordinationsteil sogar in Wettkampfform mal 4, 6 oder 8 Sprints auf 10 Meter verlange...hier zu joggen....das empfinde ich als Frechheit...auch von Kindern.


    Ich bin auch NICHT anderer Meinung als früher, denn ich bin für leistungsbezogene Einteilung. Ich bin auch heute noch der Meinung, dass ein Leistungsteam...was das auch immer ist....hier die gleichen Ausbildungsziele wie alle anderen Kinder in der Altersgruppe verfolgen sollte, ...nur unter erschwerten Bedingungen....ebend leistungsangepaßt im Schwierigkeitsgrad und Intensität.


    Ich mag meine Spieler,...jeden einzelnen und ich gehe mit ihnen ordentlich um, ..ich denke es ist kindgerecht wie ich es mache. Dennoch bin ich von ihnen was dieses Thema angeht enttäuscht, weil sie D 2 Niveau aufweisen.


    Es ergab sich halt für mich die Frage, ob es ein änderungsmöglicher und änderungsnotwendiger Grund war oder ich diesen Zustand so belassen und aktzeptieren muß...in dieser Frage war ich unsicher....zumal ich Druck von einigen wenigen Aussenstehenden empfand...subjektiv emfpand....Hierbei definiere ich hier selbstkritisch Gewinndenken hinein....diese gezeigte eventuelle Schwäche sollte man mir nun nicht im Halse umdrehen....vielleicht sucht jeder bei sich selber mal in diese Richtung und hätte dann noch einiges aufzuarbeiten...@all, Gruß Andre und nochmals Danke für alle Meinung, fand ich ok so.

  • ...ich nicht ganz,...denn Hineininterpretiertes,...um Beweggründe heraus zu finden,...hat nix mit dem Thema an sich zu tun.


    Ich hatte mich vor zwei Jahren mal kurz mit diesem Thema beschäftigt.
    Herausgefunden habe ich den Zusammenhang Sprintfähigkeit und Sprungkraft.
    Eine bessere Schulung der Sprungkraft führt zu einer schnelleren Schulung der Sprintfähigkeit.
    Ich habe mir dazu, aus meiner Erfahrung mit Gewichthebern und dessen Training, einiges übernommen.
    Der Bauchgürtel wurde schon erwähnt,...ist mit entscheidend, weil er ein Grundgerüst für alle Aktivitäten bildet.
    Ebenso in Verbindung mit der Koordination,...aber da sind wir uns alle einig, ist Vorreiter der Schnellkraft und dazu gehörigen Technik.
    Andre,...empfehlen würde ich dir die Mittelschiene zu fahren,....die Sprungkraft verstärkt zu trainieren,...sie aber nicht in den Vordergrund schieben.


    beste Grüße