Bitte den Link lesen. Geht es wirklich bergab?

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  • Ich halte die Argumentationen für nicht gerechtfertig, zumindestens nicht auf Bundesebene.


    Der DFB ist mit all seinen Verbänden auf einem guten Weg die jugen Talente zu fördern. Dies ist zum einen
    durch den zunehmenden Erfolg junger Spieler zum Beispiel in der Bundesliga und auch International zu sehen.
    Diese Aufarbeitung der Talentförderung für die Kinder- und Jugendarbeit beschäftigt den DFB noch nicht alzu lange,
    würde behaupten seit 10 Jahren? Da sind andere Sportarten in Deutschland um einiges weiter.


    Es kommt aber grundlegend darauf an, wie gut die Ausbilder, sprich die Trainer, im Kinder- und Jugendbereich
    ausgebildet sind. Wir zum Beispiel in Schleswig-Holstein haben das Problem, dass wir von Verbandsseite kaum
    Schulungsangebote haben und auch die Kreise bieten nicht viel an. Im Vergleich zu Hamburg sind die Angebote sehr
    rahr, weshalb ich dieses Jahr und vergangenes Jahr alles ab der C-Lizenz Breitenfußball in Hamburg beim HFV gemacht habe,
    auch wenns ein Stück weiter ist als nach Malente. Aber Hamburg ist mit einem Verein in der 1.BL und der 2.BL finanziell auch
    gut ausgestattet. Und was haben wir? Holstein Kiel und VFB Lübeck, klasse.
    Mal abgesehen davon, dass wir in anderen Sportarten dafür auf Bundesebene dominierend sind, glaube ich dass die Ausbildung
    auch in SH nicht schlecht ist, wir aber keinen Verein haben der in der Bundesliga mitspielt. Seit der neuen Klassenstaffelung
    ist dem Bundesland die Regionalliga ja auch nicht mehr viel wert, was wiederum dem Verband anzumerken ist.


    Ich glaube dem Herrn fehlt im Breitensport einbischen der Bezug zur Realität, so kommt es zumindestens für mich rüber.
    Sicher kann ich auf jedes Wochenende ein Spiel legen, ob nun Punktspiel oder Freundschaftsspiel ist dabei egal. Aber habt ihr
    schonmal eine Traube von Eltern um euch rum gehabt, die alle meinen: "Wir wollen am Wochenende auch mal was mit der Familie
    machen und nicht immer nur Fußball, Fußball und irgendwann mal Schule!" Ich zum Glück nicht, aber einzelne Eltern haben sich bereits
    beschwert dass wir eben soviel unternehmen und Freundschaftsspiele abmachen. Ich biete sogar ein zusätzliches Torspieler-Training an,
    und dies wird von einigen Eltern geblockt.
    Also, im Breitensport und zunehmend in den jüngeren Altersklassen geht es nicht ohne die Eltern. Und wenn sich die Eltern zu schade sind,
    oder eben was anderes vor haben, als die Kids 3 - 4mal die Woche hin und her zu fahren, dann ist das eben so.


    Und was heißt hier eigl.: „Es muss wieder mehr Bewegung in den Nachwuchsbereich kommen“? Es gibt immer mehr junge Trainer die sich
    informieren und wirkliches Interesse daran haben, den Kindern etwas bei zu bringen. Wenn die älteren Generationen so statisch sind und
    das Konditionsgehabe des eigenen Fußballs von damals in der E-Jugend anwenden, dann ist das ein Generationenkonflikt.
    Ich bin der Meinung, der Kinder- und Jugendfußball ist in Deutschland ganz klar am kommen.
    Viele Trainer legen INZWISCHEN mehr Wert auf Vielseitigkeit und schauen sich auch in anderen Sportarten um was übertragbar sein könnte.


    „Fußball darf für Kinder nicht mehr und mehr in den Hallen stattfinden.“
    Gerade für Kinder ist die Vielfalt in der Halle, viel größer als draußen. In der Halle sind soviele Geräte
    die im Kinderbereich für das Ausbilden der koordinativen Fähigkeiten wunderbar eingesetzt werden können.
    Wenn es geht, dann sollte das Training klar draußen stattfinden. Aber auch ich bin am überlegen zur neuen
    Saison eine E-Jugend zu übernehmen und dann AUCH im Sommer wöchentlich/alle 2 Woch einmal in die Halle zu gehen
    weil eben der Spielraum wesentlich größer ist. Und im Sommer sind die Hallenzeiten sowieso nicht viel beansprucht.


    Also, ich kann die Argumentationen, falls diese allgemein gehalten sind, nicht nachvollziehen. Auf Kreis und vielleicht
    auch auf Verbandsebene ok. Aber selbst da, stellt sich die Frage, was macht der DFB (Fußball-Verband) da.
    Ich bin der festen Überzeugung, dass die Ausbildung vor 5 Jahren in keinster Weise besser war als heute.


    Gruß Steven

  • Im Leistungsfußball kann man das sicher nicht auf alle Fußballkreise beziehen. Hier muss es Unterschiede geben, zumindest sprechen Erfolge der Jugendnationalmannschaften und der NLZs eine andere Sprache. Dort wird auch ein sehr hoher personeller und finanzieller Aufwand betrieben.


    Der Auswahltrainer Dietmar Harland führt als Grund an, die Kinder sind schlecht ausgebildet!


    Seine Lösung, die Vereine müssen zusammen arbeiten!


    Wenn Dietmar Harland auch den Breitenfußball meint, bin ich ganz seiner Meinung, denn da geht es mächtig bergab.


    Ich selbst habe 2004 zwei Nachbarvereine versucht zur Zusammenarbeit mit uns zu bewegen. Jeder hatte ein E-Jugendteam mit ca. 10 Kindern. Der Vorschlag war, lasst uns die dreißig Kinder zusammenwürfeln und nächste Saison mit zwei D-Jugendteams als an den Start gehen. In unserem FBK ist das kein Problem. Ich hatte aus den drei Vereinen vierzehn erwachsene verantwortliche Leute am Tisch sitzen, die über die Zukunft der Kinder berieten. Welch ein Potential dachte ich! Jeder erkannte das Problem. Letztendlich haben wir total versagt! Wir haben es nicht geschafft, den Kindern eine gemeinsame Zukunft zu bieten.


    Ich habe mir die Frage nach dem WARUM gestellt.


    Warum machen wir eigentlich Jugendarbeit?



    • für unseren Verein
    • für uns selbst
    • für unser Kind
    • für die Jugend
    • für den Fußball
    • oder ist es ein MIX?

    - Ein entscheidender Aspekt ist noch, wie weit ich mich aktiv in einen Gestaltungsprozess einbringen kann/möchte.


    Jeder findet sich irgendwo in den Gründen wider. Je nachdem, wie die Gründe gewichtet sind, kommt eine Zusammenarbeit für die Jugend dabei raus, oder wie in unserem Fall, eben nicht.


    Zu meiner Erklärung gehört folgende Wahrnehmung:


    - Die Rahmenbedingungen haben sich in unserer Luxuszeit und dem zunehmendem Fortschritt, im Gegensatz zu meiner Zeit, sehr verändert.
    - Viele Kinder verhalten sich heute sehr passiv.
    - Andere aggressiv oder hyperaktiv.
    - Ich wage zu behaupten, dass die Kinder von heute mehrheitlich zu Konsumenten geworden sind. Aus eigenem Antrieb werden sie immer seltener aktiv.
    - Wenn sie Langeweile bekommen, holen sie die TV-Fernbedienung oder setzen sich vor den Computer bzw. die Spielkonsole.


    Dafür können die Kinder natürlich nichts. Sie leben von den Angeboten, die sie (von uns) vorgesetzt bekommen.


    - Ich gehe davon aus, dass es in der Natur der Kinder liegt, sich bewegen zu wollen. Alle Kinder wollen Sport machen und sich beweisen.
    - Ich gehe auch davon aus, dass wir viele gute Kicker unter den Kindern haben.
    - Da sie die Straße nicht mehr haben, brauchen sie eine gute kindgerechte Ausbildung und Spaß, um später dann den nötigen Willen und Ehrgeiz für höhere Ziele zu entwickeln.
    - Natürliche Angebote sind heute rar, man muss sie organisieren.


    Ich denke, dass es in der Zukunft nur mit Zusammenarbeit geht. Sie muss allerdings auf beiden Ebenen (Leistungs- und Breitenfußball) zum Tragen kommen.


    Wenn nicht, bildet sich eine Zweiklassengesellschaft und in der zweiten Klasse geht es fußballerisch noch weiter bergab. Das wird extreme Auswirkungen auf den Kreisklassenspielbetrieb im Seniorenbereich haben. Bei uns ist das heute schon deutlich zu spüren.


    Dietmar Harland hat Recht, wenn er die Fähigkeiten der Spieler bemängelt. Oft wird den Kindern der Spaß am Spiel schon früh vermiest. Die Kinder werden nicht kindgerecht trainiert und oft für den Erfolg missbraucht. Die Guten werden einseitig belastet und die Schwächeren bleiben einfach draußen, Hauptsache das Spiel wird gewonnen.


    Die Quittung ist laut einer Studie der Uni Landau/Koblenz (Dr. Rainer Theis) von 2009, dass das Drop Out Problem schon in der E-Jugend angekommen ist.


    Also, ich denke, dass für den Spitzenfußball ausreichend gesorgt ist. Der Breitenfußball muss sich selbst helfen. Hier sind die Vereine und Trainer gefordert die Hilfs- und Ausbildungsangebote der Verbände anzunehmen. An dieser Stelle hilft kein Hilfeschrei zu „denen nach oben“. „Die da oben“, bringen den Kindern das Fußballspielen nicht bei, das müssen wir schon selbst machen.


    Grüße Ralf


    PS: Dieses Thema ist sehr komplex und sehr schwierig, aber für den (Jugend-) Fußball elementar wichtig. Hier müssen wir alle ran!

    Wie wir mit den Kindern von heute umgehen, das wird die Welt von morgen prägen (Hans Jonas 1903-1993)

    3 Mal editiert, zuletzt von Ralf K. ()

  • Hmm, hier werden ja 2 Themen parallel behandelt. Der Link im Ausgangsposting beschreibt, dass es in einem bestimmten Fussballkreis bergab geht. Diese Erkenntnis wird ja gerade aus dem schlechten Abschneiden im Vergleich zu anderen Kreisen gezogen, ist also nicht verallgemeinerbar. Denn wenn alle schlechter werden, bleiben die Relationen ja erhalten.


    Das Posting von Ralf zielt viel allgemeiner auf den Vergleich früher zu heute. Mangels Erfahrung kann ich mir da nicht wirklich ein Urteil erlauben. Dass die Vereine auf Grund über lange Jahre gewachsenener Animositäten oft nicht zur Zusammenarbeit bereit sind, habe ich allerdings leider auch schon gemerkt. Das wird auf dem Rücken der Kinder ausgetragen, da sollten sich alle hinterfragen und auch mal bereit sein, über den eigenen Schatten zu springen.


    Grüße
    Oliver

  • Aus dem Link geht im wesentlichen hervor, das:


    1. die Vereine durch schlecht ausgebildete Trainer die DFB-Stützpunkttrainer in eine ungünstige Situation gebracht hätten.
    2. das Jugendleistungszentrum Emsland als Errungenschaft gefeiert, durch die man Spieler besser hervorgebracht werden könnten


    zu 1.:
    Die Trainersituation in den Vereinen hat sich vor und nach der Einführung des flächendeckenden Nachwuchsfördersystem unter Führung des DFB nicht wesentlich verändert. Wohl aber das Freizeitverhalten der Kinder, die sehr viel mehr Zeit für bewegungssterilen Zeitvertreib verbringen. Leider haben sich auch die Vereine teilweise autonomisiert, in dem sie weniger Aktivtäten für die Jugend initiieren und stattdessen lieber mehr Geld für den Ausbau der Stadion-Gaststätte und Tribünen ausgeben, um "Dorf-Bundesliga" spielen zu können.


    zu 2:
    Man muß wissen, dass das Jugendleistungszentrum eher eine Art "Notgeburt" war, weil 2 Vereine sich massig in die Förderaktivitäten der beiden emsländischen Stützpunkte eingemischt haben. Dort wurden fast komplette Stützpunkt-Jahrgänge in die D-Jugend der Vereine SV Meppen und TUS Lingen geholt. Da man jedoch im Punktspielbetrieb gegen die Teams, denen man zuvor die Leistungsträger "beraubt" hatte, spielte, waren es nur Scheinerfolge. Weil diese Teams aber kaum gefordert wurden, entwickelten sich die meisten Talente nicht weiter. Es ist ja auch leicht vorstellbar, das sich bei einem Torwart, dessen einzige Aufgabe in der Verarbeitung von 1 - 2 Rückpässen pro Spiel besteht, keine Fortschritte zu erzielen lassen.


    Einige Eltern mit Fussballsachverstand erkannten dieses Problem. Da weder VFL Osnabrück noch Werder Bremen großes Interesse zeigten, nahmen sie Kontakt zum niederländischen Nachbarn, Twente Enschede auf. Die hatten hin und wieder schon mal deutsche Talente aufgenommen (z.B. Peter Niemeyer, Timo Leugers), freuten sich aber trotzdem über so viel Aufmerksamkeit. Und weil Twente schon sehr viel Erfahrung in der Nachwuchsförderung hat, war es fast schon nichts besonderes, das aus dieser Arbeit bereits deutsche 2 Junioren-Nationalspieler hervorgingen! Nun wurden auch die Verantwortlichen von Werder Bremen wach. Denn es war ihnen ein Dorn im Auge, das derart herausragende Talente nicht "automatisch" in den Werder-Fundus landete. Mit Werder als Zugpferd konnte man starten. Rasch wurd auch klar, das aufgrund der Infrastruktur nur der SV Meppen fürs Leistungszentrum infrage kam. Dennoch gestaltete sich die Sache durch die kurzfristige Integration der 2. Bundesliga-Mannschaft von Victoria Gersten zum SV Meppen nicht so einfach. Wie sollte man den Werder-Verantwortlichen klarmachen, das man mit einer finanziellen Beteiligung am Projekt auch indirekt die sportliche Konkurrenz (die Werder-Damen spielen auch 2. Bundesliga) unterstützt. So suchte man nach Abgrenzungsmöglichkeiten, durch die einzig der Jungen-Bereich gefördert werden konnte. Bei den ersten Treffen wurde jedoch klar, das es allein mit einer finanziellen Unterstützung nicht getan sein konnte, sondern auch ein Know-How-Transfer bei der Trainerausbildung, so wie Möglichkeiten für eine erweitere Talentausbildung von potentiellen Jungprofis geschaffen werden müssen. Hier gibt es erst einmal nur Willensbekundungen.


    Ohne die besondere Initiative der Stützpunktverantwortlichen wäre wohl der Unsinn durch vorzeitige Vereinswechsel nicht beendet worden und kein Jugendleistungszentrum geboren worden. Das Ergebnis ist eine strickte Trennung der Förder-Verantwortlichkeiten (bis D-Jugend im Stützpunkt; ab C-Jugend im Jugendleistungszentrum). Besonders erwähnt werden sollte ferner das hohe Engagement auf dem Stützpunkt Sögel, denn es ist nicht nur der Fussball, sondern es sind die Menschen, die mit ihrem Engagement, ihrem Fleisch und manchmal auch Durchhaltevermögen besondere Leistungen hervorbringen können. Dort wird mit Unterstützung der Eltern weitaus mehr geleistet, als das wöchentliche Montagstraining. Dass auch woanders gute Vereinsarbeit geleistet wird und die Stützpunkttrainer ihre Talentauswahl vereinsunabhängig treffen zeigt sich auch in der Tatsache, das die beiden vorgenannten Vereine (Meppen, Lingen) fast gar nicht als Heimatvereine der Talente zu finden sind.
    In das neue Jugendleistungszentrum werden viele Hoffnungen gelegt. Besonders erfolgeich gestaltet sich momentan die Entwicklung der C 1 des SV Meppen, die mit einer Torhüterin (mit 2 Länderspieleinsätzen) ans Tor zur Regionalliga klopfen.
    Es wird aber wohl noch Jahre dauern, bis die ersten Erfolge erkennbar sind. Denn nur allein durch die Trennung der Verantwortlichkeiten ist noch keine kontinuierliche Förderung gewährleistet. Es muß sich auch in den Köpfen der Verantwortlichen für den mittleren und späten Jugendbereich die Sichtweise hin zu einer systematische Ausbildung von sorgfältig und handverlesenen Talenten durch geeignetes Personal verändern. Leider wird bis heute wird noch viel zu viel Zeit in kurzfristige Saisonziele verschwendet. Weil aber die Jugendtrainer fast ausschließlich nach Saisonziel-Erreichung beurteilt werden, dreht man sich im Kreis! Zwar soll ein Leistungszentrum jederzeit offen sein, weil sich Talente nicht so entwickeln und auch für Spätentwickler die Chance vorhanden sein muß. Dies sollte aber in jedem Einzelfall nach sorgfältiger Prüfung (Entwicklungsbeobachtung statt Stichtagsprüfung) erfolgen. Durch diese Veränderung würde auch die Unruhe in den umliegenden Dorfvereinen beendet, die derzeit ab der C Jugend noch um ihre Talente bangen müssen. Als Fazit die aktuellen Hyperaktivität kehren viele vermeintliche Talente nach 1 - 2 Jahren meist total gefrustet heim oder hören ganz mit dem Fussball auf.


    Es wäre zu wünschen, das die aktuelle Steilvorlage durch den sensationellen Erfolg des Stützpunkts Emsland Nord die Vereinsvorstände in die Verantwortung ruft, das man nur dann in Zukunft erfolgreich sein kann, wenn man auch rechtzeitig die Weichen stellt und die Maßnahmen auch regelmäßig auf Eignung hin überprüft und anpaßt!


    Das Emsland ist total fussballverrückt! Hier lassen sie Dinge entwickeln, für die es im Rest der Republik wohl keine Mehrheiten finden lassen. Insoferin ist diese Situationsbeschreibung kein Maßstab. Denn häufig scheitern sinnvolle Zusammenlegungen für den Kinder- und Jugendfussball am "Kirchturmdenken" der Vereinsverantwortlichen!

  • Aus meiner Sicht ist die Aussage des Mannes gerechtfertigt. (schlechtes Training/unzureichendes Training in den Vereinen)


    Aus meiner Sicht spiegelt diese für mich gerechtfertigte Feststellung das ewige Thema -Gewinndenken- doch wieder.


    Gehe ich auf die Suche nach dem Grund für die Mankos, dann werde ich auf den Nenner herunter gebrochen genau auf diesen treffen


    -Gewinndenken-.....als Wurzel allen Übels 8)


    Gewinndenken.....


    -aus meiner Sicht deshalb.....


    weil


    -warum läßt der Trainer im Breitensport -oftmals ab den Minis- nicht unbeeinflußt zur Entwicklung der Spielintelligenz spielen....was ja vermutlich den mutigeren...ideenreicheren Spieler langfristig produziert?


    -warum läßt Trainer nicht rotieren, damit sie auf jeder Position Erfahrungen sammeln können?


    -warum läßt er so früh schon das Passkombinationsspiel durch biegen und brechen trainieren und (ab)verlangt es -oftmals unter Androhung von Sanktionen...unter Beleidigungen...und Gewalt durch Geschrei?


    -warum läßt der Trainer das gleiche durch die Eltern zu, ...schaut zu...macht sogar mit....als Vorreiter und schlechtes Vorbild?


    -warum wird denn das 1:1 und das Dribbelspiel meist restlos vernachlässigt (und stattdessen das Passspiel -das die meisten eh in einem bestimmten Alter nicht kapieren werden-)?


    -und warum läßt er die anderen Themen meist restlos unberücksichtigt?


    -wieso sind viele Trainer restlos belehrungsresistent?


    -wieso sind so viele Trainer nicht bereit, sich fortzubilden?


    GEWINNDENKEN steckt dahinter! (deswegen auch meine Aussage in einem anderen Thread ..Zitat..."Das System ist restlos krank!"


    Sicherlich spielen hier auch noch andere Gründe hinein und ich lasse auch einfließen, dass es Gegenbeispiele gibt und sich auch die Beispiele ineinander vermischen.


    Die Frage an sich ist für mich beantwortet und das schon seit Jahren.


    Die wichtigere Frage wäre...wie ich das Übel bearbeite?


    Antworten:


    -Fairplayliga
    -Spiel in Staffeln auch oberhalb der F bis zur A
    -Vereinsphilosophie und Konzeption inclusive der Überwachung der selben durch JL oder Koodis
    -Kohle für die Trainer und damit einhergehend die Verpflichtung zur Fortbildung
    -Anhebung der Beiträge von 1,75 im Monat auf 3, 5 oder 7 Euro im Monat zwecks Finanzierung ...oh... 8) ...falls es sonst nicht zu finanzieren ist.
    -anonyme Feedbackbögen an die Spieler und Eltern zwecks Rückgabe an JL und Koodis
    -das kehren vor der eigenen Haustür durch den berühmten Griff jedes Trainers an seinen eigenen Gummel (Nase ;) )...wäre wohl die wichtigste Maßnahme, ist für selbstverliebte Selbstdarsteller natürlich ein sehr schwieriger Griff...ho....hoch 3....!!!

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Die Gründung des Jugendleistungszentrums rein gar nichts mit der Zusammensetzung des U 13 Kaders zu tun! Denn die Kids können erst ab der U 14 ins JLZ. Deshalb ist der Erfolg zum einen in der seit Jahren hervorragenden Stützpunktarbeit zu suchen. Ferner sind es auch Zufälligkeiten, unter denen ein besonders starker Stützpunktjahrgang zusammenwächst. Auch, wenn sich alle über den Erfolg freuen dürfen, kann man daraus doch kaum einen mittel- oder langfristige Erfolgsperspektive ableiten.


    Ein paar Worte möchte ich zu der These: "da wandert niemand mehr nach Holland ab" verlieren. Wie in der gestrigen vom 20.02. in www.nfv.de ist zu lesen, hat sich jetzt ein 3. deutscher Spieler von Twente eine DFB-Einladung verdient hat.
    Solange die Qualität und Intensivtät der Ausbildung in der grenznahen Profi-Nachwuchsabteilung deutlich besser ist, als im Jugendleistungszentrum des Heimatbereichs, wird es Wechselaktivitäten geben. Weil aber nicht alle den Sprung in den Profibereich schaffen, profitieren die deutschen Seniorenteams von der Twenter Arbeit. Klar, das es dabei auch immer um Geld (manchmal viel Geld) geht! Nicht umsonst setzt sich das Wort "Ehrgeiz" aus "Ehre" und "Geiz" zusammen!


    Das man sich ganz gerne noch das Geld für den risikoreichen Jugendfussball spart, mag verständlich sein. Es ist aber nicht zielführend, wie gute Beispiele belegen. So ist es in den Niederlanden seit Jahren üblich, das sich mehrere Vereine den hohen Aufwand für den Jugendbereich teilen. Wer also in Enschede nach dem Jugendleistungszentrum sucht, wird es nicht finden. Denn es befindet sich in Hengelo!


    Auch, wenn es momentan im emsländischen Jugendleistungszentrum noch wie im Taubenschlag zugeht, bin ich guter Hoffnung, das die Förderarbeit in einigen Jahren auch dort Früchte tragen wird.


    Natürlich hat dieser Stützpunkttrainer recht, wenn er den Terminkalender im unteren Jugendbereich anprangert. Aber diese Situation ist ja bei anderen Vereinen in Niedersachsen nicht anders. Natürlich muß auch im Heimatverein gute Trainerarbeit geleistet werden. Aber das ist ein allgemeines Problem und deshalb nichts, was in seinem Kreis besonders trifft!


    Auffällig ist für mich in diesem Beitrag, das der Stützpunkttrainer keinerlei Fehler an seiner Person einräumt. Vielleicht sollte er sich einmal von den Trainern, die wiederholt beim U 13 Cup eine gute Rolle gespielt haben, beraten lassen? Man ist nie zu alt, um nicht noch dazu zu lernen!

  • Wer kann schon wirklich umfassend sagen, ob es abwärts geht oder nicht? Letztlich kann das jeder nur für seinen eigenen kleinen Bereich beurteilen und da kommt wohl auch jeder zu einem anderen Urteil. Ich persönlich kann in diesem Kontext nicht feststellen, dass die Ausbildung bei den kleinen Vereinen schlechter wird. Die Herren Stützpunktleiter machen es sich aus meiner Sicht oft auch einfach zu leicht. Läuft es gut, haben sie die Kinder ausgebildet. Läuft es schlecht, haben die Vereine ihre Arbeit nicht gemacht. Einer unser Stützpunkttrainer hier sagte jüngst zu mir: "Du musst mir nur schnelle Spieler schicken. Das Fußballspielen bringen wir denen schon bei." Gleichwohl erkennt er aber auch an, dass es regional unterschiedlich mal starke und mal schwache Jahrgänge gibt und "Du aus einem Esel kein Rennpferd machen kannst". Dies gilt gleichermaßen für die Vereine wie die Stützpunkte.


    Manche "Probleme" der Stützpunkte sind aber auch hausgemacht. Zuletzt klagte unser hiesiger Stützpunktleiter für den Mädchenbereich über das stark sinkende Niveau der Auswahlspielerinnen und forderte die Vereine auf, die Mädchen häufiger bei den Jungs mitspielen zu lassen. Was war passiert? In den letzten Jahren hat der Verband massiv dafür geworden Mädchenmannschaften zu melden. Da wurden Trikotsätze, Laptops und wasweißich als Prämien ausgesetzt. Die Folge war, dass alle Vereine sämtliche Mädchen zusammen gezogen haben, um weiter Mannschaften melden zu können. Hatten vor ein paar Jahren nur eine Handvoll Vereine ein oder mehrere Mädchenteams, so gibt es jetzt kaum einen Verein ohne. Die guten Spielerinnen wurden aus den Jungenteams abgezogen und in Mädchenmannschaften gesteckt, die man mit Anfängerinnen auffüllte. Zudem verteilen sich die wenigen Guten jetzt auch noch auf deutlich mehr Vereine. Unsere F1 schlug kürzlich unser U13-Mädchen mit 8:1. Vor drei Jahren wäre das noch ganz anders ausgegangen. Diese Entwicklung war gleichwohl voraussehbar. Jetzt aber wird der Ball vom Verband zu den Vereinen geworfen. Wir sollen jetzt wieder dafür sorgen, dass die Mädels in die Jungenteams zurückkehren. Allerdings versuchen die Trainer der Mädchen ihre Guten unbedingt zu halten. Das entstehende vereinsinterne Gerangel um die talentierten Mädchen nutzt niemandem - vor allem nicht den Spielerinnen.


    Ich wohne am linken Niederrhein, nur wenige Kilometer von der holländischen Grenze und dem dort ansässigen Ehrendivisionär entfernt. Der beste Freund meines Sohnes spielt dort als einziger Deutscher in der U11. Der Junge kommt von einem sehr kleinen Verein und wurde aktiv gescoutet, bevor er im kommenden Sommer in die Stützpunktsichtung gekommen und dort vermutlich von einem der größeren Verein entdeckt worden wäre. Soll man das nun als Versagen des Verbandes und/oder der Vereine ansehen? Wohl kaum! Mit Borussia Mönchengladbach und dem MSV Duisburg haben wir hier zwei Proficlubs im Umkreis von 30 km. Aber wie viele Spieler in dieser Altersklasse nehmen diese Vereine auf? Die Borussia hat genau eine U11 mit 14 Spielern, beim MSV wird es ähnlich sein. Bei ca. 30 Spielern ist also Schluß und es werden nur neue Spieler aufgenommen, die stärker sind als der Bestand. Da ist es wohl nur natürlich, dass das ein oder andere Talent in Holland landet und sich dort gut entwickelt. Letztlich ist ja auch nicht wirklich entscheidend, wo ein Talent ausgebildet wird. Hauptsache es wird ausgebildet. Und da ist aus meiner Sicht die Ausbildung bei einem Top-Verein ohnehin nicht durch das Stützpunkttraining zu ersetzen.

  • was sind 1,5 Stunden Kreisauswahltraining ab Jahr X und später Stützpunkttraining


    verglichen mit
    wöchtentlich 2 x 1,5 Stunden Training + 1 Spiel im Heimatverein,
    dann rechne man noch die Zufälligkeit dazu mit der Talente entdeckt werden oder nicht
    obendrauf packe man die Zeit die wirklich fußballinteressierte Kinder kickend auf Hinterhöfen und Bolzplätzen verbringen.


    Dann etwa erschließt sich der wirklich Nutzen von Kreisauswahl und Stützpunkten bis einschließlich E Jugend.


    Und wenn eine Jugend - Mannschaft wirklich gut abschneidet egal ob Verein oder Stützpunkt einfach mal genauer hinschauen bevor mein ein "Konzept"
    oder einen Trainer in den Himmel lobt.


    Gruß aus Marzipantown
    ach geht es bergab?
    Bergab geht auf jeden Fall die Bereitschaft unserer Kinder sich regelmäßig für etwas anzustrengen,
    ebenso bergab geht die Bereitschaft der "Älteren" sich ehrenamtlich einzubringen und fortzubilden
    ohne Gegenpol (Fairplay Liga) geht das freie Spielen aus Spaß so was von bergab -


    jetzt schon sehr weit unten (bergab) ist die Bereitschaft einiger Eltern ihre Kinder zum Fußball zu geben
    und das wird mit den ständigen Auswüchsen im Erwachsenen und Jugendbereich nicht besser werden.


    Ich will keinen Beleidigen - kicke ja selber - aber ich hab schon häufig gehört von Eltern, dass sie ihre Kinder lieber zum Hockey, Basketball oder Handball schicken , aber auf keinen Fall zum Fußball .....warum wohl?

    Bundestrainer 8) Fernseh - Lizenz

    Einmal editiert, zuletzt von thom ()