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  • Hallo liebe Trainerkollegen,


    zum Standpunkt: Ihr habt einen technisch sehr begabten Mittelfeldspieler in eurer ersten Herrenmannschaft,
    der wenn man speziell auf Ihn eingeht, sehr schnell lernt und auch von sich aus viel ausprobiert. Er ist nun
    gerade erst zu euch in die Mannschaft gewechselt, und hat mit 21 Jahren nun die Vorstellung Torhüter zu werden.
    Zum einen, um eine neue Herausforderung zu suchen, zum anderen weil es Ihm Spaß macht und nochmal zum anderen
    um Erfahrung in diesem Gebiet zu bekommen, welche er an seine Jugendtorhüter weitergeben möchte.


    1) Was würdet Ihr spontan denken (ohne jetzt weiterzulesen!)?











    Nachfolgender Hintergrund:


    Ich habe zwei Wochenenden an einer Torwarttrainer-Ausbildung teilgenommen. Ich hatte in der C-Jugend
    bereits Ambitionen zum Torhüter, fand die/den Trainer und seine TE-Inhalte nicht überzeugend, bin also wieder
    zum Feldspieler zurück. Weiterhin hatte ich aber Interesse am Keeper sein.
    Nun hatte ich es im Rahmen des Lehrganges teils nur mit Torhütern zu tun, und einigen aus der Bundesliga bzw. Regionalliga,
    von denen ich mir - neben den Inhalten des Lehrganges - viel abschauen konnte und das erlernte wirklich schnell umgesetzt habe,
    so wie es für diese kurze Zeit eben maximal ging. Nun gab es Lob und von einigen Seiten - auch von den BL-Torhütern - die Aussage,
    das ich noch ein guter Torwart werden kann. Nun habe ich Blut geleckt und würde gerne eure Meinung dazu hören.


    Ich bin der Auffassung dass man das machen sollte wozu man Lust hat, natürlich nicht willkürlich mit Rücksicht und danach lebe
    ich in gewissen Maßen auch. Mein Ziel ist es nicht in der Bundesliga oder Regionalliga spielen zu können, das noch einmal zur Klarstellung.


    2) Welche Meinung habt Ihr nun?
    3) Was würdet Ihr mir, eurer Erfahrung nach raten?


    Gruß Steven

  • Ich habe noch nie so wenig geschrieben:


    meine Antwort:


    1. Die besten Torwarte sind auch gute Spieler.


    2. Ein guter TW hat heute spielerisch mitzuhalten....vor allem wenn man "höher" spielt


    3. Mach es,.... aber sofort! Gruß Andre ;)

  • mach et otze!


    mein ältester sohn hat es genau andersrum gemacht, vom talentierten torwart bis hin zum stürmer und bereut es bis heute nicht.

    "der runde steht im eckigen!"

  • Wie sieht das der Verein in dem du derzeit spielst?
    Gehen Sie das mit?
    Probier es im Training oder in Testspielen (sofern die Saison bei euch noch nicht gestartet ist) aus.


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Willkommen TW-Greenhorn!


    Ich möchte dich einmal mit einen Klischee`s konfrontieren:


    1. Je älter man ist, je langsamer und schwieriger lernt es sich?
    2. Der Trainer entscheidet, wo man spielt!
    3. Torleute gewinnen sehr viel über ihre Erfahrungen!


    Nun zu den Gegenargumenten:
    1. Wenn das mit dem Lernen so schwierig wäre, dann sollte man am besten die meisten Uni-Professoren rausschmeißen, weil die schon viel zu alt zum lernen sind und keine neuen Forschungserkenntnisse gewinnen.
    2. Was ist, wenn man aber auf der neuen Position besser ist?
    3. Zu den Erfahrungen zählen auch fehlerhafte Abläufe, die man schwer wieder loswird!


    Mach also das, wozu du am meisten Lust hast, aber mache deine Maßstäbe nur an dir selbst fest. Also versuche nicht so gut wie Person "X" zu werden, sondern versuche deine Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern. Dein früherer Ansatz, die Postion von der Kompetenz deines TW-Trainers abhängig zu machen und dann lieber Feldspieler zu werden, war schon mal verkehrt. Nun kannst du dir selbst beweisen, ob du mehr Spaß an der neuen Position hast.


    Viel Erfolg und vor allen Dingen viel Spaß dabei!!!

  • So,... ...vielen Dank an dieser Stelle für eure Antworten.
    Die durchaus positive Resonanz von euch, zeigt mir, das hier im Forum die meisten
    Trainer/Betreuer und ehemalige Profis sehr offen für neue Sachen sind.
    Würde ich auf die "Straße" gehen und würde die Trainer fragen, da würde die Resonanz
    bestimmt negativer und in sich eingekehrter ausfallen.
    Egal... ...ich habe mit der Antwort etwas gewartet, weil wir heute Herrentraining hatten.


    Ich habe mit unseren Trainern der 1. und 2. Herren gesprochen und diese waren doch
    recht positiv angetan von meinem Vorschlag, mal das Torspielersein auszuprobieren.
    Gesagt getan, gleich heute im Abschlussspiel im Tor gewesen.
    - Von ca. 15 Schüssen aus der Abdruckzone heraus, habe ich vielleicht 4 gehalten.
    - Von ca. 8 Angriffen über die Standzone konnte ich 6 blocken/fangen/abwehren
    - Von ca. 12 Schüssen aus der Abkippzone, konnte ich 5 halten/fangen bzw. wegfäusten.


    Mal abgesehen, das ich mich mit den richtigen Techniken noch sehr schwer tue denke ich zum
    Schluss hin gar nicht so schlecht. Zumal ich ohne Warmmachschüsse ins Tor gegangen bin und
    es nass war. Achja etwas windig war es auch. :D


    Ich habe aber richtig gemerkt, wie ich im Tor viel gelassener war als auf dem Feld. Den Druck den ich
    mir im Tor mache ist nicht so groß, wie auf dem Platz. Ich denke, gerade das Abkippen und das Abdrücken
    muss ich noch intensiv für mich schulen bzw. in nicht wettkampfbedingten Situationen stumpf üben.


    Im Großen und Ganzen schließe ich den Tag ohne große Gedanken und leicht positiv ab. Mal schauen
    wie es am Donnerstag aussieht. So, nun mal weiter den FCB siegen sehen. ;)


    Gruß Steven