Aufsichtspflicht, Disziplin, ADHS

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  • Es ist einfach unglaublich, dass Eltern die Kinder sogar dann schützen, wenn sich diese wie Saugöfe (schweizer Ausdruck) verhalten. Sie zahle ja schliesslich 6 Euro/ Monat? :D Lächerlich; Damit zahlt sie nicht mal das Wasser fürs duschen. Da frage ich mich ernsthaft ob man extrem hohe Jahresbeiträge haben sollte. Vermutlich müsste man sich dabei mit einem AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) schützen wo es irgendwo draufsteht, dass der Junior resp. die Eltern bei einem Ausschluss oder Suspendierung aus dem Verein, kein Anrecht auf Gelder haben. Der Jahresbeitrag verfällt zu gunsten des Vereins... oder so!


    Ohne Witz; Es ist ja unglaublich was man heute in einem Fussballverein alles braucht. Vor nicht all zu langer Zeit schrieb man mit den Junioren ein "Commitement" und gut war es. Heute braucht es ein umfangreiches AGB.


    Zum Thema zurück; Ich würde als Juniorenobmann dass ganze mal von Trainer und Eltern anhören und dann höchst wahrscheinlich den Junior für den rest der Saison, suspendieren. Bei Weiderholung würde eine Suspendierung über weitere 2 Jahre geben. Wenn der Junior dies dann immer noch nicht verstehen würde, so würde ich den Junior beim 4. Jahr aus dem Verein schmeissen und bei Anfragen anderer Vereine, entsprechende Referenzen geben. Z.B. Wenn Verein X kommen würde und über einen Uebertritt verhandeln würde, so ginge es nicht lange. Meine Antwort währe: "Ihr könnt den Junior per sofort mit Handkuss haben. Alles Gratis. Den Uebertritts - Formular unterschreiben wir sofort!"


    Gruss
    TRPietro

  • Andre, wieder mal ein Beweis für meine Richtung,


    ist gibt einfach nichts besseres als erlebte Beispiele.


    nur daraus können wir lernen.


    alles andere ist doch Theorie, in dem von dir geschilderten Fall, sind natürlich auch wir Trainer gefragt, auch wenn wir da ganz eindeutig an unsere Grenzen stossen, und das sollte jedem bewusst sein


    Günter

  • Hallo TRPietro,


    ich komme mit Deinem letzten Beitrag noch nicht ganz klar.


    Grundsätzlich stehe ich als Vater auch immer hinter meinen Kindern, egal ob sie auch mal Sch...e gebaut haben. Dafür sind es meine Kinder.


    Der Jahresbeitrag, den die Eltern in dem Fall gezahlt haben, ist eigentlich völlig uninteressant. Wenn es mit dem Kind aus irgendwelchen Gründen nicht passt und ich es als Trainer nicht weiter trainieren möchte, teile ich dies dem Verein und auch den Eltern mit. Die meisten Trainer arbeiten unentgeltlich oder für Summen, auf die keiner wirklich angewiesen ist. Wo ist da das Problem, dem Verein zu sagen, das man für Einzelfälle keine Verantwortung übernehmen wird? Sieht es der Verein anders, wird er sicherlich einen anderen Trainer finden. ^^


    Warum soll man den "Jahresbeitrag" nicht anteilig zurück zahlen. Ich denke in Fällen, wo man als Trainer überfordert ist, aber auch keine "Schuld" bei den Eltern und Kindern liegt, gehört es sich, und in Fällen, wo es sich einfach um "Assi - Familien" ( Familien, die ihre meist auch zahlreichen, nicht erzogenen Sprößlinge einfach abladen) handelt, sollte man anteilig das Geld auch zurückzahlen. Tut dem Verein doch nicht wirklich weh.


    Sollte sich jemand an dem Begriff Assi-Familie stören, so sei gesagt, dass ich damit die entsprechenden Eltern meine und nicht deren Kinder, die nichts dafür können.Aber ich bin als Trainer auch nicht für deren Erziehung zuständig!

  • TRPietro, mich würde interessieren, wie du jetzt auf die AGB kommst? :huh: ?( ?(


    Hallo Andre


    Es ist mir spontan eingefallen, weil ich für meine nebenamtliche Selbständigkeit vor kurzem ebenfalls ein AGB erstellt habe. Darum ist es mir vermutlich so schnell eingefallen.
    Ich habe nicht behauptet dass dies ein notwendiges Hilfsmittel. Jedoch frage ich mich schon langsam ob dies mit der Zeit, nötig sein wird. Sind wir doch ehrlich; Die Probleme mit dem fehlenden Anstand der Junioren und aber leider den fehlenden Anstand der Eltern (da verwundert es mich ja nicht, wenn es Saugöfe gibt) existiert einfach und die Tendenz ist in meinen Augen steigend.
    Dies kann ich jetzt sogar objektiv sagen; Ich bin zwar nicht mehr als Fussballtrainer tätig... aber schlafen tuhe ich auch nicht. Insbesondere beobachte ich Turniere und Trainings von E- und D - Junioren. Dies in fast alle Vereine wo ich schon mal tätig war. Die Veränderung im KIFU ist allarmierend. Die Trainer sind sehr oft damit komplett überfordert, da Niemand ein Hobby ausübt wo man dann auf einmal einen 50% Job hat, weil die Junioren und Eltern, undiszipliniert, unanständig und unverschämt sind.


    Das mit dem AGB war also eher eine Frage, so quasi... kommt es so weit?


    Gruss
    TRPietro

  • Hallo TRPietro,


    ich komme mit Deinem letzten Beitrag noch nicht ganz klar.


    Grundsätzlich stehe ich als Vater auch immer hinter meinen Kindern, egal ob sie auch mal Sch...e gebaut haben. Dafür sind es meine Kinder.


    Wenn dein Junior so viel Sch... baut wie da Oben beschrieben und Du dann noch hinter Ihm stehst, würde ich mich ehrlich fragen, ob mit dem Vater etwas nicht stimmt. Du hättest nichts was Du verteidigen könntest... Ich würde als Vater, dem Trainer fragen was los war, nach der resp. Antwort würde ich danach den kleinen ziemlich schnell ins Auto zerren und zu Hause deutsch und deutlich meine Meinung dazu sagen. Natürlich alles Kindergerecht mit der Stimme und so... aber dafür auch sehr bestimmt!


    Warum soll man den "Jahresbeitrag" nicht anteilig zurück zahlen. Ich denke in Fällen, wo man als Trainer überfordert ist, aber auch keine "Schuld" bei den Eltern und Kindern liegt, gehört es sich, und in Fällen, wo es sich einfach um "Assi - Familien" ( Familien, die ihre meist auch zahlreichen, nicht erzogenen Sprößlinge einfach abladen) handelt, sollte man anteilig das Geld auch zurückzahlen. Tut dem Verein doch nicht wirklich weh.


    Wenn der JB teuer ist und die Eltern vor der Einzahlung irgendwelche Regeln bekommen würden, würden es sich die Eltern zwei mal überlegen ob das Angebot des Vereines den Bedürfnissen des Kindes entsprechen. Der Verein hat nämlich einen Angebot das nicht von den Eltern und bestimmt nicht von den Junioren durch ein unverschämtes Verhalten, verändert werden kann. Somit würden weniger Spieler dem Verein gemeldet... dafür aber nur anständige. Da hätte man als Trainer ein Herrenleben.... und dies soll auch so sein. Ganz wichtig; Der Jahresbeitrag wird bezahlt, damit der Junior, Fussball spielt und daran Spass haben kann. Rumblödeln ist im Angebot nicht inbegriffen. Das Kind soll am Fussball spielen Spass haben und nicht am Rumblödeln.


    Sollte sich jemand an dem Begriff Assi-Familie stören, so sei gesagt, dass ich damit die entsprechenden Eltern meine und nicht deren Kinder, die nichts dafür können.Aber ich bin als Trainer auch nicht für deren Erziehung zuständig!


    Sehe es auch so... als Trainer "sollte" man nicht für die Erziehung zuständig sein. Leider ist es aber mittlerweilen fast der Hauptjob. Psychologisch arbeitet man heute als Trainer mit abstand mehr als noch vor 4-6 Jahre. In der letzten Saison, hatte ich 80% Psychologie - Arbeiten und 20% Ausbildungs - Arbeiten. Mein Problem; Ich bin eigentlich ein beharrlicher Ausbildner... und hasse es wen Trainings durch Gespräche so quasi ersetzt werden müssen. Zm Glück habe ich in den letzten Jahren X verschiedene Sportpsychologie- und Kinderpsychologie - Bücher gekauft. Es war eine Erfolgreiche Saison... ich konnte das Team einigermassen zusammenhalten. Jedoch ist es nun auch Fakt, dass ich nun eine Pause mache, weil mich diese Saison komplett ausgepowert hat... nebst anderem natürlich. Dies kann so nicht mehr weiter gehen... ich weiss nämlich, dass ich nicht der Einzige bin.


    Gruss
    TRPietro

  • Zitat:



    Zitat

    Wenn dein Junior so viel Sch... baut wie da Oben beschrieben und Du dann noch hinter Ihm stehst, würde ich mich ehrlich fragen, ob mit dem Vater etwas nicht stimmt. Du hättest nichts was Du verteidigen könntest... Ich würde als Vater, dem Trainer fragen was los war, nach der resp. Antwort würde ich danach den kleinen ziemlich schnell ins Auto zerren und zu Hause deutsch und deutlich meine Meinung dazu sagen. Natürlich alles Kindergerecht mit der Stimme und so... aber dafür auch sehr bestimmt!




    Hallo TRPietro: Hier hast Du mich nicht richtig verstanden bzw. habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Wenn ich sage, dass ich immer hinter meinen Kindern stehe, heißt das nicht, das ich diesen nicht den Kopf wasche, wenn sie "Mist gebaut" haben. Und ich falle dem Trainer auch nicht in den Rücken, wenn dieser Recht hat. Trotzdem bleiben sie meine Kinder und so behandel ich sie auch. Fehler macht jeder und viele hauen auch mal über die Stränge. Aber nach einer "Kopfwäsche", ist die Sache dann auch erledigt und vergessen.


    Bezüglich dem Jahresbeitrag, den ich anteilig zurückerstatten würde, bleibe ich bei meiner Meinung. Man kann vieles in AGB's aufnehmen oder in Satzungen festlegen. Ob es dann auch vor dem Gesetz Bestand behält, ist jedoch eine andere Sache. Und bei Geld hört für viele verständlicherweise die Freundschaft auf. Da ich kein Mensch bin, der sich vor Gerichten zankt, wenn es nicht unbedingt nötig ist, würde ich hier den für mich einfacheren Weg geben. Das Ziel wäre doch mit dem Ausschluß erreicht. Und würdest Du Dich wirklich wegen max 11 x Jahresbeitrag a 6,- €, von denen Du persönlich noch nicht einmal etwas hast, streiten wollen :?:

  • Hallo
    Hier mal meine Meinung dazu.


    Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass wenn ein Kind ADHS hat, es ohne Begleitung zum Training kommt, aber heutzutage ist wohl alles möglich :(


    Aber wer kennt sie nicht, als Trainer in kleinen Vereinen, die "notorischen" Störenfriede die alles "Beukotieren" usw., bei denen es nur darum geht zu Hause weg zu sein! (Ausdrücklich sage ich dazu, die Kinder können nichts dafür...)
    Was soll man mit diesen Kindern tun ???
    Ich habe da auch keine andere Lösung als sie an den Rand zu setzen (wie auch wenn ich alleine mit 15-20 Kindern bin).
    Außerdem bin ich doch nicht dafür da die Kinder zu erziehen!
    Was ich verlange ist, dass sie sich bei mr "anständig/kindgerecht" benehmen.


    Übrigens kein Trainer hier, der auch nur in der "kleinsten" Form eine "Sichtung" mit Leistungseinteilung macht (oder der Verein) weiß wovon ich spreche, denn diese Kinder spielen wenn überhaupt in der F25 + x!
    (Die Dorfvereine brauchen oder sollen sie alle "Beschäftigen")


    Gruß

  • Aber wer kennt sie nicht, als Trainer in kleinen Vereinen, die "notorischen" Störenfriede die alles "Beukotieren" usw., bei denen es nur darum geht zu Hause weg zu sein! (Ausdrücklich sage ich dazu, die Kinder können nichts dafür...)

    Wir haben derzeit bei den Bambini ca. 30 bei 2-3 Trainern und in der F2 ca. 20 bei 1-2 Trainern. In beiden Gruppen sind Kinder dabei, die an Lustlosigkeit kaum zu übertreffen sind, denen man ansieht, dass sie nicht aus eigenem Antrieb dort sind und sich daher auch wenig für die Trainingsinhalte interessieren. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Kinder von den Eltern geschickt bzw. bei uns geparkt wurden. Die Gründe sind unterschiedlich.


    Dafür gibt es eine "Lösung", die ich zwar noch nicht praktiziert habe, aber nächste Woche bei den beiden genannten Gruppen ausprobieren werde. Ich habe das hier mal gelesen. Ich glaube, der Tipp kam von "TW-Trainer", bin aber nicht ganz sicher.


    Lass die Kinder zusammen kommen und sage Ihnen, dass alle aufzeigen sollen, die gekommen sind, weil sie gerne Fußball spielen. Dann frage den Rest, wer eigentlich gar nicht Fußball spielen will, sondern lieber etwas anderes tun möchte. Du kannst davon ausgehen, dass einige die Finger heben werden. Konfrontiere die Eltern mit dem "Ergebnis", frage sie, warum, das Kind da ist, wenn es gar nicht Fußball spielen will. Sei freundlich und erkläre Ihnen, dass es keinen Sinn macht, Kinder zum Training zu schicken, die da nicht hin wollen, da sie im günstigsten Fall nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen und im ungünstigsten das Training stören und es nicht Eure Aufgabe als Trainer sein kann, diese Kinder zu beschäftigen. Sag ihnen, sie sollen das Kind nur dann wieder bringen, wenn es von selbst den Wunsch äußert und dass sie es nicht jede Woche fragen sollen, weil das Druck auf die Kinder ausübt.


    Manche Eltern halten dem entgegen, das Kind würde zuhause aber den ganzen Tag Fußball spielen. Das kann sogar der Wahrheit entsprechen. Mein eigener Sohn (jetzt 9), der völlig besessen von Fußball ist, wollte nach seinem ersten Bambini-Training dort nicht mehr hin und kam erst ein halbes Jahr später wieder mit dem Wunsch es noch einmal zu versuchen, obwohl er in der Zwischenzeit pausenlos auf unserer Wiese im Garten gekickt hat. Für manche Kinder in dem Alter ist der strukturierte Ablauf eines Trainings und die Masse an Kindern halt noch nichts. Beim einem kommt das früher, beim anderen später. Manchmal haben Eltern auch Angst, dass ihre Kinder etwas verpassen, wenn sie nicht so früh wie möglich gefördert werden. Das ist natürlich Unsinn. Talent setzt sich durch und wo keines ist, kann man auch keines hineintrainieren. In dem Alter schon gar nicht. Und manches Kind hat auch einfach keinen Bock auf Fußball, was insbesondere für Väter, die selbst einmal gespielt haben, oft nur schwer einzusehen ist...

  • Ranwie, du weißt, dass ich deine Meinung sehr schätze, schließlich haben wir manche "Schlacht" zusammen gefochten und bei bestimmten Themen standen und stehen wir auf der gleichen Seite des Tau`s.


    Hier möchte ich dich bewahren, einen großen Fehler zu machen. Ich spreche für die G Jugend. Das kann und darf nicht sein, dass G-Kinder nach Hause geschickt werden. Du sagst, ...dass es dort Störenfriede gibt. Ich frage, wobei sie denn stören. Welche Übungen werden denn gestört, welche Ansagen sind es denn die gestört werden?


    Sind es fußballerische Elemente die -ich übertreibe mal ein wenig- soldatenmäßig praktiziert werden oder besinnt ihr euch, sie körperlich, speziell koordinativ für die F vorzubereiten, sprich....viele Dinge mit ihnen üben, die völlig fußballfremd wären? Wen dem so ist, würde ich es altersgemäß sinnvolles Training nennen. Bei solchen Trainings, wo sie in der Gruppe Fangspiele u.ä. praktizieren, also Trainings, wo viele Fußballväter denken, dass die Trainer keine Ahnung haben, .....da sollen sie stören?
    Das kann ich mir nicht vorstellen!


    Wenn mich dabei und bei kürzesten Ansprachen zu leichtesten Übungen -denn was anderes kann es in diesem Alter doch garnicht sein- stören, dann habe ich den falschen Job. Das könnte bei mir persönlich schon eher sein.


    Ferner, ...du leistest Jugendvorstandsarbeit, bist Jugendleiter, .... was für mich bedeutet, dass du nicht im Hauptvorstand bist. Bei meinem alten Verein wäre das so. Du solltest hier vielleicht mal Rücksprache nehmen. Dein Statement hört sich für mich -besonders aus deinem Munde- so an, als wenn du genervt bist und es hört sich so an, als wolltest du diejenigen die bei einer bestimmten Frage aufzeigen, zum Verlassen des Vereins "bringen". Das sind Mitgliedsbeiträge, ...das versaut den vermutlich guten Ruf! Überleg es dir, es könnte ein irreparabler Schaden bei den betroffenen Kindern, beim Ruf des Vereins sein und zudem einige Gegner in den Ring bringen. Ferner....wird manch ein Verein von der Stadt gesponsert, um JEDES Kind aufzunehmen.


    Also, ...für mich ist Fakt, dass du tatsächlich Kinder dabei haben wirst, die derzeit von den Eltern geschickt werden. Sie probieren aus und sie werden auch mal beim Schwimmverein, Turnverein oder beim Basketball reinschnuppern. Das finde ich völlig ligitim und ist auch machbar für den Verein, ...dat is völlig normal und gut so! Du hast meiner Meinung nach nicht das Recht, das zu unterbinden, ich fände es falsch in dieser Altersgruppe.


    Anders sehe ich das in der F Jugend, ...aber nur dann, wenn der Spieler nicht zu Trainings kommt oder spätere echte Trainings/Fußballtrainings nicht mitmacht, weil er keinen Bock hat. Da wäre ich dann bei dir, ...da wäre ein ehrliches faires Elterngespräch fällig. Dieses Beispiel habe ich auch schon praktiziert, ...ohne böse Worte habe ich meine Eindruck der Mutter mitgeteilt, ...der Junge ging zum Schwimmverein und soweit ich weiss, ...war er da mehr bei der Sache. Gruß Andre

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Keine Sorge Andre, ich weiß, wie ein Bambini-Training aussehen muss und ich werde da auch nicht mit dem Holzhammer reinschlagen.


    Dennoch bin ich in diesem Punkt nicht Deiner Meinung. Du weißt genau, dass es Kinder gibt, die von Ihren Eltern zum Fußball geschickt werden, obwohl sie darauf eigentlich keinen Bock haben. Die Kinder sitzen dann dabei, spielen mit dem Granulat des Kunstrasens und nehmen wenig Anteil. Die Eltern stehen am Rand und beäugen kritisch die verzweifelten Animationsversuche der beiden Trainer, die sich ja auch um die anderen 30 Kinder kümmern müssen und sich nachher noch hintenrum anhören dürfen, sie hätten zu wenig getan, um die betreffenden Kinder zu integrieren. Davon hat niemand etwas und das kann auch nicht Sinn der Sache sein.


    Zum Verlassen des Vereins will ich ganz sicher niemanden bringen, ganz im Gegenteil, denn Du kannst nicht jedes Kind (zu jedem Zeitpunkt) mit Fußball glücklich machen. Das musst selbst Du einsehen. ;o) Manchen Eltern ist zu empfehlen ihren Kindern noch ein wenig Zeit zu geben und in ein paar Monaten wieder zu kommen, anderen ist evtl. zu empfehlen es (erstmal) in der Turn- oder Leichtathletikabteilung zu versuchen. Wir haben einige Kinder in F und E, die nach längeren Pausen wieder zurück kamen und jetzt voll bei der Sache sind. Ich glaube kaum, dass diese Kinder jetzt noch da wären, wenn sie weiter auf Druck der Eltern hätten spielen müssen. Ich denke hier also sehr wohl im Sinne der Kinder und auch im Sinne des Vereins.


    Ich sagte auch nicht, dass ich die Kinder wegschicken würde, sondern lediglich, dass ich die Eltern mit ihrer Antwort konfrontieren will. Die meisten Eltern sind sich dessen vielleicht gar nicht bewußt oder meinen, sie täten ihrem Kind etwas Gutes, wenn sie es antreiben.


    Ich spreche hier auch nicht von Kindern, die erst ein- oder zweimal dabei waren. Ausprobieren darf sich selbstverständlich jeder.

  • Hi, da sind wir halt total unterschiedlicher Auffassung für den G Bereich. Ich hatte dir bereits erklärt, dass ich auch weiss, dass es diese Kinder gibt.


    Nur, ...in der G geht es kaum um Fußball, eher um eine Spiel mit Ball, um Körperkoordination, um Spiele abseits des Fußballs, um`s Turnen, Bewegung und um viel und bunten Spass mit einem Abschlussfußballspiel und im weitesten Sinne, um euren Nachwuchs und Mitglieder und letztendlich auch um Werbung und Kohle! :!:


    Wer das begreift und dazu entsprechende Übungen, wo man vielleicht auf Grund von Trainermangel entsprechende Übungen/Spiele aussucht, ...der steht doch sauber dar und macht aus heutiger Sicht viele richtig. Da würde es mich nicht stören, ob da mal einer die interessanten schwarzen Krümmel zählt, na und. Es kommt auf die innere Einstellung an. Vielleicht denkst du da zu "fußballerisch".

  • Ist alles richtig, was Du da sagst, aber wir haben gerade bei den Bambini eine Bandbreite vom gerade 4jährigen schüchternen Mädchen, das kaum geradeaus laufen kann, bis zum 6jährigen "wilden Kerl", der schon richtig gut kicken kann und auch nichts anderes will. Egal was Du mit 2 Betreuern bei 30 Kindern veranstaltest, es ist unmöglich alle angemessen zu beschäftigen.


    Mir ist auch klar, dass Bambini-Training keine Fußball-Training im eigentlichen Sinne ist. Es ist aber auch keine Turnstunde, denn dann könnte ich genauso gut alle zum Kinderturnen schicken. Es kommen eben auch viele Kinder, die einfach kicken wollen und das sollen sie auch tun können. Wenn die Trainer das Training an denen ausrichten, die nicht kicken wollen, laufen uns nämlich die "Fußballer" weg. Und die laufen dann eben nicht in die Turnabteilung sondern zum Nachbarverein.

  • Hallo


    Zitat

    Mir ist auch klar, dass Bambini-Training keine Fußball-Training im eigentlichen Sinne ist. Es ist aber auch keine Turnstunde, denn dann könnte ich genauso gut alle zum Kinderturnen schicken. Es kommen eben auch viele Kinder, die einfach kicken wollen und das sollen sie auch tun können. Wenn die Trainer das Training an denen ausrichten, die nicht kicken wollen, laufen uns nämlich die "Fußballer" weg. Und die laufen dann eben nicht in die Turnabteilung sondern zum Nachbarverein.


    Dies sehe ich genau so.
    Warum sollte ich eine reine "Turnstunde " abhalten, weil es der DFB so will :?:
    Kinder die sich die ganze Woche nicht sportlich betätigen denen hilft die Stunde Koordinations/Turn-training nicht wirklich und die, die es "nicht" nötig haben da sie sowieso nur "rumtollen" kommen hauptsächlich zum Fußball (meine Erfahrung)!!! :):):)


    Übrigens "nicht dass früher alles besser war" aber mir gedenkt (man bin ich alt), dass Störenfriede schon immer aussortiert wurden auch in meiner Jugendzeit (eventuell gab es einen alten Ball/spielt da drüben auf dem Acker...)
    Warum diese Kinder (wie gesagt fast immer Schuld der Eltern) jetzt auf einmal den Fußball oder den Verein als Mitglieder retten sollen :?::?::?:
    Na ja, dem DFB ist es ja egal, die guten spielen sowieso in den größeren Vereinen und die Dorfvereine bringen mit solchen Mitgliedern auch Beiträge :thumbup:


    Gruß

  • Ranwie,


    und genau da liegt unsere Meinungsverschiedenheit. Für dich ist es eine Fußballstunde, für mich eine Turnstunde. Ich würde hier die Fußballer bedienen, aber zu weit weniger als 50 Prozent der Sportzeit, ganz klar. Ein Abschlussspiel wäre natürlich immer gebucht.


    L.M.


    und früher, ...da gab es niemanden mit vier Jahren beim Fußball, ...da gab es zu meiner Zeit nichteinmal eine F Jugend, sondern es ging erst offiziell mit dem heutigen E Alter los. Es wurde ein ganz andere Altersgruppe bedient. Es wurden ferner Kinder bedient, die sich noch im Wald und auf Wiesen bewegten, die koordinativ ganz anders drauf waren, als unsere Playsi-Generation. Eben drum ist die Turnstunde viel wichtiger, als Start für die Zukunft als Fußballer, ...Eure Fußballer!!!


    Der oder die Vierjährige ist dein Spieler oder auch Kunde von Morgen und ich finde es zu kurz gedacht, diese Gruppe nicht altersgerecht zu bedienen. Nicht altersgerecht bedient werden sie aber meistens, weil der Trainer hier zu sehr den Fußball im Auge hat, ...was ja irgendwie auch zu den ganzen anderen Themen passen würde, so denn meine Einschätzung so auch nur anähernd zutrifft.


    Ein vierjähriges oder auch fünfjähriges Kind, das stört...kann genauso gut gelangweilt oder überfordert sein, obwohl es später der bessere Fußballer sein könnte, als derjenige Fünfjährige, der ja unbedingt das richtige Fußballtraining wünscht, weil er sonst möglicherweise zum Nachbarverein geht. Diesem Fünfjährigen machen Fangspiele überhaupt keinen Spass und Balancierwettkämpfe oder was weiss ich, sind bestimmt unter seinem Niveau.


    Ich habe hier vielmehr den Eindruck, dass man


    a)für diese Altersgruppe eher nicht geeignet ist (ohne es böse zu meinen)
    b)wiedermal zu fußballerisch und nicht altersgerecht denkt
    c)so gesehen in Alte Verhaltensmuster zurückfällt
    d)sich ein Stück weit gewissen "alten" Zwängen unterwirft
    e)sich ein Stück weit dem dummen Druck gewisser weniger Eltern beugt
    f)eine Kindermeinung reininterpretiert, die so möglicherweise nicht vorherrscht
    g)oder eine Kindermeinung aufschnappt, die von Eltern oder mancher Trainermeinung geschwängert ist.


    Gruß Andre

  • und genau da liegt unsere Meinungsverschiedenheit. Für dich ist es eine Fußballstunde, für mich eine Turnstunde. Ich würde hier die Fußballer bedienen, aber zu weit weniger als 50 Prozent der Sportzeit, ganz klar. Ein Abschlussspiel wäre natürlich immer gebucht.

    Wir bieten im Verein für Kinder folgendes an: Fußball, Volleyball, Turnen, Leichtathletik, Badminton und Karate. Die meisten Kinder, die zum Fußballtraining kommen, erwarten, dass sie dort Fußball spielen, nicht zu 100%, aber doch zumindest zu einem erheblichen Anteil. Wenn Du siehst, dass Kinder bei den fußballerischen Inhalten (egal ob nun 30, 40 oder 50%) abschalten, dann gehen sie doch besser erstmal zum Turnen, oder? Zumal die anderen Sportarten oft über Nachwuchssorgen jammern und wir uns beim Fußball nicht beklagen können.

  • und genau da liegt unsere Meinungsverschiedenheit. Für dich ist es eine Fußballstunde, für mich eine Turnstunde. Ich würde hier die Fußballer bedienen, aber zu weit weniger als 50 Prozent der Sportzeit, ganz klar. Ein Abschlussspiel wäre natürlich immer gebucht.


    Mein Jüngster (4 1/2) hat in diesem Sommer auch seine Karriere gestartet. Von den Inhalten her macht der Trainer ein ordentliches Training für diese Altersgruppe (geurteilt danach, was meine Frau mir so erzählt). Da kommen also Lauf-, Fang-, Hüpf- und ähnliche Spiele vor. Und natürlich auch ein Abschlussspiel. Er spielt viel in kleinen Gruppen und holt sich dafür Verstärkung aus der A-Jugend.


    Da gibts aber auch Kinder, die nur Kicken wollen. Die haben dazu keine Lust. Keine Frage - die koordinativen Fähigkeiten sind wichtig. Ich hätte mir gewünscht, unsere Jungs hätten in der G-Jugend solche Dinge gemacht. Dann wäre -als wir sie zu Anfang der F-Jugend übernommen haben - nicht 2/3 der Mannschaft beim Rückwärtslaufen umgefallen. Auf der anderen Seite ist halt die Gefahr, dass man einen Teil der Kinder schon in der G-Jugend verliert. Was besser ist? Ich weiß es auch nicht.

  • Es ist nicht so, dass ich es aus fußballerischer Sicht nicht verstehen kann, aber ausbildungstechnisch in die Zukunft gedacht, ist die Turnstunde für mich der Favorit.


    Um diese Favoritenrolle auf Akzeptanz zu führen, würde ich


    a)meine Trainer im Verein hierauf senibilisieren und meine benannten Punkte dort benennen und belegen. Hierbei wären die von Follkao benannten Punkte extrem wichtig mit einzubeziehen (fallen in der F nach ein paar Metern Rückwärtslaufen um...ich spinne mal weiter....und das, obwohl sie bereits zwei Jahre bei den Minis waren....da frage ich mich, ....was da lief und in so vielen Vereinen läuft???!!!


    b)immer einen Elternabend einberufen und die Eltern gleichfalls mit Infos füttern, die die Bedeutung der Koordinativübungen klarzustellen


    Einige von Euch sagten mir öfters mal, ...nicht nur schwarz oder weiss. Ich meine hier auch, ...die Mischung machts. Folgenden Satz/Gedanken finde ich dabei am wichtigsten:


    Je interessanter und spassiger und fantasievoller die "Turnübungen" (koordinativen Übungen möglichst in Wettkampfform, aber ruhig abseits von Fußballübungen) sind, desto mehr bedient man auch die 5järigen Mikromegakicker mit Spezialwünschen und Meinung. In diesem Fällen kann der Fußballanteil vermutlich recht unbemerkt von den Kröten kleiner geschrieben werden. Das wäre jedenfalls mein Ziel in dieser Altersgruppe, ...so würde ich es machen. Hierbei bediente ich vermutlich auch und gerade die Krümmelsucher. ;)


    So einfach kann es sein, ...wenn man will und die anderen Thesen anerkennt und beachten will, auch wenns schwer fällt, weil man vielleicht nicht ausreichend in diese Richtung "tickt". Gruß Andre

  • Der Punkt ist doch, dass es für die ganz Kleinen deutlich bessere Vielseitigkeitsschulungen gibt als Fußballtraining. Das weiß auch der DFB. Deshalb schreibt er in die Altersziele für diese Klasse die "besseren Dinge" rein und nennt es altersgerechtes Fußballspielen, damit die Kids (und deren Eltern) trotzdem kommen. In Wirklichkeit ist es aber - ohne negative Kritik und in Anlehnung an Andre - die Turnstunde.


    Bis das den Eltern auffällt, hofft der DFB den einen oder anderen unter dem Etikettenschwindel "Fußball" die Turnstunde schmackhaft gemacht zu haben. Den Kindern ist's egal, denn Hauptsache es gibt ne Gaudi!

  • Hallo


    Also nicht, dass es falsch "rüberkommt" ich mach natürlich auch "Fang/Hüpf/Turn" spiel aller Art, aber trotzdem auch relativ viel Fußballtraining (altersgerecht).


    Zitat

    a)meine Trainer im Verein hierauf senibilisieren und meine benannten Punkte dort benennen und belegen. Hierbei wären die von Follkao benannten Punkte extrem wichtig mit einzubeziehen (fallen in der F nach ein paar Metern Rückwärtslaufen um...ich spinne mal weiter....und das, obwohl sie bereits zwei Jahre bei den Minis waren....da frage ich mich, ....was da lief und in so vielen Vereinen läuft???!!!


    Man wird es nicht glauben, ich habe Kinder jetzt schon im vierten Jahr die können nicht rückwärts laufen (ohne zu fallen), die haben Probleme nach 10x vormachen um 3 Hütchen zu kommen oder 3 x einen Ball der 50 cm hochgeworfen wird zu fangen....


    Das ist doch die realität (Manche sind auch die Störenfriede um die es hier geht), in vielen kleinen Vereinen. :(


    OK vielleicht ist das Training schlecht, nur wenn ich Sommer-Weinacht-Urlaub- usw-ferien abziehe wieviel Stunden training bleiben dann ???
    Vielleicht 50 für diese Kinder (abzüglich dem Abschlussspiel), den Rest der Zeit verbringen sie vor dem Fernseher/PC/Game-boy usw. :(
    Die 50 Stunden haben sportbegeisterte Kinder in 2 Wochen Ferien :thumbup:


    Und dann kommt der DFB mit seinem Konzept und sagt ich soll für diese Kinder eine Turnstunde machen, "unter dem Tisch ist ja klar", die besseren gehen ja sowiese zu den größeren Vereinen 8o


    Übrigens wie effektiv ist den die Turnstunde in den Schulen, die haben bestimmt auch 50 Stunden?
    Ein Kind, dass keine Lust hat wird dadurch auch nicht zum Sportler!


    Gruß