Problem Rotation

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  • Seit dieser Saison rotieren ich meine Mannschaft samt Torwart. Es gibt die zu erwartenden Probleme, die aber nicht das Schlimmste sind. Wir gewinnen die Spiele - zwar nicht 9:2 sondern 6:4, wenn man das so sagen kann. Soweit ist alles okay. Nur gibt es innerhalb der Mannschaft so richtig Unmut. Die ursprünglichen Stürmer boykottieren defensive Positionen, indem sie nur Statistenfunktion auf dem Feld übernehmen. Die ursprünglichen Abwehrspieler machen vorne nicht richtig mit. Sie wollen lieber hinten spielen. Durch die Rotation habe ich eine ganz schlechte Stimung erzeugt, obwohl die Ergebnisse ja gut sind. Die Kinder verstehen zwar, dass man ede Position spielen können sollte aber auf dem Feld haben sie keine Lust und zum Teil möchten sie lieber ausgewechselt werden. Was kann ich tun, außer wieder in die herkömmliche Aufstellung zurückzukehren? Ich habe auch schon mit den Eltern gesprochen, dass sie mit ihren Kindern reden aber auch das hat nichts gebracht. Sollte ich die Sache aussitzen, bis es normal geworden ist?

  • Erkläre den Kindern noch mal, warum Du rotieren läßt ! Lasse öfter rotieren, auch während eines Spiels, so dass die ehemaligen "Stürmer" bzw. "Abwehrspieler" auch mal wieder auf diesen Positionen spielen.


    Das Wichtigste: Laß Dich nicht erpressen und mach jetzt keinen Rückzieher! Laß im Extremfall mal den einen oder anderen, der keine Einsicht zeigt, ganz pausieren. Nimm ihn bei Lustlosigkeit vom Spielfeld, und lass ihn auch beim nächsten Spiel draussen. Erkläre ihm, dass Du auch ganz auf ihn verzichten kannst, wenn er weiter Lustlosigkeit an den Tag legt.


    Erkläre den Kindern auch, dass es niemand übel nimmt, wenn diese auf einer noch ungewohnten Position Fehler machen!

  • Die Kinder sollen Spass haben: Haben sie den beim rotieren nicht, dann rotier halt eben nicht. Habe nun auch aufgehört, die Kinder selber wollen das nicht haben.
    Mir Wurscht, bei mir wird eh keiner Profi, da ist das Talent zu rar, und von dem her habe ich auch kein gutes Argument dass wir rotieren sollen, da jeder alle Positionen erlernen soll. Die Kinder wollen Spass, und natürlich gewinnen. Wenn sie merken, dass es mit rotieren eng wirdm it dem Sieg, wollen Sies halt nicht mehr...

  • bei uns gibt es keine Stürmer mehr, auch keine Verteidiger....nur manchmal rutschen mir diese Bezeichungen durch


    wir beschreiben die Positionen mit hintere Spieler, mittlere Spieler und vordere Spieler.
    Alle greifen mit an , alle verteidigen mit ,
    durch die Aufgabenstellen (die hinteren Spielen müssen als erste bei Ballverlust wieder hinten sein) ergibt sich wer wie weit beim Angreifen mit aufrücken darf ,
    die vorderen Spieler verhindern beim Verteidigen die Fernschüsse der Gegner sind also auch aktiv eingebunden.


    Wenn man in den Spielen allen Kids gleiche Spielanteile geben will muß man eh schon im Spiel einige Postionen tauschen.
    Aber es ist für einige Kids sehr förderlich auf verschiedenen Postionen eingesetzt zu werden, denn es werden verschiedene Fähigkeiten auf den unterschiedlichen Postionen abgefragt.


    Ansonsten schließe ich mich den Vorrednern an,
    die Kids die keine Lust auf ihren Positionen haben machen den Platz frei für andere die dazu Lust haben.


    Vielleicht hört dadurch mal einer früher auf als er eh aufhören würde


    Grüße aus dem verregneten Lübeck


    Thomas

    Bundestrainer 8) Fernseh - Lizenz

  • Zitat anmagu:




    Zitat

    Die Kinder sollen Spass haben: Haben sie den beim rotieren nicht, dann rotier halt eben nicht. Habe nun auch aufgehört, die Kinder selber wollen das nicht haben.
    Mir Wurscht, bei mir wird eh keiner Profi, da ist das Talent zu rar, und von dem her habe ich auch kein gutes Argument dass wir rotieren sollen, da jeder alle Positionen erlernen soll. Die Kinder wollen Spass, und natürlich gewinnen. Wenn sie merken, dass es mit rotieren eng wirdm it dem Sieg, wollen Sies halt nicht mehr...


    Wozu bist Du dann als Trainer noch da?


    Wenn den Kindern dass Erlernen bestimmter grundsätzlicher Techniken keinen Spaß macht, läßt Du's halt einfach. :?: ( "...werden eh keine Profis..." )


    Warscheinlich werden wir alle keine Profis heranziehen. Aber ist das ein Grund, nicht jeden Einzelnen seinen Fähigkeiten und seinem Talent entsprechend zu fördern ???Wenn es Dir wirklich "Wurscht" ist, dann sollte vielleicht ein anderer Trainer Deine Mannschaft übernehmen !


    Versteh mich bitte nicht falsch. Ich möchte Dich nicht beleidigen. Aber grundsätzlich sollte doch unser Ziel sein, jedes einzelne Kind optimal auszubilden. Natürlich gehört "Gewinnen wollen" zum Fußball und ich bin der Letzte, der nicht gewinnen will. Aber die Einzelausbildung steht im Kinderfußball bei mir über dem Mannschaftserfolg. Den Kindern auch Spaß zu vermitteln, obwohl das eine oder andere Spiel verloren geht, ist meine Aufgabe. Genauso, wie ich mir etwas einfallen lassen muß, um Übungen, die vielleicht nicht "jederkinds" Sache sind, mit Spaß zu vermitteln.


    Kindgemäß trainieren heißt nicht, dass man nicht erfolgreich sein kann. Aber man muß einfach mal den Mut haben, damit anzufangen. Und man muß akzeptieren, wenn es momentan bessere gibt. Sein es Gegner, die kurzfristig noch besser sind, weil sie erfolgsorientiert spielen oder Gegner, die schon länger rotieren lassen, - auch mit Niederlagen müssen die Kinder umzugehen lernen.

    Einmal editiert, zuletzt von Karl ()

  • Das sehe ich so wie Karl. Auf gar keinen Fall erpressen lassen !!! Das Prinzip alle verteidigen u. alle stürmen, so wie Karl es erklärt hat, finde ich ebenfalls förderlich. Das Rotieren solltest du im Hinblick auf eine gute Ausbildung auf jeden Fall weiterhin praktizieren, sonst bildest du die so genannten "Positionsidioten" aus.

    Wenn sie begriffen haben, daß zum Fußball auch Arbeit gehört, ist es zu spät. Dann werden sie Trainer. (Luis Aragonés)

  • tut mir leid, aber ich lach mich kaputt


    bei uns wurde die Hauptschule, zuerst in Regionale Schule, dann jetzt in erweiterte Realschule umbenannt.
    hört sich ja besser an, klingt hochtrabend. nur komisch die Dummen gehn in den Hauptschulzweig, die etwas besseren in den 'Realschulzweig, die anderen,
    dort wo die meisten nicht hingehören aufs 'Gymnasium, aber keiner brauch sich mehr Hauptschüler zu nennen.(Entschuldigung für die krasse Form)
    durch Namensumbenenungen ändert sich nichts. nicht am Bildungswesen (20% höheare Qualifikation, 30 % mittlerer Qualifikation, und der Rest Durchschnitt)
    (um vorzubeugen, ich zähle mich zum Durchschnitt)


    zurück zum Fussball:
    neue Namenserfindungen erneuern doch nicht den Fussball: vordere, mittlere, hintere Reihe??????????????????
    schön die Eigenkreativität.aber Stürmer bleibt Stürmer, Mittelfeldspieler bleibt Mittelfeldspiele, Abwehrspieler bleibt Abwehrspieler, was ist der Tormann??????????


    dass sich die Aufgabenstellung der einzelnen ständig verändert, die Positionen sich verwischen, andere Aufgabenstellung gegeben ist, ist doch klar, und das ist die Aufgabe von Jugendtrainern , dies zu vermitteln., aber doch nicht eigene Wortkreationen zu schaffen, die die Kinder verwirren.
    die haben Vorbilder: von dem Stürmer Klose und Podolski, und nicht von der vorderen Reihe.


    Mensch bleibt doch mal auf dem Boden, versucht nicht den Fussball zu verändern, sondern langsam fortzuentwickeln.


    Günter


  • Günter


    Sorry, Günter. Aber hast Du Dir vor Deinem Posting wirklich mal Gedanken gemacht, was der Sinn des Ganzen sein könnte, bis zu einer bestimmten Altersgruppe ( und thom spricht von Kleinfeld Jg. 2000 ) nicht von Abwehr oder Angriff zu sprechen ?( Im Grunde ist es völlig egal, wie man/er es nennt. Der Sinn dahinter ist entscheidend :!: Es könnte ja sein," dass sich die Aufgabenstellung der einzelnen ständig verändert, die Positionen sich verwischen, andere Aufgabenstellung gegeben ist, ist doch klar, und das ist die Aufgabe von Jugendtrainern , dies zu vermitteln."




    Kommt Dir die Formulierung bekannt vor :D ;) Ich komme aus einer Fußballergeneration, da hing einem der gegnerische Abwehrspieler noch bis mit aufs Klo im Nacken, weil sein Trainer ihm die Anweisung gegeben hat :rolleyes:


    Ich habe meine Truppe seit Minikickerzeiten und benutze ebenfalls diese Formulierungen mit Reihen, weil ich ihnen damit vermitteln möchte, immer und ständig mit am Spiel teil zu nehmen. Schau Dir mal Spiele in den Altersklassen 2000 und darunter an. Wurde hier oft genug gepostet. Der Turm in der Abwehr :] bolzt die Bälle zum Sturm, drin ist er. Super :wacko: Die "Abwehr" bleibt es tatsächlich dann auch während des ges. Spiels, sprich hinten. Der "Sturm" ebenso. Und nun kommts: Zumindest in unserer Umgebung wird von Saison zu Saison immer deutlicher, dass sich unsere Gegner in dieser Beziehung unterschiedlich entwickeln. Die meisten Mannschaften pflegen weiter diese "Taktik", bei wenigen anderen rückt der hintere Mannschaftsteil in Ballbesitz nach bzw. der vordere Teil bei Ballbesitz des Gegners zurück.Ja, und ich bin sehr wohl der Auffassung, dass dies schon in der jüngeren F-Jugend gelernt werden kann und muss. Ihr wollt doch alle diese Positionsidioten nicht. Das geht damit schon los. Wie man es dann nennt oder erklärt, bleibt jedem überlassen, der Sinn ist entscheidend :!: Und Günter ich leg sogar noch einen drauf :] Ich habe meinen Jungs das ganze an einem Würfel erklärt, weil ich für mich festgestellt habe, dass die Kids in diesem Alter durch zusätzliche plastische Darstellungen schneller erfassen und dies dann dann umsetzen können. Geht nicht von heut auf morgen, aber steter Tropfen..... Jetzt brauche ich im Spiel nur noch "Würfel" zu sagen und jeder weiß was gemeint ist und wo er zu stehen hat. Das mache ich nicht, "um den Fußball zu verändern" sondern weil ich zum einen sehr Maulfaul bin ;) und zum anderen es die Jungs sehr gut annehmen.




    Bevor aber Missverständnisse aufkommen: Dies würde ich ab Wechsel auf Großfeld bzw. D-Jugend nach und nach abstellen und auch die Begrifflichkeiten ändern. Das kann aber der neue Trainer übernehmen, da ich sie dann ja abgebe. Er wird aber nicht das Problem haben, dass seine "Abwehr" hinten stehen bleibt oder sein "Sturm" vorne auf Bälle und besseres Wetter wartet :thumbup:

  • Hallo Karl. Ich verstehe das nicht als beleidigung, meine Antwort war ein wenig übertrieben. Ich bin ei nweiteres mal gefrustet von meinem Verein, aber das lasse ich jetzt mal:


    Wurscht ist mir nicht, alle meine Junioren liegen mir am Herzen. Und das meine ich ehrlich. Mir ists Wurscht ob der Spieler neben seiner - sagen wir jetzt mal - prädestinierten Position noch halbwegs für eine andere Position brauchbar ist.


    Allgemein: Ich utnerstütze das mit dem fördern eines jeden einzelnen, nachdem gehe ich auch vor.


    Was ich nur mit meinem obengenanntem Posting sagen möchte:
    Warum rotiert man, wenn die Kinder selber nicht rotieren möchten?
    Man sagt hier immer, der Spass stehe im Vordergrund. Ich habe hier nicht eine grosse Auswahl an Kids, mein Verein stellt 18 Mannschaften. In den E Junioren habe ich das noch oft gemacht, jetzt im D stelle ich ab- auf Wunsch der Kinder. Die wollten das schon länger nicht mehr. Warum? Weil Sie nicht mehr so gut spielen wie sonst. Das merken die Spieler auch selber, und nein, durch ständiges rotieren können Sie auch nicht alle Position ansatzweise gleichgut. Das funktioniert bei talentierteren Spielern, aber nicht bei meinen Drchschnittsspieler Warum sollte ich Ihnen also das antun? Wenn der eine mehr Zweikämnpfe gewinnt und dafür einen schlechten Schuss hat, warum soll ich ihn ums verrecken in den Sturm stellen wenn er selber nicht will?


    Du sprichst hier: Jeden einzelnen seinen Fähigkeiten und seinem Talent entsprechend zu fördern.
    Warum schliesst das hier das mehrheitliche Spielen z.B. in der Defensive aus?


    In den F und frühen E Jahrgängen unterstütze ich das rotiere, aber für mich kann man damit ab D Junioren Schluss machen. Und ich trainiere jetzt D Junioren.



    Glaube mir: Ich bin nicht jemand der nach Pokälen sucht mit meiner Jugendmannschaft: Sonst müsste ich den Verein wechseln, und das tue ich nicht, ich bleib meinem treu. Wie oben erwähnt, wir haben 8 Junioren mannschaften, es gibt gute, es gibt weniger gute, es gibt gemischte.Ich habe das 2.e. Und auch wenn wir nicht imemr gewinnen, in den 3 Jahren in der ich die Mannschaft habe, hat 1 Spieler aufgehört. Ich sehe das nicht als schlechte Quote. Ich denke ich biete meinen Junioren auch was. Das nur so zu einem anderen Trainer meine Mansnchaft übernehmen.


    Du schreibst weiter, dass Kindergerechtes trainieren nicht erfolgreich sein kann. Wer sagt genau was Kinderegerecht trainieren und spielen lassen ist? Ich behaupte, der Spass der Kinder. Wenn der Spass der Kinder aufgrund schlechter Resultate und allgemein schlechter Leistung getrübt ist, ist es dann immer noch Kidnergerecht? Und Warum?

  • Steini hat das noch mal gut zusammengefaßt was hinter den Umbenennungen steckt.


    Ein weiterer Nebeneffekt ist das alle STürmer sind und alle Tore schießen können und sollen.
    Das macht vieles einfacher weil der erste und größte Wunsch der Kids (nämlich Tore schießen zu können) erfüllt ist.



    Gruß
    Thomas

    Bundestrainer 8) Fernseh - Lizenz

  • Hallo anmagu


    Dein Zitat:



    Zitat

    Du schreibst weiter, dass Kindergerechtes trainieren nicht erfolgreich sein kann


    Lies Dir bitte mein Posting nochmal durch. Ich schrieb dort genau das Gegenteil.


    Zu einer anderen Anmerkung von Dir: Kinder sind auch nur Menschen und deshalb machen sie natürlich lieber Sachen, die sie gut können bzw. die ihnen leicht fallen. Aber unsere Aufgabe als Trainer ist es auch, das die Kinder möglichst vielseitig ausgebildet werden und dass wir auch und gerade an ihren Schwächen arbeiten. Ihnen diese Arbeit trotzdem mit Spaß zu vermitteln, liegt an uns. Dazu gehört zum Beispiel, dass ich bei dem von Dir beschriebenen " schussschwachen " Spieler an der Schußtechnik und Schusskraft arbeite und ihn auch wieder teilweise als Stürmer einsetze. Auch wenn er später mal Verteidiger werden sollte, werden ihm diese Erfahrungen nicht schaden und er wird sich auch dort irgendwann verbessern.


    Du hast in Deinem Profil stehen, dass Du eine E - Jugend trainierst. Ist aber auch egal. Ich selbst würde auch noch in einer D - Jugend rotieren lassen.


    Außerdem denke ich, dass es noch zu viele Trainer gibt, denen die Spielergebnisse und der "Tabellenplatz" ihrer Kindermannschaften wichtiger sind, als die Ausbildung der jeweils einzelnen Spieler. Ich halte das für falsch.


    Deinen beschriebenen Frust kann ich verstehen. Gefrustet sind wir wohl alle mal. Und auch wenn wir nicht die "Talente" in unseren Mannschaften haben, so haben doch auch die vielleicht späteren Kreisklassespieler das selbe Recht möglichst optimal gefördert zu werden.

  • Entschuldige mich, das Profil ist noch nicht aktualisiert. Seit Ende Juli trainiere ich nun D-Jugend.


    Wen man von rotieren spricht, dann denke ich an Strenges, rotieren, damit meine ich: nach x minuten wird gewechselt. Punkt ende. jeder spielt gleich viel am gleichen ort wie jeder andere.


    Du schreibst : wieder teilweise als Stürmer einsetze. Ich wechsle auch meine Verteidiger mal aus und bringe Sie in den Sturm, und das relativ oft. Es ist nicht so dass ich die Kinder nur an einer Position spielen lasse. Aber wenn es deren expliziter Wunsch ist, warum soll ich ihnen den nicht erfüllen?


    Ich denke wir 2 haben auch utnerschiedliche Auffassung von rotieren. Wie gesagt, für mich ist rotieren eine feste Abmachung die strikt eingehalten wird. nach soviel zeit wird vorne und hinten gewechselt, nach soviel zeit kommt spieler a für spieler b etc.


    "Teilweise" rotieren muss ich sowieso, ich habe zwar 14 Knaben und 3 Mädchen, davon haben aber insgesamt 7 noch keinen Pass, sprich ich habe 10 liozenzierte Spieler momentan. ;)




    PS: WEgen dem nicht erfolgreich sein:Vor lauter Frust habe ich das 2.e nicht überlesen. Tut mir Leid. Ich gönne mir mal ein Tag Pause. Wohl besser.

  • Zitat anmagu



    Zitat

    Du schreibst : wieder teilweise als Stürmer einsetze. Ich wechsle auch meine Verteidiger mal aus und bringe Sie in den Sturm, und das relativ oft. Es ist nicht so dass ich die Kinder nur an einer Position spielen lasse. Aber wenn es deren expliziter Wunsch ist, warum soll ich ihnen den nicht erfüllen?


    Ich denke wir 2 haben auch utnerschiedliche Auffassung von rotieren. Wie gesagt, für mich ist rotieren eine feste Abmachung die strikt eingehalten wird. nach soviel zeit wird vorne und hinten gewechselt, nach soviel zeit kommt spieler a für spieler b etc.


    So weit liegen wir vielleicht garnicht auseinander. Ich habe keine Stoppuhr fürs Rotieren und wechsle so, wie ich es halt denke, aber auch so dass jeder vom Gefühl her die gleichen Einsatzzeiten bekommt. Es ist auch nicht vorher abgesprochen, wer wann für wen ins Spiel kommt. Rotation ist für mich der Wechsel der Spieler und der Positionen auch innerhalb der Mannschaft. Das Ganze muss doch nicht nach Stoppuhr passieren. Und wenn bei mir ein Kind mal auf einer Position durchspielt, dann ist es eben beim nächsten Spiel auf einer anderen.


    Zu Deinem Einwand nach dem Wunsch des Kindes: Kinder haben viele Wünsche und nicht alle können wir erfüllen. Und es gibt auch Wünsche, die ich nicht erfüllen möchte, weil ich denke, dass es nicht gut für die entsprechende Entwicklung des Kindes wäre. Dazu gehört im fußballerischen Bereich die einseitige Ausbildung schon in der F/E - Jugend auf einer festgelegten Position. Das erkläre ich dem Kind auch. Und sollte es dies nicht einsehen und nicht verstehen, was in dem Alter vielleicht auch normal wäre, dann muß es letztlich trotzdem Einsicht in die Notwendigkeit zeigen und sich fügen. Nicht alle Wünsche werden erfüllt. Nicht im Leben und nicht im Fußball. Fussball ist ein Mannschaftssport und alle Kinder haben Wünsche. Wer zum Beispiel auf Dauer nicht fähig ist, auch mal eigene Wünsche zurückzustellen, sollte einen Einzelsport betreiben.

  • Ich hab heuer auch eine Junge F Jhg.2003 übernommen.


    Wir spielen 6+1 und an meinem Vorgänger störte mich immer, dass er seinen fixen Stürmer, einen fixen Tormann und einen fixen Verteidiger hatte. Wo sind die Erfolgserlebnisse? Die hatte da nur der Stürmer.


    Ich stellte Komplet um bildete 2 Reihen, eine Offensive und eine Defensive (2 Reihen zu 3 Spielern). Wir spielen 2x20 Minuten und alle 10 Minuten wechsle ich die Reihen von Offensiv auf defensiv und umgekehrt.


    Die ersten Spiele waren eine Katastrophe, weil die damaligen Verteidiger richtig Angst hatten vorne zu spielen. Die bewegten sich keinen Meter über die Mittellinie… Die Folge war, das ich 5 Defensive stehen hatte…..Wie es halt in dem Jahrgang ist, einige verstehen es früher, andere brauchen länger. Nach 6 Spielen kann ich aber sagen, dass es hervorragend Funktioniert hat. Die Jungs haben ihren Spaß, ich hab immer andere Torschützen und sie setzen den Wechsel Off-Def. hervorragend um.


    Beim letzten Spiel kam sogar der gegnerische Trainer auf mich zu, um über das 2 Reihen System zu sprechen. Er will es auch bei sich umsetzen, weil er gesehen hat wie gut es funktioniert und welchen Spaß die Kinder dabei hatten.

    Wer aufhört sich weiter zu entwickeln, hört auf besser zu werden.

  • Rotation war für mich nie ein Gesprächsthema,


    in F und E hab ich ganz einfach bei jeder Einwechselung den betreffenden Spieler auf eine andere Postion gestellt.
    so haben alle Spieler alle Positionen gespielt, für die war das selbstverständlich, da kam nie, ich will vorne oder hinten spielen..
    dadurch wurde auch nicht das komplette Mannschaftsgefüge auf den Kopf gestellt, sondern es war ein ständiger Prozess.


    man muss nicht immer alles gross erklären, einfach machen.


    Günter

  • Ich werde mal die nächsten 2 oder 3 Spiele abwarten, ob die Jungs dann immer noch schlecht gelaunt sind. Bei mir haben jetzt schon alle - außer der Torwart- Tore geschossen. Das ist schon mal ein großer Vorteil.


    Danke für eure Tipps

  • Zunächst einmal "Thom", das wenige, was du schreibst gefällt mir sehr gut! Es zeugt davon, dass du dir wirklich Gedanken machst und nicht einfach etwas nachmachst, nur weil andere es so machen. Auch kann der Weg, den du eingeschlagen hast, einmal für den ein oder anderen talentierten Spieler mit "Köpfchen" und Trainingsfleiß in ein Team mit ballorientiertem Fußballspiel führen. Bis zum D-Jugend-Alter glauben die Kinder einem ohnehin fast alles, weshalb ich Günters Ansicht "machs einfach" natürlich gut verstehen kann. Es kommt m.E. auch nicht so sehr darauf an, wie man es nennt, sondern was man macht und wie man es macht. Alles, was es im Fussballspiel gibt, zu vermitteln, das ist Sache des Trainers. Diese Ausbildung ist unabhängig davon, zu was der Spieler gerade einmal "Bock" hat oder nicht. Fußball ist eine Mannschaftssportart! Wird unnötigerweise darüber diskutiert, so kann es schnell passieren, dass man sich zum Hampelmann macht, der auf Zuruf das Eine und nach erneutem Zuruf das genaue Gegenteil als Order an die Kinder weitergibt. Natürlich darf man Fehler zugeben, aber die sollte man bitteschön selbst und aus freien Stücken gemacht haben. Als Torwarttrainer habe ich übrigens die besten Erfahrungen mit solchen Kandidaten gemacht, die in ihrer Ausbildungszeit sowohl als Feldspieler wie auch als Keeper Erfahrungen sammeln durften.