In welcher Jugend/in welchem Alter hören die Spieler/deine Spieler im Verein auf und warum gingen sie?

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  • Natürlich ist Wissen und Ausdruck wichtig um Jugendlichen/Kindern dinge beizubringen.



    Das meinte ich mit "Fachidiot". Menschen die zB. im Verkauf tätig sind und eine Menge an Fachwissen aufweisen können aber schlussendlich nicht mit dem Kunden richtig umgehen können.



    Klar, der Trainer braucht Fachwissen, natürlich. Aber am beispiel Lothar Matthäus wissen wir wie wichtig es ist, auch mit Menschen umgehen zu können.



    Ich hatte auch schon jugendliche die aufgehört haben, teils wegen ihrem größeren Terminkalender, Freundin oder auch weil sie die Lust verloren hatten.


    Letzteres musste ich mir immer ganz klar auf die Kappe schreiben, da ich ihnen nicht gerecht werden konnte. Was ja auch nicht wirklich geht....allen gerecht zu werden.

    Versuche im jeden Training 1 Spieler gezielt besser zu machen und du hast in einem Jahr/einer saison, VIEL geschafft!

  • ... oder auch weil sie die Lust verloren hatten.


    Letzteres musste ich mir immer ganz klar auf die Kappe schreiben, da ich ihnen nicht gerecht werden konnte. Was ja auch nicht wirklich geht....allen gerecht zu werden.


    Naja ... "...ganz klar auf die Kappe schreiben..." stimmt doch gar nicht.


    Es ist doch nicht zwangsläufig so, dass Du verantwortlich bist, wenn Spieler die Lust verlieren. Das kann zich Gründe haben - selbst wenn Du als Trainer diesbezüglich(!) den besten Job der Welt gemacht hast. Du bist doch mit Deinem Fußball nicht alleinverantwortlich für die "Lustlage" der Kinder/Jugendlichen. Red mal mit einem in der Pubertät, zu was der plötzlich alles keine Lust mehr hat. Oder rede mal mit dem, der eigentlich schon längst aufhören wollte, aber vom Fußballvater noch mal für ne Saison überredet wurde. Du übernimmst den und der hatte von vorne herein schon keine Lust mehr.


    Natürlich kann es auch sein, dass Du schlecht gearbeitet hast diesbezüglich. Aus diesem KANN aber gleich ein allgemeingültiges Gesetz zu machen ist falsch.

  • ja,die anderen faktoren in der Pupertät habe ich jetzt ausser acht gelassen. Da kann man als Trainer natürlich wenig dagegen machen.

    Versuche im jeden Training 1 Spieler gezielt besser zu machen und du hast in einem Jahr/einer saison, VIEL geschafft!

  • Ich war ja ein Joysticktrainer, ich dirigierte die Kinder, versuchte Dinge abzuverlangen und zu bewerten, die ganz klar aus dem Erwachsenenfußball kamen. Mein Motor war, ...mein Ego, meine Ignoranz, mein Egoismus und meine Dummheit. Ich habe geschrien und manchmal waren meine von mir lustig gemeinten Sätze und Anmerkungen für den Spieler wohl beleidigend und ganz und gar nicht so lustig, wie ich es meinte. Meine Beobachtungen am Spielfeldrand sind die, das die Mutter der Dummen offensichtlich immer noch ewig Schwanger ist, sie gebärt offensichtlich jeden Tage neue Abbilder meiner Person oder sie legt gar tausende Eier?


    Zur neuen Saison sollte ich E "Mittrainer" werden. Es kam zum Streit mit meinem Trainerkollegen, ...weil ich ihn hart attackierte und ihm... bubs ....vor den Kopf sagte, was ich von seinem einschüchternden nicht kindgerechten Gebrüll und seinem Joystickverhalten hielt. Er blieb, ich ging, bzw. kam erst gar nicht an. Er stand seit dem unter Beobachtung.


    Er wurde zwangsweise ruhiger, die Situation verbesserte sich, ...ist aber nicht so gut, wie sie im Maximum sein könnte. Erst jüngst wollte noch einer nicht mehr wieder kommen.


    Von 13 Spielern kenne ich fünf verschiedene Elternteile, die mir im Laufe der letzten fünf Monate berichteten, dass ihre Söhne gehemmt spielen, ...das sie teilweise keine Lust mehr auf das Training und den Fußball haben (E-Training), es schmerzt die Kinder, ständig auf der Auswechselbank beginnen zu müssen....in dieser Diskussion wurde auch geäußert, in der kommenden Saison den Verein zu wechseln, soweit der Trainer der Trainer bleibt. Im Wissen, dass man dort auf ähnliche Trainer treffen wird riet ich, keinen Schnellschuß zu machen. Mein Rat beinhaltete, ...sich den "kommenden" Trainer einfach mal am Rand bei einem Spiel anzuschauen. Das rate ich jedem Mitleser, wenn es darum geht, einen G oder F-Ling in den Verein zu bringen. Schaut Euch die Spiele und damit die Trainer an. Wenn der Verein zuläßt, dass der Trainer dort reglementiert und rumbrüllt, ...dann geht ein Haus weiter. Entweder interessiert es die Verantwortlichen nicht, oder sie haben in solchen Fällen keine Ahnung oder auch nicht den Mumm dagegen etwas zu unternehmen! Im Gegensatz zu mir, dem Rebellen 8) Schaut euch die -soweit es möglich ist- Staffelergebnisse an und schaut euch die an, die hinten stehen. Manchmal haben die die "unten/hinten" stehen die besseren Trainer, weil sie das Gewinnen unter die Ausbildung stellen! Vergleicht, ...wo sie in der C, B und A stehen, ...dort sind diese Vereine meist die Besseren.


    Wir waren heute als Vorspielmannschaft zu einem Bezirksligaspiel. Es ging um nichts ausser um Fun. Der Trainer hat heute -im Wissen um die Dinge- die Positionen rotieren lassen und war völlig relaxt und ruhig, ...völlig still und der Joystick, ...den hatte er nicht mit. Siehe da, sie spielten sogar ein ordentliches ungehemmtes Passspiel, granatenstark und das ohne Anweisungen von aussen. Sie gewannen 10:0. Hinterher waren sie die ausgelassensten Fans der 1 Mannschaft, die nach uns spielte. Sie waren total auffällig und die Tribüne des Gästevereins schaute öfter ungläubig rüber. So waren sie noch nie drauf. Das sind die Spieler, die Mannschaften, die die meisten Spieler auch "oben" noch aufweisen wird, die....die die wenigsten Verluste verbuchen wird, ...da bin ich mir sicher.


    Und deswegen ...Paul....ist jeder Trainer, der sich hier im Laufe der Zeit falsch verhielt MITSCHULDIG. Der letzte Trainer, ...der bei dem sie gingen, muß nicht der schuldige sein, ...aber es kann dennoch möglich sein, das er seinen Beitrag dazu leistete. Da kannst du das noch so weit wegschieben, ...das ist die Wahrheit und das sagt der Dfb ;) :) so auch, Gruß Andre

    2 Mal editiert, zuletzt von Andre ()


  • Und deswegen ...Paul....ist jeder Trainer, der sich hier im Laufe der Zeit falsch verhielt MITSCHULDIG. Der letzte Trainer, ...der bei dem sie gingen, muß nicht der schuldige sein, ...aber es kann dennoch möglich sein, das er seinen Beitrag dazu leistete. Da kannst du das noch so weit wegschieben, ...das ist die Wahrheit und das sagt der Dfb ;) :) so auch, Gruß Andre


    Ja, Andre. Ja. Ja. Ja.


    ABER:


    Ihr schreibt kategorisch und meint KANN. Du selbst tust es. KANN. Ja, KANN. Aber eine Schwalbe macht keinen Sommer und in diesem Fall: Es muss nicht zwangsläufig so sein, dass der Chris Schuld ist. Er KANN Schuld sein. Aber wenn er schreibt: "... GANZ KLAR auf die Kappe schreiben ..." (wenn einer geht weil er keine Lust mehr hat), dann ist es einfach FALSCH. Es ist EBEN NICHT ganz klar. Das erfordert genaues hinsehen.


    Ich kann Dir ein Bsp. nennen. Vor drei Wochen. E-Jugend Spiel. Ein Junge - nennen wir ihn Jonny - ist neu in die Mannschaft gekommen. Er hat für mein dafürhalten Klasse gespielt. Ich wollte hingehen und ihn loben - da weint der Kerl und brüllt seinen Vater an: Ich mag nicht mehr, ich hab keine Lust mehr, es macht keinen Spaß. Öh-ha! Hintergrund (nun kenne ich ihn): Jonny wurde überredet. Wollte eigentlich schon längst aufhören.


    Der neue Trainer mag an vielem Schuld sein aber nicht daran, dass Jonny aufhören möchte.

  • Mein Statement war nicht gegen Chris gemeint, ...es richtet sich an die allgemeine Trainerschaft, ....und auf Grund meiner Einstellung zum Kifu auch gegen akzeptierte Kollegen hier im Forum! Mein Beschreibung enthält den aktuellen Iststand aus einer derzeitigen Mannschaft, deren Trainer sich etwas zum Guten verändert hat. Das was war, sitzt bei einigen Kindern aber tief. Von Erwachsenen unbemerkte, sicherlich auch ungewollte Einschüchterung durch Leistungsdruck, unnötigen Leistungsdruck, denn heute spielten sie -beispielsweise- super. Es war die beste Leistung die ich von dieser Mannschaft gesehen habe und das, wo der Trainer heute absolut ruhig war, Funkstille, ...du hättest eine Nadel fallen hören, was seine Person anging. Ferner stand unsere Erste dabei -Bezirksliga- und die sagten mehrfach, ..."Mensch klasse, richtig erfrischender Offensivfußball." Das war ehrlich gesagt für mich und für meine Meinung eine richtige Bestätigung, ...dafür bin ich auch gern nicht der Trainer geworden, das war`s mir wert.


    Du reibst dich an dem Wort oder Satzbegleiter "kann". Gut und schön, ...was soll ich sonst schreiben, wenn der Adressat des Satzes eine Person ist, die ich nicht kenne.


    Hätte ich über unseren Trainer der E und sein Verhalten geschrieben, ...glaube mir, ...da wäre das "kann, könnte, möglicherweise etc." ganz sicher weg. Und das gleiche gilt ausnahmslos für ungefähr 18 Trainer und deren Co Trainer vom vergangenen Wochenende beim Kreispokal für die E! Immer wo Trainer meint, es geht um was, ...da gehts ab, ...wenn es nicht so läuft, wie Trainer träumt. Ja, ...und genau das macht den Kindern manchmal Kurz.-Mittel.-und Langfristig für mich den Fußball kaputt. Daran sind diese Trainer für mich schuld, ..eindeutig und ohne Zweifel.

  • Andre


    Bei aller Kritik an den Trainer, in meinen Augen sind die jeweiligen Eltern der bedeutenste Punkt, wenn man über die Gründe des Aufhörens philosophiert.
    Mag auch häufig ein Trainer, nennen wir es submaximal arbeiten und diesen Prozeß damit beschleunigen, die Hauptursache sind in meinen Augen die Eltern.
    Irgendwann sagt sich der Junge "Papa(Mama) leck mich am Arsch, ich hab keinen Bock mehr".


    Das ist meine Erkenntnis (nicht empirisch dokomentiert) in Ballungsräumen bei mindestens halbwegs talentierten Kickern. Nahezu talentfreie, ich meine wirklich unsportliche, nehme ich mal raus, da meistens nur Dinge dauerhaft Spaß bereiten, die man wenigstens einigermaßen beherrscht. KLar gibt es auch hier Ausnahmen.


    In der Regel hat man, in seiner Jugendzeit verschiedene Trainer und gerät man mal an einen Vollpfosten, der den Spaß raubt, hat man ja die Option des Vereinswechsels, wenn man vorher und grundsätzlich Spaß am Kicken hat.
    Wechselt man häufiger "wegen dem Trainer" liegt die Ursache in meinen Augen meist bei den Eltern und der Weg (das Aufhören) ist vorprogrammiert.


    Sicherlich haben viele Trainer enorme Schwächen, aber selbst ein höchst durchschnittlicher Pädagoge und wehr mäßiger Übungsleiter waren nie in der Lage mich vom Fussball abzubringen.
    Deine Kritik an der Trainerschaft in allen Ehren (ich kenne auch nur eine Handvoll Kleinfeldtrainer, die ich bedingungslos als wirklich gut eintufen würde, und bestimmt 50 kennengelernt,die ich kaum akzeptabel finde) ist mir deine pauschale Kritik (z.B. an den Trainern deiner Söhne) suspekt.
    Trainer haben Stärken und Schwächen, und man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen, kritikwürdiges finde ich bei jedem Trainer (mich eingeschlossen), aber permanente Trainerkritik, z.B. als Elternteil kann ich nicht leiden. Wem es nicht gefällt kann ja wechseln (die Mannschaft oder den Verein).


    Ich stelle mich gerne bei Turnieren in irgendwelche Elterngruppen anderer Mannschaften, die mich nicht als Trainer/bzw. Sichter zuordnen können. Was die teilweise an Trainern kritisieren, da fällt einem nichts zu ein. WIe die dann zwischen oder während den Spielen mit ihren Kindern umgehen, ist dann aber abenteuerlich. Da hätte ich als Kind/Jugendlicher irgendwann nicht mehr mitgemacht.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Paul, ;) , Sir Alex


    1. Ich suchte nicht den Dialog im Bezug auf Chris.


    2. Ich bin auf deine Person iritiert, denn einerseits sprichst du von deinen Fehlern, die du als Trainer gemacht hast (Zitat: kritikwürdiges finde ich bei jedem Trainer (mich eingeschlossen)), ....läßt aber -soweit mir in Erinnerung- nicht erkennen, welche es denn waren. Was waren denn deine Fehler, nenne sie doch mal.


    3. Zu folgendem möchte ich selbstverständlich Stellung nehmen, Zitat:


    Deine Kritik an der Trainerschaft in allen Ehren (ich kenne auch nur eine Handvoll Kleinfeldtrainer, die ich bedingungslos als wirklich gut eintufen würde, und bestimmt 50 kennengelernt,die ich kaum akzeptabel finde) ist mir deine pauschale Kritik (z.B. an den Trainern deiner Söhne) suspekt.
    Trainer haben Stärken und Schwächen, und man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen, kritikwürdiges finde ich bei jedem Trainer (mich eingeschlossen), aber permanente Trainerkritik, z.B. als Elternteil kann ich nicht leiden. Wem es nicht gefällt kann ja wechseln (die Mannschaft oder den Verein).


    3.1


    Ich spreche/kritisiere etwas, von dem ich Fachwissen und Erfahrung aus 6 Jahren Jugendarbeit habe.


    Hierbei beleidige ich keinen Trainer, sondern es ist harte sachliche Kritik, mit denen die meisten nicht umgehen können, gerade Typ: Trainer nicht.


    Ich habe mich erst dann geäußert und gehandelt, statt zuzuschauen und zu kneifen wenn`s drauf ankommt, ...als es reichte.


    Hierzu habe ich nicht -wie du es schreibst- philosophiert, sondern ich habe einen kleinen Auszug an aktuellen Beispielen meine Kritik unterstrichen. Im Prinzip spreche ich von indiskutablen Fakten. Es gibt in der Frage, ob ein Trainer einer F oder E Jugend am Rand stehen darf, um die Kleinen via "Joystick" zu "bedienen" oder ob er sich anschreien darf, ob er ihn so Angst machen darf, ob er sie auf ständig auf festen Positionen spielen läßt oder zu ungleichen Zeiten spielen läßt oder seinen Sohn bei der Kreisauswahl benennt, obwohl er dort zu 1000000% nicht hingehört .....keine Diskussion. In diesen Fragen gibt es zwei Möglichkeiten:


    a)man erträgt es


    b)man erträgt es nicht


    Der Vereinswechsel ist nur dann sinnvoll, wenn ich genau weiss, dass der andere Verein konkret einen geeigneten Trainer aufweist.


    Unser Verein hat einen Trainer, der hat vom Fußball überhaupt keine Ahnung, ...aber...er war herzlich, schrie nie und beherzigte die Merkmale des Jugendfußballs. Damit war er unschuldig und er ist für mich der viel bessere Trainer als manch anderer mit viel Sachverstand.


    Am Samstag sprach ich noch mit einem anderen Vater über dessen talentierten Sohn, Trainingfleissig...warum er aufhörte, denn er fehlt in der Abwehr der C 1. Er sagte, dass sein Sohn ihm sagte, dass er sich in seiner Freizeit nicht anschreien zu lassen bräuchte. Wie recht der Junge doch hat, denn der Trainer schreit, er schreit so laut, dass ich als Zuschauer seinen auf der gegenüberliegenden Seite spielenden Aussenverteidiger ansprach, um ihm zu sagen, das sein Trainer seine Tabletten nicht genommen habe, dieser habe eine fette Macke am Schädel und tickt nicht sauber. Ferner lobte ich ihn und sprach ihm ebensoviel Mut zu, wie mein in der Innenverteidigung spielender Sohn, ....wie dieser mir später berichtete.


    Das war das Beispiel C und dieses wiederholt sich in der E. Die Jungs der E ertrugen das seit der F. Die der C auch, ...durch mich! In der B stimmt der Ton, aber auch dort haben es einige erlebt, denn ich trainierte einige in der E, also ein Schuldiger....und der letzte B Trainer wurde jüngst entlassen. Ein Spieler der B....Stützpunktspieler noch in der C, hörte wegen des entlassenen B Trainers mit B Schein auf, weil dieser immer schrie und beleidigte. Lt. der Mutter so heftig, dass der Junge zu Hause darüber weinte ....wohlgemerkt....in der B weinte.


    Das sind die Auszüge aus nur einem kleinen Teil von dem ich mitsprechen kann, weil ich es erlebe. Das erwähnte Pokalturnier habe ich auch erlebt und spiegelt den Rest wieder, ob du das nun wahr haben willst oder nicht. Kommen wir zu dir, wo warst du zu laut? Gruß Andre

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  • Ich bin jetzt in meiner 6. Saison Trainer und habe diesbezüglich, trotz meiner 30jährigen aktiven Fußballerzeit, eher wenig Erfahrung mit diesem Thema. Günter hat da sehr interessante Beobachtungen gemacht, die sich für mich als durchaus nachvollziehbar erschließen. Aber auch viele andere Ansätze und Meinungen, die bislang kundgetan wurden, sind m.E. nicht von der Hand zu weisen.


    Meine persönliche Meinung tendiert dahin, dass wir, die Trainer, zuerst einmal "hauptverantwortlich" für den (sportlichen ) Erfolg/ Misserfolg unseres Tuns sind. Ich definiere "Erfolg" mittlerweile nicht allein an den erzielten Ergebnissen/Tabellenständen, sondern vielmehr an der individuellen Weiterentwicklung jedes Spielers und am Verlassen/Nichtverlassen meines Teams. Meldet sich ein Spieler ab (hört auf Fußball zu spielen), ist das für mich ein Misserfolg, für den ich als Trainer immer ein Stück weit mitverantwortlich bin - mal mehr, mal weniger. Wechselt ein Spieler den Verein, ist das ein persönliches Fiasko, weil dieser dann offensichtlich Freude am Fußball hat, aber eben nicht bei mir/ bei meinem Team.


    In der Saison 2009/10 hatte ich diesen Fall: ALLES gewonnen und am Ende wechselten 3 Spieler zum Erzrivalen...zwei davon absolute Leistungsträger. Wenngleich deren Eltern einen großen Anteil daran hatten, war dies für mich - als Trainer - der absolute Weckruf, etwas an meiner Einstellung (absolutes Gewinndenken, mit allem, was dazugehört) zu ändern. Ich konnte es mir aufgrund des mittlerweile auf 11 Spieler geschrumpften Kaders auch gar nicht (mehr) leisten, weitere Jungs zu verlieren. Also warf ich meinen Joystick (weitgehend) über Bord, verschaffte allen annähernd gleiche Spielzeiten und sah das Ganze etwas gelassener. Dies merkten aber auch meine Spieler und einige blieben daraufhin immer weider mal dem Training fern, weil sie dies wohl als "Larifari" inerpretierten, nach dem Motto: "Egal, ob wir beim Training sind, oder nicht, spielen tun ja eh alle...zu gleichen Teilen."


    Wir wurden - für mich überraschend - (wieder) einmal Meister, obwohl wir zu großen Teilen aus dem jüngeren Jahrgang bestanden. Was für mich aber viel wichtiger war, ist die Tatsache, dass kein einziger Spieler aufhörte - ganz im Gegenteil, einer der drei gewechselten Spieler kam sogar zurück...weil es ihm in dem anderen Verein keinen Spaß machte.


    In den Jahren zuvor (E+F) verließen vorrangig diejenigen den Verein, die man (z.T. auch ich) wegen ihres geringeren Leistungsvermögens nachrangig spielen ließ bzw. die offensichtlich nicht wirklich am Fußball zu begeistern waren. Ich meine im Nachhinein, drei-vier Jungs auf "meinem Gewissen" zu haben, weil ich nicht KiFu-gerecht handelte. Bei einigen hätte ich aber auch gar keine Chance gehabt...weil diese kamen, um "mal zu schauen"....und eigentlich nie Interesse am Fußball entwickelten.


    Mittlerweile melden sich in meinem Team (C, zumeist 98er, aber auch 97/96er) immer mehr Jungs an bzw. zurück...mittlerweile drei. Zwei weitere wollen dazustoßen...laut Hörensagen, mein Team platzt jetzt schon aus allen Nähten (21 Spieler, 15 dürfen nur spielen!). Ich habe aber auch Konsequenzen hinsichtlich des Trainings aus der letzten Saison gezogen: Es spielen vorranging diejenigen, die beim Training sind, egal, wie stark/schwach diese sind. Erst gestern saßen ein Stützpunktspieler und ein ehemaliger Stützpunktspieler auf der Bank...weil andere ein bessere Trainingsbereitschaft nachweisen. Das hätte es vor 2 Jahren bei mir so nicht gegeben! Da hätten die "Schwachen" draußen gesessen...wobei wir gestern 2:3 gegen ein 1,5 Jahre älteres Team verloren haben. Ich kann mittlerweile sehr gut mit Niederlagen umgehen, auch mein Team, was zuvor in 5 Jahren keine 10 Niederlagen in Pflichtspielen einstecken musste. Mir ist es nicht egal - ich hasse es, zu verlieren...nur habe ich meine Prioritäten anders gesetzt.


    Um nicht vom Thema abzuschweifen...Mein Fazit lautet: Zu allererst ist der Trainer dafür verantwortlich, ob Spieler beim Verein/Fußball bleiben oder nicht. Dazu trägt sein Training, aber vor allem auch seine Philosophie bei. Gewisse Anforderungen (Leistung) sollten/müssen dabei - je nach Altersklasse! - eingefordert werden...ohne die Altersziele zu vernachlässigen. Ein Trainer kann das aber nicht immer beeinflussen!

  • :rolleyes: Sorry Paul, haste recht, ....passiert schon mal....wisch dir den "Beschuss" von der Schulter, Reinigung und ein Bier auf mich. In der Sache bleibts aber dabei, Gruß Andre

  • Hallo an alle,trainiere momentan 2 D-Mannschaften Großfeld.Fing vor 6 Wochen mit dem Training an mit 38 Spielern,4 davon hörten auf weil sie körperlich und mental es nicht mehr konnten laut ihrer Aussage.6 Spieler mußten aufhören,weil die Fahrten zum Training 3-5 Kilometer zu weit waren für die Eltern zu fahren.Der Rest wiel unbedingt spielen,Kreisliga,bzw. Gruppe.Das Dilemma indem ich stecke ist die Jfg die aus 2 Vereinen besteht.Die Eltern des einen wollen kein Leistungsprinzip,die anderen schon.Die Jungs selbst wollen aber Leistung bringen und hängen sich voll rein als ob sie die letzten Jahre kein Training gehabt hätten.Wenn ich die Mannschaften jetzt einteile spielen spielen 12 Spieler aus dem Verein wo die Eltern gegen Leistungstraining sind.Da ich bis jetzt nur alleine beide Mannschaften trainiere habe ich den Verein und die Eltern in einem Gespräch mitgeteilt wenn sich an der Einstellung nichts ändert,bzw.kein Elternteil sich bereiterklärt mir zu helfen höre ich mit sofortiger Wirkung auf.Dazu wäre noch zu sagen das von den Eltern 9 Väter mit Schein sind,welche immer bei den Einheiten zuschauen.Was mir die Entscheidung schwer macht sind die Jungs.Ihr redet über den Wegfall von Spielern altersbedingt und wenig Lust,das Problem hat sich nach meiner ERfahrung seit fast 30 Jahren immer mehr Richtung Eltern verschoben.Ihr wißt es selbst immer wieder holt ihr Spieler mit ins Training oder ruft hinterher.meißt bekommt man dann die Antwort das pötzlich keiner da ist zum fahren.wenn man dann gerade zu einem Spiel fahren muß und dir fehlen einige Spieler dann kommt Stress auf und du mußt schauen das du irgendwie über die Runden kommst.Ich würde also nicht alles so auf die Jungs bezogen sehen.Sicherlich ist bei jedem Jahrgang eine normale Fluktuation dabei wo der ein oder andere aufhört meiner Meinung nach muß man immer mehr zuerst die Eltern versuchen mit ein zu binden.Wenn dies nicht gelingt muß man auch unpopuläre Entscheidungen treffen.mfg muecke :thumbup:

  • Hast Du denn die Eltern mal direkt angesprochen, um die Begründung deines Schützlings zu überprüfen. Meine Erfahrung ist vielmehr, dass die -aus welchen Gründen auch immer- etwas vorschieben, ...ich habe es nicht gewußt, hatte einen Platten, meine Eltern wollten nicht...ferner auch Dinge verdrehen, weil sie wegen schulischen Mißerfolgen plötzlich das Training/Spiel verboten bekommen haben. Frag sie mal in solchen Momenten, ob sie Pinoccio kennen und schau anhaltend lange auf die Nase. Bei etwaigen Unsicherheiten könntest du dann sagen, das einer von Euch beiden lügt und du bist es nicht :huh: ;) :) .


    Ich denke, das das was du da beschreibst, jedem Trainer mal so unterläuft, das hat nichts mit einem langfristigen oder gänzlichen Auffhören des Spielers zu tun, weil der Trainer es übertreibt.


    Du sprichst von Spielern die das Leistungsprinzip wollen. Was ist denn für dich das Leistungsprinzip, ...erkläre es doch mal, dann weiss ich auch, was die anderen deiner Ansicht nach nicht wollen. Gruß Andre

  • In einem meiner Statements beschrieb ich, wie ich als Zuschauer am vergangenen Wochenende den völlig verschüchterten und verunsicherten dort zum ersten Mal seit langem spielenden Aussenverteidiger -einem kleinen aber schnellen Terrier- Mut zusprach, weil mir sein Trainer mit seinem Gebrüll echt auf die Nüsse ging.


    Gestern lief mir beim Joggen dessen Mutter über den Weg. "Hallo Andre, ....ach was ich noch sagen möchte, danke das du meinen Sohn unterstützt hast, der fand das ganz toll, er hat es mir beim Abendbrot erzählt.!"


    Ich schreibe das nicht, weil ich Schulterklopfer benötige und weil ich so ein klasse Typ bin - das weiss ich sowieso 8) - grins -, ....aber man sieht doch, was so in den Kindern vorgeht, oder? Nun spinnen wir den Faden mal weiter, ....dieser Spieler spielt nun bei diesem Trainer ein Jahr und trifft dann in der B wieder auf den Trainer oder auf einen Trainer der ähnlich ist. Was glaubt ihr wohl, ...wo der bleibt. Der Spieler ist auch kein Einzelfall, ...weder in der F, noch in der E und in der D und in der C usw. nicht, ...meine Beispiele reichen ohne größere Recherche bis zur B 1. Wenn ich da mal genau recherchieren würde, ...ich denke, ...da würde mir schlecht vor WUT.


    Der Spieler und auch jeder andere von dem ich berichtete, waren Spieler die trainingsfleißig und meistens sogar sehr talentiert waren. Eines machten sie leider nicht, ...dem Trainer alles recht und das obwohl sie, diesen Trainer im Vergleich zu dessen eigenen fußballerischen Qualitäten sowohl technisch, als auch von ihrere Spielintelligenz in die Tasche stecken würden. Aber nein, ...statt sie mal was versuchen zu lassen, kommt Napoleon Megaman und Alleswisser und vermißt es. Hiermit meine ich nichtmal seinen Trainer, sondern den Charakter aller dieser Trainer!

  • Zitat Andre:



    Zitat

    Der Spieler und auch jeder andere von dem ich berichtete, waren Spieler die trainingsfleißig und meistens sogar sehr talentiert waren. Eines machten sie leider nicht, ...dem Trainer alles recht und das obwohl sie, diesen Trainer im Vergleich zu dessen eigenen fußballerischen Qualitäten sowohl technisch, als auch von ihrere Spielintelligenz in die Tasche stecken würden. Aber nein, ...statt sie mal was versuchen zu lassen, kommt Napoleon Megaman und Alleswisser und vermißt es. Hiermit meine ich nichtmal seinen Trainer, sondern den Charakter aller dieser Trainer!


    Genau so ist es Andre. Am besten schon in der F-Jugend den One-Touch-Fussball fordern...! Die Kinder haben den Ball noch nicht richtig angenommen, geschweige mitgenommen, da wird schon das Abspielen gefordert. Und wehe nicht...! Dann gibt es Sanktionen.

  • Ja Karl, so ist es. Ich setze noch eins drauf, damit es auch dem letzten Leser klar wird, Beispiel (ein weiteres aus jüngster Zeit, eins von sehr vielen):


    Tatzeit; letzten Montag, 17.00 bis 18.30 Uhr


    Tatort: Fußballplatz


    Geschädigt: 11 Spieler der D 1


    Tatverdächtig: Co.-Trainer (ansonsten netter Typ, aber offensichtlich, sorry, ...keine Ahnung)


    Tatgeschehen: Trainingsthema: VERSCHIEBEN, ja VERSCHIEBEN in der E = Mannschaftstaktik...ich werde Wahnsinnig! ;( :S


    Ich wollte das eigentlich nicht auch noch erzählen, aber es paßt so schön, ...stellvertretend für vieles andere.


    Zeuge: Sohnemann, 10 Jahre alt, sowie schätzungsweise 15 andere Trainer


    Bericht: Zitat: "Der Trainer sagte uns, wir sollen uns verschieben. Ich habe das -glaube ich- verstanden, aber die anderen nicht -glaube ich-. War komisch das Training...."


    Fazit: langfristig bei Wiederholung wird diese E wohl besser spielen als manch andere, ....zur Verarschung anderer Trainer, die womöglich noch meinen, dass diese E so toll ist. Noch langfristiger sind diese Spieler lt. Dfb.-Studie wohl auch überproportional bei der Frage, wer denn oben noch ankommt betroffen.


    Ergebnis: noch ein Trainer der sich schuldig gemacht hat, .....auch wenn er es in drei oder vier Jahren nicht mehr weis und "raus" ist. Gruß Andre

  • Andree, jetzt lass mal die Kirche im Dorf.


    1.) Weil er verschieben in der E- oder D-Jugend (du machst hierbei unterschiedliche Angaben) trainiert, hört keiner auf mit dem Fussball.
    Streitbar ist, ob man die Phase der Ausbildung nicht für andere Inhalte nutzen sollte, damit die Spieler sich optimal entwickeln. Maximal schuldig macht sich der Trainer in meinen Augen, bei der Frage der optimalen sportlichen AUsbildung.


    2.) In Italien z.B., wird bereits in der F-Jugend Mannschaftstaktik trainiert, das seit Jahrzehnten, und Italien hat es zum Weltmeister 2006 gebracht. Auch in anderen Ländern oder Sportarten (z.B. Eishockey oder Basketball und das in Deutschland) ist die Mannschaftstaktik bereits in frühesten Jahren Trainingsinhalt.
    In Deutschland im Fussball ist Taktik verschriehen, in meinen Augen, weil den meisten die Kompetenz fehlt. Aber bis vor ein paar Jahren wurde gemeckert, dass der deutsche Fussball taktische Defizite zu anderen Ländern hatte bzw. hat (gegenüber dem italienischen Fussball gilt das wohl immernoch).


    3.) Ich z.B. trainiere eine sehr talentierte 99iger Mannschaft und ja, ich fordere dasVerschieben auch bei mir seit mindestens 6 Monate ein.
    Und ich behaupte mal ganz arrogant, dass meine Spieler nahezu komplett unglaublichen Spaß im Training und Wettkampf haben. Einige saugen diese taktischen DInge geradezu auf, und wollen das lernen. Die Begeiterung war riesig, als wir mal ein 11g11 Spiel veranstalteten, und ich in ein paar Sätzen, die wichtigsten Basics der Viererkette kurz erklärte. (Einige hätten das gerne ausführlich bekommen, aber das ist auch in meinen Augen momentan noch vergebene Zeit).
    Natürlich tun sich andere schwerer mit taktischen Dingen. Aber ist es dann nicht gerade erforderlich solche Spieler frühzeitig und langsam mit Taktik vertraut zu machen? (die Frage wurde mir gestellt und habe noch keine abschließende Meinung)
    Verschieben z.B. zu verstehen und zu erlernen ist doch wesentlich leichter bei 6 SPielern auf dem Feld, als bei 10?



    4.) Permanente Schreihälse, oder Trainer bei denen Lob und Tadel in einem Mißverhältnis stehen, die vertreiben Spieler vom Fussball, das glaube auch ich.



    P.S.:
    Du wolltest Fehler in meiner Arbeit wissen, die ich auch bei mir einräume. Fehler erkenne ich meist erst in der Nachbetrachtung, sonst würde ich das so nicht machen. Ich mache meine Arbeit als Trainer überlegt und nicht aus dem Bauch heraus, so dass ich dann vom Handeln und den Inhalten auch überzeigt bin.
    Wenn ich aber betrachte, wie mein Handeln vor 5-6 Jahren aussah, so muss ich sagen, dass ich vieles heute anders mache. Und ganz sicher mache ich in weiteren 5 Jahren wieder einiges anders. ICh könnte Unmengen an Beispielen geben.


    Aber einen Fehler mache ich nicht. Ich nehme kein Konzept etc. unrefektiert, als absolut und komplett richtig wahr. Ich mache mir stets meine Gedanken und versuche das in meinen Augen gute und richtige rauszuziehen.
    Im DFB-Konzept z.B. ist vieles auch in meinen AUgen gut und schlüssig, aber eben längst nicht alles. Du scheinst dies aber komplett als Fussballbibel zu verstehen. Dabei wird sich auch dieses Konzept verändern etc., weil die Zeit und die Erfahrung neue Erkentnisse bringe.


    Wie wurde vor ca 10 Jahren das Coerverkonzept gehypt, gute Jugentrainer mussten sich danach richten, ging mir genauso. Heute finde ich das maximal durchschnittlich.Coerver selbst hat es ja nun grundlegend überarbeitet (er hat anscheinend auch gravierende Mängel erkannt) und selbst dies neue Version finde ich nun kaum nutzbar. Ich habe mittlerweile (momentan) die Auffassung Techniken möglichst praxis- und spielnah zu trainieren und mache irgendwelche Pass- oder Dribbelparcoure nur in sehr begrenztem Maße und meist aus anderen Motiven als Coerver.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

    Einmal editiert, zuletzt von Sir Alex ()

  • Sir Alex


    Die Italiener interessieren mich in dem Sinne nicht, jedenfalls solange nicht, wie ich nicht genau weiss, wie es bei denen aussieht. Wann fangen sie an, ab wann Mannschaftstaktik, was trainieren sie, gibt es da Vorgaben von oben ...wie verhalten sich die Trainer oder werden sie reglementiert und letztlich die Frage, ....wieviele wandern ab, hören auf, ...kommen oben nicht an. Sind die Zahlen dort anders, höher, tiefer, schlechter oder gar besser oder gleich? Solange ich darüber kein Bild habe, brauche ich darüber auch nicht nachdenken. Was zählt ist das, was auf deutschen Plätzen abläuft und da stinkt es häufiger als hier meistens beschrieben.


    Ich beschrieb den Sachverhalt mit dem Verschieben für eine E.


    Die Spieler dort passen noch ungenau unter Gegnerdruck, sie sind teilweise schlechte 1:1 Spieler, was wohl daran liegt, dass gewisse Spieler nicht rotierten, immer nur vorne rechts spielten und im Prinzip bedient wurden. Ich bin ja -wie du glaube ich weisst- der Meinung, dass die meisten Kinder in diesem Alter dieses "sehen im Raum" nicht ausreichend aus Entwicklungsgründen leisten können, ...kommt meiner festen Ansicht entsprechend, ...ein Jahr später und es rennt auch nichts weg. Beide Gründe sind für mich Gründe, dieses Thema in der E nicht zu bringen. Sie sind nicht so weit, die meisten Spieler könnten es nicht. Ferner gibt es für mich auch keinen Grund -besser- keine Begründung es in der E zu schulen, weil es gibt ausreichend viele Themen, die man bearbeiten kann. Das was du praktizierst wäre gem. Dfb-Philosophie für eine E falsch. Ich bin Anhänger der Philsophie des Dfb.


    Darüber hinaus glaube ich nicht, dass ich deine Spieler nicht auch ohne mannschafttaktische Dinge zu dem gleichen, vielleicht noch viel mehr Spass bekommen würde. Das hört sich für meinen Geschmack viel zu leistungsbezogen an, ist jedenfalls meine Eindruck, ohne dich beleidigen zu wollen.


    Ferner stellt sich mir die Frage, ob deine Spieler denn wirklich so talentiert sind, oder ob sie derzeit nur besser sind als altersmäßig gleiche Mannschaften, weil dessen Trainer sich unbewußt oder auch ganz bewußt an die Ziele des Dfb. hielten. Wenn das der Fall wäre, dann wäre das unsportlich aus meiner Sicht. Ferner träfen dann die von mir vorgebrachten Gründe in großem Umpfang zu, ....du hättest dich dann über Jahre bereits "schuldig" gemacht. Es bestünde die Gefahr, dass sie ausgepowert werden/wurden...sich in naher Zukunft noch so fühlen werden!

    Abgerechnet wird am Schluß, was ja faktisch nicht tatsächlich geschieht. Manchmal erhalten A oder B Trainer die Rechnung, die einem oder mehreren anderen Trainern in Kopie zugestellt werden sollten! Berichte mir in drei oder vier Jahren, wieviele von deinen Spielern in der A ankamen. Ich meine es ernst, ...schreib mir eine ehrliche Email wenn es so weit ist. Ich bin gespannt.


    Abschließend möchte ich feststellen, dass du bis jetzt im Bezug auf Fehler im Umgang mit den Spielern keine konkreten Dinge angegeben hast. Das mußt du ja auch nicht, aber es hat einen Beigeschmack. Die Nachbetrachtung die du beschreibst, ...die kommt dann in drei, vier oder fünf Jahren, ...nicht jetzt, ...wie beschrieben.


    Es geht um das ständige Leistungsabfordern, ganz besonders um die Art und Weise der Ansprachen vor, während und nach dem Spiel/Training und um die Trainingsinhalte (altersgerechtes Training), die vermittelt werden, sowie das Leistungsdenken der Trainer im Jugendbereich. Dieses sind die Faktoren, die über die Zeit dazu führen, dass auch sehr sehr talentierte Kinder die Segel streichen. Gruß Andre

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