Sichtung

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  • Holler, Du hast natürlich Recht.
    Ein bisschen aufpassen müssen wir dabei schon.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Was meinst Du mit " ein bisschen aufpassen müssen wir dabei schon " ?


    Ich finde Eure Sichtung eigentlich gut. Vor allem, daß 4 - 5 Positionen zwischen 1. und 2- Mannschaft variabel bleiben und " von Spiel zu Spiel " vergeben werden. Welche reguläre Möglichkeit gäbe es denn hier bei bestehender Festspielregel ?

  • Die Jungs der D1 können nicht ohne 10 Tage Pause runter in die D2 und die D2 Jungs können nur einmal in 4 Wochen in der D1 mitspielen, ohne sich festzuspielen. Diese Festspielregel, wenn man sich dran hält, macht es einem schon ziemlich schwer einen regen Wechsel zu organisieren, da man mit der 10 tägigen Zwangspause nicht von Woche zu Woche planen kann.

  • exakt. Somit soll verhindert werden, dass eine zweite Mannschaft permanent mit Spielern der ersten Mannschaft aufgefüllt wird. Tom Bombadil verfolgt mit diesen Wechseln zwar Ziele, die ich durchaus gutheißen würde, aber auch damit unterliegt er den Satzungen und Regeln. Es ist wie so oft: nur weil einige nicht vernünftig damit umgehen können, muss etwas geregelt werden, was auch für die Vernünftigen Einschränkungen mit sich bringt.

    "Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen."
    Lao-Tse (chinesischer Philosoph)

  • Bei so Sachen sollten die Leute mal bedenken, dass es von Landesverband zu Landesverband da sehr unterschiedliche Regelungen gibt. Daher bringt es nix, hier Tips und Regeln zu zitieren, die für den eigenen Landesverband nur gelten.

  • Was meinst Du mit " ein bisschen aufpassen müssen wir dabei schon " ?

    Wir betreten sowohl mit der 'Sichtung' zur D-Jgd und der 'variablen Schnittmenge' zwischen D1 und D2 absolutes Neuland.
    Es ist ein Versuch, der bis dato nur in der Theorie besteht.
    Bis jetzt ging es immer nach alter Väter Sitte: Der eine nach oben, der andere nach unten. Und so blieb es dann die ganze Saison. Entschieden wurde am grünen Tisch.
    Das führte häufig zum Unmut der D2-Spieler.


    Klar,der Festspielparagraph macht sie Sache nicht eineinfacher.
    Ein befreundeter Trainer eines Leistungsklasseteams macht es genauso. Er hat, wie wir, einen ausreichend großen Kader.
    D.h., er kann aus den Ersatzspielern und den variablen Spieler immer wieder etwas bauen.


    Fakt ist, die Zufriedenheit der Jungs ist subjektiv höher, so wie auch die Trainingsbeteiligung.


    Und Ferien, sowie spielfreie Tage helfen ebenfalls die Wirkung des Festspielparagraphens etwas zu neutralisieren.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • tom
    Wie soll ich das verstehen? Das ich als D2 - Trainer ständig Spielerwechsel im Team habe, weil der D1 - Trainer zu inkompetent ist, nach 2 - 3 Sichtungen eine Entscheidung zu treffen?
    Ich finde, dass noch vor Saisonbeginn, 2 - 3 interne Turniere (5 - 6er Teams inkl. Goalie) organisiert werden sollten. An diesem Turnier werden die Spieler in Teams eingeteilt. Anhand der Trikotsnummer sind diese auch zu identifizieren. Jedes Team sollte auch einen Betreuer haben, der aber bei den Spielen, vor allem die gegnerische Spieler beobachtet und bewertet. Nach diesem Turnier hat der D1 - Trainer genügend Bewertungsmaterial um eine sinnvolle Einteilung zu machen.
    Dann werden die Teams für den Zeitraum der Vorrunde zusammengestellt. Ende Vorrunde könnte man dann wieder an einem Tisch sitzen um evtl. Spieler mit starker Verbesserung ebenfalls im D1 zu nehmen usw.


    Ich hätte Mühe als Trainer, ständig Spielerwechsel im Team zu haben. Dies währe auch für die Ausbildung nicht gut, da ich ja ständig meine Ausbildungsziele durch die viele Wechsel, neu definieren müsste. Ganz ehrlich; Wenn ich es richtig verstanden habe, würde ich nicht lange zweite Teams trainieren.


    Grüsse TRPietro

  • Hi TRPietro,


    denke, Du hast da was falsch verstanden.
    Es geht weder um ständige Spielerwechsel, noch um inkompetente Trainer.
    Denke, das vorgestellte Konzept ist nicht so schwierig. Lies einfach nochmal.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Du schreibst, dass 4 - 5 Positionen, variabel sind. Ich verstehe darunter, dass 4 - 5 Spieler vom D2, zwischendurch ins D1 gehen und umgekehrt. Dies würdest Du während der Saison durchziehen oder wie?
    Wenn es so währe, dann hätte man in den Teams immer Rotationen.

  • Richtig.
    4-5 Positionen variabel. Rotation ist erwünscht. Nicht nur auf den Positionen, sondern auch zwischen den Teams.
    So der Plan.
    Wie die Umsetzung in der Realität tatsächlich aussehen wird, ist ungewiss.
    Da fehlt noch die Erfahrung.


    Auf jeden Fall bedeutet es für die D2-Spieler ein Chance auf die D1.
    Umgekehrt können sich die Jungs der D1 nicht entspannt zurücklehnen.
    Es hat also nicht mit fehlender Trainerkompetenz zu tun.


    Das die Sache nicht einfach wird, hatte ich an anderer Stelle schon erwähnt.
    Eine, von mehreren Voraussetzungen wird sein, dass die Mannschaft nicht zu hoch spielt.
    Dann wäre der Erfolgsdruck zu groß und die Rotation ein zu hohes Risiko.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Du kannst mich immer noch nicht überzeugen. Hier ein paar Nachteile:
    - Betroffene Spieler können sich im Team nicht einleben. Kein Zugehörigkeitsgefühl. Viele Teamänderungen führen zu Konflikte.
    - Negative Beeinflussung der Ausbildung. Traininsziele müssen wegen den Spielerwechsel mehrmals angepasst werden.
    - Trainer möchten "ein Team" trainieren. Somit ist Teambildung nur langfristig möglich.


    Alternativen um Obengenannte Nachteile zu lösen:
    - D1 + D2 trainieren zusammen. Trainingsgruppen jeweils homogen.
    - Offiziell gibts nur eine grosse D - Jugend Mannschaft. Anmeldung aber in zwei Ligen (also D1+D2), damit alle zum spielen kommen.
    - D - Jugend Trainerstab muss klar definiert und organisiert werden. Klare Strukturen schaffen.


    Ohne die genannten Alternativen werden Ihr den Obengenannten Problemen nicht entgegen wirken können.
    So einfach geht das ganze bei Euch sowieso nicht, da Ihr ja scheinbar die "alte Regel" des Festspielens nocht habt. Wie willst Du die genannte Nachteile bekämpfen?


    Deine Idee währe mehr als gut. Jedoch sind die genannten Alternativen unumgänglich um Zufriedenheit zu schaffen. Ansonsten kannst Du grosse Fluktationen beim Trainerstab der D2 erwarten, da vermutlich kein Trainer sowas lange mitmachen würde. Die Junioren selbst würdet Ihr mehr verunsichern als anspornen.


    Grüsse TRPietro

  • Wie Ihr alle wißt, bin ich ein Freund von Sichtungen. Entsprechend des Alters, sollten die auf verschiedene Weisen ablaufen, wie ich finde.


    Das andere was hier nun beratschlagt wird, hat aber nur auf den zweiten Blick mit Sichtung zu tun. Eigentlich sprecht ihr von Rotation.


    Die Zahl fünf wäre mir zu hoch, ...und zwar aus mehreren Gründen:


    1. Sie würden sich auch hier festspielen
    2. Diese Form von Rotation gehört nicht in einen Dorfverein
    3. Gehört nicht in einen Dorfverein, weil es für D Jugendlich viel zu stressig ist


    Achtung, Achtung ...die folgende 4. ist für mich das wichtigste und eine kleine Handgranate in dieses Thema, ...Unbeteiligte bitte flach auf den Boden legen:


    4. Warum sollen D-Kinder in dieser Form hoch und runter wechseln. Keiner sagte es exakt, aber wenn ihr Euch die/eure Statements mal genau anschaut, ...dann verfallt ihr zurück in die altern Verhaltensmuster. Ich gewinne den Eindruck, dass diese Rotation nicht, ich betone nicht der Ausbildung dient, sondern dem Ergebnisdenken. Es ist bis jetzt keiner auf Ausbildung eingegangen, darauf läßt nichts schließen, ...kein Wort. Wenn man die Buchstaben D abgedecken würde, könnte man meinen, hier diskutieren Trainer der A oder ersten Mannschat, sorry...aber das ist mein Eindruck.


    Was sollten den beispielsweise bis zu 5 D 2 Spieler in der D 1, wenn die D 1 am Jahresanfang vernünftig nach altersgerechter Sichtung bestückt wurde.


    Meine Erfahrung hier ist, dass mal einer oder maximal zwei Spieler hier in Frage kämen. Diesbezüglich wurde von unserem C Trainer damals alle vier Wochen ein Spieletraining anberaumt. Ziel war es, dass die Spieler sich und die Trainer besser kannten, damit ein möglicher Wechsel menschlich gesehen vereinfacht wurde.


    Die zwei Spieler von denen ich sprach, meinten dann aber auch nur selber, dass sie so gut seien, um nun in der C 1 zu trainineren. In Wirklichkeit wurde abgesprochen, dass sie in der C 1 mal mit großem Schwung überhaupt auf Schwung gebracht wurden. Das hatte ich mir nicht ausgedacht, es war die Philosophie des C 1 und C 2 Trainers. Nach einigen Wochen kamen die Spieler dann zurück in ihre Mannschaft und siehe da, ...sie konnten dann dort -also in der C 2- nun mithalten.


    Parallel wurde ein Spieler der C 1 runtergegeben, der später auf Grund von Freundschaften nicht mehr hoch wollte. Dieser Spieler gab auch an, dass er dort keinen Bock mehr hatte, weil einige der C 1 Spieler zu arrogant waren, ...wie er meinte...


    Das war ein Beispiel aus der C Jugend und es ging damals nur um Ausbildung, nicht um Ergebnisse und den Tabellenstand.

  • Du kannst mich immer noch nicht überzeugen

    Hey TRPietro,


    mal ganz ehrlich? Ich bin auch noch nicht so richtig von der Sache begeistert. In der Theorie wird es funktionieren, aber in der Praxis?
    Schwierig, aber nicht unmöglich.


    Ob es nun de facto 4-5 oder doch nur 2-3 Spieler sind, die hoch und runter wechseln, wird sich erst noch zeigen. Sicher, je weniger, desto einfacher.
    Desweiteren trainieren alle zur selben Zeit und je nach Übung auch miteinander.


    Die fehlende Homogenität ist sicher ein Problem. Deswegen kommt die Sichtung zuerst. Danach sollte klar sein, wer zu welchem 'Stamm'gehört.
    In der Mitte gibts es dann theoretisch eine Schnittmenge. Und um die geht's.


    Was die Trainer angeht, so wird auch das nicht einfach. Wir werden wohl klare Strukturen haben, zumindest auf dem Papier.


    Und wenn alle Stricke reißen, dann heißt's 'back to the roots'.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • 1. Sie würden sich auch hier festspielen
    2. Diese Form von Rotation gehört nicht in einen Dorfverein
    3. Gehört nicht in einen Dorfverein, weil es für D Jugendlich viel zu stressig ist
    4. Warum sollen D-Kinder in dieser Form hoch und runter wechseln. Keiner sagte es exakt, aber wenn ihr Euch die/eure Statements mal genau anschaut, ...dann verfallt ihr zurück in die altern Verhaltensmuster.

    zu 1:
    richtig, hier müssen wir aufpassen


    zu 2:
    aha, das sagst du. und warum?


    zu 3:
    stressig wird's eher für mich


    zu 4:
    doch, hab ich. sogar mehrmals.
    die d2 spieler haben es selber in der hand, sich durch einsatz und leistung anzubieten.
    und die d1 spieler müssen sich ebenfalls anstrengen.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • tom
    Grundsätzlich musst Du mich ja nicht überzeugen. Wie gesagt: Es ist eine gute Idee, wenn man mögliche Probleme vorzeitig zu lösen weiss. Die Probleme resp. Nachteile die ich geschildert haben sind in meine Augen logische Konsequenzen. Da Ihr ja alle zusammen trainiert habt Ihr schon vieles erreicht um die Probleme zu lösen. Jetzt ist nur noch die Kommunikation wichtig... von den Erfahrungen her wird aber genau diesen Aspekt in den meisten Vereinen versch...! Hoffe das Du da etwas mehr aufpasst als der Durchschnitt. Wünsche Dir natürlich die Besten Erfolge mit deiner Methode.
    Grüsse TRPietro

  • Tom Bombadil


    Ich finde auch nicht, dass Rotation im großen Sinne in einen Dorfverein gehört.


    1. Muss ein Spieler den Wechsel wirklich wollen, sonst nützt es nichts. Ein D-Jugendlicher will mit seinen Freunden spielen. Wenn diese in der D1 sind ok, aber wenn sie in der D2 spielen wird er einen Teufel tun und hochwechseln, es sei denn seine Eltern oder sonstwer drängt ihn dazu. Der Ausbildungsgedanke ist ok, aber den kann man auch im gemeinsamen Training verfolgen, dafür müssen nicht alle paar Wochen die mannschaften durcheinander gewirbelt werden.


    2. In einem orfverein ist normalerweise (!) das Niveau und Talent der einzelnen Spieler nicht so hoch, dass es die Anstrengungen und Strapazen für die Spieler, aber auch für die Trainer, rechtfertigen würde. Ein wirklich talentierter Spieler sollte von Beginn an in der D1 spielen, wenn jemand nicht erkannt wurde kann er natürlich wechseln, oder wenn jemand unbedingt runter zu seinen Freunden möchte.


    Wie gesagt, ein gemeinsames Training wäre sinnvoll, ständige Wechsel der mannschaften halte ich für übertrieben, außer in krassen Fehleinschätzungen. Im Winter kann man dann neu zusammenwürfeln.


    Zu deinem 3. Punkt kann ich nur sagen: D-Jugendliche bei einem nicht-erfolgsorientierten Verein wollen in erster Linie Spaß, deswegen haben sie mit dem Fußball angefangen, die wirklich guten werden in diesem Alter zu besseren vereinen wechseln.


    Für die restlichen D-Jugendlichen ist es nicht zumutbar, ihnen ständig damit zu drohen, bei schlechter Leistung nach unten abzurutschen. das ist Stress, den braucht niemand, und er führt zu nichts. Den D2-Kindern kann man zeigen, dass gute Leistungen mit Einsätzen auch in der 1.D honoriert werden, und im Winter wird neu zusammengewürfelt, das ist für jeden ein angemessener Zeitrahmen.

    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.

  • @ Tom


    zu 2)


    Solange ein Dorfverein mit der zu bedienenden Altersgruppe -hier D Jugend- nicht in einer "Leistungsklasse" spielt, ...sprechen wir von einer Staffel, Kreisliga oder Kreisklasse.


    Hier in dieser Form -also theoretisch mehrfach im Jahr hin und her- rotieren zu lassen, finde ich nicht angemessen. Man bewegt sich dort im Funbereich, es geht um nichts.


    Dank uns Erwachsenen -und da nehme ich mich ausdrücklich nicht aus- bewerten die Kinder die D 1 als das große Nonplusultra, die D 2 ist in ihren Augen nicht mit den Besten besetzt. Weil wir Erwachsenen hier eine Wertigkeit hineinbringen, besteht der Ehrgeiz bei manchem , dort spielen zu wollen. Das ist heute normal, nur ist das so richtig?


    Versteh mich nicht falsch, ich mache da ständig mit, aber bei genauerer Betrachtung ist das quatsch, ...nur abstellen kann ich es auch nicht.


    Darüber hinaus bewegt mich meine Erfahrung zu sagen, dass diese Art der Rotation nur zu Unruhe, Mißgunst und Neid führt, ...ich hatte hier auch mal eine andere Denkweise, komme aber zu diesem Schluß. Besser finde ich gemeinsame Spieletrainings mit gemischten Mannschaften. So lernen sich alle kennen und im kommenden Jahr ist ein Wechsel/der mögliche Wechsel ins andere Team für die folgende möglichst gesamte Saison leichter, ...weil man kennt sich ja.


    Zudem hätten solche Spieletrainings im laufenden Jahr den Vorteil, dass der einzelne Trainer einen Leistungsüberblick erhält. Dazu die von mir propagierten Sichtungstrainings und schwups, du hast ziemlich objektive Ergebnisse hinsichtlich der Frage, wer wo spielen soll.


    Bei den hiesigen Spieletrainings wurden die gemischten Mannschaften auf dem Kleinfeld im 3:3 oder 4:4 eingesetzt. Es wurde zu Beginn kurz jeder Name aufgenommen. Nach jeder Spielrunde auf dem Kleinfeld wurde kurz bei jedem Spieler abgefragt, wer ein Tor erzielt hat und wer in der Siegermannschaft war. Die Mannschaften wurden alle 6 Minuten neu gebildet. Also ein Tor und Siegermannschaft = jeweils einen Punkt. Wenn nun Spieler Heiko B. bei 8 Durchgängen 14 Punkte hatte, und Spieler Manfred C. nur 3, dann war das wohl ein messbarer objektiver Unterschied und gibt einen Überblick. Diese Tabellen können gesammelt werden. Wenn mir als Trainer der D oder C 1 nun auffällt, dass der Heiko B. nun regelmäßig 5 Punkte mehr hat, als meine Spieler oder auch gleich viele Punkte vorweist, dann würde ich mir den Jungen auch mal im normalen Spiel ansehen und dazu mit dem Trainer sprechen. Wenn dann alle Lampen auf Grün stehen, könnte man ihm das Angebot unterbreiten, mal als Ergänzungsspieler der ersten Mannschaft zu aggieren. Zudem würde ich ihn zum Training einladen. Einladen und Anbieten heißt aber auch, dass es freiwillig ist, es ist ein Angebot, keine Pflicht.


    Umgekehrt bedeutet es aber auch, dass ein Spieler einer Leistungsmannschaft mal nach unten in die zweite abgegeben wird. Das fällt dem Spieler dann vielleicht leichter, wenn er die anderen "da unten/incl. Trainer" besser kennt, z.B. durch die regelmäßige Spieletrainings (einmal im Monat). Diesem Spieler kann man positiv anbieten das zu tun -also runter gehen- damit er dort "unten" dann mehr Spieleinsätze bekommt, statt auf der Bank zu sitzen.


    Diese Maßnahmen kommen für mich aber nur in Leistungsmannschaften -wo es die auch immer gibt- in Betracht, denn bei mir spielten ja immer alle, zu gleichen Teilen und das auch in der C. Und wenn ich dann verliere, dann spiele ich bald dort, wo wir leistungsmäßig halt hingehören, ohne das auf Biegen und Brechen und auf Kosten der Kinder und Ihre Fußballjungend zu verhindern!


    Wenn man also im Jahr sichtet durch Spieletrainings und am Ende offizielle Sichtungstrainings wie von mir beschrieben praktiziert, dann bekomme ich eine C 1 zusammen mit den derzeit wohl besten Spielern. Diejenigen die Platz 16 bis 32 punktemäßig belegten, würden halt C 2 spielen, ...aber für das ganze kommende Jahr. Das wäre so objektiv, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass da so viele Rotationen notwendig wären.


    zu 4)


    Wenn es tatsächlich nur um Förderung geht, ...dann soll es den D 2 Spieler reizen, in der Leistungsgruppe D 1 trainieren zu dürfen, ....warum?


    Weil er dort noch etwas schneller laufen kann, weil die gleichen Übungen wie bei der D 2 etwas erschwert geübt werden? DAS SOLL IHN REIZEN? Das glaubst du doch nicht wirklich, oder?


    Oder reizt ihn nun zur Elite zu gehören? Und darauf aufbauend die Frage, wer es verantwortet, das so gedacht wird?


    Zudem die Frage, ....ist es der Trainer/die Trainerschaft, die den "Aufstieg" der D 2 Spieler in die D 1 fördern wollen, weil es die Philsophie so aufzeigt, sprich, weil man die Beste Ausbildung hin zu einer starken späteren ersten Mannschaft möchte oder ist es der D 1 Trainer, der die Besten in der Mannschaft haben will?


    Ich werde darüber hinaus nochmal genaustens auf die Suche gehen, wo ich das Wort Ausbildung finden kann, versprochen ;)

  • Eigentlich hatte ich gehofft, wir würden ein wenig mehr über die Art der Sichtung in meinem Verein sprechen. Die finde ich nämlich klasse.


    Aber ihr schießt euch so auf die Rotation ein.
    Ich hatte es schon mal erwähnt: Auch ich bin nicht zu 100% davon überzeugt. Ob Dorfverein oder nicht, macht erstmal nicht so den großen Unterschied.


    Im wesentlichen sollen die Spieler (und auch deren Eltern) damit bei der 'Stange' gehalten werden und eben nicht den Verein verlassen, weil sie in die D2 kommen.
    Wir haben 32 Spieler nächstes Jahr und ich weiß mit 100%iger Sicherheit, dass sich 5-7 Spieler abmelden werden, wenn sie nicht bei mir bleiben.
    DAS wäre ein Killer für die D2. Also ist diese Rotation eine Chance für die D2-Spieler in der D1 und somit bei mir zu spielen.
    Das klingt voreingenommen und arrogant: Die anderen D-Trainer kann man leider vergessen. Und das wissen sowohl die Kinder als auch die Eltern.


    Da sich aber mein Verein das Wort Leistung ab der D ins Leitbild geschrieben hat und der befreundete Nachbarverein eben genau diese Rotation praktiziert, möchte unser Jugendvostand auch genau das umgesetzt sehen.


    Für mich wird das alles nur schwierig. Ich hätte nichts dagegen, mit den stärksten Spielern zu arbeiten, mache mir aber berechtigte Sorgen, dass die D2 auseinanderbricht.
    Und was passiert dann? Richtig. Dann bekomm ich den Rest. Und das ist mir zuviel.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Wenn die anderen Trainer schlecht sind dann versuche doch guten Ersatz zu finden oder gute Co-Trainer, denn wenn du weißt, dass die Trainer schlecht sind, dann musst du was tun. Sonst verlieren die Jungs den Spaß am Fußball wg. dieser Trainer, und du hast es vorher geahnt, da machst du dir später nur Vorwürfe. Die Rotation ist wohl so kaum durchzuführen denke ich, eben wg. dieser festspielregel.


    Eine ausführliche und objektive Sichtung und halbjährliche neue Zusammensetzung, zusammen mit guten Trainern in allen Mannschaften könnten das problem lösen, aber einer müsste sich kümmern. Und wenn selbst die Eltern der potenziellen D2 Spieler wissen, dass die Trainer Käse sind dann müsst ihr was tun!

    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.

  • Tom, eines noch, ...ich habe nun nochmals nachgeschaut, ...in diesem Thread hast du zu diesem Thema noch kein einziges mal im Hinblick auf Sichtung oder Rotation von Ausbildung gesprochen, wenn doch, zeige es mir. Was mich zu meinem weiter oben beschriebenen Eindruck führt ist gerade diese soeben beschriebene Tatsache + Zitat:


    Ein befreundeter Trainer eines Leistungsklasseteams macht es genauso. Er hat, wie wir, einen ausreichend großen Kader.
    D.h., er kann aus den Ersatzspielern und den variablen Spieler immer wieder etwas bauen.


    Dein Freund befindet sich im Leistungsbereich mit seinem Team, also nicht in einem normalen Fußballbereich. Für mich hieße das, dass er sich weiterhin an die Ausbildungsziele halten müsse, diese aber schwieriger gestaltet, damit er seine Talente hier fordern und fördern kann und das auf einer Ebene, wo er sich am Wochende mit anderen Teams, die es auf diesem Level genauso halten, ....messen kann, .....Tabellenstand und Ergebnisse fast egal, alles andere wäre wiedermal aus dem Erwachsenenfußball...das aber nur nochmals am Rande.


    Also, ...kein Wort von Ausbildung, viele von Leistung, von D 1 und D2 und dürfen ...."oben" spielen usw.. Ich bleibe bei meinem subjektiven Eindruck, ich hoffe der täuscht mich. Gruß Andre und sorry für mein eventuelles nerven und "lästigsein".


    Übrigens interessant könnte sein, wieso dein Freund/wieso sein Verein in einem Leistungsbereich in der D spielt, das würde ich viel lieber mal beleuchten. Sind es die Spieler die sie hinzuholen aus fremden Vereinen oder weil sie einmalig eine gute Mannschaft hatten oder vielleicht, weil sie dauerhaft gute Jugendarbeit leisten. Letzteres wäre dann hochinteressant. Da glaube ich nicht, dass allein die Sichtung und Rotation dazu führt, in diesem Bereich dauerhaft zu spielen. Da wäre die genaue Philosophie und die Arbeitsweise der Trainerschaft zu beleuchten.