Leistungsorientierte D-Jugend trotz Widerstand der Eltern

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  • Hallo,
    das Mannschaftskader nach Spielstärke aufgetellt werden ist in vielen Vereinen normal. Allerdings verstehe ich nicht, warum dafür extra noch ein internes Freundschaftsspiel zwischen zwei Mannschaften gemacht werden muss.
    Zumal ja die Kinder wohl schon lange bei euch sind.


    Allerdings vermute ich, dass du mit der aktuellen Situation nicht umgehen kannst und vielleicht von deinem Sohn zuviel erwartest oder ihn falsch einschätzen tust.


    Gruss
    Matthias

  • Also entweder liegt es daran das ich verschlafen hab und noch nicht auf dem Dampfer bin oder mir fehlt noch die richtige Dosis Kaffee:


    Ich versteh das grundsätzlich nicht. Selbst wenn jetzt -gegen den Willen der Spieler und Eltern- eine Mannschaft für die Bezirksliga gemeldet wird, so ist das doch temporär für die eine Saison-nächste Saison ist doch wieder Quali vorgeschaltet und wenn nicht dann erbt doch die schlechte D den Startplatz. Mal dahingestellt das hier eine vermehrte Fahrerei damit verbunden ist und die Mannschaften auseinandergerissen werden. Gerade im Alter D-Jugend würde ich mit Hinblick auf die spätere C,B,A Jugenden das Alter ausnutzen und Technik etc. trainieren, die Ergebnisse in einer Liga wären da erst einmal zweitrangig. Und Leistungsorientiert kann doch der Verein auch ab C Jugend sein, da würde es dann auch Sinn machen.

  • Das Vorgehen finde ich auch seltsam, normalerweise macht man die Mannschaftseinteilung vor der Saison und nicht während. Auch das prozeder mit Beurteilung durch externe Stützpunkttrainer fnde ich sehr ungewöhnlich. Das deutet nicht darauf hin, dass die Trainer von D1 bis D3 sehr vertrauensvoll miteinander zusammen arbeiten.


    Andererseits wirst Du da jetzt kaum nochwas dran drehen können, der Verein hat sich nunmal so entschieden. Aus Deiner Schilderung wird sehr deutlich, dass Du Deinen Sohn als "Verlierer" dieser Neu-Einteilung siehst. Keiner von uns weiß, ob Dein Sohn eigentlich in die D1 gehört (was Dein Text suggeriert) oder ob Du ihn vielleicht falsch einschätzt. Aber vielleicht kann er die Einteilung in D2 (oder D3?) auch als Chance nehmen? Dort wird er als starker Spieler viel spielen und dabei eine Führungsposition einnehmen, während er auf der D1 vielleicht viel Zeit auf der Bank verbracht hätte. Ob die Mannschaft dabei jetzt viel verliert, sollte nicht so entscheidend sein. Klar macht gewinnen mehr Spaß, aber in der D steht die Ausbildung an erster Stelle.


    Grüße
    Oliver

  • Was meinst Du mit leistungsorientiert? Meinst Du damit nur die Einteilung der Mannschaften nach Leistungsfähigkeit oder steckt hinter dem Begriff noch mehr...?

    Vor Saisonbeginn hatte man versucht, im Bereich der D-Jugend (vor allem 2004er Jahrgänge) die D1 Leistungsorientiert mit dem Besten aus den 3 Mannschaften zu erstellen.
    Dies ist eigentlich nur daran gescheitert das die Trainer sich nicht entscheiden konnten wer welche Mannschaft übernimmt.

    Vorab: Im Sommer hätten die Eltern mitgespielt? Die Argumente, die jetzt vorgebracht werden, hätten im Sommer doch genauso gegolten...

    Nach dem man in der Vorrunden - Quali mit allen 3 Mannschaften aufgestiegen war, kam man kurz vor den Herbstferien (seitens unseres Vorstandes) auf die Idee die Mannschaften jetzt doch Leistungsorientiert aufzustellen.

    So falsch ich den Zeitpunkt auch finde, so richtig finde ich doch die leistungshomogene Einteilung an sich.
    Wenn die grundsätzliche Ausrichtung des Vereins ist, Mannschaften leistungshomogen einzuteilen, kann man sich von den Trainern nicht auf der Nase herumtanzen lassen. Genau das haben sie nämlich gemacht als sie sich im Sommer nicht einigen konnten und alles "irgendwie anders" entschieden haben. Normalerweise hätte der Vorstand schon da eingreifen müssen.


    Um festzustellen wer von den Kindern in die D1 wechseln darf, hat man ein Freundschaftsspiel angesetzt zwischen der alten D1 und D3.

    In der Tat eine seltsame Maßnahme. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie die Stimmung am Platz war...


    Dies sollte dann bewertet werden von 3 neutralen Stützpunkt Trainern. --> Den aktuellen Trainern der Mannschaften hat der Sportliche Leiter das wohl nicht zugetraut.

    Das hätte ich ihnen nach der Geschichte im Sommer auch nicht mehr zugetraut.


    Somit wurden zwei Mannschaften auseinander gerissen, in den die Kinder schon ab ihrem 4. - 6. Lebensjahr gekickt haben.

    Die Mannschaften wurden nicht auseinandergerissen, sondern lediglich anders zusammengestellt. Nach meiner Erfahrung haben die Kinder damit die wenigsten Probleme...
    Warum sollte man eigentlich einen JFV gründen, wenn die Mannschaften in ihrer alten Zusammenstellung weiterspielen sollen...?


    Alles in allem ist vor allem der Zeitpunkt dieser Maßnahme sehr unglücklich. Der Vorstand war aber im Zugzwang nachdem er im Sommer nicht aufgepasst hatte. Man sah sicherlich schon die Probleme, die es im nächsten Sommer gibt, wenn wieder Mannschaften zusammengestellt werden.


    Was Deinen Sohn angeht, kann das aus der Ferne niemand beurteilen. Ich kann Dir aber versichern, dass ich Bezirks- und Landesliga-Spieler kenne, die nie in einer F1/E1/D1 waren.

  • Ich gewinne den Eindruck, dass du emotional drin hängst und damit nicht objektiv bist.


    Das bestätigt sich für mich darin, dass du Gegner der Maßnahme bist und zudem dein Sohn entgegen deiner Erwartungen nicht im Kader der ersten D Jugend gelangte und das nach objektiver Betrachtung von drei anderen Trainern.


    Mit Sicht auf den Verein gewinne ich den Eindruck, dass das Ziel des Vorstandes zukünftig nicht mit den Zielen Eltern und vieler Spieler übereinstimmt.


    Schlecht ist, wenn ein kleiner Verein sich großen Strukturveränderungen unterzieht und Mitglieder nicht mitziehen und andererseits ungünstig ist auch, dass viele Nörgler an Änderungen nicht interessiert sind.


    Das wiederum zeigt sich darin, wie der Vorständler mit dem Thema auf die Eltern zuging (feste Meinung/klares Vorgehen ohne Diskussion). Vielleicht sollte der Elternabend eine Infoveranstaltung und keine Diskussion als Grundlage deklariert sein, ich denke allein hier liegt ein Missverständnis zwischen Initiator und Elternschaft vor. Ging also schon sehr schlecht so los.


    Zudem zeigen die Trainer exakt das, was fast überall mehr oder minder herrscht. Uneinigkeit, Neid und Missgunst, Zwietracht, Narzissmus, Einer gönnt dem anderen nichts, jeder will der Beste sein, Anerkennung nur für mich, Stuhlbeinsägen,


    Meine persönliche Meinung im Thema ist


    1. Da ich für Leistungseinteilung bin


    -wäre mir wichtig, dass genau das im Konzept stünde.


    -da vermutlich kein schriftliches und überwachtes Konzept besteht, müsste der Vorstand ein gesundes schriftliches Konzept erstellen und dafür Sorgen, dass dieses Konzept gelebt und überwacht und damit geschützt wird! Da das so nicht der Fall sein dürfte und das auch keiner in Erwägung gezogen hat, zeigt und belegt das, wie unprofessionell da vorgegangen wurde. Ich sage es mal boshaft....da wollen einige den Heldt spielen und wissen aber nicht wie....allerdings merken sie es vermutlich nicht mal.


    2. Ich bin für eine Leistungseinteilung - spätestens zur D Jugend -


    -hierbei wären für mich spezielle Sichtungstrainings wichtig. Kleinfelder, pro Feld ein erfahrener wissender Trainer der Punkte gem. den Zielen der Altersgruppe vergibt. Dazu ein Spiel im 3:3 oder 4:4 auf mehreren Kleinfeldern. Die Spieler rücken beispielsweise pro 6 Min. Spielzeit ein Feld -nach kurzer Pause- weiter zum nächsten "Bewerter". Am Ende wird abgerechnet. Trainersöhne kommen dann in das Leistungsteam, in das sie gehören....dein Sohn auch...meiner auch....und niemand kann sich beschweren, da mehrere Trainer unabhängig voneinander zu diesem objektiven Ergebnis kamen.


    -innerhalb der so entstehenden Teams dürften die Trainer gem. Konzept -entlang des roten Fadens- nur das gleiche Training geben. D.h. die F1,2,3/E1, 2, 3/D1, 2, 3 usw.....trainiert gemessen an den Ausbildungszielen der jeweiligen Jugend genau und exakt das SELBE....mit dem Unterschied der Frequentierung und der Schwierigkeit im selben Thema. So fördere ich, statt zu überfordern oder zu unterfordern.


    Wer mit seinem Kumpel spielen möchte, muß in diesem Verein dann einen tiefer spielen...nie umgekehrt!


    Bei dieser Konzeption wäre es mir -sorry- ...SCHEISS EGAL... wo meine F, E oder D oder was weiss ich Jugend spielt. Die sollen dann frei dort spielen, wo sie es -in der breiten Masse gesehen- hinschaffen bzw. wo die breite Masse den Ligaerhalt LANGFRISTIG schafft/hält/erhält....um ständiges Auf.-und Absteigen zu vermeiden.


    Dadurch verhindere ich auch andere unangemessene Dinge wie Bankdrückerei, ungleiche Spielzeiten usw....was ich als NOGOS auch noch zusätzlich im Konzept geschützt und überwacht verankern würde!


    Fazit


    Da der Verein das nun so durchgedrückt hat, würde ich mir halt überlegen, ob es noch der richtige Verein ist oder ob ich mich damit arrangiere. Hierbei wäre mir die Meinung meines Kindes wichtig. Es ist nicht wichtig ob das Elternherz befriedigt wird...es ist auch kein Thema ob der Spieler in der ersten Mannschaft in die Bundesliga kommt (wird er nicht!) und auch ob Bezirksliga oder Kreisliga....ist nicht wichtig.


    Ich verrate mal was: In der Bezirksliga wird auch nur mit Wasser gekocht!


    Mein mittlerer Sohn spielte Landesliga B Jugend..(Kreisklasse, Kreisliga, Bezirksliga, Landesliga, Westfalenliga usw.).


    Der einzigen Unterschiede zur Kreisliga waren:


    drei Trainings statt zwei
    weitere Fahrten zum Spiel
    weniger Verletzungen nach Fouls, da die Spieler technisch besser waren
    der Trainer kannte das Spiel im Raum im krassen Gegensatz zu vielen Trainern in der Bezirksliga und drunter!!!!


    Sonst nichts...ich finde das ist nicht viel...gemessen daran, wie hoch Verein, Trainer und Eltern das immer aufhängen!
    Eigentlich eine Lachnummer und ...für dich den Threadschreiber Aufruf dazu, das locker zu sehen, erstmal ein paar Wochen abzuwarten und um dann...ich betone dann...auf die Stimme deines Sohnes zu hören. In der Zwischenzeit sollte man -so meine Meinung/auch wenns schwer fällt- als Elternteil nur gut zuhören, statt Stimmung am Platz, vor und nach Trainings oder beim Spiel zu machen.

  • Dies ist eigentlich nur daran gescheitert das die Trainer sich nicht entscheiden konnten wer welche Mannschaft übernimmt.

    Was meinst Du mit leistungsorientiert? Meinst Du damit nur die Einteilung der Mannschaften nach Leistungsfähigkeit oder steckt hinter dem Begriff noch mehr...?

    Einteilung wie folgt
    D1 = Die Besten
    Der Rest wird auf D2 und D3 gleichmäßig verteilt. Also wären D2 und D3 mehr oder weniger gleich "Stark".



    Vorab: Im Sommer hätten die Eltern mitgespielt? Die Argumente, die jetzt vorgebracht werden, hätten im Sommer doch genauso gegolten...

    Im Sommer war das nur internes Thema. Vermutlich wären da die Reaktionen auch nicht viel anders gewesen. Lässt sich aber jetzt im nach hinein schwer abschätzen.

    2 Mal editiert, zuletzt von JSG-Rock ()

  • Ich versteh das grundsätzlich nicht. Selbst wenn jetzt -gegen den Willen der Spieler und Eltern- eine Mannschaft für die Bezirksliga gemeldet wird, so ist das doch temporär für die eine Saison-nächste Saison ist doch wieder Quali vorgeschaltet und wenn nicht dann erbt doch die schlechte D den Startplatz.

    Ablauf wie folgt : "Vorrunde" ist Quali Runde. Hier sind alle Tabellen 1. und 2. aufgestiegen in die Leistungsklasse. Alle nicht Aufsteiger spielen Trostrunde.
    Nach der "Vorrunde" wird die Leistungsstaffel gespielt, in der bei uns nur der 1. aufsteigen kann in die Bezirksliga.


    Absicht des Vereins ist es jetzt, in der Leistungsstaffel evtl. Meister zu werden, um dann nach den Sommerferien nächstes Jahr Bezirksliga spielen zu können.


    Da die Masse der Kinder 2004er Jahrgang ist, würde die Mannschaft dann, falls sie aufsteigen würde, mit einem fast kompletten älteren Jahrgang evtl. Bezirksliga spielen.

  • @JSG-Rock


    Also so ganz kaufe ich dir diese Nummer nicht ab!


    1. Externe Sichtungstrainer
    Externe Stützpunkttrainer haben sich generell aus vereinsinternen Angelegenheiten rauszuhalten. Man kann sie sich auch nicht zu vereinsinternen Sichtungen mieten! Dazu hätten die meisten von ihnen auch gar keine Zeit!


    2. Begründung für externe Sichtungstrainer
    Zumindest haben 2 der 3 D-Jugend-Trainer ihre Teams sportlich erfolgreich weiter entwickelt. Diese kontinuierlich positive Arbeit wäre wohl nicht mit großem Mißtrauen seitens der Vereinsverantwortlichen möglich gewesen?


    3. Einteilung in die Teams
    Wenn die Teams schon seit Jahren so spielen, dann kennt man die jeweiligen Stärken und Schwächen. Die ändern sich weder über Nacht noch im Rahmen eines Freundschaftsspiels.


    4. Leistungskompetenz in den 3 D-Jugend-Teams
    Wie bereits in Pkt. 2 beschrieben zeichnet sich gute Trainingsarbeit darin aus, das alle Teammitglieder sich bestmöglich entwickeln können. Das von dir gezeichnete Bild, wonach in der D 2 und D 3 jetzt fast nur noch "Graupen" spielen, obwohl darin auch ehemalige Mitglieder der D 1 und D 3 spielen, steht jedoch im Widerspruch darin. Es mag sich jeweils eine Leistungsabstufung ergeben, jedoch nicht in dem von dir beschribenen Maßstäben.


    5. Widerstand der Eltern
    Das sich die Interessen der Eltern nicht immer mit denen des Vereins decken, mag verständlich sein. Nicht nachvollziehbar wäre allerdings, dass eine Verein sich gegen die absolute Mehrheit der Eltern für eine Einteilung nach Leistungspotenzial im D-Jugend-Alter entscheidet. Sie müßten in diesem Falle mit einer kurzfristigen starken Abwanderung rechnen.


    6. Sonstiges
    Ob eine Veränderung in der D-Jugend eher positive oder negative Auswirkungen hat, kann man aufgrund deiner Angaben gar nicht beantworten. Denn dazu müßte man die gesamte Struktur der JSG angeschlossenen Vereine kennen. Erfahrungsgemäß braucht es ein paar Jahre, bevor sich die einzelnen Vereine an die geänderten Rahmenbedingungen gewöhnt haben und aus den gemachten Erfahrungen ein für sie günstiges Konzept erstellen können. Für uns Aussenstehende ist es ohne spezfische Kenntnisse eures Konzepts lediglich eine Art von "Kaffeesatzlesen"!