Alles anzeigenDie Sachlage ist wie so oft Vielfältig. Die Faktoren Verein, Eltern, Trainer und Spieler varieren doch überall. Grundsätzlich würde ich das auch so wie meine Vorredner sehen aber es gibt immer Konstellationen, die gegen einen Vereinswechsel sprechen können. Zum Beispiel, dass Kind will einfach mit seinen Freunden Fußballspielen, und verzichtet dafür auf den Leistungsorientierten Weg.
Ja, natürlich. Es gibt Kids die definitiv nicht wechseln wollen oder einfach auch gerne die Stars in ihren Teams sein wollen.
Aber aus meiner Beobachtung heraus aus den letzten 20 Jahren sind viele kleinere Klubs und deren Trainer einfach gar nicht bereit, die Spieler entsprechend dorthin zu fördern.Also sie sprechen mit den Eltern und Kindern meist gar nicht darüber. Sie sind froh, dass diese deutlich besseren Spieler in ihrem Team sind und diese Spieler garantieren ja häufig auch die Ergebnisse. Das ist meine Beobachtung.
Und nicht jedes talentierte Kind hat interessierte Eltern, die das halbwegs beurteilen können und ihren Kindern dann diesen Weg bereiten. Mitunter wollen die Eltern diese Förderung auch gar nicht und erfreuen sich, dass ihr Kind der Star in dem Dorfklubteam ist und gefeiert wird.
Ich kenne Vereine, die ihre Kids noch nicht mal von den DFB-Sichtungstrainings berichten und ihre Kids noch nicht mal dorthin führen, weil sie Angst haben, dass die Kids dann den Klub verlassen. Das ist leider Realität.
Und Kinder bzw. Teenager, die eine leistungsorientierte Fuballausbildung genossen haben, spielen normalerweise später nicht Kreisliga. Sie haben in der Regel dann das Rüstzeug auch im höheren Amateurbereich Fußball zu spielen und können sich als junge Erwachsene sogar den einen oder anderen Euro damit hinzuverdienen.
Das was du da beschreibst gibt es in dieser Form leider ganz sicher. In welchem Außmaß vermag ich nicht zu beurteilen.
