Ich persönlich bin auch nicht der Geschichtenerzählende Trainer, sondern habe von Anfang an versucht ein Abwechslungsreiches Kindgerechtes Fußballtraining anzubieten. Und letzendlich sollen nicht nur die Kinder Spaß haben, sondern auch du. Du solltest dich also auch nich zu sehr verbiegen, sonst bist du auch nicht authentisch.
Ich finde schon, dass man in der F-Jugend die Grundlagen für ein Fußballtraining legt. Letztendlich hast die deinen Knackpunkt schon erkannt, du hast drei Jahrgänge unter einen Hut zu bringen. Schon bei zwei Jahrgängen treten diese Probleme auf. Bei drei sicherlich noch viel mehr.
Fangespiele gehören für mich auch grundsätzlich zu einem richtigen Fußballtraining dazu, weil dort Fussballspezifische Bewegungen (Antreten, Stoppen, Richtungswechsel) spielerisch geschult werden. Auch Wahrnehmung, Übersicht und Körpertäuschungen) werden geschult. Es gibt soviele Fangespiele, die auch unterschiedliche Aspekte bedienen (Bewegung, Kooperation, Wahrnehmung). Nicht zuletzt ist ein Fangespiel unheimlich anstrengend, sodass auch Kondition nicht zu kurz kommt. Bei meinen Kindern kommen diese Spiele immer gut an.
Ein zweiter Aspekt der im Bereich der F-Jugend für mich immer dazu gehört ist Ballgewöhnung. Dazu gehört auch das Ballspielen mit den Händen aber natürlich auch mit den Füßen. Auch da gibt es unzählige Möglichkeiten und Varianten, sodass man das Abwechslungsreich gestalten kann. Hier kann man auch bestimmten Kinder immer wieder vor besondere Herausforderungen stellen.
Der letzendlich langweiligste Teil sind für die Kids die klassichen Übungen, denn nicht immer lassen sich spielorientierte Übungen umsetzen.
Beispielsweise beim Pass mit der Innenseite, lasse ich das die Anfänger häufig noch als Partnerübung machen. Dabei kann ich dem einzelnen gut Tipps geben und hab hohe Wiederholraten. Letzendlich ist das aber ne langweilige Übung.
Mit erfahrenen Spielern, die den Pass mit der Innenseite bereits verinnerlicht haben, kann man dann wiederum auch spielerische Übungen machen. Sei es mal ein Rondo oder eine andere Passorientierte Spielform.
Wir betreuen mit 3 Trainern aktuell 30 Kinder. Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklungsstände der Kinder machen wir auch nicht mit allen Kindern die gleichen Übungen. Wir teilen homogene Gruppen ein, um entsprechend des jeweiligen Leistungsstandes zu trainieren/ zu üben. Vieleicht wäre das auch für euch eine Idee.
Ein wesentlicher Anteil sollte am Training sollte das Spielen sein. Auch hier kann man einzelnen Spielern Sonderaufgaben geben, um sie zu fordern (zum Beispiel Tore nur mit links).