Beiträge von Thomas0815-2

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    Goodie: Wie klappt das bei dir mit den Geschichten in der Übung? Ich finde es grad bei den kleinen immer schwer, dass die sich einigermaßen konzentrieren. Wenn ich dann noch was von Riesen und Schutzzauber erzähle, befürchte ich das totale Chaos.

    (Kinder, die sich selber als Riese/Zauberer (ohne Ball) aufführen oder sich vor Lachen auf den Boden werfen). Wie sind da deine Erfahrungen?

    Oesi81 1.) kenne ich als Sprintübung (ohne Ball) und mit TicTacToe statt 4 gewinnt. Ich werd jetzt mal ne Kombi probieren. TicTacToe (das kennen die Kinder schon) mit Dribbling und Zuspiel zum nächsten so wie von dir beschriebene

    stefan1977 coole Übungen, aber zum Aufwärmen etwas intensiv, grad die 2te, oder?


    Bis zu wievielen Spielern mach deine 2te Übung Sinn? Wegen zu langer Standzeiten.

    Arbeitest du mit Übungen (z. B. Bälle zuspielen) für die Wartenden?

    Ich bin extrem verblüfft über diese Diskussion! Für mich war immer glasklar, dass der/die Trainer die Aufstellung/Einteilung machen. Wenn die Trainer sich, ggf. trotzt Moderation zB d/Jugendleiter, nicht einigen können, was extrem schade und für die künftige Zusammenarbeit auch schwierig wäre, würde ich es so machen „wie bisher“.


    Ich bin selber 2. Abteilungsleiter und Trainer. Das ein AL oder Jugendleiter einem einzelnen Trainerteam die Aufstellung/Einteilung vorgibt ist bei uns undenkbar. Ich würde auch als AL nie auf diese Idee kommen bzw. mir das als Trainer auch nicht gefallen lassen.


    Und das Eltern/Spieler die Aufstellung/Einteilung machen hielt ich bis eben noch für einen Witz. Scheint es aber tatsächlich so zu geben. Natürlich kann der Trainer Spieler/Eltern nach ihrer Meinung fragen, aber entscheiden kann doch nur der Trainer.


    Der Verein kann natürlich Einfluss nehmen, in dem er Leitlinien in einem Jugendkonzept festlegt. Das muss aber dann für den gesamten Jugendbereich gelten und gemeinsam mit den Trainern erarbeitet werden.

    Coole Übungen muss ich mal ausprobieren.


    Aufwärmübung für G/F Jugend:

    Feld abstecken ca 8x8 Meter. Zentral liegen Leibchen. Außerdem sind ca. 3 Trainer/Spieler im Feld (ohne Ball)

    Alle anderen Spieler dribbeln mit Ball um das Feld. Sobald der letzte Spieler 1x ums Feld ist, darf ins Feld gedribbelt werden, um ein Trikot zu stehlen. Spieler im Feld (ohne Ball), jagen die Spieler, die ins Feld dribbeln. Verliert ein Spieler seinen Ball muss er (ohne Ball) die im Feld verbliebenen Leibchen bewachen und alle Leibchen, die er ggf schon gestohlen hat fallen lassen. Der Spieler, der den Ball erobert hat dribbelt aus dem Feld und darf nun versuchen Leibchen zu stehlen.

    Hast du das mit der Hocke schon mal variiert? Plätze tauschen, um die eigene Achse drehen, Sidesteps, Ball jonglieren,…


    Kontaktverbot:

    Also die starten alle drei auf einer Linie, nutzen dann aber den kompletten 8x6 m Raum?

    Das mit in die Hocken gehen klingt spannend. Wieviele Kinder und Bälle hast du da maximal im Einsatz? Mir fehlt zum Aufwärmen etwas die Bewegung oder zirkuliert der Ball so schnell, dass man immer entweder in die Hocke gehen oder Passen/Annehmen muss?


    Kontaktverbot hab ich glaub nicht verstanden. Wenn die alle auf einer Linie stehen, wie sollen es die Äußeren dann schaffen abzuklatschen ohne gefangen zu werden?

    Ich würde hier gerne mehr zu Thema Übungen im Training (und auch zu Taktik im Spiel) diskutieren. Aber in dem entsprechenden Bereich herrscht gähnende Stille. Wer hat noch Lust auf diese/s Thema/Themen?

    Hallo, ich habe das in einem Jahrgang mal praktiziert, E 1/2 nach Leistung aufzuteilen. Die starken aus dem jungen Jahrgang spielten dann in der E1 und haben sich sehr gut entwickelt. Die schwachen aus den älteren Jahrgang spielten E2 und waren dann in der D Jugend richtig schwach.


    Ich verfolge die Philosophie, die zu fördern, die gefördert werden wollen. Und die deren Eltern sie bei mir abstellen nicht. Deshalb würde ich das heute wieder so machen.


    Stark heißt bei mir übrigens auch wenn sich jemand trotz mangelndem Talent stark engagiert. So jemanden hätte ich als älteren Jahrgang nicht in die E2 gesteckt.

    Mit durchhalten meine ich eher, dass einem Fußball an sich so viel Spaß machen sollte, dass man es aushält mal nicht in der Startelf zu stehen oder dass ein Trainer auch seine Schwächen haben kann, ohne sich gleich nach einer Alternative umzusehen.


    Und wie gesagt, der Weg muss sich auch lohnen, wenn das Ziel nicht erreicht wird. Sonst wird man zu 99,9999% enttäuscht

    :)


    Zum Thema Hausaufgaben fällt mir noch was ein.


    Am Vatertag hatten wir kein Training. Da habe ich (per WhatsApp) Sondertraining mit Papa, VOR der auf Vatertagstour gehen darf, angeordnet.


    Und ganz am Anfang habe ich den Kids gesagt, dass es zu Hause einen Ball und einen Raum geben muss, in dem immer Fußball gespielt werden darf. Zu den Eltern habe ich nichts gesagt, aber ich glaube die Kids, die wirklich kicken wollen setzen sich da durch. Zumindest war das bei uns zu Hause so, meine Frau kämpft grad um den letzten Raum im Haus, in dem nicht gekickt werden darf 😀

    Ich sag zu den Kids im Training wenn sie fragen, ob sie Profi werden können immer Ja - wenn du willst. Und dann zähle ich auf, was alles dafür getan werden muss. Bei denen, die dann noch wollen glaube ich fest daran, dass sie es auch schaffen können.


    Als Eltern musst du dir vielleicht dieselbe Frage stellen. Zeit investiert, Geld investieren, mit Enttäuschungen umgehen, Trainer akzeptieren (die können auch im NLZ/beim Profiverein Idioten sein, aber du kommst an denen nicht vorbei), Rückschläge hinnehmen, durchhalten, dein Kind als Jugendlichen in ein Internat abgeben, auf eine bestmögliche Schulbildung verzichten (oft rutschen die Kinder in der Schule ab, wenn sie 3-4x pro Woche trainieren), das Risiko in Kauf nehmen, dass er es nicht schafft oder irgendwann doch keine Lust mehr hat,…


    Wenn ihr dazu bereit seid, wer sollte euch dann aufhalten (wollen).


    Und noch ein Tipp: genießt den Weg und geht ihn nicht nur wegen des Ziels. Mein Sohn stand vor zwei Jahren vor einer ähnlichen Frage. Und wir haben uns auf diesen Weg gemacht mit allen oben genannten Konsequenzen. Wenn er morgen sagt er hat keine Lust mehr, bereue ich keinen Cent und keine Minute, die ich dafür geopfert habe. Weil die letzten zwei Jahre so geil für uns alle waren. Das kann uns keiner mehr nehmen auch wenn er später mal in der Kreisklasse oder gar nicht mehr kickt…

    PS vielleicht mach ich meinen Job auch einfach gut und es gibt nichts zu meckern 😀. Aber das machen andere ja genauso.

    Oder es wird gemeckert, aber ich kriege es nicht mit, aber dann müssten meine Kader ja kleiner werden und nicht größer.


    Deshalb glaube ich, dass es an der geringeren Kommunikation mit den Eltern liegt und dass mir deshalb jede/r abnimmt, dass die Kinder im Mittelpunkt stehen, was offensichtlich alle gut finden.

    Klar kommuniziere ich mit den Eltern, ein Papa hilft mir immer ungefragt, beim Funino Tore aufbauen. Und erst letzte Woche hab ich meine Frau gebeten ihren Chef nach einem Praktikumsplatz für einen unbegleiteten Minderjährigen aus unserer B Jugend zu fragen. Auch springen die Eltern ein, wenn ein Trainer allein wäre und wir nen Spielfeld Betreuer brauchen.


    ABER, dass das Thema Spielzeiten, Trainingsinhalte, Position, Leistung im Vergleich zu den Mitspielern, am Ende des Tages nur vom Trainer entschieden wird scheinen bei mir (anders als bei vielen anderen im Thread) alle zu akzeptieren. Und außer dass ich vor allem bezüglich dieser Themen, aber auch generell sehr wenig direkt mit den Eltern, sonder hauptsächlich über die Kinder bzw. per WhatsApp kommuniziere, scheine ich nichts anders zu machen, als andere. Das wollte ich als Tipp weitergeben.

    Hallo, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder schon sehr früh selber wissen, was am besten für sie ist. Bzw. dass es kontraproduktiv ist, wenn Eltern ihnen die Entscheidungen abnehmen. Das ist nicht in allen Lebensbereichen umsetzbar, aber bei der Wahl und Ausübung des Hobbys in der Regel schon.


    So lange Frank also nicht von selber sagt, dass er was ändern möchte würde ich auch nichts ändern. Ich würde ihn sogar darin bestärken in seinem Team zu bleiben. Die Lektion, dass er sich im Fußball, in hohem Maße, nach dem Team und dem Trainer richten muss und nicht andersrum, muss er ja eh irgendwann lernen. Wenn er es schafft sich in der aktuellen Situation zu behaupten, tun sich von allein irgendwann Alternativen auf.


    Was du natürlich machen kannst, ist ihm zusätzliche Anreize bieten. Selber mit ihm kicken, Ferienfußball Camps, Fördertraining, Fußballschule,… aber immer nur als Ergänzung zum Hauptverein (der muss an erster Stelle stehen).


    Wenn er diese Angebote nicht wahr nimmt, ist ihm Fußball im Moment halt doch nicht so wichtig. Das musst du dann akzeptieren. Wenn er die Angebote annimmt, aber es tun sich keine Alternativen auf, ist er im

    Moment noch nicht gut genug für die Alternativen/hat Pech, dass er nicht gesehen wird/sein Platz schon besetzt ist. Auch das musst du für den Moment akzeptieren.

    Wenn er wirklich Lust hat und gut ist, werden sich irgendwann Alternativen auftun. Er hat ja noch verdammt viel Zeit.

    Und wenn nicht wird er halt kein Profi, das haben wir beide ja auch irgendwie überlebt 😀.

    PeterUnlustig ich stimme dem meisten was du geschrieben hast zu.


    Interessant ist, dass die Kinder deutlich mehr Spaß haben, als in anderen Teams, bei denen sich die Eltern dauernd einmischen. Und auch die Eltern sind wesentlich entspannter, weil sie nach kurzer Zeit merken, dass ihr Kind das auch ohne ihre Einmischung hinkriegt und Spaß am Fußball hat. Dass ich als Trainer auch viel glücklicher bin, wenn ich mich um die Kinder und nicht um die Eltern kümmern darf hatte ich glaub schon erwähnt.


    Alles in allem also eine win win win Situation ganz ohne Elternabend, Sorgentelefon, WhatsApp Terror und endloser Klärungsgespräche

    Hi Oesi81,


    ich würde nicht aktiv auf ihn zugehen. Wenn sein Kind am Ball bleibt und er es dabei begleitet, lernt er ja mit der Zeit, wie Fußball funktioniert. Oder es ist ihm doch nicht so wichtig und er lässt dich einfach machen.


    Hilfe im Training würde ich grundsätzlich von jedem annehmen, „der nicht bei drei auf den Bäumen ist“.


    VG

    Thomas



    Falls dich meine Erfahrungen zum Thema Kommunikation mit den Eltern interessieren, kannst du hier weiterlesen.


    Ich hab mich, seit ich vor 5 Jahren als Trainer gestartet bin (F/E Jugend und Bambini im Dorfverein) nie groß um die Eltern gekümmert. Das war anfangs Typsache und auch dem damit verbundenen zus. Aufwand geschuldet.


    Zu Beginn habe ich das als persönliches Manko wahrgenommen, an dem ich noch arbeiten muss. Inzwischen nehme ich es aber als eines meiner größten Talente war, das so hin zu bekommen.


    Wenn ich von anderen Trainern höre, wieviel Zeit und Nerven die für die Eltern aufwenden, frage ich mich manchmal, ob die noch Kindertrainer sind oder schon eher Elterntherapeut. Mir ist dieses „meinen Kids Fußballzeit wegzunehmen, um sich schlimmstenfalls um die geplatzten Träume eines Fußballpapas zu kümmern/einem Erwachsenen zu erklären was Fußball ist“ so zu wider, dass es mir die Eltern vermutlich schon an der Körpersprache ansehen, dass ich unbedingt auf den Platz zu den Kids möchte anstatt Seelenklemptner/ Familientherapeut auf der Tartanbahn zu spielen.


    Und glaub mir, ich bin selber überrascht, wie gut es funktioniert! Ich habe (bis auf eine Ausnahme, die sich nach 2 Minuten erledigt hatte und auch das ist schon 4 Jahre her) nie, Probleme/Diskussionen mit den Eltern. Es kommt auch so gut wie nie vor, dass mich jemand „nur ne Minute braucht“, bevor ich mit dem Training beginnen kann. Wenn dann nur bei neuen Eltern, die mich und die Abläufe noch nicht kennen. Private Anrufe von Eltern: 0 Stück in 5 Jahren. WhatsApp Nachrichten, in denen nicht nach organisatorischen Dingen gefragt wurde: 0 Stück in 5 Jahren.


    Zu 90% kommuniziere ich mit den Eltern über die WhatsApp Gruppe. Elternabende hab ich noch nie gemacht. Vor/Nach dem ersten Training im Jahr kann es mal sein, dass ich die Eltern dazu hole, um über Abläufe zu informieren.


    Im Winter gabs mal ein Training, zu dem 3 Kinder zu spät kamen. Da hab ich nach dem Training die Eltern als Zugörer (!) dazu gebeten. Botschaft an die Kids: Wer zu spät kommt muss eine Strafrunde laufen, wenn eure Eltern schuld sind, können die die Strafrunde für euch laufen, das müsst ihr dann untereinander klären. Aufwand 1 Minute. Seit dem funktioniert es mit der Pünktlichkeit.


    2. Beispiel: Am Anfang der E Jugend haben bei mir alle Kinder innerhalb von 5 Minuten gelernt, wie man Fußballschuhe richtig bindet. Ich hab den Eltern einfach Kabinenverbot erteilt. Plötzlich konnten es die Kinder (Der Hinweis, dass Ronaldo seine Schuhe IMMER selber bindet und dass man es nur mit gebundenen Schuhen in die Startaufstellung schafft war ggf. auch ganz hilfreich).


    Fazit: Ich bin Kindertrainer, ich bringe ihnen das Fußballspielen bei. Wenn ein Kind ein Problem hat, bin ich IMMER für ihn/sie da. Ich halte diese Aufgabe für extrem wichtig. Um Probleme der Eltern kümmere ich mich nicht!


    Toller Nebeneffekt 1: Sobald die Eltern kapiert haben, dass mir die Kids wichtiger sind, als ihre Pseudo-/Helikopter Probleme, haben auch die Kids keine Probleme mehr und konzentrieren sich auf Fußball.


    Nebeneffekt 2: ich kann, wenn ICH möchte, jederzeit aktiv auf jedes beliebige Elternteil zugehen und mir ein Feedback einholen. Das nutze ich sowohl für den sportl. als auch für den pädagogischen Bereich relativ häufig. Und lerne dadurch extrem viel (mehr, als wenn mir irgendein „Dahergelaufener“, der früher selber mal gekickt/mit seinem eigenen Kind total überfordert ist erklärt, was ich alles falsch mache).