Beiträge von Thomas0815-2

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    ScuBac


    Danke für den Hinweis zur Trainingsphilosophie!


    Deine erste Übung find ich auch klasse. V.a. wenn man Klatschbälle oder Ablagen zur Seite mit einbaut.


    Mit einem dritten/vierten Hütchen kann man sogar noch An- und Mitnahme, Aufdrehen, Spielverlagerung, offene Körperhaltung, Dribblings uvm. trainieren. Auch Varianten mit hohen Bällen und Mini Toren für den Abschluss (=präziser scharfer Pass) habe ich schon gesehen.


    Das ganze dann noch als Wettkampf zwischen zwei Teams. Ich glaub das sind auch meine Lieblingsübungen!


    Auch deine 2te Übung gefällt mir, nachdem ich verstanden hatte, dass es zwei Hütchentore sind und nicht eins, sehr gut. Hab ich selber aber noch nicht ausprobiert. Allerdings stelle ich es mir schwer vor einen Wettkamp daraus zu machen, wenn immer nur zwei Spieler an einer Übung beteiligt sind. Braucht man da nicht eine Betreuungsquote von 1:2. Liese sich ggf. auflösen, wenn sich die Kinder in 2x2 Reihen gegenüber stehen, ähnlich wie bei einem Wettkampf in Übung 1.


    Ich trainier in diesem Jahr unsere Bambinis. Da bin ich froh, wenn sie mit dem Ball am Fuß einigermaßen vorwärts kommen.

    Ab welchem Alter führt ihr die Kinder an die hohe Kunst des Passspiels (inkl. Annahme) heran und wie?

    Und ab wann können Kinder damit anfangen zu lernen zu Entscheiden ob und welcher Pass überhaupt sinnvoll ist?



    Ich merke schon, wir schweifen vom Thema Aufwärmübung ab, vielen Dank für eure Beiträge und eure Begeisterung.


    Als Nächstes würden mich eure liebsten Passübungen interessieren, v.a. die, die den Ideen der Trainingsphilosophie Deutschland nicht widersprechen.


    Oder ist Trainingsphilosophie Deutschland und Passübung für euch schon ein Widerspruch in sich?

    Ich wäre da in einem Punkt vorsichtig, weil ich glaube, dass nicht jedes Kind Verantwortung übernehmen muss.

    Es gibt Kinder, die wollen und können das, welche die können, wollen aber nicht, welche die wollen es aber nicht können und welche die das weder können noch wollen (ist aus meiner Sicht wie beim Fußball spielen an sich). Die alle in den selben Topf zu werfen halte ich nicht für erfolgversprechend.


    Ich versuche das Verantwortungsbewusstsein der einzelnen Kinder über das ganze Jahr hinweg zu fördern. Je nach Ausprägung der o.g. Punkte durch kleinere/größere Aufgaben. Außer die Kinder aus der Kategorie können nicht und wollen nicht (Verantwortung übernehmen), die bekommen keine besonderen Aufgaben, sondern dürfen sich ganz auf Fußball konzentrieren (wenn das ihre Inselbegabung ist).


    PS: Die Kapitänsbinde habe ich in der E Jugend übrigens das ganze Jahr über versteckt, die brauchte ich nicht.


    PPS: „den Kapitän erkennt man nicht an der Binde“ (das gilt übrigens nicht nur im Fußball 😀)

    Wie oben bereits geschrieben, fragt ChatGPT mal nach einer Übung zu einem beistimmten Trainingsziel. Da kommen bessere Vorschläge zurück, als das was sich (seien wir mal ehrlich) der ein oder andere von uns auf der Fahrt zum Training überlegt :-).


    Ich sehe hier Potenzial sehr viel Zeit ein zu sparen, sie dann den Kids auf dem Platz zu Gute kommt. (Ist natürlich nichts für angehende Bundestrainer/Peps Erben in der Bambini Kreisliga, so weit ist die Technik noch nicht ;-))

    Goodie: Wie klappt das bei dir mit den Geschichten in der Übung? Ich finde es grad bei den kleinen immer schwer, dass die sich einigermaßen konzentrieren. Wenn ich dann noch was von Riesen und Schutzzauber erzähle, befürchte ich das totale Chaos.

    (Kinder, die sich selber als Riese/Zauberer (ohne Ball) aufführen oder sich vor Lachen auf den Boden werfen). Wie sind da deine Erfahrungen?

    Oesi81 1.) kenne ich als Sprintübung (ohne Ball) und mit TicTacToe statt 4 gewinnt. Ich werd jetzt mal ne Kombi probieren. TicTacToe (das kennen die Kinder schon) mit Dribbling und Zuspiel zum nächsten so wie von dir beschriebene

    stefan1977 coole Übungen, aber zum Aufwärmen etwas intensiv, grad die 2te, oder?


    Bis zu wievielen Spielern mach deine 2te Übung Sinn? Wegen zu langer Standzeiten.

    Arbeitest du mit Übungen (z. B. Bälle zuspielen) für die Wartenden?

    Ich bin extrem verblüfft über diese Diskussion! Für mich war immer glasklar, dass der/die Trainer die Aufstellung/Einteilung machen. Wenn die Trainer sich, ggf. trotzt Moderation zB d/Jugendleiter, nicht einigen können, was extrem schade und für die künftige Zusammenarbeit auch schwierig wäre, würde ich es so machen „wie bisher“.


    Ich bin selber 2. Abteilungsleiter und Trainer. Das ein AL oder Jugendleiter einem einzelnen Trainerteam die Aufstellung/Einteilung vorgibt ist bei uns undenkbar. Ich würde auch als AL nie auf diese Idee kommen bzw. mir das als Trainer auch nicht gefallen lassen.


    Und das Eltern/Spieler die Aufstellung/Einteilung machen hielt ich bis eben noch für einen Witz. Scheint es aber tatsächlich so zu geben. Natürlich kann der Trainer Spieler/Eltern nach ihrer Meinung fragen, aber entscheiden kann doch nur der Trainer.


    Der Verein kann natürlich Einfluss nehmen, in dem er Leitlinien in einem Jugendkonzept festlegt. Das muss aber dann für den gesamten Jugendbereich gelten und gemeinsam mit den Trainern erarbeitet werden.

    Coole Übungen muss ich mal ausprobieren.


    Aufwärmübung für G/F Jugend:

    Feld abstecken ca 8x8 Meter. Zentral liegen Leibchen. Außerdem sind ca. 3 Trainer/Spieler im Feld (ohne Ball)

    Alle anderen Spieler dribbeln mit Ball um das Feld. Sobald der letzte Spieler 1x ums Feld ist, darf ins Feld gedribbelt werden, um ein Trikot zu stehlen. Spieler im Feld (ohne Ball), jagen die Spieler, die ins Feld dribbeln. Verliert ein Spieler seinen Ball muss er (ohne Ball) die im Feld verbliebenen Leibchen bewachen und alle Leibchen, die er ggf schon gestohlen hat fallen lassen. Der Spieler, der den Ball erobert hat dribbelt aus dem Feld und darf nun versuchen Leibchen zu stehlen.

    Hast du das mit der Hocke schon mal variiert? Plätze tauschen, um die eigene Achse drehen, Sidesteps, Ball jonglieren,…


    Kontaktverbot:

    Also die starten alle drei auf einer Linie, nutzen dann aber den kompletten 8x6 m Raum?

    Das mit in die Hocken gehen klingt spannend. Wieviele Kinder und Bälle hast du da maximal im Einsatz? Mir fehlt zum Aufwärmen etwas die Bewegung oder zirkuliert der Ball so schnell, dass man immer entweder in die Hocke gehen oder Passen/Annehmen muss?


    Kontaktverbot hab ich glaub nicht verstanden. Wenn die alle auf einer Linie stehen, wie sollen es die Äußeren dann schaffen abzuklatschen ohne gefangen zu werden?

    Ich würde hier gerne mehr zu Thema Übungen im Training (und auch zu Taktik im Spiel) diskutieren. Aber in dem entsprechenden Bereich herrscht gähnende Stille. Wer hat noch Lust auf diese/s Thema/Themen?

    Hallo, ich habe das in einem Jahrgang mal praktiziert, E 1/2 nach Leistung aufzuteilen. Die starken aus dem jungen Jahrgang spielten dann in der E1 und haben sich sehr gut entwickelt. Die schwachen aus den älteren Jahrgang spielten E2 und waren dann in der D Jugend richtig schwach.


    Ich verfolge die Philosophie, die zu fördern, die gefördert werden wollen. Und die deren Eltern sie bei mir abstellen nicht. Deshalb würde ich das heute wieder so machen.


    Stark heißt bei mir übrigens auch wenn sich jemand trotz mangelndem Talent stark engagiert. So jemanden hätte ich als älteren Jahrgang nicht in die E2 gesteckt.

    Mit durchhalten meine ich eher, dass einem Fußball an sich so viel Spaß machen sollte, dass man es aushält mal nicht in der Startelf zu stehen oder dass ein Trainer auch seine Schwächen haben kann, ohne sich gleich nach einer Alternative umzusehen.


    Und wie gesagt, der Weg muss sich auch lohnen, wenn das Ziel nicht erreicht wird. Sonst wird man zu 99,9999% enttäuscht

    :)


    Zum Thema Hausaufgaben fällt mir noch was ein.


    Am Vatertag hatten wir kein Training. Da habe ich (per WhatsApp) Sondertraining mit Papa, VOR der auf Vatertagstour gehen darf, angeordnet.


    Und ganz am Anfang habe ich den Kids gesagt, dass es zu Hause einen Ball und einen Raum geben muss, in dem immer Fußball gespielt werden darf. Zu den Eltern habe ich nichts gesagt, aber ich glaube die Kids, die wirklich kicken wollen setzen sich da durch. Zumindest war das bei uns zu Hause so, meine Frau kämpft grad um den letzten Raum im Haus, in dem nicht gekickt werden darf 😀

    Ich sag zu den Kids im Training wenn sie fragen, ob sie Profi werden können immer Ja - wenn du willst. Und dann zähle ich auf, was alles dafür getan werden muss. Bei denen, die dann noch wollen glaube ich fest daran, dass sie es auch schaffen können.


    Als Eltern musst du dir vielleicht dieselbe Frage stellen. Zeit investiert, Geld investieren, mit Enttäuschungen umgehen, Trainer akzeptieren (die können auch im NLZ/beim Profiverein Idioten sein, aber du kommst an denen nicht vorbei), Rückschläge hinnehmen, durchhalten, dein Kind als Jugendlichen in ein Internat abgeben, auf eine bestmögliche Schulbildung verzichten (oft rutschen die Kinder in der Schule ab, wenn sie 3-4x pro Woche trainieren), das Risiko in Kauf nehmen, dass er es nicht schafft oder irgendwann doch keine Lust mehr hat,…


    Wenn ihr dazu bereit seid, wer sollte euch dann aufhalten (wollen).


    Und noch ein Tipp: genießt den Weg und geht ihn nicht nur wegen des Ziels. Mein Sohn stand vor zwei Jahren vor einer ähnlichen Frage. Und wir haben uns auf diesen Weg gemacht mit allen oben genannten Konsequenzen. Wenn er morgen sagt er hat keine Lust mehr, bereue ich keinen Cent und keine Minute, die ich dafür geopfert habe. Weil die letzten zwei Jahre so geil für uns alle waren. Das kann uns keiner mehr nehmen auch wenn er später mal in der Kreisklasse oder gar nicht mehr kickt…

    PS vielleicht mach ich meinen Job auch einfach gut und es gibt nichts zu meckern 😀. Aber das machen andere ja genauso.

    Oder es wird gemeckert, aber ich kriege es nicht mit, aber dann müssten meine Kader ja kleiner werden und nicht größer.


    Deshalb glaube ich, dass es an der geringeren Kommunikation mit den Eltern liegt und dass mir deshalb jede/r abnimmt, dass die Kinder im Mittelpunkt stehen, was offensichtlich alle gut finden.

    Klar kommuniziere ich mit den Eltern, ein Papa hilft mir immer ungefragt, beim Funino Tore aufbauen. Und erst letzte Woche hab ich meine Frau gebeten ihren Chef nach einem Praktikumsplatz für einen unbegleiteten Minderjährigen aus unserer B Jugend zu fragen. Auch springen die Eltern ein, wenn ein Trainer allein wäre und wir nen Spielfeld Betreuer brauchen.


    ABER, dass das Thema Spielzeiten, Trainingsinhalte, Position, Leistung im Vergleich zu den Mitspielern, am Ende des Tages nur vom Trainer entschieden wird scheinen bei mir (anders als bei vielen anderen im Thread) alle zu akzeptieren. Und außer dass ich vor allem bezüglich dieser Themen, aber auch generell sehr wenig direkt mit den Eltern, sonder hauptsächlich über die Kinder bzw. per WhatsApp kommuniziere, scheine ich nichts anders zu machen, als andere. Das wollte ich als Tipp weitergeben.