Beiträge von Thomas0815-2

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    Hallo Janosch,


    Ich überlege gerade, warum man denn mehr Ruhe am Ball haben will, normalerweise will man ja, dass das Spiel schneller wird, wenn die eigene Mannschaft in Ballbesitz ist. Mehr Ruhe will man eigentlich nur, weil dann "bessere" und "sinnvollere" Pässe gespielt werden. Vielleicht lassen sich dazu Provokationsregeln aufstellen.


    ->Ball geht über mehr als 5 Stationen: 1 Punkt (Anzahl der Stationen mit der Zeit steigern)

    ->Pass in den freien Raum (kein Rückpass, Pass kommt beim Mitspieler an und dieser hat im 3m Radius* keinen Gegner): 1 Punkt

    *Trainer entscheidet was 3m sind/ob der Punkt gegeben wird oder nicht

    ->Seitenverlagerung: 1 Punkt (auch hier entscheidet der Trainer, was eine Seitenverlagerung ist)

    ->Fehlpass zum Gegner/ins Aus erzwungen: 1 Punkt (eigentlich Fehlpass -1 Punkt aber Minuspunkte finde ich blöd. Achtung, kann dazu führen, dass der Gegner dafür sorgt, dass eben keine Ruhe am Ball entsteht, deshalb erst einführen, wenn die Jungs/Mädels soweit sind )


    Wichtig: Natürlich genügt es, wenn du am Anfang mit 1-2 zus. Regeln arbeitest. Und um das eigentliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, können Tore ja dann 2-3 Punkte geben.


    Bin gespannt, was du davon hältst.

    PS. Welche Liga spielt ihr und wieviele gibt es in deinem Bundesland darunter/darüber?

    Hallo,


    ich bin 2. Abteilungsleiter in einem Fußballverein und gerade mit dem Thema "Abwanderung der Top-Spieler zu höherklassigen Vereinen bereits ab der E-Jugend" konfrontiert. Anders als viele "alteingesessene" in unserem Verein sehe ich das nicht als Problem/Verrat am Heimatverein, sondern als Chance jungen Fußballern eine bessere Ausbildung zu geben, als wir das als Dorfverein können. (Hat vielleicht auch damit zu tun, dass mein Sohn selbst einer dieser "Verräter" ist und ich deshalb beide Seiten kenne).


    Inspirierend fand ich in dem Zusammenhang auch die Diskussion zu den Fußballschulen, die von Hace 75 vor kurzem hier eingestellt wurde.


    Ich glaube, dass wir die Abwanderungen zu "Top-Vereinen"/Fußballschulen nicht verhindern können. Talentierte Spieler können dort mit gleich guten Spielern zusammenspielen und bekommen ein anspruchsvolleres Training, als wir das als Breitensportverein anbieten können. Was sollen wir da dagegen halten "Aber Papa hat auch schon für Grün-Weiß gespielt" war da als Argument (zumindest gegenüber meinem Sohn) etwas schwach. Und warum sollten wir einem talentierten Kicker diese Möglichkeit überhaupt verwehren, nur weil es andere/man selber nicht geschafft haben?


    Wichtiger finde ich in diesem Zusammenhang Möglichkeiten zu finden, wie wir als "Dorfverein" von diesen Top-Clubs/Fußballschulen profitieren können. Denn erstaunlicherweise bekommen doch nur ganz vereinzelt Spieler aus diesen Top-Clubs/Fußballschulen irgendwann einmal einen Profivertrag! Die meisten Tummeln sich spätestens mit Mitte 20 dann doch wieder in der selben Liga (+/-1 Liga), in der auch unsere Herren-Mannschaft spielt.


    Daher meine Überlegung:

    1. Gibt es einen Weg, die Top-Clubs/Fußballschulen aktiv zu nutzen, um Führungsspieler für unseren Senioren-Bereich ausbilden zu lassen?

    2. Und gibt es eine Möglichkeit, talentierten Spieler, denen ein Wechsel nicht möglich ist (Eltern bzw. dem Kind selbst ist die Fahrerrei zu viel, der Aufwand zu hoch, Schule/Freunde wichtiger), trotzdem von den tollen Trainingsmöglichkeiten, die dort geboten werden, profitieren zu lassen?


    Ich denke da an Kooperationen, die manche dieser "Top-Clubs"/Fußballschulen mit NLZs haben, nur eben eine Stufe darunter. Oder an sowas wie "für jeden abgewanderten Spieler aus der E-/D- Jugend bekommen wir einen aus der C-/B- Jugend zurück, der es dann doch nicht geschafft hat + eine von eurem (Top-) Trainerteam geleitet Trainingseinheit für unsere (Rest-) E-/D-Jugend, die dann auch als Schulung für uns "Breitensport-Trainier" genutzt werden kann." Letztere klingt jetzt etwas ironisch, ist aber, wenn ich mir das Trainingsniveau dort anschaue, durchaus ernst gemeint.


    Leider bin ich mit meinen obigen Überlegungen noch nicht ganz zufrieden und hab auch keine Ahnung, wie man das praktisch angehen könnte. Deshalb hoffe ich auf Erfahrungen und Ideen von euch...

    Hallo,


    ich bin seit diesem Jahr, also seit 3 Monaten, Bambini Trainer, davor F+E-Jugend. Und was soll ich sagen: eine ganz neue Welt, die zumindest in den ersten 2 Monate mit Fußball erschreckend wenig zu tun hatte. Inzwischen sind aber alle organisatorischen Hürden genommen. Kinder und Eltern wissen wie sie sich zu verhalten haben und grob was Fußball ist (kann auch mal weh tun, Spielgerät darf von anderen entwendet werden, Trainer ist nicht nur der Spaß Onkel, es dreht sich nicht alles um dein Kind, dein Kind stirbt nicht, obwohl es sich grad so anhört, die 60 Minuten Training schafft dein Kind auch ohne dich, ja der Jahresbeitrag in unserem Verein beträgt sage und schreibe 60 EUR, also ca. 1 EUR pro Stunde, die dein Kind hier verbringt, nicht jedes Kind muss Fußballspielen, selbst wenn es ein Junge ist und der Vater früher "höher" gespielt hat... solche Sachen halt).


    In den letzten 2 Trainings konnten wir dann tatsächlich einige Übungen machen, die erahnen ließen, dass es sich um Fußball-Training handelt und beim Abschlussspiel spielten alle Kinder auf das richtige Tor. Um diese Fortschritte weiter zu kultivieren, habe ich mir ein paar Übungen notiert, die ich in der Vergangenheit als gut empfunden habe oder die ich demnächst mal ausprobieren will. Meine Sammlung findet ihr im Anhang (Achtung seit kurzem trainieren wir in der Halle, deshalb gibt es Übungen mit Matten, Wänden und Langbänken). Gerne würde ich diese Sammlung um Übungen erweitern, die ihr mit 5+6-Jährigen erfolgreich durchgeführt habt.


    Hierzu noch 2 Hinweise:

    - Ich bin kein Freund von diesen Geschichtenerzähl-Übungen. 1. Finde ich, dass es keine spannendere Geschichte gibt/brauchen sollte, als "komm wir spielen Fußball" und 2. finde ich, dass die Kinder (und auch ich) ausreichend gefordert sind eine Übung zum Laufen zu bringen. Wenn da jetzt noch Feen, Drachen und Feuerwehrmänner auftauchen, fürchte ich eine Überforderung von Kindern und mir!

    - Auf die Übung 2 vs Trainer auf 4 Tore freue ich mich besonders. Ich hab lange überlegt, wie ich schon den ganz kleinen beibringen kann, dass Fußball ein Mannschaftssport ist, bei dem neben tollen Alleingängen auch die Möglichkeit des Passspiels zur Verfügung steht. Das möchte ich mit der Übung fördern, es wird da sicher sehr viele Torerfolge geben, wenn sich ein Spieler früh genug entscheidet seinen Mitspieler einzubinden, wenn es einer der 5/6 Jährigen aber im Alleingang schafft an mir (gute 80kg) vorbei zukommen hat auch dieses Kinde sicher einen Torerfolg verdient ;-). Was haltet ihr von dieser Übung?


    Zum Schluss noch ein Tipp für alle Kollegen und Kolleginnen: 2 Rituale haben sich bei uns besonders bewährt. 1. Zur Begrüßung und zur Verabschiedung wird mit dem Trainer abgeklatscht und zwar so fest wie man kann. Außerdem gibt es nach jedem Training Nüsse und Obst (das die Eltern mitbringen) für alle. Manche Kinder kommen glaub nur wegen diesen zwei Punkten ins Training :-). Und auch die Eltern sind, v.a. von letzterem, sehr begeistert.


    Freue mich auf eure Kommentare, Fragen und Anregungen!

    Hallo liebe Kollegen und Kolleginnen :-),


    vielen dank für die Rückmeldungen. So unterschiedlich sie auch sind, ich finde ihr habt alle recht.

    Natürlich wird niemand die Kindern in der E- Jugend (und hoffentlich auch später nicht) diese Liste von Coaching Punkten auswendig lernen lassen. Trotzdem halte ich es für hilfreich, wenn ein Trainer/Coach sie kennt oder zumindest zur Hand hat.


    Natürlich gibt es die Talentierte, die treten gegen den Ball und schwubb landet der genau da wo er soll, bestens temperiert, aus jeder Situation heraus. Klasse, auf zur nächsten Übung.


    Aber im Dorfverein gibt es durchaus Kinder, denen das beim ersten bis zehnten mal nicht gelingt und der Ball dann immer noch hoppelt, weit am Ziel vorbei geht. Da kann ich jetzt try and error versuchen, beim 1000 Versuch kriegt auch der bewegungslegastenischste Kicker einen ordentlichen Pass zustande, oder ich gebe gezielte Tipps (versuch mal den Fuß weiter nach außen zu drehen, nimm den Schwung eher aus der Hüfte, platziere das Standbein weiter vorne | immer nur einen!) in der Hoffnung, dass dadurch die Anzahl der notwendigen Versuche abnimmt und die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Wiederholung (die ja zur Internalisierung notwendig ist) steigt.


    Aber (und das ist das Ziel meiner Frage) was sind die richtigen/erfolgsversprechenden Tipps?

    vgl. 2.5 Sollte der Schwung hauptsächlich aus dem Hüftgelenk (oder doch aus dem Kniegelenk) kommen oder ist das völlig egal und ich sollte mein Augenmerk als Trainer eher auf "1.3 Fußspitze zeigt dahin, wo der Pass hingehen soll", richten, weil das oft falsch gemacht wird und bei Korrektur wahre wunder wirkt ???


    Bin gespannt auf weitere Ergänzungen/Korrekturen/Hinweis :-).

    Hallo,


    ich bin auf der Suche nach einer umfangreichen/vollständigen Liste der "Coachingpunkte" zum Passspiel (hier Kurzpassspiel, gedrückte Pässe).

    Folgendes habe ich bisher gesammelt:

    1. Standbein

    1.1 auf Höhe der Ballmitte (oder dahinter, so dass die Fußspitze auf gleicher Höhe mit dem hinteren Rand des Balles liegt)

    1.2 gut einem Fußbreit Abstand zum Ball (reicht das aus?)

    1.3 Fußspitze zeigt dahin, wo der Pass hingehen soll (ich hab noch nie was anderes gehört)

    1.4 Knie leicht angewinkelt (oder doch stabil durchgestreckt?)

    1.5 Körpermittelpunkt über dem Ball (zumindest bei kurzen Pässen noch nie was anderes gehört)


    2. Schwungbein

    2.1 Am Oberschenkel nach außen gedreht (90 Grad-Winkel zum Standbein)

    2.2 Fußspitze zeigt nach oben

    2.3 Ferse nah am Boden

    2.4 Bein am Knie leicht angewinkelt

    2.5 Schwung kommt hauptsächlich aus dem Hüftgelenk (oder doch aus dem Kniegelenk oder beides?)

    2.6 Ball wird mittig berührt (oder eher in der oberen Hälfte)

    2.7 Fuß schwingt durch/nach der Ballberührung mindestens auf Kniehöhe weiter (oder nur bei weiten Pässen?)


    3. Sonstiges

    3.1 Blickkontakt und Kommunikation mit dem Passempfänger (aber wann geht der Blick zum Ball?)

    3.2 Anlauf möglichst gerade (?)

    3.3 Oberkörper leicht über den Ball, also nach vorn, gebeugt (oder doch gerade/möglichst aufrecht?)

    3.4 Oberkörper angespannt und Arme knapp unter Brusthöhe zur Seite angehoben (oder doch lässig/entspannt wie manche Profis?)

    3.5 Technik wird mit beiden Füßen beherrscht (ist ja klar :)).


    Wie ihr seht habe ich zu einzelnen Punkte verschiedene, teilweise widersprüchliche Hinweise gefunden.

    Ich hätte einen riesen Spaß daran, die Punkte, zu denen ihr etwas sagen wollt (deshalb die Nummerierung) mit euch zu diskutieren, welche Variante bevorzugt ihr?

    Und hab ich noch wichtige Punkte vergessen?


    PS: Mir ist schon klar, dass all diese Punkte nicht in einem Training vermittelt werden können, aber als E-Jugend-Trainer habe ich ja noch etwas Zeit, bis meine Jungs in der Nationalmannschaft spielen :) .