Beiträge von Thomas0815-2

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    Körperliche Überbelastung ist in dem Alter glaub echt kein Problem.


    Mental muss man eher vorsichtig sein.


    Und wenn man alles haben will. Gute Noten, Zeit mit Freunden, die nicht Fußball spielen, andere Hobbys, dann hat man enormen Terminstress und kann an keiner Stelle zu 100% dabei sein. Auch hier ist dann die Belastung eher mental als körperlich.


    Fachidiot: stimme dir fast zu. Spielformen im Training und Spiel an sich können fast dasselbe sein. Ich dachte jetzt v.a. an das klassische 7x7 , das ist schon anders als Spielformen im Training. Außerdem gibt es ja im Spiel in der Regel keine Provokationsregeln, Überzahlspiele, das Verhältnis Anzahl Kinder/Anzahl Bälle ist tendenziell höher, Coaching geht nur in der Halbzeit oder durch reinschreiben (ob das jemand hört?)… Also es gibt mM schon Unterschiede. Deshalb würde ich nicht NUR Spiele machen.


    Was v.a. bei selbsternannten Leistungsvereinen ein Problem ist, ist der Ergebnisdruck im Spiel (den wirst du auch als breitensportorientierter Verein nie ganz los). Da können 4 Spiele in einer Woche zu einer höheren mentalen Belastung führen, als 2 Training + 2 Spiele.

    Naja, Fußball lernt man am besten durch Fußball, je mehr, umso besser.


    Wenn die Kinder kein Training haben heißt das ja nicht, dass die den ganzen Nachmittag aktive Regeneration betreiben.


    Kinder, die das so machen müssen halt klare Prioritäten setzen, also Fußball vor Geburtstag des besten Freundes, Familienfeier am Wochenende, Nachmittag im Schwimmbad, viel Zeit für Lernen und Hausaufgaben. Dann geht das belastungstechnisch schon. Dafür gehen dann halt andere Sachen nicht.


    Die Frage ist halt, ob die Kinder das wirklich so wollen und die Eltern es in dem Ausmaß erlauben. Wenn ja, sehe ich da kein Problem.


    Ich frag mich nur, wo der Nachbarverein 10 solche Kinder her kriegt. Bei einem normalen Dorf-/Breitensportverein hast du maximal einen pro Jahrgang, der das mitmacht und deshalb zu einem Leistungsverein wechselt.


    Ganz zu schweigen davon wo man Trainer her bekommt, die bereit sind so viel Zeit zu investieren.


    Ein weiterer Aspekt neben der Quantität ist natürlich die Qualität in der Ausbildung. Die sollte sich dann auch auf einem höheren Nivea bewegen, als normal. Sonst wäre es

    Schade um den zus. Aufwand. In dem Zusammenhang wundert es mich etwas, dass der Nachbarverein offensichtlich nur auf zus. Spiele und nicht auf zus. Training setzt.


    Kannst du denn erkennen, dass sich der zus. Aufwand lohnt? Entwickeln sich die Spieler besser als bei „normalen“ Vereinen?

    Ich würde jetzt den Vergleich eines Trainers, der nicht allen Kindern die gleiche Spielzeit gibt mit einem Pädophilen ungern mit Polemik entschuldigen! Außerdem bin ich mir relativ sicher, dass die meisten Jugendtrainer noch nie eine Vereinssatzung gesehen haben und trotzdem einen guten Job machen.


    Bei den Spielformen die du ansprichst frage ich mich, was es für einen Sinn haben sollte eine Spielform zu kreieren, bei der weder Talent noch Engagement eine Rolle spielen. Das klingt für mich als sollten wir Handball künftig Fußball nennen, nur damit die Kinder, die Talent oder Lust auf Handball haben künftig sagen können, dass sie den selben Sport machen, wie Ronaldo und Messi.


    Und förden wir den Breitensport wirklich, indem wir allen, unabhängig von Engagement/Lust und Talent in diesen Sport integrieren. Oder verprellen wir dadurch eher diejenigen, die eine der beiden Voraussetzungen mitbringen.

    Ich komme aus dem ländlichen Raum in Bayern und bin daher, was das Thema Alkohol, auch bei sehr jungen Menschen angeht, einiges gewohnt.


    Dass unsere Gesellschaft da gerne zu Bagatellisierungen neigt werden wir als Fußball Trainer insgesamt nur schwer lösen können.


    Insgesamt finde ich es wichtig, dass man da nicht nur die gesetzliche Keule schwingt, sondern klar macht, dass man das auch als Verein nicht will, selbst wenn es gesetzlich nicht verboten wäre.


    Kinder, Sport und Alkohol passen nun halt mal wirklich nicht gut zusammen.


    Außerdem finde ich, dass wir erwachsenen da ein wirklich schlechtes Vorbild abgeben. Wenn ich da an manche Herren Mannschaft denke oder an Eltern, die sich beschweren, wenn es bei einer Veranstaltung der E-Jugend (Turnier/Saisonabschluss Feier) kein Bier für die Eltern gibt.

    Mich treiben da im wesentlichen zwei Punkte um:


    1. Muss ich mich als Trainer, der viel Zeit und Engagement investiert bei jeder Entscheidung vor irgendwelchen Kontrollinstanzen rechtfertigen (Eltern, Verein, Verband) oder sollten die nicht froh sein, dass es überhaupt jemanden gibt, der das macht.


    2. Müssen wir als Vereine wirklich jede/n gleich behandeln / mit durchschleifen, auch wenn er/sie weder Talent noch Einsatz zeigt? Aus meiner Erfahrung kommen solche Spieler eh nie in der B-Jugend an. Und wenn eines der beiden Kriterien vorhanden ist, wird man in einem Breitensportverein relativ schnell auch zu angemessen Spielzeiten kommen. Mit talentierten ODER engagierten Spielern hat der Trainer nämlich das selbe Problem wie Eltern mit den guten Trainern: Die wachsen (vor allem an Trainings- und Spieltagen) nicht auf den Bäumen.


    Und wenn ein Trainer tatsächlich mal den aus meiner Sicht falschen Weg geht und Talent bei der Vergabe der Spielzeit höher gewichtet, als Einsatz, dann plädiere ich in Anbetracht dessen, was er sonst alles für unsere Kinder leistet für größte Nachsicht, anstelle von Anrufen nach 20 Uhr und permanentem WhatsApp Terror (selber noch nie erlebt, höre das aber von fast jedem Trainerkollegen, der nicht einen strikten „danke für den Hinweis, aber ich bin der Trainer und allein darum treffe ich die Entscheidungen. Wenn du meinst es besser zu wissen kannst du mich gerne unterstützen, Dienstag 17 Uhr ist das nächste Training, wir sind dann immer 30 Minuten früher da.“-Kurs fährt)

    Das tolle an solchen Foren ist ja, dass unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen und ausgetauscht werden können. Das scheint hier der Fall zu sein.


    Ich denke, dass Kinder sehr gerne zeigen, zu welchen Leistungen sie im Stande sind. Dass das Grundschulalter genau das richtige Alter ist, um Erfahrungen mit Sieg und Niederlage zu machen, seine Stärken und Schwächen kennen zu lernen, einen Platz in der Mannschaft zu finden oder sich einen zu erarbeiten. Für all das ist Fußball (auch ohne irgendwelche Regulierungen von außen) doch hervorragend geeignet.


    Und das tolle, im Gegensatz zur Schule, ist ja, dass alle, die in dem Alter noch nicht mit Sieg, Niederlage oder ähnlichem konfrontiert werden wollen, nicht verpflichtet sind, dieses Hobby auszuüben.

    Dieser Beitrag bezieht sich auf den letzten Beitrag von Nermel.


    Du implizierst also, dass dein Ansatz (alle bekommen gleich viel Spielzeit) für die Ausbildung der Kinder besser ist, als der des Trainers, der ja auch ein Interesse hat die Kinder gut auszubilden und darin in seiner Laufbahn/Ausbildung ja schon Erfahrung und Wissen gesammelt hat. Da du dich selbst als „ahnungslos in Bezug auf Kinderfußball“ bezeichnest würde ich da mehr Vertrauen in den Trainer stecken.

    Trainer/Vereine als Dienstleister zu betrachten halte ich bei den mir bekannten Mitgliedsbeiträgen für dreist. Trainer machen ihren Job in aller Regel ehrenamtlich. Dass/wie sie sich dann oft vor Eltern für ihre Arbeit rechtfertigen müssen ist tatsächlich unangebracht, in vielen Fällen die mir bekannt sind sogar eine Frechheit.


    Ich war mit der Trainerleistung bei meinem Sohn auch nicht zufrieden. Seit dem stehe ich selber 10-20 Stunden pro Woche auf dem Platz und versuche es besser zu machen. Wer dazu nicht bereit ist, sollte aus meiner Sicht mit dem zufrieden sein was/wie es der-/diejenige macht, der/die dazu bereit ist.


    Natürlich sind Fragen und Hinweise der Eltern erlaubt, aber bei einem Kader von 10-20 Kindern ist das nochmal ein enormer zusätzlicher (immer noch ehrenamtlicher) Zeitaufwand obendrauf. Und warum sollten es die Eltern besser wissen als der Trainer (siehe Kommentar oben).

    Mal eine provokante These in die Runde:


    Über Aufstellung, Position, Spielzeit usw. entscheidet im Fußball (allein) der Trainer. Es gibt keine Kontrollinstanz (außer was Spielberechtigung und Anzahl der Spieler auf dem Feld angeht).


    Also in dem Bereich von dem wir reden der- oder diejenige, der/die jede Woche mehrer Stunden für die Mannschaft investiert, bei jedem Training/Spiel dabei ist und die Spieler daher am besten kennt, die meiste Erfahrung/Kenntnis in dem Bereich hat und in der Regel auch am besten für die Aufgabe ausgebildet ist („beste/meiste“ in Bezug auf die zur Auswahl stehenden Kandidaten).


    Eltern und andere Außenstehende erfüllen all diese Punkte in der Regel nicht und haben zudem oft eine subjektive Sichtweise. Deshalb ist es angebracht, mit Hinweisen, Fragen und vor allem Kritik äußerste Zurückhaltung zu üben. Die Entscheidungen (vor allem von guten Trainern) lassen sich dadurch sowieso nicht beeinflussen. Dies ist (vor allem bei guten Trainern) jedoch durch Einsatz, Fleiß, Zuverlässigkeit und vorbildliches Verhalten bei Spielen und im Training möglich.


    Ende der provokanten Sichtweise.


    Bin gespannt, was ihr dazu sagt 😀

    Ich bin auch ein strenger Trainer (zumindest behaupten das zahlreiche Außenstehende). Aber ein Kind wegen

    • mangelnder Leistung,
    • im Nachhinein zu Schimpfen und das auch noch in
    • aggressivem/lauten Ton

    geht gar nicht.


    Mangelnde Leistung ist ja kein Grund zu schimpfen. Kann ja niemand was für sein vorhandenes/nicht vorhandenes Talent. Wenn er schimpfen will, dann weil die Kinder Quatsch machen/nicht das machen, was er vorgibt (mit zurücklaufen oder seine Position halten kann man ja auch ohne Talent).


    Außerdem müsste er ja als guter Trainer Situationen erkennen, bevor etwas passiert. Wenn er das kann, kann er die Kinder vorher coachen, anstatt nachher zu schimpfen. Ich selber schau zum Beispiel selten auf den Ball. Das Kind, das am Ball ist, ist eh grad mit was anderem beschäftigt, als damit mir zuzuhören. Wenn er coachen will, dann doch bitte die Kinder, die grad nicht am Ball sind und nicht wissen, was sie tun sollen. Dazu müsste der Trainer das Spiel aber so gut lesen, dass er weiß, was als nächstes passiert. Wenn er das täte, hätte er nur wenig Zeit zu schimpfen. Oft müsste er sich, dann auch selber schimpfen, weil er eine Situation nicht richtig vorhergesehen hat (zumindest bei mir kommt das immer wieder mal vor :-))


    Und wenn dann mal was schief geht (Gegentor/Vergebene Chance/Niederlage). Hilft schimpfen auch nix mehr. Außer es gäbe eine neue Regel, die besagt, dass Gegentore, nach denen der Trainer ordentlich schimpft wieder aberkannt werden. Kinder denen sowas passiert braucht kein Mensch mehr schimpfen, die sind doch gestraft genug und vergießen oft schon ohne dass man sie schimpft Tränen über ein Gegentor/eine Niederlage. Da ist dann eher Trost und Zuspruch angesagt. (Out of Context: Wobei ich das "hör jetzt auf zu heulen, das ist doch nicht schlimm" auch nicht mag. Wegen was soll man denn sonst heulen, wenn nicht wegen Fußball und natürlich ist das schlimm!)


    Letzter Punkt: Aggressiv und laut bringt nichts. Wenn ich ein guter Trainer bin, hab ich meine Emotionen im Griff und beeinflusse damit das Spiel positiv (also gerne emotional, aber so dass es meiner Mannschaft hilft). Natürlich ist ein Fehler, grad wenn er zu einem Gegentor führt oder dadurch eine Chance vergeben wird eine optimale Gelegenheit, um daraus zu lernen. Und wenn alle Zuschauer und Mitspieler dem Kind gesagt haben, dass er den doch machen/decken hätte müssen, dann nutze ich die nächste Spielunterbrechung, um ganz ruhig Tipps zu geben (aber so, dass es nur ich und der Unglücksrabe mitkriegen). Auch dazu müsste der Trainer etwas von dem Sport verstehen. Dass die Chance hätte reingehen müssen oder das Gegentor nie hätte fallen dürfen, weiß jeder Depp, aber wenn man jetzt auch noch weiß wie sich der Spieler richtig verhalten hätte und es schafft das seinem Spieler zu so zu vermitteln, dass er/sie es beim nächsten mal besser macht, dann ist man ein Trainer.


    Ich hab das jetzt mal so ausführlich geschrieben, weil ich glaube, dass der Trainer, von dem wir sprechen ein guter Trainer sein will und sehr ehrgeizig ist. Wenn es gelänge ihm die obigen Punkte nach und nach so zu vermitteln, dass er erkennt, dass er sein Ziel, ein guter Trainer zu sein, dadurch erreicht, könnte man vielleicht etwas bewirken.


    Für deinen Sohn finde ich die Erwägung "durchziehen und sich stellen" gut. Gleich beim ersten Hindernis alles hinzuwerfen, wird für seine Entwicklung, nicht nur als Fußballer, nicht der optimale Weg sein. Wann das Hindernis zu groß wird, kann eigentlich nur er selber entscheiden, wenn er diese Entscheidung trifft, müsst ihr natürlich zur Stelle sein, deshalb ist es gut, dass ihr viel mit ihm über das Thema redet. Wenn er dieses Hindernis aber überwindet, weiß er beim nächsten blöden Trainer/Typen/Lehrer/Chef/Mitschüler, der ihm begegnet, dass er das kann.

    Hallo Lea,


    ich hab in der F-Jugend auch angefangen Positionsspiel zu trainieren. Und war da teilweise etwas krass drauf bzw. wurde von anderen Trainern belehrt, dass das in dem Alter doch gar nix verloren hat und ich die Kids wahlweise "einfach spielen lassen" soll oder "erstmal die Technik trainieren muss". Wenn ich die Kids von damals aber heute in der D-Jugend anschaue meine ich, dass die mehr Plan haben, wo sie stehen müssen, als manche in der C/B/A-Jugend. Dies ist natürlich eine subjektive Wahrnehmung.


    Falls du es trotzdem versuchen willst, hier ein paar Tipps/Erfahrungen:

    • Technik ist in dem Alter tatsächlich viel wichtiger, aber bis zu 20% für Positionsspiel (was ja irgendwann in Taktik mündet) halte ich für erlaubt.
    • Versuche nicht Spaßonkel und Trainer zu sein. Taktik Übungen machen den Kindern in dem Alter wenig Spaß. Du brauchst eine gewisse Autorität, damit die Kinder dir auf dem Weg folgen und deine Einheit nicht torpedieren. Damit ist nicht gemeint, dass du sie vor der Übung erst mal "in den Senkel" stellen musst. Autorität kannst du dir aus meiner Sicht nur im Laufe der Zeit erarbeiten, indem du in jeder Situation zeigst, dass du sie besser machen willst. Diejenigen, die besser werden wollen, folgen dir dann auch dann, wenn es zuerst so aussieht, als würde es keinen Spaß machen. Die wenigen, die nicht besser werden wollen, musst du davon abhalten, dass sie stören, beibringen kann man denen eh nichts.
    • Die Übungen sollen trotzdem Spaß machen/kurzweilig sein. Deshalb lieber in jedem 2ten Training 15 Minuten, als einmal eine komplette Einheit
    • Funino finde ich eine super Voraussetzung. Hier sehen die Kids sehr schnell, wie erfolgreich man sein kann, wenn man seine Seite hält und auch vertikal entsprechend verschiebt. Und wie schnell man sich ein Gegentor einfängt, wenn man seine Seite nicht hält bzw. nicht mit zurückläuft.
    • Anfangen tust du im Funino am besten im 2vs2, das ist am übersichtlichsten, eine/r ist für die linke Seite zuständig, der/die Andere für die Rechte. Dann steigern auf 3vs3 (2 Dreiecke, in der Regel mit der Spitze nach hinten) und dann 4vs4 (Quadrat ist am Anfang einfacher und macht im Funino mehr Sinn, Raute schadet aber auch nicht, gerade als Vorbereitung für das Spiel mit "nur" 2 Toren)
    • Provokationsregeln können das ganze noch intensivieren: Tore nach Querpass zählen doppelt. Gegner kommt frei zum Abschluss ->Tor zählt Doppelt/Kind das auf der Verteidiger-Position hätte sein müssen läuft eine Runde ums Funino Feld, so lange spielt seine Mannschaft in Unterzahl. Nach jedem Tor wechselt die Spielrichtung. Wenn du 8 Mini-Tore hast, kannst du die Spielrichtung auch um 90 Grad drehen, das macht in der F-Jugend zwar nur Guardiola, kann aber ganz witzig sein und die Kinder lernen sich zu konzentrieren. Fürs Kleinfeld gibt es ähnliche Provokationsregeln.
    • Dann hab ich die Kinder tatsächlich in der Startformation Aufstellung beziehen lassen (bei mir im 7vs7 meist ein 231+TW) und sie dann mal ohne Ball, jede/r mit Ball oder mir 1-2 zirkulierenden Bällen auf Kommando vorwärts/rückwärts/links/recht... laufen lassen. Dazwischen immer wieder angehalten und die Abstände kontrolliert (bei dieser Übung musst du schauen, dass dich niemand beobachtet, "Hauptsache alle Kinder haben Spaß"- Fetischisten flippen manchmal aus, wenn sie sehen, wobei man im Fußball alles Spaß haben kann :-)!!!)
    • Bei der C-Lizenz haben wir eine Übung gemacht, bei der zwei Spieler jeder Mannschaft auf Höhe des gegnerischen Strafraums im Aus stehen. Durch einen Pass kann man diese Spieler aktivieren und hat dann Überzahl (ist eigentlich eher eine Übung fürs Flügelspiel, zeigt aber, dass es mehr Räume/Positionen gibt als die Mitte :)
    • Meine Lieblingsübung war und ist der Spielaufbau ->Kinder stehen in der Startformation (231+1TW oder 121+TW). TW spielt einen Verteidiger an und der Ball muss dann möglichst schnell zum Stürmer/zu einem Spieler im Mittelkreis. Erst mal ohne Gegenspieler, dann mit 1-3 Spieler, die den Aufbau stören.
    • Generell halte ich jedes Überzahlspiel für hilfreich, weil das Überzahl-Team schnell merkt, dass sie ihren Vorteil herschenken, wenn sie alle zum Ball rennen und das Spiel dadurch eng machen. Je größer die Überzahl ist, umso deutlicher wird das ganze.
    • Theorie! Ich habe vor JEDEM Spiel in der Kabine nicht nur die Aufstellung besprochen, sondern auch die Position der einzelnen Spieler in verschiedenen Situationen. Das waren für jedes Kind nicht mehr als 4-5 Positionen. (z.B. LV: Aufbau ->Links ganz außen, höhe Strafraumkante. Angriff über Links ->gegnerische Hälfte links so dass du anspielbar bist, wenn der Mittelfeld-Spieler den Angriff abbrechen muss. Angriff über Rechts ->letzter Mann zentral, damit der RV den Angriff unterstützen kann. Angriff des Gegners über deine Seite ->dürfte klar sein. Angriff des Gegners über die andere Seite ->du rückst zur Mitte, weißt was hinter dir passiert und glaubst ganz fest daran, dass niemand an unserem RV vorbei kommt!). Wenn ich es mir recht überlege, war das dann schon eher in der E-Jugend. Wichtig ist dass du das nicht alles an einem Stück runterbetest, sondern immer wieder stückweise machst und am besten direkt vor dem Spiel, da sind die Kids am konzentriertesten. Am Ende der E-Jugend musste ich nichts mehr sagen, sondern konnte ein beliebiges Kind fragen wo wer in welcher Situation stehen muss. Die konnten das dann, nicht weil sie es auswendig wussten, sondern weil sie wussten warum, das war für die am Ende logisch (Natürlich haben sie es im Spiel dann oft vergessen, aber wie gesagt, noch heute meine ich, dass meine Jungs und Mädels das im Vergleich zu anderen ziemlich gut drauf haben)
    • Im Spiel habe ich meine Mannschaft dann damit gequält, dass ich dem Torwart keine langen Bälle erlaubt habe (keinen einzigen im ganzen Spiel!), das hat zu vielen Gegentoren und auch zu einigen Niederlagen geführt, weil Spielaufbau eben nur klappt, wenn jede/r seine Position hält. Mit jedem, der so von mir verursachten Gegentore habe ich mir aber stundenlanges Erklären und Trainieren erspart, denn nichts ist für einen 8-10 Jährigen lehrreicher, als der bittere Geschmack einer drohenden Niederlage!

    Bin gespannt, ob du mit den Tipps was Anfangen kannst und freue mich über ein Feedback :)

    Hallo Janosch, ein Übungsbeispiel habe ich nicht. Es ist eine Provokationsregel für ein X vs X. Wer den Spieler im freien Raum findet (dazu muss er wahrscheinlich den Kopf heben) und anspielt, bekommt eine Belohnung. Leider ist es etwas schwer genau zu definieren wann ein Spieler "im freien Raum" steht und wann nicht. Da ist dann deine Autorität als Trainer gefragt, wenn du rein rufst "geiler Pass in den freien Raum, Punkt für Team Rot"

    Ich hab's mit nem eigenen Thread probiert, aber da antwortet niemand, drum probiere ich es mal hier :-):


    Die Verlockungen einer Fußballschule sind für mich erstmal nachvollziehbar. Schließlich macht Fußball noch mehr Spaß wenn man gewinnt. Aber was können wir Dorfvereine den (talentierten ->zu schwach fürs NLZ, aber besser als der Durchschnitt) Kids bieten, damit sie sich auch bei uns wohlfühlen. Das alte Trikot in den Vereinsfarben vom Papa, das noch irgendwo im Schrank hängt wirds wohl eher nicht sein.


    Ich stoße bei uns im Verein gerade eine Diskussion zum Thema Fördertraining (ggf. mit Unterstützung einer Fußballschule) an. Was haltet ihr von sowas?

    Bei uns war der Rucksack weg, nachdem wir die Bestätigung vom Profi hatten, dass es ihn gar nicht gibt.

    Davor war er auch nicht schwer, aber unnötiger Ballast im Hinterkopf.

    Wenn ihr ihn aktuell gar nicht spürt, würde ich auch gar nichts tun.

    Hallo Angela, vielleicht kann ich helfen, weil es meinem Sohn mit 10 ähnlich ging. Er spielte damals auch das erste Jahr in einem Leistungskader (jetzt spielt er mit 11 in der BOL) und gleichzeitig der Wechsel aufs Gymnasium (nicht hochbegabt, aber lauter Einser ohne viel zu tun). Die Lehrer meinten damals, das mit dem Kind was nicht stimmt (Sozialverhalten). Also ab zur Schul-Sozialarbeiterin die verweist an eine Diplom Psychologin, weil sie nichts feststellen konnte. Von dort weiter zu einem Spezialisten, weil sie auch nichts auffälliges feststellen konnte . Dann zwei halbe Tage beim Spezialisten (da wurde dann auch viel über Fußball geredet) mit folgenden Ergebnis: Der Junge hat ein ganz normales Sozialverhalten, kann halt bisschen besser Fußballspielen und muss weniger für die Schule tun, als Andere. Dadurch ist er für sein Alter schon sehr selbstbewusst. Damit können dann manche Leute nur schwer umgehen. So lange er selber aber kein Problem hat, muss nichts getan werden.


    Fazit: Eine Untersuchung durch einen Profi schadet nichts. Danach hast du auf jeden Fall Gewissheit. Und wenn dein Sohn Hilfe braucht, weiß der Profi auch am besten, was zu tun ist (zB Mentalcoach ja oder nein). Kontakt zu einem Psychologen kann sicher der Schulpsychologe herstellen. Oder habt von den Untersuchungen zu Hochbegabtie selber schon einen kompetenten Ansprechpartner, dem ihr vertraut.