Beiträge von Thomas0815-2

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    BambiniFuzi tolle Übung, die muss ich auch mal ausprobieren. V.a. das die Kinder selber einschätzen müssen, wann sie Tempo erhöhen (um erster zu sein) reduzieren (um den Ball im Ring platzieren zu können) müssen gefällt mir.


    Rondo zu lernen hab ich immer mit mir in der Mitte begonnen. Da kann ich dann selber die Höje des Drucks bestimmen und sogar spielerindividuell anpassen. Wenn das gut funktioniert, können auch Spieler in die Mitte.

    Hallo Vereinsbuddy89,


    du meinst Bündeln von Diskussionen zu Übungen in einem Thread, so wie hier?

    Passspiel und Aufwärmen hatten wir ja schon mal bisschen diskutiert. Dribbling und Finten sind wir grad dabei.

    Spielformen und Defensivverhalten können wir gerne als nächstes thematisieren.


    Ich fang mal mit Defensiv verhalten an:

    Das ist bei den kleinen ein etwas schwieriges Thema, weil die ja so oft wie möglich den Ball haben sollen (jedes Kind einen Ball). Nach meiner Definition, ist man aber nur in der Defensive, wenn man den Ball eben nicht hat. Deshalb trainiere ich das bei den ganz kleinen (G-Jugend) noch nicht explizit, höchstens mal ein 1vs1/2 (in Ballbesitz) vs1 wobei ich aber bei letzterem nur die Offensivleute coache.

    Was ich aber (schon ab der G-Jugend) relativ früh mache, ist zu versuchen die Kids an Härte und Körperlichkeit zu gewöhnen. Quasi nach dem Motto "ja im Fußball wird man manchmal geschupst und man fällt auch mal hin und das kann dann auch kurz weh tun, das ist aber kein Grund das Spiel/Training zu unterbrechen und auf die Intensivstation zu fahren/zu Mami zu rennen". Das mag zunächst mal hart, klingen, ich glaube aber, dass Kinder, die zum Fußball wollen genau so etwas suchen, wo man auch mal etwas grober sein darf.


    In der F-Jugend versuche ich dann zu zeigen, dass verteidigen nicht nur heißt den Ball zu erobern, sondern dass es schon reicht, den gegnerischen Angriff zu verlangsamen, sich in den Weg zu stellen und einfach ruhig zu bleiben ("lass den Gegenspieler tanzen, lass ihn aber nicht vorbei und wenn dann nie mit Ball"). Wenn man das mit der Philosophie verknüpft, dass im Nicht-Ballbesitz alle Spieler Verteidiger sind (gehört ja auch zum Defensivverhalten), schafft man oft Überzahlsituationen, die die Balleroberung relativ einfach machen.


    In der E-Jugend kommt dann der "Trick" dazu möglichst viel (Ober-)Körper zwischen Ball und Gegner zu bringen (und nicht nur einen Fuß) und das Zustellen der Passwege und die Besetzung der Rückräume/ballfernen Seite dazu. Das geht dann schon fast ein bisschen in Richtung verschieben, aber eher als individualtaktisches Mittel, denn als Gruppen-/Mannschaftstaktik. Surferstellung ist auch etwas, dass manche E-Jugendlichen sich schon gut merken können.


    Das sind aber alles eher Tipps und Hinweise, die ich den Kids oft unmittelbar vor einem Spiel gebe. Im Training trainieren tu ich das nur in XvsX Situationen (ab der F-Jgd. auch mit Coaching zum Defensivverhalten) . Aber vielleicht hat ja jemand von euch andere gute Übungen zum Defensivverhalten bis zur E-Jugend.


    Und natürlich interessieren mich auch eure Übungen zum Pressing/Gegenpressing, Anlaufen/Nutzung des Deckungsschattens, Verhalten nach Ballverlust, Verschieben, Raumbesetzung/Positionsspiel in der Defensive, Strafraumbesetzung, Defensivverhalten bei Standards,... Aber das ist wahrscheinlich frühestens ab der D-Jugend ein Thema

    Ich frag mich grad, ob das Thema auch so brisant ist, wenn ich den Blick weg vom Ergebnis (das wird bei Älteren gg. Jüngere immer eher unfair sein) und hin zur Entwicklung der Kinder lenke. Für die fußballerische Entwicklung ist ein Turnier in dem gleichaltrige, jüngere und ältere Kinder spielen (idealerweise in gaußscher Normalverteilung) aus meiner Sicht gar nicht so verkehrt. Ich bin mir sogar sicher, dass meine Kids in einem Spiel gegen Ältere mehr lernen, als wenn dieses Spiel abgesagt wird.


    Und Kinder, die Fußball spielen wollen von einem Turnier ausschließen, nur weil der Trainer was verbockt hat, geht aus meiner Sicht gar nicht. Wenn irgendein Kind Fußball spielen will, werde ich als Kinder-Fußballtrainer IMMER versuchen das zu ermöglichen und mich nicht von irgendwelchen Formalitäten wie Alter, Gewicht, Platz, Wetter, blöder Trainer/Eltern, ... davon abbringen lassen.


    Aber es gibt wohl auch in dieser Sache unterschiedliche Sichtweisen und Prioritäten

    Das war’s wohl mit den Passübungen, vielen Dank.


    Wenden wir uns mal dem Dribbeln und Fintieren zu.

    Mit welchen Übungen bringt ihr das den Kleinen ab der G Jugend bei?

    Auf was ist bei Älteren zu achten?

    Und was sollten die Jungs und Mädels bis zum Schritt in den Erwachsenen Bereich drauf haben?

    Der Gang zum Psychologen bedeutet nicht gleich Therapie. Ggf. stellt der Psychologe fest, dass gar kein psychologisches Problem vorliegt (= Zahnarzt „ne, da muss man nicht bohren, das geht so) oder er hat nen Tipp, der aber keine Therapie erfordert (=Zahnarzt „du hast sehr empfindliche Zähne achte darauf nichts zu kaltes zu essen/zu trinken) oder es besteht wirklich ein psychisches Problem. Dann ist es gut, dass sich jetzt ein Profi drum kümmert (anstatt selber den Bohrer anzusetzen)

    Fürchte einige haben den ursprünglichen Beitrag des Fragestellers nicht ganz gelesen.

    Es geht hier nicht um ein Kind, das ein Leistungstief hat, aus meiner Sicht geht es auch nicht um Fußball. Deshalb finde ich die Frage durchaus berechtigt, ob ein Fußball Trainer Forum hier die richtigen Antworten geben kann.

    Einfach Textpassage markieren, dann kommt ein Kontextmenü und Zitat einfügen...

    Etwa so? Danke für den Tipp :-.


    Aber wenn ich mir den Ursprungspost durchlese, würde ich eher den Papa denn den Sohn bei einer Beratungsstelle sehen. Das gesamte Familiengefüge leidet doch...

    Ich sehe das genauso. Aber halte es für besser, wenn da ein Profi ein Auge drauf wirft, dem wird er hoffentlich auch eher glauben, als meiner Ferndiagnose.

    Goodie


    Bin leider immer noch zu doof um ordentlich zu zitieren ???


    Finde schon, dass die Diagnose hilfreich wäre. Dann müsste @HertaBSC1892 sich keine Sorgen um seinen Sohn machen, sondern nur an sich selber arbeiten. Kann er ja machen, wenn er will (wir konnten damals nicht an der Lehrerin arbeiten).


    Und klar sind hier erfahrene Elterntrainer unterwegs, aber ich hab das ganze als so dramatisch wahrgenommen (vgl. meine Zitat oben), dass mir Ferndiagnosen von Amateuren (die wir ja nun mal fast alle sind) nicht genügen würden. Außerdem erkenne ich keinen Nachteil, wenn mein Rat umgesetzt wird und das dann trotzdem nicht weiterhilft.

    let1612 alles kalr, vielen Dank.


    Ich hab neulich wieder eine Übung gesehen, die mir sehr gut gefällt.

    ->Viereck mit Hütchen aufbauen. An drei Hütchen kommt ein Spieler, ein Spieler links neben dem freien Hütchen bekommt den Ball.

    Spieler mit Ball passt (im Uhrzeigersinn) zum nächsten besetzen Hütchen und läuft im Gegenuhrzeigersinn zum freien Hütchen usw.

    Einfachere Variante: mehr Spieler und Hütchen.

    Hallo HerthaBSC1892, ich nehme deine Schilderungen als sehr dramatisch wahr. v.a. die Sätze " Jedes mal wenn wir dieses Thema auch nur ansatzweise ansprechen weint er" oder "...weinte er wieder ewig in seinem Zimmer." finde ich schon extrem.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ein Online-Trainerforum die richtige Adresse für so was ist?

    Wir waren mit unserem Sohn auch schon mal bei einer Kinderpsychologin, die uns die Vertrauenslehrerin empfohlen hat. Die Diagnose "es liegt wohl eher and er Lehrerin", hat uns erstmal sehr beruhigt, aber auch sehr geholfen, mit dem Thema umzugehen.

    Leg0_o, du hast alles richtig gemacht. Gratulation dazu, dass du dich so für deine Kids einsetzt!


    Das was besagter Papa da abzieht und vorbringt (Passübungen in der G Jugend, mein Sohn muss zu den Besten, Aufstellung machen die Eltern,…) ist total Banane (aber leider nicht unüblich). Den wirst du auch so schnell nicht los. Zumindest bis der Sohn dann in ein NLZ wechselt ;)


    Ich hab so nen Papa mal kuriert, indem ich ihm aufgrund seiner fußballerischen Erfahrung einen Platz im Trainerteam angeboten habe. So mit bei jedem Training 30 Minuten vorher da sein und allem drum und dran, anstatt hilfreicher Kommentare von der Tribüne. Hab den Typ danach nie mehr gesehen.


    Kann natürlich auch schief gehen und er sagt zu. Aber auch das könnte lehrreich sein, wenn er mal die erste Passübung aufgebaut hat und sich alle Kids (inkl. seinem Sohn) fluchtartig in dein Funino Feld retten :-).


    PS: Der humorige Tonfall ist Absicht. So ist das ist das Ganze leichter zu ertragen.

    ScuBac


    Danke für den Hinweis zur Trainingsphilosophie!


    Deine erste Übung find ich auch klasse. V.a. wenn man Klatschbälle oder Ablagen zur Seite mit einbaut.


    Mit einem dritten/vierten Hütchen kann man sogar noch An- und Mitnahme, Aufdrehen, Spielverlagerung, offene Körperhaltung, Dribblings uvm. trainieren. Auch Varianten mit hohen Bällen und Mini Toren für den Abschluss (=präziser scharfer Pass) habe ich schon gesehen.


    Das ganze dann noch als Wettkampf zwischen zwei Teams. Ich glaub das sind auch meine Lieblingsübungen!


    Auch deine 2te Übung gefällt mir, nachdem ich verstanden hatte, dass es zwei Hütchentore sind und nicht eins, sehr gut. Hab ich selber aber noch nicht ausprobiert. Allerdings stelle ich es mir schwer vor einen Wettkamp daraus zu machen, wenn immer nur zwei Spieler an einer Übung beteiligt sind. Braucht man da nicht eine Betreuungsquote von 1:2. Liese sich ggf. auflösen, wenn sich die Kinder in 2x2 Reihen gegenüber stehen, ähnlich wie bei einem Wettkampf in Übung 1.


    Ich trainier in diesem Jahr unsere Bambinis. Da bin ich froh, wenn sie mit dem Ball am Fuß einigermaßen vorwärts kommen.

    Ab welchem Alter führt ihr die Kinder an die hohe Kunst des Passspiels (inkl. Annahme) heran und wie?

    Und ab wann können Kinder damit anfangen zu lernen zu Entscheiden ob und welcher Pass überhaupt sinnvoll ist?



    Ich merke schon, wir schweifen vom Thema Aufwärmübung ab, vielen Dank für eure Beiträge und eure Begeisterung.


    Als Nächstes würden mich eure liebsten Passübungen interessieren, v.a. die, die den Ideen der Trainingsphilosophie Deutschland nicht widersprechen.


    Oder ist Trainingsphilosophie Deutschland und Passübung für euch schon ein Widerspruch in sich?

    Ich wäre da in einem Punkt vorsichtig, weil ich glaube, dass nicht jedes Kind Verantwortung übernehmen muss.

    Es gibt Kinder, die wollen und können das, welche die können, wollen aber nicht, welche die wollen es aber nicht können und welche die das weder können noch wollen (ist aus meiner Sicht wie beim Fußball spielen an sich). Die alle in den selben Topf zu werfen halte ich nicht für erfolgversprechend.


    Ich versuche das Verantwortungsbewusstsein der einzelnen Kinder über das ganze Jahr hinweg zu fördern. Je nach Ausprägung der o.g. Punkte durch kleinere/größere Aufgaben. Außer die Kinder aus der Kategorie können nicht und wollen nicht (Verantwortung übernehmen), die bekommen keine besonderen Aufgaben, sondern dürfen sich ganz auf Fußball konzentrieren (wenn das ihre Inselbegabung ist).


    PS: Die Kapitänsbinde habe ich in der E Jugend übrigens das ganze Jahr über versteckt, die brauchte ich nicht.


    PPS: „den Kapitän erkennt man nicht an der Binde“ (das gilt übrigens nicht nur im Fußball 😀)

    Wie oben bereits geschrieben, fragt ChatGPT mal nach einer Übung zu einem beistimmten Trainingsziel. Da kommen bessere Vorschläge zurück, als das was sich (seien wir mal ehrlich) der ein oder andere von uns auf der Fahrt zum Training überlegt :-).


    Ich sehe hier Potenzial sehr viel Zeit ein zu sparen, sie dann den Kids auf dem Platz zu Gute kommt. (Ist natürlich nichts für angehende Bundestrainer/Peps Erben in der Bambini Kreisliga, so weit ist die Technik noch nicht ;-))