Beiträge von ruffy85

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    Verstehe aber auch jeden der seinen Aufwand monetär vergütet haben möchte.

    Ich verstehe vor allem die Trainer, die aus dem Trainerdasein kein heftiges Minusgeschäft mehr machen möchten.

    Wie sehr ist es denn ein Minusgeschäft in deinem Fall?


    In meiner Mannschaften gab es vor Gründung einer Elternkasse mal 15 € für 6 Leibchen in einer zusätzlichen Farbe, 35 € für eine Turnieranmeldung und 20 € für Essen & Getränke der Kinder.


    Alles noch gedeckt von der monatlichen Ehrenamtspauschale.


    Wie genau funktioniert das mit der Übungsleiterpauschale und dem Spenden? Ich habe verstanden, dass ich den Höchstbetrag vom Verein überwiesen bekomme und sofort wieder Spende und dafür eine Spendenquittung bekomme.


    Wäre das nicht eine Art Betrug oder zumindest im Graubereich der Legalität? Welche Vorteile hat der Verein? In den Büchern würde ja stehen, dass Betrag x an mich ausbezahlt wurde und kurz darauf Betrag x von mir als Spende eingezahlt wurde. Klingt irgendwie nach Geldwäsche.


    Hier eine Quelle, die diese Methode als Steuerbetrug erklärt: Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale: Was sie nie tun sollten.

    goalornorgoal

    80 € / Jahr wäre schon rund das vierfache, was derzeit der Spartenbeitrag beträgt. Die Grundgebühr an sich macht aktuell den Großteil des Beitrags aus und wird überwiegend für die Verwaltung genutzt und der Rest über alle Sparten verteilt.


    Ich stimme dir zu, dass andere Dinge einfach so bezahlt werden und beim Sportverein die Leute weniger "knauserig" sein sollten. Eine Vervielfachung der Beiträge würden sicher viele nicht mittragen und die finanziell schwächeren Familien könnten unter Druck gesetzt werden, beim Amt "zu betteln". So schätze ich zumindest das Empfinden ein, wenn die berechtigte Hilfeleistung in Anspruch genommen wird.


    Die Arbeitszeit, die für die Vereinsarbeit verloren geht, können sich immer mehr Menschen nicht leisten. 4 bis 6 Stunden am Nachmittag bzw. frühen Abend wollen entweder zu anderer Zeit nachgeholt oder finanziell ausgeglichen werden. Sofern die Arbeit es denn überhaupt zulässt, dass man sich die Zeit flexibel einteilt.


    Weder die Ehrenamts- noch die Übungsleiterpauschale decken diese "Lohndifferenz". Auszahlen und Spenden ist hier sicher im Graubereich, aber bestimmt ein Anreiz für die Übernahme von Aufgaben im Verein.


    Neben den Lohnkosten wollen auch Materialkosten gedeckt werden. In meinem Verein wird die Anschaffung von Minitoren schon eine Herausforderung bei dem Gesamtbudget. Auch diese Kosten werden von den eingenommenen Mitgliedsbeiträgen bezahlt.


    Daher verstehe ich auch zunehmend, wieso Fußballschulen ohne Spielbetrieb mit höheren monatlichen Beiträgen sich sowohl bei Trainer*innen als auch bei Familien zunehmender Beliebtheit erfreuen. Gut ausgebildetes Personal, das stundenweise entlohnt wird, ausreichend Material in gutem Zustanden und dennoch kleine Übungsgruppen.

    Persönlich bin ich ohne Aufwandsentschädigung zufrieden, weil ich den Kindern Freude am Fußballspiel geben kann und sie in ihrer Entwicklung als Sportler und Mensch unterstützen darf. Ich gebe meine Ehrenamtspauschale für die Kinder meiner Mannschaft aus.


    Üblich scheint hier bei vielen Vereinen die monatliche Ehrenamtspauschale zu sein. Jedoch sind auch Minijobs bereits ab der U6 möglich, mir selbst begegneten schon von 100 € bis 200 € für U6 bis U9 als Angebot.


    Wenn jemand seinen Hauptberuf reduziert um mehr Zeit für die Vereinstätigkeit zu haben, sollte er/sie auch entsprechend "entlohnt" werden.


    Rechne ich grob über den Daumen mal hoch, so käme ich in meinem Verein bei 31 Jugendmannschaften mit durchschnittlich 2 Trainer*innen auf min. 6.200 € / Monat, die durch Mitgliedsbeiträge gedeckt werden müssten.


    Der Mitgliedsbeitrag müsste sich nur für die Entlohnung bereits um den Faktor 10 erhöhen. Wenn das nicht auch "gut betuchte" Familien abschrecken würde, würde ich mich schwer wundern.

    Bis zur D-Jugend gibt es die abgestuften Mannschaftsgrößen, die der kognitiven Entwicklung der Kinder Rechnung tragen. Danach kommt von Fußball-8 direkt der Sprung zu Fußball-11.


    Ab der F-Jugend darf man auf Spielfestivals die Spielform variieren, zumindest hier in Hamburg. Ab der U9 macht ein Wechsel zwischen Minitoren und verkleinerte Jugendtore doch Sinn und bringt den Kindern Abwechslung.


    Das Siegenwollen und Durchbeißen wird nicht abgeschafft. Es wird durch manche Festivalformen eher verbessert, weil mehrere Siege und Niederlagen an einem Spieltag möglich sind und es im letzten Spiel auf dem höchsten Spielfeld eben nur einen Sieger geben kann.


    Ich frage mich jedoch, wem ist das Ergebnis und letztlich die Anzahl Siege und Niederlagen wichtig? Den Kindern oder den Erwachsenen, die ihre Gewohnheiten / Altlasten mit sich herumtragen?!

    Gerade erhielt ich die aktualisierten Durchführungsbestimmungen des Hamburger Fußball Verbandes (HFV) für die Saison 2022/23.


    Darin steht, dass verpflichtend die neuen Spielformen von der U6 (Fußball-2) bis zur U13 (Fußball-8) gespielt werden müssen. Bis zur U7 gibt es zudem die Pflicht Spielfestivals mit mindestens vier korrekt aufgebauten Kleinfeldern durchzuführen. Vereine, die sich nicht daran halten wollen, werden per Gebühren- und Strafordnung zur Kasse gebeten.


    Ich freue mich, dass es nun keine Ausflüchte von den rückständigen Vereinen und deren verantwortliche Personen mehr gibt. Es stimmt mich aber auch etwas nachdenklich, dass scheinbar nur unter Androhung von Geldstrafen klappt.

    fl_ix21

    wie empfanden deine Kinder denn die Spiele, die sie bestritten haben? Es soll ja nicht uns als Trainer Erfolge bringen, sondern den Kinder Freude am Spiel. Im Buch von TSG Hoffenheim heißt es passenderweise "Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler".


    Du könntest in deinen Trainings in Kleingruppen Spiele einbauen, die das miteinander fördern, bspw. "Dribbelkrake" oder "Zauberball". Auf der anderen Seite könnte ein bildliches Coaching helfen. Stell dir vor, der Ball ist die Beute und deine Kinder sind Raubtiere. Wenn du nun "Hans, jagen!" rufst, soll dieses Kind den Ball erobern. Auch hiermit lassen sich viele Spielformen im 1 gegen 1 bis 3 gegen 3 gestalten.


    "Dribbelkrake" hatte ich schon einmal hier in dem Faden erläutert.


    "Zauberball" lasse ich im 3 gegen 3 bis max. 5 gegen 5 spielen mit 2 Stoffbällen vom Schweden. Der Ball versteinert die Kinder. Zum Einsteinern muss ein anderes Kind der gleichen Mannschaft durch die Beine krabbeln (oder was anderes machen). Der Ball kann geworfen oder aus der Hand geschossen werden. Dieses Spiel fördert die Kommunikation untereinander und führt durch das Werfen zu einem "Kopf hoch" und somit dem Erkennen der Mitspieler.

    Wir sollen zwar vom Verband aus schon die neue Spielform umsetzen, die Vereine durften aber diese Saison noch normale Spieltreffs im 7 gegen 7 veranstalten was auch leider fast alle gemacht haben.

    Manche sind da etwas zurückhaltend und konservativ, was Neuerungen angeht. Sobald die Vernünftigen aber merken, dass durch die neuen Spielformen mehr Kinder bessere Fußballer werden und die Attraktivität steigt, weil die einzelnen Kinder viel öfter den Ball haben, dann wird sich das ändern.

    Ich werde bei solchen rückständigen Spielfestivals nicht antreten. So hart es auch für die Kinder ist.


    Neue Spielform mit drei oder vier Subteams (U6 - U9) oder "Tschüss". Wer sich schweigend fügt, der unterstützt die Rückständigen.

    Moin, ist im Hamburger FV auch so. Die Saisoneröffnung der G-E Jugend fällt mitten in die Ferien.

    Wir starten ab dem Sommer als junge D, erstes Pokalspiel dann zwei Wochen nach Ferienende.

    Moin auch aus Hamburg. Gibt's eine neue Version des Rahmenterminkalenders?


    26.8. bis 28.8. ist nach der ersten Schulwoche. An diesem Wochenende ist Spieltag 1 für G bis E angesetzt.


    Trainingsstart werde ich auch in die Ferien legen müssen und am Wochenende vor Schulbeginn dann die Saisoneröffnung mit einem Spielfestival, damit ich einen Eindruck von den bisherigen und neuen Kindern bekomme.


    Schön ist anders und ich weiß schon jetzt, dass der Beginn in den Ferien ein Thema auf dem Elternabend sein wird.

    Blicke ich auf meine G (U6), die anderen G (U7) und die junge F (U8), so hängt die Motivation und Identifikation sehr stark mit den Trainern und den Freundeskreisen zusammen.


    In unserem Einzugsbereich sind zwei Grundschulen, die jährlich zusammen ca. 300 Kinder einschulen sowie eine mittlere zweistellige Anzahl an Kitas. Es gibt rund 10 Vereine in direkter Nähe, die die Kinder begeistern wollen.


    Mit aktuell 4x G und 3x F gehören wir zu den "mittleren" Vereinen. Meist starten die U6/ U7 Jahrgänge mit 15 Kindern und wachsen im Laufe einer Saison auf 40 bis 50 Kinder an. Bis zur E sind's dann genug Kinder für 5 bis 6 Mannschaften.


    Transparente und ehrliche Kommunikation mit den Eltern und eine kindgerechte Ansprache an die Kinder wirken sich positiv aus. Abwechslungsreiche Bewegungsspiele ohne Leistungsdruck, ein klarea Bekenntnis zu den neuen Spielformen und Veranstaltungen neben dem Platz Sorgen für eine erfolgreiche Mundpropaganda durch die Eltern und Kinder.


    Die U6 ist bereits vor den Ferien von 18 auf 27 Kinder angewachsen. Ein wenig Bange ist mir schon vor der Einschulung. Die aktuelle U7 hat 33 Kinder zum Ende der Saison.


    Für die neue U7, aktuell U6, werden wir Flyer an den Grundschulen auslegen und auch zur Saisoneröffnung zum Ferienende einladen. Ich plane mit 40 Kindern und somit 3 Mannschaften, die jedoch gemeinsam als ein Jahrgang trainieren.


    Mehr Werbung überlasse ich den Eltern. Als Verein werben wir mehr für die Leistungsmannschaften ab der B-Jugend und für die Herren.


    Fun Fact:

    Wir haben 8x so viele Jugendmannschaften wie Herrenmannschaften.

    Hier in Hamburg gibt's von August bis Oktober 6 Spieltage im Wochen-Rhytmus für die G-Jugend. Diese sollen Spielfestivals sein. Spielfrei sind die Schulferien in Hamburg & SH. Spielberechtigt sind nur Kinder mit "digitalem Spielerpass".


    Für mich klingt das "ernst". 😁 Dennoch wäre mir der Zwang zu viel des Guten. Die ersten 15 Kinder, die von ihren Eltern angemeldet werden, sind dabei.


    ich bin sehr gespannt, wie die "neuen Spielformen" hier in Hamburg umgesetzt werden und ob und wie zusätzliche Spielfestivals - als Turniere - veranstaltet werden können.


    Wie groß sind eure Mannschaften für das 3 gegen 3? Ich nehme 12 bis 15 Kinder mit und habe aktuell 26 Kinder in der Mannschaft.

    AK283

    Willkommen bei den Kleinsten. Ich darf einer 2016er Gruppe und aktuell noch 2017er & 2018er Minikicker betreuen.


    Die Minikicker absolvieren ausschließlich eine Ball- und Bewegungsschule mit unterschiedlichen Spielformen. Jede Woche gibt's ein neues, kindliches Thema als Rahmen. Dadurch sind sie bei mir aufmerksamer und entwicklen teilweise schon eigene Lösungen für Aufgaben.


    Ein Beispiel:

    Autofahren mit Ball als Lenkrad in der Hand. Bei "Stau" bleiben sie stehen, bei "Unfall" werfen sie den Ball in die Luft und fangen ihn weiter". "Autobahn" bedeutet schnelles Laufen, "Spielstraße" langsames Gehen.


    Die Kleinen freuen sich immer, wenn sie auch mal Kommandos geben und ich als Trainer mitspiele. Ich denke, dass das Vertrauen schafft.


    Die 2016er habe Anfang diesen Jahres als U6 abgetrennt. Die Unterschiede zu den 2018er waren zu groß. Inzwischen sind es 26 Kinder in dieser U6.


    Sie üben Ballschule und Koordination. Auch hier setze ich auf kindliche Rahmenthemen und Spielformen. Mit meinen seit kurzem vorhandenen Co-Trainern stellen wir auf Stationen um, die auch von Eltern beaufsichtigt werden können.


    Ein Beispiel:

    Station Zauberwald, es stehen 30cm Kegel unterschiedlicher Farben in einem 15m x 15m Feld, 10 Kinder bilden zwei Gruppen.


    Spiel 1 "Steinzauber", es gibt vier Stoffbälle, die Kinder der Teams werfen sich ab. Wer abgeworfen wurde, stellt sich so hin, dass ein anderes Kind seiner Mannschaft durch die Beine krabbeln kann. Nach 1:30 Min.zähle ich, wie viele Kinder jeweils versteinert sind .


    Spiel 2 "Bäume fällen", eine Gruppe schießt / wirft die Kegel mit dem Ball um, die andere Gruppe stellt sie wieder auf. Dabei je Durchgang eine andere "Technik", z.B. Schuss aus der Hand mit dem Stoffball oder nur Schuss mit linkem Fuß. Nach 1:00 Min. zähle ich wie viele Hütchen liegen. Nach zwei gleichen Durchgängen steht immer ein Sieger fest.


    Ich lasse die Kinder meist die Spielform vormachen / ausprobieren. Selten gibt es genau einen Ablauf, der "richtig" ist. Kinder, die etwas verstärkt stören, stehen beim Erklären direkt beim jeweiligen Trainer.


    Die U6 hat ein Ritual zum Ankommen, das Abklatschen und Aufrufen, und ein Ritual zum Abschluss, den Mannschaftskreis mit Schlachtruf. Ich habe den Eindruck, dass diese Rituale den Kindern helfen sich zu fokussieren.


    Hinsichtlich Terminen und Veranstaltungen nutzt meine U6 komplett die kostenfreie App Spond. Absagen zum Training klappen über Monate zuverlässig. Zusagen zu Spielfestivals passen auch, aktuell können nur 15 Kinder mit, da stören auch kurzfristige Absagen nicht. Bis jetzt gab's nur in Krankheitsfällen Absagen einen Tag vorher.


    Omas Geburtstag, Familienausflug, kein Bock, usw. gibt's bei einigen wenigen, meist den gleichen, Kindern immer wieder. Stört mich nicht weiter, da es genug andere gibt, die richtig brennen und jede Veranstaltung mitnehmen.


    Um den Zusammenhalt zu festigen, mache ich auch ein oder zwei Ausflüge mit den Kindern und meist eine Veranstaltung mit den Eltern. Auch hier zeigt sich, wer für den Sport brennt und wer ihn als eine von vielen Dienstleistungen für Kinder versteht. Ich habe mich damit abgefunden.

    Doofenheinz

    In diese Richtung denke ich derzeit am meisten. Mit drei Betreuern drei Gruppen bilden und drei Stationen für wechselnde Spiele aufbauen. Die Gruppen tauschen dann alle 20 Minuten. Ein Erwachsener fehlt mir dafür noch. Auf einer Station sollen dann zwei, drei Spielformen stattfinden. Alles in ein Rahmenthema, bspw. Piraten, eingebettet.


    Goodie

    Ein interessanter Punkt mit den Freundschaften, ich werde mal darauf achten bei den Zuteilungen. Es hat sich eine Kerntruppe von 12 Kindern gebildet, die auch allesamt mittel bis gut sind. Darum schwirren weitere 8 bis 10 Kinder, die eine Eigenmotivation aufweisen und langsam zu der Kerngruppe sozial und spielerisch aufschließen. 4, 5 Kinder betreuen wir intensiver, das Feuer ist noch nicht entfacht, abrr aufgeben wollen wir nicht.


    ScuBac

    Ich konnte die Eltern eines Kindes gewinnen. Deren älteres Kind spielt ebenfalls bei uns im Verein. Sie hatten Sorge, dass sie ohne Basisausbildung keine guten Trainer sein könnten. Nach einigen Gesprächen und Auszügen aus Fachbüchern, die die Anforderungen an Kindertrainer erläutern, sprangen sie ins kalte Wasser und vertraten mich im Urlaub. Nun sind wir 1,5 Trainer, da es zeitlich nicht immer bei ihnen passt.


    Hier suche ich auch noch nach guten Ansätzen, weitere Eltern zu begeistern, damit der Jahrgang gemeinsam trainieren kann ohne schon beim Training feste Mannschaften bilden zu müssen.

    Wie oft und wie lange trainiert ihr mit euren G- und F-Junioren bei welcher Gruppengröße?


    In meiner Gruppe (aktuell U6) sind nun 26 Kinder, wir trainieren 1x 60 Minuten. Es kommt aktuell vor, dass arbeitsbedingt manchmal keine Co-Trainer dabei sind, dass ist enorm anstrengend und auch blöd für die Kinder. Ich bevorzuge Kleingruppen bis max. 12 Kinder je Trainer.


    Nun überlege ich, ob weiterhin 1x pro Woche Training für alle sinnvoll ist oder 2x pro Woche mit max. 18 Kinder sinnvoller wäre.


    Bei einem Termin würden wir zu zweit oder zu dritt mehrere Stationen aufbauen und jeder nimmt sich eine eigene Gruppe, die Stationen werden gewechselt.


    Bei zwei Terminen würde eine Trennung der Kinder erfolgen, das finde ich in dem Alter blöd. Dafür wäre es immer nur eine Gruppe und evtl. reicht ein Trainer aus.


    Mir schwebt auch vor, 1x Training und 1x freies Bolzen für Kinder mit großem Bewegungsdrang und viel Spaß am Fußball.

    Sol_

    Ich übertrage die Verantwortung auch an die Eltern. In Spond nutze ich seit kurzem die Funktion "Aufgaben". Neben Auf- und Abbau gibt's auch "Kuchen & Snacks".


    Bisher fanden sich immer mindestens drei Elternteile, die diese Aufgabe angenommen haben und es gab immer genug - eher zu viel - für die Kinder und Zuschauer zu "futtern".


    Als Trainer kümmere ich mich um den Rahmen, mittels Spond-App, das Leben füllen die Eltern selbstständig.

    Goodie

    Angesprochen in einem anderen Faden auf Spielformen für Spielintelligenz und Persönlichkeitsentwicklung bereits bei den Bambinis:


    Meine Gruppe hat sich einen festen Rahmen geschaffen:

    Wir begrüßen uns beim Betreten des Platzes mit einem "High Five", kommen zum Start im Kreis zusammen. Die Kinder führen die Übungsspiele abwechselnd vor. Zum Abschluss bilden wir immer einen Kreis und die Kinder brüllen ihren Schlachtruf aus vollem Hals. Die Kinder bauen mit ab.


    Bei den Trainings singen wir den Geburtstagskindern ein Lied, religiöse Festtage wie Fastenbrechen, Chanukka oder Nikolaus haben einen Platz bei uns, Eltern werden an manchen Tagen wie Muttertag aktiv eingebunden.


    Die Kinder geben sich eigene Regeln, bspw. kein Grätschen. Passiert es doch, entschuldigen sie sich. Selten muss mich um wiederholte Missachrung der Gruppenregeln kümmern.


    Regelmäßig kommen "Vertrauensspiele" zum Einsatz, damit der Zusammenhalt untereinander wächst. Beispiele hierfür: Blindenhund (1 Kind Augen zu, das andere führt), Achterbahn (3 Kinder, das vorderste macht vor), Dreibein (2 Kinder verbunden an den Beinen), Handknoten (max. 4 Kinder halten sich verknotet an den Händen und versuchen das ohne loszulassen zu entwirren), uvm.


    Spielformen im 3 gegen 3 (gegen 3) nutze ich am liebsten ohne viele Vorgaben. Mal spielen sie in drei Gruppen Handball mit zwei Bällen auf ein Tor oder sie spielen "Chinesische Mauer", hier verteidigt die eine Gruppe in einer Zone während die andere Gruppe versucht durchzukommen und ein Tor zu erzielen.


    Wenn mal eine Übungsform, dann stets als Wettbewerb mit max. 4 Kinder im Team, bspw. Drachenschatz, bei dem ich als Trainer der schlafende Drache bin, der geweckt wird, wenn der lauts Fuß ab 6m vor dem Tor verwendet wird.


    Als Trainer mache ich bei vielen Spielen mit, sei es als Störspieler oder als Klassenclown. Zusehen und Kommandieren kann ja jeder. Ich denke, dass die aktive Beteiligung, das ehrliche Interesse für die Kinder und ihre Geschichten und kindegerechte Kommunikation auf Augenhöhe (physisch und verbal!) das A und O sind für hoch motivierte Kinder, die mit Freude dabei sind und eine eigenständige Gruppe - in Abgrenzung zu Schule & Co. - bilden.

    Mal eine Frage am Rande bzgl. der heftigen Klatschen, von denen iht schreibt:

    gibt es bei euch in der Kreisklasse keine Einteilung nach stark, normal und schwach?


    Hier in Hamburg wird im Herbst so gemeldet und im Frühjahr anhand der Platzierung neu zusammengestellt. Zumindest in den alten Spielformen bzw. ab der D-Jugend.


    Und Eltern-Trainer in Spielklassen mit Meisterschaften? Hätte nicht gedacht, dass es das noch gibt. Ich bin zwar auch frustriert, dass es so schwer ist Jugendspieler und Eltern für die Aufgabe zu begeistern, dennoch ging ich bisher davon aus, dass Eltern-Trainer in Leistungsklassen eher aussterben.

    ScuBac

    Erfahrung und Selbstreflexion sind wichtiger als die Lizenzen. Das steht außer Frage. Der Umgang mit Kinder und Jugendlichen hängt nicht davon ab, welche Lizenz man inne hat .

    Ich wollte die Dinge anders machen, die in meiner Zeit als Jugendspieler für mich blöd waren. Mir half es die aktuellen Grundlagen zusätzlich zu lernen.


    CoachT

    In ein paar Jahren, ich möchte mich mit meinem Jahrgang entwickeln, wechsle ich vielleicht auch in die leistungsorientierten Junioren. Für mich steht fest, dass ich als Papa-Trainer solange nicht in die D- bis A-Jugend vordringe, wie mein eigener Sohn in meiner Mannschaft ist.


    Sportlich rentabel ist die kind- und altersgerechte Ausbildung in jedem Fall, denke ich. Finanziell wirkt es auf mich eher als Minusgeschäft für die Amateur-Vereine. Was NLZ daran ändern, vermag ich nicht zu beurteilen.

    Klar haben die pädagogisch ein wenig mehr Erfahrung, es geht ja aber nicht nur um die elterliche Erziehung sondern auch um mehr Richtung Sport/sportliche Bewegung auch mit dem Ball

    In meiner U6 setze ich als Papa-Trainer mit abgeschlossener Basis-Ausbildung - und C-Lizenz in Ausbildung - auf vielfältige Bewegung mit und ohne Ball, ausschließlich in Spielformen ohne Coaching, damit sie Spielintelligenz so früh wie möglich entwickeln. Auch arbeite ich an der Persönlichkeit der Kinder, ihrer Wahrnehmung der anderen Kinder, das Einhalten von Gruppenregeln, das gewaltfreie Lösen von Konflikten und letztlich das Bilden einer Gemeinschaft, die füreinander einsteht, in der Viefalt gelebt wird.


    Bis zur U11 sollten diese Aspekte überwiegen. Taktik, Kondition & Co. dürfen dann ab der U12 geschult werden.

    let1612

    Danke für deinen Hinweis. :saint: Probieren geht über Studieren.


    Meine 2016er kriegen "Torbellino" gut auf die Kette, die spielen aber auch schon gut anderthalb Jahre zusammen.


    Die Beispiele von mir habe ich mit meiner U6 allesamt erprobt. Mir fällt's jedoch schwer, daraus abzuleiten, ob die Spielformen sich im Allgemeinen für Bambinis eignen. Sorry dafür.