Topepe
vieles von dem, was du schreibst, habe ich in diesem Jahr in meiner U7 auch erlebt
In meiner Mannschaft sind ca. 25 Kinder, die sich in drei Entwicklungsgruppen unterteilen lassen. In der Feldrunde waren 2. Teams gemeldet, die sich an Spieltagen in bis zu 3 Unterteams unterteilen ließen. So konnten jeweils 3 bis 15 an einer Spieleunde im "Fußball-3" teilnehmen. Das Rotieren kriegen auch Eltern hin, die dabei sind. Als Trainer rotieren wir mit den Eltern, damit kein Kind benachteiligt wird.
Anfangs mit einer wilden Mischung klappte es nicht. Später haben wir in Löwen und Tiger eingeteilt, wobei manche Löwen auch bei den Tigern mitspielten. Dort waren diese Kinder "Anführer", sonst "Mitläufer". Vereinzelt waren "starke" Tiger auch Mal bei den Löwen dabei.
So besserte sich die Stimmung zwischen den Kindern und alle entwickelten sich besser. Diese Gruppendynamik führte aber auch dazu, dass einige Kinder, die selten an Spielen teilnahmen den Anschluss zur Gruppe verloren und inzwischen aufhörten. Die Durchlässigkeit in beide Richtungen ist sehr wichtig.
Als Mannschaft treten wir auch neben dem Platz auf. Das bringt die Elternschaft und die Kinder enger zusammen. Stadionführung, goldene Möwe und Indoor-Spielplatz-Picknick sind nur einige Beispiele. Vereinssport ist mehr als nur der Sport.
Ich lege deinen Mit-Vätern und dir sehr ans Herz mindestens die Basisausbildung zu absolvieren. Euer "Headcoach" sollte zusätzlich die Teamleiter Kinder Ausbildung absolvieren. Ihr bekommt dadurch einen breiten und fundierten Methodenkoffer an die Hand.
Und auch manche Eltern werden stiller, wenn sie wissen, dass die Trainer qualifiziert sind. Die Lizenz an sich sagt nichts über den Umgang mit den Kindern aus, aber nach außen wirkt sie "abschreckend".
Aussortieren ohne die Gründe zu erfragen, finde ich falsch. Von unterfordert bis kein Bock kann alles dabei sein. Zuletzt hatte ich ein Kind, das störte, weil er seinen älteren Bruder beeindrucken wollte, der zuschaute. Im Gespräch mit den Eltern wurde dann der Bruder vom Training verbannt, nicht das störende Kind.
Ich hoffe, dass ein paar Anregungen für euch dabei sind. Ich denke, ihr seid auf dem richtigen Weg.