Beiträge von ruffy85

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    Sol_

    Ich empfehle dir auch, bei Trainings auf Absagen (autom. angemeldet) zu setzen. Seit ich das mache, kann ich besser planen. Die Schwankung der Teilnahme liegt bei +/- 1 Kind, das kriegen meine Trainer-Assistenten und ich gerade noch auf die Kette. 😜 Wir haben in einer U7 übrigens aktuell 22 Kinder und 2 Mannschaften gemeldet, teilen uns die Kinder aber abwechselnd und die Kinder können in beiden Mannschaften spielen.


    Bei Veranstaltungen empfehle ich Zusagen zu verwenden. Hierzu spreche ich Mitte September nochmal mit den Eltern, da ja zwei Veranstaltungen je Wochenende die Regel werden.


    Zu deinen Zielen und dem Ehrgeiz: wichtig ist, dass dein Köder (Training) den Fischen (Kinder) schmeckt und nicht dir. In der E-Jugend sollte deine Erwartung nicht über taktische und technische Grundlagen hinaus gehen.


    Ohne dein Training zu kennen, wie wäre es mit der Förderung eigenständigen Handelns durch Provokationsregeln? Bspw. im 5 gegen 5 gibt seitlich der (Mini)tore Dreiecke. Wird durch die Dreiecke gespielt, zählt das Tor anschließend doppelt. Oder: die Tore sind abgeschlossen, ein Pass / Dribbling durch ein Dreieck öffnet das Tor gegenüber.


    Ich persönlich bin davon überzeugt, dass Kinder bis zur D-Jugend am besten durch solche Spielformen lernen. Den Feinschliff gibt's dann ab der D-Jugend.

    Sol_

    wie wäre es mit einem Elternabend, zur Not auch per Videokonferenz. Es wird Gründe geben, die noch nicht offen angesprochen wurden.


    Sobald du diese Gründe kennst, kannst du geeignete Maßnahmen treffen. Auch solltest du versuchen den Eltern zu verdeutlichen, dass Vereinsfußball eine Pflichtveranstaltung ist und Spielabsagen Geld kosten (zumindest hier in Hamburg). Du kannst auch betonen, welche Emotionen das aktuelle Verhalten in dir auslöst.

    Fluffi

    Danke für die Info. Der Hamburger HFV hat sich noch nicht dazu geäußert und auf der DFB Seite finde ich nur sinngemäß den Hinweis "in 2023 regeln die Landesverbände den Übergang".


    In diesem Jahr könnte ich gar nicht den 2. Teil der C-Lizenz machen, weil es keine freien Plätze gibt. Glaube auch nicht, dass es sinnvoll ist, beide Teile so kurz hintereinander zu absolvieren und Praxisphase dazwischen.


    Scheinbar weiß auch sonst niemand etwas Genaueres. Bspw. wird der Teamleiter (inkl. Basisausbildung) äquivalent zum DFB Basiscoach oder bleibt er der erste Teil der C-Lizenz?!

    Wer von euch hat auch Probleme mit dem Link eines Spielfestivals?


    Bei mir führt der Link zu einer Webseite, auf der man dann festhängt. Weder kann die App installiert noch geöffnet werden. Somit kann keiner per Link die Teilnahme am Festival anmelden.


    Und scheinbar wird ein Spielfestival nicht als Vereinsturnier in DFBnet eingetragen. Auch Platzreservierungen werden nur von DFBnet zu Teampunkt übertragen, nicht umgekehrt.

    CoachT

    Die C-Lizenz ist mein Ziel. Höhere Ambit6 habe ich derzeit nicht.


    Was mich aktuell an der Ausbildung stört ist die fehlende Praxis. Für den Teamleiter darf ich fünf Tage in Präsenz Theorie büffeln mit wenigen Praxisteilen unter Anleitung.


    Wenn ich die Neuordnung richtig verstehe, wird es Praxis im Verein mit virtueller und zeitweise echter Betreuung vor Ort und kurzen Theorieblöcken in der Sportschule.


    Klingt für mich besser als das aktuelle Lernmodell, bei dem die "Kinderhasser" mit guten Noten durchkommen.

    wie findet ihr die Änderungen in der Basisausbildung und für die C-Lizenz, die am 01. Juli vom DFB beschlossen wurden und ab dem 01. Januar 2023 umgesetzt werden sollen?


    Ich frage mich, ob ich meinen Teamleiter Kinder (1. Teil C-Lizenz) absagen und auf die neue Variante warten sollte.

    Goodie

    Die gab's auch auf den Turnier. Und dennoch waren viele Erwachsene nicht erwachsen. 😵‍💫 Vermutlich wegen dem Tabellenquatsch des Ausrichters.


    Ich schaue, dass ich bis zur U9 solche Turniere vermeiden kann. Was ab der U10 sein wird, ist für mich jetzt noch nicht relevant.

    Goodie, -Nils-

    Danke für eure offenen Worte. Mir schwirren genau die gleichen Gegenargumente im Kopf herum.


    Ein Turnier mit k.O. Runde käme für mich nicht in Frage. Ein "jeder gegen jeden" hingegen geht mir schon im Kopf herum. So war auch das erste Turnier - mehr oder weniger, weil jeder der 10 Vereine jeweils 3 Teams gebildet hat.


    Meinem Trainer-Kollegen und mir waren die Ergebnisse egal, unsere Kinder spielten frei auf und kümmerten sich auch nicht um die Ergebnisse.


    Bei den Gegnern waren jedoch gut 3/4 der Trainer*innen und der Eltern vom Erfolgswunsch vergiftet und zeigten das offen gegenüber ihren eigenen Kindern und auch unserer Mannschaft. Es gab drei Spiele, die mich sehr erschrocken haben. Lediglich zwei Spiele waren entspanntes Zuschauen bei den Kindern beider Mannschaften.


    Ich erinnere mich schleierhaft an meine Zeit in der F-Jugend und E-Jugend - die G gab's damals nicht - wie toll es war, wenn wir einen Pokal gewonnen haben. Lange Turniere hingegen fand ich immer blöd, k.O. Runden waren teilweise sehr stressig.


    Ich frage mich, ob sich dieses Erlebnis Pokal mit einem Turnier, das strikt den neuen Spielformen folgt, bspw. mit 6 Vereinen je zwei Teams, derart verbinden lässt, dass nicht so eine giftige Stimmung breit macht.

    Nach dem Kukturschock auf dem ersten Turnier vor rund zwei Wochen denke ich darüber nach, die Mannschaft doch Mal wieder zu einem Turnier mit Platzierungen anzumelden.


    Die Kinder haben sich super gefreut über ihre Medaillen, der zweite Platz war und ist ihnen egal. Manchmal fragen sie mich jedoch, ob sie auch Mal einen Pokal gewinnen können.


    Hier habe ich einen inneren Konflikt und ich würde mich über eure persönliche Meinung sehr freuen.


    Sollte eine G-Jugend- oder F-Jugend-Mannschaft, die ausschließlich nach den neuen Spielformen ohne Ergebnisse, Tabellen, usw. spielt an Turnieren mit Platzierungen teilnehmen?

    Bei uns gibt es kein "Standardfestival". Die vier zugeordneten Mannschaften setzen sich ca. eine Woche vor dem Festival miteinander in Verbindung und stimmen ab, wer wieviele Kinder dabei hat. Die ausrichtende Mannschaft baut dementsprechen die passende Zahl Spielfelder auf. Am Spieltag werden dann 6x 7 Minuten + 3 Minuten Pause - insgesamt 60 Minuten - (meist) im Champions-League-Modus gespielt.

    Diese Abstimmung und Einigung auf die Spielform birgt hier im Verband noch etwas Sprengkraft, weil manchmal ablehende Trainer*innen dabei sind, die unbedingt 6+1 auf Jugendtore in der G- und F-Jugend spielen wollen.

    Alter_Sack

    Ich sehe das Problem nicht. Meldet doch zwei oder drei Mannschaften. Trainiert als eine Mannschaft ind setzt die Kinder flexibel in allen Mannschaften ein.


    In meiner 2016er G-Jugend habe ich aktuell 25 Kinder und erwarte im August weiteren Zulauf. Zurzeit haben wir zwei Mannschaften gemeldet. Wir dürfen mit 1 bis 4 Teams je Mannschaft an Spielfestivals des Verbandes teilnehmen, sprich 4 bis 20 Kinder.


    Somit können alle Kinder jede Woche spielen, wenn sie denn Zeit und Lust haben.


    Wie ist das in deinem Verband geregelt?

    Mit meiner Erfahrung als Jugendspieler der 90er und als Trainer für Kinder sehe ich das Kernproblem nicht in der Spielform mit oder ohne Torwart.


    Für mich ist das Kernproblem im Kopf vieler Erwachsener, die ihre Gewohnheiten oder besagt Altlasten nicht abwerfen wollen. Kinder werden heute auch nicht mehr mit körperlicher oder seelischer Gewalt erzogen.


    Auch im 3 gegen 3 musste ich erleben, dass die Kinder sich nur dann entfalten können, wenn die Erwachsenen sich zurücknehmen und Spiel, Spaß und Tore der Kinder in den Vordergrund stellen.


    Leider wird immer noch häufig das Trainer-/Eltern-Ego in den Vordergrund gestellt. Das 7 gegen 7 ist das dafür über Jahrzehnte gewohnte System. Die üblen Praktiken wenden einige (viele?) nun auf das 3 gegen 3 an.


    Meiner bescheidenen Meinung nach verdirbt solches Verhalten die Reform, die die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die kindliche Entwicklung berücksichtigt, und das Spiel auf den durchschnittlichen Entwicklungsstand gestaffelt nach Altersklassen anpasst.


    Geht es denn nun darum, dass mal in einem Festival auf einem großen Minitor bzw. einem reduzierten Jugendtor mit einem Torwart gespielt wird oder darum, dass "Erfolgstrainer" nicht mehr anhand von Zahlen beweisen können, wie toll sie sind?

    let1612

    Es war ein Turnier, welches in der G-Jugend nach den "Regeln der neuen Spielformen" gespielt wurde. Zumindest sollte es das "weitestgehend". Letztlich war es Fußball-3 mit vier Minitoren. Der Rest war ziemlich vogelwild.


    Die Spielform an sich war nicht das Problem oder was ich in Frage stelle. Es sind die Erwachsenen, die diese "Reform" zerstören, bevor sie greifen kann.


    Auf dem Festival im Mai war es anders. Keine Ergebnisse, eine Stunde Fußball-3, weitestgehend entspannte Eltern und eigenständig agierende Kinder.


    Die Mehrheit der Erwachsenen, so mein Eindruck, scheint hier in Hamburg noch nicht überzeugt zu sein. Jedoch werden sie nun mit der neuen Saison zu ihrem Glück gezwungen. Leistungsdruck, vermeintliches taktisches Spiel, usw. können die Trainer*innen weiterhin vorleben und trainieren.


    Da bin ich sehr gespannt, wie die ersten Spieltage-Festivals werden. Immerhin muss ich mich da nicht an Ergebnissen und Tabellen beteiligen.

    Du hast 2006er falsch geschrieben. Die anderen wären ja erst 5-6 Jahre alt :D

    ich wünschte, ich hätte mich verschrieben. Ja, die Kinder waren 5 bis 6 und dennoch war bei 6 von 10 Mannschaften der Erfolg für die Erwachsenen wichtiger als das freie Spiel der Kinder und der damit verbundene Spaß.

    Heute durften meine 2016er ihr erstes Turnier spielen. Vieles bereitete den Kindern und mir Freude, aber es gab auch einige sehr unspirtliche Ereignisse, die den Gesamteindruck sehr stark trüben und mich am Erfolg der neuen Spielformen zweifeln lässt.


    - Trainer*innen fordern ihre Kinder zum Foulen auf. "Hau ihn um" mit dem Ergebnis einer Grätsche und einem aufgeschürften Knie.


    - Auf die Wertung sollte ich besser achten, habe auf die 0:2 Wertung einer nicht angetretenen Mannschaft verzichtet und dadurch ein Spiel weniger und 2 Punkte auf Platz 1 fehlen (habe ich erst nach dem Turnier bemerkt)


    - Abstand zu den Spielfeldern ist super wichtig, aber nur schwer einzuhalten. Manche Eltern motzten ihre Kinder an, andere stachelten sie zu unfairen Spiel an


    - nicht um des Friedens Willen auf eine Diskussion bei der Turnierleitung verzichten, wenn der gegnerische Trainer die Korrektur eines Ergebnisses zu seinen Gunsten fordert


    - Turniere mit Wertung nicht mehr spielen, hier tummeln sich zu viele Erfolgseltern, Erfolgstrainer*innen und Mini-Messis


    - Eltern, die fünf Minuten vor Treffen um 09:30 Uhr beim Ausrichter noch Absagen mit "Zoo statt Fußball" oder "Kind ist noch müde", sind echt blöd für die verbliebenen Kinder. Wir waren letztlich zu wenige Kinder, es gab daher keine Rotationswechsel und keine Pausen


    - Turniere über mehr als zwei Stunden sind zu meiden in dem Alter. Es klappt eh nicht mit der Leitung, es gibt Chaos und Verspätung


    So, ich freue mich jetzt über die starke Leistung der Kinder, dass sie alle Torerfolge hatten und sichnsehr über ihre erste Auszeichnung freuen.