Gestern auf einem "Leistingsturnier" des HSV zeigte sich wieder mal die Überlegenheit kreativer und handlungsschneller Spieler*innen gegenüber taktisch geprägter Kinder.
Wir spielen in einer 5+1 Grundordnung "Würfel 5" mit Aufgaben wie "Aufbau" und "Jagen" anstatt fester Positionen. Wir haben gewisse Grundregeln wie "alle kommen mit zurück" oder "wir stellen zu".
Unser Gegner, eine Fußballakademie, die aus dem aufgelösten HSV KPT hervorging hingegen spielt schon mit festen Positionen und einer starren Gruppentaktik.
Das eine Spiel gewannen wir 3:2, das andere (Finale) ging nach 0:0 ins 9m Schießen.
Dabei spielte die Akademie stets nach dem gleichen Schema und die Kids waren nicht in der Lage andere Lösungen zu finden als die einstudierte Taktik.
Unsere Kids erkannten das Muster sehr schnell und verhinderten so immer wieder erfolgreich den Spielaufbau und konnten für den Gegner überraschend vor deren Tor auftauchen. Deren TW war eine Maschine... Aber das ist zu erwarten bei einem Scouting Team.
Auch spannend war zu sehen, dass der Gegner zeitweise Probleme hatte, wenn unsere Kids eigenständig Seite und Aufgabe tauschten.
Ich lese daraus, dass Gruppentaktik im 5+1 noch fehl am Platz ist und die Kinder zu sehr in ihrer Handlungskompetenz und Spielfreude einschränkt. Sie können dann genau eine Aufgabe / Position besonders gut, aber alles andere fehlt.
Eine Grundordnung und gemeinsame Grundregeln, die die Kids mitgestalten, hingegen können helfen, dass das Spiel an sich nicht völlig vogelwild wird.
