Beiträge von ruffy85

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    Schaut euch auch Mal die event-orientierten Ligen wie Icon League, King's League oder Baller League an.


    Kürzere Spieldauer auf kleinerem Feld mit weniger Spielern. Meist sind diese Spiele auf ihrem eigenen Niveau vergleichsweise intensiv und zeigen den Unterschied zum etablierten Großfeld-Fußball.


    Auch interessant in diesem Zusammenhang: Der Handball entwickelte sich vom Großfeld-Sport auf Rasen - der Kreis-Ansatz am 16er stammt noch aus dieser Zeit, oder? - zum schnellen Kleinfeldspiel mit Netto-Spielzeit.


    Ich will jetzt nicht zwangsweise Großfeld oder 10+1 abschaffen - die taktischen Möglichkeiten von Fußball unterschieden diesen ja von Handball, Rugby, usw. - sondern eher gegen das Argument "alles bleibt so, wie es war/ ist" gegen halten, dass Wandel auch positiv sein kann und unsere Gesellschaft sich auch stärker und schneller wandelt.


    Dennoch möchte ich als zahlender Fan dann auch 90 Minuten Fußball sehen und nicht nur 55 Minuten. Und nicht jede Handlung führt zum Anhalten der Uhr - weder im Handball noch in anderen Sportarten. Ob die Uhr vorwärts oder rückwärts läuft, ist auch egal.


    Eindribbeln / Einkicken mit der Einschränkung nicht höher als Hüfte sollte auch zu einem schnelleren Spiel und nicht Pseudo-Freistößen führen.

    Bewusstes "Zeitspiel" - sehr verbreitet im Männerfußball - reduziert die effektive Spielzeit. Gefühlt heute mehr als zu der Zeit, als ich Kind war und begeistert den Profispielen zusah.


    Die Rede ist von 50-55 Minuten Spielzeit, in der der Ball "rollt". Das ist einfach zu wenig bei 90 Minuten Spieldauer.


    Im Kinderfußball leisten die Kleinsten 48 bis 72 Minuten Netto, und bei den Erwachsenen wird's dann weniger?! Das passt nicht zusammen.


    Ich wäre dafür, dass die Uhr rückwärts läuft und bei wesentlichen Unterbrechungen gestoppt wird.


    Ich wäre auch dafür, die Spielzeit insgesamt zu reduzieren, damit das Spiel über die gesamte Dauer mit hoher Intensität gespielt wird und das Verhalten Zeit zu schinden einiger Spieler*innen unterbunden wird.

    -Nils-

    Zonen macht im Kinderfußball schon mehr Sinn als eine taktische Grundordnung wie 1-2-1 oder 2-2.


    Mit den Zonen kann man Aufgaben bzw. Prinzipien verbinden, die die Kinder mit passendem Training verstehen und erlernen können.


    Ob sie es dann auch anwenden, das sollte den Kids überlassen und fragend begleitet werden, um die Selbsterkenntnis zu fördern.


    Wieder mehr Straßenfußball wagen und sich an der "besseren" Entwicklung der Kinder erfreuen und aktiv begleiten anstatt zu früh die falschen Schwerpunkte setzen.

    Spannend, dass Gruppentaktik inzwischen auch in der F ein Thema geworden ist. Dabei sollte das frühestens in der alten D-Jugend thematisiert werden.


    Wie stellt ihr denn im 3+1 auf? In den kommenden Jahren werden wohl alle Verbände auf diese Spielform in der F umstellen sowie 4+1 in der E.


    Sollte es nicht mehr um ein Verständnis von Angriff und Verteidigung gehen und das Erlernen durch passende Fragetechniken begleitet werden?


    Die Kids sollen doch handlungsschnell und spielintelligent ausgebildet werden. Wie geht das mit einer "festen" Positionsbindung bzw. einem oder mehreren "statischen" Systemen?

    Wir bauen Überzahl- und Umschaltspiele in jedem Training (junge E) ein, damit sich das gewünschte Verhalten von alleine verfestigt.


    Bspw. "1gg0 auf 3gg3" auf Minitore oder ein 3gg2 mit Zonen- & Linienverteidigung - hier müssen die beiden äußeren Kids dem Ballführenden in der Mitte Passmöglichkeiten anbieten, sonst geht der Ball direkt an die Verteidiger verloren.


    Aber es gibt auch Kinder, die sind immer noch wie Bambini, wenn sie den Ball haben: sie geben ihn nicht mehr her, auch wenn sie ihre freistehenden Mitspieler sehen.

    Wir haben eine gute Hand voll Fang- und Bewegungsspiele, die wir variieren, z.B. Tic Tac Toe mit und ohne Ball oder "Dreiecksfangen" (vgl. Adv. Football) mit eigenen Varianten.


    Fortschritt bei Fangspielen erkennen? Kids, die anfänglich eher "Opfer" waren, können besser mithalten.


    Bei 1v1 Spielen wie King of the Court oder Lucassen ist es einfacher zu erkennen: Die Kids gewinnen häufiger, spielen mit höherem Tempo, usw.

    Hier unser Trainingsplan für 90 Minuten mit einer jungen E-Jugend:


    Aktivierung 1, 10 Min., Fangspiele

    Aktivierung 2, 10 Min., 1v1 Spiele

    Spielblock, 15 Min., Spielformen auf zwei Feldern mit Mini- & Jugendtoren, max. 4+1

    Technikblock, 15 Min., Pass- & Torschussspiele in zwei Feldern

    Spielblock, 15 Min., Spielformen auf zwei Feldern mit Mini- & Jugendtoren, max 4+1

    Technikblock, 15 Min, Überzahlsituationen auf zwei Feldern, max. 8 Kinder pro Gruppe


    Die fehlenden 10 Minuten sind als Puffer vorhanden.


    jedes Training folgt der Trainingsphilosophie Deutschland in Kombination mit den Bausteinen nach Thomas Staack.

    let1612

    Hier in Hamburg geht die Tendenz von 5 Stufen zu 3 Stufen im Kinderfußball.


    Als sehr stark meldeten zuletzt 5-10 Teams je Jahrgang, stark hingegen schon 30-40 Teams. Die Herausforderung hier ist, dass die Fahrzeiten gering gehalten werden sollen, was für "regionale" Gruppen je nach Spielstärke min. 12 Teams benötigt.


    Ab der D Jugend werden die ehem. Ligen direkt übersetzt, man kann nach Einschätzung jedes Halbjahr melden, früher musste man über mehrere Saisons aufsteigen.


    Oberliga bspw. ist sehr stark und Kreisklasse sehr schwach.

    Der HFV setzt die Stufen ebenfalls für Doppeljahrgänge an. Abweichend zur geteilten Grafik gab's eine kleine Änderung, die dem "älter" melden, um "früher größer" spielen entgegenwirken sollen.


    U7 (G) & U8 (F) 3+1 & 3v3

    U9 (F) & U10 (E) 4+1 & 5v5 (4v4)

    ...


    Ich denke, dass sich diese Stufen in ländlichen Regionen einfach auf den jeweils älteren Jahrhang anwenden lassen und den jeweils jüngeren einschließen.


    Horst Weins Vorschlag aus den 1980er Jahren wird dann hoffentlich bis 2030 umgesetzt.

    Ich kenne keinen Jugendlichen, dem ab D Jugend das 7vs7 auf 2 Feldern mehr Spaß macht, als ein 9vs9. Oder das 11vs11 ab C-Jugend. Und um was sollte es sonst gehen, wenn nicht um den Spaß der Jungs und Mädels?

    Ich kenne keinen Jugendlichen, dem es Spaß macht, lange Zeit im Spiel ohne Ballaktionen zu sein.


    Fußballspielen lernt man durch Fußballspielen, nicht durch "dabei sein".


    Eine hohe Wiederholungszahl bedingt kleinere Teamgrößen, ab dem 7v7 wird es schon sehr kritisch, was eine ausreichende Anzahl an Ballaktionen für jeden Spieler auf den Platz bedeutet.


    Die aktuell besten Spieler und Spielerinnen der Welt zeichnen sich durch eine extrem starke individuelle Technik und eine hohe Spielintelligenz aus. Sie alle sind mit kleinen Spielformen aufgewachsen und mussten stets aktiv mitspielen und konnten sich individuell verbessern.


    Extreme Beispiele sind Stürmer und Torspieler. Ihre Ballaktionen verzehnfachen sich in kleineren Spielformen, dadurch werden sie in ihren Disziplinen viel öfter gefordert als früher (in Deutschland).

    Top! Hoffe das färbt dann bald auf Schleswig-Holstein ab!

    Denkbar wäre, dass in der D (U12/U13) 6+1 Twin und in der C (U14/U15) 7+1 Twin gespielt wird.


    Auch der HFV hat bewusst die Jahrgänge so gewählt, dass eine Altersklasse im Kinderfußball der Bambini bis E abgebildet werden. Erst im Jugendfußball werden jährliche Schritte gegangen.


    Hier in Hamburg werden mit Beginn der kommenden Saison 2025/26 die erlaubten Spielformen "harmonisiert" und kleinere Spielformen bis zur U14 eingeführt.


    Der gesamte Liga-Spielbetrieb mit Auf- und Abstieg wird abgeschafft. Unklar ist aktuell noch, ob und wie Hamburger U-Teams in die NordFV Regionalliga aufsteigen können.

    Ein gutes Training folgt der Trainingsphilosophie Deutschland und berücksichtigt die Altersklasse.


    Wir haben unser an den Technikbausteinen (Dribbling, Pass, Torschuss, Bewegung & Spiel) ausgerichtetes Training (vgl. Kickplan Campus) mit der TDP wie folgt optimiert:


    - Aktivieren durch Bewegungs- & Dribbelspiele

    - Spielphase 1 auf zwei Feldern mit max. 4v4 und Provokationsregeln (mehrere kurze und intensive Spiele)

    - Technikphase: Torschuss & Passen in Spielformen für hohe Intensität

    - Spielphase 2 auf zwei Felder mit max. 4v4 und kognitiven Aufgaben / Überzahlregeln (mehrere kurze und intensive Spiele)


    Dazu kleine Gruppengrößen mit max. 8 Kinder, möglichst keine Standzeiten, stets hoher Zeit- und Gegnerdruck.


    Nach wenigen Wochen konnten wir ein wesentlich erhöhtes Tempo beobachten und nach einigen Monaten auch im Shuttle Run eine bessere Fitness feststellen und zunehmend "schlaue" Lösungen im Spiel erleben.


    Hohe Trainingsqualität bedingt also hohe Spielzeit.

    Ich würde mir mal wünschen dass alle Verbände die gleichen Standards fahren würden. Wir spielen sowohl in der G als auch in der F-Jugend 4+1 & Funino. Manche Trainer nehmen mit Absicht nur 6-7 Kids mit um nicht Funino spielen zu „müssen“. Wäre jeder irgendwo gezwungen erstmal Funino zu bespielen dann wäre das ein anderes Thema.

    Hier würde ich an den Verband herantreten und auf andere Verbände wie den HFV oder den FVM.


    Beide sind Vorreiter bei der Harmonisierung und Reformierung der Spielformen im Kinder- und Jugendfußball.


    Auch Pilotierungen von 3+TW & 3v3 im Wechsel in der F-Jugend bringen die Reformen voran. So startete in Hamburg vor zwei Jahren 3v3 Hamburg mit seinem harmonisierten Regelwerk. Jetzt geht es über in die offiziellen Durchführungsbestimmungen.


    St. Pauli trieb parallel 5+TW Twin in der D-Jugend voran, jetzt geht es über in den Spielbetrieb und wird schrittweise als 6+TW Twin und 7+TW Twin in der C-Jugend in den kommenden beiden Jahren eingeführt.

    Hier in Hamburg gibt es im Kinderfußball die Meldung pro Jahrgang mit drei Spielstärken.


    Ab der kommenden Saison wird dieses System schrittweise auch in der D- und C-Jugend eingeführt, jedoch mit fünf Stufen.


    Damit wird das komplette (!) Liga-System mit Auf- und Abstieg von Kreis- bis Oberliga abgeschafft.


    Vom Verband wurde auch ein Leitfaden erarbeitet, damit man seine Mannschaft im Herbst halbwegs korrekt melden kann.


    Im Frühjahr kann man dann die Meldung ändern, sowohl nach oben als auch nach unten.

    Ein Unfallbericht wurde vom Veranstalter ausgefüllt, welcher Verband zuständig wäre, wüsste ich nicht.


    Wir sind Verband Hamburg, Ausrichter Meck.-Pomm. und Gegner Berlin. Und was sollte der Verband denn nun regeln / machen?

    Ich will meinen neuesten Frust hier auch kund tun.


    Letztes Wochenende durfte meine U9 an einem Turnier mit internationaler Beteiligung teilnehmen. Dabei traten u.a. Akademien aus Dänemark und Polen, leistungsorientierte Amateurteams aus Norddeutschland, NLZ/KPT Teams und normale Teams an.


    Die besten Spiele gab's gegen die Akademien. Obwohl körperlich und technisch völlig unterlegen waren es absolut faire Spiele, ruhige Trainer, kein Gemecker der Spieler, keine vorsätzlichen Fouls.


    Schlimm waren die leistungsorientierten Amateurteams. Mit ähnlicher körperlicher Selektion (Stichwort RAE) heizten die Trainer massiv an und die Spiele entwickelten sich sehr ruppig.


    Bei einem dieser Spiele brach sich ein Kind meines Teams nach einer Grätsche von hinten den Arm. Und wir kassierten zur Niederlage noch Häme, weil wir diese Art von Spiel ablehnen und auch abbrechen. Wir sollten lieber beim Mädchenfußball melden, wenn wir das nicht aushielten.

    Wir werden beim ersten Training mit einem Shuttle-Run starten - ja, mir sind die Einschränkungen und Nachteile für eine U11 bekannt - und ein kleines internes 4+1 Turnier spielen.


    Zusätzlich haben wir direkt zu Beginn der ersten Ferienwoche ein Turnier auf mittleren Niveau.


    Das gibt ausreichend Erkenntnisse zur Fitness nach den Ferien und wir wissen, welche Dinge wir Anfangs wieder intensiver trainieren müssen.


    Falls neue Kinder dabei sind, können wir sie direkt einschätzen.


    Alles weitere sehen und planen wir dann. E-Jugend ist immer noch Kinderfußball. 😉

    let1612

    Soweit d'accord.


    Aus eigenem Erlebnissen in meinen Vereinen musste ich leider wiederholt feststellen, dass die D- & C-Jugend in einem Konfi-Raum saß anstatt auf dem Platz zu stehen. In der geplanten Trainingszeit.


    Videoanalyse der letzten Spiele und des nächsten Gegners. :D Da sträuben sich mir die Nackenhaare. Mit KI Unterstützung kommt wohl sogar sinnvolles dabei heraus, aber dann müsste der Trainier wieder die KI mit den Erkenntnissen füttern, um Hinweise zu bekommen, "was" trainiert werden sollte. Dann noch einen Schritt weiter, usw.


    Am Ende kann die KI Unterstützung auch mehr Zeit benötigen, als ein gutes Repertoire an Spielformen für die Technikbausteine, die man immer wieder ohne Vorbereitung durchführen und mit etwas Erfahrung auch an die Tagesform der Trainingsgruppe anpassen kann.