Beiträge von ruffy85

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    Es ist unfair und nicht im Sinne der Entwicklung der Kinder. Es belastet zudem die Mannschaften, die ausleihen. Es setzt die Kinder zwischen die Stühle.


    Sofern möglich, wäre ein Gespräch mit dem Trainerteam der Mannschaft sinnvoll, um die Ziele im Kinderfußball abzustimmen.


    Hoffentlich geht's um die individuelle Entwicklung der Kinder, damit diese in ein paar Jahren noch mit Freude dabei sind und mit hoher Spielintelligenz einen Mehrwert bieten.

    Auch wichtig für einen Stürmer sind die Torabschlüsse, die in der C-11, die eher taktisch geprägt spielt, eher gering sind.


    An einer bestimmten Spielklasse kann man das nicht festmachen, sondern an der Mannschaft, deren Ziele und deren Trainer*in.


    Auffällige (talentierte) Spieler, die nicht im NLZ sind, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit vom HFV entdeckt und zum regelmäßigen Stützpunkttraining eingeladen. Die Stützpunkte sind über die ganze "Stadt" verteilt.


    Es kann also ein Indikator sein, dass dein Sohn nicht beim Stützpunkt und nicht beim NLZ ist. Das soll ihn oder sein Talent keinesfalls bewerten.


    Was sind deine und die Erwartung deines Sohnes an seine fußballerische Entwicklung?

    Das Problem hier in Hamburg sind die Auf- und Abstiege, die teilweise im Herbst und Frühjahr möglich sind.


    Wonach wird ein erfolgsorientierter Erwachsener seine Mannschaft ausrichten und seine Spieler auswählen? Für die optimale Entwicklung der Kinder oder für die Tabelle?


    NLZ dagegen sind nicht von Auf- und Abstiegen betroffen. Ab der B-Jugend spielen sie in Ihrer eigenen Liga. Viele Nord NLZ setzen inzwischen auf Twin-Games, damit mehr Kinder Spielzeit bekommen und vergleichen sich unabhängig von Tabellen mit anderen NLZ.


    Unter Druck entstehen Diamanten, jedoch keine Talente. Es bedarf einer sehe guten, individuellen Förderung der Stärken. Erwartungsdruck, bspw. Abstiegskampf, ist absolutes Gift für die meisten Jugendlichen und ihre Trainerinnen und Trainer.


    Ist dein Sohn an einem HFV / DFB Stützpunkt dabei und spielt mit der jeweiligen Auswahl?

    Gestern nahmen wir an einer U8 Spielrunde bei einem Verein teil, der viel wert auf altersgerechten Kinderfußball setzt.


    Auf vier Spielfeldern spielten vier Mannschaften mit jeweils zwei Teams im jeder gegen jeden. Alle Trainerinnen und Trainer sowie Spielfeldbegleiter hielten sich im Coaching deutlich zurück, feuerten ihre Kinder an und feierten sie für gelungene Aktionen.


    Die Eltern hielten ausreichend Abstand zu den Spielfeldern und feierten die Kinder anstatt selbst zu coachen.


    Es waren spannende Spiele, alle auf Minitore. Die Kinder waren sehr fair und gestalteten phasenweise tolle Zweikämpfe, Torabschlüsse und auch Kombinationen.


    Hinterher, und das freut mich am meisten, war durchweg von den Eltern zu hören, dass es viele sehenswerte und für sie unerwartete Aktionen gab und es gar nicht so ist, wie oft erzählt von Kindertrauben und Blümchenpflückern.

    "Fußballschulen" kann sich fast jede Unternehmung nennen und damit ordentlich abkassieren.


    Vereinsfußball ist dann doch noch etwas Anderes. Gute Fußballschulen mit qualifizierten Trainerinnen und Trainern können mit altersgerechtem Training eine tolle Ergänzung sein.


    Papatrainer83

    Keine Wartelisten in Berlin? Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Gibt's genug Sportplätze und ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer? An diesen beiden Dingen mangelt es in Hamburg, insbesondere im Zentrum.

    An Trainingstagen übernehmen wir Trainerinnen und Trainer die Aufsicht erst mit betreten des Platzes und geben diese bei Verlassen des Platzes ab.


    Ob und wer was nach dem Training macht, ist mir ehrlich gesagt völlig egal.


    Scheinbar war unseren Eltern zumindest nicht bewusst, dass die Möglichkeit besteht, sich nach dem Trainint umzuziehen und bei Bedarf auch zu duschen.


    Die Witterung war und ist teilweise ein Grund für unangekündigtes Fernbleiben vom Training. Unabhängig davon bleibt weiter eine ganz kleine Gruppe, die grundsätzlich unzuverlässig ist.


    Und diese unzuverlässige Gruppe ist auch an Spieltagen unzuverlässig. Angemeldet, Platz in Anspruch genommen, aber nicht erschienen. Das betroffene Team musste leider in Unterzahl spielen.


    Ich denke aber, dass das die Eltern oder Kinder unter sich regeln werden.

    EifelMoselHunsrueck

    Den Föderalismus betrachte ich als größtes Hindernis für das Durchführen von Reformen im Deutschen Fußball.


    Festzuhalten ist, dass die Erkenntnisse, die die Grundlage der aktuellen Spielformen-Reform im Kinderfußball bilden, seit spätestens Anfang der 1990er bekannt und publiziert sind.


    Ebenfalls ist es Fakt, dass sich Kreis- und Landesverbände viele Jahre erfolgreich gewehrt haben und das "weiter so" propagierten, weil u.a. die WM 2014 gewonnen wurde.


    Auch kann ein DFB als Dachverband nur sehr eingeschränkt verbindliche Vorgaben machen. Es dürfen zu viele Köche den Brei versauen. Und es sind zu viele Bewahrerinnen und Bewahrer in Positionen mit Einfluss unterwegs.


    In Hamburg haben wir in der U8 eine Gruppe von etwa 35 Mannschaften gebildet, die in Abstimmung mit unserem Verband eine Harmonisierung der Durchführung pilotieren.


    Wir spielen mit 7-8 Teams auf genau 4 Spielfeldern im 3+TW und 3v3. Jeder Spielort ist gleich. Wir stimmen uns dezentral ab, wer ausrichtet und welche Teams teilnehmen.


    Zeitweise haben wir inzwischen auch Gäste aus Bremen, Rostock und Berlin dabei.


    Will sagen:

    Es liegt an uns Erwachsenen die Entwicklung der Kinder in den Vordergrund zu stellen und durchaus eigenständig mit Gleichgesinnten die gegebenen Freiheiten in der Durchführung passend anzuwenden.


    Anstatt zu sagen, unsere Verbände, der DFB oder you name it ist Schuld. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen nach bestem Wissen und Gewissen mit und für die Kinder zu arbeiten.


    Das eigene Ego hat im Kinderfußball somit keinen Platz. Wer das nicht akzeptiert, möge sich im Jugendfußball an der U13 versuchen oder das Thema ganz sein lassen.

    Wir haben inzwischen auch unsere Eltern erneut daran erinnert, dass wir für die Kinder Allwetterjacken angeschafft haben und diese bei der aktuellen Witterung zwingend zu tragen sind.


    Funktionsunterwäsche gab's bereits im Herbst, so dass die Kinder auch für kaltes Wetter zwischen 0 und 10 Grad sowie für Nieselregen und leichten Regen gut gekleidet ins Training gehen können.


    Auch haben wir erklärt, dass die Kinder sich in unseren beheizten Kabinen umziehen können und dort die Möglichkeit besteht unter Aufsicht der Eltern heiß zu duschen.


    Wir als Trainerinnen und Betreuer halten uns von dem Thema "Kabine & Duschen" soweit wie möglich fern.


    Derzeit kommen a) weniger Absagen und b) Absagen früher als zuletzt. Die nächsten Trainings werden zeigen, ob und wie viele Familien uns noch "verarschen" und sich einfach nicht abmelden.


    Auch uns Erwachsenen auf dem Platz darf bzw. muss es Freude bereiten und wenn wir unsere Freizeit für die Kinder verwenden, muss Verlässlichkeit der Eltern da sein.


    Denn es macht einen großen Unterschied, ob wir wie angemeldet 28 von 35 Kindern oder dann tatsächlich 19 von diesen 28 auf dem Platz haben.

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    Wir reden über 7-11 Jährige, die sicher nicht ohne Eltern duschen. Und als Trainer will ich mit diesen Themen nichts zu tun haben.


    Die Zeiten haben sich geändert, die Argumentation der Eltern ist für mich schlüssig, auch wenn ich eher zur Fraktion "was sie nicht umbringt, macht sie härter" gehöre. 😅

    EifelMoselHunsrueck

    Bis zur D-Jugend sollten keine festen Positionen und keine Gruppentaktik angewendet werden.


    Erst im Aufbaubereich ab der C-Jugend kristallisieren sich Positionen heraus und die kognitiven Fähigkeiten reichen für ein Gruppenverständnis aus.


    Bis zur E-Jugend sollte im Festival / Turniermodus mit einem Spielformen-Mix auf Minitore und Jugendtore gespielt werden. Idealerweise mit 8 Teams von 4 bis 8 Mannschaften auf 4 Feldern mit 6-7 Spielen.


    So bekommt jedes Kind viel Netto-Spielzeit, kann sich auf zentrale Tore ausprobieren und die Vorteile (Spiel in die Breite!) von vier Toren genießen.


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    Der April ist kühler und regenerischer als die letzten Jahre. Die Beteiligung an Trainings und Spielrunden fällt dadurch geringer aus. Es wird häufiger vergessen, rechtzeitig abzusagen.


    Nach den Gründen gefragt, sagten die meisten Eltern, dass sie beide berufstätig seien und sie kein Risiko eingehen wollten, dass ihr Kind sich erkältet.


    Denn dann müssten sie ihr Kind zu Hause betreuen und könnten nicht arbeiten. Das wäre eine mittelschwere Katastrophe für die Familien.


    Also lassen sie lieber Aktivitäten im Freien ausfallen, um das Risiko einer Erkältung zu senken.


    War mir bisher nicht so bewusst, dass ein solcher Druck auf immer mehr Familien lastet. Und schade für die Kinder, die nur bei schönem Wetter draußen spielen und Sport treiben dürfen.

    Ich kann nur für meine drei U8 Mannschaften sprechen. Wir unterteilen, wie bereits geschrieben, nach Teilnahmequote, welche wir quartalsweise betrachten, zuerst und dann nach Entwicklungsstand.


    Daraus bilden wir unsere Mannschaften und ordnen die Kinder zu. So können wir den zuverlässigen Kindern für ihren Entwicklungsstand ein passendes Angebot machen und den unzuverlässigen Kindern die Möglichkeit anbieten, die Begeisterung für Fußball zu entdecken.


    Es gab bis jetzt kein Wochenende, an dem ein Kind zu Hause bleiben musste oder nicht wenigsten die Hälfte der Spielzeit aktiv war.


    Und die 3. Mannschaft hat mal 4 Kinder, mal 10 Kinder dabei. Juckt mich und meine Mitstreiter nicht, es spielt, wer da ist. Und da diese Mannschaft meist zu mehr als 90% aus den unzuverlässigen Kindern gebildet wird, gibt's keine Neid-Diskussionen und zuverlässige Kinder müssen nicht zurückstecken.


    Wieso sollte das nicht anderswo klappen und wo versteckt sich jetzt der Mehraufwand unter der Woche beim Training?

    RedDevil

    Ich kann nicht nachvollziehen, was du mit zurückstecken meinst.


    Die Kinder wollen spielen, egal mit wem. So zumindest meine Erfahrung. Und lieber in gemischten Teams als gar nicht.


    Wieso sollte allen Erwachsenen vor Ort nicht daran gelegen sein, dass möglichst viele Kinder aktiv mitspielen? Zuschauende Kinder sind Kinder zweiter Wahl und dieses Gefühl sollte man Kindern nicht geben.

    Wir könnten in diesem Punkt auch über diskriminierungsfreien Kindersport sprechen und kämen ganz schnell zu non-verbaler Gewalt gegen Kinder durch Ausschluss durch Vorurteil ("Kind wird bestraft für zu geringe Anwesenheit") aufgrund von unerwünschtem Verhalten der Eltern hinsichtlich Trainingsbeteiligung.


    Ganz dünnes Eis, finde ich. Klar, Kinder, die unregelmäßig und selten im Training sind, werden nicht in der "Ersten" spielen, aber ein Spielangebot sollte es dennoch geben.

    Und das ist beim 7v7 genauso wie beim 5v5 oder 3v3 möglich und steht in keinem Zusammenhang mit den aktuellen Reformen.


    Es ist Frage der Eignung / Persönlichkeit eines Erwachsenen als betreuende Person im Kindersport.


    Was sind deine Ziele als Kindertrainer?

    RedDevil

    Zu Fall 1:

    Ich frage den gegnerischen Trainer, ob er etwas dagegen hat, wenn er 2 Kinder "ausleiht", damit ein 3 gegen 3 zusätzlich möglich wird.


    Kein Kind soll ja gelangweilt zuschauen.


    Zu Fall 2:

    Hier sind es in Summe 8 Kinder "zu viel".

    a) man spielt 4+TW statt 6+TW, dafür auf 2 Feldern.

    b) man versucht ein zusätzliches 4 gegen 4 zu verabreden. Wieder gemischte Teams.

    RedDevil

    Alle Punkte fängt die aktuelle Reform ab.


    - Die Meldehürde wird auf 3 (G) bis 5/7 (E) Kinder wesentlich abgesenkt.


    - Eine Nominierung ist nicht mehr erforderlich, alle Kinder können Spielen, weil eine Mannschaft mehrere Teams bilden kann.


    - Je nach Spielmodus und Einteilung von Mannschaften und Staffeln kann jedem Kind ein Spielangebot auf dem jeweiligen Entsicklungsstand gemacht werden