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Den Föderalismus betrachte ich als größtes Hindernis für das Durchführen von Reformen im Deutschen Fußball.
Festzuhalten ist, dass die Erkenntnisse, die die Grundlage der aktuellen Spielformen-Reform im Kinderfußball bilden, seit spätestens Anfang der 1990er bekannt und publiziert sind.
Ebenfalls ist es Fakt, dass sich Kreis- und Landesverbände viele Jahre erfolgreich gewehrt haben und das "weiter so" propagierten, weil u.a. die WM 2014 gewonnen wurde.
Auch kann ein DFB als Dachverband nur sehr eingeschränkt verbindliche Vorgaben machen. Es dürfen zu viele Köche den Brei versauen. Und es sind zu viele Bewahrerinnen und Bewahrer in Positionen mit Einfluss unterwegs.
In Hamburg haben wir in der U8 eine Gruppe von etwa 35 Mannschaften gebildet, die in Abstimmung mit unserem Verband eine Harmonisierung der Durchführung pilotieren.
Wir spielen mit 7-8 Teams auf genau 4 Spielfeldern im 3+TW und 3v3. Jeder Spielort ist gleich. Wir stimmen uns dezentral ab, wer ausrichtet und welche Teams teilnehmen.
Zeitweise haben wir inzwischen auch Gäste aus Bremen, Rostock und Berlin dabei.
Will sagen:
Es liegt an uns Erwachsenen die Entwicklung der Kinder in den Vordergrund zu stellen und durchaus eigenständig mit Gleichgesinnten die gegebenen Freiheiten in der Durchführung passend anzuwenden.
Anstatt zu sagen, unsere Verbände, der DFB oder you name it ist Schuld. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen nach bestem Wissen und Gewissen mit und für die Kinder zu arbeiten.
Das eigene Ego hat im Kinderfußball somit keinen Platz. Wer das nicht akzeptiert, möge sich im Jugendfußball an der U13 versuchen oder das Thema ganz sein lassen.