Beiträge von ruffy85

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    Goodie

    Können und Wollen sind zwei verschiedene Paar Schuhe.


    Mir begegnet in den nun fast vier Jahren als Kindertrainer eine Elternschaft, auch in anderen Mannschaften, die froh sind, wenn mal jemand anderes für deren Kinder zuständig ist und sie entweder Zuschauer sind oder anderen Dingen wie Einkaufen nachgehen können.

    Nicht alle Mannschaften besitzen ausreichend Spielfeldbegleiter für 3-4 Teams.


    Nicht jeder Gastgeber kann für mehr als 8 Teams (= 4 Felder) aufbauen.


    Nicht jeder Gastgeber kann vorab jeder gegen jeden Spielpläne erstellen (bis 8 Teams geeignet) oder den CL Modus konsequent durchziehen, wenn es häufiger zu wiederholenden Spielen kommt.


    Mit der Erfahrung aus Köln und Hamburg - und sicher auch anderen Regionen:


    Richtet im Spielformernen-Wechsel mit gleicher Anzahl Feldspieler aus, wenn es eure Durchführungsbestimmungen erlauben, beispielsweise 3v3 & 3+TW in der F-Jugend.


    Abwechslung fördert die Entwicklung der Kinder und erhöht die Akzeptanz kleiner Spielformen bei Erwachsenen.

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    Große Verteidiger können kleine Angreifer nicht körperbetont verteidigen, weil die Schwerpunkte zu unterschiedlich sind. Hierzu gab's auch Einblicke in der WM 2014 Dokureihe.


    Körperbetontes Spielen meint doch nicht gleich Treten, Schubsen oder Schlagen. Hände landen eher unkontrolliert im Gesicht des Gegners, wenn die Koordination noch nicht so weit ist.


    KNVB Rinus gibt viele tolle Rangel-Spiele, die 1v1 Wettbewerbe darstellen und Koordination und Resilienz fördern.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Passspiel sich auch einschleifen lässt. Anfangs ist das ergebnistechnisch sogar recht erfolgreich, weil für viele Kinder schwer zu erkennen und zu verteidigen.


    ABER:

    Es bleiben viele andere Fähigkeiten und vor allem die Spielintelligenz auf der Strecke. Durchblickt eine gegnerische Mannschaft das Schema F, dann ist's vorbei mit dem "erfolgreichen" Passstaffeten und andere Fähigkeiten sind gefragt, die jedoch fehlen.


    Durch Training mit einem Bausteinsystem, bei dem ab der F-Jugend auch "dynamisches" Passspiel enthalten ist, können die Kinder spielintelligent lernen zu passen.


    Und dabei ist eine saubere Technik weniger wichtig als das Erkennen von Möglichkeiten und das Treffen von (Pass-)Entscheidungen.

    Faires, körperbetontes Spielen finde ich ab der F-jugend vollkommen in Ordnung.


    Wichtig ist mir, dass nicht diskutiert wird, wenn der Gegner es als zu heftig / unfair empfand. Es wird die Hand gereicht und das Spielgerät geht an die gegnerische Mannschaft.

    Als Partnerverein eines KPT wird man sicher nicht seinen Kindern (Mitgliedern) untersagen, an den angebotenen Trainings teilzunehmen.


    Trainerinnen und Trainer betroffener Mannschaften, die das eigenmächtig durchziehen wollen, begeben sich auf dünnes Eis.


    Ich bin kein Freund einer "Auswahlmannschaft" vor der U13, weil Kinder im Grundschulalter Sport und Fußball ohne Druck kennenlernen und erleben sollen. Die Nominierung in ein KPT kann äußeren Druck auslösen.


    Es ist ein zweischneidiges Schwert, vor allem für die Eltern (!). Ihr Kind trainiert bereits in jungen Jahren bei einem namhaften "Verein". Manche heben da völlig ab.


    Auch KPT "selektieren" nach einer gewissen Zeit, beim HSV müsste es "eine Saison" sein, die einem Kind garantiert wird.


    Besser als verbieten ist es, den Eltern transparent zu machen, was ein KPT ist und was nicht. So können sie bewusst entscheiden, ob sie ihr Kind bei einem anfragenden KPT anmelden oder nicht.


    Verbieten wäre ein fatales Signal und könnte auch dazu führen, dass die Eltern sich für einen Vereinswechsel entscheiden.

    Geboren bei der TSG Hoffenheim zog es den Ideengeber gen Norden und siehe dar, auch das HSV Konstrukt hatte neben dem NLZ und dem e.V. auch ein KPT.


    Wichtig ist zu wissen, dass HSV KPT (Fördertraining U9 bis U11/U12) keinen direkten Zusammenhang zum HSV e.V. (Spielbetrieb ab U8) und zum HSV NLZ (Fördertraining & Spielbetrieb ab U12/U13) hat.


    Zumindest dieses KPT richtet regelmäßig auf den Sportanlagen seiner Partnervereine zusätzliches Training für ausgewählte Kinder des jeweiligen Jahrgangs aus.


    Die Kinder werden dabei mit HSV Kleidung ausgestattet und überwiegend in Spielformen trainiert. Am ehesten vergleichbar ist das Stützpunkt-Training für ältere Jugendliche.

    Spannend, wie sich ein Wechsel der Abteilungsleitung bis hinunter zum Kinderfußball auswirken kann.


    Anstatt des "weichgespülten grünen Kuschelmist" zählen wieder Erfolge als Außenwerbung für den Verein. Damit ab der C-Jugend wieder regelmäßig in den höchsten Jugendspielklassen gespielt werden kann...


    Und so werden auch Erlebnis über Ergebnis Leute aus dem Verein entfernt.

    Je nach Anzahl der Trainer/innen und den entstehenden Gruppengrößen könnte ein "Training in Stationen" eine Option bieten.


    Mein Trainerteam und ich trainieren so 3 Mannschaften unterschiedlichen Entwicklungsstandes parallel. Das läuft grob so:


    - 3 Gruppen bilden, möglichst nach Team oder Entwicklungsstand.

    - Anzahl Trainer = Anzahl Stationen mit Spielformen / Übungen

    - Rest: Spielfelder mit Sonderregeln wie Scoreboard oder Joker Karten.


    Gruppe A beginnt bei Station A, bleibt dort 20 Minuten. Danch rotieren die Gruppen. Die Trainer passen die Komplexität an die jeweilige Gruppe an, um jedes Niveau zu fordern und zu fördern.


    Am Ende dann bunt gemischte Teams (wenn nicht Anfang) mit 3 Spielfeldern, gerne auch chaotisch. Ist ja durchaus mal spannend, vermeintlich unterschiedliche Kinder zusammenzusehen.

    Ein KPT lädt Kinder von Partnervereinen ein. Das beginnt bspw. ab der U9 (HSV KPT).


    Ein Partnerverein wird mit Sicherheit nicht "nein" sagen, wenn 2-3 Kinder eingeladen werden. Die Einladung erfolgt durch Ansprache der Eltern und kurzer Info an den Verein.


    So wurde es mir als demnächst Betroffener erklärt.


    Über die Sinnhaftigkeit, dem Mehrwert und den Risiken darf sich jede/r eine eigene Meinung bilden.

    Und bitte dran denken, dass Jahrgänge ihre Auf- und Abstiege in Hamburg mitnehmen. C-A Oberliga sind die 2. höchste Spielklasse Hamburgs, die Regio die höchste.


    Dein Sohn kann mit seiner Mannschaft also auch noch in die Regio aufsteigen und dort mehrere Jahre spielen.

    Es ist unfair und nicht im Sinne der Entwicklung der Kinder. Es belastet zudem die Mannschaften, die ausleihen. Es setzt die Kinder zwischen die Stühle.


    Sofern möglich, wäre ein Gespräch mit dem Trainerteam der Mannschaft sinnvoll, um die Ziele im Kinderfußball abzustimmen.


    Hoffentlich geht's um die individuelle Entwicklung der Kinder, damit diese in ein paar Jahren noch mit Freude dabei sind und mit hoher Spielintelligenz einen Mehrwert bieten.

    Auch wichtig für einen Stürmer sind die Torabschlüsse, die in der C-11, die eher taktisch geprägt spielt, eher gering sind.


    An einer bestimmten Spielklasse kann man das nicht festmachen, sondern an der Mannschaft, deren Ziele und deren Trainer*in.


    Auffällige (talentierte) Spieler, die nicht im NLZ sind, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit vom HFV entdeckt und zum regelmäßigen Stützpunkttraining eingeladen. Die Stützpunkte sind über die ganze "Stadt" verteilt.


    Es kann also ein Indikator sein, dass dein Sohn nicht beim Stützpunkt und nicht beim NLZ ist. Das soll ihn oder sein Talent keinesfalls bewerten.


    Was sind deine und die Erwartung deines Sohnes an seine fußballerische Entwicklung?

    Das Problem hier in Hamburg sind die Auf- und Abstiege, die teilweise im Herbst und Frühjahr möglich sind.


    Wonach wird ein erfolgsorientierter Erwachsener seine Mannschaft ausrichten und seine Spieler auswählen? Für die optimale Entwicklung der Kinder oder für die Tabelle?


    NLZ dagegen sind nicht von Auf- und Abstiegen betroffen. Ab der B-Jugend spielen sie in Ihrer eigenen Liga. Viele Nord NLZ setzen inzwischen auf Twin-Games, damit mehr Kinder Spielzeit bekommen und vergleichen sich unabhängig von Tabellen mit anderen NLZ.


    Unter Druck entstehen Diamanten, jedoch keine Talente. Es bedarf einer sehe guten, individuellen Förderung der Stärken. Erwartungsdruck, bspw. Abstiegskampf, ist absolutes Gift für die meisten Jugendlichen und ihre Trainerinnen und Trainer.


    Ist dein Sohn an einem HFV / DFB Stützpunkt dabei und spielt mit der jeweiligen Auswahl?

    Gestern nahmen wir an einer U8 Spielrunde bei einem Verein teil, der viel wert auf altersgerechten Kinderfußball setzt.


    Auf vier Spielfeldern spielten vier Mannschaften mit jeweils zwei Teams im jeder gegen jeden. Alle Trainerinnen und Trainer sowie Spielfeldbegleiter hielten sich im Coaching deutlich zurück, feuerten ihre Kinder an und feierten sie für gelungene Aktionen.


    Die Eltern hielten ausreichend Abstand zu den Spielfeldern und feierten die Kinder anstatt selbst zu coachen.


    Es waren spannende Spiele, alle auf Minitore. Die Kinder waren sehr fair und gestalteten phasenweise tolle Zweikämpfe, Torabschlüsse und auch Kombinationen.


    Hinterher, und das freut mich am meisten, war durchweg von den Eltern zu hören, dass es viele sehenswerte und für sie unerwartete Aktionen gab und es gar nicht so ist, wie oft erzählt von Kindertrauben und Blümchenpflückern.

    "Fußballschulen" kann sich fast jede Unternehmung nennen und damit ordentlich abkassieren.


    Vereinsfußball ist dann doch noch etwas Anderes. Gute Fußballschulen mit qualifizierten Trainerinnen und Trainern können mit altersgerechtem Training eine tolle Ergänzung sein.


    Papatrainer83

    Keine Wartelisten in Berlin? Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Gibt's genug Sportplätze und ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer? An diesen beiden Dingen mangelt es in Hamburg, insbesondere im Zentrum.