Ich für mich entscheide immer von Saison zu Saison. Solange meine Kids das wollen bin ich dabei. Gibt es für sie fachlich und von der Ansprache eine bessere Alternative als Trainer und sie wollen das dann ist das auch fein.
Super, wenn ihr mit dem Thema für euch so umgeht.
Genau um den Blickwinkel geht es ja hier aber nicht. Hier geht es ja darum, wie es für den Rest der Mannschaft ist...
In der F-Jugend meines Sohnes sind 4 Väter Trainer und es sind 4 Trainerkinder als Spieler im Team.
Es gab dadurch kein einziges Problem. Jedes Kind bekommt an Spieltagen ähnliche Spielzeiten.
Die Trainerkinder sind nicht immer dabei.
Auch die Trainer sind nicht immer alle dabei.
Insofern sehe ich als Elternteil eines Spielers kein Problem. Im Gegenteil: Das Kind kann im Training individuell besser betreut werden, als wenn es z.B. nur 2 Trainer wären.
In seiner Volleyballmannschaft ist ein Trainer und zwei seiner Kinder. Am Spieltag sind dort 4 Spieler im Einsatz. Trotzdem werden die beiden Kinder nicht besonders bevorzugt, dass es mein Kind irgendwie stören würde.
Da es nur eine U12 gibt, werden die Kinder abhängig von den jeweiligen Gegnern eingesetzt. Wenn der Gegner eher ältere Kinder hat, dann spielen die älteren, andernfalls eben die jüngeren.
Saubere Kommunikation, keine Probleme.
In einem Nachbarverein sind es in der E-Jugend ebenfalls 4 und 4. Dort spielt ein guter Freund von uns. Auch da: keine Probleme für die Mitspieler der Trainerkinder.
Als Trainervater in der D (3 Trainerväter und 3 Trainerkinder) sehe ich es wie Leg0_o . Das Kind ist einfach nur ein Spieler.
Mir allen Nachteilen, die ein Trainerkind hat.
Nur ein Vorteil bleibt: bei kurzfristigen Ausfällen springt das Trainerkind eher ein, da ich direkt darauf "Zugriff " habe.
Wir haben dieses Jahr aufgrund unglücklicher Umstände 21 Kinder im Kader, was deutlich zu viel ist. Deswegen müssen alle Kinder bei einigen Spielen aussetzen. Das betrifft auch die Trainerkinder. Obwohl einer davon definitiv zu den besten Spielern im Team gehört. Aber im Breitensport kann man in einer D-Jugend nicht nur auf die besten setzen, wenn man -gerade im Sinne des eigenen Kindes- ein bisschen über die Saison hinaus schaut.
Wenn es das "anders ticken" ist, dass Fußballer es regelmäßig schaffen,
ihr eigenes Kind nicht zu bevorzugen, um ihnen auch in Zukunft ausreichend Mitspieler in ihrer Mannschaft zu erhalten und auszubilden, okay. Dann wäre ich allerdings nicht gewechselt.
Wenn es Trainer sind, die einzelne Kinder im Training/ Spiel bevorzugen, dann ist es ein Problem. Allerdings unabhängig davon, ob es sich dabei um Trainerkinder oder einfach die vermeintlich besseren Kinder handelt. Dann bleiben immer Kinder auf der Strecke.
Häufig sind es dann allerdings eher "Einzeltrainer", die aufgrund ihrer Beratungsresistenz nur schwer in einem 4er-Team agieren könnten.
